Jedes Jahr immer wieder neu sehenswert: die Magnolie neben dem Dom.



Jedes Jahr immer wieder neu sehenswert: die Magnolie neben dem Dom.



Von Mittwoch, 1. April, bis 29. April ist die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven aus NRW“ von Baukultur NRW mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr in der Kirche St. Bonifatius in Aachen, Mataréstraße, zu sehen.
Vierte Orte nennt man Treffpunkte für Menschen, dabei zählt als 1. Ort das Zuhause, 2. Orte sind Kita/Schule/Arbeitsplatz/, 3. Orte können Vereine sein und eben 4. Orte könnten Kirchen werden.
Die Ausstellung thematisiert die Umnutzung von Sakralgebäuden, die von Leerstand oder Abriss bedroht sind.

Zur Eröffnung am Mittwoch, 1. April, um 18 Uhr gibt es ein Gespräch, das von der Stadtbaurätin Frauke Burgdorff moderiert wird. Mit ihr werfen einen Blick in die Zukunft: Vertreter*innen vom Bistum und aus der Kirchengemeinde, der Hochschule Aachen, der Denkmalpflege der Stadt sowie den Akteur*innen aus der Nachbarschaft und von Baukultur NRW .
Des Weiteren gibt es zur Eröffnung einen Impulsvortrag von Dr. Manuela Klauser zum Forschungsprojekt „Sakralraumtransformation (TRANSARA)“.
Rund um St. Bonifatius, im ganzen Quartier Unterforst, hat es wegen des Engagements der dort lebenden Menschen eine schöne Entwicklung gegeben. Unterstützt wurde man dabei von der Stadt Aachen. Auch in Zukunft, so hat sich die Politik im Rat vorgenommen, soll die Quartiersarbeit gefördert werden.

Fünf politische Kräfte im Rat von Aachen haben sich zusammengesetzt. Sie haben den Haushalt (also das, was die Stadt im Jahr 2026 ausgeben wird) aufgestellt, haben entschieden, wofür Geld vorhanden ist und wofür nicht. CDU, SPD, Grüne, Volt und die FDP haben den Haushalt folglich gemeinsam beschlossen. 1,4 Milliarden Euro sind nötig für ein funktionierendes Aachen: von den Kitas und der Feuerwehr bis zur Müllabfuhr und den anderen Kräften in der Stadtverwaltung. Es gibt aber ein dickes Defizit, es fehlen rund 95 Millionen Euro in der Kasse.
Nicht eingeladen zu den Abstimmungsgesprächen waren AfD und Die Linke. Sie lehnten (wie auch der Einzelvertreter der BSW) den Haushalt ab. Der AfD ist der Haushalt zu verschwenderisch, die Linke sähe das Geld gern anders verteilt, nämlich u. a. für mehr Wohnungsbau und für mehr Klimafolgenanpassung.

