Am Türelüre-Lißje Brunnen scheiden sich die Geister.

Das Bürgerforum der Stadt Aachen findet sich am kommenden Dienstag, 10. Februar, um 17 Uhr im Foyer der Nadelfabrik, Reichsweg 30, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Was ist nochmal das Bürgerforum? Es ist ein Gremium der Stadt Aachen. Jede und jeder kann dort mit seinem Anliegen vorsprechen, diskutieren und mit der Stadtverwaltung besprechen.

Am Dienstag stehen vier Anliegen aus der Bürgerschaft auf der Tagesordnung: ein Antrag zur dauerhaften Regulierung der Fahrzeuggeschwindigkeiten auf der Walheimer Straße in Walheim, ein Antrag zur Einrichtung eines gesicherten Fußgängerüberwegs über die Breiniger Straße in Höhe des Schildchenwegs und die Umgestaltung des Kreisverkehrs Auf der Hüls/Charlottenburger Allee.

Ein Kontroverse

Darüber hinaus liegt ein Antrag vor, der im Zusammenhang mit geplanten Umbaumaßnahmen im Bereich Rennbahn/Klappergasse den Abbau des „Türelüre-Lißje Brunnens“ anregt. Was dem Lißje widerfahren ist, ist demütigend und wird in einem Aachener Kinderlied besungen. Das geht so:

Türelüre-Lißje uus Klapperjaaß
Wovör hat dat Kengsche et Böksje esue naaß
Haue die Schelme va Jonge jeddooe
Haue dat Kengsche net pesse losse jooeh
Türelüre-Lißje uus Klapperjaaß
Dovör hat dat Kengsche et Böksje esue naaß

Die Darstellung von Kindern im öffentlichen Raum sollte nicht diskriminierend und gewaltverherrlichend sein. Foto: AachenNews Archiv

Was man mit Mädchen alles machen darf! Wie lustig! Das Mädchen muss mal dringend wohin (Toilette), doch die Jungen halten es fest, so dass es sich in die Hose pinkelt. Die Jungen amüsieren sich. Diverse Personen finden den Brunnen nicht mehr zeitgemäß, eine Entgleisung aus einer Zeit, als man über Mädchen und Frauen gewohnheitsmäßig Hohn und Spott ausschüttete und das auch noch lustig fand.

Der Brunnen soll weg, sagen die einen. Der Brunnen soll bleiben, das sagt erwartungsgemäß Oberbürgermeister Michael Ziemons (und meint, eine erklärende Infotafel reicht).

Na dann: Viel Spaß beim Streiten am kommenden Dienstag im Bürgerforum.

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Nicht schlecht: Bezahlbarer Wohnraum für Azubis

Die gewoge AG eröffnet Aachens erstes Ausbildungswohnheim im April 2026 am Aachener Hauptbahnhof. Oberhalb der Burtscheider Brücke sind 112 Wohnplätze für Auszubildende und Studierende entstanden.

Oberhalb der Burtscheider Brücke werden im April Wohnplätze für Auszubildende fertig. Foto: AachenNews Archiv

Die Apartments sind ca. 23 m² groß, und der Mietpreis liegt bei 375 Euro inklusive aller Nebenkosten. Einzig Telefon beziehungsweise Internet sind hierin nicht enthalten. Bewerben können sich Auszubildende mit bestehendem Vertrag und mindestens einem weiteren Ausbildungsjahr bis zum 27. Februar bei den Initiator*innen des Bündnisses „Ausbildungswerk Aachen“. 

Mehr Infos gibt es hier und weitere Einzelheiten z. B. zum Bewerbungsverfahren anklicken.

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Besonders doof: zivilen Einsatzkräften der Polizei Heroin zum Kauf angeboten

Dieser Einsatz hat sich gelohnt: am Montag (2. Februar) in einem Kiosk am Gasborn und in dem dazugehörigen Wohnhaus.

Es kam zu einem gemeinsamen Schwerpunkteinsatz von Ordnungsamt und Aachener Polizei. Die Einsatzkräfte stellten Heroin, Kokain, Cannabis, illegale Vapes, Medikamente und einen dreistelligen Bargeldbetrag sicher. Außerdem hat die Polizei drei tatverdächtige Männer vorläufig festgenommen. 

