Ein freies Internet ist schön, für seinen Erhalt muss man aber gelegentlich auf die Straße gehen

 

Vor der Demo: Marc Teuku, Sprecher der Fraktion der Piratenpartei im Rat der Stadt Aachen, klärt mit der Polizei noch Einzelheiten zum Weg, den die Demonstration nehmen wird . . .

. . . und gibt noch schnell ein Interview. Dann . . .

. . . werden 80 bis 100 am Vortag gefertigte Schilder verteilt. Einige haben sich ihre Plakate zu Hause gebaut und mitgebracht.

***  

Ganz offensichtlich keine kleine Demonstration für ein freies Internet – ohne Uploadfilter und ohne die Einschränkung der Meinungsfreiheit unter dem Vorwand, Künstlern zu ihrem Recht und zu Einkünften zu verhelfen.

Die Spitze (von schätzungsweise  500 1000 Demoteilnehmer*innen) mit Transparent auf der Theaterstraße. „Wir sind keine Bots“ und „Wir sind laut, weil ihr uns die Freiheit klaut“ wird skandiert.

Ganz offensichtlich keine kleine Demonstration für ein freies Internet – ohne Uploadfilter. Ein Internet ohne die Einschränkung der Meinungsfreiheit unter dem Vorwand, Künstlern zu ihrem Recht und zu Einkünften zu verhelfen.

In der Franzstraße. Auf dem Weg zum Marktplatz. Das Ende des Zuges befindet sich da erst vor dem Gebäude des WDR.

Es gab mehrere vorbereitete Reden und auch einige spontane Wortbeiträge: In der Zollernstraße und auf dem Aachener Marktplatz (s. Foto unten). Nicht alle konnten das hören, denn die Verstärkeranlage war zu schwach, weil mit weit weniger Menschen gerechnet wurde.

Von der Rathaustreppe aus aufgenommen.

Drei Stunden, die keine verlorene Lebenszeit gewesen sind. Es ist nicht das Schlechteste, für Freiheit und besonders Meinungsfreiheit auf die Straße zu gehen.

Hier die Rede von Vitus, der den Eindruck hat, gewisse Politiker hätten das Internet „nicht so ganz verstanden“. Da hat er mit Sicherheit Recht.  https://www.piratenpartei-aachen.de/allgemein/save-your-internet-demo-in-aachen/

Veröffentlicht unter Uncategorized | 2 Kommentare

Also doch: Lothringerstraße wird zur Fahrradstraße

Die Lothringerstraße wird zwischen Wilhelm- und Harscampstraße zu einer Fahrradstraße und einem Premiumfußweg umgestaltet. Das beschloss der Mobilitätsausschuss am 21. März. Die Umgestaltung wird erfolgen, „sobald die Regionetz GmbH ihre Arbeiten an den Versorgungsleitungen auf diesem Teil der Lothringerstraße abgeschlossen hat“, so wird von der Stadtverwaltung ganz offiziell mitgeteilt.

Die Fahrradstraße soll durchgängig 4,50 Meter breit sein. Die Gehwege auf beiden Straßenseiten werden deutlich breiter als heute. 21 Parkplätze fallen weg, 26 Parkplätze bleiben erhalten.

Der Mobilitätsausschuss der Stadt Aachen hat erst nach wochenlangen und hitzigen Diskussionen beschlossen, wie die Lothringerstraße zwischen Wilhelm- und Harscampstraße zu einer Fahrradstraße und einem Premiumfußweg umgestaltet werden soll. Die Ausschussmitglieder sprachen sich einstimmig bei einer Enthaltung (FDP) für die sogenannte Variante 2 aus und beschlossen überdies einige Ergänzungen.

Laut Verwaltungsvorlage sieht die Variante 2 die optimale Umsetzung einer Fahrradstraße im Zusammenhang mit einer Rad-Vorrang-Route und eines Premiumfußweges vor. 21 Parkplätze fallen – wie schon erwähnt – bei dieser Planung weg, 26 bleiben erhalten.