Die Kasse der Stadt (und damit die ganze Stadt) ist in einer schwierigen Lage, das Geld ist knapp. Trotzdem, so freute sich bei den Haushaltsreden im Rathaus (s. Foto) Holger Kiemes (CDU), sei man ohne Steuererhöhungen ausgekommen. Grundsteuer und Gewerbesteuer werden nicht erhöht, das freute auch die FDP. Ein Verlustvortrag von 40 Millionen Euro macht das möglich. (Das heißt, man darf 40 Millionen ausgeben und in drei Jahren einsparen, es aber jetzt völlig im Unklaren lassen, wie die Millionen in der Zukunft eingespart werden.)
Am Sparen führe kein Weg dran vorbei, meinte Holger Kiemes. Aber alles, was Gemeinschaft fördere, sei wichtig und werde erhalten bleiben: Jugendhilfen, Offene Türen, soziale Einrichtungen, Einrichtungen für Wohnungslose, Begegnungsstätten für Senioren, Quartiersarbeit und vieles mehr „wo auch immer Zusammenhalt entsteht“. Da konnte man schon heraushören, dass diese CDU zur hiesigen SPD gut passen würde. Eine Koalition scheint möglich, ist aber leider (seit der Wahl im September) immer noch nicht gebildet worden.
Modernisierung der Verwaltung und Digitalisierung der Arbeitsabläufe sind allen Redner*innen wichtig, sowie Kultur und Kinderschutz. Der Sprecher der Grünen, Carsten Schaadt, richtete sich in seiner Rede ausdrücklich an Oberbürgermeister Ziemons und verpasste ihm eine volle Breitseite, als er auf dessen Umgang mit der Verwaltung, speziell auf den Streit des OB mit der Stadtbaurätin (ohne diese zu nennen) zu sprechen kam. Nur als Mannschaft sei man stark, meinte Schaadt beziehungsreich (s. Außengastronomie), eine Verwaltung müsse geschlossen auftreten. Schaadt kam in diesem Zusammenhang umfänglich auf die Alemannia zu sprechen, die auch nur im Zusammenhalt und als Team 3:0 gewinnen könne usw. usw. usw.
Für die SPD meine Boris Linden, man sei nun mit dem Schulden-Machen ans Ende angelangt. Die Lebenshaltungskosten „laufen vielen Menschen davon“. Man werde das Neue Kurhaus, den Sportpark Soers und das Haus der Neugier in Angriff nehmen sowie auch den Bushof umgestalten. Aber „wir können künftig nicht mehr jedes, noch nicht mal mehr jedes gute Projekt finanzieren“. Das war deutlich.
Der Haushalt sei „ein schwarz-grüner Haushalt“, analysierte der Sprecher der AfD. Vom Sparen sehe er da fast nichts. Es sei in der Vergangenheit „für Unsinn“ Geld ausgegeben worden, für den Lenkungspunkt Karlsgraben, für queere Projekte, für ein Lastenradsystem und zu viel Personal. Das Haus der Neugier sei eine viel zu teure Sache, die Reinigungskosten für die Flüchtlingsunterkünfte und -wohnungen desgleichen, die Windräder seien häßlich, die Außengastronomie einheitlich grau-in-grau, und am Büchel sei der „Forschungs-Glaspalast“ fehl am Platz.
Die Linke riet, über eine Erhöhung der Gewerbesteuer einmal nachzudenken und lehnte – wie die AfD – den Haushalt ab. Alexandra Radermacher (Volt) betonte, ihre Gruppe habe sich in den gemeinsamen Haushaltsberatungen für soziale Projekte, für die Kultur und die Förderung von Photovoltaikanlagen stark gemacht und auch einiges erreicht. Als Europapartei sei Volt an einer gemeinsamen Sitzung mit dem Rat von Maastricht gelegen und an Open Source Lösungen für die Verwaltung (weg von Microsoft). Außerdem gebe es bald einen Entsiegelungswettbewerb für Aachen. Radermacher dankte der vom Oberbürgermeister teil-entmachteten Stadtbaurätin und wünschte, „dass Sie uns noch lange erhalten bleiben“.
Die beiden Ratsleute der Gruppe UP (UWG/Die Partei) waren nicht anwesend. Der Haushalt muss vom Regierungspräsident in Köln genehmigt werden.
Die Burtscheider Brücke ist in einem schlechten baulichen Zustand. Das ergab eine Sonderprüfung des Bereichs Straßenunterhaltung und Brückenbau des Aachener Stadtbetriebs.
Die Stadtverwaltung teilt mit, das Entwässerungssystem der Brücke sei marode, wodurch die Fahrbahnplatte durchfeuchtet werde. Die festgestellten Undichtigkeiten führten zu Hohllagen im Beton des Bauwerks. Während der Sonderprüfung „wurden bereits schadhafte Betonteile an der Unterseite der Fahrbahnplatte, die drohten, auf die darunter führenden Bahngleise zu stürzen, abgeschlagen und entfernt“.
Es werden kurzfristige Schutzmaßnahmen ergriffen: Aus statischen Gründen und um die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten, muss insbesondere der Randbereich weiter vom Verkehr entlastet werden. Daher wird die Fahrbahn in beide Richtungen verengt.
Die Fahrradwege bleiben erhalten. Zusätzlich wird aus Sicherheitsgründen eine Lastbeschränkung auf 7,5 Tonnen ausgewiesen. Die Entlastung der Brücke ist aus statischer Sicht erforderlich, beeinflusst jedoch nicht den Fortschritt der Beschädigungen.