Während die Kontrollmaßnahmen noch liefen, bot ein Mann zivilen Einsatzkräften der Polizei ein sogenanntes „Bubble“ Heroin zum Kauf an. Gegen ihn wurde ein eigenes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln eingeleitet.

Der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung teilt mit, der Vollzugs- und Ermittlungsdienst des städtischen Ordnungsamts sei im Rahmen einer Gewerbekontrolle von Kollegen der Polizei begleitet worden. Die Polizei hatte aufgrund des Verdachts des Handelns mit Betäubungsmitteln einen Durchsuchungsbeschluss für die Räumlichkeiten dabei.

Im Anschluss an den Einsatz hat das Ordnungsamt den Kiosk und die Wohnräume versiegelt.

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113 haben es geschafft: Schulabschluss in der Tasche

Im Depot in der Talstraße haben jetzt 113 junge Erwachsene ihre staatlichen Schulabschlusszeugnisse im Rahmen des vhs-College Aachen erhalten. Unter dem Motto „Für heute gelernt – für morgen bereit“ feierten die Absolvent*innen gemeinsam mit Familien, Freund*innen und Lehrkräften ihren Erfolg auf dem Zweiten Bildungsweg.

Die Feier wurde von zwei Teilnehmenden des vhs-College moderiert und musikalisch durch die College Drums begleitet. Höhepunkt war der Gesang von Absolvent Amir Amiri mit der persischen Ballade „Baraye“ und seine Rap-Komposition.

Seit über 45 Jahren kann man am College der Volkshochschule (vhs) Aachen auf dem zweiten Bildungsweg Schulabschlüsse nachholen.

Über das College der vhs Aachen

Die Teilnehmenden des College der vhs Aachen sind in der Regel zwischen 16 und 25 Jahre alt und haben die unterschiedlichsten Lebens- und Schulerfahrungen gemacht, teilweise mit Zuwanderungs- und Fluchtgeschichten. Außerdem bietet das vhs-College internationale Schulabschlusskurse an, die durch zusätzliche Deutschförderung ergänzt werden.

Jetzt anmelden für das nächste Semester

Wer mindestens 16 Jahre alt ist und die Regelschulzeit beendet hat, kann sich ab sofort für die Kurse zum Ersten Schulabschluss, Erweiterten Ersten Schulabschluss oder Mittleren Schulabschluss anmelden: für das Sommer- Semester 2/2026, das beginnt am 31. August 2026Für Beratung und Anmeldung stehen folgende Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung:

E-Mail: beratung.college@mail.aachen.de

Telefon: +49 241 4792-300

Weitere Informationen auf der Webseite der Volkshochschule Aachen: https://www.vhs-aachen.de/programm/college-schulabschluesse

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Preisträger*in gesucht: Mit einem kleinen Impuls etwas Großes anstoßen

Der Aachener Friedenspreis e.V. sucht nach Preisträgerinnen und Preisträgern für das Jahr 2026 und ruft die Öffentlichkeit auf, noch bis Ende Februar Vorschläge zu machen.

Am 1. September jedes Jahres ehrt der Verein bereits seit 1988 Gruppen oder Einzelpersonen. Kriterium und verbindendes Element ist, dass sich diese von unten her und ohne eigene Machtposition für nachhaltigen Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit einsetzen.

Vorschläge kann jede Person machen. Die Auswahl trifft keine Jury sondern die gesamte Mitgliedschaft des Vereins.

Friedenspreis-Pressesprecherin Lea Heuser sagt: „Unsere Preisträgerinnen und Preisträger beweisen immer wieder, wie sich Menschen gegen alle Widrigkeiten, in den schlimmsten Bedingungen und unlösbar scheinenden Krisen für Frieden, Menschenrechte und ein solidarisches Miteinander stark machen können.“  Foto: AachenNews Archiv (als 2018 die Aktivisten-Gruppe Peng! ausgezeichnet wurde).

Der Verein wählt gezielt unbekannte und oftmals unter Repressionen leidende Personen oder Gruppen aus, denen der Aachener Friedenspreis Aufmerksamkeit und öffentliche Unterstützung sichern soll. Dieser Aspekt ist aus Sicht des Vereins wichtiger als die eher symbolischen 2.000 Euro Preisgeld.