Vier Bäume werden gefällt, sechs neue gepflanzt. Auf diesem Abschnitt der Lothringerstraße stehen also in Zukunft zwei Bäume mehr als heute. Die 12 Bäume stehen alle auf der nördlichen Straßenseite („Raststätte“).

Die Fahrgasse wird komplett rot asphaltiert, die Zufahrt von der Wilhelmstraße in die Lothringerstraße wird umgestaltet. Die Fußgängerinnen und Fußgänger der Wilhelmstraße bekommen einen eigenen, mit einer Ampel gesicherten Überweg über die Lothringerstraße. Die Radlerinnen und Radler sollen die Wilhelmstraße in Zukunft in zwei Richtungen überqueren können, ohne sich in die Quere zu kommen, was heute sehr häufig passiert.

Angesichts mehrerer tödlich ausgegangener Unfälle ist es durchaus angebracht, in Aachen mehr für die Sicherheit der Radfahrer zu tun. Foto: Archiv

 

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Historische Zeitungen aus dem 19. Jahrhundert werden digitalisiert

 

***

Das Stadtarchiv Krefeld hat Mikrofilme von historischen Zeitungsbeständen an das Reprografie-Team des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ) übergeben. Es gehört damit zu den ersten Archiven, die an einer vom Land NRW geförderten Maßnahme teilnehmen. Deren Ziel ist es, das gesamte Spektrum historischer Zeitungen aus Archiven und Bibliotheken in NRW zu digitalisieren und im Internet über das kostenfreie Portal „zeit.punktNRW“ zugänglich zu machen. Diese frohe Botschaft teilte die Pressestelle des Landschaftsverband  (LVR) jetzt mit.

Historische Zeitungen haben als Quellen zur Regional- und Ortsgeschichte einen hohen kulturhistorischen Wert. Allerdings sind sie oft schwer zugänglich und stark von Papierzerfall bedroht. Auf Initiative der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn wurde daher das Konzept für ein Landesprogramm zur Digitalisierung historischer Zeitungen angestoßen.

Das erprobte Verfahren beruht auf einem Pilotprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Nun soll die Infrastruktur für eine kooperative Digitalisierung, Bearbeitung und Präsentation aufgebaut werden. Beteiligte Projektpartner sind unter anderen die Universitäts- und Landesbibliothek Münster (zuständig für Westfalen) und das Hochschulbibliothekszentrum.

Im Rahmen des mehrjährigen Förderprogramms wurden für die erste Projektphase bis 2019 u.a. der Crefelder Anzeiger und das Crefelder Wochenblatt ausgesucht. Digitalisiert werden zunächst verfilmte Zeitungsbestände der Jahrgänge 1807 bis 1861.

Das LVR-AFZ, das rund 580 Archive im Rheinland betreut, übernimmt die Digitalisierung der historischen Zeitungen aus rheinischen Kulturinstitutionen. Die Scanarbeiten erfolgen in der Reprografie des LVR-AFZ in Brauweiler unter Einsatz modernster Scantechnik.

Die digitalisierten Bestände werden nach Bearbeitung auf dem Zeitungsportal zeit.punktNRW kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

LVR garantiert freien Zugang zu seinen digitalen Forschungsergebnissen

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) teilt mit: Der LVR ist der Berliner Erklärung der Max-Planck-Gesellschaft beigetreten. Damit bekennt sich der LVR öffentlich zur Idee des freien Zugangs zu wissenschaftlichem Wissen und zum kulturellen Erbe.

Der offizielle Anschluss des LVR an die weltweite Open-Access-Bewegung stellt besonders für die Digitalisierung und Präsentation des Kulturguts der LVR-Museen und LVR-Kulturdienste einen Meilenstein dar.

„Der LVR schafft damit die notwendigen Voraussetzungen für die umfassende Teilhabe der Menschen an den Quellen und Zeugnissen ihres kulturellen Erbes.“

Professor Jürgen Rolle, Vorsitzender des Kulturausschusses.

