Heute auf dem Templergraben: Mobilität erleben

Der „Erlebnistag Mobilität“ ist Abschluss und Höhepunkt der Europäischen Woche der Mobilität 2018 in Aachen. Er beginnt am heutigen Samstag, 22. September, um 11 Uhr auf dem Templergraben zwischen Wüllner- und Schinkelstraße und dauert bis 17 Uhr. Organisiert worden ist der Erlebnistag vom „Runden Tisch Radverkehr“.

Die verschiedenen Aussteller wollen anschaulich präsentieren, wie emissionsarme Mobilität in Aachen und der Region gelingen kann. Es wird viel Zeit und Platz für die Aachener Bevölkerung geben, sich zu informieren, verschiedene Mobilitätsarten zu testen und sich auszutauschen. Fürs leibliche Wohl sei gut gesorgt, teilt das Presseamt der Stadt mit. Als Aussteller beteiligt sind folgende Initiativen, Institutionen, Verbände, Vereine, Mobildienstleister und Hersteller (in alphabetischer Reihenfolge):

ADAC, ADFC, ASEAG, AVV, Baristinho, Cambio Carsharing, CLAC Fahrradkurier, e-Go-Mobile, FDP, Grüne, Linke, Madame Cargo Nissan Deutschland, Stadt Aachen/Verkehrsplanung, Streetscooter, Urban Move/Erlebniswelt Mobilität, Velocity.

Die Firma e.Go Mobile stellt ihren e.GO Mover vor. Hinter dem Namen verbirgt sich ein elektrischer Kleinbus mit 10 Sitz- und 5 Stehplätzen. Noch ist er in der Entwicklung, aber letztlich soll der selbstfahrend sein. Aber auch der e.Go Life, ein kleiner elektrisch betriebener PKW, wird ausgestellt sein. Dessen Produktion hat gerade in einem eigenen Werk im Gewerbepark Rothe Erde begonnen. In diesem Zusammenhang werden die Besucherinnen und Besucher auch über die Aktivitäten der zwei Initiativen „Urban Move“ und „Erlebniswelt Mobilität“ ausführlich informiert.

Der StreetScooter, ebenfalls in Aachen entwickelt, wird von der Post im Paketzustelldienst eingesetzt und auch weitervermarktet. Interessierte können sich über mittlerweile drei Typen von Lieferfahrzeugen informieren lassen. Sie sind für Handwerksbetriebe und andere Lieferdienste interessant und können auf spezielle Anforderungen zugeschnitten werden.

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Waldbesetzer? Im Frühjahr 2012 ging es los

Das Foto entstand im Mai 2012 im Hambacher Forst. Damals staunte ich nicht schlecht – über den Wald und die Besetzer.

Im Mai 2012 hörte ich zum ersten Mal von einer Waldbesetzung. Hausbesetzung kannte ich und wusste, dass mittels Hausbesetzungen viele schöne, alte Häuser gerettet werden konnten. Ganze Straßenzüge im Aachener Frankenberger Viertel zum Beispiel. Aber eine Waldbesetzung? Ich weiß noch, dass ich damals lachte, weil ich meinte, das könne doch nur ein Blödsinn sein.

Immerhin wollte ich es genau wissen und machte mich auf den Weg. Skeptisch und misstrauisch. Zuerst lernte ich den Wald kennen, der war anders als der bei Monschau, der mir vertraut ist. Der Wald, den alle Hambacher Forst oder die Bürge oder Bürgewald nannten, war schon etwas Besonderes, so licht und hell. Ich war nicht wenig beeindruckt.

Schließlich fand ich nach einem längeren Spaziergang die sogenannten Waldbesetzer, die sich dann sofort die Mühe machten, mir ihr Anliegen zu erklären. Ich hatte kaum Detailkenntnisse über RWE und die Braunkohleförderung und im Laufe des Gesprächs jede Menge Fragen. Die Besetzer waren viel jünger als ich und GANZ anders drauf. Mit Internet hatten sie rein gar nichts zu tun. Sie twitterten nicht.

Telefonisch konnte man sie nicht erreichen. Ich hatte von ihrer schieren Existenz über einen „Unterstützer“  aus einem nahen Dorf erfahren.

Waldbesetzer habe ich noch öfter besucht, auch in Eis und Schnee im Januar 2013 und zusammen mit Piraten-Freunden aus Düren, immer dienstlich, bis ich wirklich kapiert hatte, was sie motiviert, was ihr Anliegen ist, wie sie leben, warum sie so leben.

Die Piraten und die Aktivisten im Hambacher Forst, das war wie: Fremde Welten schauen sich an. Piraten hielten sich damals am liebsten in der Nähe von Steckdosen auf.  Ich insbesondere wollte vor allen Dingen jederzeit und überall ins Internet und dafür jederzeit und überall Energie zur Verfügung haben. Und zwar Energie am besten im Überfluss aus Sonne, Wasser, Wind und – warum denn nicht – aus Braunkohle. (Und ich wollte, dass jede/r seine Anliegen ohne die behämmerten Gatekeeper öffentlich bekannt machen konnte. Dazu hatte ich Ende der 1990er Jahren das Internet für tauglich erkannt.)

Die Besetzer waren – ich erwähnte es bereits – ganz anders drauf. Sie boten schon bald „Führungen“ an und erklärten ihre Ansichten allen, die sich in den Hambacher Forst begaben. Die Gruppen wurden immer größer, die Leute brachten Kaffee und Kuchen mit.

Ich erinnere mich noch, anfangs zwei Fragen gestellt zu haben: „Ist es nicht total langweilig hier so tagaus, tagein rumzuhängen?“ und „Wie lange werdet ihr bleiben?“ Dazu wurde gesagt: Wie haben viel zu tun, denn wir werden Baumhäuser bauen. Und: Wir bleiben, bis RWE mit dem Abbau der  Braunkohle aufhört.

(wird fortgesetzt)

 

 

 

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Kurhaus gehört jetzt zum Eurogress

neues_kurhaus_aachen

Das Neue Kurhaus an der Monheimsalle ist alt und sanierungsbedürftig. Es steht unter Denkmalschutz. Nicht im Bild ist das Eurogress, das sich links befindet.       Foto: Archiv

Jetzt ist es entschieden: Das Neue Kurhaus an der Monheimsallee, in dem sich einst das Aachener Spielcasino befand, wird für (vermutlich) 40 Millionen Euro totalsaniert und dann dem Eurogress für Kongresse/Tagungen und Konzerte zur Verfügung gestellt. Ins Obergeschoss sollen Büros rein, in den Keller vielleicht ein Club. Die Sanierung kann allerdings auch etwas teurer werden.

Die Parteien bekamen sich vor dem Entschluss noch kräftig in die Haare, denn Grüne und Piraten wollten das Geld lieber für sozialen Wohnungsbau ausgeben, die Piraten insbesondere auch noch für den Bau von Fahrradwegen/-straßen, die diesen Namen auch verdienen. Allein: CDU und SPD, FDP und Die Linke überstimmten die Oppositionellen locker.

Es war in der Tat eine schwierige Entscheidung: Seit drei Jahren steht das ehemalige Prachtbauwerk schon leer und verrottet. Es bricht einem das Herz,

Neues Kurhaus Spielkasino

Schwer in die Jahre gekommen: das Neue Kurhaus in Aachen.

wenn man sich vorstellt, dass dieses Denkmal-geschützte Bauwerk noch weitere Jahre dem Verrotten preisgegeben wird. Aber längst nicht jeder verbindet etwas mit dem Begriff „Neues Kurhaus“. Nicht wenigen wäre es völlig egal, wenn es einfach abgerissen würde.

Insbesondere die Grünen, aber auch die Piraten wollten es am liebsten so lange leer stehenlassen, bis jemand mit einer zündenden Idee vorbeikommt. Den einstigen Kur-Tempel einfach dem Eurogress zuzuschlagen, das war Grünen und Piraten zu blöd. Ihnen fiel allerdings auch nichts Besseres ein.

SPD und Linke hatten ernsthafte Probleme damit, sich gegen sozialen Wohnungsbau und für die teure Sanierung zu entscheiden. Dass betont wurde, dass die Sache auf eine Entscheidung „gegen den sozialen Wohnungsbau“ hinauslaufe, nannten die Sozis „populistisch“. Was natürlich von der Gegenseite mit Verwunderung aufgenommen wurde: Aha, die SPD nennt die Forderung nach Wohnungsbau „populistisch“. Wann gab es das denn jemals?!

