Impfen, damit für Unwetteropfer gespendet wird

Wer sich nicht impfen lässt, obwohl er/sie es könnte, lässt uns in den nächsten Lockdown laufen. Das wäre der Todesstoß für die hiesige Gastronomie. Wollt ihr das? WOLLT IHR DAS???

Eins ist mal klar: Wenn sich jetzt nicht schnell ziemlich viele Leute in Aachen und der StädteRegion impfen lassen, dann sitzen wir am Elften im Elften (11. 11.) wieder traurig zu Hause herum. Dann können wir den Start in den Karneval (und St. Martin samt Martinszügen) wieder nicht feiern . . . und ich meinen Geburtstag auch nicht.

Einer von denen, die die Notwendigkeit von Impfungen glasklar erkannt haben, ist Martin Brandt, Geschäftsführer von BB medica aus Aachen. Seine Idee: Sein Unternehmen spendet 10 Euro für die ersten 1000 Menschen, die spontan oder mit Terminvereinbarung ins Impfzentrum kommen und sich zum ersten Mal impfen lassen. WDR und Lokalzeitung haben ausführlich berichtet.

Das Geld soll den Opfern der Flutkatastrophe zukommen. Das Aachener Impfzentrum in der Eissporthalle ist von 8 bis 20 Uhr geöffnet, jede/r bekommt im Rahmen der STIKO-Empfehlung den Impfstoff seiner Wahl. „Besonders in dieser Woche gibt es noch ausreichend Impfstoff und genügend freie Kapazitäten“, sagt Andreas Nowack, der Leiter des Impfzentrums laut Pressebüro der StädteRegion.

Brandt und seine Leute wollen mit aller Kraft einen weiteren Lockdown (mit erneuter Schließung der kompletten Gastronomie) vermeiden – „für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Kinder und Jugendliche sowie für alle Menschen, die unter der sozialen Isolation besonders gelitten haben“, wie er sagt.

Mit rund 65 Prozent liegt die Quote für die Erstimpfungen hier in der StädteRegion Aachen zwar auf Landesniveau. „Das reicht aber nicht, um sicher durch den Herbst zu kommen“, sagt Dr. Monika Gube, die Leiterin des Gesundheitsamtes. Und Herbst, das ist November und der Elfte ist der Start in die Session. Um da gut abfeiern zu können, müssen mindestens 75 Prozent aller Menschen vollständig geimpft sein.

Wer sich nicht impfen lässt, riskiert eine Infektion, aber nicht nur das. Er/sie ruiniert auch noch die hiesige Gastronomie. Wie jemand dieser Branche das antuen kann, ist mir ein Rätsel. Der Spendenanreiz soll Unentschlossene motivieren, sich jetzt impfen zu lassen. „Wenn es nach uns geht, darf die Aktion gerne Nachahmer finden“, sagt Monika Gube.

Leicht zu finden: das Impfzentrum in Aachen an der Krefelder Straße. Foto: AachenNews Archiv
Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Sandsäcke werden eingesammelt. Bibliothek schließt ab 9. August für einige Tage.

Der Aachener Stadtbetrieb wird am Montag, 2. August, die Sandsäcke in den Aachener Überflutungsgebieten einsammeln. Das teilt das Presseamt mit.

Bürger*innen, die Sandsäcke zu entsorgen haben, können die Säcke bis Montag, 7 Uhr, an den folgenden Sammelstellen bereitstellen: in Kornelimünster am Korneliusmarkt, in Friesenrath am Friesenrather Weg/Ecke Pannekogweg und in Hahn auf dem Parkplatz Am Fassenhof (gegenüber vom Spielplatz).

Sandsäcke können an 3 Stellen abgeladen werden. Der Stadtbetrieb will die dort am Montag, 2. August, morgens alle einsammeln. Foto: AachenNews Archiv

***

Gar nichts mit dem Unwetter zu tun hat die Schließung der Stadtbibliothek. Die Bücherei in der Aachener Couvenstraße bekommt u. a. ein neues. modernes Foyer.

Die aktuelle Baustelle im Erdgeschoss der Bibliothek in der Couvenstraße wird noch einige Zeit zu Beeinträchtigungen beim Zugang zur Bibliothek führen. Für die letzte Bauphase bleibt die Bibliothek deshalb vom 9. bis zum 17. August geschlossen.

