Campus Melaten – Wer möchte hier gern studieren?

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Die gute alte Wiese kommt wieder in Mode

Eine Wiese an der Krefelder Straße in Aachen.

Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen u. a. sollen ab 2020 in und um Aachen zahlreiche ansprechende Lebensräume bekommen. Gleichwohl gibt es in Aachen Menschen, die ihren Rasen immer noch – alle 14 Tage – auf Golfplatz-Niveau kahlrasieren lassen. Sie wissen nicht, wie sie (bei großer Hitze und Trockenheit) dem Rasen damit schaden. Und müssen sich fragen lassen, unter welchem Stein sie die letzten 3, 4 Jahre gelebt haben.

Vor wenigen Monaten hat der Weltbiodiversitätsrat die Notlage der Insekten eindrücklich beschrieben: Ohne grundlegende Änderungen sind in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weltweit eine Million Arten vom Aussterben bedroht.

„Insekten tatkräftig zu unterstützen, erscheint vor diesem Hintergrund also dringend geboten“, teil die Stadtverwaltung mit, die auch weiß, was die Stunde geschlagen hat. Die Unterstützung habe auch große Vorteile für die Menschen. „Zahlreiche Insekten leisten wichtige Dienste wie die Bestäubung von Obst und Gemüse und tragen zu einem stabilen Gleichgewicht in der Natur bei.“

Die Insektenvielfalt zu unterstützen, haben sich vier Aachener Organisationen zum Ziel gesetzt: Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH), die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen und die Aachener Stiftung Kathy Beys erarbeiten gemeinsam mit vielen anderen Beteiligten ein Projekt zur Förderung der Lebensqualität von Insekten und Menschen durch perfekte Wiesenwelten (FLIP). Dies geschieht im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt des Bundesamts für Naturschutz.

Die Projektpartner werden z. B. langweilige Rasenflächen und landwirtschaftlich genutzte Vielschnittwiesen in artenreiche Wiesen umwandeln. Dort soll eine Vielfalt von heimischen Pflanzen angesiedelt werden, die unseren lokalen Gegebenheiten entspricht, um den Lebensraum verschiedener Insekten wiederherzustellen.

Ziel ist es, dass diese Wiesen dann mit wenig Pflegeaufwand langfristig erhalten werden können. Außerdem will das Projekt auch Bürgerinnen und Bürgern in und um Aachen für artenreiche Wiesen begeistern.

Wer besitzt weitere größere Flächen?

Die Projektpartner sind zusätzlich auf der Suche nach Flächen mit einer Mindestgröße von 200 Quadratmeter, die ebenfalls im Rahmen des Projekts für Insekten aufgewertet werden sollen. Dies können größere Rasenflächen, intensiv genutzte landwirtschaftliche Grünflächen oder Feldraine sein, beispielsweise im Besitz von Landwirten, Kirchengemeinden, Kleingartenvereinen, Bildungseinrichtungen, Gewerbetreibenden oder Privatpersonen.

Martina Roß-Nickoll, Projektkoordinatorin vom Institut für Umweltforschung an der RWTH Aachen, sagt „Wenn auch Ihre Grünfläche das Potenzial hat, sich zu einem Lebensraum für Wiesenbewohner zu entwickeln, freuen wir uns, von Ihnen zu hören. Das Projekt FLIP bietet Ihnen Unterstützung bei der Bewertung Ihrer Fläche und der Entwicklung und Durchführung von passenden Pflegemaßnahmen.“ Über die Projektlaufzeit wird auch ermittelt, wie sich die Fläche entwickelt und für welche Insekten sie auf einmal attraktiv wird.

Wer sich für das Projekt FLIP interessiert, kann sich gerne per E-Mail an FLIP@bio5.rwth-aachen.de wenden.

Hier weiter für die Freunde der derzeit vielfach üblichen Platzgestaltung

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Was wird aus Kirche, Bibliothek, VHS und dem Bushof?

