Was tun mit Kirchen, in denen höchstens noch an hohen Festtagen Messen gelesen werden? In denen sich tagaus, tagein niemand mehr trifft? Sollen sie abgerissen werden? Welche Zukunft haben Kirchengebäude? Dieser Frage will eine Ausstellung nachgehen, die heute (1. April) um 18 Uhr in Aachen eröffnet wird.

Die Kirche St. Bonifatius in der Mataréstraße in Forst (s. Foto) ist eines dieser wenig genutzten, gleichwohl markanten Gebäude. St. Bonifatius steht unter Denkmalschutz, dort ist bis Mittwoch, 29. April, die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte. Perspektiven des Wandels“ zu sehen. Die Initiative „Baukultur NRW“ hat sich die Umnutzung von Sakralgebäuden, die von Leerstand oder Abriss bedroht sind, zum Thema gemacht und fand in der Mataréstraße 12 in Forst ein passendes Objekt.
Unter der Moderation von Stadtbaurätin Frauke Burgdorff werden heute, ab 18 Uhr, Vertreter*innen von Bistum und Kirchengemeinde, von FH Aachen und Denkmalpflege sowie von der Initiative „Baukultur NRW“ über die Zukunft von Kirchengebäuden diskutieren. Auch „Anwohner“ kommen zu Wort. Zu sehen sind außerdem Arbeiten von Studierenden aus Aachen und München, die sich mit dem Gebäude und dem Quartier (Unterforst) befasst haben.
Des Weiteren stehen u. a. ein Jazzabend (10. April, 20 Uhr), ein Gartenfest (17. April), eine Tafel der Begegnung (22. April) und eine Lesung (29. April) auf dem Programm.
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Mehr über St. Bonifatius, die Ausstellung und die aktuellen Veranstaltungen, hier
Die Kirche samt Garten war in AachenNews schon oft Thema von Vermutungen und Spekulationen darüber, was wohl die Zukunft des Gebäudes/des Gartens sein könnte, wer es kaufen, es einmal nutzen könnte und warum es unter Denkmalschutz steht usw. Berichtet wurde z. B. 2023 hier.
Viele Fotos (aus Sept. 2017) vom sehenswerten Innenraum gibt es hier























