Ganz ohne Hass und Hetze diskutiert

Aachens Oberbürgermeister ist wirklich überall präsent, mal im Karneval, mal in Rom und dann sogar am Türelüre-Lißje Brunnen. Zusätzlich nahm er neulich an einer Diskussion in der Nadelfabrik (Reichsweg) teil, als die Meinungen zu dem Denkmal hart aufeinanderprallten – allerdings in friedlicher Atmosphäre ohne eine Spur von Hass und Hetze, wie man sie zu dem Thema auf Facebook erleben musste.

Volles Haus beim Bürgerforum in der Nadelfabrik, als es um den Erhalt des Türelüre-Lißje Brunnens ging.

Der Brunnen zeigt ein Mädchen, das daran gehindert wird, die Toilette aufzusuchen und das sich deshalb in die Hose pinkelt. Der Kleinen ist das peinlich, sie schaut ängstlich. Drei Jungen hindern sie am Gehen und finden ihre Not amüsant, sie lachen. Freude empfinden, wenn anderen ein Leid geschieht, das ist nicht gerade das, was man im öffentlichen Raum sehen möchte. 

Die Meinungen pro und kontra Brunnen waren an dem Abend ausgeglichen, manche kurios. Jemand meinte, der Brunnen sei ein Denkmal für das Mädchen und erinnere daran, „dass die Gewalt in uns allen ist“. Man sollte mal mit dem Künstler sprechen, riet der Nächste (der Künstler ist lange tot). Andere betonten die Freiheit von Kunst und Lehre und fragten, ob das Grundgesetz in Aachen nicht mehr gelte. 

Foto: Der Brunnen, den der Aachener Künstler Hubert Löneke schuf.

Weiter: Karl der Große habe Verbrechen begangen (an den Sachsen), und sein Denkmal werde auch nicht abgerissen. Einer hatte eher Probleme mit dem Wehrhaften Schmied und der Gewaltverherrlichung in dieser Figur. Nachkommen des Stifters des Brunnens versicherten glaubhaft, alles sei auf gar keinen Fall übergriffig gemeint gewesen. Ein Vater sagte, er habe seiner Tochter erklärt, Jungen seien nun mal frech und dafür seien Mädchen zickig. Dass es sich bei der Darstellung um sexualisierte Gewalt handelt, darauf bestand am Ende eigentlich niemand mehr.  

Es war viel von Tradition die Rede, aber es kamen auch Personen zu Wort, die meinten, dass Jungen lachen weil ein Kind Angst hat, das gehöre nicht zur Tradition von Aachen. Vergleiche mit dem Fischpüddelchen und den Bronze-Kindern vor der Osthalle (s. Foto rechts) seien völlig daneben, weil da niemand gequält werde.

Dass die Klappergasse in Aachen umgebaut wird, steht (seit etwa 10 Jahren) fest. Manch einer glaubt allerdings nicht mehr dran. Entschieden wurde zum Thema Brunnen an dem Abend nichts. Infos zum Brunnen und dem dazu passenden Liedchen hier.

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Ein Mann mit Vorstellungen über die Zukunft: Mario Draghi 

Unterdessen haben OB Michael Ziemons und Armin Laschet (MdB und Vors. Karlspreisdirektorium) in Rom Professor Mario Draghi den Karlspreis 2026 ganz offiziell angetragen, und Draghi hat „ja“ gesagt, und fühlt sich erwartungsgemäß geehrt. Das soll auf AachenNews nicht unerwähnt bleiben.

Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons (l.) und Armin Laschet (r.), Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, in Rom mit Prof. Mario Draghi (Mitte). Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Tja, in Rom müsste man sein, bei 20 Grad, in wunderbarer Umgebung – im Garten der Residenz des deutschen Botschafters nämlich. Draghi arbeitet daran, dass Europa sich entwickelt und z. B. das Veto-Recht, mit dem Einzelne alle anderen regelmäßig ausbremsen, abgeschafft oder umgangen wird. Er möchte erreichen, dass in der EU auch mal eine kleinere Gruppe vorangeht und überzeugende Lösungen schafft. Dabei entstehe dann Anziehungskraft – andere würden sich anschließen. 

Draghi legte in der Vergangenheit Pläne vor, um Europa – mit Blick auf China und die USA – stark zu machen: handlungsfähig, souverän und zukunftsorientiert. „Uns ist es wichtig, aus Aachen heraus Impulse für die Zukunft von Europa zu setzen“, sagte Oberbürgermeister Michael Ziemons laut Pressebericht. Und weiter: „Das Gespräch in Rom mit Mario Draghi hat noch einmal gezeigt, dass er nicht nur in der Vergangenheit große Verdienste erworben hat. Er ist jemand, der eine klare Vision für die Zukunft von Europa hat.“

Mehr Infors unter: www.karlspreis.de und www.aachen.de/karlspreis

 

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Wie entwickelt sich die Mobilität in Aachen?

Der 2. Jahresdialog Mobilität der Stadt Aachen findet statt am Dienstag, 17. März, von 17.30 bis 19 Uhr, im Depot (Talstraße 2).

Mit dem Jahresdialog Mobilität wurde im vergangenen Jahr ein neues Format etabliert, das die gesamte Bandbreite der Mobilitätsentwicklung in Aachen in den Blick nimmt. Auch in diesem Jahr möchten die Fachleute der Stadtverwaltung auf abgeschlossene und aktuelle Projekte sowie zentrale Entwicklungen der Mobilität in Aachen schauen.

Darüber hinaus werden wir die Ergebnisse des Bürger*innenrates, der im letzten Jahr zu einem Mobilitätsthema beraten hat, vorstellen, und es wird Raum für Austausch und Diskussion geboten.

Die Wortbeiträge halten u.a. Stadtbaurätin Frauke Burgdorff und der Fachbereichsleiter Mobilität und Verkehr Uwe Müller. Wäre schön, wenn sich Interessierte anmelden unter veranstaltungen-mobilitaet@mail.aachen.de

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Jubel am Tivoli: Aachen gewinnt Heimspiel.

Das war – wider Erwarten – ein supertolles Spiel. Spannend, abwechslungsreich und randvoll mit schönen Szenen auf dem Spielfeld. Aachen siegte gegen den SC Verl (eine der Spitzenmannschaften in der 3. Liga) mit 3:1. Sieg, Sieg, Sieg. Die Zuschauer waren phasenweise höllenhaft laut und vor Freude komplett aus dem Häuschen.

Dabei war das Stadion quasi nur zur Hälfte gefüllt – ein sonderbarer Anblick. Allerdings: Wer nicht dabei war, hat definitiv was verpasst. Wenn nicht alles täuscht, hat die ganze Mannschaft sich nachhaltig zum Besseren entwickelt.

Ungewöhnlich: Viele freie Plätze im Stadion an der Krefelder Straße. Dies allerdings auch, weil aus Ostwestfalen nur 250 Fans anreisten und das Wetter wirklich sehr schlecht war.

Knapp über 19.500 sollen es gewesen sein, die am Samstag den Weg ins Stadion fanden. Ob da immer die Dauerkartenbesitzer*innen automatisch mitgezählt werden, auch wenn gar nicht alle ins Stadion kommen? Man weiß es nicht. Möglich ist alles. Bundesliga Schiri Deniz Aytekin verteilte insgesamt 5 gelbe und eine rote Karte.

Früh stand es 1:0 für Aachen, dann 2:0 (Lars Gindorf/ Mehdi Loune), die Mannschaft attackierte und rannte wie die Feuerwehr dem Ball hinterher. Man befürchtete schon: Ja, ja, wir verausgaben uns mal wieder früh, dann geht uns die Puste aus, der Gegner schießt ganz am Ende 3 Tore und gewinnt. Erwartungsgemäß ließ Aachen gegen Ende der 1. Halbzeit tatsächlich etwas nach mit dem druckvollen Spiel, prompt stand es 2:1 zur Halbzeitpause.

Spannend ging es weiter, bis Aachen das 3. Tor erzielte. „Scheint ein gutes Spiel zu sein“, so die Reaktion auf entsprechende WhatsApp-Nachrichten aus dem Stadion. Die Lieben zu Hause wurden nämlich zügig informiert und sind sowieso digital immer dabei.

Sehr stressig wurde das Spiel – je mehr es dem Ende zuging. – Dann fliegt ein Verler mittels einer Roten Karte vom Platz (wegen Notbremse an Schroers), Aachens junger Torwart Fotios Pseftis scheidet (nach diversen schönen Paraden) verletzt aus und Neuzugang und Ersatztorwart Manuel Riemann stellt sich ins Tor. 8 Minuten Nachspielzeit, das ist lang. Aber die gehen auch vorbei und Aachen gewinnt hochverdient. (nächste Spiele: Sonntag, 1. März, 13.30 Uhr, gegen SV Waldhof in Mannheim und Donnerstag, 26. Februar, 19 Uhr, FVM-Pokal gegen die Kölner Fortuna)

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Kleinste Kulisse. Sind die Tickets zu teuer?

Heute spielt unser geliebter vaterstädtischer Fußballverein in Aachen gegen den SC Verl, und es muss im Falle eines Sieges ein kleines Wunder geschehen, denn die Vorbedingungen für die Alemannia sind nicht gerade rosig. Aus Verl (Ostwestfalen) kommen nur 250 Fans zum Tivoli und dortselbst wurden erst 16.000 Tickets verkauft, so wenig wie seit Dezember 2023 nicht. Diverse Aachener Spieler sind verletzt, außerdem steckt Aachen in einer Serie von verlorenen Heimspielen fest – alles kein Grund, sich auf dem heutigen Samstag zu freuen.

„Aachen droht kleinste Kulisse seit 2023“, schreibt liga3-online. Was ist heute anders als sonst?

Für heute wurde – soweit bekannt: erstmals – angekündigt, Personenkontrollen zu veranstalten um diejenigen Fans zu finden, die sich regelmäßig als Erwachsene ein stark verbilligtes Kinderticket kaufen und damit ins Stadion gelangen. Das ist leicht möglich.

Sollte es deshalb (wissen wir nicht) dazu kommen, dass statt der üblichen 24.000 nur 16.000 Fans das Spiel ansehen, dann muss man darüber nachdenken, weitere ermäßigte Preise einzuführen.

Foto: AachenNews Archiv

Vielleicht sollten die organisierten Fans mal eine Umfrage starten und fragen: Findet ihr die nicht-ermäßigten Tickets zu teuer?

Der SC Verl ist erfolgreich, in der Tabelle auf Platz 2. Echte Fans denken, dass Aachen mithalten kann und das Spiel heute gewinnen kann und gewinnen wird. Nur: Fußballfans sind die Gruppe in der Gesellschaft, die sich bei Prognosen über die Zukunft am häufigsten irrt. Das haben Wissenschaftler herausgefunden, fragt diesbezüglich die Zukunftsforscherin Florence Gaub.

Tageskarten (Vollzahler) 

Die Preise variieren je nach Tribüne und Kategorie:

  • Sitzplatz (Kategorie 1): 34,00 € (z. B. Blöcke O2-O5, W2, W3).
  • Sitzplatz (Kategorie 2): 25,00 €.
  • Sitzplatz (Kategorie 3): 21,00 € (z. B. Block S6 mit freier Platzwahl).
  • Stehplatz: In der Regel ab 14,00 € – 15,00 € für Vollzahler (basierend auf den aktuellen Preislisten für die 3. Liga).

Tageskarten (Kinder/Jugendliche) 

Die Preise hängen vom Alter und der gewählten Tribüne ab:

  • Kinder (0 bis 11 Jahre): Kosten nur 1,00 €. Dieses Angebot gilt für alle Tribünen (außer Business-Bereiche) und soll Familien den Stadionbesuch erleichtern.
  • Jugendliche (12 bis 17 Jahre): Kosten pauschal 12,00 € für einen Sitzplatz in der Kategorie 1 (z. B. Blöcke O2-O5, W2, W3).
  • Schüler/Studenten: Für Personen ab 18 Jahren in Ausbildung greift der ermäßigte Tarif, der je nach Kategorie zwischen 12,00 € (Stehplatz) und 29,00 € (Sitzplatz Kat. 1) liegt.

Preise via Google: OHNE GEWÄHR

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Die Lieblings-Podcasts

Werbeblock: Jede Folge ist hier hörenswert, verschafft einem Durchblick, Überblick und wichtige neue Erkenntnisse. Es sind teils lange Gespräche, Gäste bekommen viel Zeit, ihr Wissen darzulegen und sich zu erklären. Wer also Zeit hat: Sucht euch die Folgen raus und hört einfach zu.

Screenshot
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In der Erde graben, direkt neben dem Dom? Das wird spannend.

Im Juni 2023 gab es in Aachen ein Unwetter. Ein Baum (Linde) auf dem Münsterplatz wurde überraschend umgerissen. Er knallte auf einen zweiten Baum, der dann wegen Instabilität ebenfalls dran glauben musste. Verletzt wurde niemand.

Seitdem ist der Münsterplatz zwischen der Bäckerei Nobis und der Buchhandlung Schmetz an dieser Stelle baumlos, leider.

„Die Baumfelder werden zeitnah neu bepflanzt“, so wurde von der Stadtverwaltung 2023 versprochen. Und siehe da: Bereits in der kommenden Woche wird schon mit archäologischen Grabungen in beiden Baumfeldern begonnen! Es kann mit sensationellen Funden gerechnet werden, vermutlich muss mal wieder Aachens Geschichte neu geschrieben werden (zwinkerzwonker).

Sind die Archäologen durch, dann werden auf dem prominenten Platz zwei neue Bäume gepflanzt. Wann das sein wird, das weiß kein Mensch.

Wenige Meter neben dem Dom. Foto: AachenNews Archiv

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Zu wenig Sendezeit für den AKV, oder noch zu viel? Im Moltkepark wird aufgeräumt. Und: Aachen jetzt mit WhatsApp-Kanal

In Aachen gesehen. Aber: In welcher Straße war das noch?

Ach käme jetzt doch mal – nach Karneval – eine Zeit, in der gar nichts Schlimmes passiert! Kein neues AfD-Umfrage-Hoch, keine Bedrohung Europas durch eine sog. Supermacht, überhaupt kein Krieg in Europa, keine Pandemie, keine Umweltkatastrophe mit vielen Toten, keine Neuwahl, einfach business as usual.

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Konzentrieren wir uns auf die lokalen Aufreger-Themen. Im Rückblick ist jetzt der AKV (Aachens Karnevalsverein mit maximalem Ansehen und Einfluss) nicht zufrieden mit der Präsenz seiner elend langweiligen Show in den regionalen und überregionalen TV-Programmen. Viel zu wenige von euch schauten sich zu mitternächtlicher Stunde Guido Cantz und die Ordensverleihung an.

Und weil man den WDR von nix überzeugen kann, wendet man sich an die Landesregierung. Die kontrolliert schließlich den WDR und soll den Programmfuzzis Beine machen. Mehr „Brauchtumspflege“ wird eingefordert, bessere Sendezeiten sind gemeint.

Witzemacher Guido Cantz ist aber auch wirklich schwer zu ertragen, die Ritter*innen sind immer ausgesuchte Spaßbremsen (z. B. Weigel, Stoiber, Lindner, Söder), und was hat das alles mit Aachen zu tun? Wo ist da z. B. die gnadenlose, grandiose Verarschung der Mächtigen? Wo sind die Stiche mit dem Florett? Lächerliche Figuren wie Trump und Orban, Erdogan und Putin gehören durch den Kakao gezogen dass die Schwachte kracht, an Karneval hat das Tradition. Da fehlt es am Mut, da macht auch die Landesregierung nichts. (Wen der Casus noch interessiert: hier lesen)

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Eine gute Nachricht. Endlich, endlich: In den kommenden zwei bis drei Wochen entstehen im Moltkepark neue Grünflächen. 

So heruntergekommen sieht es im Moltkepark seit Jahren aus. Foto: Stadt Aachen/Angela Fiege

Der komplette Rückbau der stillgelegten Skateranlage, der Asphaltdecke der ehemaligen Rollschuhbahn und des Kreativhauses beginnen am Montag, 23. Februar. Das verspricht die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Angeblich werden dort Grünflächen und Zuwege am Spielplatz entstehen. Die komplette Maßnahme soll rund zwei Wochen dauern. In dieser Zeit bleibt der Spielplatz gesperrt.

Die Fläche musste im Sommer 2019 vom Aachener Skateboard Club verlassen werden, weil die Anwohner im Frankenberger Viertel sich durch Lärm (abends und nachts) belästigt fühlten. Der Club hat sich mittlerweile selbst eine neue Anlage zwischen Eisenbahnweg und Vennbahnweg gebaut/bauen dürfen mit Unterstützung der Stadt. Sehenswert.

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Die Stadt Aachen ist jetzt auch bei WhatsApp. Unter aachen.de/whatsapp ist es möglich, den Kanal zu abonnieren und Meldungen aus der Verwaltung zu erhalten. Wer nichts verpassen möchte, kann die Glocke im Kanal aktivieren und erhält ein Signal, sobald neue Meldungen eingestellt werden. 

Die Stadt ist auf folgenden Plattformen vertreten: Instagram (mit über 62.000 Followerinnen und Followern die relevanteste Plattform), Facebook, Threads, Mastodon, Bluesky und WhatsApp. Bei X (von Elon Musk) war die Stadt Anfang des Jahres 2025 ausgestiegen.

Es soll hier nicht verschwiegen werden, dass Algorithmen auf allen diesen US-Plattformen darauf ausgelegt sind, Nutzer möglichst lange in der App zu halten, was zu Sucht und sozialer Isolation führen kann. Auf Plattformen wie Facebook und Threads verbreiten sich Fake News und Hassrede extra-schnell, weil sie durch Algorithmen gepusht werden.

Die wichtigsten Aachen-Meldungen gibt es außerdem via Stadtseiten-Newsletter unter aachen.de/newsletter und immer freitags per E-Mail. Alle Infos sowie aktuelle Pressemitteilungen der Verwaltung sind natürlich auch unter aachen.de zu finden.

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Thema AfD: Was bringt ein Verbot?

Es gibt jede Menge Leute, die ein Verbotsverfahren gegen die AfD für nicht sinnvoll, ja für geradezu kontraproduktiv halten. Was also ist zu tun? Der Landesverband Niedersachsen wurde immerhin erst vor wenigen Tagen (Februar 2026) als „extremistische Bestrebung“ hochgestuft. Und die Forderung nach „Remigration“ als Kernthema (von einer stets sehr schlecht gelaunten Alice Weidel schreiend vorgetragen) hinterläßt regelmäßig pures Grausen. Mit herben Wohlstandsverlusten wird gerechnet, falls diese Partei ihr Anti-EU-Programm durchsetzt.

Aktuell wird die Partei von einer „Verwandtenaffäre“ (Vetternwirtschaft) belastet. Den Landesverbänden in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen wird vorgeworfen, öffentliche Gelder für die Beschäftigung von Angehörigen zweckentfremdet zu haben.

Wer sich mit der AfD und einem eventuellen Verbot befassen will, hat am kommenden Dienstag Gelegenheit dazu.

„AfD-Verbots jetzt?
“, so lautet der Titel einer Veranstaltung mit Thomas Kutschaty
 (SPD), der ehemaliger Justizminister des Landes NRW ist. Kutschaty kommt im Rahmen einer Kampagne nach Aachen. Der Vortrag mit Diskussion zu den rechtlichen Rahmenbedingungen eines Prüfverfahrens beim Bundesverfassungsgericht und möglichen Wirkungen findet statt am Dienstag, 24. Februar, ab 19 Uhr im Ford-Saal des Super C, Templergraben/Ecke Wülnerstraße. Eintritt frei.

Veranstalter ist der Asta der RWTH Aachen in Kooperation mit den „Omas gegen Rechts“ und „Eltern gegen Rechts“.

Die „Omas“ sind mittlerweile ein fester Bestandteil der politischen Protestkultur in Deutschland. Beharrlich und professionell verfolgen sie ihre Ziele. Die AfD kann sich warm anziehen.

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Landesweite Unterschriften-Aktion für ein AfD-Verbot. Aachen ist dabei.

„Wir müssen handeln – und zwar jetzt.“ Die Aachener Omas gegen Rechts und ihre Mitstreiter wollen dem Aufstieg der AfD nicht weiter tatenlos zusehen. Sie wollen im Verbund mit anderen ein Verbot der AfD erreichen. Das Bündnis „AfD-Verbot jetzt“ hat erkannt: Die Partei am äußersten rechten Rand hat das Ziel und das Potential, der Demokratie schweren Schaden zuzufügen, die Demokratie von innen heraus zu zerstören. Die AfD gehört verboten.

Ein wirksames Mittel zur Bekämpfung der AfD ist bis jetzt noch nicht gefunden worden. Die einen nennen die AfD zwar „Feinde der Demokratie“, wollen sie gleichwohl in einer Koalition kleinkriegen, andere wollen die Partei nur politisch bekämpfen, aber in keiner Weise mit den Ultrarechten zusammenarbeiten, und wieder andere halten ein Verbot für zwingend erforderlich. 

Den Politikern, die allein dazu berechtigt sind, ein Verbotsverfahren zu beantragen, will man jetzt auch von Aachen aus auf die Sprünge helfen. Durch Teilnahme an einer Unterschriften-Aktion.

Machen sich mit den Omas gegen Rechts und vielen anderen für ein Verbotsverfahren stark: Architekt und Kabarettist, Manfred Hammers, Beate Kloesgen, RWTH-Professor Marco Lübbecke, Richter a. D. Harry Addicks und DGB-Regionsgeschäftsführer Ralf Woelk (v.l.).

Die Aachener „Omas gegen Rechts“ haben die Initiative ergriffen. Zusammen mit Gleichgesinnten aus 50 anderen NRW-Städten starten die Aachener*innen einen Appell und sammeln Unterschriften. Ziel: 100.000 Unterschriften in ganz NRW bis zum Sommer 2026. In den ersten Tagen kamen schon 21.840 (Stand 10. 02., mittags) zusammen. Gesammelt wird auf der Straße, an Infoständen, unter Freunden und Nachbarn und digital über die Plattform WeAct. Hier klicken. Mehr als 14.000 kamen allein schon in den ersten 72 Stunden zusammen.

Richter a. D. Harry Addicks informierte bei der Pressekonferenz in der Rosstraße in Aachen über juristische Aspekte. Er zitierte Artikel 21 Absatz 2 des Grundgesetzes: „Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig.“ Zumindest in Teilen verfassungswidrig und gesichert rechtsextremistisch ist nach Auffassung des Bundesamtes für Verfassungsschutz die AfD.

Daran konnte übrigens kein Zweifel mehr bestehen, als man sich bei der PK vor Augen führte, was die Politikerinnen und Politiker der AfD zu ihrer Geisteshaltung so von sich gegeben haben. Das war in der Masse erhellend, es konnte einem schlecht werden. – Verbotsrelevante Zitate hier und hier.

Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland mit einer vielfältigen Gesellschaft wird bei der Frage, ob es zu einem Verbot kommt, eine wichtige Rolle spielen. Zum Weiterlesen: hier klicken

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