Wohin mit dem Fahrrad? Die Grünen haben eine Idee.

Der Klosterplatz im historischen Stadtzentrum hat Raum für Leihautos, eine Ladestation und andere Pkw. Aber auch für viele Fahrräder.

Der Klosterplatz, von anderer Seite aus betrachtet, mit Blick in Richtung Katschhof. Platz satt.

Das ist ja mal ein schöner Ratsantrag von den Grünen in Aachen: Auf dem Klosterplatz soll noch 2019 ein Fahrradparkplatz eingerichtet werden.

Es ist nur ein ANTRAG, wohlgemerkt. Sehr sinnvoll zwar und ganz einfach zu realisieren. Man müsste nur ein paar Bügel aufstellen. Wir Radfahrer*innen müssten die Drahtesel dann nicht mehr an Blumengittern, Verkehrsschildern und Laternenpfählen anketten. Allerdings neigen CDU und SPD dazu, jedem noch so sinnvollen Vorschlag der Opposition ein lautes „Nein“ entgegenzubrüllen. Insofern . . .

Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben. Auf dem Klosterplatz, an dem sich die niemals fertig gebaute Verwaltung des Bistums befindet, also in zentraler Innenstadtlage, da hätten außer den Fahrzeugen von Behinderten, den Cambio-Autos (CarSharing), drei bis vier alten Bäumen und einer Ladestation für E-Autos bestimmt auch noch 200 Fahrräder Platz. Dass es, wie die Grünen fordern, „hochwertige Abstellmöglichkeiten“ sein müssen, denke ich nicht. Planung und Bau würden dann wieder Jaaaaahre dauern. Radfahrer brauchen aber sofort Abstellmöglichkeiten.

In dieser kleinen Elektro-Postille hier wurde schon oft der Mangel an Fahrradbügeln beklagt. Zu Weihnachtsmarkt-Zeiten und beim September-

Immer mehr Leute steigen um. Die Folge: Es fehlt in Aachens Innenstadt an Abstellplätzen für Räder.

Special findet man beim besten Willen keine Abstellmöglichkeiten, aber auch an verregneten Tagen mitten in der Woche (ohne ein Event im Zentrum) ist es verdammt schwer. Der Klosterplatz ist unterdessen als Fahrradparkplatz ideal geeignet: Er ist sowieso kein Platz zum Verweilen, und dort abgestellte Räder und e-Bikes stehen niemandem im Weg.

Angeblich soll in Aachen die Radinfrastruktur aus Umweltschutzgründen gefördert werden. Die von außerhalb kommenden Aachener*innen sollen möglichst vom Pkw auf ASEAG und Rad umsteigen. Trotz drohender Fahrverbote geschieht diesbezüglich nicht genug.

Der Antrag: https://www.gruene-aachen.de/fileadmin/Webseite/pdfs/Antraege/AT_26.2018_Ratsantrag_Fahrradparken_historisches_Zentrum.pdf

Die Grünen: https://www.gruene-aachen.de/home/news/klosterplatz-fuer-fahrradparken-besser-nutzen.html

Für Autos werden in der Innenstadt mehr als genug Parkplätze und Parkhäuser zur Verfügung gestellt. Als Radler wirst du in Aachen wie ein Verkehrsteilnehmer 2. Klasse behandelt. Das ist nicht fair.

 

Über AachenNews

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.