Jede Menge Asbest: Abriss gestoppt

Der Abriss ist gestoppt: Vegla-Gebäude in Aachen.

Eine Ecke vom Vegla-Gebäude in der Bismackstraße ist schon mal demoliert. Aber seit geraumer Zeit tut sich dort nichts mehr. Die Abrissarbeiten ruhen, und man wird sich an diesen häßlichen Anblick (s. o.) gewöhnen müssen.

Vorerst geht es nicht weiter mit dem Abbau des Aquariums, mitten im Frankenberger Viertel. Dort wurde nämlich viel mehr asbesthaltiges Material eingebaut (und muss jetzt entsorgt werden) als zunächst vermutet. Die Anwohner sind sauer, auch weil sie nicht umfassend über das informiert wurden, was in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft passiert ist. Da lag tagelang sehr viel Staub in der Luft. Dabei wird eigentlich beim Abbau von 70er-Jahre-Gebäuden IMMER mehr Asbest gefunden als vorherige Untersuchungen jeweils ergeben haben. Merkwürdig ist das schon, oder?

Entsprechend muss das Abrissunternehmen an der Ecke Viktoriaallee/Bismarckstraße demnächst viel umfangreicher arbeiten es als geplant war: Zusätzliche Sicherheitmaßnahmen müssen ergriffen werden, damit die tödlichen Fasern nicht aufgewirbelt werden und in die Lungen der Anwohner gelangen. Das ist alles ziemlich schwierig.

Entstehen soll auf dem Grundstück eine große Wohnanlage mit Geschäftsräumen, Praxen und Büros. Eine Tiefgarage soll die Anlage ebenfalls bekommen. Insgesamt werden etwa 70 Millionen Euro investiert. Die komplizierte Entsorgung von Asbest wird allerdings die Kosten noch mal gut in die Höhe treiben.

Die Vegla wurde in den 70er Jahren von Saint-Gobain gekauft. Die Muttergesellschaft Saint-Gobain hat seit September 2015 ihren Sitz auf dem Gelände des Alten Tivoli in Aachen.

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Geht wie geschnitten Brot über die Theke: Aachener Domliqueur

„Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!“ Das lässt WilhelmBusch die Fromme Helene sagen. – Vielleicht hat Helene ja jetzt eine Flasche Aachener Domliqueur zur Hand, auf dem Aachener Weihnachtsmarkt gekauft. Da kann sie zugreifen, denn das Nervengift Alkohol ist akzeptiert und beliebt, im Gegensatz zu anderen Substanzen, die alle zusammen die Wirkung haben, das Hirn zu benebeln und in eine irgendwie bessere Stimmung zu geraten.

Vom Aachener Domliqueur könnt ihr auf dem Weihnachtsmarkt ein Schlückchen probieren. Er verkauft sich sehr gut, wie ich gesehen habe. Und nach dem Trinken findet man den Weihnachtsmarkt besonders schön und erfreut sich an vielen, vielen roten Lämpchen.

Schaut auch hier, in Köln ist der gleiche Domliqueur etwas preiswerter.

Falls es nicht unbedingt Alkohol sein soll, empfehle ich übrigens den Fruchtaufstrich vom Lions Club Euregio (Bude ist halbrechts, wenn man mit den Rücken zum Rathaus steht). Ist sensationell lecker und macht ebenfalls gute Laune.

Ein Produkt aus Aachen: Fruchtaufstrich von den Lions, kühl gelagert.

 

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LVR-Dialog: Inklusion und Menschenrechte

Eine Mitteilung der Pressestelle des LVR:

Wie steht es 70 Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte um das Menschenrecht auf Inklusion? Mit dieser Frage beschäftigten sich jetzt die Teilnehmer*innen des 2. LVR-Dialogs Inklusion und Menschenrechte in Köln.

Im Horion-Haus des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) diskutierten zahlreiche Gäste aus Fach- und Selbstvertretungsverbänden von Menschen mit Behinderungen, Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe, der LVR-Ausschuss für Inklusion, sein Beirat für Inklusion und Menschenrechte sowie Vertreterinnen und Vertretern des LVR: Wo steht der LVR bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention? Und wo gibt es Handlungsbedarf?

