Schau mal in den Spiegel

Kreuzung Adalbertsteinweg/Bismarckstraße/Elsaßstraße jetzt mit Spiegel.

Wo man mit Auto, Lkw oder Bus rechts abbiegen kann, wird es für Radler gefährlich. Die Stadtverwaltung hat Spiegel gekauft, und die werden alle montiert.

Die ersten Spiegel (von insgesamt 56) hängen bereits und die funktionieren wie Rückspiegel, sie sollen für Lkw- und Busfahrer den toten Winkel kleiner machen. In Aachen ist es in der Vergangenheit wegen fehlender Übersicht zu Unfällen mit Todesfolge gekommen. Deshalb sind außer den Spiegeln weitere Maßnahmen geplant, die die Sicherheit erhöhen sollen.

Radfahren in Aachen ist gefährlich. Entsprechend stagniert die Zahl der Menschen, die in Aachen das Fahrrad nutzen. 11 Prozent waren es vor 20 Jahren und sind es angeblich 2018 – noch immer – gewesen. Das soll eine Befragung ergeben haben, deren Ergebnisse ich mir noch genauer ansehen werde. Stay tuned.

Plakate und Postkarten, die sich an Autofahrer richten. Hier: die gesenkte Sau. Witzig.
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Na klar doch: Matthias Achilles und die Piraten unterstützen den Radentscheid

Aachen soll fahrradfreundlicher werden. Oder, anders ausgedrückt: Der Straßenraum soll gerechter aufgeteilt werden. Bisher nehmen ja die Pkw den meisten Platz für sich in Anspruch. FußgängerInnen und RadfahrerInnen geraten auf dem verbleibenden Rest vom Straßenraum aneinander. Dass muss anders werden.

Der Radentscheid ist ein erster Schritt auf einem langen Weg. Schaut kurz rein:

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Neues von der Trierer Straße

Ferien. Hier liest jetzt nur noch die Hälfte mit. Auch nicht gerade motivierend. Gleichwohl werden wichtige Mitteilungen der Stadtverwaltung gerne weitergeleitet, z. B. das hier:

Nach Wasserrohrbruch Straße gesperrt

Die Trierer Straße muss zwischen Brand und Kornelimünster auf Höhe des Indewegs von Donnerstag, 25. Juli, bis Sonntag, 28. Juli, für vier Tage komplett gesperrt werden. Das ist die Folge eines Wasserrohrbruchs an dieser Stelle vor rund anderthalb Wochen. Die bisherige halbseitige Straßensperrung mit Ampelanlage reicht nicht mehr aus.

Die aktuellen Bauarbeiten haben gezeigt, dass die Straße auch auf der zurzeit noch genutzten Fahrbahnseite so heftig unterspült worden ist, dass auch sie aufwändig repariert werden muss. Teile der Fahrbahn haben sich bereits jetzt sichtbar abgesenkt. Deshalb muss auch die Asphaltdecke dieser Fahrbahnseite geöffnet und instandgesetzt werden.

Die Umleitung des Kraftfahrzeugverkehrs wird großräumig für beide Fahrtrichtungen wie folgt ausgeschildert: von Brand aus über Hochstraße, Niederforstbacher Straße, Aachener Straße und Schleidener Straße und umgekehrt von Kornelimünster aus über Schleckheimer Straße, Aachener Straße, Niederforstbacher Straße und Hochstraße.

Die Stadt bittet Ortskundige und Berufspendler, die Stadtbezirke Brand und Kornelimünster zwischen dem 25. und 28. Juli weiträumig zu umfahren.

Gegen Wettbüros und Spielhallen

Um unerwünschte städtebauliche Veränderungen, so genannte „Trading-down-Effekte“, zu verhindern, haben Planungsausschuss und Bezirksvertretung Aachen-Mitte beschlossen, dass für den Bereich Trierer Straße / Schönforststraße ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Ziel der Planung ist es, Vergnügungsstätten – insbesondere Wettbüros und Spielhallen – auszuschließen, um die heutige Nutzungsstruktur aus kleinteiligem Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen zwischen Neuhausstraße und Madrider Ring zu erhalten und zu stärken.

Daher liegt der Bebauungsplan Nr. 989 „Trierer Straße / Schönforster Straße“ von Montag, 22. Juli, bis Freitag, 23. August, im Verwaltungsgebäude am Marschiertor, Lagerhausstraße 20, 4. Etage, Raum 400, aus. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 16 Uhr, mittwochs bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr.

