Welches sind jetzt die Prioritäten?

Hallo Leute, wenn euch das Thema Corona-Krise zu den Ohren rauskommt, lest hier nicht weiter. Macht einfach mal Pause und marschiert in dem schönen Sonnenwetter zügig an die Ränder der Stadt. Aber Vorsicht. Es ist kalt wie Sau und der Wind ist scharf und fühlt sich an wie minus 20 Grad.

Aachen ist eine Stadt mit mehreren großen Hilfswerken. Misereor ist eines davon. Bei Misereor geht es um eine freie, offene und gerechte Gesellschaft.

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Ich aber sehe mir an, was in Italien passiert, speziell in der Lombardei. Der Himmel möge es verhindern, aber es scheint dort auf ein Massensterben in überfüllten Krankenhäusern hinauszulaufen. 

Die Krankenhäuser und die Ärzt*innen können die Massen von Kranken nicht mehr aufnehmen, nicht mehr versorgen. Sie müssen auswählen, und können nur denen helfen, die höchstwahrscheinlich überleben. Die anderen lassen sie sterben (Triage).

Man versucht in Deutschland, diese Zustände nicht aufkommen zu lassen. Das Mittel der Wahl heißt „Social Distancing“, räumliche Distanzierung, d. h. die sozialen Kontakte sollen auf ein Minimum reduziert werden, und man soll so viel Zeit zu Hause verbringen wie nur möglich, damit jede/r Infizierte nicht mehr seinerseits durchschnittlich drei weitere Menschen ansteckt, sondern genau null Personen. 

Das kann auf ein sehr lang andauerndes „Social Distancing“ hinauslaufen. Wie lang darf das Abstand-Halten dauern? Denn: Es hätte schlimmstenfalls dermaßen katastrophale Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben, dass man es sich nicht vorstellen möchte. Beim Zusammenbruch des Wirtschaftslebens gehen fast alle Firmen pleite, kaum jemand verdient noch Geld, sehr viele werden arbeitslos und arm, die allgemeine Sicherheit wäre von der Polizei nicht mehr zu leisten usw. 

Eine zu lange Phase des „Social Distancing“ wäre letztlich also ebenfalls lebensgefährlich für die allermeisten Menschen. 

Es wäre furchtbar, wenn wir wählen müssten: Entweder lassen wir das Virus quasi hemmungslos toben und es sterben viele Menschen. Oder wir ruinieren unsere Wirtschaft und unser Leben durch eine überlange Phase des totalen Stillstands. Keine schöne Alternative. 

Die Politik in Deutschland versucht es gerade mit „Social Distancing“ über vorerst wenige Wochen, und das muss gelingen. Ziel: Keine weiteren Ansteckungen mehr; die Ärzt*innen müssen sich nur noch um die kümmern, die zuletzt neu infiziert wurden. Und nicht vergessen: In ganz Europa wird auf Hochtouren an einem neuen Impfstoff und an Medikamenten geforscht. Da könnte doch bis Ende des Jahres etwas kommen.

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Ob in dieser Situation Gesetze, insbesondere das Infektionsschutzgesetz  (§ 28, Absatz 1 ist extrem pauschal) geändert werden muss, ist ein weiteres wichtiges Thema. Notstandsgesetze sieht unsere Verfassung vor im Kriegsfall, bei Aufständen und im Katastrophenfall. Dazu und überhaupt zum Weiterlesen:

„Corona und der Staat“, von Gero von Randow

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Wie alles gekommen ist. Sehr anschaulich dargestellt. How the Virus Got Out https://nyti.ms/33CezA7 

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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