Serie „Aachen von hinten“ geht weiter

Garagen in Aachen. An jeder Ecke ist zu sehen, wie viel Platz den Pkw zur Verfügung steht, fast mehr als Wohnraum für Menschen, möchte man meinen. Man wundert sich auch, wie sich die Bilder gleichen. Sogar der Platz für spielende Kinder im Stadtgebiet ist geschätzt kleiner als der zum beschützten Abstellen der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. „Da wohnen die Autos“, sagte mir mal ein Kind und zeigte auf Garagen. Wer „Aachen von hinten“ fotografiert, bekommt viel Häßliches zu sehen. Aber immer – ob am Reichsweg oder an der Theaterstraße – gibt es Garagen.

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Lärm, Baum, Bücher, ein Ausschuss und der Strompreis steigt

In der Hohenstaufenallee/Mariabrunnstraße baut eine NRW-Landesbehörde für die Fachhochschule in Aachen ein Kompetenzzentrum für Mobilität. Nach vielen vergeblichen Anläufen scheint das Teil nun doch der Vollendung nahe zu sein.

Zur Mitte der Woche wieder Infos aus Aachen. Motto: Was man wissen muss, was man wissen sollte. Und zum Schluß leider eine schlechte Nachricht.

Wie laut ist es in Aachen?

Lärm stresst und macht krank. Allerdings gibt es eine Lärmkarte für die Stadt Aachen. Ihr könnte die hier sehen (Umbebungslärm) und feststellen, wie laut es in eurer Straße/Wohngegend ist oder war. Auf dieser Kartengrundlage beginnt morgen, Donnerstag, 21. November, die Bürgerbeteiligung für den neuen Lärmaktionsplan der Stadt Aachen. Ihr könnt eure Hinweise und Anregungen zu belastendem Lärm in eurer Umgebung bis 5. Januar an die Stadtverwaltung übermitteln. Es gibt einen Fragebogen, der direkt am Rechner bearbeitet oder auch schriftlich ausgefüllt und per Post zurückgeschickt werden kann. Mehr Hinweise zum Lärm in Aachen hier: www.aachen.de/laermschutz

Die so gesammelten Infos, teilt die Pressestelle der Stadt mit, fließen in den neuen Lärmaktionsplan der Stadt Aachen ein. Dieser Plan beschreibt für die nächsten fünf Jahre die Maßnahmen, die den Umgebungslärm in Aachen eindämmen und verringern sollen.  

Freude pur: Ruhige Orte mit geringer oder keiner Lärmbelastung in Aachen sollen auch in Zukunft zur Verfügung stehen und besonders geschützt und gestärkt werden, so verspricht die Verwaltung. 

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Lothringerstraße: Baum ist gefällt

In der Lothringerstraße lässt Netzbetreiber Regionetz einen Baugraben für den neuen Kanal ausheben. Um dem Bauunternehmen der  Regionetz die Arbeit zu erleichtern, hat die Stadt einen Baum vor den Häusern Lothringerstraße 29 und 31 entfernen lassen. 

Die Stadtverwaltung teilt dazu mit: Nach den Bauarbeiten der Regionetz wird die Lothringerstraße zwischen Wilhelm- und Harscampstraße zu einer Rad-Vorrang-Route umgestaltet. Im Zuge der Bauarbeiten von Regionetz und Stadt werden insgesamt fünf Bäume in der Lothringerstraße entfernt. Alternativ dazu werden später aber sieben neue Bäume gepflanzt.

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Bücherbasar in der Stadtbibliothek 

Der Förderverein der Stadtbibliothek veranstaltet am Samstag, 23. November, wieder einen großen Bücherbasar im Eingangsbereich der Bibliothek. Bei einem Angebot von etwa 20.000 Bänden lässt sich für jeden Lesegeschmack etwas finden: Fachliteratur, Kinderbücher und Spiele, Kunst- und kulturgeschichtliche Bildbände, Belletristik, Krimis, Humor, CDs, Schallplatten und vieles mehr. Am Samstag, 10 bis 14 Uhr, Couvenstraße 15.

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Woman of Mathematic

Der Lehrstuhl B für Mathematik der RWTH Aachen präsentiert im Rahmen des Sonderforschungsbereichs „Symbolic Tools“ und in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen und der Volkshochschule Aachen vom 29. November bis zum 23. Dezember eine erweiterte Version der Ausstellung „Women of Mathematics throughout Europe“. Eröffnung: am  Freitag, 29. November, um 18 Uhr, im Forum der Volkshochschule Aachen, Peterstraße 21-25.   

Die  Ausstellung bietet einen Einblick in die Welt der Mathematik durch Fotografien von Noel Tovia Matoff und Auszüge aus Interviews von Sylvie Paycha und Sara Azzali mit 13 + 7 Mathematikerinnen aus ganz Europa. Diese teilen  hier ihre Erfahrungen und dienen so als Vorbild, um junge Wissenschaftlerinnen zu motivieren, ihrer eigenen Stärke zu vertrauen.Die Wanderausstellung startete im Juli 2016 in Berlin und reiste seitdem in 60  europäische und außereuropäische Städte.

Das Programm der  Eröffnungsveranstaltung: 18 Uhr: Grußwort Prof. Dr. Aloys Krieg, Prorektor für Lehre, RWTH Aachen University. 18.15 Uhr: Vortrag Prof. Dr. Andrea Blunck, Professorin für Mathematik und Gender  Studies, Universität Hamburg. Thema: 

Frauen in der Mathematik – gestern und heute

In diesem Vortrag werden zunächst einige Frauen aus der Geschichte der Mathematik vorgestellt, darunter die erste Mathematikprofessorin Deutschlands. Anschließend werden einige Zahlen und Fakten zu Frauen in der Mathematik heute präsentiert, wobei auch ein Blick auf andere Länder geworfen wird. Schließlich soll der Frage nachgegangen werden, ob Mathematik eine männliche Disziplin ist und woran man dies festmachen könnte.

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Radentscheid im Mobilitätsausschuss

Donnerstag, 21. November, tagt der Mobilitätsausschuss ab 17 Uhr im Sitzungssaal 170 des Verwaltungsgebäudes Marschiertor in der Lagerhaustraße. Dort werden zum einen Themen behandelt, die mit dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) zu tun haben. Es soll auch Ergebnissen des Pilotprojektes zur Ausweitung des Bewohnerparkens im Frankenberger Viertel auf weitere Nutzergruppen geben sowie Infos zu einem Antrag, wie der Radentscheid umgesetzt werden soll.

Mehr Infos dazu: http://ratsinfo.aachen.de/bi/to010.asp?SILFDNR=4184

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Die schlechte Nachricht: Strompreis steigt

Die Stawag schlägt wieder zu und erhöht ab Februar kommenden Jahres die Strompreise. Und zwar nicht zu knapp, um 8 Prozent. Für einen normalen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden erhöhen sich die Kosten angeblich um monatlich 7,38 Euro.

Falls jemand seinen Vertrag bei der Stawag kündigen und lieber Strom von Greenpeace bekommen möchte: hier weiter

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Über den Oberbürgermeister (OB) von Aachen wird viel erzählt. Es ist alles Quatsch (s. unten).

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Einladung ins Bürgerforum. Thema: Radentscheid umsetzen.

Mit dem Bürgerbegehren „Radentscheid Aachen“ soll die Stadt Aachen zum ersten Mal ein Instrument der direkten Demokratie umsetzen. Dieses Bürgerbegehren wird am heutigen Dienstag, 19. November, ab 18 Uhr Gegenstand von Beratungen sein, an denen sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Treffen: In der Aula des St. Leonhard Gymnasium, Jesuitenstraße 9.

Nachdem die Initiative „Radentscheid Aachen“ im März 2019 ihre sieben Zielforderungen zum Bürgerbegehren „Radentscheid Aachen“ bei der Stadt Aachen eingereicht hat, wurden am 1. Oktober genau 37.436 Unterschriften an Oberbürgermeister Marcel Philipp übergeben. Am 6. November hat der Rat der Stadt Aachen das Bürgerbegehren als zulässig erachtet und es inhaltlich mit großer Mehrheit angenommen.

„Die nun beginnende Umsetzung der Ziele des Radentscheids wird alle Beteiligten herausfordern“, teilt die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage ganz richtig mit. 

In einem ersten Schritt wird das Bürgerforum transparent die Kernziele des Radentscheids sowie die weitere Vorgehensweise zur Umsetzung des Bürgerbegehrens vorstellen und mit den Anwesenden darüber diskutieren, wie die Ziele des Radentscheids erreicht werden können.

Die Initiative „Radentscheid Aachen“ erwartet von der Stadt folgende Maßnahmen:

• Aachen erhält ein durchgängiges, engmaschiges Radwegenetz • Kreuzungen werden sicher gestaltet • an Hauptstraßen entlang führen sichere, baulich getrennte Radwege • Geh- und Radwege werden durchgängig und einheitlich gestaltet • Fahrradstellplätze werden umfassend ausgebaut • Mängel sind online zu erheben und zeitnah zu beseitigen • die Stadt Aachen fördert die Verkehrswende konsequent und transparent.

Im Rahmen des Selbstverständnisses des Bürgerforums wurden beteiligte Initiativen, Verbände und Institutionen unterschiedlichster Interessenlagen eingeladen. So zum Beispiel Fahrradinitiativen und -verbände, Verkehrswacht, Polizei, Baumschutzbündnis, Aseag, ADAC, Autodroschken-Vereinigung, Kommission barrierefreies Bauen.

Die neue Bau- und Planungsdezernentin, Frau Beigeordnete Burgdorff, wird ebenfalls an unserer Sitzung teilnehmen, so wurde mitgeteilt.

Wähle Dein Fahrzeug
Mehr Fahrräder, neue Radwege, zusätzliche Bügel
Sicherheit ist wichtig, nicht nur in der digitalen Kommunikation
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102 Kultur-Projekte erhalten 2020 vom LVR finanzielle Unterstützung

Kunst und Kultur zu fördern, das war selten so notwendig wie in den heutigen Zeiten. Heute, da in den sogenannten Sozialen Medien Beschimpfungen und Verhöhnungen aller nur möglichen Minderheiten an der Tagesordnung sind.

Juden, Moslems und Feministinnen werden beschimpft und mit verbalem Dreck beworfen, wie ich es zuvor noch nie erlebt habe. Ob Psychisch-Kranke, Behinderte, Homosexuelle oder Migranten, Asylbewerber oder Wohnungslose und Arbeitslose, Umweltschützer und/oder Menschen mit dunkler Hautfarbe: Sie alle sind zur Zielscheibe eines kleinen, wütenden und hemmungslosen Mobs geworden, der sich aufspielt, als könne er für die Mehrheit der Gesellschaft sprechen.

Niemand kann diese Dummköpfe zur Räson bringen, doch den anderen helfen Kunst und Kultur durch den Tag. Deshalb begrüße ich es, wenn Steuergelder für kulturelle Aktivitäten ausgegeben werden. Der Kulturausschuss des Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat in seiner jüngsten Sitzung unter Leitung von Professor Dr. Jürgen Rolle für das kommende Jahr die Förderung von 102 kulturellen Projekten mit rund sechs Millionen Euro für die rheinischen Städte und Kreise empfohlen.

„Das rheinische Kulturangebot mit seinen zahlreichen Projekten ist ein wichtiges Aushängeschild für die Region und dessen Erhalt eine gesellschaftliche Pflicht, die der LVR beispielhaft erfüllt“, sagte Rolle. Es sei eine LVR-Aufgabe, die kulturelle Landschaft des Rheinlands aktivierend zu fördern. Deswegen freue er sich, „dass wir mit der finanziellen Unterstützung dazu einen wirksamen Beitrag leisten“.

Mit der sogenannten Regionalen Kulturförderung werden Projekte der Städte und Gemeinden des LVR finanziell unterstützt, die die kulturelle Identität des Rheinlandes stärken. Dazu zählen zum Beispiel Maßnahmen des Denkmalschutzes, der Archäologie, der Bildung und Vermittlung, der Heimatpflege, der Rheinischen Geschichte und Volkskunde sowie kulturelle Kooperationen.

Die offizielle Entscheidung über die Förderung trifft der Landschaftsausschuss in seiner Sitzung am 9. Dezember. Weitere Infos kann man der Vorlage unter www.dom.lvr.de entnehmen.

Ob in freier Wildbahn (s. ganz oben) oder im Couven-Museum in Aachen: Kunst gilt es zu fördern .
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Bei den Bayern viel gesehen, viel gelernt

Die Fraktion der Freien Wähler des Landschaftsverband Rheinland (LVR) besichtigte den Landtag in München, wo Bayerns Freie Wähler mit der CSU koalieren. (Es fehlen Kai Hemsteeg, Wilfried Adamy und Margret Vallot.)

Die Fraktion der Freien Wähler (FW) im Landschaftsverband (LVR) hat wieder eine Info-Reise unternommen. Ziel war München, wo die dortigen Freien Wähler mit der CSU die Regierung bilden und sogar mit Hubert Aiwanger den stellvertretenden Ministerpräsident stellen. 

Jahrelang befanden sich die Freien Wähler im Freistaat in der Opposition, „da konnten wir ununterbrochen fordern“, jetzt sei man Regierungspartei, „da müssen wir liefern“. Dass das ein himmelweiter Unterschied sei, wurde den Rheinländern von Gottfried Obermair, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, anschaulich dargestellt. Der erklärte auch, wie weit man es politisch gebracht habe, indem man sich in der Opposition auf lediglich drei Themen konzentriert habe, auf die aber mit ganze Kraft.

Die Freien Wähler haben in Bayern bereits 1. den für alle Kinder kostenfreien Kita-Besuch durchgesetzt, sie setzen sich 2. dafür ein, dass auch in Bayern wieder Windräder aufgestellt werden und Energie produziert wird, und sie waren maßgeblich daran beteiligt, dass 3. die Bürgerinnen und Bürger in Bayern (wie in Baden Württemberg) keine Straßenbaubeiträge mehr zahlen müssen. 

Die Freien Wähler in Bayern wurden hauptsächlich in ländlichen Gebieten, nicht  so sehr in den Großstädten gewählt. Als mit der Landwirtschaft vertraute Abgeordnete geraten sie besonders mit den Grünen aneinander, denen sie vorwerfen, mit zu wenig Sachkenntnis unrealistische Forderungen zu erheben.

Für die beim LVR ehrenamtlich aktiven Rheinländer besonders interessant waren Vortrag und Gespräch mit dem Vize-Präsident des Bezirkstages vom Bezirk Oberbayern, Rainer Schneider, der über die Aufgaben seines Bezirk informierte. Die Bezirke sind – wie in etwa der LVR in NRW – zuständig „für alles, was für die Landkreise zu groß ist“. Gemeint sind öffentliche Aufgaben, die über das Leistungsvermögen der Landkreise hinausgehen. Bezirke sind z. B. Träger psychiatrischer und neurologischer Fachkrankenhäuser, von Spezialkliniken, Fach- und Sonderschulen und Freilichtmuseen. Der Haushalt des Bezirk Oberbayern umfasst knapp 2 Milliarden Euro. (Vergleich: Der vom LVR knapp 4 Milliarden)

Was in der Folge intensiv diskutierte wurde: Das Bundesteilhabegesetz und der mit diesem Gesetz verbundene Zuwachs an Bürokratie, der effektive Einsatz von Schulbegleitern, Sinn und Zweck von Förderschulen sowie von Werkstätten für Behinderte, das erfolgreiche bayerische Projekt „Soforthilfe für Menschen in seelischen Krisen“, sodann Aspekte der Kulturförderung und des Naturschutz. Es erschreckte die Gäste der hohe Hebesatz der Bayern. Allerdings wurde schnell klar, dass LVR und Bezirke in entscheidenden Punkten nicht zu vergleichen sind.

Die NRWler ließen sich die drei kommunalen Ebenen der Bayern erklären und hatten einmal mehr den Eindruck, dass NRW mit seinen fünf Verwaltungsebenen (Landtag, Landschaftsverband, Regierungsbezirk, Kreise/StädteRegion, Kommune) wo auch schon mal etwas doppelt gemacht wird, nicht so effektiv arbeitet, wie dies wünschenswert wäre. 

Das imposante Landtagsgebäude, sogar von hinten eindrucksvoll.
Im Landtagsgebäude (Maximilianeum): Prominenter Besuch darf diese Treppe hinauf schreiten.
Durchblick im Landtag. Alles ist (wie auch die Stadt München insgesamt) in einem hervorragend guten Zustand. An Geld scheint kein Mangel im Freistaat.
Man befindet sich in einem traditionell christlichen Haus. Tradition und Vergangenheit scheinen wichtig, die Zukunft im Freitstaat gehört aber der Wasserstoff-Technologie, wie oft versichert wurde. Es ist zumindest das von Minister Aiwanger bevorzugte Thema.
Ein Sitzungssaal. Welche enorme Prachtentfaltung.
Was den Straßenverkehr betrifft, so hat München der Stadt Aachen viel voraus: Fahrradstraßen und selbstverständlich auch eine Straßenbahn.
Fahrradparkhaus in unmittelbarer Nähe zu einer U-Bahn-Station. Dort können Räder platzsparend auf zwei Etagen untergestellt werden.
Die Fraktion mit Florian Streibl (Mitte), Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im bayerischen Landtag. Der Jurist hatte wesentlichen Anteil am Zustandekommen des Untersuchungsausschusses zum Fall Gustl Mollath im Jahr 2013, dessen Schicksal seinerzeit auch die Piratenpartei zu Aktionen veranlasste. Foto: Gottfried Obermair
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Bauprojekt „Luisenhöfe“. Heute: Demo

Wo jetzt noch Werkstätten sind, wollen Investoren drei und vier Etagen hohe Wohnblocks bauen. Zusätzlich u. a. einen sechsgeschossigen Bau mit Wohnungen für Studierende. Entschieden ist noch nichts.

Weil es plötzlich alle Welt interessiert und offenbar noch Info-Bedarf besteht: Hier ein weiteres Textchen zum Bauprojekt „Luisenhöfe“.

Seit wann hat Aachen einen Boxpark? Wer ist Hans Poth? Und was sagen die Piraten eigentlich zu dem Projekt? Alles Fragen, die nach diesem Bericht hier aufgeploppt sind. 

Es geht um ein Wohnungsbau-Projekt von zwei Aachener Investoren (Landmarken und Aixact) im Innenbereich von Boxgraben, Südstraße und Mariabrunnstraße. Wer da nicht (in der Nähe) wohnt, kennt wahrscheinlich den Innenbereich nicht, er ist aber sehr schön, beinah idyllisch, mit mehreren Bäumen und vielen Pflanzen.

Wie es nun mal ihr Job ist, möchten die Investoren dort u. a. Wohnungen (200 Stück), eine Tiefgarage und eine Kita bauen, sie brauchen aber die Genehmigung der Stadtverwaltung, die letztlich nur das genehmigt, was die Mehrheit der von uns gewählten PolitikerInnen absegnet. Eine Bürgerinitiative (BI) will ebenfalls, dass dort gebaut wird, aber deutlich behutsamer, als die Investoren das wollen. 

Die Fronten sind klar, der Rat der Stadt muss sich auf eine Seite stellen, muss Schiedsrichter sein. Glückwunsch. Keine leichte Aufgabe bei der in Aachen herrschenden Wohnungsnot und jüngst ausgerufenem Klimanotstand

Das Grüngelände in dem Blockinnenbereich hat die BI einfach „Boxpark“ genannt, damit man weiß, worüber man redet, vermutlich. Und Hans Poth ist früher mal Pressesprecher der Stadt Aachen gewesen, jetzt pensioniert und einer der zwei Sprecher der BI. Er ist kein Hitzkopf, im Gegenteil, er ist klug, immer sachlich und besonnen. 

Das Großprojekt hat gute Chancen, das erste Areal in Aachen zu werden, wo Autos mit Verbrennungsmotor keine Chance haben – außer natürlich Taxis, Feuerwehr, Pflegedienste, Krankenwagen, Polizei, Müllabfuhr, Stadtbetrieb usw. Aachen könnte zeigen, ob man es tatsächlich ernst meint mit einer ökologischen und modernen Stadtentwicklung. (Spoiler: nein, meint man nicht) 

Seis drum. Die BI will kämpfen, will Grünflächen erhalten, den Grad der Versiegelung klein halten, nicht ganz so hoch bauen, wie die Investoren wollen und auch das Luisenhospital-Parkhaus nicht vergrößern. Sie veranstaltet sogar heute (14. 11.) eine Demonstration vor dem Verwaltungsgebäude (Lagerhausstraße), wo die PolitikerInnen (ohne Presse) über das Projekt beraten werden. Beginn der Demo: 16.30 Uhr. Etwa 400 Familien wohnen unmittelbar neben dem neuen Wohnprojekt, mal sehen wie viele von denen den Weg in die Lagerhausstraße finden werden. 

In den Fraktionen des Rates (CDU, SPD, Grüne, Piraten, FDP und Die Linke) wird das Megaprojekt zur Zeit heftig diskutiert. Immer geht es um die Frage: Wie bekommen wir die Wohnungsnot in den Griff, obwohl es kaum neue Baugrundstücke gibt? Und wie dicht und wie hoch sollen wir in Innenhöfen Bebauung zulassen? In den Fraktionen wird diskutiert, und hier wird natürlich weiter berichtet. 

Detail im Innenhof.
Blick vom Parkhaus aus auf den Innenhof und einige Werkstätten. Das Gelände soll insgesamt 15.000 Quadratmeter groß sein.

Hier weiterlesen: https://luisenhoefe-aachen.de

Im weitesten Sinne zum Thema passen diese Seiten: Movie sowie https://uniurbanmobil.de/projekte/

und https://changing-cities.org

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Politik in Aachen hat „bisher vor allem die Interessen der Investoren berücksichtigt“

Im Boxpark in Aachen. Wird diese grüne Idylle erhalten bleiben? Oder wird sie in die neuen Luisenhöfe integriert? Eine Bürgerinitiative möchte Wohnungsbau nicht verhindern, hat allerdings andere Vorstellungen von dem Gelände als die Investoren.

Die Bürgerinitiative (BI) Luisenhöfe hatte zu einem Rundgang eingeladen, zwei Aachener Piraten haben daran teilgenommen. Besichtigt wurde das Gelände zwischen Südstraße, Mariabrunnstraße, Reumontstraße und Boxgraben.

„Wir hoffen, dass bei dem Rundgang erkannt wurde, welche irreparablen städtebaulichen Schäden bereits durch die Genehmigung des vorhandenen Parkhauses entstanden sind, und dass eine Erweiterung deshalb unbedingt verhindert werden muss“, teilte Hans Poth für die BI im Nachhinein mit. Und weiter: Die Bürgerinitiative bittet darum, den geplanten Verkauf des Boxparks an die Investoren zurückzustellen. Sie bittet darum, vorher die Möglichkeiten auszuloten, den Park an einen von den Anwohnern zu gründenden Verein zu verpachten oder zu verkaufen.

Investoren planen, auf dem Areal gut 200 Wohnungen und eine Kita zu errichten, alles weitgehend im hochpreisigen Segment. Luxuswohnungen, die sich Normalverdiener nicht werden leisten können.

Eins ist mal klar: Der Verzicht auf eine Erweiterung des Parkhauses und auf den geplanten Bau einer Tiefgarage würde eine Maßnahme zur Bekämpfung der Klimafolgen darstellen. Das Gebiet ist wegen seiner Lage zwischen zwei Bahnhöfen und an zahlreichen Buslinien tatsächlich geradezu prädestiniert für ein alternatives Mobilitätskonzept.

„Wir hoffen auch“, so Poth weiter, „dass die noch vorhandenen ökologischen Qualitäten der Flächen des Baublockinneren erkannt wurden und dies letztlich dazu führen wird, dass eine gegenüber der vorhandenen Planung reduzierte Verdichtung beschlossen wird“. Es sei bei der Abwägung dringend Wert zu legen auf einen Ausgleich zwischen den Interessen der Investoren und der Anwohner*innen. „Wir sind der Meinung, dass im bisherigen Verfahren vor allem die Interessen der Investoren berücksichtigt wurden“, teilt die Bürgerinitiative mit.

Insbesondere drängt die BI darauf, die Bedeutung des Innenbereiches (genannt: Boxpark) für das Stadtklima zu beachten: Noch bis vor einiger Zeit  habe dieser Bereich als ein Bereich gegolten, der aus klimatischen und ökologischen Gründen nicht bebaut werden sollte. Dies zeige sich in der Ausweisung als klimarelevante Fläche im Klimafolgen-Anpassungskonzept als Grundlage für den Flächennutzungsplan 2030. Die BI formuliert erfrischend deutlich und klar: „Im Rahmen des durch die Stadt erklärten Klimanotstandes ist es angezeigt, diese Flächen zu stärken und nicht zu vernichten.

Man kann nur hoffen, dass die Politik alles Erdenkliche unternehmen wird, den Anteil des sozialen Wohnungsbaus über das bisher geplante Maß hinaus zu erhöhen. Die Wohnungsnot kann nicht durch den Bau
überteuerter und für den normalen Bürger nicht mehr bezahlbarer
Wohnungen
verringert werden.

Bei dem Rundgang wurden die Piraten auch auf die architektonischen und städtebaulichen Qualitäten der vorhandenen Gebäude der ehemaligen Kalde-Fabrik hingewiesen. Mal abwarten, ob diese Gebäude im Zuge der Neubebauung erhalten bleiben können. Die BI gibt jedenfalls so schnell nicht auf: „Wir setzen uns auch weiterhin für eine Mischung von Arbeiten und Wohnen in diesen Gebäuden ein.“

Morgen, Donnerstag, 14. November, ist vor der Sitzung des Planungsausschusses eine Demonstration geplant. In dem Ausschuss wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bebauung, die von der Stadtverwaltung genehmigt werden muss, diskutiert. Hier Einzelheiten zum Weiterlesen: BI Luisenhöfe auf Facebook.

Sehenswert: Mitten in der Stadt Aachen gibt es eine kleine grüne Hölle. Sehr erholsam ist es allerdings, sich dort aufzuhalten.
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Erinnerung an die Öffnung der Grenze, genannt „Mauerfall“

Mauern, die schon fast Kunstwerke sind, gibt es in Monschau. Schön, nicht wahr? Foto: Archiv

Aus gegebenem Anlass auch von mir heute eine Erinnerung:

Heute vor 30 Jahren – das weiß ich noch genau – war ich von einem anstrengenden Arbeitstag abends sehr müde. Die Mauer sei nun geöffnet, wurde in den ARD-Nachrichten mitgeteilt. Und ich saß mit meinem Lieblingsmenschen in einer Wohnung in der Weberstraße in Aachen vor dem TV-Gerät und fragte: Was denkst du was jetzt passiert? Er meinte lachend, er sei ganz sicher, „dass die jetzt alle rüberkommen werden“. Ich dachte: Das kann ich mir auch morgen noch ansehen, stand auf, ging ins Bett und schlief sofort ein.

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Wenn jetzt alle Deutschen gedenken und sich erzählen, an was sie sich erinnern, fällt mir der Soziologe Harald Welzer ein. Er ist Gedächtnisforscher. Welzers These lautet: Gehen Sie davon aus, dass das Meiste, an das Sie sich zu erinnern glauben, so nicht stattgefunden hat.

Das Meiste . . . einiges aber doch.

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Mauer, auf der Menschen stehen. In Aachen gesehen. Foto: Archiv
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Radentscheid-Initiative: „ein großer Schritt in Sachen Verkehrswende“

In Aachen im Frankenberger Viertel: ein Radler an der Wand.

Der Rat der Stadt hat am 6. November beschlossen, dass das Bürgerbegehren „Radentscheid Aachen“ zulässig ist. Überdies hat er sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, das Anliegen des Begehrens auch inhaltlich zu unterstützen. Das bedeutet eigentlich nur, dass die Verwaltung jetzt zusagt hat zu versuchen, die Forderungen des Radentscheids umzusetzen.

Der Oberbürgermeister (OB) ruft dazu auf, ihm bis Ende November konkrete Standorte zu nennen, wo Fahrradbügel in Aachen zusätzlich aufgestellt werden sollen. Bis zum Sommer 2020 sollen so 1000 weitere Fahrradbügel im Straßenraum auftauchen. Die Hinweise und Wünsche aus der Bürgerschaft nimmt der OB über folgende E-Mailadresse entgegen: oberbuergermeister@mail.aachen.de.

Wer auf den Unterschriftenlisten des Radentscheids unterschrieben hat, erwartet von der Stadt folgende Maßnahmen:

Ein durchgängiges, engmaschiges Radverkehrsnetz soll entstehen. Kreuzungen und Einmündungen sollen sicherer werden und an Hauptverkehrsstraßen gut gesicherte Radwege entstehen. Geh- und Radwege sollen durchgängig und einheitlich gestaltet sein. Das Angebot an Fahrradabstellplätzen soll umfassend ausgebaut werden. Mit Hilfe eines Online-Portals sollen Radler und Fußgänger Mängeln komfortabel melden können. Die Stadt soll jährlich einen Bericht vorlegen, in dem sie über die Umsetzung der Ziele berichtet und mitteilt, welche Fördermittel sie einwerben konnte.

Hier die Pressemitteilung der Gruppe, die den Radentscheid initiiert und vorangetrieben hat:

72 von 76 Ratsleuten stimmten am Ende in der Sitzung des Aachener Stadtrats für die Zulässigkeit und Umsetzung der Ziele des Radentscheids Aachen. Zuvor hatten sich nahezu alle Fraktionen in Redebeiträgen für die dialogorientierte, sachbezogene Arbeit des Radentscheid-Teams bedankt – und für den kräftigen „Schubs“, den Politik und Verwaltung durch die Initiative in Sachen Verkehrswende erhalten.

„Wir waren in den letzten Jahren an vielen Stellen nicht mutig genug, mehr umzusetzen“, hieß es da und „einem so starken Bürgerwillen mit solider Arbeit im Hintergrund kann man sich nicht verwehren“. 37.436 Unterschriften waren am 1. Oktober an Oberbürgermeister Philipp übergeben worden, das nötige Quorum von rund 7.800 Unterschriften war schnell als gültig geprüft.

In die Sitzung brachte Jan van den Hurk, neben Steffen van Bergerem einer der beiden Vertretungsberechtigten der Initiative, noch einen letzten Ordner mit eingetrudelten Unterschriften mit. In seiner Rede bedankte er sich für die breite Unterstützung aus der Stadtgesellschaft und vor allem durch die zahlreichen Aktiven. „Radverkehr wird in Aachen heute in einer noch nie dagewesenen Breite diskutiert. Die Wünsche lauten: Radverkehr soll sicher, übersichtlich, stressarm und komfortabel sein.“ Entscheidend für den Erfolg, da sind sich die Initiator*innen des Begehrens sicher, war; „Wir wollten von Beginn an eine Kampagne “FÜR” etwas durchführen! Wir wollen einen positiven Beitrag zur Stadtgestaltung leisten. Das ist bei den Menschen angekommen, die unterschrieben haben.“

Mit der Umsetzung der Ziele des Radentscheids, die ab sofort beginnt, wird ein großer Schritt in Sachen Verkehrswende getan. Dabei möchte das Team gerne weiterhin begleiten und die Arbeit von Politik und Verwaltung unterstützen. „Über Wandel und Veränderung muss eine Stadtgesellschaft reden, miteinander ins Gespräch kommen und bleiben. Wir sind bereit, auch in der praktischen Umsetzung, zum Beispiel als Teil eines Mobilitätsbeirats oder in einem anderen Gremium konstruktiv mitzuarbeiten. Unsere bisherige Arbeit war ein Sprint, jetzt gehen wir gemeinsam auf die Langstrecke.“

War vor etwa 40 Jahren in Aachen im Frankenberger Viertel (Goerdelerstraße) zu sehen: Kunst von Wandmaler Klaus Paier. Ein Radfahrer wird von einem Pkw überfahren. Wirklich Fahrrad-freundlich ist Aachen bis heute nicht. Foto entnommen von Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Paier_(Graffitikünstler)
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Aachen: Die Verkehrswende lässt auf sich warten

Soll Fahrradstraße werden: die Lothringerstraße. Dafür müssten viele Parkplätze wegfallen. Mit der derzeitigen Mehrheit im Rathaus ist das, so denke ich, nicht zu machen, obwohl hier und da Beschlüsse gefasst werden, die bei naiven Menschen Hoffnung aufkommen lassen. Foto: Archiv

Vorige Woche habe ich mir drei Stunden lang angehört, was Aachens Mobilitäts-Politiker zur Mobilität in Aachen zu sagen und zu entscheiden haben. Es war phasenweise echt lustig. :-/

Die CDU ist in dem Ausschuss (wie überall in der Aachener Politik) recht stark vertreten, bildet zusammen mit vier Leuten von der SPD die GroKo (große Koalition) und hat die Mehrheit. Grüne, Linke, FDP und Piraten bilden die Opposition. Von allen ist da – ganz ehrlich – Pirat Matthias Achilles die souveränste Figur. Auch Jörg Lindemann (CDU) argumentiert vernünftig. Falls ihr das nicht glaubt, geht doch selbst hin und schaut euch die Sitzung an. Sie ist öffentlich.

Was man sonst sehen kann: eine Person, die einschläft; eine Person, die ständig und immer dazwischenredet; eine, die sich erbsenzählerisch an Kleinigkeiten hochzieht; eine Person, die außer Aachen gar nichts kennt, usw usw. ES IST ZUM HEULEN, bzw. zum Lachen. 

Das waren einige Themen: 

Dass die Luft in Aachen endlich mal sauberer werden muss, hat sich die Politik zuletzt von keinem Geringeren als dem Oberverwaltungsgericht in Münster sagen lassen müssen. Von allein ist man da seit 9 Jahren nicht drauf gekommen. Jetzt endlich werden Maßnahmen eingeleitet. Luftreinhalteplan usw hier.

Durch die engsten Straßen der Stadt, an Dom und Rathaus vorbei, sollen bald die „Marktliner“ kurven. Kleine Busse, die de facto die Fußgängerzonen (Großkölnstraße, Annastraße und Markt) zurückverwandeln werden in Straßen, wo man immer aufpassen muss, dass man nicht angefahren wird oder unter die Fahrzeuge gerät. Eine Idee der FDP . . . Schade, aber die Mehrheit hat’s beschlossen, nur Grüne und Piraten sind dagegen. Dieser Spaß wird Millionen Euro kosten. Hier Infos zum Beschluss.

Ich vermute, dass man mit dem Projekt auch Professor Günther Schuh (RWTH) einen Gefallen tun will, aber das ist Spekulation. Schuh möchte ein autonom fahrendes Auto entwickeln und probefahren lassen. Der „Marktliner“ soll dafür infrage kommen, denken sich unbedarfte Kommunalpolitiker.

Sodann ging es um den Umbau des kleinen Platzes an der Lothringerstraße. Was dort stattfinden soll, das ist nichts weniger als die sogenannte Verkehrswende. Diese Straße soll nämlich Fahrradstraße und Premiumfußweg werden, und dass in der Lothringerstraße 50 Parkplätze wegfallen, das  glaube ich erst, wenn ich das Werk vollendet sehe. Die Autofahrerparteien CDU, SPD und FDP waren natürlich dagegen, dass dort am Rande des neugestalteten Platzes weitere 11 Parkplätze entfallen könnten und verlangten (zur Rettung der 11 Pkw-Plätze) von der Stadtverwaltung: Neuplanung. Hier die Vorlage zu dem Thema.

Nächster Punkt: Umgestaltung der Bismarckstraße zwischen Drimbornstraße und Schlossstraße. Die Umgestaltung der Bismarckstraße als Rad-Vorrang-Route soll die Zügigkeit, den Komfort sowie die objektive und subjektive Sicherheit für RadfahrerInnen erhöhen. Um diese Ziele zu erreichen, ist in Tempo-30-Zonen eine Priorisierung des Radverkehrs auf der Fahrbahn erforderlich. Entlang der Rad-Vorrang-Route wurden daher bereits die angrenzenden Straßen (Schlossstraße / Lothringerstraße und Beverstraße) als Fahrradstraßen beschlossen.
Auch hier gilt für die FußgängerInen- und RadfahrerInnen-freundlichen Pläne (drei Varianten) der Stadtverwaltung: Erst mal alles untersuchen. Dass die Bismarckstraße – was sinnvoll wäre – mit den Stimmen der GroKo JEMALS wirklich fahrradfreundlich wird, das genau glaube ich persönlich NICHT. Dazu bedarf es anderer Mehrheiten im Rathaus. Hier die Vorlage.

Mobilitätsausschuss, 31. Oktober, die komplette Tagesordnung hier. Auch die örtliche Presse (in der Politik oft der Position der Grünen zugeneigt) berichtete. Hier.

Übrigens: Die nächste Sitzung findet statt am Donnerstag, 21. November. Beginn ist um 17 Uhr. Ort wird in AachenNews.org noch bekanntgegeben. Man sieht sich.  )))

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