Weitere Infos hier. Dort kann auch den Newsletter „Bauleitplanung“ abonniert werden, um immer über aktuelle Bebauungsplanverfahren der Stadt Aachen informiert zu werden.

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26.821 Unterschriften in nur 2 Monaten. Radentscheid ein Erfolg

Beim zehnten Treffen des Kampagnenteams gab es gute Neuigkeiten: 26.821 Unterschriften, mehr als das Dreifache der nötigen Anzahl, wurden in nur zwei Monaten gesammelt. Foto: Radentscheid Aachen

Jubelstimmung beim Kampagnentreffen des Radentscheids Aachen am 17. Juli: Genau 26.821 Unterschriften hat die Bürgerinitiative für sicheren Radverkehr in nur zwei Monaten gesammelt. Das ist die zweite Zwischenbilanz der Rad-Aktiven. Eine Flaute ist nicht in Sicht – damit sei diese Unterschriftensammlung so erfolgreich „wie keine in Aachen je zuvor“, so teilte die Gruppe mit.

„Die Resonanz ist überwältigend. Von ganz Alt bis ganz Jung, alle unterschreiben für eine bessere Infrastruktur, für bessere Trennung von Verkehrswegen an gefährlichen Stellen, für ein durchgängiges und intuitiv erfassbares Radwegenetz in und aus der Stadt“, sagte Mit-Initiator Jan van den Hurk.

Wir sammeln weiter, bis wir im Herbst die Unterschriftenlisten an die Verwaltung zur Prüfung übergeben“, lässt Kernteam-Mitglied Almuth Schauber uns wissen. Mit den Aktivitäten sollen jetzt verstärkt die Zielgruppen Fußgänger*innen und Autofahrende angesprochen werden. Denn die lebenswerte Stadt ist es, die die Gruppe im Fokus hat. Und die geht alle etwas an.

Nach den Ferien will das Team um Almuth Schauber, Claudius Wettstein, Jan van den Hurk, Relindis Becker und Steffen van Bergerem verstärkt den Kontakt zu Politik und Verwaltung suchen. Im politischen Bereich haben mehrere Fraktionen volle Unterstützung signalisiert, Gespräche mit der Verkehrsverwaltung und dem Rechtsamt waren im Vorfeld zur Unterschriftensammlung konstruktiv.

Das Team ist sehr gespannt auf die neue Planungsdezernentin Frauke Burgdorff (Nachfolgerin von Werner Wingenfeld), mit der man bald ins Gespräch kommen will. Denn sollten die Ziele des Radentscheids noch in diesem Jahr im Stadtrat beraten und beschlossen werden, so gehört deren Umsetzung zu einer der komplexeren Aufgaben der neuen Dezernentin.

Informationen über den „Radentscheid Aachen“ unter https://radentscheid-aachen.de/

Nachfragen per E-Mail an post@radentscheid-aachen.de

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Erfolgreichste Ausstellung seit Bestehen des Ludwig Forums

Mit rund 45.000 Besuchen und zusätzlich enorm vielen Kunstvermittlungsangeboten war die Ausstellung „Lust der Täuschung“ die erfolgreichste seit Bestehen des Ludwig Forums (LuFo). Dem Leiter des LuFo und Veranstalter dieser Ausstellung wurde nichtsdestoweniger im Vorfeld der Schau (über die Presse als Werkzeug) so übel mitgespielt, dass er seinen Hut nahm und jetzt andernorts für schöne Ausstellungen sorgt.

Am 30. Juni endete „Lust der Täuschung. Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ im Ludwig Forum Aachen. Nach 18 Wochen Laufzeit ist die Bilanz außergewöhnlich. Der Katalog war noch vor Ende der Ausstellung restlos ausverkauft.

Der im LuFo ausverkaufte Katalog ist noch über den Buchhandel beziehbar. Unter anderem für bei früheren Ausstellungen nicht verkaufte Kataloge hatte sich Beitin öffentlich übelst rügen lassen müssen. Die Betreiber dieser Aktion freuen sich jetzt sicher, einen so herausragenden Förderer des Rufes der Stadt Aachen erfolgreich vertrieben zu haben. Meine Meinung: Alles Knallköppe und Vollpfosten. Leute, die auf Pepita Schach spielen wollen.

Mehr als zwei Jahre lang hatte sich Andreas Beitin für das LuFo in Aachen – gemeinsam mit der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München – mit einem zentralen Thema der Kunstgeschichte auseinandergesetzt – mit dem Phänomen der Illusion und der Täuschung in der Kunst. „Es entstand eine außergewöhnliche Schau, die die Besucher narrte, überraschte, erstaunte und ihnen das Vergnügen bereitete, den täuschenden Trick entlarven zu können“, schreibt das Presseamt in einer Mitteilung.