Hierzu tauschten sich die Teilnehmer*innen mit der NRW-Behindertenbeauftragten Claudia Middendorf sowie weiteren Gästen aus. Schwerpunktthema der inzwischen zum zweiten Mal ausgerichteten Dialog-Veranstaltung war die vor 70 Jahren verabschiedete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Dr. Nina Mika-Helfmeier, Leiterin der Stabsstelle Kultur bei der StädteRegion Aachen, stellte das Projekt „Fotokoffer“ vor, das auf anschauliche Art die Grundsätze der Menschenrechte vermittelt und diese in den Herzen und Köpfen junger Menschen verankern soll. Außerdem präsentierte der Landesgeschäftsführer des Paritätischen NRW, Christian Woltering, die Kampagne „Mensch, du hast Recht!“, die für das Thema Menschenrechte sensibilisiert.

LVR-Direktorin Ulrike Lubek. Foto: LVR

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten sich Politik und Verwaltung des LVR wieder den Fragen und Anregungen der Verbände. Dabei sieht der LVR seine Dialog-Veranstaltung als wichtigen Schritt hin zu einer Kultur der Beteiligung, die Menschen mit Behinderungen und deren Verbände im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention eng konsultiert und aktiv einbezieht.

„Der LVR ist gut beraten, sich gut beraten zu lassen. Gerade von den Menschen, mit denen wir und für die wir arbeiten. Ich bitte Sie daher: Suchen Sie aktiv den Dialog mit uns und zwar das ganze Jahr“, so LVR-Direktorin Ulrike Lubek.

(Text wurde unwesentlich verändert und gekürzt)

 

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Heute: Was bringt die Digitalisierung der Mobilität?

Die Initiative „Erlebniswelt Mobilität Aachen“ (EMA) veranstaltet am heutigen Mittwoch, 5. Dezember, einen Infoabend zum Thema „Von Mensch bis Maschine – Was bringt die Digitalisierung der Mobilität?“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Pop-Up-Store am Markt 1 in Aachen. Folgende Fachleute kommen – wie das Presseamt der Stadt Aachen mitteilt – zu Wort: Markus Kowalski (e.GO), Katrin Driessen (ASEAG), Andera Gadeib (Dialego) sowie Uwe Müller und Wolfgang Pauels (beide Stadt Aachen).

Zwei weitere Info-Abende folgen am 12. und 19. Dezember. Sie widmen sich den Themen „Von Postkutsche bis Paketdrohne – Wohin entwickelt sich unsere Logistik?“ und „Von Automobil bis autonom – Was kann das Fahrzeug der Zukunft?“.

Im Pop-Up-Store „Erlebniswelt Mobilität“ können sich Interessierte bis zum 20. Dezember unter dem Motto „Meine Stadt, Meine Mobilität, Meine Zukunft“ darüber informieren, wie die Zukunft der Mobilität aussehen könnte. Auf die Besucherinnen und Besucher warten spannende Exponate, Virtual Reality-Erlebnisse und futuristische Fahrzeugkonzepte.

Weitere Informationen im Internet:

www.erlebniswelt.ac

www.futurelab-aachen.de

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Auf dem Aachener Weihnachtsmarkt

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Der Hof sieht jetzt wieder schön aus

Ein Dom-naher, kleiner Platz: der Hof.

Der Hof ist wieder ein rundum schöner Platz. Tausende flache Pflastersteine wurden verlegt. Die machen das Begehen der Fläche sehr viel leichter, sind aber auch deutlich teurer als normale Steine.

Jahrelang wurde im Untergrund gebuddelt, alle Kanäle und Leitungen erneuert, zusätzlich taktile Elemente aus hellem Naturstein verlegt. Eine Stunde oder zwei  vor dem Domkeller zu sitzen, erst Kaffee dann Bierchen zu trinken, das machte ja schon immer Spaß und ist jetzt noch schöner. Am 1. Dezember war es so mild, da saßen noch Leute dort herum.

Auch in der Körbergasse wurden die abgesägten Steine verlegt. Rollstuhlfahrer, Kinderwagen oder Rollatoren bleiben jetzt nicht mehr mit den Rädern in den Rillen hängen. Es ist bezüglich gehbehinderten-freundliche Innenstadt ein Anfang gemacht. Wäre ja schön, wenn als nächstes eine weitere Ecke flacher würde.

