Aus der Serie: Wisster Bescheid

Ha,  unser hiesiger Fahrradhändler im Ostviertel ist ein Freund klarer Ansagen. Immer irgendwie schlecht drauf, aber auch immer hilfebreit, wenn mal eine Schraube an meinen Fahrrad locker ist (im übertragenen Sinne).

Als ich mir bei ihm ein gebrauchtes Rad kaufen wollte, sagte er sinngemäß: Es sei Selbstmord, zum Radfahren sei ich zu alt, die Reaktionsfähigkeit sei nicht mehr ausreichend gut. Nett, ne? Ich kaufte trotzdem.

Denn ich bin als Frau längst daran gewöhnt, dass Männer mir einreden wollen, etwas nicht zu können, jedenfalls nicht so richtig zu können. Schon lange muss ich immer lachen, wenn das erfolgt. Ich zähle dann immer innerlich langsam bis drei und . . . peng. Wenn ich dann grinse, seh ich einen verwunderten Blick, zuletzt als jemand mir sagte, für einen Pirat legte ich das falsche Verhalten an den Tag. Sie erwarten dann eine gewisse Niedergeschlagenheit. Hahaha. Es ist schön, wenn man das Verhalten von Leuten voraussehen kann.

Der Fahrradhändler in seiner Werkstatt ist so krass. Betrete ich seinen Laden, kommt er aus einem hinteren Räumchen hervor. Was da stattfindet, möchte ich lieber nicht wissen.

Nie wird er mir verzeihen, dass ich ihm gleich zu Beginn unserer Kontaktaufnahme sagte, ich hoffte ja nicht, dass unter seinem Angebot an gebrauchten Rädern auch geklaute Räder sind. Uiuiuiuiuiuj. Da war er schwer in seiner Ehre gekränkt. Da ich ihn nicht kannte, merkte ich das nicht sofort.

Na ja, ich habe ein erstklassiges gebrauchtes Fahrrad, wo ich nicht traurig sein muss, wenn es geklaut wird. Überhaupt nicht. Wenn ich es eilig habe, lasse ich es unabgeschlossen irgendwo stehen und renne zum Termin. Nie ist das Rad  weg, wenn ich wiederkomme. Was will man mehr?!

So, tschüsss für heute, auch ich habe andares zutun.

Mein Fahrrad. Schon fast 15 Jahre alt, 7 Gänge, leicht. Foto: Archiv

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Nur scheinbar offen

Ein altes Tor steht offen, aber es geht hier weder rein noch raus. Eine Situation, die mich an US-Präsident Donald Trump denken lässt.

Mit Trump gibt es auch kein Fortkommen, weder vor noch zurück. Man muss sich aber wundern, wie die Mächtigen der Welt sich von ihm erschrecken lassen, und wie Schulkinder neben ihm stehen, wenn er sie zusammenfaltet. Bei der Kritik muss man zwischen Form und Inhalt unterscheiden.

Die Form ist außerordentlich unwürdig. Man darf aber deshalb nicht erschüttert sein, sondern muss dringend – öffentlich und in seiner Anwesenheit – über ihn lachen, ihn auslachen, mal auf seine Kosten einen Witz machen, die Form seiner Auftritte betreffend. Dafür muss man natürlich ziemlich souverän sein (und sich von Martin Sonneborn beraten lassen). Sein Verhalten lässt Muster erkennen, darauf müsste man humorvoll rekurrieren, nicht wie begossene Pudel daneben stehen und ängstlich und traurig aus der Wäsche gucken.

Was den Inhalt seine Ausfälle betrifft, so hat er in einem Recht: Europa muss seine Menschen, also sich selbst schützen können. Vor dem IS beispielsweise. Eine so marode Truppe wie die deutsche Bundeswehr wäre da überfordert, die braucht kein Mensch. Wenn man schon Flugzeuge hat, dann müssen sie auch fliegen können. Anders wäre blöd. Dazu Merkel: Es muss keine Aufrüstung stattfinden, wohl aber eine Verbesserung der Ausrüstung.

Wirtschaftlich wird Trump, dieser aufgeblasene Schreihals, erfolgreich sein, wenn sich das starke Europa so weit wie möglich in seine Einzelteile zerlegt. Daran arbeitet er, daran arbeitet auch Putin. Andere Staatengemeinschaften will Trump destabilisieren, weil er annimmt, dass er mit je einzelnen Staaten bessere Verträge machen kann.

Es ist – dank Internet – auch dem gewöhnlichen US-Bürger nicht verborgen geblieben, dass es in Europa gute Schulen und Hochschulen für alle gibt, dass es im Krankheitsfall viel Hilfe gibt, Arbeitsschutz, einigermaßen gerechte Löhne, dass alte Menschen Rente bekommen und man sich um Obdachlose/Süchtige/Psychisch-Kranke usw kümmert – alles noch längst nicht perfekt, aber alles Selbstverständlichkeiten, von denen man in den USA nur träumen kann. Das bringt die amerikanische Politik in Zugzwang.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Unermüdlich Kunst gefördert und erklärt

Ausstellungsobjekt – im Städtischen Museum Abteiberg in Mönchengladbach in Szene gesetzt.

Zwei Kunstkritikerinnen sind gestern vom Landschaftsverband ausgezeichnet worden. Renate Puvogel aus Aachen und Dr. Annelie Pohlen aus Bonn wurde im Museum Abteiberg in Mönchengladbach der Rheinlandtaler verliehen.

Beide Damen sind kunsthistorisch äußerst gebildet und gut informiert, insbesondere über die Kunst der klassischen Moderne und der Gegenwart. Sie haben sich beruflich und ehrenamtlich für gute Kunst, Künstler und Künstlerinnen engagiert und uns Kunstfreunde unermüdlich aufgeklärt – nicht zuletzt über Sinn und Unsinn unserer Zeit, die ja in den Werken reflektiert wird.

Mit dem Rheinlandtaler ehrt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) seit 1976 Menschen, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Entwicklung des Rheinlands verdient gemacht haben. Und das sind erfreulicherweise ziemlich viele Menschen (leider überwiegend Männer).

Bei der Verleihung hatte man das intellektuelle Vergnügen, Professor Dr. Jürgen Wilhelm bei einer Rede zuzuhören. Er stellte als Vertreter der Landschaftsversammlung Rheinland dar, warum gerade Renate Puvogel und Annelie Pohlen diese Auszeichnung verdient haben, und ich konnte manches aus dem Leben und Wirken der beiden Damen erfahren, was mir noch unbekannt war.

Bei der Gelegenheit war es möglich, das Museum Abteiberg und die ausgestellte Kunst zu besichtigen. Umwerfend schön, alles. Atemberaubend, ich kam aus dem  Staunen nicht mehr heraus. Das Gebäude (Architekt Hans Hollein) als solches ist schon allein der Hammer und zum Niederknien schön, und dann auch noch voll mit Sachen, die mir unter die Haut gehen, die uns sehr viel bedeuten. Die Kunst wird dort regelrecht inszeniert.

Also, kurz und gut: Einen Besuch kann ich sehr empfehlen. 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Stadtbetrieb bittet: Gießt die Bäume, jeder Eimer zählt.

Bäume und Pflanzen in Aachen haben Durst.

„Wegen der anhaltenden Trockenheit schwindet das Wasser im Boden“, so teilt die Stadtverwaltung mit. Dies führe dazu, dass zahlreiche Bäume nur noch von der eigenen Restfeuchtigkeit leben.

Bereits jetzt sind die Auswirkungen zu sehen: Das Laub wird viel heller und welk. Manche Bäume haben sogar schon einen permanenten Welkepunkt erreicht. „Das ist wie ein Herzstillstand“, beschreibt Andreas Schulz, Teamleiter Baumpflege des Aachener Stadtbetriebes, den Zustand. Besonders junge Bäume seien davon betroffen, denn sie konnten noch nicht ausreichend breite und tiefe Wurzeln bilden. „Doch dieser Punkt kann abgewendet werden, indem die Bäume gegossen werden.“

Der Aachener Staatsbetrieb bittet daher um Mithilfe: Seit Wochen gießen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bäume und Pflanzen. Dies können die Bürgerinnen und Bürger unterstützen, indem sie Bäume in der eigenen Wohnstraße mit Wasser versorgen.

Leitungs- und Regenwasser sind gleichermaßen geeignet. Dabei gilt: Zu viel gibt es nicht, und jeder Eimer oder jede Gießkanne zählt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtbetriebs danken im Voraus für die Unterstützung!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Sternfahrt gegen Tihange und Doel – Raddemo – Tour Becquerel

Das Bild, wenn fast 1000 Radler im Pulk die Trierer Straße runtergefahren kommen, das muss man auch mal gesehen haben. Sehr eindrucksvoll. Dieses Foto hier entstand dagegen am Elisenbrunnen.

Die Grünen hatten Flyer gedruckt, Plakate gehängt und vor der Tour viele gelbe Westen verkauft. Alles für die Sternfahrt gegen Tihange und Doel, wo sich ja bekanntlich die schäbigsten Atomkraftwerke Belgiens befinden – leider nur 60 Kilometer Luftlinie von Aachen entfernt. Infos: hier.

Zur heutigen Tour Becquerel mit Ziel Aachener Markt gehörten Radfahrer aus der Eifel, aus Baesweiler und Alsdorf, aus Herzogenrath und Laurensberg, Vaals, Belgien und Aachen Innenstadt natürlich. Ein riesiger Zug, der gar keinen Krach verursachte. Man konnte bei der Fahrt nett mit dem Nachbarn plaudern, in Ruhe die roten Ampeln überfahren und sich die ein oder andere Neuerung im Stadtbild vom Fahrrad aus begucken.

Auf dem Markt sprach unter anderen Oliver Krischer, der für die Grünen im Bundestag sitzt. Russisch-Roulette werde mit unserer Gesundheit gespielt, meinte er wütend und erhielt viel Beifall. In der Tat werden die Risse-Reaktoren alle Nase lang ab- und wieder angeschaltet. Man blickt überhaupt nicht mehr durch bei der Frage, was jetzt alles defekt ist an den Reaktoren. Ständig gibt es neue Horrormeldungen, wir sitzen wirklich auf einem Pulverfass.

Krischer empörte sich auch nicht schlecht über Daniela Jansen (SPD), die in einem Gespräch mit den „Nachrichten“ gesagt hatte, aus dem Tihange-Thema müsse die Hysterie herausgenommen werden, und sie wolle als Nachfolgerin von StädteRegionsrat Helmut Etschenberg (CDU) dessen „Panik-Strategie“ verändern. Danke, aber nein. So eine Etschenberg-Nachfolgerin braucht kein Mensch.

4000 sollen teilgenommen haben. Manch einer schätzte mehr, die Polizei wird wohl von 2000 ausgehen, aber die konnte ja noch nie richtig zählen.

Die nächste Aktion wird bereits geplant. Am 26. August werden zwei Personen zu Fuß von Tihange nach Aachen gehen. Start: 4. Uhr morgens. Jede/r ist eingeladen, diese beiden unterwegs anzufeuern und sie über Teile der Strecke zu begleiten (zu Fuß oder mit dem Fahrrad). Weitere Infos gibt es demnächst auf stop-tihange.org

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Großdemo in Düsseldorf mit Aachener Beteiligung

Foto: Marc Teuku

Fast 20.000 sollen es sein, die gerade (07. 07., nachmittags) friedlich durch die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf ziehen. Feministinnen genauso wie Fußball-Fans, Piraten aus Aachen, Linke, Juristen und alle möglichen anderen Individuen. Via Internet kann man einen guten Überblick bekommen, die Demo fällt durch originelle Sprüche auf Transparenten auf.

