Krass: Aachener*innen fühlen sich gut versorgt

Sind wir in Aachen und der StädteRegion gut versorgt mit Ärzten, Schulen und ÖPNV, mit schnellem Internet und Freizeitangeboten? Das hat jetzt alles ein Institut versucht rauszufinden. Ansehen kann man sich das Ergebnis hier.

Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft haben die Daseinsvorsorge aller 10.817 Gemeinden und die Zufriedenheit ihrer Bewohner verglichen. Am zufriedensten sind die Leute im Städtchen Haar bei München. Aachen ist auf Rang 140 von 10.817.

So gut wie alle Städte und Gemeinden in NRW schneiden nicht schlecht ab, muss man feststellen. Außer in Monschau, Nideggen und in Hürtgenwald sind die Leute zufrieden. Aber wie stehen wir da im Vergleich mit dem europäischen Ausland, mit Kanada und den USA? Da können wir nur vermuten, dass wir schlecht abschneiden.

Umzug geplant?

Fühlt ihr euch also in Aachen tatsächlich gut versorgt? Oder plant ihr jetzt einen Umzug nach Haar bei München? Dieses 25.000-Einwohner*innen-Städtchen nimmt Platz 1 im Gesamtranking ein – unter anderem auch bei Mobilität. Der Checkpoint in Berlin hat gleich mal den Bürgermeister von Haar angerufen und festgestellt: Der Mann ist gerade sehr glücklich.

Tendenziell ganz unglücklich mit allem sind diejenigen, die politisch der AfD nahestehen. Sie nehmen angeblich alles „durch einen Pessimismusfilter wahr“, sagt IW-Studienautor Matthias Diermeier. 

Die Bewertung der lokalen Daseinsvorsorge sei „elementar für die Zufriedenheit mit der Demokratie“ heißt es im Begleittext. Und weiter: „Will man der politischen Entfremdung entgegenwirken, reicht Geld allein nicht. Entscheidend sind nicht nur die tatsächlichen öffentlichen Angebote, sondern vielmehr wie diese wahrgenommen werden.“

Das wird schwer, wird aber sicher einigen doch gelingen: Den Ausbau der Bismarckstraße durch den Pessimismusfilter wahrnehmen. Eis vom Oecher Eis-Treff gibt es jetzt übrigens aus dem Wägelchen, steht Nähe Frankenberger Park.

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Radentscheid: Umsetzung sehr langsam – und wird noch immer langsamer

Elend langsam gestaltet sich die Realisierung der Ziele des Radentscheids. Dabei wurde der Radentscheid schon im November 2019 mit großer Mehrheit im Stadtrat (72 von 76 Stimmen) beschlossen. Es wurde beschlossen, dass die Stadt Aachen diesen Entscheid umsetzt, dass dies im Schneckentempo geschehen soll, davon war nie die Rede.

Immerhin fast 40.000 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen haben 2019 die Forderungen mit ihrer Unterschrift unterstützt. Sie wußten, was sie taten, dürften allerdings mittlerweile reichlich enttäuscht sein.

Das Erreichte mit den Zielen verglichen

Das Team Radentscheid hat das (laut Mobilitätsbericht 2025) bis Ende des Jahres 2025 Erreichte mit den im November 2019 beschlossenen Zielen verglichen. Das ist das traurige Fazit:

„Wenn man die Zahlen des Mobilitätsberichts 2025 mit den Zielen des Radentscheids vergleicht, wird deutlich, dass die Umsetzung der meisten Ziele deutlich unter dem Sollwert von 75 % liegt und oftmals nur einstellige Prozentwerte erreicht werden.

Auch wenn man berücksichtigt, dass es in den Anfangsjahren etwas langsamer ging, da zunächst geplant werden musste, liegt die Umsetzungsgeschwindigkeit deutlich unter dem angestrebten Maß. Betrachtet man die Fortschritte im Vergleich mit dem Jahr 2024, muss leider festgestellt werden, dass die Umsetzungsgeschwindigkeit im Jahr 2025 auf niedrigem Niveau sogar noch deutlich zurückgegangen ist. So wurden z.B. im Jahr 2024 noch 2,4 km sichere Radwege an Hauptverkehrsstraßen gebaut (Ziel 3), während im Jahr 2025 lediglich 400 Meter neu hinzu gekommen sind.“

25 prall gefüllte Ordner mit Unterschriften übergaben Aktive des Radentscheids im Oktober 2019 dem damaligen Oberbürgermeister Marcel Philipp (Mitte). Da war die Hoffnung auf zügige Realisierung der Ziele noch groß. Archiv-Foto: Ingrid Karst-Feilen

Für Einzelheiten hier weiterlesen.