Die flachen Steine am Klosterplatz (und vor der Dominformation) waren auch dort zunächst eine reine Freude, wurden dann allerdings beschädigt. Tonnenschwere Lkw rollten ständig über die Fläche. Das Bistum hat am Klosterplatz ein Verwaltungsgebäude saniert, dabei gingen etliche edle Steine des Bodenbelags zu Bruch. Ob das Bistum für den Schaden aufkommt?

Der Hof aus anderer Perspektive. Sieht glatt aus, ist es aber nicht.

 

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Schaffen Poller die Sicherheit, die wir brauchen?

An drei Seiten ist der Aachener Markt jetzt mit ein- und ausfahrbaren Pollern zugestellt. Da soll kein Fahrzeug mehr durchfahren. Ein Gefühl der Sicherheit sollen diese Poller vermitteln, da hat der Rat der Stadt schnell reagiert und für mehrere 100.000 Euro Fakten geschaffen.

Sicherheit ist ein wichtiges Thema in unserer Zeit. Leider wird eine dubiose angebliche Sicherheit wertvoller eingeschätzt als Freiheit. Die Freiheit wird dadurch immer kleiner.

Sicherheit im Straßenverkehr, das ist es, was wirklich bedeutend ist. Und da lassen es die Stadtväter und -mütter in Aachen doch sehr an Engagement fehlen. An erwiesenermaßen gefährlichen Kreuzungen kamen 2016 und 2017 junge Menschen als Radfahrer zu Tode. Erst gestern Abend (28. 11.) wurde eine weitere Radfahrerin in Aachen bei einem Zusammenprall mit einem Pkw schwer verletzt.

Der VCD Aachen hat 4 große Aachener Kreuzungen benannt, die dringend umgebaut werden müssen. Pro Kreuzung müssen 100.000 Euro aufgebracht werden. Hallo, Rat der Stadt Aachen, zeig mal, dass du es wirklich ernst meinst mit der Sicherheit. Ich habe da nämlich so meine Zweifel.

Wenn nach all den Hinweisen auf wirklich gefährliche Kreuzungen dann nichts umgebaut und entschärft wird und wenn dann dort Unfälle passieren: Wer ist dann eigentlich verantwortlich? 

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StädteRegion erhält 87.000 Euro vom LVR (aber es könnte mehr sein)

Die Kirche in der Mataréstraße in Aachen ist das Werk des Architekten Rudolf Schwarz, zu dessen Werk der LVR in Aachen eine Ausstellung mitfinanziert. Foto: Henning Brinkmann

5,5 Millionen kann der Landschaftsverband (LVR) 2019 an Initiativen verteilen, die teils direkt, teils indirekt mit Kultur zu tun haben. Von diesem ganzen Geld könnte deutlich mehr in die StädteRegion fließen. Warum das nicht geschieht? Die Beantragung ist wirklich äußerst kompliziert, und schreckt viele ab. Aber es gibt in Aachen im Haus der StädteRegion (Zollernstraße) jemand, der euch hilft.

Zur Info: Der Kulturausschuss des LVR hat für 2019 die Förderung von 88 kulturellen Projekten mit 5,5 Millionen Euro empfohlen. Damit unterstützt der LVR die Vielfalt und Nachhaltigkeit des kulturellen Angebotes und Erbes im ganzen  Rheinland. Und wenn ihr euch in Januar, Februar 2019 hinsetzt, und für 2020 auch Geld haben wollt, dann könnte das relativ leicht klappen.

Die StädteRegion erhält 2019 Zuwendungen – und zwar in Höhe von 87.000 Euro für die Instandsetzung und Erhalt des Dorfsaals in Roetgen-Rott und für die Ausstellung „Die Ära Rudolf Schwarz an der Aachener Kunstgewerbeschule 1927-1934“ im Rahmen des Verbundprojektes „Bauhaus100 im Westen“. Bonn erhält 270.500 Euro vom LVR, der Kreis Düren 100.000 und Krefeld 230.000 Euro. Von Köln erst gar nicht zu reden.

Vom LVR werden Projekte finanziell unterstützt, die die kulturelle Identität des Rheinlandes stärken. Dazu zählen zum Beispiel Maßnahmen des Denkmalschutzes, der Archäologie, der Heimatpflege, der Rheinischen Geschichte und Volkskunde, kulturelle Kooperationen, Veranstaltungen, Bildung und Vermittlung. Ihr seht: Da fällt ganz schön viel drunter. 

