Erfolgreichste Ausstellung seit Bestehen des Ludwig Forums

Mit rund 45.000 Besuchen und zusätzlich enorm vielen Kunstvermittlungsangeboten war die Ausstellung „Lust der Täuschung“ die erfolgreichste seit Bestehen des Ludwig Forums (LuFo). Dem Leiter des LuFo und Veranstalter diese Ausstellung wurde nichtsdestoweniger im Vorfeld der Schau (über die Presse als Werkzeug) so übel mitgespielt, dass er seinen Hut nahm und jetzt andernorts für schöne Ausstellungen sorgt.

Am 30. Juni endete „Lust der Täuschung. Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ im Ludwig Forum Aachen. Nach 18 Wochen Laufzeit ist die Bilanz außergewöhnlich. Der Katalog war noch vor Ende der Ausstellung restlos ausverkauft.

Der im LuFo ausverkaufte Katalog ist noch über den Buchhandel beziehbar. Unter anderem für bei früheren Ausstellungen nicht verkaufte Kataloge hatte sich Beitin öffentlich übelst rügen lassen müssen. Die Betreiber dieser Aktion freuen sich jetzt sicher, einen so herausragenden Förderer des Rufes der Stadt Aachen erfolgreich vertrieben zu haben. Meine Meinung: Alles Knallköppe und Vollpfosten. Leute, die auf Pepita Schach spielen wollen.

Mehr als zwei Jahre lang hatte sich Andreas Beitin für das LuFo in Aachen – gemeinsam mit der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München – mit einem zentralen Thema der Kunstgeschichte auseinandergesetzt – mit dem Phänomen der Illusion und der Täuschung in der Kunst. „Es entstand eine außergewöhnliche Schau, die die Besucher narrte, überraschte, erstaunte und ihnen das Vergnügen bereitete, den täuschenden Trick entlarven zu können“, schreibt das Presseamt in einer Mitteilung.

Erstmals in der Geschichte des Ludwig Forum seien auch historische Zeugnisse der Frühzeit integriert worden, die die Täuschung um archaische kulturanthropologische Schnittstellen interdisziplinär erweiterten: Die Zeitreise durch die Jahrtausende begann mit einer 4.500 Jahre alten altägyptischen Tür, die, entgegen der Erwartung, aus Stein und eben nicht, wie es scheint, aus Holz ist.

„Unter den rund 100 ausgestellten Kunstwerken waren Leihgaben von 73 verschiedenen Institutionen, darunter bedeutende internationale Museen, Galerien, Privatsammlungen und Künstler*innen aus Europa, den USA und Japan“, so teilt die Pressestelle weiter mit.

5036 Personen hätten an Führungen in deutscher, englischer, französischer und niederländischer Sprache für Schulen, Kindergärten und Erwachsenengruppen teilgenommen. Dazu kamen flankierende Angebote in der Künstlerwerkstatt, Workshops, Lehrerveranstaltungen und Kindergeburtstage. An vier Tagen der Woche konnten die Besucher*innen zudem künstlerische Arbeiten mit Virtual Reality selbst ausprobieren, betreut von Hilfskräften.

Das Ludwig Forum an der Jülicher Straße in Aachen. Foto: Archiv

Die Pressestelle lässt uns weiter wissen: „Im Rahmenprogramm fanden Vorträge renommierter Gastredner statt: Prof. Dr. Alexander Markschies, Leiter Kunsthistorisches Institut RWTH Aachen, Prof Dr. Leif Kobbelt, Professor für Informatik mit dem Spezialgebiet Computergrafik, Dr. Jürgen Kippenhan, Philosophisches Institut der RWTH und Logoi, Institut für Philosophie und Diskurs, Prof. Dr. Astrid Rosenthal-von der Pütten, Lehrstuhl für Technik und Individuum, Institut Human Technology Center der RWTH Aachen, Manuel Roßner, Künstler und Begründer der virtuellen „Float Gallery“ und viele mehr. Zudem gab es noch die Feier anlässlich der Verleihung der Auszeichnung Museum des Jahres 2018 durch die AICA.“

„Digitale Kunsthalle“ des ZDFkultur

Seit dem 28. Mai 2019 wird „Lust der Täuschung“ in der „Digitalen Kunsthalle“ des ZDFkultur präsentiert und somit erstmalig online für alle zugänglich gemacht. Für die digitale Version der Ausstellung wurden von Dominik Bönisch (Kuratorische Assistenz) besonders prägnante Werke aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie und Film ausgewählt, die eindrucksvoll unter Beweis stellen, wie vielfältig der meisterhafte Umgang mit der Täuschung in der Kunst ausfällt.

Hier:: digitalekunsthalle.zdf.de/lust

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Aachen ist bis Sonntag im CHIO-Fieber

Montag auf dem Katschhof. Wenn Pferde und Reiter, Kutschen und Musiker in der Innenstadt auflaufen, dann ist in der Soers wieder CHIO.

Ein kleines Volksfest ist immer die Präsentation des jeweiligen CHIO-Partnerlandes auf dem Marktplatz in Aachen. Angeführt von den Aachener Stadtreitern gab es die Ponys der French Federation zu sehen, eine musikalische Abordnung der Garde Républicaine, Kutschen und Kaltblüter aus den Regionen Frankreichs sowie Camargue Stuten. Partnerland ist nämlich dieses Jahr: Frankreich.

Auch Jean-Francois Pignon, in Reiterkreisen für seine Freiheitsdressuren bekannt, kam mit zwei Pferden auf den Markt. Es spielten die Jagdhornbläser „Trompes du Pays“. Insgesamt gab es eine flotte Veranstaltung, wo die Kids den Auftritt von CHIO-Maskottchen Karli mit seinen französischen Comic-Kollegen Asterix & Obelix bestaunten.

Der CHIO Aachen wurde offiziell am Dienstag (16. Juli) eröffnet. Tausende Besucherinnen und Besucher kommen nach Aachen, die Zimmerpreise in den Hotels haben sich verdoppelt gegenüber den Wochen nach dem Turnier. Den Reiterinnen und Reitern geht es um insgesamt 2,7 Millionen Euro Preisgeld.

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Behutsame Umgestaltung für einen kleinen Platz. Was wollen die Bürgerinnen und Bürger?

Friedrichstraßenplatz?Lothringerstraßenplatz? Rizomplatz? Einen Namen hat dieser Stadtteilplatz nicht. Er war jetzt Gegenstand von Beratungen im Planungsausschuss der Stadt.

Ein kleiner Platz – an der Lothringerstraße gelegen – soll umgestaltet werden. Ziel: mehr Aufenthaltsqualität, mehr Grün. Etwa 1650 Quadratmeter bedürfen einer zeitgemäßen Neuordnung, so schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage (bis zur Zwischenüberschrift „Entwurfsplanung Stadtteilplatz“ runterscrollen).

Der Platz besteht heute im Grunde aus zwei Plätzen, ist rundum fast vollständig zugestellt mit Autos und hat 14 Bäume (die haben schlechte Wuchsbedingungen wegen der Versiegelung). Beide Platzteile sollen zu einem etwa 1885 Quadratmeter großen Stadtteilplatz zusammengelegt werden. Die Straße zwischen den beiden Teilen fällt dann weg, außerdem auch einige Parkplätze. Im Gegenzug gibt es mehr Grünfläche (Baum- und Pflanzbeete) und eine attraktivere Gestaltung für die Fußgänger. Es könnten auch Fahrradbügel dort aufgestellt werden.

Dort gibt es eine Kita, die die Veränderungen begrüßen würde. Für die Kita muss natürlich der Kinder-Bringverkehr möglich sein. Die Feuerwehr hat sich ebenfalls schon mit der Umgestaltung befasst und angefreundet. Der Baumschutz desgleichen.

Dort stehen derzeit noch zwei Bänke, zwei Beleuchtungsmasten und Sammelcontainer herum. Mehr Bänke und ein Spielpunkt sollen da hin. Was die Finanzierung betrifft, so gibt es Fördermittel. Schließlich liegt der Platz am Premiumfußweg Nr. 3, und was das eigentlich bedeutet, müssen wir abwarten.

Baumscheiben können auch so aussehen. Zu finden in der Lothringerstraße.

Was die Bürgerinnen und Bürger sich von dem Platz erwarten, was sie sich wünschen und was sie keinesfalls möchten, das soll noch in einer Bürgerbeteiligung erfragt werden. Die Planung wird danach noch verändert und konkreter werden. Zum Thema: „Lothringerstraße wird Fahrradstraße“, s. hier – Wann genau mit dem Umbau begonnen wird, ist mir nicht bekannt.

Dieses Teil steht auf dem Platz an der Lothringer Straße und wird vermutlich auch Aufnahme in die Neuplanung finden müssen.

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Theaterstraße soll mal ein Boulevard gewesen sein

In der Theaterstraße links im Bild: das beschädigte und unsachgemäß geflickte Bodendenkmal, auf dem legal die Pkw parken. Echt doof.

Auf der Theaterstraße in Aachen befindet sich (auf beiden Seiten) etwas, das ein sogenanntes Bodendenkmal sein soll. Es ist im Aachener Fall ein historisches Muster in verschiedenen Variationen. Als Bodendenkmal wäre das Muster besonders schützens- und erhaltenswert. Was aber mit dem kunstvollen Pflaster in Aachen geschieht, kann man auf den Fotos hier erkennen: Es wird zerstört, von parkenden Autos. Erstaunlich, dass sich in Aachen kaum jemand daran stört.

Die Theaterstraße soll einst ein Boulevard gewesen sein. Es ist aber eigentlich nur eine breite Straße mit seitlich stehenden Bäumen, wenigen alten Prachtbauten, vielen Parkplätzen und zwei großen Parkhäusern in unmittelbarer Nähe. Parkhäuser, die ich selten annähernd voll erlebt habe.

Linke, Grüne und Piraten stimmten neulich im Planungsausschuss dafür, dass das Parken auf der einen Seite zwischen Borngasse und Bahnhofstraße und auf der anderen Seite zwischen Borngasse und Harscampstraße nicht mehr erlaubt wird (Ausnahme: Behinderte und Lieferfahrzeuge natürlich). Später sollte dann mal die komplette Theaterstraße bis zur Wilhelmstraße hin an den Rändern Pkw-frei sein.

Eine Mehrheit von CDU und SPD stimmte ohne zu zögern, umstandslos dagegen, so dass der Vorschlag nicht die geringste Chance hatte. Und mMn auch niemals haben wird.

Worauf sich alle einigen konnten: Umgestaltung des Areals vor und seitlich vom Theater. Immerhin. Der Verkehr soll künftig in beide Richtungen nur noch an der Seite zur Alten Post (Kapuziner-Karree) hin fahren.

Hier wird alles von der Verwaltung gut erklärt. Achtung: Es ist viel Text, aber interessant. Bitte seht euch unten die Anlage an.

Rote, graublaue und weiße Pflastersteine.

Im September (16. bis 23. 09.) gibt es eine Mobilitätswoche, in der probeweise eine Seite vom Stadttheater vom Autoverkehr befreit werden soll. Im Winter soll dort testweise (direkt neben dem Theater) eine Eisbahn stehen, auf die aber hoffentlich noch wegen des neu erwachten Klima-Bewusstseins verzichtet wird. – Mal sehen!

SPD verärgert

Kurzfristig entstand im Planungsausschuss Verwirrung. Es ging um mehr Gastronomie auf einem kleinen Teilstück der Straße. Da stimmten plötzlich die meisten CDU-Leute mit den Grünen, Linken und Pirat Udo Pütz. CDU-Koalitionspartner SPD reagierte verärgert und will den Beschluss als „rechtlich nicht zulässig“ überprüfen lassen. Es lebe der Fraktionszwang und alle anderen überflüssigen Zwänge. NOT.

Wenig Platz für Fußgänger, für Leute mit Kinderwagen, Behinderte im Rollstuhl oder mit Rollator. Viel Platz aber für Pkw, die auch noch den Bäumen auf den Füßen stehen. Wie so etwas 2019 noch erlaubt sein kann, ist ein Rätsel. Wie kann eine Stadtpolitik so unachtsam, so hinter dem Mond sein? Phänomenal.
Na also, geht doch. Niemand parkt auf diesem Muster (vor St. Jakob), es bleibt erhalten. Man muss übrigens lange suchen, ehe man noch einen Pflasterer, der so ein Kunstwerk pflastern kann, findet.
Vor St. Jakob, Jakobstraße. Echt schön, wa?
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Der Sinn des Lebens: Make the world a better place

Bäume pflanzen und pflegen und dabei genau wissen, dass man sich in den Schatten dieser Bäume selber niemals wird setzen können. Das haben unserer Vorfahren gemacht. Mach auch du etwas für den Erhalt der Lebensgrundlagen kommender Generationen. Foto: Fast 100 Jahre alte Buchen in Monschau. Sie spenden jede Menge Schatten.
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Im Rat von Aachen beschlossen: Stellungnahme zur Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer

Es kann nicht richtig sein, sehenden Auges Menschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen. Da keine Hilfe zu leisten, das darf nicht einreißen. Denn: Wo soll das enden? Wem wird danach ebenfalls nicht geholfen? Mir? dir?

Was wird aus uns, wenn wir lernen, mit diesem grausamen und mitleidlosen Verhalten froh und munter zu leben, in Urlaub zu fahren und politische Entscheidungen zu treffen? Monster? Schaden wir uns nicht selbst, wenn wir uns an solch brutales Verhalten gewöhnen? Wenn wir uns daran gewöhnen, Hilflosen einfach mal NICHT zu helfen?

Im April 2019 haben Marc Teuku für die Fraktion der Piratenpartei und Christoph Allemand als Vertreter der UWG im Rat der Stadt Aachen einen Antrag eingebracht, der jetzt (Sitzung 11. Juli) in abgewandelter Form mehrheitlich angenommen wurde. Hier der Beschluss, der bei drei Nein-Stimmen ( letztere kamen von der AfD bzw. von einem Ex-Vizechef von „Pro NRW“) gefasst wurde, im Wortlaut:

Seenotrettung ist kein Verbrechen.

Der Rat der Stadt fordert alle Verantwortlichen in Bund, Land und Europa auf, Flüchtlingen aus der Seenotrettung zu helfen.

Die Stadt Aachen wird ihre Arbeit zur Hilfe von Flüchtlingen fortsetzen und Flüchtlinge unverändert aufnehmen.

Der Rat beauftragt die Verwaltung, diese Position gegenüber dem Deutschen Städtetag zu vertreten.

Danke allen, die dem zustimmen konnten. Schon im Januar ergriff Marc Teuku die Initiative und ging auf Christoph Allemand zu. Es kam schließlich zu folgendem Antrag: https://aachennews.org/2019/04/20/ratsantrag-zum-thema-seenotrettung-eingereicht/

Was fehlt? Ein EU-weit funktionierendes Verteilungssystem. Und außerhalb der EU Auffanglager, in denen unter menschenwürdigen Bedingungen Anträge auf Asyl gestellt werden können. Das Foto zeigt das EU-Parlament in Strasbourg. 

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250 wollen lieber keine neue Brücke in Laurensberg.

Rund 250 Menschen waren vorgestern (09. 07.) ins Bürgerforum gekommen, das diesmal in einem RWTH-Gebäude an der Forckenbeckstraße tagte.  Die Leute wollten sich informieren und der Politik ihre Meinung zum Brücken-Projekt sagen. Es ging teilweise hoch her.

Die RWTH will ihren Campus Melaten und den Campus West mit einer etwa 500 Meter langen Brücke verbinden. Kosten für das Bauwerk: 20 Millionen Euro, bezahlt aus der Kasse der Stadt Aachen. Diese Brücke muss so stabil sein, dass darüber wahre Monster-Maschinen (groß und schwer) zu den Instituten geschleppt werden können. Die Pläne liegen vor, beschlossen ist offiziell noch nichts.

Allein: Die Menschen, die in der Nähe der Brücke wohnen würden, sind wütend. Sie fürchten 1. die eventuell häßliche Optik des Bauwerks, 2. ein Mehr an Lärm und 3. die dann abgeschnittene Luftzirkulation. 250 Personen mögen es im Bürgerforum gewesen sein, von denen einige Transparente hochhielten (s. Foto). Die Experten versicherten in ihren Redebeiträgen, dass man die Brücke kaum sehen werde, dass es nicht zu mehr Lärm kommen wird und dass auch die Kaltluft weiter fließen wird . . . bis in die Innenstadt hinein.

Höhnisches Lachen, laute Zwischenrufe, unhöfliches Nicht-ausreden-lassen, erlebte man da (das hatte ich so auch noch nicht). Zum Glück nur im ersten Teil der Versammlung, später versachlichte sich die Debatte. Politik und Verwaltung gaben sich große Mühe zu erklären, in welch frühem Zustand sich das Brücken-Projekt angeblich erst befindet.

Die Aachener können Mega-Projekte verhindern, das haben sie schon bewiesen (s. Bauhaus, Campusbahn). Und ob die Stadtgesellschaft sich das 20-Millionen-Projekt finanziell überhaupt leisten kann, ist auch noch nicht zu Ende diskutiert.

Andererseits: Die Leute an der RWTH sind ehrgeizig, sie wollen an der guten alten RWTH europaweit einzigartige Spitzenleistungen bringen, wollen mit München und Maastricht konkurrieren. Sie wollen sozusagen mit der Wissenschaft in die Bundesliga, und zwar nicht in die 2., sondern in die 1. Bundesliga und da ins obere Drittel. Sie sehen auch die Chancen für die Stadt, die sich entwickeln kann und die derzeit unter ihren Möglichkeiten bleibt.

Ein Campus ist ein Areal mit vielen Gebäuden, die alle einer Hochschule zugerechnet werden können. Aachen hat sozusagen zwei davon, beide neu: Campus Melaten und Campus West. Der Campus West ist ein 170 000 Quadratmeter großes Areal und muss erst noch gebaut werden, er beginnt am Westbahnhof und zieht sich entlang der Bahnlinie bis zum Pariser Ring. Heute ist das Gelände eine häßliche Brache, bestens geeignet für schicke Institute mit jeder Menge Forschung und studentischem Leben. Melaten und West zu verbinden, das liegt nahe.

Nur: Muss das über eine Brücke geschehen, geht das nicht auch anders?

Wichtig: Die Angelegenheit wird im Planungsausschuss am Donnerstag, 11. 07., ebenfalls behandelt (17 Uhr, Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße, Saal 170). Dort dürfen allerdings Bürgerinnen und Bürger nur zuhören, nicht mitreden. Mein Tipp: hingehen, zuhören, Bescheid wissen.

Für mehr Infos: hier und hier

Mehrere interessante Präsentationen gab es während der dreieinhalb stündigen Veranstaltung. Rechts im Bild: die neue Brücke, über die der allgemeine Verkehr und der Schwerlastverkehr vom Campus West zum Campus Melaten gelangt.

 

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Die Lothringerstraße soll eine Fahrradstraße werden

Die Aachener Politik hat (im Mobilitätsausschuss) jetzt einstimmig beschlossen, dass die Lothringerstraße auf dem Abschnitt zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße zu einer Fahrradstraße umgestaltet werden soll. Das Presseamt der Stadt teilt mit, worauf man sich schon mal einstellen kann:

Auf der gesamten Strecke soll eine Einbahnstraße für den Auto- und Lkw-Verkehr in Richtung Wilhelmstraße entstehen. Die Radlerinnen und Radler sollen hier weiterhin aber in beiden Richtungen fahren können.

Im Teilstück Oppenhoffallee/Friedrichstraße soll in Zukunft weiterhin auf beiden Straßenseite geparkt werden, im Abschnitt Alfonsstraße/Wilhelmstraße nur noch auf der linken Fahrbahnseite in Richtung Wilhelmstraße. Der Gehweg auf der Seite des ehemaligen Klosters soll drei Meter breit werden.

An der Einmündung von der Lothringer Straße in die Wilhelmstraße soll die Linksabbiegespur erhalten bleiben. Die heutige Rechtsabbiegespur soll aber wegfallen.

Die Lothringerstraße zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße ist ein wichtiges Teilstück der Radvorrangroute (s. Foto), die zwischen Eilendorf (und später auch Brand), der Innenstadt und dem Campus Melaten entstehen soll. Für das andere Teilstück der Radvorrangroute in der Lothringerstraße zwischen Wilhelm- und Harscampstraße hatte der Mobilitätsausschuss bereits im Frühjahr 2019 eine Umgestaltung zur Fahrradstraße beschlossen.

Via Flyer kann sich jede/r über die geplante Radvorrang-Route, die vom Campus Melaten bis nach Eilendorf führt, informieren. Die Flyer liegen in den Gebäuden der Stadtverwaltung aus.

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Steine und Platten und Platten und Steine

Steine, Steine nichts als Steine und unter 1000 Steinen keine Welt. – So könnte man in Anlehnung an ein Rilke-Gedicht* sagen. Denn was Menschen einmal schön gestaltet und passend fanden, das ist am Ende des Tages eine mittlere Katastrophe. Dort – vor dem Deutzer Bahnhof in Köln – wächst kein Halm und summt kein wildes Bierchen mehr.

Dabei sind die Kölner nicht schlimmer als die Aachener oder Dürener in ihrer Vorliebe für Teppiche aus Stein. Ich musste nur gerade in Köln etwas warten und nahm die Gelegenheit, Fotos zu machen. Die könnte ich auch in Aachen machen. Doch es wird langsam Zeit, sich mal zu fragen, ob das wirklich die beste Lösung ist, so ein Steinbelag, der sich aufheizt und nachts Wärme abgibt wie ein Kachelofen?

Direkt neben der ersten Steinwüste: die nächste, auch nicht umwelt- und menschenfreundlicher.

Grüne Inseln haben die Architekten bisweilen zugelassen. Die tun dem Klima gut. Aber: Ein „Masterplan Entsiegelung“ müsste aufgelegt werden, zu unser aller Nutzen und Wohlbefinden. Wo man Bäume pflanzt, kann die Temperatur trotz großer Hitze um 10 Grad runtergedimmt werden.

Das ist kein Wunder, dass der Streifen zwischen den beiden Steinflächen quasi versengt wird. Wo sich die Luft nachts nicht auf mindestens 20 Grad abkühlt, da haben es Pflanzen schwer.

       

Aachen, schräg gegenüber vom Elisenbrunnen.

*Das Gedicht: http://www.rilke.de/gedichte/der_panther.htm

 

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Wirf doch mal einen Blick in die Zukunft (auf den Campus West)

„So innovativ und (digital) erlebbar wie beim Campus West ist noch nie ein Aachener Planungsprojekt präsentiert worden“, teilt das Presseamt der Stadtverwaltung mit. Bürgerinnen und Bürger haben am Dienstag, 9. Juli, die Möglichkeit, einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Die RWTH Aachen hat ein 170.000 Quadratmeter großes Gelände im Westen der Stadt gekauft. Beim Bürgerforum am kommenden Dienstag (ab 18 Uhr) im „CT²“ in  der Forckenbeckstraße 71 kann man sich mittels modernster Technik vor allem einen Überblick über die geplante und vielfach diskutierte Brückenverbindung vom Campus West zum Campus Melaten verschaffen.

Hierfür bietet die „RWTH Aachen Campus GmbH“  nicht nur realistische Fotomontagen an. Das Brückenbauwerk kann am Dienstag, 9. Juli, bereits ab 16.30 Uhr im „CT²“ zum ersten Mal auch über ein interaktives digitales 3D-Modell von verschiedenen Orten aus betrachtet werden.

***

Das Gelände und die Bebauung des Campus West wurde auf der Grundlage von topografischen Datensammlungen des Landes NRW in einem groben Volumenmodell digitalisiert. Hierfür werden Gebäude mittels Laserscan abgetastet. Aus den entstehenden Punktewolken des Scans können dann dreidimensionale Gebäudemodelle maßstabsgetreu in der natürlichen Geländeform virtuell abgebildet werden. Die im Masterplan dargestellte Bebauungsstruktur des Campus West wurde in Form von weißen Gebäudekuben nachgebildet.

Der Masterplan wird ab 18 Uhr von Experten des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen vorgestellt, das Büro „Schüßler-Plan“ aus Düsseldorf informiert anschließend ausführlich zur Brückenplanung.

Das Bürgerforum ersetzt nicht die korrekte Bürgerbeteiligung. Nach den Sommerferien wird natürlich noch zu einer formellen Bürgerbeteiligung inklusive einer weiteren Informationsveranstaltung eingeladen. Hoffentlich wird es möglich sein, dass die Menschen nicht nur informiert, sondern auch noch beteiligt werden. Sie sollten für den Campus West eine Kita, Cafés, Restaurants, eine Sportstätte, ein Studentenwohnheim, Läden usw fordern, damit dieser Campus in ein ECHTES neues Quartier von Aachen verwandelt wird. Es sollten auf dem riesigen Gelände nicht nur Hochschule-Institute angesiedelt werden. Monostruktur ist wenig attraktiv.

Das Programm am Dienstag, 9. Juli, im „CT² Center for Teaching and Training der RWTH Aachen“, Forckenbeckstraße 71, auf dem Campus Melaten:

16.30 Uhr, Ausstellung und Vortrag „Brücke Nord“ Campus West. Gelegenheit, einen Betrachtungs-Standpunkt auszuwählen.

17 Uhr, Begrüßung und Vortrag zur Brückenverbindung der Campus-Areale West und Melaten (Dr. Klaus Feuerborn, Geschäftsführer RWTH Aachen Campus GmbH).

17.15 Uhr, Erläuterung der Technik zum virtuellen 3D-Modell (Formitas AG).

17.20 Uhr, Start interaktive Modellbegehung mit Virtual Reality-Brille.

18 Uhr, Beginn des Bürgerforums

Weitere Informationen zur Entwicklung des Campus West:
www.aachen.de/campuswest
www.rwth-campus.com

Mehr Infos hier, scrollt nach unten und schaut euch insbesondere Anlage 2 und Anlage 3 an. 

 

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