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Führungen durch das Haus der Neugier

Mitten in Aachen steht ein Kaufhaus – gigantisch und seit Jahren leer. Es soll einmal die Stadtbibliothek und die Volkshochschule beherbergen und soll dann den schönen Namen „Haus der Neugier“ bekommen.

In den Sommermonaten bietet die Haus der Neugier GmbH jeden ersten Montag oder Donnerstag im Monat Führungen an. Wie das fertige Haus einmal aussehen wird, ist vor Ort noch schwer vorstellbar. Der entkernte Bau des ehemaligen Lust for Life/Horten ist trotzdem sehenswert.

Foto: Haus der Neugier GmbH

Überraschend und eindrucksvoll sind die Dimensionen des Innenraums, die im leeren Zustand besonders gut zu erfassen sind. Bemerkenswert ist auch der neue Durchblick über alle Ebenen. Hat man das vierte Obergeschoss erklommen, belohnt ein neuer Blick auf Dom und Rathaus. In ein paar Jahren wird dort ein Café mit Außenterrasse dazu einladen, diesen Blick zu genießen.

Anmeldungen mit Angabe des Namens und der Telefonnummer sind für folgende Termine unter der Mailadresse info@hausderneugier.de möglich:

Donnerstag, 11. Juni, 18 Uhr,
Montag, 6. Juli, 17 Uhr,
Donnerstag, 6. August, 18 Uhr,
Montag, 7. September, 17 Uhr. 

Personen, die an einer Führung teilnehmen, sollten sicher zu Fuß sein. Einen barrierefreien Zugang zu den oberen Etagen gibt es nicht. An der 45-minütigen Führung können maximal 15 Personen teilnehmen. Treffpunkt ist am Eingang Bädersteig unter dem großen gelben Banner. Infos über das Haus der Neugier auf www.hausderneugier.de.

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Kein Ticket, kein Geld? Darauf folgt Knast. Das ist in mehrfacher Hinsicht nicht sinnvoll.

Ein absurdes Stück staatlichen Handelns prangern Teile des Öffentlichkeit seit geraumer Zeit an, ohne dass sich etwas ändert. Es ist die Tatsache, dass man für unablässiges Schwarzfahren und erwischt werden ins Gefängnis kommt. Ein Vorgang, bei dem die Allgemeinheit gewaltig draufzahlt, denn jeder Tag im Knast ist irre teuer.

Das Thema stand jetzt im Rat der Stadt Aachen auf der Tagesordnung, denn auch die ASEAG erstattet Anzeige, wenn jem. schwarz unterwegs ist und bringt damit letztlich Menschen ins Gefängnis, die weder das Ticket noch die Strafe zahlen können. Dazu gab es im Rat einen Wortbeitrag von Dirk Szagunn, der für die Partei VOLT ehrenamtlich im Rat aktiv ist.

*

Dirk Szagunn sagte:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,

wir reden heute über eine Entscheidung, die die ASEAG jeden Tag trifft: Was passiert, wenn jemand ohne Ticket kontrolliert wird? Die Antwort der ASEAG lautet bislang: Strafanzeige.

Das ist ihr gutes Recht. Aber es ist keine Pflicht. Wir haben dazu eine klare andere Vorstellung, die wir bereits Anfang 2024 als Antrag eingebracht haben. Und angesichts der Menschen, die diese Anzeigen am Ende ins Gefängnis bringen, lohnt es sich, diese Praxis heute gemeinsam zu hinterfragen.

Wer sitzt am Ende wirklich ein?

