Mehr Sicherheit auf dem Pedelec. Besuch mal ein kostenloses Training

Ampel. Theaterstraße. Aachen.

Viele Menschen steigen aufs Elektrorad, obwohl sie jahrelang nicht mal mehr auf einem Fahrrad gesessen haben. Und es kommt nicht nur in Aachen zu immer mehr Unfällen.

Aus diesem Grund bietet die städtische Kampagne „FahrRad in Aachen“ ein kostenloses Pedelec-Fahrradtraining an. Dabei lernen die Fahrerinnen und Fahrer anhand spezieller Übungen, sich mit der Technik vertraut zu machen. Sie üben das Anfahren, speziell das Anfahren am Berg, Handling und Kurven fahren, so teilt das Presseamt der Stadt Aachen mit.

Sinn eines solchen Fahrtrainings ist es, ein Gefühl für das Pedelec zu entwickeln und damit dann sicher im Straßenverkehr fahren zu können. Dass immer mehr Menschen auf das Rad mit Elektroantrieb umsteigen, ist absolut begrüßenswert. Die Leute lassen das Auto stehen und fahren auf ihren E-Bikes in die Stadt oder aus der Stadt raus ins Grüne.

Aufgrund der zusätzlichen Motorkraft eines Pedelecs und dem höheren Gewicht fährt sich ein Pedelec anders als ein herkömmliches Fahrrad. Deswegen ist es auch empfehlenswert, gefährliche Situationen im Zuge eines solchen Fahrtrainings auszuprobieren, um darauf vorbereitet zu sein und passende Handlungsmuster zu trainieren. So wird zum Beispiel das Gleichgewicht geschult, Hindernisse überwunden und auch eine Vollbremsung bei 25 Kilometern pro Stunde geübt.

Das Training dauert rund drei Stunden und findet statt am Freitag, 21. September, und am Mittwoch, 10. Oktober, jeweils von 16 bis 19 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Es besteht Helmpflicht!

Anmeldung bei Dr. Stephanie Küpper unter fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de oder unter Tel. 0241 / 432-6133.

Weitere Infos: hier

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Die Medien: korrupt und verlogen ?

Langsam merken die US-Medien, dass Trump mit seiner Methode die Existenzberechtigung der freien Presse sabotiert. Auf Wandzeitungen ist man indes noch nicht angewiesen. (In Aachen gesehen.)

Was jetzt offensichtlich ist: Was Donald Trump mit der Presse vorhat. Konnte man anfangs noch denken „Na ja, er hat sich halt über ein paar deftige, sehr kritische Berichte geärgert und keilt jetzt heftig zurück . . . „, so hat sich längst etwas anderes gezeigt.

„Wer austeilt, muss auch einstecken können“, sagt man JournalistInnen, die andere heftig kritisieren und selber wie Mimosen reagieren, wenn der Betroffene loslegt und sich wehrt. Doch längst ist klar geworden, dass es hinsichtlich Trump um etwas anderes geht.

Trumps Feindseligkeit gegenüber den Medien hat System. Die Feindseligkeit ist sozusagen systematisch, und es handelt sich nicht um mehr oder weniger spontanes Zurückschimpfen, sondern um eine Strategie – wohl durchdacht und konsequent durchgehalten. Trump möchte die Glaubwürdigkeit von Journalisten und Journalistinnen ganz grundsätzlich zerstören. Trump möchte vernichten.

Und deshalb freue ich mich über folgende Initiative: Hunderte amerikanische Zeitungen wehren sich gegen die Angriffe von Präsident Trump. 

Trump hat mit seinen Beschimpfungen und Beleidigungen der Presse und mit seinem unentwegten Gequatsche von sogenannten Fake-News das Ziel, die Presse unglaubwürdig zu machen. Journalisten nennt er „Feinde des Volkes“ („enemy of the people“). Er ist Entertainment-erfahren und bezeichnet in melodramatischer Art die Medien generell als korrupt und verlogen. Das haut rein, das wirkt, das überzeugt (den Pöbel).

Eines Tages wird niemand mehr glauben, was die Presse berichtet. Dann hat der US-Präsident sein Ziel erreicht.