Die Umgestaltung des Erdgeschoss wird voraussichtlich ab dem 18. August beendet und die Bibliothek ab dann auch wieder planmäßig geöffnet sein.

***

Büchel wird Einbahnstraße

Nachdem die Baustraßen eingerichtet sind, kann auch die Verkehrsführung am Büchel geändert werden. Ab Montag, 2. August, wird der Büchel zur Einbahnstraße, und es kann dann dort nicht mehr geparkt werden. Das Be- und Entladen wird weiterhin möglich sein.

Fahrzeuge, die in den Büchel vom Bahkauv aus eingefahren sind, können dann nur über die Baustraße wieder hinausfahren. Das ist nötig, um den beim Abbruch entstandenen Bauschutt abtransportieren zu können. Im August wird dann auch „der große Bagger“ kommen, der vor dem Parkhaus viel Platz braucht.

An der Einmündung zur Peterstraße wird derzeit eine temporäre Signalanlage (aka Ampel) errichtet, die der Verkehrssicherheit – vor allem der Fußgänger*innen – dienen soll.

Kleidertausch am 7. August

Die Gruppe „nAChhaltig_angezogen“ teilt mit: Voller Stolz können wir heute verkünden, dass wir am Samstag, 7. August, den 1. offenen Kleidertausch by nAChhaltig angezogen auf dem Platz vor den Treppen des Kármán-Auditorium veranstalten werden. 🥳👗👕

Wer fleißig die Beiträge von @kleidertausch.de verfolgt, weiß worum es geht.

Also schnappt Euch alles, was ihr und euer Kleiderschrank hergeben wollt, packt vielleicht einen Freund oder eine Freundin ein und kommt uns besuchen, denn jedes getauschte Kleidungsstück ist ein Beitrag für unseren Planeten und vielleicht das neue Lieblingsteil für jemand anderes. 

https://nachhaltig-angezogen.de/kleidertausch/

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Nach der Unwetterkatastrophe in Windeseile wieder fein herausgeputzt: Monschau

Der Laufenbach, der mitten in Monschau in die Rur mündet, ist in jener Nacht, die in die Geschichte der Stadt eingehen wird, aus seinem Bett gestiegen. Das Wasser drang in einen Keller ein und spritzte sturzbachartig aus den Kellerfenstern raus. Schon heute sieht alles so aus, als habe es das Hochwasser nie gegeben. Da ist tüchtig gearbeitet worden.
Der Laufenbach in seinem Bett – das ihm bei der Unwetterkatastrophe vom 14. Juli plötzlich zu eng wurde. Das Wasser floß über die Straße direkt auf das berühmte Rote Haus zu und war so stark, dass dicke Pflastersteine aus der Verfugung gerissen wurden.
Die Laufenstraße in Monschau mit Blick auf das Rote Haus. Wer nach dem Unwetter das romantische Städtchen besuchen möchte, sollte nicht zögern. Es entstand lediglich Sachschaden. Die Straßen sind alle hergerichtet, und Berge von Sperrmüll sind nirgendwo zu sehen. Die Monschauer freuen sich auf Gäste.

Hier Erinnerungen an ein schreckliches Unglück im Jahr 1947, als der Laufenbach einen fahrlässig liegengelassenen Schuttberg durchbrach und drei Menschen mit sich riss.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

In der Lintertstraße in Aachen – Impressionen

In der Lintertstraße in Aachen-Forst soll der Straßenraum nicht mehr gänzlich den Pkw zur Verfügung stehen. Es soll – wie auch immer – Platz geschaffen werden für andere, die sich ebenfalls über diese Straße von A nach B bewegen, also z. B. für Fahrradfahrer*innen, Fußgänger*innen usw. Die Anwohner sollen bei den anstehenden Entscheidungen einbezogen werden. Manche äußern sich öffentlich – nicht nur in Leserbriefen und bei Diskussionsrunden.
Direkt gegenüber befindet sich ein Haus aus dem Jahr 1906. Dort ist man offenbar der Meinung, dass der Ortsteil Forst ein „Stiefkind“ der Stadt Aachen ist und dass man in diesem ungeliebten Ortsteil nun „erwacht“ sei. AachenNews meint: Es kann 2021 nicht schaden, wenn Leute nicht pennen, sondern hellwach sind.
Blick auf die Lintertstraße. Sie führt – parallel zur Trierer Straße – von Forst nach Brand hinauf. Der Straßenraum ist fast zu 100 Prozent für Autos reserviert. (Räder dürfen sich seitlich entlang quetschen, was gefährlich ist.) Foto: AachenNews Archiv