Die ASEAG erstattet Strafanzeige. Es gibt ein Verfahren, eine Geldstrafe wird verhängt. Die Person kann nicht zahlen. Die Folge: Ersatzfreiheitsstrafe. Wer sind diese Menschen? Der Kriminologische Dienst NRW hat die Ersatzfreiheitsstrafe allgemein untersucht. Das Ergebnis:

  • 77 Prozent sind arbeitslos, 58 Prozent sind langzeitarbeitslos
  • 32 Prozent sind drogenabhängig
  • 21 Prozent sind obdachlos
  • 17 Prozent sind dokumentiert suizidgefährdet
  • 13 Prozent sind alkoholabhängig
  • 1 von 7 wegen Schwarzfahren Verurteilten verbüßt eine EFS (NRW)
  • ca. 9.000 Menschen in EFS wegen Schwarzfahren
  • insg. sind monatlich betrachtet 2.400 – 3.400 Personen in EFS
  • 25% davon wegen Schwarzfahren

Diese Menschen sind, so die Formulierung des Kriminologischen Dienstes selbst: verarmt, krank, sozial ausgeschlossen und im strafrechtlichen Sinn nicht gefährlich.

Diese Menschen fahren nicht schwarz, weil sie das System aushebeln wollen. Sie fahren schwarz, weil sie kein Geld für ein Ticket haben. Und sie gehen ins Gefängnis, weil sie kein Geld für die Geldstrafe haben.

95 Prozent der Betroffenen haben weniger als 1.000 Euro monatlich zur Verfügung. Nur ein Prozent verfügt über Rücklagen. Es ist keine Frage des Willens – es ist eine Frage der Armut.

Was die Haft anrichtet

Die Haftdauer richtet sich nach der Zahl der Tagessätze: Bei typischen Urteilen von 15 bis 30 Tagessätzen sind das 8 bis 15 Tage. Bei Wiederholungstätern – oft Menschen, die wegen Sucht oder Obdachlosigkeit immer wieder ohne Ticket fahren – kann es zu Aufenthalten von 80, 100 oder noch mehr Tagen kommen. Der Freiheitsfonds dokumentierte einen Einzelfall mit 615 Hafttagen – für Schwarzfahren.

Und was nutzt diese Haft?

  • Keine Resozialisierung: Bei wenigen Wochen Haft können weder Schulden geordnet noch Suchtbehandlungen begonnen werden.
  • Jobverlust: Wer inhaftiert wird, verliert häufig seinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz.
  • Familiäre Folgen: Ende von Beziehungen, Partner geraten in finanzielle Not.
  • Wohnungsverlust: Obdachlose verlieren ihre Unterkunft, Menschen mit Wohnung riskieren die Kündigung.
  • Soziale Ausgrenzung: Bestehende Beratungs- und Hilfsstrukturen werden unterbrochen

Die Haft schafft keine Lösung. Sie vertieft genau die Probleme, die dazu geführt haben, dass jemand ohne Ticket gefahren ist.

Was kostet uns die Strafanzeige als Gesellschaft?

Fahrscheinpreis (Schaden durch eine Schwarzfahrt)3,70 €
Erhöhtes Beförderungsentgelt (ASEAG)60 €
Kosten pro Hafttag NRWmindestens 150 €
Kosten bundesweit pro Jahr (Schätzung Freiheitsfonds)~120 Mio. €

Bei den ca. 120 Millionen Euro handelt es sich nur um die Kosten für die Haft, Aufwendungen für Staatsanwaltschaft und Gerichte sind nicht enthalten. Dass diese Institutionen chronisch überlastet sind, soll heute nicht mal Thema sein!

Bereits ein einziger Hafttag kostet also schon doppelt so viel, wie das erhöhte Beförderungsentgelt einbringt. 

Die Strafanzeige der ASEAG ist der erste Schritt in einer Kette, die den Steuerzahler am Ende ein Vielfaches kostet – ohne dass irgendwelche Probleme dadurch gelöst würden.

Das ist kein effizientes System. Das ist ein System, das Armut bestraft und dafür selbst teuer bezahlt.

Was haben andere Verkehrsunternehmen gelernt?

  • KVB Köln und Rheinbahn Düsseldorf: Kein Strafantrag – nur erhöhtes Beförderungsentgelt, zivilrechtliche Eintreibung
  • Bonn, Münster und weitere: Abgestufte Verfahren mit Ermahnungen vor einer Anzeige

All diese Unternehmen kassieren weiterhin das erhöhte Beförderungsentgelt. Der wirtschaftliche Schaden wird ausgeglichen – nur ohne Staatsanwaltschaft, ohne Gericht, ohne Gefängnis.

Erlauben Sie mir einen Blick auf die Auswüchse dieses Unsinns: Der Freiheitsfonds. Der Verein sammelt Spendengelder und zahlt damit die offenen Geldstrafen von Menschen, die wegen Schwarzfahrens in Ersatzhaft sitzen. Die Häftlinge kommen sofort frei.

Die Bilanz des Freiheitsfonds bis heute:

  • über 1.000 Menschen aus der Haft befreit
  • über 183 Jahre Ersatzfreiheitsstrafe verhindert
  • Mehr als 14 Millionen Euro Haftkosten für den Staat gespart
  • Im September 25 wurden in einer großen Aktion des Freiheitsfonds auch vier Insassen der JVA Aachen frei gekauft, einer hätte noch 70 Tage Haft verbüssen müssen mit Kosten von über 14.000 Euro. Er wurde für 700 Euro ausgelöst, bedeutet einen Tagessatz von 10 Euro, ein klares Indiz dafür, dass es sich um ein klassisches Armutsdelikt handelt.

Wir sollten uns fragen, was es über unser System aussagt, wenn eine Spendeninitiative Menschen freikaufen muss, weil der Staat sie für eine Busfahrt einsperrt? Was sagt es, wenn Justizvollzugsbeamte den Freiheitsfonds selbst anrufen und um Freikauf bitten – weil sie wissen, dass diese Inhaftierung sinnlos ist?

Wir als Rat müssen nicht warten, bis Berlin handelt. Die ASEAG kann heute einfach aufhören, der erste Schritt in diese Kette zu sein.

Ich möchte daher alternativ als Beschlussvorschlag folgendes einbringen:

Die ASEAG verzichtet zukünftig auf eine Strafanzeige bei Schwarzfahrenden. Das erhöhte Beförderungsentgelt bleibt weiterhin fällig und wird mit zivilrechtlichen Mitteln eingetrieben.
Der Rat der Stadt weist die Vertreter in den entsprechenden Gremien an, dort entsprechend darauf hin zu wirken.

Vielen Dank!

***

Der Stadtrat reagierte anders, als ihm von der Verwaltung vorgeschlagen wurde: Er fasste mit großer Mehrheit den Entschluss, an den Aufsichtsrat der Aseag zu appellieren, sich noch einmal mit der Frage zu befassen, ob zukünftig auf eine Strafanzeige bei „Schwarzfahrern“ verzichtet werden kann. Es besteht also noch Hoffnung, dass sich der Wille zum rationalen Handeln durchsetzt.

Die lokale Presse berichtete z. B. hier

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Gedanken zu Alemannia am Ende der Saison. Schön wars auch bei den Pferden.

Die an Aachener Politik interessierte Zielgruppe dieser kleinen Homepage möchte vielleicht wissen, wie es um den vaterstädtischen Fußballverein steht? Nein? Dann hier nicht weiterlesen. Allerdings: Alemannia Aachen sei im Moment ein „exzellenter Stoff“, sagt die KI und die weiß ja bekanntlich ALLES.

Pyro im Stadion: Mit hohen Geldstrafen ist dem seit Jahren nicht beizukommen. Der DFB gibt sich aber auch keine Mühe, macht keinen Vorschlag dazu, wie das „Problem“ alternativ zu behandeln ist. Foto: AachenNews Archiv

Der Verein hat gerade die Saison 2025/26 in der 3. Liga auf einem starken 7. Platz mit 64 Punkten beendet. Das hätte so niemand erwartet, es ist der Hammer und macht tausende Menschen in Aachen und der Region tatsächlich glücklich. Das ist nicht übertrieben. Nach einer miserablen Hinrunde war Aachen zwischenzeitlich tief im Abstiegskampf und hat ab Januar eine spektakuläre Aufholjagd hingelegt. 

Dass die Alemannia aus der Regionalliga aufsteigen konnte, das ist zu einem guten Teil auch dem damaligen Vereins-Führungsteam zu verdanken. Klar, sie praktizierten ihre eigene Art der Unternehmensführung, sie dachten nicht ununterbrochen an Regeltreue, bei internen Vorgängen handelten sie – freundlich gesagt – unkonventionell, gesetzliche Auflagen wurden teils ignoriert. ABER: Wenn einmal irgendwo so richtig die Karre im Dreck steckt, dann hilft nur: Ärmel hochkrempeln und einfach machen, machen, machen.