Eventuell kommende neue Polizeigesetze treiben die Menschen auf die Straße. Gesetze, die die eigentlich positive Polizeikultur im Lande stark verändern würden. Die Polizei würde mit umfassender Macht ausgestattet (u. a. dürften  Verdächtige bis zu einem Monat in Gewahrsam genommen werden, bisher nur 48 Stunden). NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat zwar schon angekündigt, der vorgelegte Gesetzentwurf sei mangelhaft und müsse noch einmal komplett überarbeitet werden. Doch angesichts von Hausdurchsuchungen in den letzte Tagen hat man bereits einen Vorgeschmack auf das bekommen, was uns mit einem neuen Polizeigesetz bevorsteht.

Hier findet ihre eine Mitteilung des CCC, verfasst von Linus Neumann, dessen Räume in Dortmund mehrfach (soweit ich sehen kann) von Polizisten durchsucht worden sind, teils mit Maschinengewehr im Anschlag. Lest euch die Darstellung des Wissenschaftsladen Dortmund durch, dort wurde alles durchsucht und es wurden Türen zertrümmert, die die Leute dort auch gern mittels ihrem Schlüssel geöffnet hätten. Man glaubt es nicht. https://www.wissenschaftsladen-dortmund.de/2018/07/05/tag-der-offenen-tueren-schwer-bewaffnete-einbrecher-besetzen-den-langen-august-und-entwenden-server-aus-dem-wila-sic/ 

Insofern ist es kein Wunder, dass trotz Fußball und Höllenhitze so viele auf die Straße gehen. Als https://twitter.com/feuertinte habe ich ein paar Tweets weitergeleitet. Offenlage: Ich bin selbst nicht in Düsseldorf, unter dem Hashtag  könnt ihr euch weiter informieren.

Foto: Dirk Szagunn

War im Vorfeld von der Polizei durch strenge Auflagen eingeschränkt worden: die Demonstration gegen das neue Polizeigesetz in Düsseldorf.      Foto: Dirk Szagunn

Hier ein sehenswertes Video https://youtu.be/-HpMruWwLRs

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

„Kunst auf Zeit – Zeit für Kunst“

Das KuK in Monschau hat die Gründung einer Artothek ins Auge gefasst. Wie weit die Pläne gediehen sind, weiß ich nicht. Aber dieser Tage sah ich in der Eingangshalle eines großen Gebäudes in Köln eine Ausstellung, bei der sich neun  Artotheken aus dem Rheinland und Westfalen vorstellten. Was ist eine Artothek?

Du hast seit Jahren immer dieselben Bilder an den Wänden? Die du kaum noch richtig wahrnimmst? Das muss nicht sein. Bilder kann man wie Bücher ausleihen. Sorge für Abwechslung und nimm Kontakt zu einer Artothek auf: www.artothek.org

Wie ich sehen konnte, sind die Bilder meist wirklich wertvoll und die Ausleihgebühr (etwa für zehn Wochen) ist niedrig. Die Gefahr ist allerdings, dass du nach zehn Wochen das Bild nicht mehr hergeben willst. Dann besteht manchmal die Möglichkeit, es zu kaufen, das ginge aber ins Geld. Ich sah ein Bild mit einem dicken, fetten, barocken Rahmen aus Holz, kunstvoll geschnitzt und vergoldet. Da ist natürlich der Rahmen auch ein Kunstwerk. Was wäre denn eigentlich, wenn ich (fanatischer Bauhaus-Fan) mal sowas in der Wohnung hängen hätte? Probeweise.