Erstmals in der Geschichte des Ludwig Forum seien auch historische Zeugnisse der Frühzeit integriert worden, die die Täuschung um archaische kulturanthropologische Schnittstellen interdisziplinär erweiterten: Die Zeitreise durch die Jahrtausende begann mit einer 4.500 Jahre alten altägyptischen Tür, die, entgegen der Erwartung, aus Stein und eben nicht, wie es scheint, aus Holz ist.

„Unter den rund 100 ausgestellten Kunstwerken waren Leihgaben von 73 verschiedenen Institutionen, darunter bedeutende internationale Museen, Galerien, Privatsammlungen und Künstler*innen aus Europa, den USA und Japan“, so teilt die Pressestelle weiter mit.

5036 Personen hätten an Führungen in deutscher, englischer, französischer und niederländischer Sprache für Schulen, Kindergärten und Erwachsenengruppen teilgenommen. Dazu kamen flankierende Angebote in der Künstlerwerkstatt, Workshops, Lehrerveranstaltungen und Kindergeburtstage. An vier Tagen der Woche konnten die Besucher*innen zudem künstlerische Arbeiten mit Virtual Reality selbst ausprobieren, betreut von Hilfskräften.

Das Ludwig Forum an der Jülicher Straße in Aachen. Foto: Archiv

Die Pressestelle lässt uns weiter wissen: „Im Rahmenprogramm fanden Vorträge renommierter Gastredner statt: Prof. Dr. Alexander Markschies, Leiter Kunsthistorisches Institut RWTH Aachen, Prof Dr. Leif Kobbelt, Professor für Informatik mit dem Spezialgebiet Computergrafik, Dr. Jürgen Kippenhan, Philosophisches Institut der RWTH und Logoi, Institut für Philosophie und Diskurs, Prof. Dr. Astrid Rosenthal-von der Pütten, Lehrstuhl für Technik und Individuum, Institut Human Technology Center der RWTH Aachen, Manuel Roßner, Künstler und Begründer der virtuellen „Float Gallery“ und viele mehr. Zudem gab es noch die Feier anlässlich der Verleihung der Auszeichnung Museum des Jahres 2018 durch die AICA.“

„Digitale Kunsthalle“ des ZDFkultur

Seit dem 28. Mai 2019 wird „Lust der Täuschung“ in der „Digitalen Kunsthalle“ des ZDFkultur präsentiert und somit erstmalig online für alle zugänglich gemacht.

Hier:: digitalekunsthalle.zdf.de/lust

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Aachen ist bis Sonntag im CHIO-Fieber

Montag auf dem Katschhof. Wenn Pferde und Reiter, Kutschen und Musiker in der Innenstadt auflaufen, dann ist in der Soers wieder CHIO.

Ein kleines Volksfest ist immer die Präsentation des jeweiligen CHIO-Partnerlandes auf dem Marktplatz in Aachen. Angeführt von den Aachener Stadtreitern gab es die Ponys der French Federation zu sehen, eine musikalische Abordnung der Garde Républicaine, Kutschen und Kaltblüter aus den Regionen Frankreichs sowie Camargue Stuten. Partnerland ist nämlich dieses Jahr: Frankreich.

Auch Jean-Francois Pignon, in Reiterkreisen für seine Freiheitsdressuren bekannt, kam mit zwei Pferden auf den Markt. Es spielten die Jagdhornbläser „Trompes du Pays“. Insgesamt gab es eine flotte Veranstaltung, wo die Kids den Auftritt von CHIO-Maskottchen Karli mit seinen französischen Comic-Kollegen Asterix & Obelix bestaunten.

Der CHIO Aachen wurde offiziell am Dienstag (16. Juli) eröffnet. Tausende Besucherinnen und Besucher kommen nach Aachen, die Zimmerpreise in den Hotels haben sich verdoppelt gegenüber den Wochen nach dem Turnier. Den Reiterinnen und Reitern geht es um insgesamt 2,7 Millionen Euro Preisgeld.

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Behutsame Umgestaltung für einen kleinen Platz. Was wollen die Bürgerinnen und Bürger?

Friedrichstraßenplatz?Lothringerstraßenplatz? Rizomplatz? Einen Namen hat dieser Stadtteilplatz nicht. Er war jetzt Gegenstand von Beratungen im Planungsausschuss der Stadt.