Wenn ihr kulturell was machen wollt, dann lasst euch von der sehr bürgerfreundlichen Dr. Nina Mika-Helfmeier  helfen. Sie weiß, ob ihr Chancen habt und worauf es bei so einem Antrag ankommt. Es ist trotzdem ein bisschen Arbeit, die da auf euch zukommt.

Aber: ES LOHNT SICH.

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Interstellare Höhenflüge im Depot in der Talstraße

Wird zur Konzerthalle: das alte Straßenbahndepot im Aachener Ostviertel.

Passend zur Marslandung (s. Twitter: #marslanding und  ) kommt es am Freitag,  30. November, zu einem ganz besonderen Konzert mit dem Sinfonieorchester Aachen. Das teilte jetzt der Kulturbetrieb mit. Unter der musikalischen Leitung von Christopher Ward wird im Depot, Talstraße 2, musiziert.

Wie klingen Planeten? Wie klingt „musikalische“ Schwerelosigkeit? In
der außergewöhnlichen Klangstätte des Depots begibt sich der neue Musik-Chef vom Stadttheater, Christopher Ward, zusammen mit dem Sinfonieorchester Aachen auf „interstellare Höhenflüge“.

Der Blick von der Erde ins Weltall, von der Heimat in die Fremde bildet
die philosophische Inspiration, um der Sphärenmusik auf den Grund zu
gehen. Auf diese Weise wird nicht nur zeitgenössische Musik erkundet,
sondern es werden völlig neue Klangräume erschlossen.

Auf dem Programm stehen: Richard Strauss: »Also sprach Zarathustra«, György Ligeti: »Arc-en-ciel«, Jörg Widmann: »Dubairische Tänze«, »Ikarische Klage«, Arnold Schönberg: »Verklärte Nacht» op. 4.

„Im Depot: classic lounge – RADICAL VIBES“ ist eine neue
Konzertreihe, die unter dem Titel „Interstellare Höhenflüge“ ihren
Auftakt setzt. Das ehemalige Straßenbahndepot der ASEAG wird zur Klangkulisse für Neugierige jeden Alters, die Lust haben,
zusammen mit dem Sinfonieorchester Aachen und Christopher Ward
neue Wege zu beschreiten.

Tickets für das Konzert gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und natürlich an der Theaterkasse. Beginn ist um 20 Uhr.

Viel Platz für Veranstaltungen jeder Art: im Depot in der Talstraße.

Zum Twitter-Account des deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: https://twitter.com/DLR_de

Das nächste Konzert im Depot findet statt am 8. März 2019. Motto: Extreme Evolution.      Empfehlung: Hingehen, hingehen, hingehen.

 

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Alles sauber. Nur die Luft, die ist es nicht.

Zertifizierte Anlage des Landes NRW zum Messen von Luftverschmutzung. Foto: Archiv

Was wir einatmen in Aachen, ist nicht sauber. Was wir essen, was wir trinken, das ist höchstwahrscheinlich sauber. Aber die Luft! Sie ist es nicht.

Aachen muss das Bundes-Immissionsschutzgesetz einhalten, das vorschreibt, dass man seit dem 1. Januar 2010 die Luft im Schnitt nicht mit mehr als 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter belasten darf. Um das im Gesetz Vorgeschriebene zu erreichen, gibt es einen Plan, den Luftreinhalteplan.

Aber Aachen bricht dieses Gesetz Jahr für Jahr seit bald 9 Jahren. Warum? Weil die von der Mehrheit gewählten Politikerinnen und Politiker von CDU, SPD und Grünen im Rat der Stadt keine geeigneten Maßnahmen beschlossen haben, um die Ursachen dieser Gesundheitsgefährdung zu bekämpfen. Warum die Politik uns die saubere Luft nicht gönnt, ist mir ein Rätsel.

Warum ist die Aachener Luft so schmutzig? Die Ursache liegt zum überwiegenden Teil bei den Pkw in der Stadt.

Die Ratsmehrheit hat sich sogar aktiv dagegen gesträubt, den Verkehr in dieser Stadt weiterzuentwickeln. Sie haben es nicht einmal geschafft, durchgehend eine einzige Stelle in der Verwaltung für den Verkehrsentwicklungsplan vorzuhalten. Mir kann niemandem erzählen, die Politik in Aachen würde sich für den Verkehr interessieren.

„Wenn das alleine nicht schon schlimm genug ist, so folgt hier aus dieser Geringschätzung für Verkehrspolitik eine Geringschätzung deutscher Gesetze“, sagt Matthias Achilles, verkehrspolitischer Sprecher der Piratenpartei in Aachen.

Die Politiker in Aachen mussten sich am 8. Juni vom Aachener Verwaltungsgericht erklären lassen, dass Gesetze auch für Aachen gelten, dass der Grenzwert schon der Kompromiss und ohne Wenn und Aber einzuhalten ist (AachenNews.org berichtete), dass der Betrug der Automobilindustrie keine höhere Gewalt darstellt, dass Maßnahmen dann ausreichend sind, wenn sie im Ergebnis das Gesetz einhalten und nicht, wenn uns mehr Maßnahmen zu anstrengend wären.

Achilles weiter: „Es ist schade, dass offenbar weder die Bezirksregierung noch der Oberbürgermeister sich die Zeit genommen haben, um einmal die Urteilsbegründung zu lesen. Dann wäre nämlich beiden klar, dass Aachen mit diesem jetzt neu vorliegenden Luftreinhalteplan weiterhin das Gesetz brechen wird.“

Matthias Achilles (und die Piratenfraktion) haben dem neuen Plan nicht zugestimmt, „weil wir die Gesetze des Landes und des Bundes achten, wie man so schön vorliest, wenn man hier anfängt mit der Politik“. Der Luftreinhalteplan enthält jetzt weder Fahrverbote, noch Maßnahmen, die in der gleichen Zeit die gleiche Wirkung entfalten können, wie unmissverständlich vom Gericht gefordert wird.

Für die Piraten in Aachen geht Gesundheit vor Eigentum. Sie möchten in einem Rechtsstaat leben, in dem gerade der Staat sich an seine eigenen Gesetze hält.

Wer in Aachen die lokale Politik beobachtet, der weiß: Man hätte es nicht soweit kommen lassen müssen, die Politiker und Politikerinnen hätten die letzten Jahre auch einfach beherzt Politik machen können. Das kann aber nicht geschehen, wenn die SPD bei jeder Abstimmung erst zu Frau Breuer (CDU) schauen muss, um ja nicht „falsch“ abzustimmen. Solange die CDU nur sagt: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“ und die SPD „keine Experimente“ fordert und sich keiner von ihnen komisch dabei vorkommt, wird von der Politik in dieser Stadt keine Verbesserung ausgehen.

So kann Matthias Achilles nur an CDU und SPD in Aachen appellieren: „Hören Sie auf mit diesen Koalitionen, lassen Sie Ihren Leuten eine eigene Meinung, dann können wir offen debattieren und endlich das tun, was wir für das Beste für Aachen halten und nicht das, was Ihr unnützes Bündnis am wenigsten gefährdet.“

(Fotos von Luftverpestung durch Autos in Aachen folgen. Im Weihnachtsverkehr wird daran kein Mangel sein.)

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UPDATE:

Hier soll nicht verschwiegen werden, dass der OB dieser Tage mit den Ergebnissen stadteigener Messungen um die Ecke kam. Der OB hatte allerlei Döschen (2 Dutzend, nicht zertifiziert) zum Messen von Stickoxid aufhängen lassen, u. a.  in Parks und Fußgängerzonen, es war zu komisch. Ergebnis natürlich: Alles in Butter, die Luftqualität in Aachen sei im Durchschnitt gut, ein Fahrverbot sei überflüssig.

Die Fachwelt lachte sich teils kaputt, teils war man empört und deutete die Ergebnisse auch noch ganz anders als der OB. Der habe an den falschen Stellen messen lassen, teilte das NRW-Umweltamt mit. Und dann habe er noch – methodisch unkorrekt – den Durchschnitt errechnet und für den entscheidenden Wert gehalten.

In der Tat haben die Anwohner von Adalbertsteinweg, Wilhelmstraße, Trierer Straße, Hansemannplatz, Jülicher Straße usw nichts davon, wenn am Markt, am Elisenbrunnen und in Burtscheid die Höchstwerte nicht überschritten werden, bei ihnen vor der Haustüre aber wohl. Die EU-Grenzwerte werden an den vielbefahrenen Straßenschluchten gerissen. Die Anwohner können nicht einfach alle zum Markt oder nach Burtscheid umziehen.

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