Parkplatz Hangeweiher: Parkdauer wird auf vier Stunden begrenzt

Den LangzeitbesucherInnen des Aachener Freibads wird diese Entscheidung sicher nicht gefallen. Gemeint sind Personen, die (aus nachvollziehbaren Gründen) mit dem Pkw den Hangeweiher ansteuern. Wenn man z. B. mit drei Grundschulkindern einen halben Tag im fein hergerichteten Hangeweiher-Gelände verleben will, dann hat man schon eine Menge Gepäck. Soll das alles im Bus transportiert werden? Offenbar.

Schade, schade, aber es lässt sich wohl nicht anders regeln. Die Stadtverwaltung teilt mit: Die Parkdauer auf dem städtischen Parkplatz Hangeweiher an der Hermann-Löns-Allee wird ab Donnerstag, 30. April, auf vier Stunden begrenzt. Die Regel gilt montags bis samstags von 7 bis 21 Uhr und bis zum Wochenende 12./13. September. Am 13. September endet die diesjährige Freibadsaison. 

Park+Ride ist auf diesem Parkplatz während der Freibadsaison nicht möglich, die entsprechende P+R-Beschilderung im Umfeld wird demontiert. Foto: AachenNews Archiv

Autofahrer*innen müssen ihre Parkzeit mit einer Parkscheibe nachweisen. Die entsprechende Beschilderung werde an den beiden Ein- und Ausfahrten des Parkplatzes aufgestellt. Von der Idee, am Hangeweiher mittels einer Parkpalette die Zahl der Parkplätze zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen, ist die Politik leider wieder abgekommen.

Zum Hintergrund: Die veränderte Parkregelung auf dem Parkplatz Hangeweiher steht im Zusammenhang mit der Freibadsaison, die am 1. Mai beginnt. Bereits im Vorjahr war sie erstmalig für die Zeit der Freibadsaison von Mai bis September auf dem Parkplatz eingeführt worden. 

Mit der Zeitbeschränkung auf vier Stunden will die Stadt sicherstellen, dass der Parkplatz vor allem von Besuchenden des Freibads genutzt wird und nicht von Dauerparkenden.   

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Total entspannt: Maskierter Besucher ignoriert die Ansagen der Polizei

Aus dem Polizeibericht:

Dieser „Besucher“ kam weder mit Termin noch mit Ausweis, dafür aber mit markanter Gesichtsmaske: Ein Waschbär hat am Samstag, 25. April, für einen ungewöhnlichen Einsatz im Bereich des Zentralen Polizeigewahrsamsdienstes gesorgt.

Ein neugieriger Waschbär besucht den Gewahrsamsdienst der Polizei. Wollte er die Gitter testen? Foto: Polizei Aachen

Gegen 9.15 Uhr wurde das Tier erstmals in der Schleuse gesichtet. Statt sich jedoch von der ungewohnten Umgebung beeindrucken zu lassen, zeigte sich der Waschbär ausgesprochen entspannt – und zugleich wenig kooperationsbereit. Mehrere „freundliche Hinweise“ zum Verlassen des Geländes ignorierte er konsequent und zog sich kurzerhand in den Rollkasten des Tores zurück.

Auch das Hinzuziehen fachkundiger Unterstützung konnte ihn zunächst nicht umstimmen. Doch die Lage regelte sich schließlich ohne weiteres Einschreiten: Bei einer gemeinsamen Nachschau einige Zeit später war der Waschbär bereits wieder verschwunden.

Der Einsatz war damit abgeschlossen. Zurück bleibt eine Geschichte, die zeigt: Nicht jeder „Eindringling“ verfolgt kriminelle Absichten – manche sind einfach nur neugierig.

Extra-Hinweis der Polizei:

Waschbären sind in Städten keine Seltenheit mehr und mancherorts sogar eine Plage. So niedlich sie auch aussehen: Es sind Wildtiere. Bitte Abstand halten, nicht füttern und ihnen ihren Rückzugsraum lassen. Falls doch mal etwas nicht stimmt: Ordnungsamt oder Jagdbehörde helfen weiter – im Notfall natürlich auch die Polizei.

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Zeit für einen Neustart

Wenn Erbfeinde zu guten Freunden werden.

Wer mal hinter die Kulissen schauen will: Hier gibt es einen Link zu einer zweiteilige Arte-Doku. Die Arbeit von Manuel Saint-Paul macht Hoffnung: Es geht doch einiges voran zwischen Kanzler Friedrich Merz und Président Macron.

https://www.arte.tv/de/videos/131632-001-A/macron-merz-hinter-den-kulissen-der-macht-1-2/

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Ischinger über eine Welt im Umbruch

Die Großmächte (Russland, USA, China) versuchen, ihre Einflusszonen neu zu bestimmen. Der Papst hat sogar sinngemäß gemeint: Einige wenige Tyrannen versuchen, die Welt zu zerstören. Sie versuchen in der Tat, die Macht neu zu verteilen, ihre Einflusssphären zu vergrößern, quasi mit der Abrissbirne und zu ihren Gunsten, auf Kosten von Europa nämlich. 

Was nun nötig ist: Die 27 Mitgliedstaaten der EU müssten eigentlich zusammenhalten wie Pech und Schwefel, um es deutlich zu sagen. Europa muss gegenüber diktatorisch auftretenden Potentaten eine Einheit bilden. Davon sprach jüngst im Aachener Dom Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz. Er war wegen des Karlspreis-Rahmenprogramms nach Aachen gekommen. 

Lies sich zu Beginn der Veranstaltung von Dompropst Rolf-Peter Cremer die Schönheiten des Aachener Doms erklären: Wolfgang Ischinger, Botschafter und Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz (Mitte).

Ischinger erzählte manche Anekdote, aber was ihm besonders wichtig war, war ein neuer Umgang mit dem Vetorecht der EU-Mitgliedsstaaten. Das Vetorecht mache es einem einzelnen Länderchef immer möglich, eine Entscheidung zu verhindern. Unter 27 gebe es IMMER einen, so Ischinger, der gerade nicht einverstanden sei mit dem, was die übrigen 26 für richtig und dringend erforderlich halten. So sei keine Einheit möglich, keine EU zu machen. 

Selbst die Abschaffung des Vetorechts ist ja nur einstimmig möglich und damit praktisch unmöglich. Deshalb riet Ischinger, es sollte freiwillig auf dieses Recht verzichtet werden. Die Staaten, die derzeit der EU gern beitreten möchten, würden schon freiwillig auf ihr Vetorecht verzichten (z. B. Albanien). Da sollte auch Deutschland als erstes Land freiwillig auf sein Vetorecht verzichten und mit Frankreich und anderen Staaten ein Kerneuropa bilden, ein Kerneuropa ohne Vetorecht, zu dem jeder Willige beitreten könne. 

Eine kühne Idee, von einem Deutschen entwickelt, wo doch seit den Zeiten von Helmut Kohl kein Deutscher mehr eine Idee vorgetragen hat, die die EU ein Stück weiterentwickelt hätte. Ziel seiner Überlegungen sei „ein Europa, das schützt“, sagte Ischinger in Anlehnungen an Frankreichs Präsident Macron, „ein Europa, das sich verteidigen kann“.  

Rund 300 Personen füllten den Dom zu diesem Vortrag. Zum Abschluss gab es viel Nachdenklichkeit und Applaus für den Redner. 

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Die Mannschaft wird immer besser: Aachen gewinnt sensationell 3:1.

So starke Emotionen wie sie zur Zeit auf dem Tivoli zu erleben sind, kennen nur Fußballfans. Die Alemannia gewinnt in Serie, die Fans sind über alle Maßen glücklich. So auch wieder letzten Freitag, als es vor 30.894 Zuschauern gegen den MSV Duisburg ging. Sehenswert: das erste Tor (Min. 32) von Mika Schroers aus 20 Meter Entfernung. Vier Minuten später dann das 2. Tor für Aachen von Mehdi Loune. Man konnte es kaum fassen was aus der Mannschaft unter der Leitung von Trainer Mersad Selimbegovic geworden ist.

In der 2. Halbzeit war nach einem Eigentor der Gäste – eingeleitet von Lars Gindorf – das Spiel entschieden.

Der Tivoli (hier die Gäste-Tribüne) beim Spiel des TSV gegen den MSV Duisburg: Ausverkauft.

6000 Fans vom MSV Duisburg – „Zebras“ genannt – sollen es gewesen sein, die beim Spiel gegen die Alemannia ihre Mannschaft anfeuerten. Die Zebra-Fans sind eigentlich mit den Aachenern gut befreundet, man reserviert sich sogar gegenseitig mehr Gästeplätze als eigentlich vorgeschrieben ist.

Allein, die Duisburger verloren das Spiel in Aachen und verringerten so ihre Chancen für einen Aufstieg in die 2. Liga gewaltig. Diesen Aufstieg sehnen sie dermaßen heftig herbei, dass können Außenstehende nicht nachvollziehen. Nach dem 3: 1 in Aachen besteht die Chance eigentlich nur noch theoretisch.

Entsprechend frustriert waren die Fans nach dem Spiel, ihre Enttäuschung ließen sie an den gelben Sitzen im Stadion aus: Es ging für eine 5-stellige Summe Mobiliar zu Bruch. Außerdem zündeten die Gäste eine Pyroshow dass man denken konnte, das ganze Stadion wird abgefackelt. Es entwickelte sich Pulverdampf dass man meinte, man sei im Hohen Venn bei Konzen und nicht in Aachen.

Die Duisburger entfachten Rauch, die Aachener Ultras sangen aus voller Brust „Ihr steigt sowieso nicht auf“. Das Spiel hatte für die Aachen-Fans einen hohen Unterhaltungswert, sie erlebten 3 Tore und eine Doppelparade ihres Torwarts Fotios Pseftis, wie man sie nur höchst selten zu sehen bekommt. Damit hat der Torwart Aachen den Sieg gerettet.

Nicht mit Worten zu beschreiben sind unterdessen die Glücksgefühle der Aachener Fans, die – aus dem Tabellenkeller hochkommend – gegen eine so starke Mannschaft gewinnen konnten. Die Spieler sind ein erstklassiges Team geworden (Tabelle Platz 7), die Freude am Spiel und am Gewinnen überträgt sich auf das Publikum, das Zuschauen macht enormen Spaß.

Das nächste Heimspiel findet statt am Samstag, 2. Mai, ab 14 Uhr. Gegner ist der FC Hansa Rostock (Tabelle Platz 5). Das Stadion wird wieder ausverkauft sein, für die Schalensitze wird – im Falle eines erneuten Aachen-Sieges – niemand eine Garantie übernehmen. Man sollte die Gästeplätze endlich in Stehplätze umwandeln. Und die martialisch ausgerüsteten Polizisten sollten vielleicht nicht an der Stelle Spalier stehen, wo hunderte Fahrräder abgestellt sind, sondern mal unmittelbar vor oder auf der Gästetribüne. Prognose: Alle Gästefans benehmen sich plötzlich ganz vorbildlich.

Pressekonferenz nach dem Spiel: hier klicken

Eindrücke vom Spiel bekommt man hier

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Maibäume: Bitte keine „Selbstbedienung“

In der Nacht zum 1. Mai werden mit Bändern geschmückte Birkenstämmchen als Zeichen der Zuneigung und als Symbol der wieder erwachenden Natur im Frühling am Haus einer angebeteten Person aufgestellt.

Das Forstamt der Stadt Aachen macht darauf aufmerksam, dass eine „Selbstbedienung“ im Wald nicht gestattet ist. Denn Birken dürfen nicht nach eigenem Ermessen gefällt werden. Im Wald dienen sie als Hilfs- oder Pionierhölzer und in Parkanlagen oder am Straßenrand sind sie zum Teil bewusst gepflanzt worden.

Verkaufsstellen

In diesem Jahr werden Birkenbäumchen in unterschiedlicher Größe am Donnerstag, 30. April, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr, kommerziell verkauft:

  • Parkplatz Ecke Branderhofer Weg/ Forster Weg
  • Waldparkplatz Monschauer Straße/ Pommerotter Weg (am Wetterschutzpilz)
  • Gut Weyern/ Eberburgweg
  • Laurensberg/ Roermonder Straße 424 (Parkplatz Restaurant Haus Linde)
  • Forsthaus Sief/ Magespfad
  • In Brand, an der Ecke Freunder Landstraße/Eilendorfer Straße
  • Bauernhof Vordenbusch, Grauenhofer Weg 157
  • Misereor, Mozartstraße 9
  • Listmann, Ursulinerstraße 13 (bis 19 Uhr)
  • Blütenreich, Küppershofweg 13 (27. bis 30. April, 9-18.30 Uhr)

Die Verwaltung teilt mit: Bäume können nicht reserviert werden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Maibaum Aachen
Gar nicht so einfach: Korrekter Umgang mit einem Maibaum. Foto: AachenNews Archiv
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Neues Wohnheim in Burtscheid ist fertig und wird Donnerstag eröffnet

233 Mini-Wohnungen für Studierende stehen jetzt in Burtscheid zur Verfügung.

Wo einmal das Gebäude einer Landesbehörde verrottete, da ist jetzt eine Anlage für studentisches Wohnen mit 233 Wohnheimplätzen fertig geworden und wird am Donnerstag, 30. April, eröffnet. Die Adresse: Karl-Marx-Allee/Ecke Adenauerallee in Burtscheid. 

Das Wohnheim befindet sich gegenüber vom Hotel Buschausen. Das Gebäude ist 6-geschossig und hat zwei Innenhöfe. Schräg gegenüber (auf der anderen Straßenseite) befinden sich auf einem ehemaligen Sportplatz 57 Mini-Container für Flüchtlinge und die neue Interimsfeuerwache für Aachens Süden.

Über die endlos lange Vorarbeit, die zur Realisierung derartiger Projekte erforderlich ist, lamentierte AachenNews schon öfter: z. B. hier Es ist eine große Herausforderung, diese Prozesse zu beschleunigen, Politik und Verwaltung bemühen sich in ganz Deutschland darum. Die vielen Bestimmungen und Vorgaben sinnvoll einzudampfen, das sieht bisweilen aus wie ein Kampf gegen Windmühlen.

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Festgetreten. Linde am Kaiserplatz bekommt jetzt ein Gitter

Die Linde am Kaiserplatz (auf der Verkehrsinsel) wurde vor 10 Jahren als „Großbaum“ mit großem Aufwand mittels Kranwagen gepflanzt. Dieser Baum „wird zunehmend geschwächt“, so teilt die Stadtverwaltung mit. Der Grund: Obwohl das so nicht vorgesehen war, wird die große Baumscheibe von Fußgängern zur Straßenüberquerung genutzt.

In der Mitte: Ein Baum, dem geholfen werden muss. Foto: Stadt Aachen

Diese intensive Nutzung habe dazu geführt, so heißt es, dass die ursprüngliche Bepflanzung immer weiter zurückgedrängt wurde. Der Bereich rund um die Baumwurzel sein „über die Jahre stark verdichtet und festgetreten“ worden. Zum Schutz des Baums bestehe dringender Handlungsbedarf.

Der Fachbereich Klima und Umwelt hat aus diesem Grund die Anbringung eines Geländers beauftragt, um den empfindlichen Wurzelbereich der Linde zu schützen. Im Anschluss daran wird der Boden aufgelockert und das Beet durch den Aachener Stadtbetrieb neu bepflanzt.

Am Montag, 27. April, beginnen die Fundamentarbeiten und anschließend wird das speziell angefertigte Geländer vom Metallbauer bis zum Donnerstag, 30. April, eingebaut. Danach erfolgen die Auflockerungs- und Pflanzarbeiten.

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Saisonstart am 1. Mai zum „Schnupperpreis“

Das Freibad Hangeweiher ist endlich wieder komplett! Vorbei sind die beiden Freibadsaisons, in denen Umkleiden und Duschen in provisorischen Containern untergebracht waren und Teile des Geländes eine Baustelle waren.

Ein neues, modernes, architektonisch herausragendes Gebäude mit neu gestaltetem Eingangsbereich ist entstanden. Technisch auf dem neuesten Stand – inklusive einem leistungsstarken Solardach – beherbergt es nun die Duschen, Umkleiden und Personalräume.

Das neue Gebäude im Freibad Hangeweiher, mitfinanziert vom Bundesministerium für Wohnen usw., beherbergt u. a. die modernen Duschen und Umkleideräume. Foto: Stadt Aachen/Petra Pade

Die Eröffnung durch Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons und die am Bauprojekt Beteiligten findet bereits am Donnerstag, 30 April, ab 13 Uhr statt. An dem Tag dürfen sich schon mal alle Jahreskartenbesitzer*innen ein Bild von den neuen Duschen und Umkleidekabinen machen und dürfen ins kühle Nass springen.

Jahreskartenbesitzer*innen, die dabei sein möchten, sollen sich bitte bis Montag, 27. April, per Mail unter sportamt@mail.aachen.de anmelden.

Pünktlich am 1. Mai heißt es dann „Becken frei!“ für alle Badegäste. Das komplette erste Wochenende – von Freitag, 1. Mai, bis Sonntag, 3. Mai – darf dann zum „Schnupperpreis“ von nur 1 Euro pro Person geschwommen werden. Öffnungszeiten unter www.aachen.de/schwimmen 

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Wer regiert diese Stadt?

Von wem werden wir jetzt eigentlich – bald 8 Monate nach der Wahl – regiert in Aachen? 

Acht Monate nach der Kommunalwahl (war am 14. September) steht das noch immer nicht fest. Wir wissen nur: Von einer schwarz/grünen Koalition werden wir (vorerst) nicht regiert. Das hat immerhin sechs (6) Monate gedauert, bis die örtliche Presse verkünden konnte: Die schwarz/grünen Sondierungsgespräche sind gescheitert.

Die entsprechenden enttäuschten bis leicht wütenden Kommentare 

einiger Aachener Ratsleute in den Sozialen Medien machen klar, dass die Grünen sich so eine Koalition mit der CDU gut hätten vorstellen können. Die Christdemokraten bilden die größte Fraktion im Rat von Aachen, die Grünen die zweitgrößte. Beide zusammen hätten – mit der Stimme von Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons  – eine schöne, satte Mehrheit ergeben. 

Warum man nicht zusammenkommen konnte? Wir wissen es nicht. Und redselig sind die Ratsleute leider auch nicht, eigentlich gar nicht. Waren es die Radwege, die jetzt vielleicht alle doch nicht gebaut oder sogar zurückgebaut werden? War es die Umwandlung des Grabenrings in einen Radverteiler-Ring? Liegt es am Templergraben, den die CDU womöglich für Autos wieder öffnen will? Hat man sich über mehr Gewerbegebiete auf der grünen Wiese nicht einigen können? Oder darüber, dass der Lenkungspunkt Karlsgraben/Jakobstraße zurückgebaut wird?

Alles unklar. Stattdessen will die CDU jetzt eine Koalition mit SPD, FDP und Volt. Ein Viererbündnis wird angestrebt, darunter mit Personen, die noch nie in einem Rat gesessen und Politik gemacht haben. Vier Parteien setzen auf eine neue Zusammenarbeit, sie hätten im Stadtrat mit der OB-Stimme eine Mehrheit von 5 Stimmen. Und: Hoffentlich brauchen die Herrschaften jetzt nicht wieder 7 bis 8 Monate um die Frage zu klären, ob man zusammen regieren kann oder nicht. Man will sich doch wohl kein Beispiel an Belgien nehmen, Belgien – bekannt für extrem langwierige Koalitionsbildungen.

Ein Bericht aus Anfang April: https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-aachen/aachen/cdu-will-regenbogen-koalition-im-aachener-rat-schmieden/145088910.html

Die AfD ist im Rat erstemals mit 5 Ratsmitgliedern vertreten. Aber für sie gilt in Aachen die Brandmauer (d.h. keine Zusammenarbeit, nirgends). Von der Brandmauer denken nicht wenige, dass sie mitgeholfen hat, die AfD richtig groß zu machen. In der Haushaltsrede des AfD-Vertreters Michael Tobollik im Rathaus konnte man jüngst – nebenbei gesagt – jedenfalls nichts entdecken, was nicht mit Fug und Recht gesagt werden darf. Ein Beispiel: Dass man Windräder häßlich findet und nicht möchte, dass weitere aufgestellt werden, diese Meinung darf man vertreten. Ja klar. Und dafür darf man auch niemanden geringschätzen. Auch wenn man selbst Windräder für einen Teil der Lösung aller Energieprobleme hält.  

Unterdessen haben wir in Aachen immerhin seit Monaten einen tatkräftigen Oberbürgermeister, Dr. Michael Ziemons, der nicht gerade durch Unentschlossenheit glänzt. Im Gegenteil. In mehrere Streitfälle hat er sich schon eingemischt und sich durchgesetzt. Er regiert Aachen so, dass man eine Koalition bisher gar nicht so sehr vermisst hat. 

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Historische Fassaden und was dahinter steckt

Die Denkmalpflege der Stadt Aachen hat eine beachtenswerte Kampagne gestartet, die den historischen Häuserfassaden in der Aachener Altstadt auf den Zahn fühlt. Heraus kommt, dass das, was vordergründig ziemlich alt aussieht, im Inneren doch recht neu gebaut ist.

Die Kampagne macht mit zahlreichen Plakaten im Stadtbild und einem großen Online-Bereich auf sich aufmerksam. Die Seite ist offenbar wirklich sehr groß und man muss länger warten, bis sie sich öffnet. Aber es lohnt sich. Hier klicken.

Unter dem Titel „Expedition Altstadt“ sind alle eingeladen, sich mit dem historischen Aachen, wie wir es heute kennen, auseinanderzusetzen und in die Geschichte einer besonderen Phase der Baukultur einzutauchen.

Die „Expedition Altstadt“ versteht sich als architektonische und baugeschichtliche Entdeckungstour durch die Innenstadt und die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg.

Damals wurden aus ökonomischer Not heraus alte Fassadenteile und Materialien aus zerstörten Häusern recycelt. Dabei entstanden vielfach moderne Häuser mit historischer Fassade, die heute wie selbstverständlich Teil der Altstadt sind. Stadtkonservatorin Monika Krücken erklärt dazu: „Auf der einen Seite wollte man damals an alter Architektur und dem ursprünglichen Stadtgrundriss festhalten, auf der anderen Seite aber auch neue, moderne Bauweisen einbringen.“

Zum Projekt gehört der „Denkmalfinder“, in dem online knapp 40 Häuser und Fassaden vorgestellt, ihre Geschichten erzählt und auf bauliche Details und Spuren hingewiesen werden. Abrufbar sind die Gebäudesteckbriefe per Smartphone über QR-Codes an den jeweiligen Fassaden oder direkt per Karte und Webseite auf www.aachen.de/denkmalfinder.

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