Ein kleiner Platz – an der Lothringerstraße gelegen – soll umgestaltet werden. Ziel: mehr Aufenthaltsqualität, mehr Grün. Etwa 1650 Quadratmeter bedürfen einer zeitgemäßen Neuordnung, so schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage (bis zur Zwischenüberschrift „Entwurfsplanung Stadtteilplatz“ runterscrollen).

Der Platz besteht heute im Grunde aus zwei Plätzen, ist rundum fast vollständig zugestellt mit Autos und hat 14 Bäume (die haben schlechte Wuchsbedingungen wegen der Versiegelung). Beide Platzteile sollen zu einem etwa 1885 Quadratmeter großen Stadtteilplatz zusammengelegt werden. Die Straße zwischen den beiden Teilen fällt dann weg, außerdem auch einige Parkplätze. Im Gegenzug gibt es mehr Grünfläche (Baum- und Pflanzbeete) und eine attraktivere Gestaltung für die Fußgänger. Es könnten auch Fahrradbügel dort aufgestellt werden.

Dort gibt es eine Kita, die die Veränderungen begrüßen würde. Für die Kita muss natürlich der Kinder-Bringverkehr möglich sein. Die Feuerwehr hat sich ebenfalls schon mit der Umgestaltung befasst und angefreundet. Der Baumschutz desgleichen.

Dort stehen derzeit noch zwei Bänke, zwei Beleuchtungsmasten und Sammelcontainer herum. Mehr Bänke und ein Spielpunkt sollen da hin. Was die Finanzierung betrifft, so gibt es Fördermittel. Schließlich liegt der Platz am Premiumfußweg Nr. 3, und was das eigentlich bedeutet, müssen wir abwarten.

Baumscheiben können auch so aussehen. Zu finden in der Lothringerstraße.

Was die Bürgerinnen und Bürger sich von dem Platz erwarten, was sie sich wünschen und was sie keinesfalls möchten, das soll noch in einer Bürgerbeteiligung erfragt werden. Die Planung wird danach noch verändert und konkreter werden. Zum Thema: „Lothringerstraße wird Fahrradstraße“, s. hier – Wann genau mit dem Umbau begonnen wird, ist mir nicht bekannt.

Dieses Teil steht auf dem Platz an der Lothringer Straße und wird vermutlich auch Aufnahme in die Neuplanung finden müssen.

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Theaterstraße soll mal ein Boulevard gewesen sein

In der Theaterstraße links im Bild: das beschädigte und unsachgemäß geflickte Bodendenkmal, auf dem legal die Pkw parken. Echt doof.

Auf der Theaterstraße in Aachen befindet sich (auf beiden Seiten) etwas, das ein sogenanntes Bodendenkmal sein soll. Es ist im Aachener Fall ein historisches Muster in verschiedenen Variationen. Als Bodendenkmal wäre das Muster besonders schützens- und erhaltenswert. Was aber mit dem kunstvollen Pflaster in Aachen geschieht, kann man auf den Fotos hier erkennen: Es wird zerstört, von parkenden Autos. Erstaunlich, dass sich in Aachen kaum jemand daran stört.

Die Theaterstraße soll einst ein Boulevard gewesen sein. Es ist aber eigentlich nur eine breite Straße mit seitlich stehenden Bäumen, wenigen alten Prachtbauten, vielen Parkplätzen und zwei großen Parkhäusern in unmittelbarer Nähe. Parkhäuser, die ich selten annähernd voll erlebt habe.

Linke, Grüne und Piraten stimmten neulich im Planungsausschuss dafür, dass das Parken auf der einen Seite zwischen Borngasse und Bahnhofstraße und auf der anderen Seite zwischen Borngasse und Harscampstraße nicht mehr erlaubt wird (Ausnahme: Behinderte und Lieferfahrzeuge natürlich). Später sollte dann mal die komplette Theaterstraße bis zur Wilhelmstraße hin an den Rändern Pkw-frei sein.

Eine Mehrheit von CDU und SPD stimmte ohne zu zögern, umstandslos dagegen, so dass der Vorschlag nicht die geringste Chance hatte. Und mMn auch niemals haben wird.

Worauf sich alle einigen konnten: Umgestaltung des Areals vor und seitlich vom Theater. Immerhin. Der Verkehr soll künftig in beide Richtungen nur noch an der Seite zur Alten Post (Kapuziner-Karree) hin fahren.

Hier wird alles von der Verwaltung gut erklärt. Achtung: Es ist viel Text, aber interessant. Bitte seht euch unten die Anlage an.

Rote, graublaue und weiße Pflastersteine.

Im September (16. bis 23. 09.) gibt es eine Mobilitätswoche, in der probeweise eine Seite vom Stadttheater vom Autoverkehr befreit werden soll. Im Winter soll dort testweise (direkt neben dem Theater) eine Eisbahn stehen, auf die aber hoffentlich noch wegen des neu erwachten Klima-Bewusstseins verzichtet wird. – Mal sehen!

SPD verärgert

Kurzfristig entstand im Planungsausschuss Verwirrung. Es ging um mehr Gastronomie auf einem kleinen Teilstück der Straße. Da stimmten plötzlich die meisten CDU-Leute mit den Grünen, Linken und Pirat Udo Pütz. CDU-Koalitionspartner SPD reagierte verärgert und will den Beschluss als „rechtlich nicht zulässig“ überprüfen lassen. Es lebe der Fraktionszwang und alle anderen überflüssigen Zwänge. NOT.

Wenig Platz für Fußgänger, für Leute mit Kinderwagen, Behinderte im Rollstuhl oder mit Rollator. Viel Platz aber für Pkw, die auch noch den Bäumen auf den Füßen stehen. Wie so etwas 2019 noch erlaubt sein kann, ist ein Rätsel. Wie kann eine Stadtpolitik so unachtsam, so hinter dem Mond sein? Phänomenal.
Na also, geht doch. Niemand parkt auf diesem Muster (vor St. Jakob), es bleibt erhalten. Man muss übrigens lange suchen, ehe man noch einen Pflasterer, der so ein Kunstwerk pflastern kann, findet.
Vor St. Jakob, Jakobstraße. Echt schön, wa?
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Der Sinn des Lebens: Make the world a better place

Bäume pflanzen und pflegen und dabei genau wissen, dass man sich in den Schatten dieser Bäume selber niemals wird setzen können. Das haben unserer Vorfahren gemacht. Mach auch du etwas für den Erhalt der Lebensgrundlagen kommender Generationen. Foto: Fast 100 Jahre alte Buchen in Monschau. Sie spenden jede Menge Schatten.
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Im Rat von Aachen beschlossen: Stellungnahme zur Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer

Es kann nicht richtig sein, sehenden Auges Menschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen. Da keine Hilfe zu leisten, das darf nicht einreißen. Denn: Wo soll das enden? Wem wird danach ebenfalls nicht geholfen? Mir? dir?

Was wird aus uns, wenn wir lernen, mit diesem grausamen und mitleidlosen Verhalten froh und munter zu leben, in Urlaub zu fahren und politische Entscheidungen zu treffen? Monster? Schaden wir uns nicht selbst, wenn wir uns an solch brutales Verhalten gewöhnen? Wenn wir uns daran gewöhnen, Hilflosen einfach mal NICHT zu helfen?

Im April 2019 haben Marc Teuku für die Fraktion der Piratenpartei und Christoph Allemand als Vertreter der UWG im Rat der Stadt Aachen einen Antrag eingebracht, der jetzt (Sitzung 11. Juli) in abgewandelter Form mehrheitlich angenommen wurde. Hier der Beschluss, der bei drei Nein-Stimmen ( letztere kamen von der AfD bzw. von einem Ex-Vizechef von „Pro NRW“) gefasst wurde, im Wortlaut:

Seenotrettung ist kein Verbrechen.

Der Rat der Stadt fordert alle Verantwortlichen in Bund, Land und Europa auf, Flüchtlingen aus der Seenotrettung zu helfen.

Die Stadt Aachen wird ihre Arbeit zur Hilfe von Flüchtlingen fortsetzen und Flüchtlinge unverändert aufnehmen.

Der Rat beauftragt die Verwaltung, diese Position gegenüber dem Deutschen Städtetag zu vertreten.

Danke allen, die dem zustimmen konnten. Schon im Januar ergriff Marc Teuku die Initiative und ging auf Christoph Allemand zu. Es kam schließlich zu folgendem Antrag: https://aachennews.org/2019/04/20/ratsantrag-zum-thema-seenotrettung-eingereicht/

Was fehlt? Ein EU-weit funktionierendes Verteilungssystem. Und außerhalb der EU Auffanglager, in denen unter menschenwürdigen Bedingungen Anträge auf Asyl gestellt werden können. Das Foto zeigt das EU-Parlament in Strasbourg. 

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