Erfolgreicher Theatermann geht – Team ist fassungslos

Das Team des Grenzlandtheaters meldet sich zu Wort. Und zwar öffentlich auf der Internetseite des Theaters. Hier nachlesen. Als Mitarbeiter und Kollegen von Intendant Uwe Brandt sei man „nach wie vor sprach- und fassungslos“.

Foto: AachenNews Archiv

Uwe Brandt wird vorgeworfen, mit einem Wagen des Theaters wiederholt in Urlaub gefahren zu sein. Auch soll er seinem Sohn am Theater ein Praktikum gewährt haben. Es soll zu mehreren (kleineren) Unregelmäßigkeiten bei der Führung des Theaters gekommen sein. „Sofortige Entlassung“, forderten jedenfalls die Sozialdemokraten in der StädteRegion, die offenbar in Scharfrichtermanier für geringe Anlässe die Maximalstrafe für angemessen halten. Die FDP hieb in die gleiche Kerbe und forderte ebenfalls die Entlassung. (Wir berichteten)

Brandt zog die Konsequenzen und teilte jüngst mit, er werde das Theater verlassen.

Aus die Maus. In einer Situation, wo man ohnehin nicht weiß, was von der Kultur in der StädteRegion „nach der Pandemie“ überhaupt noch vorhanden sein wird (Spoiler: viel ist es nicht), steht auch noch das überaus erfolgreiche Grenzlandtheater ohne künstlerischen Leiter da. Was da gut dran sein soll, verstehe wer will.

Das Team schreibt unterdessen folgendes: „In den 12 Jahren seiner Intendanz haben wir als Team zusammen mit Uwe Brandt über 100 erfolgreiche Theaterproduktionen auf die Bühne gebracht. Er selbst hat neben seiner Intendatentätigkeit in zahlreichen Produktionen erfolgreich Regie geführt, zuletzt in dem begeistert gefeierten Musical „My Fair Lady“.
Gemeinsam mit Uwe Brandt brennen wir für unsere Arbeit und meistern so auch Produktionen, die auf dem Papier vielleicht eine Nummer zu groß fürs Grenzlandtheater erscheinen, im Grenzlandtheater aber realisiert werden, weil alle mit anpacken und dann auf der Bühne das Publikum begeistern.“

Das Grenzlandtheater, das mit seinen Produktionen nicht nur an seinem Standort in der Elisengalerie in Aachens Innenstadt, sondern in der ganzen StädteRegion aufgetreten ist, war in den letzten Jahren fast immer komplett ausverkauft. Man musste sich schon sehr anstrengen, dort mal eine Karte zu bekommen.

Der Zuspruch des Publikums war enorm, die Theaterfreunde lieben das Grenzlandtheater – dies insbesondere dank der vielfältigen Innovationen und dank des weit überdurchschnittlichen Engagements von Uwe Brandt.

Einige Projekte, die Uwe Brandt möglich machte, werden in der Stellungnahme des Teams erwähnt: die beliebte JazzBühne, die Veranstaltungen „Preis der IntoNationen“ im Reitstadion der Aachener Soers, die Hilfeleistungen des CoronaVistaSocialclubs zur Bewältigung der Pandemie, die Modernisierung des Theaterfoyers, die Digitalisierung des Ticketings, der Ausbau einer neuen Probebühne, die Schaffung einer neuen Spielstätten-Möglichkeit und die Entwicklung des Kinder- und Jugendtheaters GRETA zu einer vollwertigen und erfolgreichen Sparte.

Alles ist letztlich auf das Engagement von Uwe Brandt zurück zu führen. Vor Anfeindungen hat es ihn nicht geschützt. Das ist wahrlich nicht lustig!

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