Der LVR wird nach und nach seine digital vorliegenden Forschungsergebnisse, Fachpublikationen sowie Bilder, Filme, Tonaufnahmen, Dokumente, Karten und Grafiken des regionalen Kulturerbes frei zur Verfügung stellt. Das heißt: Über eine freie Lizensierung hat jeder und jede die Möglichkeit, beispielsweise ein digitales Foto des LVR unter Angabe der Quelle kostenlos zu nutzen, also nach Belieben herunterzuladen, zu speichern, zu drucken, im Internet zu veröffentlichen und für eigene Zwecke zu bearbeiten und zu verwerten.

Derzeit sind die Bonner Jahrbücher unter Open Access abrufbar: https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/bjb/issue/archive

Aktuell sollen die Inhalte der Portale KuLaDig und zur Alltagskultur frei lizensiert zugänglich werden ( https://www.kuladig.de/ bzw. https://alltagskulturen.lvr.de/).

Bis heute sind weltweit 634 Institutionen der Berliner Erklärung beigetreten, darunter die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Wissenschaftsrat, Fraunhofer-Gesellschaft, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Bundesarchiv der Bundesrepublik Deutschland, Deutsches Archäologisches Institut, Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Infos, hier: https://openaccess.mpg.de/3883/Signatories

und via Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Skateranlage wird wegen überragendem Erfolg geschlossen

In Aachen gibt es jetzt den paradox anmutenden Fall, dass eine Einrichtung wegen überragendem Erfolg . . . geschlossen werden muss. Von der Skateranlage Moltkepark ist hier die Rede. Sie wurde im Laufe der Jahre rundum gut ausgebaut, so dass immer mehr Skater kamen, sogar welche aus dem Ausland. Die Anwohner halten aber den Krach nicht mehr aus. Ende Oktober 2019 ist Schluss.

2014 ging es los. Aus einer alten, verrotteten Rollschuhbahn hatten irgendwann Leute angefangen, in Eigenregie eine Skaterbahn aufzubauen. Im August 2015 soll es von den Aktivitäten die ersten Videos auf  YouTube gegeben haben.

Die Stadtverwaltung erfuhr von der Sache, hatte aber weder Geld noch Personal zur Planung einer Anlage und ließ die Skater gewähren. Eine Funbox und zwei Funramps entstanden. Irgendwie war ein ausgebildeter Steinmetz als Skater dabei, die Anlage wurde richtig professionell gebaut.

Die Stadtverwaltung zeigte sich fortan vom großem Engagement und Fachwissen beeindruckt und verbot nichts. Es gab sogar für Bauabsperrungen 1000 Euro aus dem Jugendfonds, freundlicherweise. Die Skater sprachen mit den Anwohnern, und auch die sollen damals vom Engagement beeindruckt gewesen sein.

„Es wurde von einer Nutzungsdichte ähnlich der vorhandener Anlagen ausgegangen“, so schreibt die Verwaltung in einer Stellungnahme zu dem Thema. Was passierte aber? – Es gab einen Riesenzulauf.

Es wurde ein (von der Stadt bezahlter) Sicherheitszaun aufgestellt, die Skater fragten nicht nach Geld/Fördermitteln für ihren Sport. Sie hatten den Verein „Erster Aachener Skateboard Club“ e. V. gegründet (derzeit 75 Mitglieder) und sich einen Vorstand gewählt, wie das bei Vereinen üblich ist.

Die Verwaltung kontaktierte den Vorstand im April 2018 wegen Mängeln außerhalb der Anlage. „Die Mängel wurden sofort beseitigt und Gesprächsbereitschaft signalisiert“, so steht es in der Vorlage für die Politiker*innen. Die Anlage war inzwischen weiter ausgebaut worden und sollte noch immer perfekter werden, so war es geplant.

