Werde Nachbarschaftslotse, qualifizier dich

In der Nadelfabrik am Reichsweg in Aachen kann man sich zum Nachbarschaftslotsen ausbilden lassen.    Foto: Archiv

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Aachen lädt Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler ein zur Arbeit mit Neuzugewanderten. Am Donnerstag, 29. November, von 9 bis 16 Uhr kann man sich im Seminarraum 1 der Nadelfabrik (Reichsweg 30) kostenlos zum Nachbarschaftslotsen qualifizieren lassen. Referent des Workshops ist, wie die Stadtverwaltung mitteilt,  Markus Reissen, interkultureller Trainer und Mediator.

Durch Globalisierung und Migration treffen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen in vielen alltäglichen Situationen aufeinander. Unterschiedliche Sichtweisen, Kommunikations- und Handlungsgewohnheiten können dabei bereichernd sein, aber auch krasse Missverständnisse im nachbarschaftlichen Miteinander hervorrufen.

Das Presseamt teilt zum Workshop mit: „Um bereichernde Kommunikation in der Nachbarschaft zu erleben, Missverständnisse zu klären und Perspektivwechsel anzuregen, können verschiedene Methoden eingesetzt werden.“ Die Teilnehmer des Workshops werden durch fachlichen Input, Austauschmöglichkeiten und Übungen auf diese Methoden und die Tätigkeit als Nachbarschaftslotsen vorbereitet.

Bei der ehrenamtlichen Tätigkeit seien anschließend regelmäßige Austauschtreffen geplant. Bei Interesse an diesem Workshop ist ab sofort per Mail eine Anmeldung unter annika.wilden at mail.aachen.de möglich.

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LVR-Fraktion informiert sich wieder an Ort und Stelle

Nach dem Ende des Braunkohletagebaus werden die dann geschaufelten, gigantischen Löcher mit Wasser (des Rheins) gefüllt. Im Museum Haus Erckens in Grevenbroich sind die Dimensionen der Seen (Hambach und Garzweiler) erkennbar, die dann entstehen.

Die Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ führte die Fraktion der Freien Wähler im Landschaftsverband (LVR) in diesem Herbst an den Niederrhein. Sinn der Tour ist es jedes Mal, Einrichtungen und Gebietskörperschaften persönlich in Augenschein zu nehmen, die mit dem LVR eng verbunden sind.

Zunächst wurde Schloss Dyck aufgesucht, denn das Schloss wird von einer Stiftung (gegründet 1999) betrieben, wo der LVR zu den Stiftern gehört. Das Stiftungskapital kommt vom Land NRW, von RWE, dem LVR, dem Rhein-Kreis Neuss, der Stadt Jüchen und der Grafen-Familie Salm-Reifferscheidt-Dyck. Letztere brachte die damals stark sanierungsbedürftige Schlossanlage mitsamt den Gärten ein. Die weitläufige Anlage ist jetzt in einem hervorragenden Zustand.

Das Problem: Wie andere Stiftungen auch, hat die Stiftung Schloss Dyck begonnen, Stiftungskapital zu verzehren. Zu niedrigen Zinseinkünften kommt hinzu, dass seinerzeit die Kosten für die Sanierung eines Teils der Anlage (Reitbahn) aus dem Ruder gelaufen sind, und der Betrieb insgesamt – obwohl er eine vielbesuchte Touristenattraktion ist – leicht defizitär arbeitet. Die Geschäftsführung konnte den Betrieb allerdings in den letzten Jahren wieder in den Bereich einer roten Null heben.

Tags drauf gab es ein ausführliches Informationsgespräch in der Kreisverwaltung von Grevenbroich mit Hans-Jürgen Petrauschke (CDU), dem Landrat des Rhein-Kreis Neuss. Themen waren u.a. die wirtschaftliche Lage des Rhein-Kreis Neuss, die Förderschulen, die demographische Entwicklung des Kreises und der Strukturwandel im Hinblick auf die Entwicklung des Braunkohletagebaus.

Petrauschke ist Jurist und überzeugte als Verwaltungsfachmann mit vernünftigen Ansichten. Dass er sich von der Metropolregion (steht in Aachen  unter dem Verdacht, eine überflüssige Neugründung zu sein) irgendetwas Positives verspricht, machte nachdenklich. Für die Gegner der Braunkohle-Verfeuerung (speziell für die Waldbesetzer) hatte er als Mitglied des  Aufsichtsrat der RWE Power AG kein Verständnis und nur Polemik übrig.

Quasi nebenbei erwähnte der Landrat, dass es heutzutage immer schwerer sei, die Menschen zu erreichen, ihnen Entwicklungen und Entscheidungen im Kreis zu erklären und sie zu informieren. Er sagte: Immer weniger Leute beziehen und lesen eine Tageszeitung (jüngere schon gar nicht). Facebook und Twitter seien durch jede Menge Blödsinn und FakeNews nicht mehr glaubwürdig und seriös, Werbeblättchen landeten zwar in jedem Haushalt, würden aber nicht wirklich gelesen sondern weggeworfen, TV-Werbung sei extrem teuer.

Der Umstand, dass die Menschen mit den guten, alten Tageszeitungen nicht mehr zu erreichen sind, ist auch für mich (immer noch Piratin) Anlass zu extremer  Sorge die Demokratie betreffend.

In Grevenbroich besichtigte die Fraktion sodann die Villa Erckens , das „museum der niederrheinischen seele“, das allerdings in keiner direkten Verbindung zum LVR steht. Es ist ein Stadtmuseum (ein modernes Heimatmuseum) und befindet sich in der einstigen Villa der Industriellen-Familie Erckers, die ursprünglich aus Aachen stammt. Im Untergeschoss ist die Industrialisierung Grevenbroichs dokumentiert. Sehenswert sind zudem oben die Darstellungen/Exponate/Filme zu den Themen Braunkohleabbau (s. Foto oben), Schützenwesen und Sprachforschung.

Die vielen interaktiven Stationen und das innovative Konzept des Museums machen es zu einem modernen Heimatmuseum, das unbedingt Vorbild sein sollte für weitere Museen dieser Art in anderen Städten.

Bestens organisiert wurde die Info-Tour wieder von der Geschäftsführung der Fraktion.

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Was ein Städteregionsrat ist, weiß kein Mensch

Tim Grüttemeier (CDU) ist als Sieger aus der Wahl zum Städteregionsrat (das ist ein Landrat) hervorgegangen. In einer Stichwahl muss er sich gleichwohl am 18. November noch bestätigen lassen. Es soll hier nicht verschwiegen werden, dass Grüttemeier – wenn man mal alle Wahlberechtigten nimmt – dass er von denen nur knapp 14 Prozent für sich gewinnen konnte. Die Wahlbeteiligung liegt aber bei etwa 35 Prozent. Und bei so wenig Wählerinnen und Wählern kommt der Kandidat natürlich auf seine Quote.

Jetzt kann man hingehen, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und die niedrige Wahlbeteiligung beklagen. Damit greift man allerdings zu kurz.

Beklagt werden muss: Dass Menschen zu einer Wahl gerufen werden, während sie gar nicht wissen, was die Städteregion ist, zu was die Städteregion gut ist, was ein Städteregionsrat ist, was seine Aufgabe ist, wieviel Macht er eventuell hat. Das ist eine Zumutung. Ich kenne Menschen, die sagen „Sei mir nicht böse, aber ich habe wirklich keine Zeit, mich mit einer so komplizierten Sache zu beschäftigen.“ Gerade in Aachen denkt doch alles: Wir haben einen Oberbürgermeister und einen Rat, für den Rest gibt es die Bezirksregierung in Köln und den Armin Laschet mit seiner CDU in Düsseldorf.

Viele haben seit Jahren versucht, den Leuten die Städteregion zu erklären. Die Tageszeitungen leisteten seitenweise Aufklärung. Wer hat das gelesen? Wer hatte so viel Zeit? Die SPD verteilte aktuell 20.000 Flyer mit Infos über die Städteregion, es gab Info-Stände in großer Zahl.

Hat alles kaum was bewirkt. Und ich denke allmählich: Die Existenz der Städteregion und die Existenz eines Städteregionsrates (und schon gar eines Städteregionstages) ist Menschen, die sich nicht ohnehin für Politik ganz stark interessieren, nicht erklärbar. Mit diesem Konstrukt stimmt etwas nicht. Vielleicht muss dieser ganze Laden anders aufgestellt werden, muss anders funktionieren, anders wirken.

Oder man gibt sich damit zufrieden, dass eben in Sachen Städteregion nur diejenigen entscheiden, die Bescheid wissen. Das sind von Monschau bis Baesweiler eben von allen Wahlberechtigten nur 35 Prozent. Die allermeisten haben stressige Jobs, manche sogar zwei davon, haben Familie und müssen schauen, dass die Eltern irgendwie versorgt werden, dass die Kids was lernen usw. Dass sie sich nur immer so nebenbei über Politik informieren wollen, kann ich zumindest denen nicht vorwerfen.

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In Aachen, Monschau und Roetgen bleibt die AfD unter 5 Prozent

Doofes Bild, aber auch ohne eure Wahlbenachrichtigung könnt ihr an der Stichwahl am Sonntag, 18. November, teilnehmen.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) wird 70 Jahre alt und tritt ab, und die ganze StädteRegion Aachen muss sich einen neuen Städteregionsrat (Landrat) wählen. Eine Landratswahl interessiert verständlicherweise nur Menschen, die ohnehin politisch auf Zack sind. Und das sind hier von allen Wahlberechtigten immerhin noch 35,53 Prozent.

Der erste Wahlgang hat gestern stattgefunden, und weil keiner der 6 Kandidaten auf 50 Prozent kam, kommt es zwischen den beiden Gewinnern (CDU 39,24 % und SPD 27,87 %) zur Stichwahl. Am 18. November entscheiden wir uns, ob wir mehrheitlich von Tim Grüttemeier (CDU) oder Daniela Jansen (SPD) regiert repräsentiert werden wollen.

Die Grünen setzen auch bei uns ihren Höhenflug fort. Junge, Junge! Aber Kandidat Oliver Krischer (aus Heimbach stammend) ist natürlich auch ein Super-Kandidat. Er holte in Aachen-Stadt sagenhafte 29,59 Prozent. In einem Aachener Stadtviertel sogar so viel wie CDU und SPD zusammen. (Sein Gesamtergebnis: 21,23 %)

Genau da, wo so horrend viele Leute Grün wählten, da ist der AfD-Kandidat  besonders schwach. In Aachen, in Monschau und in Roetgen. Nicht mal 5 Prozent erreichten die Rechtsradikalen dort. In Aachen, Monschau und in Roetgen weiß man eben: Wenn Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund weg wären, ändert sich nichts. Dann geht aber die Hetze los gegen andere Mitglieder von Minderheiten: Homosexuelle, Behinderte, Obdachlose, Arbeitslose, Juden, psychisch Kranke, Frauen in Führungspositionen . . .

6,84 Prozent erreichte der AfD-Kandidat gleichwohl insgesamt, das finde ich wenig. Im Bereich Aachen-Hüttenstraße ist er allerdings auf 21,52 Prozent gekommen. s. wahlen.regioit.de

Wie in eurer Nachbarschaft, in eurer Straße gewählt wurde, das seht ihr hier. (Auf eurer Wahlbenachrichtigung ist der Stimmbezirk angegeben.  Schaut mal nach.) http://wahlen.regioit.de/AC/str18/05334002/html5/Landratswahl_NRW_73_Uebersicht_stbz.html

So wählte Konzen http://wahlen.regioit.de/AC/str18/05334020/html5/Landratswahl_NRW_73_Stimmbezirk_Konzen.html

So wählte Höfen: http://wahlen.regioit.de/AC/str18/05334020/html5/Landratswahl_NRW_73_Stimmbezirk_Hoefen.html

Bei der Stichwahl kommt es jetzt darauf an, ob die Grün-WählerInnen sich Daniela Jansen zuwenden oder Tim Grüttemeier. Nach dem Ergebnis können wir für die Kommunalwahl in 2020 erste Schlüsse ziehen, denke ich.

Leider hatte die Piratenpartei keinen Kandidaten, keine Kandidatin aufgestellt. Die Piraten (zur Zeit in Deutschland sehr schwach, in Tschechien und Luxemburg stark) sind erst zur Europawahl wieder dabei.

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Wirklich lustig ist dieser Hitler nicht

Mutig: Das Aachener Das Da Theater in der Liebigstraße führt „Er ist wieder da“ mit Klaus Beleczko als Adolf Hitler  auf.

Er ist wieder da“, daran besteht kein Zweifel. Hitler und sei Nationalismus erleben eine gewisse neue Beliebtheit. Aber muss man ihn ernst nehmen? Sollen wir diesmal nicht lieber – über seine skurrile, hirnvernagelte Art zu sprechen und zu agieren – lachen?

Zweifellos muten Adolf Hitler und sein Gebrüll, seine Art, sich in Szene zu setzen und zu gestikulieren heutzutage lächerlich an. Ein Gockel, der kaum gehen kann, so sehr ist er durchdrungen von der Bedeutung der eigenen Person. Ein Mann, gefangen in seinem Größenwahn.

Allerlei Showtalente haben ihn in letzter Zeit parodiert, am besten machte das bisher Jan Böhmermann (und hier). In Aachen feierte kürzlich das Das Da Theater mit dem Stück „Er ist wieder da“ diese Witzfigur, den Diktator. Das Schauspiel (nach dem Roman von Timur Vermes) wurde für die Bühne bearbeitet von Axel Schneider. Und in dem Aachener Theater – das sei hier als Resümee gesagt –

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin. In Aachen dient es als Kulisse.

konnte man hin und wieder tatsächlich mal lachen. Aber es gab auch Szenen, in denen einem das Blut in den Adern gefror. Zum Beispiel, wenn das ganze Ensemble – stramm stehend – die erste Strophe vom Deutschlandlied singt. „Deutschland, Deutschland ÜBER ALLES IN DER WELT“. Man ekelt sich.

In dem Schauspiel (Regie: Tom Hirtz) geht es um Hitler, der im Jahr 2018 plötzlich in Berlin wieder auftaucht und mit Fernsehleuten in Kontakt kommt, die ihn für einen Komiker halten, der ohne Ende seine Hitler-Nummer aufführt. Er macht niemand etwas vor und begeistert bald die Massen. Man hält ihn für eine Parodie seiner selbst, gibt ihm viel Sendezeit und kassiert schließlich noch einen Fernsehpreis.

Klaus Beleczko spielt den Hitler, den die Zuschauer am Ende sympathischer finden als die dämlichen Fernsehfuzzis. Hitler quatscht und trompetet ohne Ende. Man wundert sich, wie ein Schauspieler so viel Text im Staccato von sich geben kann. Es ist kein einfaches Stück, das sich das Das Da Theater da vorgeknöpft hat, alle weiteren Schauspielerinnen und Schauspieler treten in mehreren Rollen auf. Nach zweieinhalb Stunden (mit Pause) fühlte ich mich ziemlich zugequallt. Meinetwegen hätte man ein, zwei Szenen weglassen können.

Das Bühnenbild ist krass: Das Holocaust-Mahnmal von Architekt Peter Eisenman in Berlin ist ansatzweise nachgebildet. „Die grauen Betonblöcke auf der Bühne bilden eine skulpturale Landschaft, die die Struktur des Mahnmals aufgreift“, schreibt Frank Rommerskirchen (Bühnenbild) im ausführlichen

Die Stelen erinnern an unfassbare Verbrechen. Mittendrin kann ein Theater-Hitler einen neuen Aufstieg inszenieren.

Programmheft. Manchmal agiert das Ensemble nicht nur vor und zwischen, sondern sogar auf den Blöcken stehend. Man hofft dann nur, dass niemand einen Fehltritt tut und abstürzt.

Klar, dass der Auferstandene bald schon eine Mail-Adresse hat, ein Handy nutzt, von den Möglichkeiten des Internet begeistert ist und via YouTube kommuniziert. Er erinnert manchmal an den amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Alle regulären Aufführungstermine waren bereits vor der Premiere ausverkauft. Es gibt aber Zusatz-Vorstellungen, unter anderem: am 14. und 27. November und am 4. und 11. Dezember (Beginn jeweils um 20 Uhr). s. Dasda.de

Eine Karte kostet 24 Euro, ermäßigt 16 Euro.

Eine weitere Theaterkritik findet ihr hier.

 

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LVR-Jahresbericht: Millionen für behindertengerechte Arbeitsplätze

Blick in den Innenhof der LVR-Hauptgebäudes in Köln. Dieser Verband hat nichts mit Landschaft zu tun hat, wohl aber viel mit der Förderung behinderter Menschen im Rheinland.     Foto: Archiv

Der Landschaftsverband (LVR), der ganz zu Recht ein „stiller Riese“ genannt wird, unterstützte (laut Jahresbericht 2017/18) mit mehr als 2,3 Millionen Euro die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen in der StädteRegion Aachen. Und er unterstützte mit mehr als 1,2 Millionen Euro die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen im Kreis Düren.

Damit hat die finanzielle Unterstützung in der StädteRegion Aachen in 734 Fällen Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert (Düren: 211). Der Arbeitsagenturbezirk Aachen-Düren erreichte im Erhebungsjahr 2016 eine Beschäftigungsquote von 4,5 Prozent und liegt damit unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert von fünf Prozent. Ende 2017 lebten in der Städteregion Aachen 56.246 Menschen mit einer Schwerbehinderung.

Rheinlandweit hat das LVR-Inklusionsamt die Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen mit mehr als 54,3 Millionen Euro (Vorjahr: 53,6) unterstützt. Davon flossen rund 39,3 Millionen Euro in 9.687 Fällen an Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen, um neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen sowie Räumlichkeiten und Arbeitsplätze behinderungsrecht zu gestalten.

Mit den weiteren Mitteln wurden Integrationsprojekte und regionale Arbeitsmarktprogramme finanziert.

Die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Sicherung und Gestaltung von wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen für schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen bleibe das oberste Ziel des LVR-Inklusionsamtes, erklärte Prof. Dr. Angela Faber, LVR-Dezernentin für Schulen und Integration. Und weiter: „Darüber hinaus beschäftigen wir uns intensiv mit der Entwicklung im Bereich der Digitalisierung und den Innovationen in der modernen Arbeitswelt, aus denen sich auch für Menschen mit Behinderungen völlig neue Chancen zur Teilhabe ergeben können.“

Um die Leistungen und Angebote für Arbeitgeber, Interessenvertretungen und Menschen mit Schwerbehinderung transparenter und leichter zugänglich zu gestalten, hat das LVR-Inklusionsamt seinen Internetauftritt überarbeitet und einige Broschüren in Leichter Sprache veröffentlicht: www.inklusionsamt.lvr.de.

Zum 31. Dezember 2017 lebten im gesamten Rheinland 955.093 Personen mit einer Schwerbehinderung – 29.527 mehr als bei der letzten Erhebung im Jahr 2015. Fast 90 Prozent sind älter als 45 Jahre.

 

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Jetzt impfen lassen gegen Grippe

Heute ist wieder Halloween. Schützt euch vor den Zombies und vor Grippeviren. Denn wenn ihr selbst auch die Erkrankung übersteht so doch andere vielleicht nicht, die ihr angesteckt habt. 

Liebe Leserinnen und Leser, bitte erinnert euch an die Notstände, die letztes Jahr wegen einer Grippewelle über uns hereinbrachen. Eine Grippe, das muss nicht sein, das kann man vermeiden, meinen jedenfalls die Doktors. Und die Stadtverwaltung reicht freundlicherweise eine Mitteilung weiter, die wir hier leicht gekürzt gern veröffentlichen. Mit der Bitte, dass ihr eine Impfung erwägt. Die Mitteilung: 

„Die Grippewelle des vergangenen Winters 2017/2018 war von außergewöhnlichem Ausmaß und hat bei den Aachener Krankenhäusern einerseits zu einer Vielzahl von Patienten geführt. Auf der anderen Seite wurde die Situation durch einen zudem hohen Erkrankungsstand der Mitarbeiter weiter erschwert. Das stellte das gesamte System der Rettungskette von Erstkontakt in Praxis und Rettungsdienst, in der Notfallpraxis oder beim Hausarzt über die Versorgung in den Notaufnahmen bis hin zur komplexen intensivmedizinischen Therapie vor große Herausforderungen. Dies bestätigt auch der Influenza-Saisonbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch-Instituts, der ca. neun Millionen influenzabedingte Arztbesuche, zwei Millionen mehr als in den starken Grippesaisons 2012/13 und 2014/15, ausweist.

Umso wichtiger sei es nun, Vorbereitungen für die nächste Saison zu treffen, sagt Priv.-Doz. Dr. Stefan Beckers, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Stadt Aachen.

„Alle Aachener Bürgerinnen und Bürger sollten sich rechtzeitig über eine mögliche Schutzimpfung informieren.“

Vertreter der Aachener Krankenhäuser (Alexianer-Krankenhaus, Franziskus-Hospital, Luisenhospital, Marienhospital und Uniklinik RWTH Aachen) rufen darüber hinaus zusammen mit dem Rettungsdienst der Stadt Aachen dazu auf, die Empfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) ernst zu nehmen. Dort ist vorgesehen: Die Impfung für alle Personen über 60, für chronisch Kranke aller Altersstufen, für Schwangere sowie für Personal, das in der Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten tätig ist.

Gemäß einer im Juli vom Robert Koch-Institut vorgestellten Untersuchung waren in der Grippesaison 2016/2017 in der Ärzteschaft 61,4 Prozent der Personen geimpft, beim Pflegepersonal 32,5 und bei therapeutischen Berufen 34,2 Prozent sowie in der Bevölkerung gerade einmal 34,8 Prozent der Menschen über 60 Jahre.

„Solch niedrige Impfquoten sollten unbedingt vermieden werden“, erläutert Dr.Verena Bochat vom Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen, die diese Aktion ausdrücklich unterstützt. Die Impfung ist nicht nur für jeden individuell als Schutz gegen Influenza von Nutzen, sondern „sie trägt auch dazu bei, Menschen vor einer schweren Erkrankung, unter Umständen mit Todesfolge, zu schützen„.

Der Vierfachimpstoff ist bundesweit empfohlen, und auch wenn diese Influenzaimpfung keine vollständige Sicherheit dagegen bietet, an Grippe zu erkranken, so können dennoch sehr viele Erkrankungen, schwere Verläufe und Todesfälle im Verlauf vermieden werden.

Mehr Infos beim Robert Koch Institut unter www.rki.de/influenza und www.rki.de/influenza-impfung

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Am Sonntag: Kunst ist zum Einheitspreis von 210 Euro zu haben

Hingehen, Bild aussuchen, zahlen, mitnehmen. In der Aula Carolina ist drei Tage lang ordentlich was los.

Noch am Sonntag, 28. Oktober, von 11 bis 17 Uhr gibt es in der Aula Carolina in Aachen, Pontstraße, Kunst zum kleinen Preis. Bei der ART//CONNECTION trafen sich auch schon gestern und vorgestern die Kunstfreunde, und etliche Werke wurden bereits verkauft. Ein jedes Werk ist nämlich für 210 Euro zu haben und kann sofort mitgenommen werden.

Verschiedene Künstler haben ihre Bestände für den heutigen Tag noch mal aufgefüllt. Es ist also noch gut was vorhanden.

40 Künstlerinnen und Künstler sollen es insgesamt sein, die an die 360 Kunstwerke unters Volk bringen. Zwei Drittel des Erlöses gehen direkt an die Künstlerin/den Künstler, und ein Drittel wird an eine Hilfsorganisation gespendet.

Der Eintritt ist übrigens frei. Veranstalter ist „Later is now“. Hier seht ihr mehr: http://artconnection-aachen.de  

Zum Verfahren schreiben die Veranstalter: „Aus einer Vielzahl von Bewerbungen werden 40 Künstler durch eine unabhängige Jury ausgewählt. Jedem der Künstler steht genau ein Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Bis zu maximal 9 Werke dürfen auf diese 1×1 Meter Fläche gleichzeitig angeboten werden.“

Fand in der Aula Caroline schon mehrfach statt: Eine Ausstellung, bei der Künstler und Künstlerinnen ihre Werke unters Volk bringen. Noch mehr Infos, hier.

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Vom Drachenbändiger, dem Niagara Carwash und fehlenden Bügeln

Das neue Polizeipräsidium in Aachen-Brand.

Über 1300 Polizeibeamte werden im Frühjahr 2019 umziehen. Das neue Gebäude an der Trierer Straße ist bald fertig. Vor dem Bauwerk steht schon der Heilige Georg parat, der Schutzpatron der Polizisten.

Dieser Heilige kämpfte mit einem Drachen, wobei der Drache ein Symbol ist für alles Böse, Unheimliche und jedwede Kreatur, die nicht real existiert, sondern ein Ungeheuer ist. Mit dem Tod des Drachen sollte auch alles Rätselhafte und Geheimnisvolle aus der Welt verschwinden, leider. Aber die Kirche in Gestalt des Heiligen Georg wollte eine Rationalität durchsetzen, da war für Fabelgestalten kein Platz mehr. Das ist gelungen. Mit dem Drachen wird symbolisch alles gekillt, was nicht ins (rationale) Bild passt. Es ist übrigens eine Plastik von Professor Wolfgang Binding.

Genau gegenüber wird derzeit die größte Auto-Waschanlage Aachens, ja der ganzen StädteRegion gebaut. Riesig, diese „premium Autowaschanlage“ mit 75-Meter-langem Waschtunnel! Leute, die so etwas bauen, nehmen nicht an, dass in absehbarer Zeit eine relevante Zahl von Menschen aufs Rad oder in den ÖPNV umsteigen wird. Die Wirtschaft zeigt mit ihren Investitionen, womit in Zukunft zu rechnen ist: Weiterhin mit ganz vielen Autos. (Dazu: s. Leser-Kommentar)

Niagara Carwash, sowas hat uns in Aachen ja noch gefehlt. Im Hintergrund rechts die Autobahnbrücke in Brand.

Dauernd muss ich mit dem Rad in die Stadt. Seltenst ist mal ein Platz an einem Fahrradbügel frei (Beweisfoto: unten). Man muss sein Rad am Markt an einem Geländer festmachen oder an Pfählen von Verkehrsschildern. Ob die Stadtverwaltung nach einem Politikerbeschluss uns Bürgerinnen und Bürgern noch mal 200 Bügel spendieren könnte? Für das Gebiet rund um Dom und Rathaus?

An einem ganz normalen Mittwoch, bei gar nicht mal schönem Radfahr-Wetter: alles voll.

Wohin also mit den zusätzlichen Bügeln? Ich schlage vor, zwei Parkplätze schräg gegenüber vom Elisenbrunnen umzuwandeln, fürs erste.

Zum Schluss noch etwas Kultur: Der Auftritt des Literaturkritikers Denis Scheck am Donnerstag, 25. Oktober, in der Stadtbibliothek, muss aus organisatorischen Gründen in die Citykirche, An der Nikolauskirche 3, verlegt werden. Anfang der Veranstaltung ist hier – anders als angekündigt – um 20 Uhr, so teilt die Verwaltung mit.

Und: Das Sandro Mugavero Quartett tritt im Rahmen der Reihe „Jazz in der Nadelfabrik“ am kommenden Sonntag, 28. Oktober, um 18 Uhr in der Nadelfabrik am Reichsweg 30 auf. Sandro Mugavero spielt in seinem aktuellen Quartett gemeinsam mit Gregor Goldbach an der Gitarre und Christian Schmidt am Bass – mit zwei Musikern, die über Rock, Funk und Ska Musik zum Jazz gekommen sind. Sie bewegen sich, genauso wie Sängerin Irmgard Mugavero, stilsicher zwischen Swing, Balladen und Latin Jazz. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

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Blogs und Links, die euch interessieren könnten.

Wie sich die Themen gleichen. Ob Aachen oder Berlin: Wohnungsnot und fehlende/schlechte Radwege überall. https://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/category/politik/

Das lässt hoffen: Die Rechtmäßigkeit der BND-Spionage am Frankfurter Internetknoten wird nicht akzeptiert.  

Eine Überraschung, die den Bürgerinnen und Bürgern vor Freude die Tränen in die Augen treibt, nehme ich an. Bus- und Bahnfahren in Bielefeld auf bestimmten Strecken probeweise kostenlos. Nehmt das, Aachener Verkehrspolitiker. 

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Peng! Umstrittene Aktion gegen Polizeigewalt

Das Künstler-Kollektiv Peng!, das erst kürzlich mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet wurde, ist weiter kreativ und hat sich eine neue Aktion ausgedacht. Für diese Aktion wird das Kollektiv aus Berlin in der Presse teils umfassend beschimpft.

In Aachen konnte man die Leute kennenlernen, die von sich sagen, sie machen politische Kunst. Die Aktivitäten von Peng! ziehen Menschen, die nicht viel nachdenken, den Boden unter den Füßen weg. Manch einer lässt sich zu Morddrohungen hinreißen.

Peng! forderte zum Beispiel alle Zeitgenossen auf, Geflüchteten Mitfahrgelegenheiten über eine europäische Grenze anzubieten. Beatrix von Storch, prominente Politikerin der AfD, klatschten die Aktivisten von Peng! eine Sahnetorte ins Gesicht. Storch hatte sich kurz zuvor für den Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge an der Grenze ausgesprochen. Peng! fordert immer zu zivilem Ungehorsam auf, so auch mit der Aktion „Deutschland geht klauen“.

Jetzt wird es aber erst recht Morddrohungen hageln, denn die „Meister des zivilen Ungehorsams“ (Selbstbezeichnung) fordern uns auf, uns an der Erstellung einer „Cop Map“ zu beteiligen. Zusammen mit einem Kollektiv aus München prangern die Berliner die geplante Ausweitung der polizeilichen Befugnisse an. Wie jeder weiß, darf die Polizei in Bayern bald jeden und jede festnehmen nur mit dem Hinweis, es sei „Gefahr im Verzug“ (unbegrenzte präventive Haft ohne Pflichtverteidiger). Wann Gefahr im Verzug ist, entscheidet die Polizei selbst vor Ort. Schön, nee?

So werde, laut Peng!, die Polizei selbst zur Gefahr. Und deshalb sollten auf einer Karte im Internet alle Polizisten, die irgendjemand auffallen, verzeichnet werden. Ob man das so wörtlich nehmen soll? Einige tun es schon. „Drohende Gefahr“ lautet der Titel der Aktion, und hier könnt ihr euch selbst ein Bild machen. https://www.drohende-gefahr.de

Eine „Drohende Gefahr“ waren Polizisten ja zuletzt für die Waldbesetzer*innen im Hambacher Forst. Aber auch Illegale, Prostituierte, Obdachlose, Dunkelhäutige, Hausbesetzer oder andere Minderheiten mögen Polizisten als eine Gefahr betrachten. Schau nach bei amnesty

Mehr Infos (hier auf: gerade nicht   klicken) in der TAZ. 

Tosenden Applaus gab es am 1. September 2018 in Aachen in der Aula Carolina für die Aktivisten-Gruppe Peng!. Die Berliner wurden mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

 

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