Vier Stunden lang sollte es Samstag „Radau für die Beverau“ geben. Vier Stunden lang wurde auch tatsächlich gegen die Pläne der Bundeswehr demonstriert und protestiert. Die Bundeswehr möchte bekanntlich ein wertvolles Kaltluft-Entstehungsgebiet in Aachen umfassend bebauen. Der Radau blieb aus, es wurde musiziert und gesungen, die Gruppe Lagerfeuer Trio hatte sogar einen eigenen Beverau-Protestsong im Programm.
Im Frankenberger Park: Protestaktion mit Liedern und leckerem Kuchen.
Es war dies die zweite Aktion des überparteilichen Aachener Bündnisses „Eselsweg retten“. Der Eselsweg führt genau durch das Gebiet, das bebaut werden soll, ihn würde es bald nicht mehr geben. Dass wegen der Errichtung von Gebäuden ganze Wege und Straßen einfach verschwinden, hat man in Aachen bisher auch eher selten erlebt.
Die betroffene Kaltluft-Entstehungsfläche in der Aachener Beverau („Klimaanlage der Stadt“) ist 27,8 Hektar (genau 277.592 Quadratmeter) groß. Sommerhitze ist in Aachen schon sowieso schwer auszuhalten, die Beverau dient dann als Kaltluftschneise für Teile der Innenstadt und insbesondere für das Frankenberger Viertel (F4). So erklärt es sich, dass Samstag nicht vor der Dr.-Leo-Löwenstein-Kaserne demonstriert wurde, sondern im F4.
Möchte jemand mal eine Zeitreise in die Badekultur vor über 100 Jahren machen? Am Samstag, 28. November, werden wieder drei Führungen in der historischen Elisabethhalle angeboten. Die Führung umfasst mehr als die beiden Schwimmhallen – gebaut für das damals noch geschlechtergetrennte Badevergnügen für Frauen und Männer.
Der Besuch der Schwimmhalle vermittelt ein wunderbares Gefühl für das luxuriöse Baden im Jugendstil, so teilt die Stadtverwaltung mit. Diesen Eindruck verstärke noch die stillgelegte Wannenabteilung mit Originalarmaturen und -mobiliar.
Foto: AachenNews Archiv
Beim Abstieg in die verborgenen Bereiche der Technik unter der Schwimmhalle gewinnt man dann eine Vorstellung, „wie aufwändig es war, solch eine Schwimmhalle zu betreiben, für deren Erwärmung beispielsweise eine kohlenbefeuerte Dampfheizung ständig in Betrieb gehalten werden musste“.
Es gibt jeweils eine Führung um 8.30 Uhr, um 10 Uhr und um 11.30 Uhr. Pro Führung können maximal 20 Personen teilnehmen. Der Weg der Führung ist nicht barrierefrei und für gehbehinderte Personen leider nicht geeignet.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie kann ab Montag, 9. November, persönlich oder telefonisch unter 0241 432-5216 an der Kasse der Elisabethhalle erfolgen. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro pro Person und ist zur verbindlichen Anmeldung innerhalb von einer Woche zu bezahlen.
Die Krefelder Straße in Fahrtrichtung Innenstadt musste am gestrigen Donnerstag gegen 20 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt werden. Das teilte die Polizei in Aachen mit. Ursächlich für die Sperrung sei ein Loch in der Fahrbahndecke, aus dem Rauch aufstieg.
Krefelder Straße stadteinwärts. Foto: Polizei Aachen
Ein Defekt an der darunterliegenden Fernwärmeleitung hätte zur Beschädigung der Fahrbahndecke geführt, so hieß es weiter. Über die Dauer der Fahrbahnsperrung konnte die Polizei gestern noch nichts sagen. Es kann also länger werden. Ru
Der Kaufhof, der heißt längst nicht mehr Kaufhof, sondern Galeria und war schon mehrfach pleite. Galeria ist kürzlich (Oktober 2026) zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren in die Insolvenz geschlittert. Und jetzt hat es gewissermaßen auch Aachen getroffen: Das Gebäude in der Aachener Innenstadt steht zum Verkauf.
Wem es gehört und für welche Summe es den Besitzer wechseln könnte, das ist echt schwer zu ermitteln. Die KI sagt, Eigentümer des kompletten Unternehmens sei ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC und dem deutschen Unternehmer Bernd Beetz.
Wer das Aachener Haus kaufen will, sollte sich an das Maklerunternehmen Lührmann wenden.Dieses Unternehmen spielt aktuell eine zentrale Rolle bei der Abwicklung und Neuausrichtung der insolventen Warenhauskette Galeria.
Wer auch immer der Eigentümer des Aachener Hauses ist: Galeria ist dort Mieter. Der Gebäudekomplex in Aachen umfasst eine Bruttogrundfläche von rund 53.400 Quadratmetern. Das Gebäude ist ein Mords-Trumm, ein riesiges Ding, wie sie nach dem Krieg blöderweise in die Innenstädte gesetzt wurden. Fürchterliche Teile (wie C&A und Horten) sind das, die heute die Innenstädte verschandeln.
Mit dem Trumm werden auch Parkdecks für 437 Parkplätze verkauft. Dass nach einem Eigentümerwechsel das Gebäude in der Adalbertstraße geräumt wird, das ist absolut nicht sicher. Anders verhält es sich in einer anderen Ecke der Innenstadt: Der Versicherungskonzern Generali wird die Stadt Aachen spätestens bis Ende 2030 in Richtung Köln verlassen. Dann steht ein 100 Millionen Euro teurer, erst 10 Jahre alter Baukomplex (Direktionsgebäude in der Aureliusstraße) leer bzw. zur Verfügung. So viele Häuser der Neugier wird Aachen nicht füllen können. Generali ist einer der größten internationalen Versicherungskonzerne und Vermögensverwalter der Welt.
„Echt, falsch oder gefährlich? KI und die Sicherheit unseres Alltags“, so lautet der Titel einer Veranstaltung, zu der die AI Alliance Aachen, das IT-Cluster REGINA und die Stadt Aachen einladen. Sie findet statt am Dienstag, 17. November, von 18.30 bis 20 Uhr im Kurhaus, Monheimsallee.
Im Einladungstext heißt es: Können wir unseren Augen, Ohren und den Nachrichten noch trauen? Deepfakes, geklonte Stimmen, Desinformation und zunehmend eigenständig handelnde KI-Systeme verunsichern derzeit Laien ebenso wie Expertinnen und Experten. Besonders die aktuellen Diskussionen um agentisch gesteuerte KI-Angriffe werfen viele offene Fragen auf.
Fotos: AachenNews Archiv
Carmen Hentschel wird einen Vortrag halten mit dem Titel: „Der Raum der KI – Warum die Zukunft menschlicher wird“ Der Raum der KI wächst angeblich in drei Dimensionen. In die Höhe, weil die Entwicklung atemberaubend schnell voranschreitet. In die Breite, weil KI heute schreibt, malt, mit fremden Stimmen spricht und als Agent ganze Aufgaben in unserem Namen erledigt. Manches davon sei ein Segen, anderes berge Gefahren, „denn es wird immer schwieriger zu erkennen, was echt ist und was gefälscht“.
Entscheidend sei jedoch die dritte Dimension: die Tiefe. Was wird für uns Menschen wirklich wichtig, wenn Maschinen immer mehr können?
Nach dem Vortrag gibt es eine Podiumsdiskussion mit Carmen Hentschel, Dr. Alexander Engels, Geschäftsführer der aixbrain GmbH, Björn Franken, Mitglied der CDU-Landtagsfraktion NRW und Vorsitzender der Enquete-Kommission KI, Prof. Dr. Holger Hoos, RWTH Aachen und Amien Idries, Stellvertretender Chefredakteur der Aachener Zeitung. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung bis 16. November erforderlich. s. hier
Ein großes, diffuses Gefühl von Unzufriedenheit und der dringende Wunsch, endlich mal gehört zu werden – das schien uns Samstag der Grundton der Demonstration GenZ regelt in Aachen zu sein. Es war allerdings echt schwer zu ermitteln, was genau die geschätzt 3000 jungen Menschen regeln wollen. Omas gegen Rechts“ waren übrigens auch dabei.
Es ging gewissermaßen um alles, kurz: für ein „bezahlbares Leben“ und gegen einen Sparkurs auf Kosten der jungen Generation.
Versammelten sicham Elisenbrunnen und zogen von dort zum Kennedypark im stark von Migranten geprägten Ostviertel: hauptsächlich junge Menschen. Dort löste sich die Demonstration eine Stunde früher (!) auf als geplant.
Die Demonstration war von Anfang an friedlich und blieb es auch. Umso mehr wird jetzt das Augenmerk der Politik in Aachen auf ihre Forderungen gelegt werden müssen. Mit den Jugendlichen muss gesprochen werden.
Therapie für die vielen jungen Leute, die in der Pandemie über alle Maßen belastet wurden und aus dem Tritt gekommen sind, und: Angst vor einem durch die KI enteigneten Leben.Zu wenig Lehrer*innen, ausfallende Unterrichtsstunden: Die jungen Menschen spüren, dass sie nicht fit für eine extrem schwierige Zukunft gemacht werden.
Völlig falsch eingeschätzt hatte die Situation ein Juwelier in der Krämerstraße/Hof. Dort hatte man sich vollkommen mit Brettern und Planen zugehangen, man konnte erstmals ahnen, welche Dimensionen dort die Geschäftsräume umfassen. Sagenhaft.
Unsichtbar und gegen Steinwürfe gesichert: Uhren und Schmuck in der obersten Preisklasse. Andere Geschäfte in der Innenstadt empfingen unterdessen ihre Kundschaft wie immer gelassen, freundlich. Ein Bild mit Seltenheitswert. Nie war es bisher nötig in der beschaulichen, kleinen Stadt im Westen, sich so zu schützen. Eine sog. „Gegendemo“ auf dem Markt, zuvor im Internet angekündigt, fand nicht statt. In den Niederlanden fanden sich unterdessen Fußballfans zusammen, um Geschäfte vor Plünderern zu schützen.
Hier noch 3 Fotos von Forderungen, seltsam unkonkret, wenn man sie mit denen der Demos von „Fridays for Future“ vergleicht. Aber vielleicht werden die Anliegen ja bald noch genauer formuliert. In der Demo am Samstag waren einige rote Fahnen zu sehen, eine mit Hammer und Sichel und eine Flagge Palästinas – besteht aus drei horizontalen Streifen (Schwarz, Weiß, Grün) und einem roten Dreieck am linken Rand.
Was Großeltern für ihre Enkelkinder leisten, wird bisher gesellschaftlich nicht gesehen und nicht anerkannt. Das sei hier mal erwähnt. Es wandern enorme Geldbeträge (aus der Rente) zu den jungen Familien, die ohne diese Finanzspritzen arm dran wären. Alles volkswirtschaftlich nicht zur Kenntnis genommen.
Es ist Wochenende, es gibt Demos, Geisterstunde, Herbstferienfinale. Es ist ein politisches Wochenende: Heute demonstriert GenZ und will was regeln. Was genau? Das ist unklar. s.https://genz-regelt.de
Über eine Demonstration, die noch gar nicht stattgefunden hat, wurde im Vorfeld selten so viel geredet. Das geschah, weil es in Frankreich Gewalt und Plünderungen gegeben hat. Oberbürgermeister Ziemons ließ dieser Tage mitteilen, er begrüße das politische Engagement junger Menschen, appelliere aber an alle Beteiligten, friedlich zu demonstrieren.
Der OB wusste von Geschäftsinhaber*innen, von Gastronominnen und Gastronomen, von Gewerbetreibenden sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürgern, „die ihre Sorgen und Bedenken mit Blick auf die angekündigte Demonstration zum Ausdruck gebracht“ haben. Er stehe mit Ordnungskräften und der Einsatzleitung der Polizei im engen Austausch und sei davon überzeugt: „Die Polizei wird die Streckenführung auf Grundlage ihrer Erfahrung so gestalten, dass örtliche Besonderheiten und sensible Bereiche angemessen berücksichtigt und geschützt werden.“
GenZ ist eine Art Graswurzel-Bewegung, die via Internet massiv für den Protest mobilisiert hat. 34 Städte (hauptsächlich Berlin, Köln, Frankfurt und München) sind vorbereitet. Die Themen sind ungeheuer bereit gefächert: Gegen die Wehrpflicht und für mehr Klimaschutz, gegen eine ungerechte Lastenverteilung in der Gesellschaft, gegen kaputte Schulen.
Wer in Telegram-Gruppen unterwegs ist, trifft auf Aussagen wie: „Nur mit Gewalt kann wirklich etwas verändert werden.“ Aus Aachen hat man dergleichen nicht vernommen. Heute Abend wissen wir mehr.