Das ständige Wiederholen von Hetze gegen Journalisten unterhöhlt das Vertrauen in eine wichtige Institution der Demokratie und bringt die Öffentlichkeit dazu, den Medien nichts mehr zu glauben. Hass und Misstrauen greifen um sich. Das ist dann das Ende der Pressefreiheit.

So kann man sich nur freuen über jeden, der die Gefahr erkennt und für eine freie Presse und ein Ende des Trump-Feldzugs kämpft. Das ist dringend erforderlich, denn die Lage der Medien ist ernst.

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Trumps Umgang mit den Medien

Trump veröffentlichte im Juli 2017 ein Video, in dem er einem Mann wiederholt ins von einem CNN-Logo überblendete Gesicht schlägt, das ursprünglich aus einer Wrestling-Storyline Trumps von 2007 stammt. CNN bezeichnete dies als Aufforderung zur Gewalt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-praesident-donald-trump-attackiert-cnn-auf-twitter-a-1155492.html

„Journalisten sind entsetzliche, abscheuliche Leute“, FAZ

Trumps feindselige Aussagen gegenüber den Medien scheinen zu fruchten:

http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/republikaner-wollen-donald-trump-mehr-macht-ueber-medien-geben-15727964.html

„Wir sind nicht der Feind“, FAZ

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Aachen-Arkaden vor dem Neustart

Mal sehen, was hier noch passiert.

Die Aachen-Arkaden stehen vor einem Total-Umbruch: In wenigen Wochen werden in dem Gebäude an Rothe Erde nur noch wenige Läden übrig bleiben. Immerhin I: Die Apotheke bleibt am Ort und der Zeitschriftenladen ebenfalls. Discounter Netto mit seinen viele Bio-Produkten bleibt uns auch erhalten, wir werden also überleben.

Schon seit Tagen wirbt der neue Eigentümer auf der Gebäudeseite zur Trierer Straße hin. „Pop-up your store!“ steht da, freundlicherweise darunter die Übersetzung „Mach deine Store-Idee wahr!“. Keine Ahnung, was für „store“ da auf uns warten, im Herbst wissen wir mehr.

Die Bäckerei Schneider (s. Foto) wird es dann leider nicht mehr geben. Schade, der Laden war stets gut besucht und das Angebot war immer lecker. Wo werden wir Leute aus der Mataréstraße dann morgens unsere Brötchen kaufen? Immerhin II: Alle Verkäuferinnen haben schon neue Jobs.

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Ach so ja. Aachen ist eine Stadt voller Kontraste, genau gegenüber vom RWTH-Hauptgebäude am Templergraben befindet sich dieses Treppe, sehenswert. Wenn man nicht gerade wie von Furien gehetzt durch die Stadt geht, sieht man Sachen . . .  allerhand.

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Am Mittwoch: Aktionstag auf dem Katschhof

Ein Stäbegewitter auf dem Katschhof . . . sehr ungewöhnlich.

Was das soll? Ich versteh es noch immer nicht, aber: Es sieht gar nicht so übel  aus. Hunderte Holzstäbe sind mitten in der Innenstadt – auf dem Katschhof – aneinander geheftet und harren der Dinge, die da kommen werden. Wie letztes Jahr. Zwischen dem altehrwürdigen Rathaus und dem ebenso altehrwürdigen Dom setzt sich das Wirrwarr der Stäbe als Kontrast ab.

Direkt daneben gibt es wieder einen großen Sandkasten, den „Archimedischen Sandkasten“.  Seit Ende Juli wird darin gebuddelt und gebaut. Auch in diesem Jahr gibt es dazu einen Aktionstag für alle.

Das „Future Lab Aachen„, Veranstalter des Archimedischen Sandkastens, hat den FabBus der FH Aachen und das eXploregio.mobil eingeladen, 3 D-Drucker vorzuführen und Experimente für Grundschulkinder zu präsentieren.

Der  Aktionstag geht am Mittwoch, 15. August, von 11 bis 17 Uhr über die Bühne, natürlich auf dem Katschhof. Der Eintritt ist frei. Nach drei Wochen Strandfeeling auf dem Katschhof ist aber am kommenden Sonntag, 19. August,  schon Schluss. Dann werden die Stäbe und der Sandkasten abgebaut.

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Auf der oben verlinkten Seite steht der Satz „Aachen lebt Wissenschaft„. Seufz. Manche schreiben auch neuerdings „Demokratie leben“. Wie die sich das vorstellen, das „Leben“, das ist mir nicht klar. Es kling krampfhaft progressiv, so als wollte man mit dem Brecheisen einen neuen Ausdruck kreieren, was aber nur peinlich und bescheuert klingt. Es ist so gewollt modern. Nein, was sind wir doch cool! Es ist so traurig, was manche mit der schönen deutschen Sprache machen, so traurig. 

Unter www.futurelab-aachen.de/flapp  solltet ihr weiterkommen.

Neuerdings zwischen Dom und Rathaus: ein ziemlich großer, also eigentlich überdimensionierter Sandkasten, der gut besucht ist, wenn es nicht gerade 30 Grad warm ist.

 

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Es muss nicht unbedingt ein komplett neues Fahrrad sein

Hier gibt es Fahrräder für Jugendliche und Erwachsene aus 2. Hand: Beim Fahrradmarkt in Aachen.

Auf der Suche nach einem geklauten Fahrrad sind wir Samstag zum Fahrradmarkt am Templergraben gefahren. Der findet dort einmal im Monat statt und hat ein vielfältiges Angebot. Rund 30 gebrauchte Räder wurden gestern  angeboten, von Privatleuten.

Ein Freund von mir vermisst sein geklautes, altes Rad so schmerzlich, er sucht es unentwegt. Jedes Mal, wenn er unterwegs ist in Aachen und an einer Reihe abgestellter Fahrräder vorbeikommt, schaut er nach, ob seins vielleicht dabei ist. Das wächst sich allmählich zu einem Tick aus.

Beim Fahrradmarkt wurde er natürlich auch nicht fündig, doch wir hatten Gelegenheit, ein anderes Rad für ihn zu kaufen. Man muss sich dort aber die Räder gut anschauen, auch mal leicht hochheben und fallen lassen (falls es rappelt oder was abfällt: schlecht), eine Probefahrt machen und verhandeln. Die Räder dort sind teils alt, und es gibt kein Zertifikat wie im Fahrradladen der Wabe in der Aachener Bahnhofstraße. Die dortigen Räder sind tipptopp. Hier ein Video.

Am Templergraben, vor dem Kármán-Auditorium, muss man eine Gebühr von 6 Euro zahlen (pro Fahrrad, das man verkaufen will). Los geht der Markt um 9 Uhr morgens, jeden 2. Samstag im Monat. Es ist ratsam, dort früh zu erscheinen. Ende ist um 16 Uhr. Jede/r kann mitmachen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ich sah eine wunderbares Damenrad, aus Alu, 7 Gänge, 100 Euro. Das war wie neu, keine 300 Kilometer sei seine Frau damit gefahren, behauptete der Verkäufer. Das hätte ich mir glatt gekauft, wenn ich nicht schon längst eins hätte.

Die nächsten Termine: 08. September, 13. Oktober, 10. November.

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Mord in der Geisterbahn. Olaf Müller hat einen Krimi geschrieben.

Das Buch von Olaf Müller: „Rurschatten“ ist lesenswert, besonders wenn man sich in Aachen oder Düren auskennt. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen seien übrigens „rein zufällig“, schreibt der Autor vorweg.

Mit allerhand Vergnügen habe ich den Kriminalroman „Rurschatten“ von Olaf Müller gelesen. Das Buch habe ich mir in der Stadtbibliothek in Aachen ausgeliehen.

Die Lektüre hat mächtig Spaß gemacht, obwohl ich gar nicht gerne Krimis lese. Aber Olaf Müllers Buch ist sehr spannend, flott geschrieben, mit teils echt humorvollen Dialogen, die die im Raum Aachen gesprochene Sprache verwenden. Die Handlung spielt in Aachen, Düren, Lüttich und am Rursee, und es geht – was die Ortswechsel betrifft – mächtig hin und her. Die Kommissare sind ständig unterwegs.

Worum geht es in dem Krimi? Um einen Mord natürlich. In der Geisterbahn in Düren wird während der Annakirmes ein betagter, sehr wohlhabender und angesehener Mann ermordet. Jeder in Düren fragt sich nun, was der alte Herr in der Geisterbahn zu suchen hatte und wer ihn vom Leben zum Tod beförderte? Besonders lange hätte der Greis ohnehin nicht mehr gelebt. . .

Am Anfang kommen die Aachener Kommissare mit ihrer Recherche nicht vom Fleck. Hat der Mord etwas mit einem Atomunfall, einem Beinahe-GAU in Jülich zu tun? Oder mit dem Pumpspeicherkraftwerk am Rursee, das einige bauen, andere aber unbedingt verhindern wollen? Oder doch mit der dunklen Vergangenheit des Opfers zur Nazizeit? Oder wollte sich eine frühere Angestellte rächen? Und was hat es mit den „Rurschatten“ auf sich?

Die im Buch vorkommenden Personen scheint man irgendwie alle zu kennen. Mir jedenfalls kamen sie bekannt vor. Außerdem ist es ja amüsant, wenn man die Örtlichkeiten genau kennt und im Kopf die Straßen und Lokalitäten  abschreitet, die da aufgesucht werden. Die Kommissare sind von Lüttich begeistert (klar) und vom Reitturnier  genervt (warum?). Und da ich den Autor persönlich kenne, musste ich wirklich gelegentlich lachen: Der Autor ist Sozialdemokrat, und die Szene, in der zwei grüne Kommunalpolitiker aus der Eifel vorkommen, fand ich zum Schreien komisch.

Auf 248 Seiten entspannt sich eine Geschichte um den Mord an einem alten Papierfabrikanten, die sich im Urlaub schön lesen lässt. Die Handlung mit viel Lokalkolorit spielt im Jahr 2008, sie ist spannend und leicht nachvollziehbar. Das Buch bringe ich heute noch in die Stadtbibliothek zurück, es kann ab Montag dort ausgeliehen werden.

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Olaf Müller ist in Düren geboren, wo er auch wohnt. Er arbeitet in Aachen und leitet seit 2007 mit großem Engagement den Kulturbetrieb der Stadt Aachen. Zuvor hat er Germanistik und Komparatistik studiert und davor sogar noch eine Ausbildung als Buchhändler absolviert.

Save the date: Am Mittwoch, 26. 09., gibt es in der Stadtbibliothek in Aachen, Couvenstraße 15, eine Lesung mit Olaf Müller. Sie findet statt im Rahmen der Aachener Krimitage und beginnt um 19 Uhr.

Olaf Müller, „Rurschatten“, Gmeiner-Verlag GmbH, ISBN 978-3-8392-2331-4. Preis: 12 Euro.

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Bei zu viel Sonne helfen Bäume

Kommenden Mittwoch, 08. 08.,  soll es 40 Grad warm werden, die ganz große Hitze also. Und danach kommen Gewitter. Man weiß nicht, wovor man sich mehr fürchten soll. – Keine schönen Aussichten.

Da macht es Sinn, sich in den Wald zu flüchten, vor allem für Leute, die mit Wald umgehen können und schon als Kind erlebten, wie angenehm das Klima in einem Wald ist. Ein Wald, durch den beispielsweise die Rur plätschert, eiskalt, sie kühlt die Umgebung. Die Bäume halten dicht, sie lassen die sengende Sonne gar nicht richtig durch. Was man sieht und fühlt ist sehr angenehm. Und was man hört, ist das Plätschern des Wassers, das ist ebenfalls wohltuend.

Bäume symbolisieren Leben und Beständigkeit. Sie sind juristisch leider nur Gegenstände. In Städten gibt es immer weniger. Dafür sollen wir uns mit künstlich begrünten Fassaden begnügen, mit aufwändig gewässerten Mooswänden, die Schadstoffe filtern. 13 Kilo Sauerstoff soll dagegen ein großer Baum pro Tag produzieren.

(wird fortgesetzt)

 

Über Bäume:

wdr3, Reportage: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/lebenszeichen/baum-freundschaft-100.html

Bürgerinitiative Köln: https://www.gruene-lunge-koeln.de

Aktivisten kämpfen für Bäume: https://hambacherforst.org

Waldbegehungsrecht: https://www.schiebener.net/wordpress/tag/waldbetretungsrecht/

Waldbaden gilt in Japan als Medizin: https://www.zeit.de/zeit-wissen/2018/03/waldbaden-natur-heilung-gesundheit-japan

und: http://www.waldbaden.org/definition-waldbaden/

Aachener Baumschutzbündnis: http://aachener-baumschutz.de/aktuellestermine/

Stadtoasen e. V. : http://www.stadtoasen.de

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Schrottimmobilie fällt, Hotel wird gebaut

Modehaus Pfeiffer, Rückseite (am Seilgraben). Schon seit 20 Jahren gehört das Gebäude der Familie Pfeiffer nicht mehr, der Name ist allerdings geblieben. Jetzt wird es abgerissen.

Die Pfeiffer-Immobilie, vom Seilgraben aus gesehen. Eigentlich ein 1 A – Grundstück, auf dem sich aber in den letzten 20 Jahren gar nichts mehr abgespielt hat. Ein Schandfleck.

Wohl 20 Jahre lang stand das Gebäude leer. Es vergammelte und sah immer häßlicher aus. Die Rede ist vom Textil-Warenhaus Pfeiffer in der Großkölnstraße. Auf mehreren Etagen konnte man in dem Modegeschäft mal grausam konservative Damenklamotten kaufen.

Jetzt wird das Gebäude abgerissen. Staub, Gestank und Krach sind an der Rückseite (zum Seilgraben hin) eine Belästigung. Aber wenn alles gut geht, wird auf dem 1100 Quadratmeter großen Innenstadt-Gelände auch neu gebaut: ein Hotel mit 157 Zimmern.

Bis Mitte August soll der Abriss über die Bühne gehen. Ende 2019 soll das neue Hotel schon eröffnet werden, wenn man beim Ausschachten nicht wieder auf wertvolle römische Funde stößt. Die hielten ja in Aachens Innenstadt bisher noch jeden Neubau auf.

An der Großkölnstraße wird unter dem Hotel auch eine kleine Tiefgarage gebaut, das Hotel wird dann von B & B Hotels (preisgünstig, weil kaum Personal) betrieben, realisiert wird das ganze von einem Hamburger Architekturbüro, fünfeinhalb Geschosse werden sich nahtlos in die Umgebung einfügen.

Jahrelang hatte man in Aachen gedacht, der Modegigant Peek & Cloppenburg würde sich auf dem Grundstück niederlassen. Aber daraus wurde nichts. Jetzt gehört das Gelände samt Schrottimmobilie der List Development Commercial AG.

 

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Mein Eindruck ist, dass ein Hotel der preiswerteren Sorte an dieser Stelle eine gute Idee ist. Wohnungen kann man besser in Forst oder am Rotter Dell bauen, wo mehr Platz und die Luft besser ist, nicht so abgasgeschwängert. Überhaupt freu ich mich, wenn die extrem heruntergekommene Häuserzeile  verschwindet, die Hässlichkeit hat sich ja im Laufe der Jahre von dort auf die ganze untere Großkölnstraße ausgebreitet. Diese Eigenschaft haben ja Schrottimmobilien: Sie ziehen immer ihre Umgebung mit hinunter.

Ein weiteres Hotel kann Aachen gebrauchen, das geben die Übernachtungs-Zahlen in den jetzt schon gut gefüllten Hotels vor. Nebenbei: Gut gehen in Aachen auch privat vermietete Zimmer und Wohnungen für Touristen (via airbnb). Hier seht ihr das Angebot. Aber das ist ein anderes Thema. 

Schon lange ein trauriger Anblick: Die Vorderseite der Schrottimmobilie an der Großkölnstraße. Nebenan gibt es alles für 1 Euro.

 

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In Monschau sind Wiesen und Bäume noch grün.

Blick von der Burg aus auf die Stadt Monschau. Fotos: vom 1. August 2018

Dürrekatastrophe? Na ja, gestern war in Monschau davon noch nicht so viel zu sehen. Sicher, es ist heiß. Aber der Laufenbach und die Rur führen noch Wasser. Weniger als sonst zwar, aber immerhin. Auch die Bäume leiden nicht wie die in Aachen. Die Bäume sind noch kräftig und satt grün. Die Dürre trifft wohl nur die städtischen Gebiete, was sogar aus dem Weltraum zu sehen ist.

Satellitenbilder hier

Gelbe und braune Wiesen und Straßenränder habe ich ebenfalls in Monschau und auf dem Weg dorthin nicht gesehen.

Unterdessen lässt sich die WDR-Lokalredaktion (heute, 11.30 Uhr) von Studenten  der RWTH einen Bären aufbinden. Angeblich haben Wissenschaftler eine Art Textil-Fassade entwickelt, die man Häusern wie ein T-Shirt überziehen kann, und die dann anfängt, die durch Dieselfahrzeuge verschmutzte Luft zu reinigen. Ziel: Die Stadt Aachen vor einem Dieselfahrverbot zu bewahren.

Kommentar eines Piraten-Kollegen dazu: „Ich wusste, das Sommerloch ist tief und warm, aber dass es dem WDR so aufs Hirn schlägt . . .  outstanding.“  Mal sehen, was uns morgen erwartet, morgen  – im nächsten Hitzelevel – wird es nämlich noch heißer.

Lest selbst: Grüne Fassaden gegen Diesel

Monschau. Blick auf die kleine Pfarrkirche und den Friedhof.

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Eine Gemeinheit der Extraklasse

Mataréstraße: Den Bäumen kann man derzeit beim Vertrocknen zusehen. Die Blätter werden braun und fallen ab. Da müssten Stadtbetrieb oder Feuerwehr mit einer Fuhre Wasser helfen.

Jetzt lässt sich anwenden, was im Urlaub im Süden  gelernt wurde: Wird es draußen unerträglich heiß, verzieht man sich nach innen. Wird es gegen Abend wieder etwas kühler, kann man raus auf die Straße, auf den Balkon.

Gearbeitet wird mit halber Kraft. Da versteht wohl auch der/die Letzte, warum die Produktivität der Menschen in den Mittelmeerländern bisweilen etwas geringer ist. Diese kleine Elektro-Postille versucht unterdessen, den News-Flow aufrecht zu erhalten.

Viel tut sich aber nicht in der Stadt: Die Wohnungsnot ist groß und bleibt groß. Ein besetztes Haus wurde von der Polizei geräumt. So hat Aachen jetzt wieder ein leerstehendes Haus mehr. Toll, wa?

In Sachen Verkehrsminderung und saubere Luft ist die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Marcel Philipp weiterhin untätig. Untätig? Nicht ganz. Man hat gegen das Urteil (Dieselfahrverbot) Berufung eingelegt, und bis da was entschieden wird, dauert es schätzungsweise zwei Jahre, dann fällt der Politik sicher noch etwas Neues ein, damit die Luft bloß so dreckig bleibt, wie sie nun mal ist. Warum man uns in der Innenstadt die saubere Luft nicht gönnt, ist mir ein Rätsel und sicher eine Gemeinheit der Extraklasse.

Ein ehemaliger Personalratsvorsitzender der Stadtverwaltung wurde innerhalb kürzester Zeit rasant befördert, mehrmals. Bis zu 160.000 Euro Schaden sind der Stadt vermutlich entstanden. Die Piraten im Rat der Stadt vermuten, dass bei all den Beförderungen und zugeteilten Boni nicht alles nach Recht und Gesetz ablief und haben als einzige Partei im Rat Anzeige erstattet (Rechtswidrige Eingruppierung auf Kosten der Steuerzahler). Jetzt prüft ein Staatsanwalt den Vorgang . . . hätte er aber auch von sich aus getan, ließ der Mann mitteilen. Na, um so besser! Die Piraten haben außerdem die Aufsichts-Behörde (Regierungspräsident) um Prüfung gebeten. Die CDU erklärte unterdessen ausdrücklich und öffentlich: Sie will gar nichts tun, noch nicht mal Akteneinsicht nehmen.

Die CDU so: Was man nicht sehen kann, das gibt es auch nicht. Komische Methode, wie ich meine. Wie groß muss ein Skandal eigentlich sein, dass die CDU gedenkt, sich mit der Angelegenheit zu befassen? Erstaunlich. Solche Leute haben in Aachen das Sagen.

Auffallend: Immer mehr Läden in Aachen stehen leer. Das sieht ziemlich häßlich aus, verwundert aber nicht. Auch in meinem Bekanntenkreis wird hauptsächlich via Internet eingekauft.

Viktoriaallee: Die Bäume sind noch grün, das Gras ist aber schon gelb und braun. Das Foto habe ich auch auf Instagram gepostet.

Mein Held ist übrigens der großartige Raul Krauthausen. Er lebt seinen Traum: https://twitter.com/raulde/status/1022906153989234690

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