Jugend will „ein bezahlbares Leben“

Ein großes, diffuses Gefühl von Unzufriedenheit und der dringende Wunsch, endlich mal gehört zu werden – das schien uns gestern der Grundton der Demonstration GenZ regelt in Aachen zu sein. Es war allerdings echt schwer zu ermitteln, was genau die geschätzt 3000 jungen Menschen regeln wollen. Omas gegen Rechts“ waren übrigens auch dabei.

Es ging gewissermaßen um alles, kurz: für ein „bezahlbares Leben“ und gegen einen Sparkurs auf Kosten der jungen Generation.

Versammelten sich gestern am Elisenbrunnen und zogen von dort zum Kennedypark im Aachener Ostviertel: Hauptsächlich junge Menschen. Dort löste sich die Demonstration eine Stunde früher (!) auf als geplant.

Die Demonstration war von Anfang an friedlich und blieb es auch. Umso mehr wird jetzt das Augenmerk der Politik in Aachen auf ihre Forderungen gelegt werden müssen. Mit den Jugendlichen muss gesprochen werden.

Therapie für die vielen jungen Leute, die in der Pandemie über alle Maßen belastet wurden und aus dem Tritt gekommen sind, und: Angst vor einem durch die KI enteigneten Leben.
Zu wenig Lehrer*innen, ausfallende Unterrichtsstunden: Die jungen Menschen spüren, dass sie nicht fit für eine extrem schwierige Zukunft gemacht werden.

Völlig falsch eingeschätzt hatte die Situation ein Juwelier in der Krämerstraße/Hof. Dort hatte man sich vollkommen mit Brettern und Planen zugehangen, man konnte erstmals ahnen, welche Dimensionen dort die Geschäftsräume umfassen. Sagenhaft.

Unsichtbar und gegen Steinwürfe gesichert: Uhren und Schmuck in der obersten Preisklasse. Andere Geschäfte in der Innenstadt empfingen unterdessen ihre Kundschaft wie immer gelassen, freundlich.
Ein Bild mit Seltenheitswert. Nie war es bisher nötig in der beschaulichen, kleinen Stadt im Westen, sich so zu schützen. Eine sog. „Gegendemo“ auf dem Markt, zuvor im Internet angekündigt, fand nicht statt. In den Niederlanden fanden sich unterdessen Fußballfans zusammen, um Geschäfte vor Plünderern zu schützen.

Hier noch 3 Fotos von Forderungen, seltsam unkonkret, wenn man sie mit denen der Demos von „Fridays for Future“ vergleicht. Aber vielleicht werden die Anliegen ja bald noch genauer formuliert. In der Demo gestern waren einige rote Fahnen zu sehen, eine mit Hammer und Sichel und eine Flagge Palästinas – besteht aus drei horizontalen Streifen (Schwarz, Weiß, Grün) und einem roten Dreieck am linken Rand.

Was Großeltern für ihre Enkelkinder leisten, wird bisher gesellschaftlich nicht gesehen und nicht anerkannt. Das sei hier mal erwähnt. Es wandern enorme Geldbeträge (aus der Rente) zu den jungen Familien, die ohne diese Finanzspritzen arm dran wären. Alles volkswirtschaftlich nicht zur Kenntnis genommen.

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Schlägt der Protest in Gewalt um? UPDATE: Nein, war alles friedlich.

Es ist Wochenende, es gibt Demos, Geisterstunde, Herbstferienfinale. Es ist ein politisches Wochenende: Heute demonstriert GenZ und will was regeln. Was genau? Das ist unklar. s.https://genz-regelt.de

Über eine Demonstration, die noch gar nicht stattgefunden hat, wurde im Vorfeld selten so viel geredet. Das geschah, weil es in Frankreich Gewalt und Plünderungen gegeben hat. Oberbürgermeister Ziemons ließ dieser Tage mitteilen, er begrüße das politische Engagement junger Menschen, appelliere aber an alle Beteiligten, friedlich zu demonstrieren.