„Was wünscht ihr euch für euren Spielplatz?“ Diese Frage hat die Stadtverwaltung Kindern im Beverau-Quartier gestellt. Die Antwort: mehr Schaukeln. Das läßt sich machen.
Der Spielplatz Forster Weg wird im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) Beverau aufgewertet und umgestaltet. Dies teilte jetzt der Fachbereich Umwelt und Klima mit. Der Bagger der ausführenden Firma rückte schon Ende Januar an. Die Bauzeit: rund drei Monate. Zum Abschluss der Arbeiten gibt es ein kleines Einweihungsfest.
Zunächst werden die Spiel- und Pflasterflächen hergestellt. Anschließend werden nach und nach die neuen Spielgeräte geliefert und eingebaut. Neben den erwähnten Schaukeln gehört ein Bodentrampolin dazu, das auch von Kindern im Rollstuhl befahrbar ist.
Eine Kleinkind-Sandspielanlage, ein kleines Steh-Karussell, zwei Wipptiere und ein Feuerwehrauto erweitern das Angebot. Ein Baumhaus für die Größeren wird der Hingucker des Spielplatzes. Abschließend erfolgen die Pflanzarbeiten: Dazu gehören Bodendecker, Hecken, Gehölze und ein neuer Baum.
Der Katastrophenschutz der Stadt Aachen probt am Samstag, 7. März, den Ernstfall. Der eigentliche Übungsplatz liegt in Langerwehe an der dortigen Europaschule. Die rund 100 Einsatzkräfte sammeln sich hierfür zunächst im Bereich Campus Melaten. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung mit.
Von Melaten aus wird die rund 30 Fahrzeuge umfassende Einsatzkolonne am frühen Vormittag mit Blaulicht (und ohne Martinshorn) in Richtung Langerwehe fahren.
An der Übung sind zahlreiche Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdiensts, der Johanniter Unfallhilfe und der Feuerwehr der Stadt Aachen beteiligt. Übungsszenario ist ein Katastrophenfall wie zum Beispiel ein Hochwasserereignis in einem Nachbarkreis, weswegen eine Betreuungseinrichtung für 500 Menschen in einer Schule hergerichtet werden muss.
Für die Übung kooperieren der Kreis Düren und der Katastrophenschutz der Stadt Aachen.
Da die Einsatzkräfte vor Ort in der Regel stark durch die Schadenslage gebunden sind, werden dann über ein NRW-weit koordiniertes Konzept zusätzliche Einsatzkräfte aus dem Umfeld alarmiert, um zum Beispiel solche Betreuungsplätze für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger einzurichten. Ziel der Übung ist es, im Falle größerer Schadenslagen eine schnelle, koordinierte und bedarfsgerechte Versorgung und Betreuung sicherzustellen.
Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Warntag: Donnerstag, 12. März
Die Stadt Aachen testet am Donnerstag, 12. März, im Rahmen des landesweiten Warntags wieder ihre Sirenen.
Um 11 Uhr werden im gesamten Stadtgebiet die vorhandenen Sirenen, zunächst mit einem einminütigen Dauerton – dem Entwarn-Ton – ausgelöst. Fünf Minuten später, um 11.06 Uhr, erfolgt die Auslösung der Warnung mit einem einminütigen auf- und abschwellenden Geräusch.
Nach weiteren fünf Minuten erfolgt um 11.12 Uhr erneut eine Entwarnung zur Beendigung des Sirenentests.

Was schon erwartet wurde, ist geschehen: Die archäologischen Ausgrabungen in zwei Baumscheiben auf dem Münsterplatz am Aachener Dom haben die ersten großen Ergebnisse hervorgebracht. „Insgesamt sieben Skelette und die Mauergrenze der ehemaligen Münsterimmunität konnten Stadtarchäologe Andreas Schaub und sein Team freilegen.“ Das teilt das Presseamt mit.
Von Störung der Totenruhe spricht hier übrigens niemand. Dass es seine Richtigkeit hat, die sterblichen Überreste unserer Vorfahren aus dem Grab (sog. letzte Ruhestätte) heraus in ein Archiv zu verfrachten, daran wird nicht gezweifelt.

Die Archäologinnen und Archäologen haben die jetzigen Skelettfunde bereits dokumentiert und entnehmen sie nun Grab für Grab, so wird mitgeteilt. Zunächst werden sie in den Räumen der städtischen Archäologie gesäubert und inventarisiert, ehe sie ins Archiv des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) wandern. Bei anthropologischen Untersuchungen könne festgestellt werden, wie die Aachenerinnen und Aachener vor 300 bis 400 Jahren gelebt haben, wie gesund sie waren oder wie alt sie geworden sind.
Schaub und sein Team entdeckten außerdem die Mauerreste der ehemaligen Münsterimmunität, dem ehemaligen Rechtsbezirk rund um den Dom. Etwa 60 bis 70 Zentimeter wurde bisher gegraben noch etwa einen Meter tiefer soll es gehen. Derzeit geht der Stadtarchäologe davon aus, dass mit einer Grabungsdauer von drei Monaten zu rechnen ist.
Im Anschluss werden die präparierten Baumscheiben mit zwei Linden bepflanzt,.

Direkt neben den Aachen Arkaden (Eisenbahnweg) hängt ein halbes Jahr nach der Kommunalwahl immer noch Michael Servos (SPD) auf einem Plakat herum. „Hiergehtmehr“ steht drauf, offensichtlich aber geht nichts bei der SPD in Unterforst, wenn es die pünktliche Entfernung von Wahlplakaten aus dem öffentlichen Raum betrifft.
„Oberbürgermeister für Aachen“ lesen wir, das hat nicht geklappt.
Wir werden im Presseamt mal nachfragen, ob dieses Plakat inzwischen unter Denkmalschutz steht (erstmals berichtete AachenNews im vergangenen Dezember). Die Antwort bzgl. Denkmalschutz kennen wir aber eigentlich schon: Bewahrt werden nur „kulturhistorisch bedeutsame Bau-, Kunst- und Bodendenkmale“. Aber wir wissen ja: Hiergehtmehr.
Ein Versprechen: Wir spazieren dort sowieso alle paar Wochen vorbei und werden immer mal wieder Meldung machen: Wie geht es dem Plakat? Ist es noch da? Was will uns die Aachener SPD sagen? Stimmen die Aussagen? usw.
Olympische und Paralympische Spiele in Nordrhein-Westfalen – entweder 2036 oder 2040 oder 2044: Bürgerinnen und Bürger werden gefragt, ob sie sich ein derartiges Großereignis wünschen würden. Insgesamt bewerben sich 17 Städte an Rhein und Ruhr gemeinsam um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele. In Aachen soll neben dem Fußball insbesondere der Reitsport seinen Austragungsort finden.

Reit-Olympiade in Aachen, das bedeutet Bilder aus der Stadt Aachen und dem Stadion in der Soers sowie von den Wettkämpfen selbst – diese Bilder in den Fernsehgeräten der ganzen Welt. Mit einem Werbeeffekt für Aachen, der mit Geld nicht zu bezahlen ist. Experten schätzen gleichwohl, dass man 200 Millionen Euro hinblättern müsste, wollte man die Sendezeiten, die dann anläßlich der Olympiade über die Medien an die Menschen gelangen, eigens kaufen.
Wenn Aachen als Stadt und der ALRV sich gut präsentieren, könnte Olympia wirtschaftlich einen Aufschwung bedeuten. Schon ohne Olympia spülten Tagesgäste, die in Aachen durchschnittlich 34,10 Euro ausgeben, 2024 etwa 647,9 Millionen Euro in Aachens Wirtschaftsbetriebe – also zum Beispiel den stationären Einzelhandel. „Ja zu Olympia“ sagt deshalb auch AachenNews.
Über die olympische Zukunft von Nordrhein-Westfalen dürfen vier Millionen Menschen des Landes entscheiden. Als einzige Bewerberregion führt Nordrhein-Westfalen nämlich in allen am Konzept beteiligten Kommunen (am 19. April) Ratsbürgerentscheide durch.
Foto: Werbung für Olympia, nachts in Aachen in der Großkölnstraße gesehen.


Ob NRW (mit Aachen) sich gegen andere deutsche Städte durchsetzen kann, das entscheidet sich erst am Samstag, 26. September 2026. Aachen wäre aber sowieso dabei: Sollte sich nämlich wider Erwarten Berlin im Bewerbungsprozess durchsetzen, würden die Reitsport-Wettkämpfe ebenfalls in Aachen stattfinden.
s. auch hier: https://olympiabewerbung.nrw