Die Kirche St. Peter im Zentrum von Aachen

Das Gotteshaus gehört zu den ältesten Denkmalen Aachens: St. Peter, in der Nähe von Stadtbibliothek und Bushof zwischen Peterstraße und Alexanderstraße gelegen. In der Kirche gab es mal viele Jahre lang immer wieder moderne Kunst zu sehen. Eine muntere Szene versammelte sich in den 1980er Jahren zu den Vernissagen dort.

Aus 1215 stammen die ältesten Teile der Kirche, die damals wohl noch eine Kapelle war. Etwas später wurde der alte Turm gebaut, der heute noch steht. Der Innenraum ist ausladend und schön, dort kann man sich kulturelle Events vorstellen. Mit der Volkshochschule (VHS) und der Stadtbibliothek in der Nähe wird auch schon mal von einem kulturellen Dreieck gesprochen, was sich an dieser Stelle von Aachen einrichten ließe.

Der Bushof von Aachen – mit Einfahrt in ein wenig genutztes Parkhaus

Der Bushof ist ein häßliches Gebäude, das sanierungsbedürftig ist. Er müsste eigentlich abgerissen und die Situation an der Peterstraße neu definiert werden. Doch wie das Parkhaus Büchel so wird auch der Bushof mit der darin befindlichen Volkshochschule zu meinen Lebzeiten bestimmt nie abgerissen.

Dabei ist das Parkhaus im Bushof nicht mal in der Weihnachtszeit voll. Private Pkw suchen oberirdisch lange nach Parkplätzen und bleiben dann – trotz angehobener Parkgebühren – am Straßenrand stehen. Zu einer – für mich merkbaren – Verbesserung der Luftqualität hat die Anhebung der Parkgebühren noch nicht geführt. War aber so geplant.

Das ist schon merkwürdig: Das Mittelalter hat Gebäude errichtet, die stehen heute noch. Meine Genration hat Gebäude geschaffen, die sahen von Anfang an beschissen aus, verrotten nach höchstens 40 bis 50 Jahren und müssten dann eigentlich abgerissen werden. Um danach wieder für 40, 50 Jahre was Neues zu errichten? Alles nicht besonders nachhaltig.

Der Eingang der Stadtbücherei in der Couvenstraße

Der Vollständigkeit halber zum Schluss ein Foto von der Stadtbibliothek – ganz in der Nähe von St. Peter und dem Bushof. Die Bibliothek ist äußerst gut sortiert, mit dem Fahrrad ist man dort willkommen. Das sieht man an den vielen Bügeln. Innen ist sie zwar nicht besonders schick, aber trotzdem gut besucht.

s. dazu auch die Kommentare

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Aus Feigheit vor grundlegenden Veränderungen

Radler (hinten im Bild) und Pkw-Fahrer kommen sich in Aachen an vielen Stellen gefährlich nah. Die Folge: Unerfahrene würden zwar gerne, wagen sich aber nicht aufs Rad. Radvorrangrouten könnten helfen, werden seit Jahren versprochen, gebaut wurde nichts.

Dicke Luft in Aachen und ein Luftreinhalte-Plan, der vom Gericht in Münster für „rechtswidrig“ erklärt wird. Das macht wütend, und die Wut bleibt, auch Tage nach dem Urteil.

Die Stadt Aachen setzt ihre Bürgerinnen und Bürger – darunter übrigens auch 45.000 RWTHStudierende – sehenden Auges einer durch Umweltgifte erheblich verpesteten Luft aus. In der Monheimsalle zum Beispiel, aber auch in diversen weiteren Straße sind die Grenzwerte von Stickstoffdioxid so weit überschritten, dass es in diesen Straßen eigentlich sofort Fahrverbote geben müsste.

Seit zehn Jahren laboriert Aachen an diesen Umweltgiften und spielt mit der Gesundheit seiner Einwohner. Und wer dachte, dass in Aachen geltendes Recht eingehalten wird, wo doch in der regierenden CDU (samt Anhängsel SPD) auch Rechtsanwälte aktiv sind . . . tja, weit gefehlt. Gesetze gehen diesen Herrschaften bei Bedarf am Arsch vorbei. Ein Umstand, der die Piraten im Rat und in den Ausschüssen wütend zurücklässt. Die Verkommenheit der etablierten Parteien ist in Aachen mit Händen zu greifen. Aus Feigheit vor grundlegenden Veränderungen bleiben sie passiv.

Seit Jahren arbeiten Gruppen professionell an Plänen für Radvorrangrouten, die selbst ängstlichen Menschen vom Pkw aufs Rad/Pedelec verhelfen. Wenn man bedenkt, wieviel Aufwand da in der Verwaltung und von Ehrenamtlichen betrieben wurde, und kein Meter ist bisher gebaut, kein einziger Meter. Warum koppelt man Radwege-Bau immer an große sonstige Bauarbeiten?

Premium-Fußwege wurden entwickelt – gebaut wurde auch hier nicht ein einziger Meter. Die vielen Versäumnisse sind bekannt, müssen nicht weiter aufgeführt werden. Das Auftreten der Stadtverwaltungs-Spitze vor Gericht verdient allerdings eine gesonderte Betrachtung: Laut Tageszeitung (AN) vom 2. August – und die Berichterstatter sind nicht wegen Falschdarstellungen bekannt – tischte Aachen den Richtern Messdaten von 2015 auf und prognostizierte sich von dort ins Jahr 2020, rechnete sich schön, obwohl 2018 schon Daten von immer noch sehr hohen Messwerten aus 2017 vorlagen, die man hätte nehmen müssen. Wenn man seriös sein möchte. Wenn!!!

So kassierte die RWTH-Stadt eine Klatsche vor Gericht und freut sich noch, dass die Richter es nicht wagten, unverzüglich Fahrverbote zu verhängen. Kopf auf Tisch, aber echt jetzt.

Was die örtliche SPD raucht, fragen wir uns unterdessen. Deren Fraktionsvorsitzender Servos hatte doch tatsächlich gemerkt, dass das Urteil „eine ziemliche Ohrfeige“ ist. Und weiter: „Für dieses Urteil sind alle im Stadtrat Tätigen der vergangenen mehr als zehn Jahre verantwortlich. Diesen Schuh müssen sich wirklich alle anziehen.“ Hää??? Hallo??? Unter welchem Stein hat dieser Mann die letzten Jahre gelebt? Immer, wenn es gerade passt, erzählt er was von Verantwortung der SPD für Aachen usw., die die SPD habe, aber wenn uns die Scheiße um die Ohren fliegt, dann waren es natürlich „alle“.

Ehrlich gesagt, anstelle von Michael Servos sollte für die SPD nach der Kommunalwahl Mathias Dopatka als Fraktionsvorsitzender in den Rat einziehen (wobei ich von einem grünen Oberbürgermeister ausgehe). Andernfalls seh ich schwarz und es droht uns die nächste GroKo.

In den „Aachener Nachrichten“ vom 02. August 2019 wird beschrieben, wie die Stadt Aachen versuchte, vor Gericht die Umweltverschmutzung schönzurechnen.
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Richter rügt die hohen Werte, verlangt aber kein unverzügliches Fahrverbot

Das weltweite Klima und das Klima in den Straßenschluchten von Aachen lassen weiterhin sehr zu wünschen übrig. Angesichts von zögerlichem Verhalten der Verantwortlich kann man wütend werden. Foto: Archiv

Ist das ein salomonisches Urteil, das das Oberverwaltungsgericht gestern in Münster verkündet hat? Ich glaube nicht. Es ist ein Wischiwaschi-Urteil. Die Richter haben zwar deutliche Worte gefunden, sie haben der Stadtverwaltung Schlamperei (fehlerhafte Prognosen, veraltete Daten) vorgeworfen, aber sich nicht getraut, ein Fahrverbot zu verhängen. Entsprechend froh grinsten in Münster die Vertreter der Stadtverwaltung Aachen und die Ministerin. Aber auch die klagende Umweltschutz-Organisation (DUH) freute sich. Begründung: Man kämpfe nicht für Fahrverbote, sondern gegen Luftverschmutzung. Auch wieder wahr.

