
Hier riechst du, im geschlossenen Auto, Lüftung ausgeschaltet, massiv den Geruch von verbranntem Holz bzw. Torf. So ein seltsamer, süßlicher Geruch. Es ist eben sehr viel Torf aus dem Venn verbrannt, die Perle der Eifel (Monschau) stinkt zum Gotterbarmen.
Prognose: Der Regen wird das Zeug aus der Luft waschen, der Wind wird alles davontragen. So ein Vennbrand ist eine höchst umweltschädliche Angelegenheit, in mehrfacher Hinsicht. Ein Torfmoor ist ein gigantischer CO2-Speicher. wenn der sich entleert, dann gilt: Die Emissionen sind unvorstellbar.
Jetzt – zum Glück – hat die Feuerwehr die Sache im Griff. Nicht zuletzt, weil der Wind gestern aus der „richtigen“ Richtung kam, nicht so heftig und nicht von Westen. Im Industrieland Deutschland sind wir darauf angewiesen, aus welcher Richtung der Wind zufällig kommt, damit unser Wohnungen und Häuser nicht verbrennen.


Der Gestank fängt (zumindest heute) in Konzen an, wird in Imgenbroich stärker und ab Kreuzung Flora geht es dann richtig los. Eifeler*innen, der/die zufällig ein paar Tage woanders verbringen können, werden sich freuen. Schon in Aachen ist „das Klima“ besser.

Vorerst brennt das Venn (auf belgischer Seite) unterirdisch und wird das noch viele Tage und Wochen lang tun. Es gibt Feuer in diesem Hochmoor, die überstehen unterirdisch einen ganzen Winter.
Nicht vergessen: Naturkatastrophen – von Menschen gemacht – machen vor Grenzen nicht halt. Sie schädigen unsere Lebensqualität und ganz besonders die von Menschen, die demnächst erst eingeschult werden. Diesen Kleinen machen wir schon heute das Leben unerträglich. Und von den jetzt regierenden Politiker*innen ist keine Hilfe zu erwarten. Nicht mal ein Tempolimit – und ähnliche sehr leicht zu realisierende Umweltschutzmaßnahmen – gönnt man uns und der Natur.



