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Aachen: Aus Straßen werden Fahrradstraßen

Auf dem Weg zur Radvorrangroute, die von Brand aus in die Innenstadt führen wird: Der Abschnitt der Sittarder Straße – von der Schopenhauerstraße bis zur Neuhausstraße – ist jetzt schon mal als Fahrradstraße neu eingefärbt.

Ein Teil der Radvorrangroute: die Sittarder Straße in Brand.

Die nächsten Abschnitte der Radvorrangroute Brand werden – sofern es die Witterung zulässt – am heutigen Montag, 26. Juli, und am Dienstag, 27. Juli, rot beschichtet. Kachelmannwetter.com sagt übrigens für diese Woche wieder „örtliche kräftige Gewitter“ voraus, aber keine Unwetter für NRW.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es witterungsbedingt leider immer wieder zu Verschiebungen der Arbeiten kommen kann und bittet um Verständnis.

Es ist nur fair, wenn neuerdings der Straßenraum, also der Platz zwischen 2 Häuserfronten, nicht mehr fast gänzlich den Pkw überlassen wird, sondern auch den Radfahrer*innen und Fußgänger*innen, den Rollern, Bussen und Rollstühlen. Mehrere Radler sind in Aachen im Straßenverkehr in den letzten Jahren zu Tode gekommen. Das kann so nicht weitergehen.

Fahrradstraßen sind keine Radwege. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt dort für alle Fahrzeuge 30 km/h. Radfahrende haben auf Fahrradstraßen das Recht, jederzeit nebeneinander zu fahren.

Es muss das Ziel sein, Pkw letztlich gänzlich von Fahrradstraßen zu verbannen.

In Brand steht ein Weißes Fahrrad. Dort ist ein Radfahrer mit einem Pkw kollidiert und später an den Folgen des Unfalls gestorben.
Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Baustraße ist installiert. Rotes Haus wird gesichert. Parkverbot wird eingerichtet.

Links geht es in die Mefferdatisstraße, geradeaus käme man auf die Peterstraße.

Parkverbote am Büchel kommen (s. unten: Grafik). Beim Abbruch des Büchel-Parkhauses stehen die nächsten Schritte und Veränderungen an. Zuletzt wurde in der Fußgängerzone – also zwischen Büchel/Einmündung Mefferdatisstraße und Peterstraße – für die schweren Lkw eine Baustraße eingerichtet. Dafür wurde auf den Pflasterbelag eine dicke, schützende Asphaltschicht aufgebracht, die nach Abschluss der Bauarbeiten wieder entfernt wird.

Für Fußgänger*innen ist rechts und links ausreichend Platz, und die Geschäfte bleiben zugänglich. 

Eine weitere stabile Asphalt-Schutzschicht wurde in der Ursulinerstraße aufgebracht. „Mit den Baustraßen ist die Grundlage für den Abtransport des Abbruchmaterials geschaffen“, erklärte Christoph Vogt, Geschäftsführer der Städtische Entwicklungsgesellschaft (SEGA). 

Am Büchel (entlang des Parkhauses) werden in Kürze Parkverbotszonen eingerichtet und weitere erforderliche Verkehrsregelungen vorgenommen, damit der große Abbruchbagger und die Lkw Platz haben. Der Büchel bleibt für die Allgemeinheit weiterhin befahrbar, dennoch ist dort durch die Bauarbeiten auch mit einzelnen Behinderungen zu rechnen. 

Christoph Vogt: „Derzeit laufen parallel zu den Abbrucharbeiten noch statische Prüfungen, um die Standsicherheit der denkmalgeschützten Gebäude an der Ecke zur Nikolausstraße zu gewährleisten.“ Es hatte sich nämlich kürzlich gezeigt, dass das Rote Haus sich quasi an das Parkhaus anlehnt und deshalb dort die Parkhauswand nicht so ohne weiteres entfernt werden konnte.

Der Büchel, aus dem das vergammelte Parkhaus herausoperiert werden muss. Grafik: Stadt Aachen
Das kleine, denkmalgeschützte Haus (links, genannt: Red House) lehnt sich an das alte Parkhaus an, hält sich praktisch daran fest und gewinnt dadurch Stabilität. Den Baufachleuten muss es gelingen, dass Parkhaus abzureißen ohne das Denkmal zu beschädigen. Keine leichte Aufgabe.

Mit Infos des Fachbereichs Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Das Hochwasser hat viele Erwachsene und Kinder auch psychisch schwer verletzt

In seinen Trauma-Ambulanzen bietet der Landschaftsverband (LVR) den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen Hilfe an. Nicht wenige benötigen dringend psychotherapeutische Beratung oder Unterstützung. Auch die Trauma-Ambulanzen anderer Träger im Rheinland stehen den Menschen offen. 

Diese Ambulanzen sind regulär für traumatisierte Opfer von Gewalttaten, sowie deren Angehörige und Hinterbliebene tätig. Aktuell können derzeit auch Betroffene des Hochwassers dort Hilfe erhalten, soweit die jeweiligen Kapazitäten dies erlauben. Die Ambulanzen sind im Umgang mit seelischen Verletzungen sehr erfahren und können ohne vorherigen formalen Antrag aufgesucht werden.

Auch können beispielsweise Angehörige, die nahe Verwandte oder eine verschwägerte Person verloren haben, diese Hilfe erhalten. Betroffene bekommen bis zu 5 Sitzungen finanziert. Unter www.lvr.de/traumaambulanzen steht eine Übersicht der Ambulanzen im Rheinland zum Download zur Verfügung, bei denen Betroffene Hilfe erfragen können.

Man kann sich auch zentral unter der Telefonnummer 0800/654 6546 beraten lassen.

„Die Situation stellt viele Menschen vor enorme Herausforderungen. Angehörige wurden getötet oder verletzt, Existenzen zerstört. Aus unserer Erfahrung wissen wir, wie schwerwiegend solche traumatischen Ereignisse für die Menschen sein können. Oftmals kann eine psychotherapeutische Beratung oder Unterstützung zur Verarbeitung des Erlebten notwendig sein. Unsere LVR-Kliniken stehen allen Menschen, die Hilfe benötigen, jederzeit offen“, erklärt Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin.

In allen 9 psychiatrischen Kliniken des LVR finden von der Flutkatastrophe traumatisierte Menschen Hilfe – egal ob in den Trauma-Ambulanzen oder auch in den psychiatrischen Institutsambulanzen. An den Standorten Bedburg-Hau, Bonn, Düsseldorf, Essen und Viersen gibt es außerdem spezielle Angebote für betroffene Kinder und Jugendliche.

Diese 4 LVR-Kliniken liegen in den am stärksten von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten bzw. in unmittelbarer Nähe:

LVR-Klinik Bonn: www.klinik-bonn.lvr.de , 0228 551-3131 (Erwachsene), 0228 551-2850 (Kinder und Jugendliche)
LVR-Klinik Düren: www.klinik-dueren.lvr.de , 02421 40-2602
LVR-Klinik Köln: www.klinik-koeln.lvr.de , 0221 8993-610
LVR-Klinik Langenfeld: www.klinik-langenfeld.lvr.de , 02173 102-2044

Einen Überblick und Links zu sämtlichen LVR-Kliniken hier: Übersichtsseite LVR-Kliniken

Der LVR und sein Schwesterverband helfen, wo Not am Mann, an der Frau und am Kind ist. Dort arbeiten Fachleute, die im Umgang mit seelischen Verletzungen sehr erfahren sind. Foto: AachenNews Archiv

Alle Infos: Pressestelle des Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Hochwasser hat Denkmale beschädigt. Ministerium will beim Wiederaufbau helfen.

Viele Denkmale sind durch das Hochwasser beschädigt worden. Auf Aachener Stadtgebiet hat es vor allem denkmalgeschützte Gebäude in Kornelimünster getroffen. Die Stadtverwaltung teilt diesbezüglich mit, dass bereits Fachleute der Denkmalpflege vor Ort waren und dass es einen ersten direkten Austausch mit betroffenen Eigentümer*innen gegeben habe.  

Die Denkmalpflege der Stadt Aachen weist bezüglich Fördermöglichkeiten und weiterer Abstimmungen darauf hin, dass das zuständige NRW-Ministerium angekündigt hat, vom Starkregen betroffene Denkmaleigentümer*innen im Rahmen des Möglichen bei der Beseitigung dieser Schäden zu unterstützen.

„Bitte wenden Sie sich hier an die Bezirksregierung in Köln:  denkmalpflege@bezreg-koeln.nrw.de.“ Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz habe eine Sonderförderung angekündigt. Deshalb möge man sich außerdem direkt wenden an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Schlegelstraße 1, 53113 Bonn Tel. 0228 90 91-262, Fax 0228 90 91-229, Mail: Annette.Liebeskind@denkmalschutz.de, – www.denkmalschutz.de.   

Wer mailt, möge auch die zuständige Untere Denkmalbehörde Aachen informieren! Denn: Die vorgesehenen Maßnahmen „werden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so unbürokratisch wie nur möglich abgestimmt“, so wird mitgeteilt.

Die Denkmalbehörde rät: Nehmen Sie die städtische Denkmalpflege mit ins CC, wenn Sie die Bezirksregierung Köln oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz per E-Mail anschreiben. denkmalpflege@mail.aachen.de.  

Auf Aachener Stadtgebiet hat das Hochwasser vor allem denkmalgeschützte Gebäude in Kornelimünster getroffen. Foto: AachenNews Archiv
Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Wer hilft bei der Rettung von Archiven? Dokumente und Urkunden werden eingefroren

Bürgermeister in Stolberg: „Unsere komplette Stadtgeschichte ist abgesoffen.“

Der Notfallverbund Kölner Archive und Bibliotheken bittet zur Rettung von alten Dokumenten, Urkunden und Bibliotheken um Hilfe. Der Verbund wurde in Köln 2018 gegründet und hat sich erst vor wenigen Monaten – in weiser Voraussicht – mit entsprechender Rettungs-Technik ausgestattet. Vorsitzende ist Dr. Christiane Hoffrath.

Eine Vakuum-Gefriertrocknungsanlage steht für Notfälle in rheinischen Archiven, Bibliotheken und allen Institutionen, die sich mit dem Gedächtnis und der Vergangenheit der Menschen befassen zur Verfügung. Seit Oktober 2020 steht ein „Abrollbehälter Kulturgutschutz“ zum Einsatz bei Kulturgut-Havarien parat. Der kommt jetzt in Stolberg zum Einsatz.

Der Verband teilt in seinem Aufruf mit: „Die Unwetterkatastrophe hat zu massiven Schäden in Archiven und Bibliotheken geführt. Unzählige Kulturgüter liegen auch eine Woche später noch im verschlammten Wasser und müssen geborgen, grob gereinigt, foliert und eingefroren werden.“ (Gefriertrocknung ist eine schonende Trocknung.)

Der Notfallverbund Kölner Archive und Bibliotheken ist mit seinem Notfallcontainer dieser Tage in Stolberg bei der Bergung einer Außenstelle des Stadtarchivs im Einsatz.

Betroffen sind jedoch auch Archive und Bibliotheken, beispielsweise in Eschweiler, Kall, Bad Münstereifel und Leichlingen und es fehlen weiterhin freiwillige Helfer. Dr. Christiane Hoffrath teilt mit: „Sollten Sie helfen wollen und/oder Menschen kennen, die bereit wären, uns bei der Rettung von Kulturgut zu unterstützen, dann würden ich mich sehr freuen, wenn Sie sich melden.“

Zur Koordination werden zwei Telefonnummern angegeben, wo man „gerne auch am Wochenende“ Kontakt aufnehmen kann: 0221/470-2403 und 0176/666 38649. Es ist wichtig, dass die Einsätze koordiniert werden. Die Helferinnen und Helfer könnten sich sonst selbst im Weg stehen oder die professionellen Rettungskräfte behindern.

Bücher und Urkunden, Archivalien aller Art sollen – weil sie wertvoll sind – gerettet werden. Foto: AachenNews Archiv

Hier ein Bericht über die Rettung von Kulturgut in der Stadt Stolberg. Bürgermeister Patrick Haas wird mit den Worten zitiert: „Unsere komplette Stadtgeschichte ist abgesoffen, das ganze Archivmaterial stand im Wasser.“

UPDATE:

„Flutkatastrophe hat Bibliotheken im Regierungsbezirk Köln besonders getroffen“ – Hier eine Auflistung der betroffenen Einrichtungen und was passiert ist.

Der Deutschlandfunk (Kultur) berichtete relativ ausführlich. Dort wird der Stolberger Archivleiter zitiert mit den Worten, auch ohne drohende Naturgewalten gehöre ein Stadtarchiv nicht in einen Keller: „Im Grunde ist dieses Archiv ein Gedächtnis der Stadt und daher von immenser Bedeutung.“

Es wurde auch eine Facebook-Seite eingerichtet, über die noch 2 Wochen nach der Katastrophe Hilfe organisiert wird.

Was in Köln übrig blieb, als dort 2009 das Archiv in einen halbfertigen U-Bahn-Schacht stürzte, wurde teilweise nach Brauweiler verfrachtet. Die zerfetzten und nassen Teile wurden in einer Einrichtung des LVR restauriert. Foto: AachenNews Archiv
In dieser Anlage in der Abtei Brauweiler können gerettete, wertvolle Dokumente gesäubert und für die Nachwelt erhalten werden. Foto: AachenNews Archiv

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Gegen Covid 19 gibt es ein Mittel. Lass dich impfen!

Ein Impfbus kommt mit wertvoller Fracht zu euch. Foto: AachenNews Archiv

In der StädteRegion Aachen sind mittlerweile Impfstoffe in Hülle und Fülle vorhanden. Wie einst gegen Kinderlähmung können wir uns jetzt gegen Covid 19 impfen lassen. Was für ein Fortschritt!

Zwei Impfbusse fahren durch die Region, und in diesen Bussen kann sich jede/r spontan impfen lassen. Beispielsweise heute und morgen und am kommenden Montag. Ausweis mitbringen!

Schon ein halbes Jahr nach „Erfindung“ der Impfstoffe sind hierzulande Ärzte*innen in der Lage, uns wirksam zu schützen. Wer hätte gedacht, dass es jemals so einfach sein würde, sich gegen die lebensbedrohliche Krankheit Covid 19 und all ihre Mutanten impfen zu lassen? Ohne mühsames Suchen im Internet nach einem Termin, ohne umständliches hin- und her Mailen, ohne mit dem Bus aus Richtung Eifel oder Baesweiler nach Aachen zu fahren.

Am heutigen Samstag, 24. Juli, steht ein Impfbus bereit.

  • 10 – 17 Uhr – Kaufland Alsdorf
  • 10 – 18 Uhr – Eschweiler, Aldi Süd, Dürenerstr. 282    

Am Sonntag, 25. Juli, haben die meisten Menschen Zeit. Ein Bus wartet auf dich.

  • 10 – 17 Uhr: Baesweiler-Setterich, Gartencenter Höppener, Hauptstr. 1
  • 10 – 17 Uhr: Simmerath-Einruhr Am Obersee

Am Montag, 26. Juli geht es weiter mit der Impferei.

  • 10 – 18 Uhr: Eschweiler, Real Markt, Auerbachstraße 10
  • 09 – 13 Uhr: UKA Aachen Haupteingang/Vorplatz
  • 14 – 18 Uhr: Aachen Kennedypark, auf dem Platz am Ende der Elsaßstraße am Testzentrum

Unterdessen hat der Gesundheitsminister ein Video anfertigen lassen, um Menschen die Vorzüge des Impfens vor Augen zu führen. Sogar mit Musik – von Heulboje Howard Carpendale („Hello again“). Nun ja, wer es mag, hier:

Weitere Termine der beiden Impfbusse: hier klicken

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen