Noch immer ist – zumindest in Monschau und Imgenbroich – jede Menge Feinstaub in der Luft, die Menschen sollen die Fenster geschlossen halten. Aber: Vergangene Nacht wurde im Venn weiter gelöscht, und es gibt heute eine Entwicklung zum Positiven hin. Das Feuer kann von allen Seiten erreicht werden, teilte die belgische Presse mit. Fünf Hubschrauber, darunter zwei norwegische, löschen heute noch, berichtet ein belgischer Sender.

Im dem deutsch-belgischen Brandgebiet müssen jetzt Bäume gefällt werden, deren Wurzeln verbrannt sind. Sie könnten umstürzen, teilt der WDR mit. Insgesamt sind derzeit Heerscharen von Journalisten im Brandgebiet, Laien machen jetzt keine Videos mehr. Sie waren die Ersten, die Bilder von der Katastrophe übermittelten, mit ihren Handys.
Starker Geruch belästigt in Nähe des riesigen Brandfeldes Augen, Nase und Lunge immer noch, in Aachen allerdings nicht, wir spüren nichts. In der StädteRegion wurden von NRW-Behörden Messungen veranstaltet. Angeblich alles in Ordnung.
In diesen Tagen lohnt es sich, in die örtliche, lokale Zeitung zu blicken. Die Berichterstattung ist umfangreich und sachlich. NRW-Innenminister Reul will heute die Eifel besuchen, möchte aber keine Presse dabei haben. Er will den vielen Helfern für ihre schon tagelange, schwer belastende Arbeit danken. Eine gute Idee, typisch Reul.

Auch Aachens Oberbürgermeister Dr. Ziemons hat sich einen Atemschutz vorgebunden und besucht die vielen Aachener Leute von Feuerwehr, Forstamt und Stadtbetrieb beim Dauereinsatz im Venn. Das kann nicht schaden, wenn sich Politiker selbst ein Bild davon machen, wie das aussieht, wenn zu wenig am Umweltschutz getan wird.
Was sich seit sechs Tagen im Hohen Venn abspiele, sei bedrückend und kaum vorstellbar, sagte der Oberbürgermeister laut Pressemitteilung. Er zeigte sich beeindruckt von der Ausdauer der vielen Helferinnen und Helfer.
Eins ist mal klar: Ohne die absolut freiwillige Unterstützung der Landwirte bei den ganzen Wassertransporten hätte die Katastrophe eine noch viel größere Dimension erreicht. Hoffentlich spricht sich das mal rund. Die Landwirte wurden übrigens nicht gerufen, sie eilten aus eigener Initiative zu Hilfe. Die Evakuierungen bleiben – soweit hier bekannt – weiter bestehen. Man die etwa 100 Leute, die in Bütgenbach nah am Venn wohnen, vor dem beißenden Qualm schützen.