Der OB wusste von Geschäftsinhaber*innen, von Gastronominnen und Gastronomen, von Gewerbetreibenden sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürgern, „die ihre Sorgen und Bedenken mit Blick auf die angekündigte Demonstration zum Ausdruck gebracht“ haben. Er stehe mit Ordnungskräften und der Einsatzleitung der Polizei im engen Austausch und sei davon überzeugt: „Die Polizei wird die Streckenführung auf Grundlage ihrer Erfahrung so gestalten, dass örtliche Besonderheiten und sensible Bereiche angemessen berücksichtigt und geschützt werden.“

GenZ ist eine Art Graswurzel-Bewegung, die via Internet massiv für den Protest mobilisiert hat. 34 Städte (hauptsächlich Berlin, Köln, Frankfurt und München) sind vorbereitet. Die Themen sind ungeheuer bereit gefächert: Gegen die Wehrpflicht und für mehr Klimaschutz, gegen eine ungerechte Lastenverteilung in der Gesellschaft, gegen kaputte Schulen.

Wer in Telegram-Gruppen unterwegs ist, trifft auf Aussagen wie: „Nur mit Gewalt kann wirklich etwas verändert werden.“ Aus Aachen hat man dergleichen nicht vernommen. Heute Abend wissen wir mehr.

Vorbild scheint nicht Frankreich zu sein, wo die Themen der Jugendlichen vor lauter Gewaltexzessen nicht mehr diskutiert werden. Vorbild scheint Serbien zu sein, wo seit Ende 2024 und einem Unglück an einem Bahnhof zwei Jahre lang protestiert wurde. Es gab dort keine klar identifizierbaren Führungsfiguren. Schüler*innen und Studierende waren stets friedlich und erreichten einen Machtwechsel. Aleksandar Vučić, der sogar Leute aus dem Hooligan-Milieu gegen die Menschen mobilisierte, wurde abgewählt. Es siegte bei der Wahl die Studierendenliste.

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Drei Enten im alten Stadtbad verliehen

Eine „Presse-Ente“ bezeichnet eigentlich eine Falschmeldung. Es ist ein Begriff aus der Zeitungssprache, heute längst nicht mehr jedem bekannt. Drei Personen wurden jetzt in Aachen mit einer „Presse-Ente“ ausgezeichnet und deren Freude war groß. Sie wurden nämlich nicht für Falschmeldungen, sondern für besonders gute journalistische Arbeit geehrt.

Die „Ente“ ist eine Auszeichnung, die seit 1966 jährlich von der Aachener Gruppe des Deutschen Journalisten-Verband (DJV) verliehen wird. In diesem Jahr gingen Enten an den Journalisten Marlon Gego, den Aachener Stadtarchäologen Andreas Schaub und den Kabarettisten Hubert vom Venn.

Die drei Preisträger mit Thomas Hohenschue (2.v.l.), der der Vorsitzende des deutschen Journalistenverbandes in Aachen ist. Die Enten schuf Alfred Neuwald, der ein bekannter deutscher Comiczeichner, Illustrator und Autor ist und seit über 30 Jahren in Aachen lebt und arbeitet.

Der Journalist der Aachener Zeitung, Marlon Gego (r.), wurde für seinen beharrlichen investigativen Journalismus ausgezeichnet, unter anderem zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche. Stadtarchäologe Andreas Schaub (l.) erhielt den Preis dafür, dass er die Geschichte der Stadt besonders anschaulich an die Öffentlichkeit vermittelt. Und der wunderbare Kabarettist, Schriftsteller, Journalist und Kolumnist Hubert von Venn (bürgerlich: Hubert Franke) wurde für sein langjähriges Engagement im DJV geehrt, dessen Aachener Ortsgruppe er 16 Jahre lang leitete.