Für 2026 läuft die Nominierungsfrist noch bis Ende Februar. Wer eine Initiative kennt, ist herzlich zur Einreichung einer Nominierung aufgerufen. Das geht ganz einfach mit einer ca. zwei DIN A4 Seiten umfassenden Ausarbeitung des Vorschlags per e-Mail an vorstand@aachener-friedenspreis.de. Infos unter https://www.aachener-friedenspreis.de/nominierungen/

Weiterhin bittet der Verein um Spenden zur Unterstützung seiner Arbeit. Der Verein freut sich über jede Spende auf das Konto IBAN: DE67390601800128428011, BIC: GENODED1AAC bei der Aachener Bank EG unter dem Stichwort „Technik Preisverleihung“.

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In diesem Jahr: 1,35 Millionen für die Freie Kultur

Aachen fördert die freie Kultur, also die Kultur jenseits von Museen, Kirchen, VHS und Stadttheater. Und das nicht gerade knapp – mit Geld aus der Stadtkasse, das kann sich sehen lassen.

Die „Kulturarbeit außerhalb städtischer Einrichtungen“ (KAStE), das ist die kulturelle Arbeit der sogenannten freien Szene. Eine KAStE-Förderung ist möglich für Antragsteller*innen oder Personen, die in Aachen arbeiten. Bei den geförderten Projekten muss u. a. der künstlerische Inhalt im Vordergrund stehen und sie müssen öffentlich zugänglich sein.

Zum Stichtag 30. September 2025 waren 100 Anträge beim Kulturbetrieb der Stadt Aachen eingegangen. Das teilt die Verwaltung mit. Im Einzelnen wurden für große Projekte und Jahresprogramme 613.380 Euro, für die Spielstätten 245.480 Euro und für Investitionen 61.200 Euro bewilligt.

Für die „kleine KAStE“ (Anträge bis 5.000 Euro) wurden bislang 37.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ergänzend dazu gab es noch 19 Vorgänge aus den Vorjahren für insgesamt 342.500 Euro.

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Eine Veranstaltung der Feien Szene aus längst vergangenen Zeiten, der Zuspruch zu diesen Veranstaltungen ist oft groß. Foto: AachenNews Archiv

Für Projekte können im Rahmen des Restbetrages noch neue Anträge gestellt werden. Das teilt das Presseamt mit.

Informationen sind unter dem Suchbegriff KAStE Aachen abrufbar. Über die Mailadresse KAStE-Kulturfoerderung@mail.aachen.de oder telefonisch unter 0241-432 4945 können Beratungstermine vereinbart oder offene Fragen geklärt werden.

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Wer hat noch Kunst „mit klarem Bezug zum Pferd“?

Unter dem Motto „Mein Aachen – Mein Pferd im Museum“ lädt das Suermondt-Ludwig-Museum (SLM) Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung an seiner kommenden Ausstellung ein.

Vor dem Hintergrund der Reit-Weltmeisterschaft, die in diesem Jahr in Aachen stattfindet, widmet sich das SLM vom 17. Mai bis 23. August mit der Ausstellung „Das Glück dieser Erde. Dürer, Rubens, Goya: Pferde in der Kunst“ erstmals umfassend der Bedeutung des Pferdes in der Kunst- und Kulturgeschichte.

Aachen Theater Pferd
Das lachende Pferd vor dem Stadttheater könnte zur Reit-WM im Museum ausgestellt werden, im Foto natürlich nur. Fotos: AachenNews Archiv

Die Ausstellung, so teilt das Presseamt mit, betrachtet, welche zentrale Rolle Pferde von der Antike bis zur Gegenwart in der Gesellschaft spielten: ob als Statussymbole der Herrschenden und Adeligen, als unverzichtbare Arbeitskräfte in Landwirtschaft und Transport oder als Bestandteil von Freizeit, Sport, Kindheit und Märchen.

Das Museum ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ein künstlerisches Objekt mit Bezug zum Thema Pferd für die Zeit der Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Als partizipatives Angebot wird es eine gemeinsame Präsentation ausgewählter Objekte parallel zur Ausstellung geben.

Gesucht werden Zeichnungen, Grafiken, Gemälde, Fotografien, Skulpturen sowie Objekte aus Glas oder Keramik mit klarem Bezug zum Pferd. Es sollen keine selbstproduzierten Kunstwerke sein. Für die Bewerbung benötigt das Suermondt-Ludwig-Museum ein gut erkennbares Foto des Objekts sowie Angaben zu den Maßen. Optional können weitere Informationen zur Herkunft oder Geschichte des Objekts ergänzt werden. Es wird darum gebeten, keine Originale einzusenden!