So eine Artothek will Menschen kostengünstigen Zugang zu Werken der bildenden Kunst verschaffen und den Künstlerinnen und Künstlern neue Wirkungsfelder erschließen. Fast immer wird zeitgenössische Kunst verliehen. So auch in Monschau, dort soll es um Fotokunst von Menschen aus der hiesigen Region gehen. Ich freu mich, wenn was draus wird.

 

Ausstellung im Landeshaus des LVR in Köln/Deutz, Kennedy-Ufer 2. Zu sehen noch bis 26. August.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Das zahlt sich aus für die StädteRegion

4,70 Milliarden Euro fließen 2017 in rheinische Städte, Kreise und die StädteRegion Aachen

60 Prozent der Mittel für Menschen mit Behinderungen

Der LVR als Arbeitgeber, sozialer Dienstleister und Förderer der Kultur

Der LVR und sein Schwesterverband feiern sich gelegentlich ein bisschen.

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist „ein stiller Riese“. Er tut viel Gutes und wirtschaftet transparent. Jeder kann erfahren, wie es beim LVR mit den Finanzen aussieht. So teilt der LVR jetzt in einer Leistungsübersicht mit:

Leistungen in Höhe von rund 4,70 Milliarden Euro flossen im Haushaltsjahr 2017 vom Landschaftsverband Rheinland in die rheinischen Städte, Kreise und in die StädteRegion Aachen. Rund 2,68 Milliarden Euro hiervon sind Eigenmittel des LVR und circa 2,02 Milliarden Euro stammen aus Bundes- und Landesmitteln sowie aus der Ausgleichsabgabe. Im gleichen Zeitraum zahlten die Kommunen rund 2,47 Milliarden Euro als Landschaftsumlage an den LVR.

Freude: Der Jahresabschluss 2017 sah dabei eine Senkung der Landschaftsumlage vor. Mit einer Absenkung des Umlagesatzes um 0,75 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent entlastete der LVR seine Mitgliedskörperschaften für das Jahr 2017 um insgesamt 120,2 Millionen Euro. Finanzmittel, die damit für andere Zwecke zur Verfügung stehen. Auch für das Jahr 2018 wurde im Mai dieses Jahres eine Umlagesenkung auf nun 14,7 Prozent beschlossen.

Der LVR nimmt überdies im gesamten Rheinland eine wichtige Rolle als Arbeitgeber ein. Der LVR erbringt mit rund 19.000 Beschäftigten dabei für die

Die Fraktion der Freien Wähler, der ich als Mitglied der Piratenpartei angehöre, bei der Arbeit. Der milliardenschwere Haushalt will durchgearbeitet sein.    Alle Fotos: Archiv

rund 9,6 Millionen Menschen im Rheinland zahlreiche Dienstleistungen: Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 19 Museen und Kultureinrichtungen, drei Heilpädagogischen Netzen, vier Jugendhilfeeinrichtungen und dem Landesjugendamt erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden.

60 Prozent der Leistungen kommen Menschen mit Behinderungen zugute: Circa 2,79 Milliarden Euro wurden gezahlt für die Sozialhilfeleistungen der Menschen mit Behinderungen sowie für die Förderschulen, die Kriegsopferfürsorge und Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Beruf. Mit rund 12,9 Millionen Euro förderte der LVR Aktivitäten im Rahmen der Kulturpflege.

Der LVR ist als regionaler Kommunalverband zuständig für Aufgaben in den Handlungsfeldern Soziales, Gesundheit, Schulen, Jugend sowie Kultur und Umwelt. Diese werden finanziert aus der Umlage der 26 Städte und Gemeinden im Rheinland sowie aus Bundes- und Landesmitteln, die vom LVR bewirtschaftet werden.

Die Arbeit des LVR wird politisch gestaltet und kontrolliert von der

In Köln tagt das Parlament des Landschaftsverband mehrmals im Jahr. In diesem „Landschaftsversammlung“ genannten Parlament bilden CDU/SPD eine Große Koalition. In der Opposition sind Grüne, Die Linke, FDP und die Freien Wähler.

Landschaftsversammlung Rheinland. In der Landschaftversammlung vertreten Politikerinnen und Politiker (und die Sachkundigen) aus den Stadträten, Kreistagen und dem StädteRegionstag ihre Kommunen.

Die Leistungsübersichten der 26 Mitgliedskörperschaften sind hier abrufbar. Dürener, Euskirchener und Leute aus der StädteRegion, schaut nach, was ihr 2017 bekommen habt und seid glücklich. 😉

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Die nächsten Terrorpoller kommen in die Erde

Ganz schön anstrengend: Arbeiten in sengender Hitze. Am Büchel werden die nächsten Terrorpoller installiert, zwei Stück vor dem Schaufenster eines Juweliers, die bei Gelegenheit ein- und ausgefahren werden. Kaum hatte man die Erde aufgerissen, traten übrigens römische Reste zutage. Der komplette Marktbereich scheint einst von Römern besiedelt worden zu sein (s. dazu auch unten den Kommentar von Peer).

Ob die Poller im Ernstfall tatsächlich schützen, weiß kein Mensch. Sie sind auf jeden Fall Ausdruck von Angst vor Terror, Tod und Untergang. Angst, die geschürt wird, leider allzu oft von Journalisten auf Titelseiten und in großen Buchstaben. Texte zu Angst und Schrecken verkaufen sich gut.

Es ist gefährlich, wenn in einer völlig stabilen Lage Politiker und Journalisten hingehen und Leuten einreden, ihr Land gehe den Bach runter. Diese Stimmung darf man nicht verstärken, nicht in einem Land wie Deutschland, das flüchtenden Menschen wie das Paradies erscheint. Man kann ja manchmal Stimmungen, die man selbst geschürt hat, nicht mehr einfangen.

Die Kriminalität in der Bundesrepublik sinkt angeblich, Wir leben doppelt so lange wie nur wenige Generationen vor uns. Unser Einkommen ist knapp 10-mal so hoch wie 1950. Die Arbeitslosenrate ist niedriger als je zuvor nach der Wiedervereinigung.

Früher war fast nichts besser als heute. Schon gar nicht in den 1950er Jahren, wo Teile der CDU hinwollen, und in den 1930er Jahren, wo die AfD hinwill.

(In diesem Text wurden Tweets verwertet, die ihr unter @feuertinte lesen könnt.)

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Ein Bahnhof und ein Parkhaus

Was Menschen malen und was Menschen bauen, das ist interessant.

Das Gemalte und das Gebaute: Das sieht man im Vorbeigehen, sozusagen zwangsweise. Oben im Bild ist ein Stück vom Bahnhof Rothe Erde abgebildet. Unten ein Parkhaus auf Hochschulgelände.

Zwei Bauten, eine Funktion: Sie helfen, ganz bequem mobil zu sein. (Ich hoffe nur, dass jeder Platz in dem Parkhaus einen Anschluss zum „Betanken“ eines E-Autos hat, alles andere wäre traurig. Ein Parkhaus ohne Ladeinfrastruktur für E-Mobile, das wäre in der Tat Verkehrsplanung von Vorgestern, wie sie der Rat der Stadt leider bevorzugt, die RWTH eher nicht.)

Was die Bilder betrifft, so muss man nicht mehr zwangsweise ins Museum oder in eine Galerie. Man sieht tatsächlich Arbeiten, die einen begeistern auf Straßen und Plätzen. Nicht schlecht, möchte ich mal sagen.

In dem Zusammenhang schnell noch ein Hinweis auf eine Ausstellung am Samstag, 21. Juli, von 12 bis 20 Uhr  in den Räumen Trierer Straße 14 in Aachen. Bei „Kunst an der alten Tanke“ machen 18 Künstlerinnen und Künstler mit, darunter viele Graffiti-Künstler.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen