Schnellschüsse

Wenn alle Blätter abgefallen sind, dann siehst du wieder, dass du Nachbarn hast
Die Lothringer Straße ist bald fertig. Dort wurden Bäume gefällt, ein Umstand, der von Baumschützern ganz ungerechtfertigterweise den Fahrrad-Fans angelastet wird. Aber: Die Bäume mussten gefällt werden, weil auf Autofahrer Rücksicht genommen wurde. Diese wollen auf ihre Parkplätze nicht verzichten.
Ganz schön voll war es heute – trotz Pandemie – im Aquis Plaza, in Aachens großem Shopping-Tempel. War ja bestimmt kein Super-Spreader, kein Treiber der Pandemie dabei. Oder?
Die obere Bismarckstraße hat tatsächlich auch einen Baum. Tja, da kann man nichts sagen, der Natur ist damit wohl Genüge getan. Wer mehr Natur möchte, kann ja in die Eifel ziehen. Ätz.
Vor dem Stadttheater. Das neue Hotel ist bald fertig.

Falls ihr das noch nicht kennt: „Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr.“ Österreichs Bundeskanzler als Rapper.

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Die Stadt sah vor Weihnachten schon mal besser aus

Dass einem der Weihnachtsmarkt mit seinem ganzen Gedudel mal fehlen würde, hätten wir auch nicht gedacht. Der Baum ist gerupft und ohne Lichter, ein besseres Symbol für dieses völlig verkorkste Jahr 2020 gibt es nicht.

Der traditionelle Aachener Weihnachtsmarkt wurde abgesagt, ein Weihnachtsbaum steht trotzdem auf dem Markt. Vier Weihnachtsmarktbeschicker können ersatzweise ihre Waren in leerstehenden Ladenlokalen um den Aachener Markt anbieten.

In der städtischen Immobilie am Markt 24 eröffnet am Samstag „Casa Millefiori“ mit einem Kerzen-, Leuchten und Windlicht-Sortiment. Im  benachbarten Ladenlokal am Markt 26 – 28 ist ab der kommenden Woche das „Weihnachtsland“ von I.K.Art zu finden. In der Großkölnstraße 44 hat bereits der Eschweiler Betrieb Conzen seine Pforten mit „Alles für die Krippe“ geöffnet, und der „Weihnachts-Shop“ von UNICEF befindet sich im ehemaligen Ladenlokal von McPaper am Markt.

Als städtische Wirtschaftsförderung habe die Stadt „ein großes Interesse daran, den Wegfall des traditionellen Weihnachtsmarktes nicht nur für die Besucher Aachens, sondern auch für den ein oder anderen Weihnachtsmarktbeschicker zumindest etwas zu kompensieren“. Das sagt Dieter Begaß, Leiter des städtischen Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft und Europa. Über die trostlose Lage hinwegtäuschen kann uns das nicht.

Der Platz ist leer, ein alter Wagen dreht eine Runde. Die ganze Innenstadt ist leer, die Geschäftswelt strahlt keinen Funken Optimismus aus.
„In dieser Straße ist Maskenpflicht.“ Das war’s für dieses Jahr.

Da der Weihnachtsmarkt also aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann, setzen die Stadtverwaltung und der Märkte und Aktionskreis City e.V. auf weihnachtlichen „Lichterglanz“. Der Markt, der Katschhof, der Münsterplatz und der Elisengarten samt Elisenbrunnen werden festlich illuminiert. Dazu schickt das Presseamt u. a. dieses Foto:

Im Elisengarten. Foto: Stadt Aachen/Andreas Steindl

Unserer Freunde von der Polizei haben sich und einen Flügel auf den Lousberg geschleppt und wollen uns mit einem ultrakurzen Video erfreuen. Na ja. Es soll noch mehr davon kommen.

An jedem Adventssonntag wird, so teilt die Pressestelle der Polizei mit, ein weihnachtliches Musik-Video der beteiligten Institutionen (Polizei, Stadt Aachen, Feuerwehr und StädteRegion) veröffentlicht. Am 20. Dezember gibt es „ein ganz besonderes Video für die Hörer*innen und Zuschauer*innen“. Zu sehen über die Facebook-Seiten oder auf dem Youtube-Kanal der Stadt Aachen unter: „Zusammen am 1. Advent“.

Weihnachten zu feiern ist eine emotionale Sache und ist wichtig. Aus sozialen Gründen kann man auf ein Weihnachten wie es immer war nicht verzichten. Man braucht hin und wieder etwas, worauf man sich freut. Aber wir werden einen hohen Preis zahlen. Die Zahl der an Corona-Infizierten wird nicht sinken.

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LVR-Kulturkonferenz: Mit der Themenwahl ins Schwarze getroffen

„Wohin geht die Reise? – Kulturtourismus in Zeiten von Corona“, so lautete der Titel einer zweitägigen Veranstaltung, die kürzlich komplett digital stattfand. Eingeladen hatte der Landschaftsverband Rheinland (LVR), und es war für jemand, der/die sich für Kultur und das Reisen (beides in der gegenwärtigen Krise extrem eingeschränkt) sehr interessiert ein außerordentlich lehrreiches LVR-Angebot.

Es gab ein Dutzend teils hochkarätige Referenten. Die einen gingen das Thema eher theoretisch/wissenschaftlich an, die anderen berichteten aus der Praxis.

Es gab zur Erführung ein Vorgespräch mit klugen Diskutanten. Das kann man hier hoffentlich noch ein Weile anhören und -sehen.

Über 260 Personen aus Kunst- und Kultur, Tourismus sowie Kulturverwaltung und -politik sollen es gewesen sein, die an der Kulturkonferenz teilgenommen haben. Das teilt die Pressestelle des LVR mit. Beleuchtet wurden die Trends und Krisen des Kulturtourismus, es wurden Methoden der Zielgruppendefinition und neue Erlebnis-Formate vorgestellt.

Der LVR kann mit der ersten digitalen LVR-Kulturkonferenz sehr zufrieden sein, das neue Veranstaltungsformat wurde gut genutzt. Mit der Themenwahl hatte Kulturdezernentin Milena Karabaic ins Schwarze getroffen.

In den Gesprächen und den Vorträgen wurde deutlich, wie stark sich derzeit alles im Umbruch befindet. Durch die gegenwärtige Situation werden wir gezwungen, vieles auf den Prüfstand zu stellen, Trends und Probleme im Kulturtourismus sind durch Corona wie im Brennglas überdeutlich sichtbar geworden.

Die Antwort auf die Frage „Kulturland. Rheinland. Wohin geht die Reise?“ lautet übrigens: „Vor die eigene Tür“. Das Exotische liegt heute offenbar nahe. Noch in keinem Jahrhundert seien Menschen so viel gereist, bilanzierte Karabaic. Aber: Die Sehnsucht nach der wahren, authentischen Entdeckung in der Nähe sei heute größer denn je.

Es wurden bei der Konferenz auch Fragen zur passenden Ansprache der Besucher und Besucherinnen und zu neuen Konzepten in der Corona-Krise diskutiert. Hier erhielten die Teilnehmer*innen unter der Überschrift „Fokus Kulturtourismus: Wandel, Trends und Krisen“ von Matthias Burzinski, Tourismus-Manager, verschiedene Perspektiven zur Tourismus- und Kulturbranche, die sich bereits auf die neue Situation eingestellt hat. Laut Prof. Dr. Edgar Kreilkamp, Lehrstuhl für Tourismusmanagement an der Leuphana Universität Lüneburg, sind konkret Tendenzen zum nachhaltigen Tourismus zu beobachten, die in neuen touristischen Aktivitäten und dem Urlaub vor der eigenen Haustür besonders sichtbar werden. 

In der Kurzumfrage „Zielgruppe Kultur: wer, wo und wie?“ befragte Dr. Yvonne Pröbstle, Kulturmanagerin, die Teilnehmer*innen zum Wachstumspotenzial verschiedener Typen von Kulturtouristinnen und -touristen. Es zeigte sich, dass alle besonders viel Potenzial in der Zielgruppe der „aufgeschlossenen Entdecker“ sehen. Hierunter versteht man Personen, die sich für sogenannte Geheimtipps interessieren und sich selbst nicht als Touristen sehen. Eine gute Ansprache gelingt hier über Influencer und Social Media-Aktive vor Ort.

Ein neues App-Projekt „RheijnLand.Xperiences“ stellte Marianne Hilke vom LVR-Archäologischer Park Xanten unter „Kultur erleben: zuhause, digital und anderswo“ vor. Sofias Smuggling ist ein interaktives und niederschwelliges Spiel für Museumsgäste, das Aspekte der Gamifizierung und des Storytellings miteinander verbindet. Dass ein solches Format animierend sein kann, liegt laut Dr. Katja Drews, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zukunftszentrum Holzminden-Höxter, auch daran, dass weniger kulturaffine Menschen gerade auf Reisen in der Rolle der Touristinnen und Touristen eher bereit sind, kulturelle Themen anzugehen. 

Die Vor- und Nachteile von Themenjahren wurden in „Smarte Allianzen: Kooperationen, Netzwerke und Verbünde“ von Prof. Dr. Thomas Schleper, LVR-Kulturverwaltung und Claudia Hessel, Gründungsmitglied und Vorstand der Kölner Offenbach-Gesellschaft, in den Blick genommen. Das Offenbach-Jahr 2019 und das Bauhaus-Jubiläum 2019 zeigten die Potenziale und Chancen für Kulturinstitutionen auf. Diese liegen vor allem in den Synergieeffekten, der Nachhaltigkeit und der Chance, bislang unbekanntere Themen zu platzieren.

Ausgewählte Inhalte der LVR-Kulturkonferenz stehen Online zur Verfügung.

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Seit 2013 bietet der LVR mit dieser vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des NRW geförderten Veranstaltung die Chance zur Vernetzung, Kommunikation und Fortbildung im Rheinland. Die nächste Konferenz ist für den Sommer 2021 geplant.

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Betrüger legen Firmen mittels E-Mails rein

Die Polizei warnt und teilt mit:

Mit zielgerichteten E-Mails an Firmen versuchen Betrüger Daten abzugreifen, um im Anschluss mit den ausgespähten Daten falsche Anträge einzureichen. Aktuell nutzen die Täter einen fiktiven Corona-Weihnachtsbonus als Köder, um an Firmendaten zu gelangen. 

Darauf sollten Sie achten: Häufig erscheint eine vertrauenswürdige Institution als E-Mail Absender. Die Absenderadresse lässt sich jedoch leicht manipulieren, sodass Sie die Echtheit einer Nachricht nie anhand eines Absenders bewerten sollten.

Oftmals unterscheidet sich die Absenderadresse nur minimal von der echten Adresse. Achten Sie auf Formatierung, Satzbau und Rechtschreibung. Oft finden Sie so erste Anhaltspunkte, dass eine E-Mail gefaked ist.

Bei der aktuellen Masche wird eine PDF-Datei als Anhang mitgesandt, die eine gefälschte E-Mail Empfangsadresse enthält. Senden Sie keine Daten an diese falsche Mail-Adresse.

Wenn Sie Corona-Hilfen von Seiten der Regierung in Anspruch nehmen wollen, nutzen Sie ausschließlich die offiziellen Internetseiten der jeweiligen Behörden. Antworten Sie nicht auf diese E-Mails und öffnen Sie keine Anhänge! Nutzen Sie die Möglichkeit zur Erstattung einer Online-Anzeige bei der Polizei. Im Fall einer Anzeige ist es wichtig, dass Sie die verwendeten Daten, wie Kontonummer, Steuernummer, Ausweisnummer, etc. in Ihre Strafanzeige eintragen, damit entsprechende Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen der Polizei gegeben sind.

Melden Sie sich zusätzlich bei der jeweiligen Subventionsstelle, um einen möglichen Schaden zu vermeiden.

(am) 

Weiterführende Information zu diesem Thema: https://polizei.nrw/artikel/fake-mails-zur-corona-soforthilfe

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Polizei gewährt den „Verschwörungs-Dullis“ Sonderrechte

Der YouTuber Rezo wirft der Polizei in einem Video vor, „Querdenkern“, Masken-Verweigerern und „Verschwörungs-Dullis“ Sonderrechte einzuräumen. Rezo stört vor allem, dass die Politik Verbindungen zwischen „Querdenkern“ und Rechts­extremen ignoriert und so tut, als handele es sich um eine „ganz bunte, verrückte Mischung von Menschen“.

Insbesondere ältere Menschen seien anfällig für Desinformation, daher komme den „Influencern der Älteren“, gemeint sind Zeitungen und Fernsehen, eine besondere Verantwortung zu, diese Leute nicht fehlzuleiten und wieder abzuholen.

18-Minuten-Video hier, Tip vom Pressedienst turi2. Wir finden mal wieder: Sehenswert.

Hat bis Dienstag, 24. Nov. 2020 schon fast 900.000 Aufrufe.

Wer mehr Zeit hat und sich einen 37-Seiten-Text zumuten möchte, lesenswert: Im Auftrag vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft ist ein Gutachten zu Pandemie-Leugner*innen und extremer Rechte in Nordrhein-Westfalen erschienen. Das Ganze ist – laut Beobachtern der Szene – „aufschlussreich und knapp gehalten“. Es hilft, diese neue soziale Bewegung zu verstehen.

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Etwas Musik aus März 2020: LeaveNoOneBehind

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Kinder und Medien: Tagung und Broschüre

Gerade während der Kita-Schließungen im ersten Corona-Lockdown standen viele Eltern vor der Herausforderung, Arbeit im Homeoffice und Kinderbetreuung miteinander zu vereinbaren. In vielen Familien habe dies zu einer vermehrten Mediennutzung geführt, teilt die Pressestelle des LVR mit.

Doch wie kann der Spagat zwischen dem in der UN-Kinderrechtskonvention verbrieften Recht auf einen uneingeschränkten Medienzugang und dem Schutz der Kinder gelingen?

Kitas spielen bei der Medienbildung eine entscheidende Rolle. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hatte deshalb in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e. V. die digitale Tagung „Medienbildung als Kinderrecht. Kita.Kreativ.Inklusiv“ ausgerichtet. Das Ziel: Fachkräfte sollten dabei unterstützt werden, frühkindliche Medienbildung im Kita-Alltag professionell zu gestalten. Außerdem im Fokus der Tagung: Inklusive Medienbildung.

So diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie eine inklusive Pädagogik dazu beitragen kann, dass jedes Kind, mit und ohne Behinderung, Zugang zu Medien erhält und diese sicher nutzen kann.

Medienbildung ist ein Kinderrecht, gleichwohl stehen Kinder unter besonderem Schutz. Der Schutz der Kinder sollte jedoch in keinem Fall ihr Recht auf Medienzugang hemmen. Kitas und Eltern haben die gemeinsame Aufgabe, Kinder mit einer guten Medienpädagogik optimal zu unterstützen“, sagt LVR-Jugenddezernent Lorenz Bahr.

Gemeinsam mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat der LVR zudem eine aktuelle Broschüre als Arbeitshilfe zur Medienbildung in der Kindertagesbetreuung herausgegeben. In ihr werden die Grundlagen der Medienbildung dargelegt, rechtliche Grundlagen zusammengetragen und Begriffe wie Medienbildung und -kompetenz begrifflich trennscharf eingeordnet. Neben den theoretischen Inhalten, bietet die Broschüre auch Praxisanregungen.

Die Broschüre steht auf der Internetseite des LVR zum kostenlosen Download bereit und kann als Druckexemplar bestellt werden.

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Fragen nach der Querdenken-Demo.

In Burtscheid am Abteitor gesehen.

„Ich bin systemrelevant“, sagt der Baum und freut sich vermutlich, dass er vor dem Abteitor in Burtscheid so prominent stehen darf. Diesem Baum geht es besser als vielen anderen Bäumen in Aachen, wir wünschen ihm noch ein langes Leben.

Wir aber denken an die gestrige Querdenken-Demonstration und dass die Querdenker immer meinen, die Welt werde nach den geheimen Plänen irgendwelcher Verbrecher manipuliert und quasi ferngesteuert. Nie kämen sie auf den Gedanken, dass NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Frau Merkel und Herr Drosten einfach nicht wollen, dass wir krank werden. Sie wollen nicht, dass wir sterben. Punkt. Viel mehr ist da nicht.

Wir wüssten nun gern mal Folgendes:

DIE haben irgendwas Schreckliches mit uns anderen vor. DIE wollen nicht, das wir dahinterkommen. DIE haben einen geheimen Plan, wollen die Demokratie abschaffen und sich auf unsere Kosten zu den Herrn der Welt aufschwingen. 
Wer sind die Leute, die Angst haben, dass ihre eigentlichen Pläne erkannt werden? Sind das: der Virologe Drosten? Bundeskanzlerin Angela Merkel? Jens Spahn, alle Bundestagsabgeordneten? Oder nur einige wenige wie SPD-Mann Lauterbach, der auch Mediziner ist? Gehören zu DENEN auch Journalisten? Alle?

Es ist eine ehrliche Frage. Die Unbekannten müssten dann doch in verschiedenen Ländern Europas und der Welt auf wichtigen Posten sitzen, wenn sie uns ihren geheimen Plan aufzwingen können.

Und gleich wichtig ist die nächste Frage: Warum zum Henker machen sich diese ganzen Leute auf einmal die Mühe, uns zu belügen und uns künstlich Angst zu machen? Warum tun die das, warum machen sie sich die ganze Arbeit? Was haben die davon, außer irre viel Arbeit?

Nächste Frage: Kann das überhaupt sein, dass fast die komplette Wissenschaftler-Szene auf der ganzen Welt, dass all die Ärzte und Krankenpfleger und Krankenschwestern auf den Intensivstationen uns belügen, wenn sie sagen, das Virus sei so gefährlich, es gehe für uns alle um Leben und Tod? Kann das sein, dass die Mehrheit sich irrt und nur z. B. die 60 Leute bei der Demo in Aachen als einzige wissen, was wirklich läuft?

Die Demonstration in Aachen. Das neue Infektionsschutzgesetz treibt diese Menschen auf die Straße. Komplett lost.

Und: Lässt sich dieser geheime Plan von DENEN wirklich vor den Spürnasen von Spiegel und Bild so lange geheimgehalten?  Journalisten bringen nichts lieber ans Tageslicht als eine geheime Verschwörung, zumal, wenn sie diese Dimensionen hat. Mit sowas könnten sie viel Geld verdienen.

Also falls das hier jemand liest, der bescheid weiß: Hau mal in die Tasten und kläre uns auf.

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Wieder geht „Querdenken“ auf die Straße

Ein Trauerzug setzte sich heute vom Holzgraben aus in Bewegung. Traurig war das in der Tat, was sich da abspielte was da zu lesen war. „Querdenken Aachen“ schritt mit Musik die Peterstraße entlang, 60 Leute mögen es gewesen sein, die nichts weniger als das Ende der Demokratie verkündeten. Aber nicht nur das.

Vor allem anderen schien ihnen die Botschaft wichtig, dass das Corona-Virus angeblich bei weitem nicht so gefährlich ist, wie eine Clique von gemeinen Politikern und der Virologe Christian Drosten, den sie einen Hochstapler nannten, der Welt weißmachen will.

Der Form nach eine Art Happening, gelungen. Allerdings mit bizarren Inhalten.

Das ist schon etwas Besonderes, wenn man so einen Zug von Menschen sieht, die komplett und auf mehreren Ebenen auf dem Holzweg sind. Und die sich auch noch so – von Grund auf – selbst zum Obst macht, mitten in der Stadt an einem Samstagnachmittag. Man staunt, man lacht wegen der ganzen zur Schau gestellten Dummheit und man hat doch auch Mitleid, weil diese Leute sich ja vermutlich aus purer Angst weigern, die Pandemie in ihrer ganzen scheußlichen Dimension zur Kenntnis zu nehmen.

Der Hauptredner: ein älterer Mann aus Aachen*. Er redete eindringlich, beschwörend und mit großem Enthusiasmus.

Der Zug ging über die Peterstraße zum Kugelbrunnen und dann hoch zum Markt, wo vor dem Rathaus ein Kranz niedergelegt wurde. Die Polizei hielt sich zurück, begleitete aber die Querdenker, die auf der Peterstraße tüchtig den Betrieb aufhielten. Nur noch eine Demo, bei der behauptet würde, die Erde sei eine Scheibe, könnte uns jetzt mehr perplex machen als das, was wir heute erlebt haben.

Bei der Demonstration wurden Flugblätter sowie eine 16-seitige-Zeitung, eine Art Extrablatt mit endlosen Ausführungen verteilt.

Von vorne bis hinten alles Quatsch. Aber was will man machen?!

Auf dem Markt gab es eine kleine Gruppe, die den „Aluhüten“ Paroli bot. Als Aluhüte werden Menschen bezeichnet, die Verschwörungstheorien anhängen. Und nach Ansicht der Querdenker steckt ja hinter Corona eine einzige große Verschwörung zur Versklavung der Menschheit. Oder so. Sich damit eingehend zu befassen, ist verschwendete Lebenszeit.

„Keine Bühne für Aluhüte“. Oder müssen wir das aushalten, dass Leute friedlich für den größten Blödsinn demonstrieren? Denkt ihr, in einer Demokratie müsse über alles gestritten werden?

Passanten reagierten betroffen. Die einen zeigten den Demonstranten den Vogel, die anderen fassten sich mit der flachen Hand an den Kopf, wieder andere meinten im Vorbeigehen nur sorgenvoll „ohje, ohje“. Soweit zu sehen war, trugen alle Demonstranten Masken, kamen sich aber natürlich ziemlich nah.

*auf Facebook hat Otmar Steinbicker mitgeteilt, dass es sich bei dem Mann um Ansgar Klein aus Würselen handelt, der „seit 2014 als Verschwörungsgläubiger bekannt “ sei.

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Existenz von Zweirädern und Menschen, die auf ihnen sitzen, jetzt scheinbar anerkannt

Jetzt auch in Aachen: ein Straßenschild, dass es erst seit Anfang des Jahres in Deutschland gibt.

„Zweiräder dürfen nicht überholt werden“, das ist in der Oppenhoffallee das Gebot der Stunde. Als Radfahrer*in hat man fast Tränen in den Augen, wenn man dieses Verkehrsschild erstmals in Aachen sieht. Es bedeutet, dass auf Radfahrer*innen Rücksicht genommen werden soll. Und das in Aachen, wo Fahrradfahren sehr oft mit einer Nahtod-Erfahrung verbunden ist!

Ein Wunder, denkt man und traut seinen Augen nicht. Würde das Schild nicht so hoch hängen, würde man es anfassen wollen um zu realisieren, dass es wirklich existiert. So wie auf der Autobahn, ist es wohl gemeint, wo Lkw-Fahrer manchmal Pkw nicht überholen dürfen, weil es zu gefährlich ist.

Dabei war es in der Oppenhoffallee (s. Foto) ohnehin immer besonders unpassend, wenn Autos an Radler*innen vorbeizischten, während diese darauf achteten, dass sie von rechts nicht durch eine sich öffnende Autotüre jäh zu Boden gerissen werden.

Bestimmt zehn Schilder hat die Stadtverwaltung aufgestellt, fünf auf jeder Seite der Oppenhoffallee. Es hält sich zwar kein einziger Pkw, kein Lkw-Fahrer und auch kein Bus der ASEAG an die Vorgabe (für euch getestet). Aber was soll’s?! In Aachen muss man den guten Willen für die Tat nehmen und zufrieden sein, wenn sich kein Autofahrer-Aufstand erhebt.

Wie in der Lütticher Straße. Dort soll seit über 10 Jahren ein Stück Straße umgebaut werden . . . mit je einem Radweg stadtauswärts und stadteinärts, jeder 2,30 Meter breit, mit schmalen Radschutzteilen. Der Aufschrei der Autofans beschäftigt zur Zeit Politik und Stadtverwaltung. Entschieden ist noch nichts.

Dem Wald geht es sauschlecht, warum soll es den Bäumen in der Stadt besser gehen? So denken vermutlich die Anwohner im Aachener Süden und stellen ihre Autos gern auf den Wurzelbereich der Bäume.

Möglichst nah an den Baum ran! Das Erdreich wird hart wie Beton, sehr zum Schaden des Baumes.

Auch in der Ludwigsallee macht man sich Sorgen wegen wegfallender Parkplätze, hat aber das Parkhaus am Eurogress als Alternative ganz in der Nähe. Für eine Gebühr von 30 oder 35 Euro pro Jahr einen Anwohner-Parkplatz am Straßenrand mieten . . . das wird wohl demnächst auch in Aachen so preiswert nicht mehr zu machen sein. Warum dann nicht gleich einen subventionierten, sicheren und trockenen Platz im Parkhaus mieten?

Zu Ende gegangen ist unterdessen der Versuch am Adalbertsteinweg. Dort wurde eine Radspur eingerichtet und wieder abgebaut. Jetzt warten wir mal auf die Auswertung des Experiments durch die Stadtverwaltung.

Welcher Luxus: eine breite Furt für Zweiräder. Schade, dass das Wetter so schlecht war, kalt und nass. Wir wären sonst vor Begeisterung dort gleich zehnmal hintereinander runtergefahren – mit den Rädern.
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In der ASEAG schwarz fahren, das lohnt sich nicht

Ein Tipp, ein wichtiger Hinweis: fahrt nicht schwarz, es lohnt sich nicht. Ja, die ASEAG ist sauteuer. Wenn das Geld für die ASEAG nicht reicht, kauft ein schönes gebrauchtes Fahrrad aus Aluminium. Ihr spart euch Geld (60 Euro kostet 1 mal schwarzfahren) und jede Menge Ärger. Ich weiß, wovon ich rede.

Aus dem Polizeibericht:

Vorgestern Nachmittag (16. November) gegen 16 Uhr konnte ein 18-Jähriger in der Linie 51 bei einer Fahrkartenkontrolle keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen.

Der 18-Jährige, sowie ein 14-jähriger Jugendlicher und ein bislang unbekannter Tatverdächtiger beleidigten und schlugen auf den Fahrkartenkontrolleur ein. Als der Bus an der Haltestelle „Oidtweiler“ in Baesweiler anhielt, gelang dem bislang unbekannten Tatverdächtigen die Flucht.

Zwei weitere Mitarbeiter der ASEAG, die sich auch im Bus befanden, halfen dem Kontrolleur und hielten bis zum Eintreffen der Polizei die beiden Tatverdächtigen im Bus fest. Die Beamten übergaben den 14-Jährigen an den Erziehungsberechtigten.

Den 18-jährigen Tatverdächtigen entließen die Beamten nach der Identitätsfeststellung und leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein, schreibt die Polizei. Der Junge hat jetzt den Ärger seines Lebens.

Der Mitarbeiter der ASEAG erlitt leichte Verletzungen. (fp)

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