Vorbild scheint nicht Frankreich zu sein, wo die Themen der Jugendlichen vor lauter Gewaltexzessen nicht mehr diskutiert werden. Vorbild scheint Serbien zu sein, wo seit Ende 2024 und einem Unglück an einem Bahnhof zwei Jahre lang protestiert wurde. Es gab dort keine klar identifizierbaren Führungsfiguren. Schüler*innen und Studierende waren stets friedlich und erreichten einen Machtwechsel. Aleksandar Vučić, der sogar Leute aus dem Hooligan-Milieu gegen die Menschen mobilisierte, wurde abgewählt. Es siegte bei der Wahl die Studierendenliste.
Eine „Presse-Ente“ bezeichnet eigentlich eine Falschmeldung. Es ist ein Begriff aus der Zeitungssprache, heute längst nicht mehr jedem bekannt. Drei Personen wurden jetzt in Aachen mit einer „Presse-Ente“ ausgezeichnet und deren Freude war groß. Sie wurden nämlich nicht für Falschmeldungen, sondern für besonders gute journalistische Arbeit geehrt.
Die „Ente“ ist eine Auszeichnung, die seit 1966 jährlich von der Aachener Gruppe des Deutschen Journalisten-Verband (DJV) verliehen wird. In diesem Jahr gingen Enten an den Journalisten Marlon Gego, den Aachener Stadtarchäologen Andreas Schaub und den Kabarettisten Hubert vom Venn.
Die drei Preisträger mit Thomas Hohenschue (2.v.l.), der der Vorsitzende des deutschen Journalistenverbandes in Aachen ist. Die Enten schuf Alfred Neuwald, der ein bekannter deutscher Comiczeichner, Illustrator und Autor ist und seit über 30 Jahren in Aachen lebt und arbeitet.
Der Journalist der Aachener Zeitung, Marlon Gego (r.), wurde für seinen beharrlichen investigativen Journalismus ausgezeichnet, unter anderem zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche. Stadtarchäologe Andreas Schaub (l.) erhielt den Preis dafür, dass er die Geschichte der Stadt besonders anschaulich an die Öffentlichkeit vermittelt. Und der wunderbare Kabarettist, Schriftsteller, Journalist und Kolumnist Hubert von Venn (bürgerlich: Hubert Franke) wurde für sein langjähriges Engagement im DJV geehrt, dessen Aachener Ortsgruppe er 16 Jahre lang leitete.
Die Preise wurden im ehemaligen Stadtbad am Blücherplatz verliehen, wo Hausherr Asgard Adami die Festgesellschaft begrüßte und durch das Haus führte. Es gab viele Reden – besonders gern hat man an dem Abend den kämpferischen Auftritt von Hubert Franke erlebt und die humorvolle Rede seines langjährigen Weggefährten Hans Reul gehört. Hans Reul ist ein bekannter belgischer Musikjournalist und -redakteur aus Eupen.
Der Begriff „Ente“ leitet sich von dem Brauch früherer Zeiten ab, nicht gesicherte Berichte mit dem Hinweis n.t. zu versehen (lat. für non testatum, nicht bestätigt).
Preisträger der Vorjahre
2025: Unter anderem der Journalist Luc Walpot (langjähriger Korrespondent für BRF, WDR und ZDF).
Uns allen könnte ein heißes Wochenende bevorstehen. Ausgerechnet zu Halloween, was ohnehin nicht gerade ein besinnliches Fest ist, wird es erstens bundesweit sogenannte Schülerdemos der GenZ geben, zweitens deutet alles darauf hin, dass Aachen mitmacht und dass es drittens eine starke „Gegendemo“ geben wird.
Offenlage: Was genau passiert, weiß kein Mensch. Infos müssen zum Teil dubiosen Plattformen im Internet entnommen werden.
Sicher ist, dass am Samstag, 31. Oktober, um 14 Uhr am Elisenbrunnen demonstriert wird: für Bildung, bezahlbares Leben und u. a. für eine Ablehnung der Wehrpflicht. Letzteres, die Ablehnung der Wehrpflicht, spaltet zur Zeit jede Diskussionsrunde.
Getreu dem Grundsatz „wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt“ kann AachenNews der Wehrpflicht durchaus etwas abgewinnen. Es ist nämlich keine überzeugende Vorstellung, dass man einem übergriffigen, kriegsgeilen Putin ohne Gegenwehr Einfluss auf das eigene Leben gewährt. Dass aber von Russland aus versucht wird, Einfluss auf die Politik Deutschlands zu nehmen, das ist offensichtlich. Abschreckung tut Not, und für Abschreckung muss eine gut aufgestellte Bundeswehr sorgen.
Die größten Demos soll es in Stuttgart, Erfurt und Köln geben. Ohne Zweifel ist davon auszugehen, das Personen, die sich gern prügeln, Brände legen, plündern und die Gewalt und Chaos richtig schön finden, dass es diese Leute gibt und dass sie auf ihre Auftritte warten. NRW-Innenminister Reul (CDU) meint, die Polizei im Lande sei gerüstet. Die Junge Union (JU) von Berlin-Mitte soll gefordert haben, die Bundeswehr möge im Rahmen von sogenannter Aufstandsbekämpfung zum Einsatz kommen.
In Aachen gibt es angeblich einen Aufruf stark rechtsgerichteter Kreise zu einer Gegendemo. Sie soll ebenfalls am kommenden Samstag um 14 Uhr auf dem Markt stattfinden. Motto: „Verteidigt Aachen, gegen die Zerstörung“.
Zum Hintergrund: Die GenZ (d. h. Generation Z), das sind in etwa die Jahrgänge 1997 bis 2012. Es sind junge Menschen, die sich z. B. wegen hoher Mieten auf absehbare Zeit keine eigene Wohnung werden leisten können. Sie leben mit der Angst, dass die Künstliche Intelligenz ihre Ausbildung und ihren Beitrag in der Arbeitswelt überflüssig machen wird, sie sehen keinen wirksamen Klimaschutz. Dass ihnen der Sinn nach Protest steht, ist absolut nachvollziehbar.
Der Himmel öffnete seine Schleusen, ein Herbststurm der Extraklasse setzte ein. Das schreckte die Menschen nicht, die sich gestern (Freitag) auf dem Neumarkt versammelten und sich vorgenommen haben, die Beverau – die wichtigste von drei Kaltluftschneisen Aachens – vor der Bundeswehr zu retten.
Die Wiesen- und Waldlandschaft im Südosten Aachens ist ein Landschaftsschutzgebiet, ihm drohen Versiegelung und Naturzerstörung.
Auf dem Neumarkt wurden am Freitag kämpferische Reden gehalten. Es gab Beifall.
Im Frankenberger Viertel versammelten sich etwas über 100 Personen. Es war die erste Demonstration, sie stand unter dem Motto „Eselsweg retten, Kaserne stoppen“. Der Eselsweg führt quasi queer durch das 277.592 Quadratmeter große Gebiet. Der Neumarkt wurde mit Bedacht gewählt: Das Frankenberger Viertel ist stark betroffen, wenn die Beverau versiegelt wird, wenn also Wasser dort nicht mehr versickern und Kaltluft nicht mehr gebildet werden kann.
Die Bundeswehr will die Kaltluftschneise mit einer massiven Kaserne samt Schulungstrakten, Fahrzeughallen und Verkehrsübungsplatz bebauen. Die überparteilichen Veranstalter der Demo und die Demonstranten waren sich einig: Das muss verhindert werden.
Eine Stunde lang erklärten mehrere Redner*innen, was elf Arbeitsgruppen schon alles unternommen haben (u.a. 2000 Fenster-Plakate gedruckt) und was noch getan werden sollte, um das Ziel „Eselsweg retten“ zu erreichen. Eins ist klar: Es wird weitere Proteste geben, z. B. am Samstag, 7. November, mittags, im Frankenberger Park.
Mitglieder vom Aachener Baumschutzbund gaben mit ihrem Transparent der Demonstration einen passenden Rahmen.
Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Der Prozess gegen den Aachener Hooligan Kevin„Chemo“P. wird neu aufgerollt. Dass der Mann, der einst eine Größe in der Aachener Hooligan-Szene war, die Straftaten in der Antoniusstraße begangen hat, wurde nicht bezweifelt. Es geht jetzt darum, ob die verhängte Strafe nicht doch zu milde ausgefallen ist. Die Staatsanwaltschaft war gegen das Urteil aus erster Instanz in Revision gegangen und erreichte die Neuauflage. Los geht es vor Gericht am 15. Januar (6 Prozesstage). Wir empfehlen die spannenden und umfangreichen Berichte der lokalen Presse.
Zukunft Forst
Der Aachener Stadtteil Forst ist in Teilen arg heruntergekommen. Um dort Veränderungen zu bewirken, soll - trotz Ebbe in allen Kassen der öffentlichen Hand - eine Menge Geld zum Einsatz kommen. Die Bewohner sollten sich schon oft äußern, damit nicht Dinge realisiert werden, die kein Mensch braucht. Um sich darüber zu informieren, was an Maßnahmen schon in Anträge aufgenommen wurde, trifft man sich in der Kirche St. Bonifatius (Vorsicht: ist im Nov. eiskalt) Mataréstraße 12, zum QuartiersdialogUnterforst und Altforst am Freitag, 13. November, von 17 bis 19 Uhr. Anmeldung nicht erforderlich. Zum Weiterlesen: hier
Bismarckstraße
Die Bauarbeiten in der Bismarckstraße sind in den nächsten Abschnitt gewechselt. Das Teilstück Triebelstraße/Neumarkt/Viktoriaallee ist für den Verkehr wieder komplett freigegeben worden. Dort ist seit Juni 2026 gebaut worden. Ab sofort werden die Bauarbeiten auf dem Teilstück zwischen Viktoriaallee (ungerade Hausnummern) bis fast zur Ecke Drimborn-/Schenkendorfstraße fortgesetzt. Sie dauern voraussichtlich bis Ende Februar 2027. Im Anschluss folgt noch der Umbau der Kreuzung Bismarck-, Schenkendorf-, und Drimborn- und Beverstraße.
Fußball wirkt
Nach dem Durchsehen von allerlei Studien gesehen: Die Studie „Sozialrendite des Amateurfußballs“ beziffert den gesamtgesellschaftlichen Nutzen des Amateurfußballs auf 13,9 Milliarden Euro jährlich, wobei neben wirtschaftlichen Effekten auch Gesundheits- und Sozialwirkungen berücksichtigt werden (Ehlert-Hoshmand et al., 2024).
In a world full of trends, choose something timeless: EU values.
Miniermotte
Das konsequente Sammeln und Entsorgen des Herbstlaubs ist die wirksamste Methode im Kampf gegen die invasive Rosskastanien-Miniermotte, um die heimischen Rosskastanien vor dem frühzeitigen Braun-werden zu schützen. Naturschutzverbände wie der BUND rufen im Herbst regelmäßig zu gemeinschaftlichen Harksicherungen auf, da der Schädlingsdruck so im Folgejahr um bis zu zwei Drittel gesenkt werden kann. Mehr hier.
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org(Mailbox ist 24/7 geöffnet).
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Aachen liebt die Wissenschaft, weil sie neues Wissen schafft
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Öcher Cat
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Landtagswahl, 25. April 2027
Für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 25. April 2027 haben die Parteien in den vier Wahlkreisen der Städteregion Aachen bereits einen Großteil ihrer Direktkandidatinnen und -kandidaten nominiert. Die offizielle Einreichungsfrist für Kreiswahlvorschläge läuft noch bis zum 15. Februar 2027. Einige Parteien haben AachenNews.org freundlicherweise mitgeteilt, wer ihre Direktkandidatinnen und -kandidaten in der Städteregion Aachen zur Landtagswahl 2027 sind. Soweit hier bekannt sind es:
Im Wahlkreis 1, Aachen 1: Für die CDU Constantin Halim. Für die Grünen Astrid Vogelheim. Für die AfD Marion Bergk und für Die Linke Katharina Grudin.
Im Wahlkreis 2, Aachen II sind es: Für die CDU Annika Fohn. Für die Grünen Oliver Krischer. Für die AfD Simon Brunkartz. Für Die Linke Jörg Walter.
Im Wahlkreis 3: Aachen III sind es: Für die CDU Hendrik Schmitz. Für die SPD Sandra Niedermaier. Für die Grünen Laura Postma. Für die FDP Dr. Werner Pfeil. Für die AfD Serge Menga. Für Die Linke Anke Mahr.
Im Wahlkreis 4, Aachen IV sind es: Für die CDU Daniel Scheen-Pauls. Für die SPD Stefan Kämmerling. Für die Grünen Melanie Seufert. Für die FDP Marcel Bach. Für die AfD Andreas Klöcker. Für Die Linke John Breyer.
Hinweis: Die Listen und finale Zulassung der Wahlvorschläge werden erst im Frühjahr 2027 durch den Kreiswahlausschuss endgültig bestätigt. Einige Parteien (wie die SPD oder FDP in den reinen Aachener Stadt-Wahlkreisen) reichen ihre Nominierungen teilweise noch nach.