Wer jetzt auf Moberz und Eller und die Kollegen schimpft, sollte immer bedenken: Ohne diese Personen wäre Aachen nicht aufgestiegen. Das gilt auch für den Trainer (Backhaus), auf den man bis zum Ende aller Tage wütend sein möchte. Fakt ist aber: Er hat den Erfolg gebracht. Das kann niemand leugnen.

Zurück zur Gegenwart: der Verein hat im April die Zulassung für die Saison 2026/27 ohne wirtschaftliche Auflagen erhalten – ein extrem wichtiger Punkt für die Leser*innen, die sich für die Finanzen und die städtische Verflechtung des Klubs interessieren. Gleichzeitig läuft aktuell ein großer Kaderumbruch. Sage und schreibe 13 Spieler wurden verabschiedet.

Dazu ist zu sagen: Never change a winning team. Hätte man nicht den Gang zur Sparkasse antreten müssen und mit einem Kredit, also einem Riesenhaufen Geld dafür sorgen müssen, dass der Kader, so wie er zuletzt erfolgreich war, weitgehend zusammenbleibt? Um dann in die 2. Liga aufzusteigen? Man weiß es nicht, es war auch keine Option. Der Laie wundert sich.

Dass der DFB die Lizenz für die nächste Drittliga-Saison komplett ohne Bedingungen erteilt hat, ist für Aachener Verhältnisse ein historischer Erfolg. Es gab schließlich 2 Insolvenzen, der Tivoli wurde einst mit viel städtischem Steuergeld gerettet. Die finanzielle Unabhängigkeit des Vereins von der Kasse der Stadt Aachen ist ein gutes Ziel.

Eine sportliche Achterbahnfahrt (Saison 2025/26) liegt hinter uns. Nach der Winterpause spielte sich das Team von Sieg zu Sieg und schloss fulminant ab. Zuletzt mit einem 6:1 gegen Havelse. Es war der Wahnsinn. Verabschiedet wurden aber sogar Stammkräfte wie Nils Winter oder Bentley Baxter Bahn. Sehr traurig. Wohin steuert der Klub in der kommenden Saison?

Mehr Infos zu Alemannia auch hier: https://www.kicker.de/alemannia-aachen/team-transfers

Bleibt ein Blick auf die Fans und die hohen Zuschauerzahlen. Nicht selten waren nämlich mehr als 30.000 Fans im Stadion. Bezüglich der Fans sei Aachen ja wohl eindeutig (extrem) rechtslastig, so wird einem oft vorgehalten. Es gab in der Saison auch kritische Momente mit Fangewalt, erinnert sei an die Übergriffe nach dem Spiel gegen Aue im Herbst.

Dazu ist zu sagen: Es war schon mal schlimmer. Und wo sich 30.000 versammeln, da hat man halt immer ein paar Neonazis dabei, heutzutage. Das ist bedauerlich, aber deshalb gleich eine Kamera-Totalüberwachung mit Gesichtskontrollen an den Eingängen und lebenslange Stadionverbote usw. zu fordern, wie es die Innenminister (die von der SPD sind auch dabei) gelegentlich tun, ist vollkommen übertrieben und wird der Lage in den Stadien nicht gerecht.

Überhaupt muss man sich mal ansehen, was genau die Polizei eigentlich (schon) alles als Übergriff/Zwischenfall wertet. Man wird überrascht sein. Was hingegen die Innenminister erreichen, ist die Beschädigung einer sog. Volkskultur, die (noch) lebendig und bunt ist. Man sollte sie schützen.

Beim Heimspiel Aachen gegen den FC Hansa Rostock gesehen. Da steht: „Innenminister: Feinde der Fankultur“.

Und was macht der Pferdesport?

Wer sich mehr für eine andere Sportart interessiert, sollte sich unbedingt die wundervolle und wie immer leicht kitschige Vorführung in der Aachener Soers ansehen. „Pferd & Sinfonie“ mit Christopher Ward’s spektakulärem Abschied als Aachens Generalintendant.

Alles festgehalten in der Mediathek des WDR. Die dabei waren, sagen: „Es war unbeschreiblich schön.“ – Wenn auch leider sehr mit Orientierung zur Mercedes-Tribüne dargeboten (da sitzt die Prominenz).

Russen in Aachen willkommen

Das hat noch gefehlt: Russische Sportler dürfen grundsätzlich bei der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen 2026 teilnehmen, allerdings ausschließlich unter strengen Auflagen als neutrale Athleten.

Der Weltreiterverband (FEI) hat den seit 2022 bestehenden Komplettausschluss gelockert. Seit dem 1. Januar 2026 ist es Reitern aus Russland und Belarus wieder gestattet, an internationalen FEI-Turnieren – und damit auch an den Weltmeisterschaften in Aachen (11. bis 23. August 2026) – teilzunehmen. s. hier https://www.clipmyhorse.tv/nn_NO/news/0977e898-8635-4b59-8f6f-282e3440eda2

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Krass: Das Ehrenamt steht in Aachen hoch im Kurs

Mit einem neuen Teilnehmerrekord geht der Aktionstag „Aachen zeigt Engagement“ in die nächste Runde: Am Samstag, 30. Mai, verwandelt sich der Stadtpark an der Monheimsallee von 12 bis 17 Uhr in eine große Erlebnis- und Mitmachfläche.

Knapp 190 Vereine, Initiativen und Organisationen zeigen rund um den Konzertplatz, wie vielfältig freiwilliges Engagement in Aachen ist.

Auf zwei Bühnen präsentieren die teilnehmenden Vereine und Gruppen ein buntes Programm aus Live-Musik, Tanz, Theater, Sport- und Akrobatikvorführungen und laden ausdrücklich dazu ein, selbst aktiv zu werden und Neues auszuprobieren. 

Bei einem Gewinnspiel gibt es unter anderem signierte Trikots der Alemannia, Tickets für die Ladies in Black, Gutscheine für die Carolus-Therme und vieles mehr zu gewinnen. Infos auf www.aachen.de/ehrenamt

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Zu heiß zum Radfahren? Denkt mal an den kühlen Fahrtwind.

Aachen beteiligt sich wieder am deutschlandweiten Wettbewerb Stadtradeln. Vom 1. bis 21. Juni sind alle Öcher*innen aufgerufen, ihre beruflich und privat gefahrenen Fahrradkilometer in den Online-Radkalender der Stadtverwaltung einzutragen. Jeder Kilometer zählt! 

Ab sofort hier registrieren und anmelden: https://www.stadtradeln.de/registrieren/. Die gefahrenen Kilometer können die Teilnehmenden in das Online-Portal des Stadtradelns eintragen. Der Online-Kalender für die Stadt Aachen wird am 1. Juni freigeschaltet. Auch Schulklassen, Vereine und Unternehmen sind eingeladen, eigene Teams zu bilden. 

Schleichwege-Touren durch Aachen

Am Mittwoch, 17. Juni, bietet die städtische Kampagne „FahrRad in Aachen“ zwei unterschiedliche Schleichwege-Touren durch Aachen an. Um sich in Aachen fortzubewegen, brauchen Radfahrende nicht die Hauptverkehrsstraßen zu nutzen. Es gibt viele Wege, die abseits von den stark belasteten Straßen befahren werden können. Oft lassen sich so auch Steigungen vermeiden. 

Die erste Tour „Auf Schleichwegen durch Aachen“ beginnt am 17. Juni um 18 Uhr und dauert bis etwa 18.45 Uhr. Sie ist 5,8 Kilometer lang. Die zweite Schleichwege-Tour ist 7,8 Kilometer lang. Sie beginnt um 18.45 Uhr und dauert bis etwa 19.45 Uhr. Beide Touren starten am Elisenbrunnen. Eine verbindliche Anmeldung ist bis Montag, 15. Juni, bei Stephanie Küpper erforderlich: fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de. Die Teilnahme ist kostenlos. 

Mehr Informationen: 

www.stadtradeln.de/aachen
https://www.fahrrad-in-aachen.de/events/

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Dürren, Fluten, Stürme, Klimamigration. Was kommt da auf uns zu?

Wer zu der Veranstaltung zum Grashaus, Fischmarkt 3, hingegangen war oder online dabei sein wollte, stand vor verschlossenen Türen. Es war kurzfristig wegen Ausfall des Referenten abgesagt. Soll aber nachgeholt werden.

Die Auswirkungen des Klimawandels entwickeln sich weltweit immer mehr zu einem Treiber tiefgreifender gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Veränderungen. Dabei spielt Wasser eine besondere Rolle.