Es kamen immer mehr Skater, auch von außerhalb. Der Verein wurde Mitglied im Landessportbund NRW, die Mitglieder sind über diesen versichert. Zehn Mitglieder haben den Übungsleiter C- Schein absolviert, man kooperierte mit Schulen, für die OGS Lousberg gab es einen wöchentlichen Skaterkurs usw.

2016, 2017 und 2018 wurden Skater-Festivals veranstaltet, gefördert von einem NRW-Ministerium und der Städteregion. Der Bekanntheitsgrad stieg. Der Club ist mMn ein Beispiel dafür, was sich entwickeln kann, wenn man darauf verzichtet, etwas Neues zu verbieten.

Noch hatte es keine Anwohner-Beschwerden gegeben, doch der Verein wollte vorsorglich eine Schutzmauer in Richtung Wohngebäude errichten dürfen. Dafür wurde bei der Stadtverwaltung um finanzielle Unterstützung nachgefragt.

Ich mache es kurz: Die Anlage wurde immer nur toleriert, es gab keine offizielle Baugenehmigung, und den Anwohnern wurde es zu laut. Eine Lärmschutzwand darf an dieser Stelle gar nicht genehmigt werden, meinte die Verwaltung. Die zeigt übrigens großen Respekt vor dem sozialen, finanziellen und sportlichen Engagement und vor dem Sachverstand des Vereins, ist aber an Vorschriften gebunden.

Am 23. Januar 2019 wurde verabredet, dass im Moltke-Park bis Ende Oktober nur noch an zwei Tagen (Mittwoch und Samstag) Skater aktiv sein dürfen und das nur noch bis Ende Oktober. Dann wird die Anlage abgebaut.

„Der Verein ist landesweit anerkannt und zeigt sich trotz der Problematik ungebrochen“ (aus der Vorlage der Stadtverwaltung).

Jetzt wird eine Ersatzfläche gesucht. Das Bürgerforum* muss und wird sich mit der Angelegenheit befassen. Zwei Flächen wurden schon ins Auge gefasst:
1. Der Bolzplatz an der Robert Schumann-Straße neben dem Sportplatz.
2. Eisenbahnweg/Ecke Madrider Ring (entlang des Vennbahnweges)

Diese beiden Flächen liegen abseits von Wohnbebauung.

https://www.facebook.com/pg/aachenerskateboardclub/posts/

Lokale Presse schreibt: hier

***

*Offenlage: Ich bin Mitglied des Bürgerforums, ich skate nicht und habe das hier aufgeschrieben, wie es mir zugetragen wurde und wie ich es im Internet recherchieren konnte. Bisher habe ich mit Vereinsmitgliedern noch nicht persönlich gesprochen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Vorne und hinten platt

Mobilitätspolitik in Aachen: Vorne und hinten platt.

Liebe Leute, hier mal ein Bericht aus der guten alten TAZ, in dem Bernd Müllender beschreibt und kritisiert, wie sich die Politik in Aachen sträubt, wirklich etwas für die Sicherheit der RadfahrerInnen zu tun.

Dabei ist zu bedenken, dass es Parteien gibt (aka GroKo, die Mehrheit), für die die Belange der Autofahrer absolute Priorität haben. Andere (aka die Opposition, ADFC, VCD usw) stellen Anträge, sie diskutieren, laden zu Infoveranstaltungen ein  und versuchen, vernünftige Konzepte zu realisieren. Werden nur leider bei Abstimmungen überstimmt.

Wie dem auch sei. Hier der leider etwas längliche Beitrag. Lesen lohnt sich. Und die Reaktion der CDU sage ich hier mal voraus: Es stimmt einiges, was da geschrieben wurde, der Text ist aber an vielen Stellen sehr übertrieben.

http://www.taz.de/!5578639/

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Mit dem Fahrradbus in die Eifel (und vorher noch zum Radfahr-Training für Erwachsene)

Gesehen in Aachen in der Zollernstraße, vor dem Haus der Städteregion.

