Es fehlt am Hitzeschutz. Fachkräfte demonstrieren

Extreme Hitze kann Manchen töten und ist als eine Naturkatastrophe zu betrachten. Davon waren in Aachen bei einer Demonstration am 1. August etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsbereichs überzeugt. Und weiter: Die Aachener Gesundheitseinrichtungen – Krankenhäuser und Altenheime – seien bisher nicht ausreichend auf die extreme Hitze vorbereitet. Die Forderung lautete deshalb kurz und knapp: „Effektiver Hitzeschutz jetzt“.

Die Initiative „Health for Future Aachen“ demonstrierte und forderte von der Politik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene konsequentes Handeln. Die Bevölkerung müsse vor extremer Hitze besser geschützt werden.

Besonders die Krankenhäuser müssten krisenfest werden, hieß es. Bei der Demonstration, an der auch Professor Uwe Janssens, Chefarzt vom St. Antonius Hospital Eschweiler teilnahm, berichteten die Fachkräfte, was sie während der Hitze im Dienst erlebt hatten, wie es ihnen selbst immer schlechter geworden sei und wie es den meist älteren Patientinnen und Patienten erging.

Bei der Demonstration, die vor dem Haus der StädteRegion in der Zollernstraße begann, konnte man einen offenen Brief unterschreiben. Der Brief ist auf der Seite von „Health for Future“ einsehbar.

Die Kernforderungen

Die im Gesundheitswesen tätigen Aktivistinnen und Aktivisten fordern ein Ende des politischen Stillstands angesichts extremer Hitzewellen. Konkret verlangen sie:

Arbeitsschutz: Hitze-Arbeitsschutz, der nicht an der Krankenhaustür aufhört.

Finanzielle Unterstützung: Bereitstellung staatlicher Mittel für Gesundheitseinrichtungen.

Klimatisierung: Einbau energieeffizienter Klimasysteme in Patientenzimmern und Altenheimen.

Verbindliche Notfallpläne: Etablierung konkreter, vorausschauender Hitze-Aktionspläne vor Ort.

Strukturelle Kapazitäten: Bessere Organisation von Personal und Räumen bei extremen Temperaturen.

Unbedingt weiterlesen: hier und hier

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Kommt alles weg: Präsidium, weitere Gebäude und Hallen

Das alte Polizeipräsidium – wie oft stand es schon kurz vor dem Abriss?!

„Endlich ist es soweit – wir haben lange genug darauf warten müssen! Erst der Rückbau des alten Polizeipräsidiums schafft die freien Flächen, die wir für die Weiterentwicklung des Sportpark Soers zwingend brauchen“, sagte jetzt Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons.

Das Areal, auf dem derzeit noch das alte Polizeipräsidium steht, ist das Schlüsselgrundstück für die Entwicklung des künftigen Sportpark Soers, der ein „Sportpark für Alle“ werden soll.

Jetzt aber wirklich: Es soll im kommenden Sommer bereits Geschichte sein, das alte Polizeipräsidium. Es weicht dem „Sportpark Soers“.

Der Weg bis zum Abriss war bisher zuweilen steinig und mit vielen Abstimmungen, Anträgen, Absprachen gepflastert. Dies bewertet auch der Oberbürgermeister so. „Es war doch ein aufwendiges Prozedere bisher, ein langer Weg. Aber umso besser, dass wir jetzt gemeinsam, im wahrsten Sinne des Wortes, Hand anlegen‘“, betonte er mit dem Vorschlaghammer in der Hand.

Bald beginnen die Entrümpelung der Gebäude sowie der Ausbau und die fachgerechte Entsorgung der technischen Anlagen und Einrichtungsgegenstände.

Im nächsten Schritt wird das Gebäude entkernt. Dabei werden sämtliche Bauteile und Baustoffe sortenrein getrennt und verwertet. Schadstoffhaltige Materialien wie Asbest oder künstliche Mineralfasern werden unter Begleitung von Fachgutachtern ausgebaut und ordnungsgemäß entsorgt. Hierfür planen die internen und externen Fachleute rund fünf bis sechs Monaten ein.

OB haut das alte Polizeipräsidium kurz und klein. Foto: Stadt Aachen/Aleksandar Ruzicic

Rückbau bis Mitte 2027

Dann kommen die Bagger: Nach Abschluss der Schadstoffsanierung erfolgt der maschinelle Rohbauabbruch. Die mineralischen Abbruchmaterialien werden getrennt erfasst und einer Verwertung zugeführt. Die vorhandene Pfahlgründung des Hauptgebäudes verbleibt im Untergrund. Für den Rückbau des Untergeschosses ist voraussichtlich eine temporäre Grundwasserhaltung erforderlich.

Abschließend werden die Keller- und Fundamentbereiche freigelegt, zurückgebaut, die Baugrube verfüllt und das Gelände entsprechend der geplanten Folgenutzung hergerichtet. Auch dabei werden die besonderen Anforderungen des Boden- und Grundwasserschutzes berücksichtigt. Auf diese Schritte entfallen rund vier Monate. Außerdem sind Unterbrechungszeiten für Sport-Großereignisse eingeplant. Konkret heißt das: Im kommenden Sommer 2027 soll das alte Polizeipräsidium Geschichte sein.

Grunddaten / Allgemeine Kenndaten

  • Gesamtfläche des Baufelds / Grundstücksfläche: 33.350 Quadratmeter
  • Versiegelte Fläche: ca. 25.700 Quadratmeter
  • Bebaute Fläche: ca. 7.800 Quadratmeter
  • Rückbau von sieben Gebäuden: Hauptgebäude (fünf bis sieben Geschosse), Technischer Dienst-Gebäude (drei Geschosse), Werkstatt mit Tankstelle, zwei Garagen und ein Schießstand (alle ein Geschoss)
  • Neben den Gebäuden sind zusätzlich die Tankanlagen inklusive Bodentanks sowie im Bereich der Werkstatt die Abscheideranlage auszubauen.
  • Gesamtmenge umbauter Raum ca. 95.000 Quadratmeter, davon Hauptgebäude 62.000 Quadratmeter
  • Maximale Gebäudehöhe von 24 Metern beim Hauptgebäude und fünf bis 15 Meter bei den Nebengebäuden
  • Gesamtbauzeit ca. neun bis zehn Monate durch parallele, abschnittsweise Bearbeitung von Bauschadstoffsanierung und statischem Rückbau der einzelnen Gebäudeteile nach der Reit-WM 2026 (Anfang August) bis ca. Mai 2027

Infos übermittelt vom Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung Aachen

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Interesse am Mataré-Garten?

Wohl dem, der Regenwasser sammeln und nutzen kann. Im Gemeinschaftsgarten in Unterforst ist das möglich, man wartet derzeit schon sehnlichst auf Niederschlag.

Der erlösende Guss lässt auf sich warten, doch das Gartenprojekt würde sich außerdem über mehr Mitarbeiter*innen freuen.

Im Garten der Kirche St. Bonifatius wächst Gemüse, das ohne künstliche Bewässerung auskommen muss.

Gar nicht gering ist – sehr zur Freude der Initiatorinnen – das Interesse an dem Garten. Man kann dort mitarbeiten oder nur zwanglos rumsitzen, Zeitung lesen oder ein Buch. Es werden jetzt weitere Personen gesucht, die sich für den Fortbestand des Gartens einsetzen möchten.

Wenn du Interesse hast, kannst du am Freitag, 28. August, um 18 Uhr in die Mataréstraße kommen und mit anderen überlegen, wie du dich eventuell einbringen möchtest. Es ist nicht schlecht, bei Temperaturen von über 30 Grad unter einem blickdichten Kronendach von Blättern zu sitzen. Viele alte Bäume in dem Garten sorgen mit einem schattigen Baldachin, einem grünen Gewölbe für angenehme Temperaturen auf dem Boden.

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Zur Lage der Bäume in Aachen gibt es eine umfangreiche Darstellung. Bitte hier weiterlesen

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Vermeintliche Tierschützer setzen am Soerser Weg ihr Zeichen

Bald startet in Aachen das Ereignis des Jahres: die Reit-Weltmeisterschaft 2026. Ab Dienstag, 11. August, geht sie auf dem traditionsreichen CHIO Aachen-Turniergelände in der Soers, das leider seit November 2025 Allianz Park heißt, über die Bühne. Einzelheiten zum neuen Namen hier.

Das Gelände ist tipptopp, und schon haben (vermutlich) Tierschützer am Soerser Weg ihre Zeichen gesetzt und Hindernisse beschmiert. Ob diese Herrschaften wissen, wie gut die wertvollen Pferde ernährt und gepflegt und ärztlich betreut werden? Bestimmt besser als 90 Prozent der Menschheit. Die Polizei sucht Zeugen.

Unter dem sonderbaren und wenig einfallsreichen Motto „Welcome Home“ wird das Stadion ab 11. August zum Ort internationaler Begegnungen.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (29. Juli bis 30. Juli) haben Unbekannte Turniereinrichtungen auf dem Gelände der Reitsport-Weltmeisterschaft am Soerser Weg mit Graffiti-Schriftzügen besprüht. Die Kriminalpolizei teilt mit, sie habe die Ermittlungen aufgenommen.

Machen sich so für Tiere stark, die bei der WM zum Einsatz kommen: Graffiti-Sprayer.

Das Turniergelände ist gut überwacht. Trotzdem: Nach bisherigen Erkenntnissen haben die Tatverdächtigen zwischen 22.30 Uhr und 6.30 Uhr das Turniergelände betreten und an mehreren Sprunghindernissen und Tribünenteilen „Graffiti-Schriftzüge mit Tierschutzcharakter“ (O-Ton Polizei) aufgebracht.

Wer etwas gesehen hat: 0241-9577 35301 oder außerhalb der Bürozeiten 0241-9577 34210 anrufen.

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Keine Parkplatzsuche, kein Stau, kein Stress

Buchen, öffnen und losradeln zur KiTa, zum Supermarkt oder einfach in der Freizeit. LaRa, das kostenlose LastenRad-Verleihsystem, macht es möglich. Mit den 25 Lastenrädern der Stadt Aachen sind die Nutzerinnen und Nutzer immer entspannt mit Kind und Kegeln in der Stadt unterwegs. Keine Parkplatzsuche, kein Stau, kein Stress. 

Die Stadtverwaltung teilt mit: Die Räder mit Elektroantrieb können kostenfrei an inzwischen 20 Stationen in der Stadt ausgeliehen werden. Sie haben viel Stauraum für Gepäck oder Einkäufe und zwei Kindersitze. Viele verfügen sogar über ein Regenverdeck. Die Lastenräder können je nach Standort maximal 24 Stunden lang ausgeliehen werden. 

„Ewald“ ist schon über ein Jahr im Einsatz und bekommt jetzt Zuwachs. Foto: AachenNews Archiv

In Aachen gibt es inzwischen mehr als 3.000 Personen, die sich beim Verleihsystem LaRa angemeldet haben und auf die Lastenräder der Stadt zurückgreifen können. Im vergangenen Jahr 2025 sind über 10.000 Fahrten mit den elektrisch unterstützten Zweirädern zurückgelegt worden. Und es sollen noch viel mehr Menschen werden, die auf dieses Angebot der Stadt zugreifen.

Deshalb startet die Stadt nun eine weitere Werbekampagne für ihr Lastenrad-Verleihsystem. Mit ihrem neuen äußeren Erscheinungsbild sind die Lastenräder der Stadt fortan noch leichter als bisher auf Aachens Straßen zu erkennen. 

Wer auf das Lastenrad-Angebot der Stadt zugreifen möchte, kann sich auf folgender Internetseite registrieren lassen: www.aachen.de/lara. Dort gibt es auch weitere Hinweise zum Angebot. 

Gemeinschaftsprojekt
Der Verleih der Lastenfahrräder ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtverwaltung und  interessierter Mitglieder der Stadtgesellschaft. Die Stadt stellt dabei die Lastenräder zur Verfügung und kümmert sich um die regelmäßige Wartung. Engagierte Personen haben Patenschaften für die 20 Stationen in den Stadtquartieren und die dort platzierten Lastenräder übernommen. Die Patinnen und Paten leben in der Regel nahe der jeweiligen Station. Sie laden die Akkus und melden der Stadt Schäden.