Einsendeschluss ist Mittwoch, 18. Februar 2026. Bewerbungen an: eventslm@mail.aachen.de Im Anschluss an die Sichtung trifft das Museumsteam eine Auswahl von Exponaten.

Sieht man nur noch selten: Pferde in der Innenstadt. Gleichwohl ist Aachen außer z. B. Hochschulstadt, Grenzstadt und Europastadt auch Pferdestadt.
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Kryptische Zeichen erfolgreich „übermalt“

Elisenbrunnen, leider beschmiert.

Was mag der Sinn hinter diesem Slogan sein, der auf dem Foto nur unvollständig wiedergegeben wird?

Keine Ahnung, aber wenn man eine rätselhafte Schrift an der Wand schon entfernen will, dann vielleicht nicht so wie hier ausgeführt. Die Buchstaben wurden einfach nachgezeichnet, in Weiß. Und laden so zum genaueren Hinschauen ein. Hä? Steht da eine witzige Antwort auf den amerikanischen Wahnsinn? Oder geht es um Angriffe auf die offene Gesellschaft durch Trump und Putin? Oder was?, fragen sich Passanten und versuchen zu entziffern, was gemeint ist.

Wer die Rede des kanadischen Premier Mark Carney einmal in aller Ruhe anhören will: Hier klicken. Er erklärt, wohin die Reise geht. Und zitiert den Karlspreisträger von 1991, Vaclav Havel.

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Was kommt da alles hin? Ein großer Brunnen, Theatergärten, neue Gastrobereiche, 29 Bäume 

Seit einem Jahr dominieren rund um das Theater Bagger, Bauarbeiter und die bekannten rot-weißen Absperrbaken das Bild.

In einem gemeinsam Pressetermin haben Stadt und Regionetz am Donnerstag (29. Januar) über den aktuellen Baufortschritt, anstehende Herausforderungen und den angepassten Zeitplan der Baumaßnahme informiert.

Die Baustelle: der Platz vor dem Stadttheater.

Seit Januar 2025 erneuert die Regionetz auf der Theaterstraße und am Theaterplatz die Ver- und Entsorgungsleitungen und baut die umweltfreundliche Fernwärme in diesem Bereich aus. Die Maßnahme erfolgt in mehreren Bauabschnitten.

Der Abschnitt in der Theaterstraße hinauf bis zur Kreuzung Borngasse ist nahezu abgeschlossen. Bei den Tiefbauarbeiten auf der nördlichen Seite des Theaterplatzes haben Archäologen seit dem vergangenen Frühjahr aufsehenerregende Funde gemacht.

Wegen der archäologischen Entdeckungen und der sich daraus ergebenden technischen Herausforderungen haben die Stadt und ihre Partner im vergangenen Jahr einen neuer Zeitplan für die Umgestaltung des Theaterplatzes aufgestellt, den Stadtbaurätin Burgdorff und ihr Team vorstellten:

  • Die Bauarbeiten auf der Theaterstraße werden Ende 2027 abgeschlossen sein. Dann wird dieser Bereich mit neuen Oberflächen und vielen neuen Bäumen der Öffentlichkeit bereits komplett zur Verfügung stehen.
  • Die Umgestaltung der nördlichen Seite des Theaterplatzes wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2028 abgeschlossen.
  • Die südliche Platzseite und Mitte des Theaterplatzes werden voraussichtlich bis Ende 2028 fertig gestellt.
So soll es mal aussehen. Auffallend: die vielen Bäume und das Wasserbecken. Visualisierungen: club L94 Landschaftsarchitekten 

Ab Montag, 2. Februar, wird die Verkehrsführung angepasst. Motorisierte Verkehrsteilnehmende können künftig über die nördliche Seite (Theaterstraße aus Richtung Kreuzung Borngasse) den Theaterplatz und zum Beispiel dort liegende Arztpraxen ansteuern. Behindertenparkplätze werden entsprechend ausgewiesen. Die bisherige Zufahrt über den Kapuzinergraben entfällt. Wichtige Botschaft der Stadt: Alle Menschen können das Theater und alle umliegenden Geschäfte und Praxen weiterhin gut erreichen!

100.000 Liter für das Theater

Ein besonderes Projekt im Großprojekt Umgestaltung Theaterplatz ist ebenfalls in diesen Tagen gestartet: der Einbau eines Löschwassertanks für das Theater. Dazu Abteilungsleiter Robert Schmidt: „Wir haben die Gelegenheit genutzt, um die Versorgung des Theaters mit Löschwasser wesentlich zu verbessern. Dazu werden im Theatervorplatz ein Löschwasservorratsbehälter mit einem Volumen von 100.000 Liter Wasser und eine redundant ausgeführte Technikzentrale unterirdisch eingebaut, um im Ereignisfall die Sprühflutlöschanlage, Sprinkleranlage und die Wandhydranten sicher und stabil mit Löschwasser zu versorgen.“

Plus: Ein neuer Brunnen

Wörtlich teilt die Stadtverwaltung mit: „Am Theaterplatz und in seinem Umfeld beweist die Stadtgesellschaft, dass sie die Herausforderungen für die Stadt der Zukunft annimmt. Unter der Erde entsteht mit den Anlagen für Fernwärme und Schwammstadt technisch Nachhaltiges und über der Erde sorgen ein großer Brunnen, die Theatergärten, die Gastrobereiche, die 29 zusätzlichen Bäume und natürlich das Theater selbst mit den umliegenden Geschäften, Bars und Restaurants für besonderes Großstadtflair und eine hohe Aufenthaltsqualität.“

Die Baukosten für die Gestaltung der Theaterstraße und des -platzes betragen zusammen circa zehn Millionen Euro. Bis zu 80 Prozent werden davon mit Bundes- und Landesmittel gefördert.

Infos zum Theaterplatz: www.theaterplatz-aachen.de

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Wagenbauer Tilly war auch in Aachen aktiv. Er soll sich in Moskau verantworten.

Bald ist es wieder soweit: In gut 14 Tagen rollen die Karnevalswagen bei den Rosenmontagszügen durch die Städte – und werden offensichtlich verschärft beobachtet vom russischen Geheimdienst. Was sich an Karneval auf den Straßen im Rheinland abspielt, das nimmt man tatsächlich in Moskau haargenau zur Kenntnis.

Dem berühmten Düsseldorfer Karnevalisten und Wagenbauer Jacques Tilly drohen jedenfalls bis zu zehn Jahre Haft, falls er sich in Moskau vor Gericht blicken lässt. Seine Putin-kritischen Pappfiguren brachten ihm ein Verfahren ein.

Das ist alles nicht witzig. In Staaten, mit denen Russland ein Auslieferungsabkommen geschlossen hat, sollte der Wagenbauer besser nicht mehr reisen: nach Indien, Serbien und in die Türkei zum Beispiel. Sonst sitzt er womöglich schnell unfreiwillig in einem Flieger nach Moskau.

Und weiter: Sollte einmal eine sehr russlandfreundliche Partei wie die AfD in Deutschland regieren, könnte das auch für Tilly gefährlich werden. Die AfD tanzt schließlich nach Russlands Pfeife, wie Tilly in diesem Podcast selber sagt.

Foto aus 2023: Von Tilly gebaute Parodie auf Ex-OB Sibylle Keupen.

Tilly war auch in Aachen aktiv. Er baute einen (vergleichsweise harmlosen) Wagen, mit dem die Verkehrspolitik von Ex-Oberbürgermeisterin Keupen durch den Kakao gezogen wurde. Jene Verkehrspolitik, an der Keupen auch letztlich gescheitert ist. (Möge Putin das gleiche Schicksal ereilen.)

Wer noch Zweifel hatte, weiß jetzt: Karnevalswagen, sofern sie die Obrigkeit aufs Korn nehmen, wirken.

Im Karneval ist deftige Kritik erlaubt. Über die Mächtigen in Staat und Kirche wird manchmal kübelweise Hohn und Spott ausgeschüttet. Tilly ging zu weit, so fand man in Russland, in Deutschland staunte man und lachte. – Mit diesen Wagen soll Tilly den Zorn der Russen erregt haben, so wird spekuliert.

Wie schön: Noch darf Satire bei uns lustig sein und die Richtigen treffen. Hoffen wir, dass das noch lange so bleibt.

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