Wenig bekannt und infolgedessen auch wenig genutzt sind die Fahrradbusse der Städteregion Aachen. Dabei kann man von Ende März bis Ende Oktober mit dem Bus in die Eifel gondeln und das Fahrrad mitnehmen. Das Rad wird dabei auf einem Anhänger vom Bus befestigt. Abends geht es mit dem Bus wieder zurück nach Aachen.

Aachen – Roetgen – Monschau -Kalterherberg (Linie 66) kann man dreimal täglich fahren. Oder auch einmal am Tag Aachen – Roetgen – Simmerath – Vogelsang (Linie SB63 / 63) und zurück. Es gibt auch ein Angebot für Kall – Gemünd – Monschau. Einzelheiten könnt ihr hier erfahren, die Seite muss aber aktualisiert werden.  https://avv.de/de/freizeit/rund-ums-rad/fahrradbusse

20 Räder kann so ein Anhänger aufnehmen, und es gibt auch eine Broschüre mit allen Infos und Tourenvorschlägen. 2018 wurde – wie oben schon angedeutet – das Angebot kaum genutzt. Es ist wahrscheinlich noch zu wenig bekannt. Und es ist vom Wetter abhängig, ob Leute ihre Freizeit radelnd verbringen wollen.

plakat_aachen

Eine Marketing-Kampagne soll die Fahrrad-Busse über Anzeigen in den Zeitungen, Plakate, Social Media (Facebook, Instagram) bekannter machen. Auch beim CHIO und bei anderen Freizeit-Events will man werbend auftreten. Flyer sollen bald in allen Rathäusern der Städteregion zu finden sein – und in den Tourist-Informationsbüros sowieso.

Diese Thematik wird am kommenden Mittwoch, 20. März, im Tourismus- und Kulturausschuss der Städteregion behandelt.

***

Unterdessen ist auch die Stadt Aachen aktiv, denn immer mehr Erwachsene entdecken das Radfahren wieder für sich. Damit sie auch sicher unterwegs sind, bietet die Stadt im Rahmen ihrer Kampagne „FahrRad in Aachen“ wieder Trainingsstunden für Erwachsene an, die aufs Fahrrad oder sogar aufs elektrisch unterstützte Pedelec steigen wollen. Das teilt die Pressestelle der Stadt mit.

In enger Zusammenarbeit mit Holger Sievers von der Cycling Academy sind zwei unterschiedliche Trainingsprogramme für Erwachsene entstanden. Ein Programm wendet sich an Radlerinnnen und Radler, die Rad fahren können, sich aber unsicher fühlen und die Fahrpraxis auffrischen möchten.

Das zweite Programm richtet sich an die, die sich ein Pedelec zugelegt haben. Bei den Pedelec-Sicherheitstrainings macht man sich mit der Technik vertraut und übt das Anfahren, speziell auch am Berg, das Kurvenfahren und den Umgang mit diesen schwereren und schnellen Fahrrädern, die sich anders fahren lassen als herkömmliche Räder.

Die Rad-Sicherheitstrainings für Wiedereinsteiger sind als zweitägige Kurse angelegt und finden jeweils von 16 bis 19 Uhr statt:
am 3./4. April, 22./23. Mai, 26./27. Juni, 18./19. September sowie am 9./10. Oktober.
Der Ort des Geschehens ist der Verkehrsübungsplatz, Hohenstauffenallee 3. Fahrräder und Helme sind vorhanden.

Die Pedelec-Sicherheitstrainings sind in einen Grund- und einen Aufbaukurs aufgeteilt. Die Grundkurse finden am 13. oder 20. Mai, jeweils von 16 bis 19 Uhr im Floriansdorf, Mathieustraße, statt.
Ein weiterer ist geplant für den 27. Mai, von 16 bis 19 Uhr, auf dem Verkehrsübungsplatz, Hohenstauffenallee 3.

Die Aufbaukurse folgen am 3. Juni im Floriansdorf, Mathieustraße, und am 11. Juni auf dem Verkehrsübungsplatz, Hohenstauffenallee 3. Die Kurse beginnen jeweils um 16 Uhr und dauern drei Stunden.

Alle Kurse sind kostenlos, doch wer teilnehmen möchte, muss einen Helm anziehen. Anmeldungen sind nötig bei Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin von „FahrRad in Aachen“: per E-Mail: fahrrad-in-aachen ät mail.aachen.de oder telefonisch: 0241 432-6133.

***

Wer bis hier gelesen hat (Applaus), darf auch wissen, dass die Autor*innen der Wikipedia (zu denen im mich auch zählen darf), mit Abschaltung derselben gegen Artikel 13 der neuen EU-Urheberrechtsreform protestieren. Tja, komplett bescheuert, dass es so weit kommen musste.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Neun Platanen und 100. 000 Planzen

Neun Platanen in der Mozartstraße sind gefährlich, sagt ein Beschwerdeführer. Sind sie nicht, sagt die Stadtverwaltung.

Neun städtische Bäume sollen angeblich durch herabfallende Äste die Anwohner der Mozartstraße gefährden. Ihre Wurzeln sollen gar zwischen  Beethovenstraße und Reumontstraße eine Gasleitung beschädigen und nebenbei die Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom auch noch kaputt machen. Wer so viel Schaden anrichtet, muss weg, denkt sich mancher Zeitgenosse.

Diese Platanen sind von ihrer ganzen Natur her quasi ideale Stadtbäume. Sie vertragen starke Rückschnitte, mechanische Stammbeschädigungen und mit Beschädigungen der Wurzeln werden sie fertig. Das Wurzelwerk reicht im übrigen tief in den Boden. Platanen können 300 Jahre alt werden, die in der Mozartstraße werden auf 80 bis 90 Jahre geschätzt. Sie verbessern „die lufthygienischen und stadtklimatischen Verhältnisse“, haben Experten ermittelt.

Die Anwohner würden sich wundern, wie heiß es im Sommer in ihren Wohnungen wird, wenn die Bäume nicht mehr vorhanden wären.

Zertifizierte Baumkontrolleure des Aachener Stadtbetriebs haben sogar „unter Einsatz eines Hubwagens“ die Bäume begutachtet. Sie kommen zu der Ansicht, dass diese Bäume, die am Ende des Winters zwar nicht im allerschönsten Outfit dastehen, dass sie aber topfit sind. Tolle, breite Kronen, tolle Stämme und ein prima Wurzelwerk – so fällt salopp gesagt das Urteil der Fachleute aus.

Der Beschwerde-Fall wird am Dienstag, 19. März, im Bürgerforum behandelt. Und ich wage die Prognose, dass die Entscheidung pro-Bäume ausfallen wird.

Eine von neun Platanen in der Mozartstraße. Diese Bäume schützt in Aachen die Baumschutzsatzung. Allein die Holzumrandung der Baumscheibe müsste erneuert werden. Baumscheiben zweckentfremdet als Fahrradparkplätze: Das ist in Aachen wegen überall fehlender Fahrradbügel leider an der Tagesordnung.

Unterdessen haben Mitarbeiter*innen der Grünflächenpflege des Aachener Stadtbetriebs tausende Blumen in Beete, Baumscheiben und Pflanzkübel gebracht. Rund 100.000 Pflanzen sind in der Gärtnerei dafür herangewachsen, so teilt das Presseamt mit. Stiefmütterchen, Hornveilchen, Primeln, Vergissmeinnicht und Frühjahrsstauden bilden dabei den Hauptteil der Blumen. 30 verschiedene Arten sind es insgesamt, darunter beispielsweise allein zehn verschiedene Sorten Stiefmütterchen. Und auch in den Farben unterscheiden sie sich, für jeden Bereich gibt es einen Pflanzplan.