Die Stadt sucht weitere Personen, die sie beim Betrieb des Lastenradverleihs unterstützen. Das gilt vor allem für die Gebiete Hörn, Kullen, Soers und innerhalb des Grabenrings. Das LaRa-Team freut sich auf Rückmeldungen über folgende Kontaktdaten: Telefon 0241 432-68325 oder per Mail lara@mail.aachen.de

Lastenrad-Trainings
Allen, die sich noch unsicher sind, ob sie mit einem Lastenrad sicher fahren können, bietet die Stadt Lastenradtrainings an. Das nächste Training ist für den 17. September von 17 bis 19.30 Uhr auf dem Verkehrsübungsplatz Hohenstaufenallee 3 geplant. Wer teilnehmen möchte, wird um Anmeldung gebeten unter fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de.

Weitere Informationen: www.aachen.de/lara

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Infos aus Annastraße und St.-Vither-Straße, aus Brand und aus den Parks

Skateanlage wird umgestaltet

In diesen Tagen beginnen in Brander Feld die Umbauarbeiten an der Skateanlage auf dem Spiel- und Bolzplatz Schagenstraße. Der Verbindungsweg zwischen dem Grünzug Brander Wall und der Schagenstraße wird bis voraussichtlich Ende Oktober 2026 gesperrt. 

Auch der Basketballplatz und der Bolzplatz stehen während der Bauarbeiten nicht zur Verfügung. Der dortige Spielplatz kann über einen zweiten Zugang weiterhin genutzt werden. Der veraltete Skatepool wird abgerissen und durch eine multifunktionale Skateanlage ersetzt. Neue Sitzfläche und Aufenthaltsbereiche werden geschaffen, Fahrradständer aufgestellt. Bei Fragen wenden an: spielplatz@mail.aachen.de.

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Konsumfreier Spielraum

Die Stadt Aachen richtet wieder einen konsumfreien Spiel- und Familienraum in der Innenstadt ein. Ziel: Einen sicheren Ort schaffen, an dem Eltern, Großeltern und Kinder gemeinsam spielen, Spaß haben und sich austauschen können.

In diesem Jahr befindet sich die familienfreundliche Zone in der Annahalle an der Annastraße 14-16. Offen: vom 3. bis zum 28. August wochentags von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Die Angebote werden von städtischen Studierenden des praxisintegrierten dualen Studiums für Soziale Arbeit durchgeführt. Die Aufsichtspflicht liegt bei den Erziehungsberechtigten bzw. erwachsenen Begleitpersonen der Kinder. Eintritt frei.

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17.000 bei „Sport im Park“ dabei

Rekord geknackt: Rund 17.000 trafen sich bei „Sport im Park“ 2026. Der Stadtsportbund Aachen in Kooperation mit der Stadt Aachen organisierte wieder die kostenlose Veranstaltungsreihe, die ihre Reichweite gegenüber dem Vorjahr erneut steigern konnte.

Wieder gut besuchet: Yoga im Frankenberger Park und Tanzen im Westpark. Foto: Theresa Hirtz

An insgesamt 21 Parks und Grünflächen lud „Sport im Park“, zusammen mit Übungsleiter*innen aus 26 Aachener Sportvereinen, Menschen aller Altersgruppen dazu ein, unterschiedlichste Sport- und Bewegungsangebote unverbindlich kennenzulernen. Das abwechslungsreiche Programm zeigte die Vielfalt des Sports in Aachen. Auch die Zahl der Standorte wuchs dieses Jahr: Der Kronenberg und auf dem Tivoli-Vorplatz kamen dazu. Besonders großen Zuspruch fanden erneut das Yoga im Frankenberger Park sowie die Tanzangebote im Westpark, an denen teilweise bis zu 90 Personen teilnahmen.

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Programm der VHS ist buchbar

Das Veranstaltungsprogramm für das zweite Semester 2026 mit über 1000 Veranstaltungen unter dem Motto 80 Jahre – jetzt erst rechtkann ab sofort gebucht werden.

Alle Veranstaltungen können ab sofort online (www.vhs-aachen.de) oder im Service-Center gebucht werden. Das ausführliche Programmheft steht online zum Download bereit. Die gedruckte Ausgabe ist kostenfrei in der VHS, im Buchhandel und an allen bekannten Auslegestellen erhältlich. 

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St.-Vither-Straße 3 Tage zu

Der Stadtbetrieb lässt in der St.-Vither-Straße die Fahrbahnoberfläche sanieren. Dies betrifft den Bereich zwischen den Kreuzungsbereichen Eupener
Straße und Salierallee. Die Arbeiten werden ab sofort bis Freitag, 7. August, umgesetzt. Briefe haben die Anwohner informiert, die Gewerbetreibenden wurden persönlich informiert. 

Die St.-Vither-Straße wird während der Sanierungsarbeiten in Fahrtrichtung Salierallee/Siegelallee als Einbahnstraße weitestgehend befahrbar bleiben. Die Hof- und Garagenzufahrten sind während der Bauzeit nur bedingt erreichbar. In Fahrtrichtung Eupener Straße/Luxemburger Ring wird der Kfz-Verkehr über die Salierallee und die Eupener Straße umgeleitet. 

An insgesamt drei Tagen erfolgt eine Vollsperrung der St.-Vither-Straße. Das passiert voraussichtlich in der Zeit von Donnerstagnachmittag, 30. Juli, bis Samstag, 1. August. Informationen unter: https://bsis.aachen.de/, Stichwort St.-Vither-Straße.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

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Tschüss Lenkungspunkt, adieu Schleifenerschließung. Aktivisten sauer.

Kaum ist die neue Koalition aus CDU, SPD, Volt und FDP geschmiedet, da bläst ihr schon der Wind massiv ins Gesicht. Fahrradaktivisten werden den Verdacht nicht los, dass es Rückschritte (oder zumindest keinen Fortschritt mehr) bei der Umgestaltung Aachens in eine maximal fahrradfreundliche Stadt geben wird. Ein Antrag der neue Fraktion gibt zu derartigen Befürchtungen Anlass.

Alles Quatsch, sagt sinngemäß der Oberbürgermeister, man werde die Angelegenheit nur etwas pragmatischer angehen, alles werde moderat angepasst.

Vor der jüngsten Sitzung des Rates demonstrierten Mitglieder der Fahrradverbände auf dem Aachener Markt. Zwei Tage zuvor hatten sie schon eine Mahnwache vor den Burtscheider Kurparterrassen veranstaltet, als dort gerade die SPD tagte.

Rund 100 kamen mit ihren Rädern zum Markt, rollten mit Bezug zu den roten Radwegen für die Kommunalpolitiker*innen einen roten Teppich aus und suchten in der Bürgerfragestunde das Gespräch. Foto: Michael Klarmann

Der Ausbau der Radinfrastruktur möge wie bisher fortgeführt werden, das ist die Forderung von Rad- und Umweltverbänden und vom Radentscheid. Die Ziele sind und waren ehrgeizig, aber schon jetzt steht fest, dass nicht erreicht wird, was eigentlich bis 2027 geschafft sein sollte.

Die Koalition will den Radentscheid umsetzen, aber nicht so schnell und nicht so radikal, wie er einst beschlossen wurde. Es soll auf die Rotfärbung der Wege verzichtet werden, Rot soll es nur noch in den Kreuzungsbereichen geben. Statt teurer Edelpoller sollen kleine Baken zum Einsatz kommen. Und das Wichtigste: Den Lenkungspunkt (Karlsgraben/Jakobstraße) wird es bald nicht mehr geben, er wird außer Betrieb gesetzt, und die Schleifenerschließung – wie sie mal geplant war – wird auch nicht realisiert.

Foto: Trotz heißer Temperaturen: Wieder mal wollten weit mehr Menschen zur Fragestunde in den Ratssaal als hineinpassten. Thema war bei der letzten Sitzung vor der Sommerpause der Ausbau der Radinfrastruktur.

Die Verwaltung soll – das ist leichter gesagt als getan – eine andere Lösung vorschlagen. Und das auch noch mit einem größeren Loch in der Kasse und einer Haushaltssperre.

Dem Wunsch der Radaktivisten nach mehr Abstimmung und Diskussion kam Oberbürgermeister Ziemons im Rat nach. Er kündigte an, es werde demnächst für alle ein „Runder Tisch Stadtmobilität“ ins Leben gerufen.

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Zum Weiterlesen:

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Reisekonzern ermittelt: Aachen ist kinderfreundlich. Auf Platz 7 von 50.

Im TUI Städte-Ranking 2026 wurden 50 deutsche Städte in sieben Kategorien auf ihre Kinderfreundlichkeit untersucht. Platz 1 geht nicht an Berlin, München oder Hamburg – sondern an die Fahrradstadt Münster. Und auch Aachen schafft es mit Platz 7 in die Top 10!

Hinweis: Dieses Städte-Ranking ist zwar keine neutrale wissenschaftliche Studie, es sollen vermutlich Reise-Buchungen angekurbelt werden, aber die Datenquellen selbst gelten in aller Regel als zuverlässig.

Hier geht’s zum vollständigen Ranking: https://www.tui.com/blog/kinderfreundlichste-staedte-ranking/

Einige Highlights:

  • Die Top 3 kinderfreundlichsten Städte: Münster, Erfurt und Potsdam führen das Ranking an – mittelgroße Städte schlagen die Metropolen.
  • ÖPNV-Check: Das günstigste Familien-Tagesticket gibt es in Hamm (8,80 Euro) – Berlin ist mit 35,30 Euro mehr als viermal so teuer.
  • Family-Foodspots: Düsseldorf bietet mit 97 kinderfreundlichen Restaurants pro 100.000 Einwohner die größte Auswahl deutschlandweit.
  • Medizinische Versorgung: Bonn führt beim Kinderarzt-Ranking mit 15,8 Kinderärzten pro 100.000 Einwohner. Hier gibt es im Notfall schnell Hilfe.
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Es ist vollbracht: Aachen wird von einer Vier-Parteien-Koalition regiert

Seit heute wissen wir endlich, vom wem wir in Aachen regiert werden: von einer Koalition nämlich. Die Aachener Spitzen von CDU, SPD, Volt und FDP sind sich einig geworden: Heute haben sie einen Koalitionsvertrag unterschrieben, der in den letzten Wochen – ohne Streiterei – ausgearbeitet wurde und ein paar Leitlinien für die Politik der nächsten Jahre beinhaltet.

Jannis Pinzek und Dirk Szagunn (Volt), Annika Fohn und Holger Kiemes (CDU), Boris Linden und Mathias Dopatka (SPD), und Philip Graaff-Cierniak (FDP) unterschrieben im Haus Löwenstein den Koalitionsvertrag. Rechts: Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons. Foto Marc Teuku

Heute – das ist genau 10 Monate nach der Kommunalwahl, die ja bekanntlich am 14. September 2025 über die Bühne ging und bei der sich die CDU als stärkste Partei im 67-köpfigen Stadtrat herausstellte. Das Wahlergebnis legte eigentlich eine CDU-Grüne-Koalition nahe, denn auch die Grünen schnitten bei der Kommunalwahl noch recht gut ab.

Es verhandelten anfangs in der Stadt tatsächlich Aachener Vertreter von CDU und Grünen – mehrere Wochen lang – miteinander. Sogar recht erfolgreich, nach allem (Wenigen), was von den Gesprächen nach draußen sickerte. Beobachter erinnerten sich, wie reibungslos und erfolgreich die CDU mit den Grünen in der StädteRegion regiert. Seit über 30 Jahren gibt es dort schon eine schwarz-grüne Kooperation. Und wie überaus erfolgreich die CDU mit den Günen auf NRW-Landesebene zurecht kommt. Sehr zum Ärger von Herrn Söder (CSU).

Das läuft auf Schwarz-Grün hinaus, dachte wohl jede*r. Aber Pustekuchen.

Plötzlich hieß es: Die CDU möchte auf keinen Fall mit den Grünen regieren. Alles rieb sich verwundert die Augen. Wie denn? Nicht? Die Kräfte in der CDU, die einen Grell (vielleicht sogar Haß) auf alles Grüne haben, auf Grüne in der Stadt, im Land und im Bund, auf grüne Verkehrs- und Umweltpolitik, hatten sich durchgesetzt, ließen nicht mit sich reden.

So ging die CDU auf SPD, Volt und die 2 Ratsleute der FDP zu. Eine FDP, von deren Wahl sogar eigene Leute abgeraten hatten. „Wählt die nicht“, hieß es von erfahrenen FDP-Leuten vor der Wahl. Zum Glück machten alle mit, denn eine von niemand regierte Stadt oder ein Rat mit ständig wechselnden Mehrheiten, angewiesen auf die AfD, und andere Experimente sollte man sich (Tipp:) für unproblematische Zeiten aufbewahren. Die Kämmerin hat schließlich erst kürzlich wegen Ebbe in der Kasse eine Haushaltssperre verhängen müssen. Jeder Euro muss vor dem Ausgeben dreimal umgedreht werden.

Sich wirklich vorstellen, dass die örtlichen Sozialdemokraten sich mit der CDU und dieser FDP an einen Tisch setzen würden, konnte man zunächst nicht. Aber bei einer SPD-internen Abstimmung wurde doch eine Mehrheit für die Koalition erreicht. Einfach soll es aber nicht gewesen sein.

Mit einer 5-Stimmen-Mehrheit kann die neue CDU-SPD-Volt-FDP-Koalition nun entscheiden, wofür das Geld der Stadt ausgegeben wird, wie genau sich Pkw, Fußgänger und Radler den Straßenraum teilen müssen, wie viele Wohnungen in Aachen noch gebaut werden und wie man die örtliche Wirtschaft fördert. Was genau im Koalitionsvertrag steht, darüber wird noch berichtet. Hier nur so viel: Die Fahrrad-Lobby ist nicht begeistert und veranstaltet Mahnwachen.

Wichtigste Aufgabe dürfte alles in allem sein: erreichen, dass man mit dem wenigen Geld, das noch in die Kasse gelangt, auskommt, ohne die Standards zu senken und die Steuern zu erhöhen. – AachenNews wünscht gutes Gelingen!

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Pontstraße: Kreativ trotz Baustelle

Die Stadt möge von Durchfahrtsverkehr frei bleiben, das wünschen sich insbesondere die Mitglieder der Fahrrad-Lobby. Ihre Wünsche könnten in Erfüllung gehen: Vor lauter Baustellen kommt in Deutschlands westlichster Großstadt bald niemand mehr irgendwohin.

Zuletzt hat es die Pontstraße getroffen, oben (am Pontor) und auch im unteren Teil.

Baustellenzäune, Gräben und Baggerlärm prägen das Umfeld der Geschäfte in der Pontstraße. Statt Frust zu schieben, versucht ein Weinhändler, das Beste draus zu machen.

Wo eine Archäologin im offenen Boden nach Spuren der Vergangenheit sucht, da sind andere extrem belastet, besonders die Händler, die darauf angewiesen sind, dass Kunden und Lieferanten sie gut erreichen können. Hans-Georg Lesmeister ist einer von ihnen. Er nimmt die Sache mit Humor (noch, wie Jürgen Klopp sagen würde).

Frei nach Karl Valentin meint Herr Lesmeister: „Ich freue mich über die Baustelle. Denn wenn ich mich nicht freue, ist sie trotzdem da. Irgendwann ist sie ja auch wieder weg.“

Die Pontstraße 60 ist ein markantes altes Eckhaus und seit drei Generationen in Familienhand.

Baustelle hin oder her, ein Besuch im Weinhaus, Pontstraße 60, lohnt sich (Printengin). Etwa hundert Meter weiter Richtung Markt hat Lesmeister ein temporäres Schaufenster gestaltet. In der Pontstraße 28 nutzt er die große Glasfront eines leerstehenden Ladenlokals als Werbefläche. Gegenüber vom Zeitungsmuseum strahlt ein Foto von ihm durch die Scheibe, umringt von Aachener Spezialitäten. „Ohne uns sähe es hier prostlos aus“, heißt es auf der Fensterbeschriftung – ein Wortspiel, das die Situation auf den Punkt bringt.

Bitte nachmachen

Die Stadt Aachen bemüht sich mit Programmen wie „Ladenliebe“ und „Citygold“ darum, Leerstände in der Innenstadt zu mildern und neue Nutzungen zu fördern. Der Fall in der Pontstraße zeigt: Auch jenseits öffentlicher Programme können Eigentümer, Makler und Zwischennutzer unkompliziert zueinanderfinden – wenn alle Seiten offen für pragmatische und kreative Lösungen sind.

s. auch: Entspannter Umgang mit der Baustelle (Bismarckstraße)

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