Erfolgreichste Ausstellung seit Bestehen des Ludwig Forums

Mit rund 45.000 Besuchen und zusätzlich enorm vielen Kunstvermittlungsangeboten war die Ausstellung „Lust der Täuschung“ die erfolgreichste seit Bestehen des Ludwig Forums (LuFo). Dem Leiter des LuFo und Veranstalter dieser Ausstellung wurde nichtsdestoweniger im Vorfeld der Schau (über die Presse als Werkzeug) so übel mitgespielt, dass er seinen Hut nahm und jetzt andernorts für schöne Ausstellungen sorgt.

Am 30. Juni endete „Lust der Täuschung. Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ im Ludwig Forum Aachen. Nach 18 Wochen Laufzeit ist die Bilanz außergewöhnlich. Der Katalog war noch vor Ende der Ausstellung restlos ausverkauft.

Der im LuFo ausverkaufte Katalog ist noch über den Buchhandel beziehbar. Unter anderem für bei früheren Ausstellungen nicht verkaufte Kataloge hatte sich Beitin öffentlich übelst rügen lassen müssen. Die Betreiber dieser Aktion freuen sich jetzt sicher, einen so herausragenden Förderer des Rufes der Stadt Aachen erfolgreich vertrieben zu haben. Meine Meinung: Alles Knallköppe und Vollpfosten. Leute, die auf Pepita Schach spielen wollen.

Mehr als zwei Jahre lang hatte sich Andreas Beitin für das LuFo in Aachen – gemeinsam mit der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München – mit einem zentralen Thema der Kunstgeschichte auseinandergesetzt – mit dem Phänomen der Illusion und der Täuschung in der Kunst. „Es entstand eine außergewöhnliche Schau, die die Besucher narrte, überraschte, erstaunte und ihnen das Vergnügen bereitete, den täuschenden Trick entlarven zu können“, schreibt das Presseamt in einer Mitteilung.

Erstmals in der Geschichte des Ludwig Forum seien auch historische Zeugnisse der Frühzeit integriert worden, die die Täuschung um archaische kulturanthropologische Schnittstellen interdisziplinär erweiterten: Die Zeitreise durch die Jahrtausende begann mit einer 4.500 Jahre alten altägyptischen Tür, die, entgegen der Erwartung, aus Stein und eben nicht, wie es scheint, aus Holz ist.

„Unter den rund 100 ausgestellten Kunstwerken waren Leihgaben von 73 verschiedenen Institutionen, darunter bedeutende internationale Museen, Galerien, Privatsammlungen und Künstler*innen aus Europa, den USA und Japan“, so teilt die Pressestelle weiter mit.

5036 Personen hätten an Führungen in deutscher, englischer, französischer und niederländischer Sprache für Schulen, Kindergärten und Erwachsenengruppen teilgenommen. Dazu kamen flankierende Angebote in der Künstlerwerkstatt, Workshops, Lehrerveranstaltungen und Kindergeburtstage. An vier Tagen der Woche konnten die Besucher*innen zudem künstlerische Arbeiten mit Virtual Reality selbst ausprobieren, betreut von Hilfskräften.

Das Ludwig Forum an der Jülicher Straße in Aachen. Foto: Archiv

Die Pressestelle lässt uns weiter wissen: „Im Rahmenprogramm fanden Vorträge renommierter Gastredner statt: Prof. Dr. Alexander Markschies, Leiter Kunsthistorisches Institut RWTH Aachen, Prof Dr. Leif Kobbelt, Professor für Informatik mit dem Spezialgebiet Computergrafik, Dr. Jürgen Kippenhan, Philosophisches Institut der RWTH und Logoi, Institut für Philosophie und Diskurs, Prof. Dr. Astrid Rosenthal-von der Pütten, Lehrstuhl für Technik und Individuum, Institut Human Technology Center der RWTH Aachen, Manuel Roßner, Künstler und Begründer der virtuellen „Float Gallery“ und viele mehr. Zudem gab es noch die Feier anlässlich der Verleihung der Auszeichnung Museum des Jahres 2018 durch die AICA.“

„Digitale Kunsthalle“ des ZDFkultur

Seit dem 28. Mai 2019 wird „Lust der Täuschung“ in der „Digitalen Kunsthalle“ des ZDFkultur präsentiert und somit erstmalig online für alle zugänglich gemacht.

Hier:: digitalekunsthalle.zdf.de/lust

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