Neben der nach genauem Plan gepflanzten Blütenpracht aus der Stadtgärtnerei bereichern in diesen Tagen auch hunderttausende Krokusse und Narzissen als Frühlingsboten das Bild im gesamten Stadtgebiet. Sie sind das Ergebnis einer Zwiebelpflanzung der Vergangenheit, die sich im besten Sinne „verselbstständigt“ hat. Um zukünftig mehr solcher Flächen erleben zu dürfen, ist die Grünflächenpflege dabei, überall im Stadtgebiet vermehrt Zwiebeln verschiedener Frühjahrsblüher zu setzen.

Narzissen am Marschiertor. Noch ist es zwar windig und kalt, doch ab Dienstag soll es Frühling werden. 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Habe ich auch einen Migrationshintergrund?

Der WDR berichtete in seiner Aktuellen Stunde über Roetgen, wie die Leute den Tornado erlebt haben und über die Folgen des Tornado. War das ein Gruß vom Klimawandel? Direkt danach geht es um den alltäglichen Rassismus, den Marc Teuku zur Sprache bringt.

Bis hin zu welcher Generation müssen sich Menschen noch fragen lassen: „Aus welchem Land kommst Du?“ So gesehen, habe ich vielleicht auch einen Migrationshintergrund, vor über 400 Jahren sollen ja die Vorfahren meines Vaters als Hugenotten aus Frankreich nach Deutschland geflohen sein. Hallo WDR, ich stehe zum Interview bereit, werde allerdings extrem selten gefragt: „Woher kommst du?“

Die ersten beiden Berichte sind sehenswert:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-aachen/video-lokalzeit-aus-aachen-2732.html

Hier der Link für alle,

die nur den Bericht über den alltäglichen Rassismus sehen wollen. Dabei ist zu bedenken, dass es auch allein freundliches Interesse an einer Person sein kann, wenn sich jemand nach der Herkunft der Vorfahren des Gesprächspartners erkundigt. Aber da die Betroffenen eindeutig Zeichen von Genervtheit erkennen lassen, rate ich doch ab, diese Frage so zu stellen.

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Nutzt Europa seine Chancen? Vortrag und Diskussion

Im Grashaus in Aachens Innenstadt wird regelmäßig über „Europa“ informiert, ein Thema, das seit Jahren immer mehr Bedeutung gewinnt.

In der Reihe „Europa am Dienstag“ wird am Dienstag, 19. März, einer der führenden deutschen Euro-Experten im Aachener Grashaus (Schmiedstraße/Fischmarkt) referieren. Der Wirtschaftsforscher Jürgen Matthes vom Institut der Deutschen Wirtschaft stellt Europa in einen Zusammenhang mit der Globalisierung und der Digitalen Revolution.

Kann Europa auch in Zukunft ein wirtschaftliches und politisches Schwergewicht sein? Steigen andere Regionen und Länder im wirtschaftlichen Ranking auf oder sind sie bereits die neuen Weltmächte? Stehen wir vor einer neuen Welle der Abschottung und des Isolationismus? Der Referent wird zudem auch auf die Zukunft des Euro und auf Fragen aus dem Publikum eingehen.

Beginn ist am Dienstag, 19. März, um 19 Uhr im Grashaus, Fischmarkt 3. Der Eintritt ist frei, jedoch ist aus Platzgründen eine Anmeldung erforderlich unter www.europa-dienstag.de .

Europa hat in Aachen einen Ort – das Grashaus! Im Dialog mit Experten wird dort, so teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit,  jeden

Das Grashaus, Aachen

Das Grashaus, innen. Fotos: Archiv

Monat ein neues Europathema beleuchtet. Veranstalter sind das Europe Direct Informationsbüro Aachen und das „Europäische Klassenzimmer“ der Route Charlemagne. Sie stoßen eine Debatte über die europäische Einigung mit all ihren aktuellen, historischen und kulturellen Perspektiven und Problemen an.

Die Veranstaltungen finden an jeweils einem Dienstag pro Monat in der Zeit von 19 bis 20.30 Uhr im Grashaus Aachen am Fischmarkt 3 statt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen