Kultur muss umdenken und umschwenken

Kulturpolitiker in Aachen haben jetzt beschlossen, den Aachener Künstlerinnen und Künstlern – zusätzlich zu den bereits angelaufenen Hilfen durch Bund, Land und Kommune – weiterhin zu helfen.

Zu dieser Hilfe gehört – das teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit – die unkomplizierte und kostenfreie Nutzung städtischer Örtlichkeiten, die für Veranstaltungen aller Art räumlich und technisch gerüstet seien. Als Beispiele werden angeführt: Tivoli, Eurogress, Waldstadion, Ludwig Forum Aachen, Freibad Hangeweiher und „möglichst viele vergleichbare Örtlichkeiten“.

In jedem Fall müssen natürlich die laut NRW-Corona-Schutzverordnung erforderlichen Zugangskontrollen und die entsprechenden Hygiene- und Sicherheitsstandards gewährleistet sein. Also kommt mit Mund- und Nasenschutz und haltet Abstand.

Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt „zu prüfen, ob und wie die Veranstalter abgesichert werden können, falls Veranstaltungen aufgrund einer eventuellen Verschärfung der bestehenden Corona-Regelungen nach ihrer Genehmigung doch wieder abgesagt werden müssen.“

Geld wurde „noch nicht abgeschöpft“

Kulturdezernentin Susanne Schwier befürwortete den Antrag, wies aber zugleich darauf hin, dass auch die finanziellen Mittel der bereits bestehenden Unterstützungsfonds „längst nicht abgeschöpft“ seien. Kulturschaffende mit Beratungsbedarf oder auch Vorschlägen für alternative Veranstaltungsorte sollten sich „jederzeit vertrauensvoll an den Kulturbetrieb wenden“, forderte Schwier alle Aachener Kulturschaffenden auf.

Für Musiker*innen ist es insbesondere blöd, immer zu Hause zu spielen, um nicht aus der Übung zu kommen und dann nicht vor Publikum auftreten zu können. Die Musiker*innen und Schauspieler*innen des Stadttheaters sind übrigens finanziell abgesichert durch Kurzarbeitergeld und gewisse Zuzahlungen. Das teilte Kulturdezernentin Susanne Schwier in einer Sitzung mit. Diesbezüglich muss man sich also keine Sorgen machen.

Im Museum ist man heutzutage ziemlich allein, das soll in den 1960er Jahren zuletzt so gewesen sein. In Aachen hilft die Verwaltung allen, die irgendwie draußen Kultur stattfinden lassen wollen. Das wurde in öffentlicher Sitzung ausdrücklich zugesagt.

Über AachenNews.org

Ich bin Journalistin und Bloggerin.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.