Entweder gibt es zu wenig davon (Wasserknappheit, Dürren) oder zu viel (Überschwemmungen, Anstieg des Meeresspiegels). Gefährdet sind die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen. Nicht wenige müssen ihre Heimat verlassen. Viele Menschen stellen sich die Frage, was diese „Klimamigration“ eigentlich für die Europäische Union bedeutet.

In der Reihe Europa am Dienstag (26. Mai, ab 19 Uhr) wird gemeinsam mit dem Experten Dr. Benjamin Schraven diskutiert, auf welche Entwicklungen sich Europa einstellen muss. Welche politischen Antworten auf die „Klimamigration“ sind angemessen und notwendig? Welches Potenzial hat etwa die EU-Wasserresilienzstrategie, um künftige Krisen abzumildern?

Im Juli 2021 kam es zu Überschwemmungen, auch im Frankenberger Viertel. Der Beverbach trat über die Ufer und schwemmte Geröll mit sich. Viel schlimmer traf es z. B. Kornelimünster, Eschweiler und Stolberg. Foto: AachenNews Archiv

Für die digital zugeschalteten Personen:
Wie funktioniert die Online-Diskussion technisch? Hier eine Anleitung um online dabei zu sein.

Die Zugangsdaten werden per E-Mail zugeschickt. Es ist auch eine Facebook-Veranstaltung. Hier klicken.

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Aktionstag. Ein Wagen von Jacques Tilly ist auch dabei.

77 Jahre Grundgesetz. 77 Jahre Grundrechte mit der Würde des Menschen, mit Handlungsfreiheit, Gleichberechtigung, Meinungs-, Wissenschafts- und Versammlungsfreiheit.

Anlässlich des Geburtstags des Grundgesetzes laden die „Omas gegen Rechts“ am heutigen Freitag, 22. Mai, von 15 bis 19 Uhr zu einem Aktionstag am Elisenbrunnen ein. Geboten wird ein buntes Programm mit Musik, Reden, Infoständen und dem Karnevalswagen „Wir sind mehr“ des berühmten Wagenbauers Jacques Tilly.

„Nie war das Grundgesetz stärker in Gefahr als heute“, sagt Karin Wester von den „Omas gegen Rechts“ . Die Gruppe ruft in Erinnerung: Mit dem Artikel 21 Abs. 2 haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes ein Instrument geschaffen, „mit dem sich die Demokratie gegen ihre Feinde wehren kann“.

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Zur WM: ab 24 Uhr Fußball nur noch innen

Zusammen Fußball gucken, das ist bekanntlich ein Riesenspaß, verursacht aber viel Krach. Es wird gejubelt, geschrieen, gefeiert und auch geflucht und geschimpft. Man kann sich auf die Fußballweltmeisterschaft freuen, denn aus Düsseldorf erreicht uns ein Erlass, dass Ausnahmen für die Übertragung der Fußballspiele während der WM 2026 zugelassen werden können. 

Aachens Fachbereich Sicherheit und Ordnung möchte der Anregung folgen. Dazu wird in einer Mail auf folgende „Spielregeln für Fußballübertragungen auf den Außengastronomieflächen“ hingewiesen: 

Alle Übertragungen auf kleineren Leinwänden oder Fernsehgeräten, ob privat oder auf Außengastronomieflächen, werden im Wesentlichen geduldet, wenn

  • die Übertragung des Tones ausschließlich durch die fernsehgeräteigenen Lautsprecher oder Lautsprecher in vergleichbarer Lautstärke erfolgt, 
  • spätestens 20 Minuten nach Spielende der Ton abgeschaltet wird, 
  • auf weitere lärmbelastende Geräte wie zum Beispiel Vuvuzela, Trommeln, Druckfanfaren oder ähnliches verzichtet wird und
  • der/die jeweils Verantwortliche seine/ihre Gäste zur verstärkten Rücksichtnahme auf Nachbarn und Anwohner anhält (dies betrifft die Geräuschkulisse, die von den anwesenden Gästen ausgeht).
     

Ab 24 Uhr müssen die Ausstrahlungen der Partien in Innenräumen fortgesetzt werden. Der/die Verantwortliche hat für die Einhaltung dieser Regelungen Sorge zu tragen. 

Das Foto entstand im Sommer 2024. Ob der Domkeller oder andere Gaststätten wieder gemeinschaftliches Schauen draußen ermöglichen, ist AachenNews noch nicht bekannt. Verboten ist es jedenfalls nicht. Foto: AachenNews Archiv
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