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Im Rat wurde auch eine Erhöhung der Parkgebühren beschlossen.

Wer kennt das nicht? Man zockelt im Pkw 5, 10, 20 Minuten durch die Innenstadt auf der Suche nach einem Parkplatz am Straßenrand. Hunderte

Unter der Erde ist Platz satt. Oben verpesten die Pkw im Parksuchverkehr die Luft. Fotos: Archiv

machen das täglich. Gleichzeitig stehen immer in vier bis fünf Innenstadtparkhäusern mehrere Etagen leer.

Wie bekommen wir die Autofahrer in die Parkhäuser rein? Vor dieser schwierigen Aufgabe stand der Rat. Und hat sich dafür entschieden, die Parkgebühren am Straßenrand fett zu erhöhen. Damit will man auch für saubere Luft in der Innenstadt sorgen.

Demnach sollen in der Zone 1 (im Innenstadtbereich) künftig 20 Cent je fünf Minuten Parkzeit bezahlt werden. Parkhöchstdauer ist eine Stunde, der Mindesteinwurf liegt bei einem Euro. Die Bedienzeiten bleiben unverändert.

In der Zone 2 (außerhalb des Innenstadtbereiches) kostet das Parken künftig 50 Cent je 30 Minuten, bei einem Mindesteinwurf von 50 Cent. Höchstparkdauer und Bedienzeiten sowie eventuelle Angebote von Tagestickets bleiben dort unverändert.

Oft stehen hier ganze Etagen leer: im Parkhaus unter dem Bushof (Eingang Couvenstraße) zum Beispiel und im Parkhaus an der Nikolauskirche.

 

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LVR gibt wieder Geld aus für Kultur und Museen

Fördert kulturelle Initiativen und verschiedene Museen im Rheinland: der Landschaftsverband (LVR), dessen Parlament in dem hier dargestellten Raum in Köln tagt. Foto: Archiv

Der Kulturausschuss des LVR-Parlements hat gestern für das laufende Jahr die Unterstützung von 13 Museumsprojekten mit insgesamt 312.650 Euro beschlossen. Damit ermöglicht der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Rahmen seiner Museumsförderung Projekte, Ideen und konkrete Aktivitäten rheinischer Museen.

„Hier steht der LVR einmal mehr als wichtiger und kompetenter Partner den Städten und Gemeinden tatkräftig zur Seite. Für die Museen bedeutet es oft, bestehende Angebote zu verbessern und neue Ideen umzusetzen“, sagt  der Kulturausschuss-Vorsitzende Professor Jürgen Rolle. Mit dem Geld werden  zum Beispiel  Ausstellungskonzeption und -realisierung, Museumsplanung und Restaurierung, ebenso wie Publikationen und museumspädagogische Angebote unterstützt.

Zu den aktuell geförderten Museen zählen große und kleine Häuser in der vielfältigen rheinischen Museumslandschaft: So zum Beispiel das Museum Abteiberg Mönchengladbach, das Töpfereimuseum Langerwehe im Kreis Düren, die Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur in Zülpich, das Stadtmuseum/Stadtarchiv Langenfeld, das Kindergartenmuseum in Bergisch Gladbach und das wunderbare Max Ernst Museum Brühl des LVR.

Zuvor hat der LVR im laufenden Jahr bereits elf weitere Museumsprojekte im Rheinland mit 170.900 Euro gefördert. Die finanzielle Unterstützung der rheinischen Museen im Rahmen der LVR-Museumsförderung beläuft sich für 2018 somit insgesamt auf rund 500.000 Euro.

Der LVR fördert unter Einbeziehung der Regionalen Kulturförderung in 2018 somit Museen und museumsähnliche Einrichtungen in Höhe von insgesamt ca. 2 Mio. Euro.

Weitere Infos: hier 

 

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Noch immer unklar: Was wird aus dem Neuen Kurhaus? Mit Update

Das Neue Kurhaus in Aachen, als Bauwerk ein Schmuckstück an der Monheimsallee. Foto: Archiv

Ein Kurhaus aus dem 19. Jahrhundert, wie es sich in der Aachener Monheimsallee – neben Eurogress und Quellenhof – befindet, ist ein Mehrzweckgebäude. Es enthält üblicherweise eine repräsentative Eingangshalle, dazu Ballsaal, Theater- und Konzertsaal, Spielsaal und Gastronomie. Das Kurhaus an der Monheimsallee steht seit rund drei Jahren leer.