Die Preise wurden im ehemaligen Stadtbad am Blücherplatz verliehen, wo Hausherr Asgard Adami die Festgesellschaft begrüßte und durch das Haus führte. Es gab viele Reden – besonders gern hat man an dem Abend den kämpferischen Auftritt von Hubert Franke erlebt und die humorvolle Rede seines langjährigen Weggefährten Hans Reul gehört. Hans Reul ist ein bekannter belgischer Musikjournalist und -redakteur aus Eupen.

Der Begriff „Ente“ leitet sich von dem Brauch früherer Zeiten ab, nicht gesicherte Berichte mit dem Hinweis n.t. zu versehen (lat. für non testatum, nicht bestätigt).

Preisträger der Vorjahre

  • 2025: Unter anderem der Journalist Luc Walpot (langjähriger Korrespondent für BRF, WDR und ZDF).
  • 2024: Der Journalist Ralf Raspe und die ostbelgische Politikerin Isabelle Weykmans.
  • 2022: Prof. Dr. Uwe Janssens (Chefarzt und verlässlicher Medienansprechpartner während der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe).
  • 2020/2021: Die Journalistin und Moderatorin Gisela Steinhauer
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Auch in Aachen: GenZ demonstriert

Uns allen könnte ein heißes Wochenende bevorstehen. Ausgerechnet zu Halloween, was ohnehin nicht gerade ein besinnliches Fest ist, wird es erstens bundesweit sogenannte Schülerdemos der GenZ geben, zweitens deutet alles darauf hin, dass Aachen mitmacht und dass es drittens eine starke „Gegendemo“ geben wird.

Offenlage: Was genau passiert, weiß kein Mensch. Infos müssen zum Teil dubiosen Plattformen im Internet entnommen werden.

Sicher ist, dass am Samstag, 31. Oktober, um 14 Uhr am Elisenbrunnen demonstriert wird: für Bildung, bezahlbares Leben und u. a. für eine Ablehnung der Wehrpflicht. Letzteres, die Ablehnung der Wehrpflicht, spaltet zur Zeit jede Diskussionsrunde.

Getreu dem Grundsatz „wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt“ kann AachenNews der Wehrpflicht durchaus etwas abgewinnen. Es ist nämlich keine überzeugende Vorstellung, dass man einem übergriffigen, kriegsgeilen Putin ohne Gegenwehr Einfluss auf das eigene Leben gewährt. Dass aber von Russland aus versucht wird, Einfluss auf die Politik Deutschlands zu nehmen, das ist offensichtlich. Abschreckung tut Not, und für Abschreckung muss eine gut aufgestellte Bundeswehr sorgen.

Die größten Demos soll es in Stuttgart, Erfurt und Köln geben. Ohne Zweifel ist davon auszugehen, das Personen, die sich gern prügeln, Brände legen, plündern und die Gewalt und Chaos richtig schön finden, dass es diese Leute gibt und dass sie auf ihre Auftritte warten. NRW-Innenminister Reul (CDU) meint, die Polizei im Lande sei gerüstet. Die Junge Union (JU) von Berlin-Mitte soll gefordert haben, die Bundeswehr möge im Rahmen von sogenannter Aufstandsbekämpfung zum Einsatz kommen.

In Aachen gibt es angeblich einen Aufruf stark rechtsgerichteter Kreise zu einer Gegendemo. Sie soll ebenfalls am kommenden Samstag um 14 Uhr auf dem Markt stattfinden. Motto: „Verteidigt Aachen, gegen die Zerstörung“.

Zum Hintergrund: Die GenZ (d. h. Generation Z), das sind in etwa die Jahrgänge 1997 bis 2012. Es sind junge Menschen, die sich z. B. wegen hoher Mieten auf absehbare Zeit keine eigene Wohnung werden leisten können. Sie leben mit der Angst, dass die Künstliche Intelligenz ihre Ausbildung und ihren Beitrag in der Arbeitswelt überflüssig machen wird, sie sehen keinen wirksamen Klimaschutz. Dass ihnen der Sinn nach Protest steht, ist absolut nachvollziehbar.

Einige Links https://www.instagram.com/genzregeltaachen/

Hier nachlesen https://www.instagram.com/p/De-E6Pjiu1L/

Zum Weiterlesen : https://genz-regelt.de/

und hier: Bundesschülerausschuss distanziert sich

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Sorry Bundeswehr, das geht so nicht!

Der Himmel öffnete seine Schleusen, ein Herbststurm der Extraklasse setzte ein. Das schreckte die Menschen nicht, die sich gestern (Freitag) auf dem Neumarkt versammelten und sich vorgenommen haben, die Beverau – die wichtigste von drei Kaltluftschneisen Aachens – vor der Bundeswehr zu retten.

Die Wiesen- und Waldlandschaft im Südosten Aachens ist ein Landschaftsschutzgebiet, ihm drohen Versiegelung und Naturzerstörung.

Auf dem Neumarkt wurden am Freitag kämpferische Reden gehalten. Es gab Beifall.

Im Frankenberger Viertel versammelten sich etwas über 100 Personen. Es war die erste Demonstration, sie stand unter dem Motto „Eselsweg retten, Kaserne stoppen“. Der Eselsweg führt quasi queer durch das 277.592 Quadratmeter große Gebiet. Der Neumarkt wurde mit Bedacht gewählt: Das Frankenberger Viertel ist stark betroffen, wenn die Beverau versiegelt wird, wenn also Wasser dort nicht mehr versickern und Kaltluft nicht mehr gebildet werden kann.

Die Bundeswehr will die Kaltluftschneise mit einer massiven Kaserne samt Schulungstrakten, Fahrzeughallen und Verkehrsübungsplatz bebauen. Die überparteilichen Veranstalter der Demo und die Demonstranten waren sich einig: Das muss verhindert werden.

Eine Stunde lang erklärten mehrere Redner*innen, was elf Arbeitsgruppen schon alles unternommen haben (u.a. 2000 Fenster-Plakate gedruckt) und was noch getan werden sollte, um das Ziel „Eselsweg retten“ zu erreichen. Eins ist klar: Es wird weitere Proteste geben, z. B. am Samstag, 7. November, mittags, im Frankenberger Park.

Mitglieder vom Aachener Baumschutzbund gaben mit ihrem Transparent der Demonstration einen passenden Rahmen.

Dazu Infos in der TAZ von Bernd Müllender: https://taz.de/Landschaftsschutzgebiet-Beverau/!6222908/

Zur Initiative geht es hier.

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Wasserleitungen werden abgedreht

In den kommenden Wochen werden die Friedhöfe winterfest gemacht. Dann werden die Wasserleitungen abgedreht. Es handelt sich um sogenannte Sommerleitungen, die nicht frostsicher sind. Auch die Wassersäulen müssen vor Frost geschützt werden, da sie bei niedrigen Temperaturen beschädigt werden könnten.

Im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder steigen, werden die Leitungen wieder geöffnet.

Der alte Friedhof in Laurensberg, direkt neben der Kirche.

Friedhof Walheim

Nach mehreren Monaten Bauzeit steht auf dem Friedhof Walheim eine neue Wasserleitung zur Verfügung. Das teilte die Pressestelle der Stadt jetzt mit.

Im Frühjahr war festgestellt worden, dass die Hauptwasserleitung für diesen Friedhof beschädigt und nicht mehr reparabel war. Daher wurde die Zuleitung zum Friedhof durch den Versorger sowie eine Tiefbaufirma neu verlegt. Eine besondere Herausforderung stellte dabei der Untergrund dar: Da der neue Rohrgraben durch Schieferfels verläuft, musste das Gestein Meter für Meter mit einem Presslufthammer gelöst und anschließend mit einem Saugbagger entfernt werden.

