In Aachen möglich: Endlose Geschichte wird noch immer endloser

Vor genau vier Jahren entstand dieses Foto von der Einfahrt des Parkhaus Büchel. Damals schon war alles eine endlose Geschichte, leider langweilig. Die Stadt hat keine glückliche Hand bei Bauprojekten. Foto: Archiv

Im Herzen der Stadt Aachen befindet sich eine marode Hochgarage, das sogenannte Parkhaus Büchel. Das beschäftigt die Ratsleute aller Parteien schon seit 1986. Da wurde nämlich das Abriss dieses häßlichen Parkhauses beschlossen.

Wie hier jeder weiß: Das Parkhaus steht auch heute noch. Wegen Baufälligkeit sind zwar eine oder zwei Ebenen geschlossen. Aber seit 1986 wird aus dem Rathaus immer wieder mitgeteilt: Bald tut sich was, wir haben eine Lösung . . . Passiert ist (Aachen-typisch) leider nichts.

Nach all den hochgelobten „Lösungen“, die gar keine waren, hat der Aachener Stadtrat jetzt „die Ampel für die weitere schrittweise Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel auf Grün gestellt“.  Das teilt die Pressestelle der Stadt fröhlich mit und meint wahrscheinlich, wir würden das ernst nehmen. Zwinkersmiley, Zwinkersmiley, Zwinkersmiley.

Zurzeit gehört das Parkhaus noch Aachener Investoren, die sich aber vor Wochen aus der Entwicklung des gesamten Innenstadt-Büchel-Quartiers zurückgezogen haben. „Einstimmig gaben die Politikerinnen und Politiker der Verwaltung den Auftrag, das Grundstück des Parkhauses Büchel zu kaufen„, so wird mitgeteilt. Ein entsprechendes notarielles Verkaufsangebot „liegt unterschriftsreif vor“.

Vorhang auf also für das nächste Parkhaus-Kapitel. 1998 hieß alles noch „Forum Kaiserquelle“ und 2006 war eine „Trendboxx“ geplant, 2008 dann die „Bel Etage“ und 2018  stand angeblich fest, dass dort Wohnungen errichtet werden. Fitnessstudio, Sterne-Hotel, Einzelhandel, Markthalle . . .  alles schon mal diskutiert, nix realisiert. Neulich war sogar hochoffiziell davon die Rede, dass man auf dem Grundstück Volkshochschule und Stadtbibliothek (in Neubauten) unterbringen will.

Das Theaterstück ist ein bisschen langweilig geworden. Die SchauspielerInnen aber sind weiter mit Inbrunst bei der Sache. Lasst nicht nach, Jungs und Mädels. Wir Aachener sitzen im Zuschauerraum und haben euch längst durchschaut.  Zwinkersmiley.

 

 

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