
Wer mit Rollator, im Rollstuhl oder mit Kinderwagen, auf Gehhilfen oder hohen Schuhen oder auf dem Fahrrad unterwegs ist, der landet über kurz oder lang in diesen Rillen und hängt fest.
Manche Zeitgenossen sind einfach auf ganz flache Steine angewiesen. Sie müssen immerzu auf die Teile der Straße ausweichen (und das tun sie auch klaglos), die sich nah an den Gebäuden befinden. Oft beobachtet z. B. in der Schmiedstraße.

Die schmalen Seitenstreifen an den Rändern der Straße teilen sich eine Menge Leute mit den Gastronomen, die dort Tische und Stühle aufstellen. Und je mehr Tische und Stühle, desto mehr klingelt die Kasse. Klar, dass die Wirte um jeden Zentimeter kämpfen wie die Löwen. Jüngst haben sie sich beschwert, weil ihnen etwas Platz weggenommen werden sollte. Manche sehen sich daraufhin – wie es ihre Art ist – kurz vor dem Bankrott.
Ein Konflikt, der sich eigentlich leicht lösen lassen sollte, wenn alle mal die Gesetzeslage und die Vorschriften studieren. Da ist nämlich vorgeschrieben, wie viel Platz in einer Fußgängerzone wer bekommen soll und warum. Eigentlich alles geklärt.
Unterdessen hast sich jetzt Oberbürgermeister (OB) Ziemons persönlich in die Kontroverse eingeschaltet und schon mal diesbezüglich der zuständigen Stadtbaurätin die Zuständigkeit entzogen. Und das auch der Zeitung mitgeteilt, die umfassend berichtet hat, angemessen und wie es ihre Aufgabe ist. Dabei: Es ist ja immer eine gute Art, einen Konflikt zu lösen, Leuten direkt mit Getöse die Zuständigkeit entziehen, ein Machtwort sprechen. Das sorgt für gute Laune. (Ironie aus).
Jetzt sind wir mal gespannt, wie sich der Casus entwickelt, wem noch die Zuständigkeit entzogen wird und ob der OB am Ende ALLES selber machen will. Die Wirte haben jedenfalls schon mal die Tische und Stühle ganz nah an die Hauswände gerückt. Ob sie gedacht hatten, dass ihre Beschwerde so einen Wirbel verursachen wird?





