Die provisorischen Wasserfässer auf dem Friedhof werden nach und nach abgebaut.

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Neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen

Wer sich mit dem befasst, was die RWTH alles erforscht, wird ständig überrascht. Zuletzt wunderten wir uns über die Fassade eine Instituts am Seffenter Weg. In dicken Büscheln wachsen da die Pflanzen aus der Hauswand raus, sie scheinen geradezu aus den Außenwänden zu sprießen. Wie ist das möglich?

Ein Gebäude mit einer immergrünen Fassade, davon träumen Architekten, die ein ökologisches Bewusstsein entwickelt haben und nachhaltig bauen wollen. Der BLB hat es realisiert.

Drei Seiten vom Verkehrswissenschaftlichen Institut (VIA) der RWTH Aachen sind begrünt. Die bepflanzten Paneele wuchsen zunächst im Gewächshaus heran, so wird mitgeteilt. Dort hätten sich die Pflanzen an ihre spätere senkrechte Lage schon mal gewöhnt, bevor die Paneele an der Fassade angebracht wurden.

Eine Sensation bzw. ein Wunder der Technik ist – jedenfalls für den unbedarften Laien – die Bewässerung. Regenwasser wird angeblich auf dem Grundstück gesammelt, in einer Zisterne gefiltert und anschließend über eine automatische Tröpfchenbewässerung an die Grünfassade abgegeben. Auf dem Dach gibt es eine Photovoltaikanlage, ihr Strom wird vor Ort im Gebäude verbraucht.

Innen gibt es unter anderem eine Versuchseisenbahn im Maßstab 1:87. Und draußen rollen passend die realen Züge über die Gleise. „Wer hier arbeitet, hat genau den Betrieb vor Augen, den das Institut erforscht“, schreibt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW auf seiner Seite. In dem Gebäude untersuchen die Wissenschaftler das Bahnsystem in seiner ganzen Breite: vom Bahnbetrieb über den Gleisbau bis hin zur Sicherungstechnik.

Das Mikroklima soll positiv beeinflusst werden. Der vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW realisierte Komplex gilt als ökologisches Vorzeigeprojekt.

Das Gebäude entstand in Holzmodulbauweise, Gesamtfläche 1.580 Quadratmeter, Bauherr ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen, www.blb.nrw.de, als Architekt zeichnen Beißel Architekten Aachen, www.aachener-architekten.de verantwortlich. Schöne Fotos gibt es hier.

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Die Polizei sitzt auf zahllosen Zweirädern und will sie loswerden

Ende Oktober (Freitag, 30. Oktober) findet auf dem Gelände des Polizeipräsidiums an der Trierer Straße 501 wieder eine Versteigerung von Zweirädern und weiteren Gegenständen statt. Bei der Versteigerung werden unter anderem Fahrräder, E-Bikes, E-Scooter und Kleinkrafträder sowie weitere Gegenstände (beispielsweise Werkzeug) angeboten.

Manchmal findet die Polizei Zweiräder und stellt fest: Es ist Diebesgut, der rechtmäßige Eigentümer lässt sich aber nicht ermitteln. Foto: AachenNews Archiv

Die Besichtigung der Fahrräder, E-Bikes, E-Scooter und sonstiger Gegenstände ist ab 9 Uhr möglich. Die Versteigerung beginnt um 09.30 Uhr. Die Kleinkrafträder werden voraussichtlich ab 11 Uhr versteigert und können ab 10.30 Uhr besichtigt werden.

Alle Fahrzeuge und Gegenstände werden im Zustand „gekauft wie gesehen“ angeboten. Die Bezahlung ist ausschließlich in bar möglich. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hinweise: 1. Auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Aachen gibt es keine Parkmöglichkeiten. 2. Gültigen Personalausweis oder Reisepass mitbringen. 3. Ersteigerte Fahrzeuge müssen unmittelbar nach der Versteigerung mitgenommen werden.