Haarstäubend, was bei der Verhandlung erneut bezüglich der Luftverschmutzung in Aachen zu hören war. Krass überschrittene Grenzwerte (Stickstoffdioxyd) in mehreren Straßen. Da soll die Stadtverwaltung für eine Senkung der Werte sorgen. Na dann macht doch endlich mal!

Die Piratenfraktion im Rat der Stadt war nicht untätig und schicke schon gestern eine Stellungnahme zum Urteil an die Medien. Die Kollegen sehen die Sache so:

Das OVG Münster habe, wie zu erwarten war, den Luftreinhalteplan der Stadt Aachen für ungenügend erklärt, „weil er völlig absichtlich das Gesetz missachtet und eben nicht alle erforderlichen Maßnahmen ergreift, die nötig wären, um die Luftverschmutzung in Aachen unter das vorgeschriebene Höchstmaß zu drücken“.

Als einzige Fraktion haben sich die Piraten schon vor Jahren ernsthaft mit Fahrverboten befasst und gefordert, dass Aachen einen Plan umsetzt, der mittelfristig die Innenstadt von Verbrennungsmotoren weitgehend befreit hätte. „Unser Vorschlag hätte gerade den Besitzern von Dieselfahrzeugen die Planungssicherheit verschafft, die sie heute schmerzlich vermissen“, sagt Matthias Achilles, verkehrspolitischer Sprecher der Piratenfraktion Aachen.

Uns macht diese Verachtung für die Schädigung unserer Gesundheit und unsere Gesetze wütend.“

Matthias Achilles, sachkundiger Bürger im Mobilitätsausschuss

Die Mehrheit im Rat hat das abgelehnt und stattdessen verkündet, dass man das Problem lieber durch abwarten lösen möchte, weil ja absehbar sei, dass man höchstens noch ein paar Jahre das Gesetz brechen würde.
Weiter schreiben die Piraten: „Uns macht diese Verachtung für die Schädigung unserer Gesundheit und unsere Gesetze wütend, weil hier aus Feigheit vor grundlegenden Veränderungen so lange verzögert wurde, bis jetzt schlicht die Justiz Stadt und Land die Grenzen aufzeigt, die man bis dahin einfach nicht Ernst genommen hat.“

Die Piraten fordern in dem Zusammenhang, dass die Stadt endlich mit dem Abwarten und Verzögern aufhört und einen durchgängig sicheren Radverkehr und ein Busnetz anbietet, das Wertschätzung für dessen Kunden transportiert.

Extreme Haltung in Aachen: Fahrverbote oder Parkverbote zugunsten von anderen Verkehrsteilnehmern scheuen die PolitikerInnen von CDU und SPD wie der Teufel das Weihwasser. Man fragt sich: Wieso? Aachen könnte so schön sein. Foto: Archiv

Kommt irgendwann raus, dass die Politik heimlich irgendwie an den Autos verdient??? Mir fällt dazu immer dieses Beispiel ein: https://de.wikipedia.org/wiki/Großer_Amerikanischer_Straßenbahnskandal

Hier die Mitteilung der Staatskanzlei NRW zum aktuellen Urteil.

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Fairtrade-Messe am 31. August in der Aula Carolina

Die Stadt Aachen ist seit 2011 als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. In Aachen steht die eventuelle Titelverlängerung im Herbst 2019 auf der Tagesordnung.

Die 1. Aachener Fairtrade-Messe wird am 31. August 2019 in der Aula Carolina stattfinden. Unter dem Motto „So geht fair shoppen“ präsentieren rund 25 Geschäfte und Fairtrade-Akteure die ganze Vielfalt des fairen Produktangebots in der Stadt Aachen. Von 11 bis 18 Uhr gibt es außerdem Probieraktionen, ein Bühnenprogramm sowie ein Fairtrade-Café und vegetarischen Imbiss. Der Eintritt ist frei.

Ziel der Verbrauchermesse ist es, das vielfältige Angebot fairer Produkte in der Stadt bekannter zu machen und ein nachhaltiges Konsumverhalten zu fördern. Im Fairtrade-Stadtplan unter (demnächst) www.fairtrade-aachen.de können sich Verbraucherinnen und Verbraucher bereits jetzt informieren, in welchem Geschäft sie fair gehandelte Produkte finden. Die Messe soll zusätzlich den direkten Kontakt zwischen Anbietern und Kundschaft fördern.

Die Aussteller präsentieren und verkaufen Produkte aus verschiedenen Bereichen. Neben den Klassikern Kaffee oder Kunsthandwerk gibt es auch Sneakers neben edlem Goldschmuck, hochwertige Ledertaschen neben leckerem Mangoeis, faire Rosen neben Babykleidung aus ökofairer Produktion.

Informationen zu Nachhaltigkeits- und Bildungsthemen gibt es darüber hinaus vom Verein Regionale Resilienz e.V., von der Initiative Fairphone Aachen sowie von der Fairtrade University KatHO Aachen und den beiden Aachener Fairtrade Schools, dem Inda-Gymnasium und dem Einhard Gymnasium.

Fairer Handel wirkt

„Ziel von Fairtrade ist es, einen bedeutenden Entwicklungsbeitrag zu leisten und das Leben der an der Produktion beteiligten Menschen und Familien in den Anbauländern zu verbessern. Zahlreiche Studien … belegen, dass der faire Handel zu institutionellen Vorteilen für Produzentinnen und Produzenten führt, eine höhere wirtschaftliche Stabilität ermöglicht und das Selbstvertrauen und die Würde von Kleinbauernfamilien und Beschäftigten auf Plantagen fördert“, heißt es auf den Internetseiten von Fairtrade Deutschland. (Quelle: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/wirkung-von-fairtrade.html)

Die Messe wird gefördert durch die „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“.

Weitere Informationen kommen bald: www.fairtrade-aachen.de

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Save the date. Louisa Clement im Ludwig Forum

Gesehen im Eingangsbereich des Ludwig Forums an der Jülicher Straße. Dort wird es im Herbst eine interessante Ausstellung geben, die u. a. von Ex-Museumschef Andreas Beitin kuratiert wurde, als dieser noch in Aachen aktiv war.

Vieldiskutiert ist aktuell die Optimierung und Manipulation des Körpers durch technische und medizinische Eingriffe, die heute möglich sind oder absehbar sein werden. Das eröffnet Fragen nach der menschlichen Identität, denen die junge Künstlerin Louisa Clement in ihrer künstlerischen Arbeit nachgeht. Louisa Clement ist derzeit eine der gefragtesten Künstlerinnen und Künstler in Deutschland. Sie erhielt Preise und Auszeichnungen.

Die vom Sprengel Museum Hannover in Kooperation mit dem Ludwig Forum Aachen konzipierte Präsentation Louisa Clement. Remote Control ist die erste großangelegte museale Überblicksausstellung der Künstlerin.

Man kann leicht dem hochinteressanten Thema und den ungewöhnlichen Darstellungen einen regen Publikumszulauf voraussagen. Ich freu mich.

Kuratiert von Andreas Beitin und Esther Boehle. Bitte vormerken: Eröffnung am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr. Zu sehen bis Ende Januar 2010.

Mehr Infos hier:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/kuenstlerin-louisa-clement-gespraech-mit-einer-kuenstlichen.1013.de.html?dram:article_id=439740

http://www.louisa-clement.de

https://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Louisa-Clement-zeigt-Remote-Control-im-Sprengel-Museum-Hannover

https://www.neuepresse.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/Louisa-Clement-im-Sprengel-Museum

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Klimakrise individuell bekämpfen? Oder sich endlich mal auf die Richtigen konzentrieren

Was wir alle ganz individuell erleben: Große Trockenheit, große Hitze, Brände in den letzten Jahren, leidende Natur. – Was wir brauchen: Nicht nur individuelle Verhaltensänderungen, sondern insbesondere Einschnitte, die über das Individuelle hinausgehen und die politisch legitimiert sein müssen.

Eben habe ich einen Text gelesen, Überschrift sinngemäß: Das kannst du gegen die Klimakrise tun. Und das war nicht der erste derartige Artikel, wo so getan wird, als könnten wir mit ein bisschen Müllvermeidung, Fleischverzicht und Ökostrom-Verwendung wirkungsvoll etwas gegen die Klimakrise tun.

Das ärgert mich, dass man mich für so doof hält.

Tatsächlich braucht es nämlich politische Entscheidungen und Einschnitte, in der gesamten Gesellschaft, wo ich mich frage, ob das in einer Demokratie überhaupt zu schaffen ist? Wo Menschen sich vor einschneidenden Maßnahmen „schützen“ können, indem sie einfach mehrheitlich die Leugner des jeweiligen Problems wählen. Und basta.

Die Krise ist nicht dadurch in den Griff zu bekommen, dass wir jeder unser individuelles Leben mehr oder weniger ändern. Es braucht vielmehr politische Lösungen, neue Gesetze. Zum Beispiel muss es Pflicht werden, auf jedem Haus mit Flachdach eine Photovoltaikanlage zu installieren. Punkt, aus, Vorschrift.

Bleiben wir beim Stromverbrauch. Private Haushalte sind am gesamten Stromverbrauch mit 25% beteiligt, davon wieder nur 10% machen die Beleuchtung aus. Wir meiden Glühbirnen und denken, das bringt was. Die Großabnehmer aus der Industrie verursachen 46 % des gesamten Stromverbrauches. Warum traut man sich nicht an die Großabnehmer ran?

Bei den Tipps „Was-du-gegen-die-Klimakrise-tun-kannst?“ geht es immer um unser Konsumverhalten. Wir könnten uns aber auch den f4f-Demos anschließen, Volksbegehren in NRW starten oder mal was anderes wählen.

Beispiel Diesel. Rund 80% der CO2-Emissionen in Deutschland entstehen durch das Verbrennen fossiler Stoffe. Der Straßenverkehr ist für 20% dieser 80% verantwortlich und etwa nur 30 % von diesen 20% fallen auf den Diesel. – Wie lange und intensiv diskutieren wir schon das Dieselfahrverbot in Aachen und anderswo? Wir befinden uns die ganze Zeit auf einem MiniMini-Nebenkriegsschauplatz. Was soll das?

Schiffe sind die größten Dreckschleudern. „Würden sie 30% langsamer fahren, würden sie 60% Treibstoff sparen„, schrieb jüngst jemand. Tempolimit??? Nix von gehört. Steuer auf das Schiffe-Dieselöl??? Da können wir lange warten.

Das kann jeder beobachten, der mit Pkw zum Arbeiten von Aachen nach Köln fährt: Die Warenlager befinden sich in den Lkw auf den Autobahnen und Straßen. Auf der kompletten rechten Fahrspur reiht sich Lkw an Lkw. Die Betriebe profitieren, die Gesellschaft nicht. Das muss komplett anders organisiert werden. Und nicht nur das.

So gäbe es noch viele Beispiele, man liest an jeder Ecke davon. Und statt sich mit dem Privatverbrauch zu befassen (der ist nicht sooooo wichtig, wie immer gesagt wird), sollte man andere Bereiche, wo selbst kleine Eingriffe viel wirkungsvoller sind, ins Auge fassen.

Die Luft, das Wasser, das Klima sind sozusagen Allgemeingut. Und mit dem, was allen gehört, gehen immer ein paar Leute ganz schlecht um. Immer. Dazu als Stichwort sehr interessant und unbedingt sehenswert:

Die Tragödie des Allgemeinguts. Erklärt hier die berühmte Mai Thi Nguyen-Kim, (auf Twitter @maithi_nk ): auf YouTube

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Open-Air-Kino ist der Hit des Sommers

Das macht Spaß, sogar wenn das Wetter mal nicht so gut sein sollte: Gemeinsam eine Open-Air-Kino-Veranstaltung besuchen. Die gibt es im Kurpark von Heimbach, auf der Burg Wilhelmstein, im Brückenkopfpark in Jülich und auf dem CHIO-Gelände in Aachen, Krefelder Straße (Sitzkissen mitbringen).

„Parkflimmern“ heiß die open-air-Aufführung im Kennedypark in Aachen-Ost. Auf der Burg Stolberg werden Filme gezeigt, und zum ersten Mal dabei ist Monschau. Dort gibt es auf dem Markt in schöner Fachwerk-Kulisse dieses Jahr „Monschauer Filmnächte“ (Sitzgelegenheiten mitbringen).

Alles mitsamt den Programmen haben die Leute vom MOVIE freundlicherweise zusammengetragen und übersichtlich dargestellt. Die Termine auf der Seite vom MOVIE findet ihr: hier.

Ganz schön groß: Leinwand im August 2017 im Dressurstadion des ALRV an der Krefelder Straße. Foto. Archiv
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AWO möchte bauen. Doch es gibt Hindernisse. Das ist schade.

Das AWO-Geschäftsstellengebäude samt Kita in der Gartenstraße ist alt und soll komplett neu gebaut werden. Foto: Archiv

Aus den 1950 Jahren sind die Gebäude der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Gartenstraße. Dringend nötig ist ein Neubau von Geschäftsstelle, Kita und Begegnungszentrum, den die AWO samt 5 Sozialwohnungen auch fertig geplant hat und bauen möchte. Doch es gibt noch Widerstand.

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Von Gastautor Mathias Dopatka*

Die Modernisierung der AWO am Westpark ist notwendig!

Die AWO ist ein immens wichtiger sozialer Akteuer für Aachen. Im 100ten Jahr ihres Bestehens hat die AWO nun einen Antrag gestellt, die in den 50er Jahren gebauten Gebäude durch einen modernen und klimaeffizienteren Neubau an gleicher Stelle zu ersetzen. Neben der Verwaltung und der (vergrößerten) Kita besteht die Möglichkeit, obendrein noch Wohnraum in der Innenstadt zu schaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln.

Der Neubau wäre ein Gewinn für alle: Kitaplätze im Zentrum werden erhalten und ausgebaut. Die AWO-Verwaltung wird moderner und kann ihre Aufgaben noch besser erfüllen. Wohnraum im Zentrum wird geschaffen. All das im Rahmen der bestehenden Bebauung. Der schützenswerte Baumbestand zur Straße hin wird erhalten, und der Neubau fügt sich in die Umgebung harmonisch ein.

Warum nun einige Akteure aus der Politik bremsen und der AWO Steine in den Weg legen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Bis September haben wir Zeit, um diesen Unsinn zu beenden.

Die neue AWO in der Gartenstraße ist ein Gewinn für alle

Das sieht auch die Stadtverwaltung so. Hier wird zitiert aus der offiziellen Vorlage der Verwaltung:

„Der geplante Neubau fügt sich in die nähere Umgebung ein. Der Baukörper wird als geschlossene Bebauung zur Straße hin wahrgenommen. Gleichzeitig wird der zu schützende straßenbegleitende Baumbestand erhalten. Der ins Grundstücksinnere abknickende Gebäuderiegel übersteigt in seiner Tiefe nicht die im Bestand vorhandene Gebäudetiefe der bestehenden Anbauten. Auch die Geschossigkeit im Bereich des abknickenden Riegels spiegelt sich im Bestand wider. Die Gebäudehöhe des Staffelgeschosses übersteigt nicht die Gebäudehöhe der rückwärtigen Anbauten der Nachbarbebauung.“ 

Insgesamt wartet die AWO nun seit fast eineinhalb Jahren auf das „GO“. Für mich ist das langsam nur noch Schikane, da es keine konkrete und sachbezogene Kritik gibt.

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*Offenlage: Gastautor Mathias Dopatka ist Vorsitzender der Aachener SPD, die mit der CDU in einer Großen Koalition die Politik in Aachen bestimmt.

s. dazu auch den Kommentar

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