Die Frage ist: Was fangen wir mit dem Gebäude noch an?

Das Bauwerk gehört der Stadt Aachen, und folglich ist es Sache des Rates der Stadt zu entscheiden, was aus dem Kurhaus wird. Die PolitikerInnen werden dabei von den Experten der Stadtverwaltung beraten. Am morgigen Mittwoch, 17 Uhr, trifft sich der Stadtrat mal wieder und diskutiert u. a. über das Kurhaus und was man mit dem alten Kasten noch machen kann. Die dringend nötige Sanierung würde jedenfalls, so oder so, rund 40 Millionen Euro kosten.

Die Stadtverwaltung teilt diesbezüglich mit:

Die Nachfrage nach Veranstaltungsräumen (die Aachen für Kongresse und Tagungen zur Verfügung stellen kann) übersteigt das Angebot. Darüber hinaus ist durch Gutachter und Experten bestätigt worden, dass der Veranstaltungsmarkt in Aachen Wachstumspotenzial hat.

Die notwendigen Kapazitäten, um die Nachfrage befriedigen zu können und am wachsenden Veranstaltungsmarkt teilnehmen zu können, könnten im Neuen Kurhaus geschaffen werden. Zudem könnte dieses aufgrund der historischen Architektur eine gelungene Ergänzung zum funktionalen Eurogress sowie zum modernen Business- und Eventbereich des Tivoli darstellen.

Somit wäre eine Erweiterung des Eurogress durch Aufstockung oder in den rückwärtigen Park- und Anlieferungsbereich entbehrlich. (Diese Erweiterung des Eurogress, so war es bisher angedacht, sollte für mehr Kapazität sorgen.) 

2,5 Millionen Euro müssten dann jedes Jahr aufgebracht werden, um das Gebäude in Schuss zu halten (genannt: Folgekosten).

Nach langem Hin und Her und diskutieren mit allen nur möglichen Leuten fände ich (persönlich) es schön, wenn das Neue Kurhaus für Kongresse, Tagungen und Kulturveranstaltungen aller Art genutzt werden könnte, wenn es dazu im Besitz der Stadt bleiben würde (kaufen will es ohnehin keiner, leider) und wenn es auch einen Club oder einen Café/Restaurantbetrieb bekommen würde.

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Der repräsentative Eingangsbereich vom Neuen Kurhaus. Alte Prachtbauten sind schön, aber man muss sie sich auch leisten können. Foto: Archiv

Von mehr Kongressen in Aachen verspreche ich mir: mehr Einkünfte (Umwegrendite) für die Geschäftswelt und so auch mehr Gewerbesteuereinnahmen für die Stadtkasse. Ich habe selbst z. B. einst Bundesparteitage der Piraten (in mindestens sieben Städten, mit jeweils mindestens 1000 Leuten) besucht und weiß noch genau, dass ich in den Städten jeweils immer zwischen 50 und 100 Euro ausgegeben habe. Mit den Kongress-Teilnehmern kommt Geld in die Stadt(kasse).

Von den im Rat vertretenen Parteien bevorzugt bisher nur die SPD die Nutzung, die auch mir gefallen würde. Auf eine definitive Entscheidung müssen wir aber wahrscheinlich noch warten.

Wer etwas über die Nutzung des Kurhauses  (besonders zur Raumaufteilung oben und unten) genauer wissen will, hier: http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=18911

UPDATE: (einen Tag später) es zeichnet sich ein Entschluss ab, dem nur Grüne und Piraten nicht zustimmen werden. Die anderen (CDU, SPD, Die Linke, FDP) wollen das Kurhaus dem Eurogress für mehr Kongresse und Konzerte zuschlagen. Bericht folgt.

 

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Auf dem Rad: Mit Musik nachts durch die Stadt

Fatal: Immer mehr Menschen fahren Rad, nehmen an Touren teil, und entsprechend knapp werden die Abstellplätze für Räder (hier: Hartmannstraße). Man sieht schon vor lauter Rädern die Bügel nicht mehr.

In diesem Jahr findet die erste Aachener BikeNight statt. Der Start ist am kommenden Freitag, 21. 09., um 20 Uhr am Elisenbrunnen. Von dort geht es

Jakobstraße, Nähe Markt: Auch hier alles voll. Wegen der regen Aktivität der Diebe muss man sein Rad immer an einem Bügel befestigen. Vielleicht lässt sich ja die Tour mit einer Forderung verbinden: Schafft mehr Abstellplätze für Räder!

über eine 16 Kilometer lange Tour im gemäßigten Tempo durch die Stadt. Die Tour endet auf dem Markt.

Bei der BikeNight fahren die Teilnehmer*innen von Musik begleitet gemeinsam mit dem Fahrrad durch Aachen und bringen Leben auf die Straße. Ob mit geschmückten Fahrrädern oder verkleideten Menschen – die BikeNight lebt von der Kreativität ihrer Teilnehmer*innen und wirbt dabei für eine lebendige, sichere, nachhaltige und gesunde Stadt.

”Mit der BikeNight holen wir ein Konzept nach Aachen, das auch in anderen Städten seit mehreren Jahren sehr gut ankommt. Ich freue mich auf eine fröhliche und bunte Tour, die damit auch ein Zeichen für eine lebendige und lebenswerte Stadt setzt“, sagt Steffen van Bergerem, Initiator der ersten BikeNight.

Ein Video-Teaser zur BikeNight ist auf YouTube zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=HeTwJulmz5k

Die BikeNight findet im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche statt.

Am Rand vom Elisenbrunnen: Kein Platz für mein Rad. Was soll man da machen?

 

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Neue Straßenbahn für Aachen und den Nordkreis geplant

Im Haus der StädteRegion in der Aachener Zollernstraße wird in Kürze über Pläne für ein neues Tram-Projekt diskutiert und abgestimmt.

Bekommen Aachen und sein Umland demnächst doch noch eine neue Straßenbahn? Es sieht so aus. CDU und Grüne in der StädteRegion haben jedenfalls einen entsprechenden Antrag eingereicht, dem ein Mehrheitsbeschluss sicher ist. Über das neue Tram-Projekt wird am Donnerstag, 27. September, in der Zollernstraße öffentlich diskutiert und abgestimmt.

„Erarbeitung eines Regio-Tram-Projekts“ lautet lapidar der Tagesordnungspunkt, der vermutlich die Herzen aller hiesigen Verkehrspolitiker höher schlagen lässt. Tausende pendeln werktags in privaten Pkw aus den Nordkreis-Kommunen in Richtung Aachen. „Die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur im Individualverkehr wie im öffentlichen Busverkehr“ stoße an Grenzen, so lautet die Begründung für den neuerlichen Vorstoß. Damit ist gemeint, dass Straßen und Busse überlastet sind.

Dringend her muss, laut CDU und Grünen, eine „schienengebundene Kanalisierung der Pendlerströme“. Und dazu sollen die Verwaltungen der Nordkreis-Kommunen und der AVV zusammen das Regio-Tram-Projekt ausarbeiten.

Die Pläne haben wir in Aachen vor Jahren bereits mal diskutiert. Ergebnis: Nicht realisierbar. Doch jetzt macht offenbar eine neue Technologie möglich, was zuvor nicht machbar war. Aktiv befürworten müssten die Pläne: die Mehrheit der Politiker in Baesweiler, Alsdorf, Würselen und Aachen.

Die neue Tram würde emissionsfrei und elektrisch betrieben sein und insofern würde „ein wesentlicher Beitrag zur Luftreinhaltung“ erreicht. So steht es in der Vorlage für den 27. September (StädteRegionsausschuss). Insbesondere in Aachen würde durch das Tram-Projekt eine „effektive Reduzierung der Umweltbelastungen“ zu erwarten sein.

Abschließend heißt es in der Vorlage der Verwaltung: „Herr Sistenich, vom Vorstand der Initiative Aachen, wird erste konzeptionelle Überlegungen für das Projekt Regio-Tram als einen ergänzenden Baustein des euregiobahn-Netzes vorstellen. Dabei wird er auch auf die notwendigen Schritte zur Planung und Umsetzung eingehen und etwaige Fördermöglichkeiten aufzeigen.“

Also: Seid dabei am Donnerstag, 27. 09., um 16 Uhr im Mediensaal des Haus der StädteRegion, Zollernstraße 16.

Für mehr Infos hier klicken

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Sehenswert: zwei Künstler im Hambacher Forst

Starker Bericht von 3sat kulturzeit über den Versuch der Polizei NRW, das erste  Malverbot seit dem 2. Weltkrieg zu verhängen. Alles nur, damit RWE seine gewissenlosen Rodungspläne im Hambacher Forst durchpeitschen kann. Es ist absurd. Es ist falsch.

Hier: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=75682

Jenseits aller Kunstbetrachtungen gilt die Einschätzung:

Energiekonzerne missbrauchen die Erdatmosphäre als kostenloses Endlager für ihre CO2-Emissionen. 

 

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Wohnungen werden knapp und knapper, Politik reagiert

Die Wohnungsnot in Aachen wird immer größer. Das Gutachten des Instituts Quaestio kommt in diesem Zusammenhang zu dem Ergebnis, dass bis Ende 2019 in der Stadt circa 4.500 Wohneinheiten fehlen, bis Ende 2035 müssten insgesamt sogar mehr als 10.000 Wohnungen neu gebaut werden. Die Stadtverwaltung und die Aachener Politik müssen handeln. Sie verkaufen ab sofort Grundstücke, die der Stadt Aachen gehören, nicht mehr dem, der am meisten bietet. So war es bisher vorgeschrieben. Neu: Sie verkaufen jetzt die Grundstücke an den, der sich verpflichtet, z. B. Wohnungen zu bauen. Selbst wenn der „gute“ Käufer nicht den Maximalpreis zahlen kann.

Das neue Verfahren wird angewendet „bei der Vermarktung von mehr als 10 aneinander grenzenden Reihenhausbaugrundstücken und bei Projekten für den Geschosswohnungsbau, auf denen insgesamt mehr als 15 Wohneinheiten errichtet werden können“ (s. Verwaltungsvorlage).

Die Sache ist interessant und in ihren Einzelheiten etwas komplizierter, als hier kurz angerissen. Wer mehr wissen möchte: hier klicken

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Platz ist im engen Aachener Kessel, der noch dazu an einer Seite durch eine Staatsgrenze am Wachsen gehindert ist, immer zu wenig vorhanden. Auch für Unternehmen, die sich ansiedeln wollen (Stichwort: Zulieferbetriebe für das neue e.Go-Werk). Deshalb beschäftigen sich Politik und Stadtverwaltung mit der Gründung von „interkommunalen“ Gewerbegebieten. In Aachens Nachbarschaft hat nämlich z. B. Eschweiler noch reichlich Fläche.

Von „interkommunaler Zusammenarbeit bei der Gewerbeflächenentwicklung und -bereitstellung in Abstimmung mit den Nachbarkommunen und der StädteRegion“ ist die Rede. Dabei muss u. a. geklärt werden, in die Kasse welcher Kommune die Gewerbesteuer fließt. Mehr lest ihr hier.

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Wenn in Aachen Wohnungen gebaut werden, dann bisher viel zu oft Wohnungen für betuchte Leute. Deshalb wollen die Politiker vorschreiben, dass – wer Wohnanlagen baut – 50 40 Prozent aller neuen Wohnungen für Leute anbieten muss, die einen Wohnberechtigungsschein (WBS) haben.

Bisher waren die Vorhabenträger verpflichtet, im Plangebiet geförderten Wohnungsbau zu realisieren, und dabei zwischen 20 und 40 Prozent (bezogen auf die Anzahl der Wohneinheiten) im Sozialen Wohnungsbau zu erstellen. Jetzt werden es also 50   40 Prozent sein.

Übrigens: Insgesamt kann auf Grundlage der Daten festgestellt werden, dass mindestens 50 Prozent der Aachener Haushalte einen Anspruch auf WBS haben. Dabei ist vielen Menschen nicht bekannt, dass ein Wohnberechtigungsschein (WBS) nichts mit dem Bezug von sozialen Leistungen zu tun hat. Es reicht ein mittleres Einkommen – und schon bekommst du den WB-Schein. (Ein WBS ermöglicht es, öffentlich geförderte Wohnungen  günstig  zu mieten.) Noch Fragen? Lest hier weiter.

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Mit dem Wohnungsmarktbericht 2017 ist der 11. Bericht zum Aachener Wohnungsmarkt erschienen. Wie im letzten Jahr angekündigt wurde dabei eine weitere Ausdifferenzierung der Datenerfassung und –analyse vorgenommen. So werden insbesondere vermehrt Querbezüge zwischen den einzelnen Entwicklungen und zu den kommunalpolitischen Beschlüssen dargestellt.

Erstmals enthält der 11. Wohnungsmarktbericht ein Kapitel zum Thema „Kommunale Handlungsinstrumente“, in dem die wichtigsten Instrumente und Maßnahmen erörtert werden, die aktuell durch die Stadt Aachen zur Steuerung, Regulierung und strategischen Weiterentwicklung des lokalen Wohnungsmarktes angewandt werden.

Die Kommunalen Handlungsinstrumente sollen in den nächsten Berichten fortgeschrieben werden. Wie bereits im letzten Bericht eingeführt, wird aufgrund der besonderen Relevanz des Themas zudem der Bereich des „Öffentlich geförderten Wohnungsmarkts“ in einem eigenen Kapitel behandelt.

Der Wohnungsmarktbericht wird im Piratenbüro, Wilhelmstraße/Ecke Lothringer Straße in Kürze ausgelegt und kann dort eingesehen werden. Besteht überhaupt Interesse?

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Wohnungen könnte man auch da bauen, wo (in langen Jahren des Leerstands) mittlerweile vergammelte Gebäude im Besitz des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) sind, in der Karl-Marx-Allee und der Nizzaallee beispielsweise, worauf in dieser Elektropostille schon im Juni 2015 hingewiesen wurde (s. Fotos unten).

Mittlerweile eine baufällige Ruine: ein Gebäude des BLB in der Karl-Marx-Allee in Burtscheid. Man sollte es abreißen und dort Wohnungen bauen.Ebenfalls im Besitz des BLB, und wie auf AachenNews.org bereits im Juni 2015 angeprangert: ein großes Gebäude in der Nizzaallee, leer und vergammelt. Empfehlung: abreißen und Wohnungen bauen.

 

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Papiermuseum Düren: Freier Eintritt in der Eröffnungswoche

In Düren kann noch diese Woche das neue Papiermuseum bei freiem Eintritt  besichtigt werden.

Das Papiermuseum Düren sieht jetzt aus wie aus Papier gefaltet, es ist aber aus Stein. Es ist eines von sieben Museen in Deutschland, die Papier zum Thema haben oder eine Abteilung zum Thema Papier besitzen. Das Museum befindet sich in Düren, wo es eine große und lange Tradition der Papierherstellung gibt. Noch heute wird an der Rur im Kreis Düren Papier hergestellt.

Das Museum (Neubau) wurde am gestrigen Sonntag eröffnet. Träger des Museums ist die Stadt Düren, die beim Neubau finanziell unterstützt wurde von Industriellen im Raum Düren, von zwei Bundesministerien, dem LVR und weiteren Geldgebern. Das Papiermuseum ist dem Leopold-Hoesch-Museum (Kunstmuseum) angegliedert, das seit dem 1. August 2018 von Anja Dorn geleitet wird. Zuvor hatte Renate Goldmann sieben Jahre lang als Museumschefin für jede Menge spektakuläre und hochinteressante Ausstellungen verantwortlich gezeichnet.

Aus der Pressemappe: 

Für die Gestaltung des neuen Papiermuseums und seiner Dauerausstellung zeichnen der mehrfach prämierte Kölner Architekt Klaus Hollenbeck und sein Team verantwortlich: Die architektonischen Schwerpunkte liegen im modernen Anbau, einer attraktiven Außenfassade, die Bestand und Neubau miteinander verbindet und die Anmutung eines ganz neuen Museums verleiht, sowie einer neuen Raumkonzeption.

Die gesamte Fläche wird durch den Einbau eines zweiten Geschosses von 500 qm auf 900 qm vergrößert und ein optimaler Rundgang für die Ausstel- lungsdramaturgie geschaffen. Das gesamte Museum ist nun auch barrierefrei. Durch die Erweiterung erhält das Papiermuseum einen neuen, museal angemessenen Zugang und rückt zugleich näher an das Leopold-Hoesch-Museum heran.

For more information über das Papiermuseum, klick here

 

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