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Es nimmt kein Ende: Schockanruf verhindert mal wieder kluges Nachdenken

Unbekannte Täter haben am Freitag (16. Oktober) eine Seniorin um Bargeld in sechsstelliger Höhe betrogen. Die Täter nahmen – wie immer – telefonisch Kontakt auf, das teilte die Polizei in Aachen mit. Die Kriminalpolizei sucht jetzt Zeugen.

Der Betrug lief nach der altbekannten Masche ab: Die ältere Dame erhielt am Nachmittag einen sogenannten Schockanruf. Die unbekannte Anruferin schilderte ihr, dass ihr Sohn im Ausland einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Damit ihr Sohn frei gelassen werden könne, müsse sie eine Kaution bezahlen.

Die Seniorin übergab kurze Zeit später an ihrer Haustür in der Straße Rosberg einen vierstelligen Geldbetrag an einen Mann. Der ging weg, kam aber kurze Zeit später zurück, stand an der Haustür der Seniorin und sagte, dass die Kaution nicht ausreichen würde. Daraufhin habe die Rentnerin dem Unbekannten einen weiteren nun sechsstelligen Betrag ausgehändigt. – Erst später bemerkte sie, dass es sich um einen Betrug handelte.

Foto: Die Polizei sitzt mit viel Personal in ihrem Präsidium und will helfen. Im Falle eines Schockanrufs gilt: Schnell mal bei der Polizei (110) anrufen und die Sache besprechen.

Der Mann, der den Geldbetrag an der Haustür entgegennahm, kann wie folgt beschrieben werden: Er soll etwa 20 bis 25 Jahre alt sein und etwa 1,53 m groß. Er hat längere, rötliche Haare und trug zur Tatzeit eine Baseballkappe. Wer in der Nähe des Tatortes verdächtige Personen gesehen oder verdächtige Vorfälle beobachtet hat, soll sich bitte bei der Polizei zu melden. Telefonisch zu den Bürozeiten unter 0241-9577 31301 und außerhalb der Bürozeiten unter 0241-9577 34210.

Im Rahmen der Internetwache der Polizei NRW gibt es außerdem die Möglichkeit, Hinweise und Dateien (z.B. Fotos/ Videos) digital an die Polizei Aachen zu übersenden: https://internetwache.polizei.nrw/ich-moechte-einen-hinweis-geben.

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Innenstadt: Bald sprudelt hier gar nichts mehr

Es ist schon wieder Herbst und es ist schon wieder Zeit, die Aachener Brunnen auszuschalten. In Kürze hören die bachwassergespeisten Brunnen in der Aachener Altstadt auf zu sprudeln. Stadt und Regionetz arbeiten hierfür Hand in Hand.

Der Wasserlauf entlang des Lindenplatzes und der Tritonenbrunnen im Aachener Südviertel sind bereits außer Betrieb. „Sodann kümmert sich das Brunnendienst-Team des städtischen Gebäudemanagements Stück für Stück um die weiteren Anlagen“, so lässt uns die Pressestelle der Stadtverwaltung wissen. Und: Bis voraussichtlich Anfang November seien dann alle weiteren vom Netzwasser gespeisten Brunnen – von den Außenbereichen startend bis in die City hinein – außer Betrieb genommen.

Als letztes werden die Wasserfontänen am Europaplatz abgeschaltet. Der Winterschlaf der städtischen Brunnen endet traditionell zur Osterzeit. Foto: AachenNews Archiv

Völlig unabhängig von frostigen Temperaturen funktionieren übrigens die Anlagen am Elisengarten (Elisenbrunnen und Kreislauf des Geldes) und am Neuen Kurhaus. Diese Brunnen werden mit warmem Thermalwasser versorgt und können daher auch während der Wintermonate betrieben werden.

Aachen ist eine Brunnen-Stadt. Insgesamt betreibt das Gebäudemanagement derzeit rund 65 städtische Wasserspiele.

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