Wem gehört eigentlich die Schmiedstraße?

Das ist die Schmiedstraße, eine der kleineren Straßen von Aachen. Um sie ist großer Streit entbrannt.

Wer mit Rollator, im Rollstuhl oder mit Kinderwagen, auf Gehhilfen oder hohen Schuhen oder auf dem Fahrrad unterwegs ist, der landet über kurz oder lang in diesen Rillen und hängt fest.

Manche Zeitgenossen sind einfach auf ganz flache Steine angewiesen. Sie müssen immerzu auf die Teile der Straße ausweichen (und das tun sie auch klaglos), die sich nah an den Gebäuden befinden. Oft beobachtet z. B. in der Schmiedstraße.

Ein halbes Dutzend Restaurants stellt Tische und Stühle in die Schmiedstraße. Denn kaum sind die ersten Sonnenstrahlen da, wirft sich halb Aachen in die Außengastronomie, es entsteht jede Menge Flair. Schön.

Die schmalen Seitenstreifen an den Rändern der Straße teilen sich eine Menge Leute mit den Gastronomen, die dort Tische und Stühle aufstellen. Und je mehr Tische und Stühle, desto mehr klingelt die Kasse. Klar, dass die Wirte um jeden Zentimeter kämpfen wie die Löwen. Jüngst haben sie sich beschwert, weil ihnen etwas Platz weggenommen werden sollte. Manche sehen sich daraufhin – wie es ihre Art ist – kurz vor dem Bankrott.

Ein Konflikt, der sich eigentlich leicht lösen lassen sollte, wenn alle mal die Gesetzeslage und die Vorschriften studieren. Da ist nämlich vorgeschrieben, wie viel Platz in einer Fußgängerzone wer bekommen soll und warum. Eigentlich alles geklärt.

Unterdessen hast sich jetzt Oberbürgermeister (OB) Ziemons persönlich in die Kontroverse eingeschaltet und schon mal diesbezüglich der zuständigen Stadtbaurätin die Zuständigkeit entzogen. Und das auch der Zeitung mitgeteilt, die umfassend berichtet hat, angemessen und wie es ihre Aufgabe ist. Dabei: Es ist ja immer eine gute Art, einen Konflikt zu lösen, Leuten direkt mit Getöse die Zuständigkeit entziehen, ein Machtwort sprechen. Das sorgt für gute Laune. (Ironie aus).

Jetzt sind wir mal gespannt, wie sich der Casus entwickelt, wem noch die Zuständigkeit entzogen wird und ob der OB am Ende ALLES selber machen will. Die Wirte haben jedenfalls schon mal die Tische und Stühle ganz nah an die Hauswände gerückt. Ob sie gedacht hatten, dass ihre Beschwerde so einen Wirbel verursachen wird?

Die Wirte haben reagiert. Quasi ängstlich drücken sich neuerdings Tische und Stühle an die Hauswand, stehen sogar auf den Lichtschacht-Gitterrosten (unten links).

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2026 ganz schön was los in Aachen. „Zusje“ eröffnet.

Wer sehen will, welche Veranstaltungen für 2026 auf dem Markt und/oder Katschhof vorgesehen sind, muss hier klicken.

Es ist eine Menge – wegen der Reit-Weltmeisterschaft (findet zusätzlich zum CHIO statt) sogar mehr als in anderen Jahren. Dazu kommt noch die Fußball-Weltmeisterschaft (in Mexiko, USA und Kanada), wenn es tatsächlich dabei bleibt, dass diese drei Länder gemeinsam so ein Großereignis wuppen können. Manch eine/r hat Zweifel.

Neue Veranstaltungen auf dem Markt und dem Katschhof wurden nur dann genehmigt, wenn diese „bedeutsame kulturelle Veranstaltungen darstellen,        einen lokalen Bezug zur Stadt Aachen aufweisen oder von besonderem, gesamtstädtischen Interesse sind“, so heißt es in der Vorlage.

Nach den Events gehts dann gleich ins neue Restaurant „Zusje“, wo man Tapas-Gerichte in 70 Varianten genießen kann. Tja, da müssen erst Holländer kommen, um den Aachenern mal zu zeigen, in welchem Punk man heutzutage rumsitzen kann.

Sollte Donald Trump jemals nach Aachen kommen: das dürfte ihm gefallen. Die Inneneinrichtung des Restaurant „Zusje“ am Markt mit Gold, Glanz und Glitzer.

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Direkt neben dem Dom geht es jetzt abwärts. Bei 1,50 m kommt man in der Römerzeit an

Quasi vor Publikum wird jetzt direkt neben dem Dom gegraben. Archäologen haben die seltene Gelegenheit, innerhalb der größten ehemaligen römischen Heilthermen Aachens, den Münsterthermen, zu buddeln. Und zwar in einem Abschnitt, der archäologisch noch weitgehend unerschlossen ist.

Wie es dazu kam? Hier klicken.

Aufgrund der außergewöhnlichen historischen Bedeutung des Platzes im Schatten des Doms muss alles vollständig in Handarbeit abgetragen werden

In den kommenden Wochen werden der Stadtarchäologe Andreas Schaub und ehrenamtliche Hilfskräfte in Handarbeit mit kleinen Schaufeln und Werkzeugen etwa 1,50 Meter tief graben. Schicht für Schicht werden sie auf Funde aus dem Barock, dem Mittelalter und aus der römischen Zeit stoßen.

Die Arbeiten finden in zwei Baumscheiben statt, die später mal mit zwei Linden bepflanzt werden sollen.

Bereits nach zwei Tagen Grabungszeit gibt es erste Ergebnisse: Einen Zahn, bemalte Keramik und zwei barocke Tabakpfeifen aus Pfeifenton entdeckten die Fachleute bislang. Alles folgt festgelegten Vorgaben des Landschaftsverbandes, bzw. dessen Amt für Bodendenkmalpflege.

Wie lange die Grabung nun dauert, liegt zum einen an der Funddichte und zum anderen am Wetter. Derzeit geht der Stadtarchäologe davon aus, dass mit einer Grabungsdauer von drei Monaten zu rechnen ist. Die neuen Linden werden dann entweder noch direkt im Anschluss im späten Frühjahr gepflanzt – spätestens jedoch in der nächsten Pflanzperiode ab September.

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Frösche und Kröten wollen jetzt nur noch eins: nach Hause

Sobald die Außentemperaturen über acht Grad steigen, wandern Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterquartieren zu den Teichen, in denen sie selbst einmal aufgewachsen sind.

In Aachen passiern die Tiere dabei folgende Straßen: Eupener Straße, Lütticher Straße, Grünenthal, Lemierser Berg, Purweider Weg, Entenpfuhler Weg, Hasselholzer Weg, Prunkweg, Broichweidener Weg, Strüverweg und Triftweg. Da werden sie oft in großer Zahl überfahren, so dass die ganze Straße komplett matschig ist.

Straßen gesperrt

Der Wetterwechsel hin zu wärmerer und feuchter Witterung hat dafür gesorgt, dass die diesjährige Amphibienwanderung in den vergangenen Tagen bereits begonnen hat. Der Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt bittet in seiner Mitteilung an die Presse alle Autofahrer*innen, bis Ende April auf den genannten Straßen und Wegen besonders achtsam und rücksichtsvoll zu fahren. Wer mit dem Auto unterwegs ist, könne sich aktuell auf Sperrungen an folgenden Straßen einstellen:

  • Der Purweider Weg und der Strüverweg werden zum Schutz wandernder Amphibien zwischen 19 Uhr und 7 Uhr gesperrt
  • Im Stadtteil Richterich wird die Straße Grünenthal für die Dauer der Krötenwanderung zwischen „Zehnthof“ und den Garagen des Hauses Grünenthal mit der Nummer 34 ganztägig durch Poller gesperrt.
  • Im Stadtbezirk Aachen-Haaren, genauer in Verlautenheide, wird die Straßenverbindung Waldstraße/Prunkweg in Höhe der beiden Wanderparkplätze bis zum Ende der Amphibienwanderung durch eine Pollerreihe für den Durchgangsverkehr gesperrt. Für Spaziergängerinnen und -gänger bleiben die beiden Wanderparkplätze weiterhin erreichbar.
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Tag der (Aachener) Archive. Motto: „Alte Heimat, neue Heimat“

„Alte Heimat, neue Heimat“ – so lautet das Motto des diesjährigen Tag der Archive. Auch in Aachen präsentieren das Stadtarchiv Aachen, das Archiv der Erholungs-Gesellschaft, das Bischöfliche Diözesanarchiv sowie die Archive der RWTH und das Haus des Grenzlandkarnevals am Samstag, 7. März, Archivalien in den Räumen der Erholungs-Gesellschaft.

Zum Motto wird mitgeteilt: Der Heimatbegriff sei seit einigen Jahren wieder im Trend, nachdem er lange Jahre eher als eine veraltete Begrifflichkeit verstanden und assoziiert wurde. Eine Heimat könne Sicherheit, Identität und Orientierung geben. Staatenwechsel, Grenzverschiebungen und Migration seien eng mit dem Thema Heimat verknüpft. Bei Heimat könne man über das eigene Zuhause, über Migration, über Zerstörung und Wiederaufbau, Umzüge von Institutionen nachdenken. Heimat „kann aber auch ganz anders verstanden und interpretiert werden: Gebäude können eine Heimat bieten, aber auch soziale Gruppen wie religiöse Gemeinden, Vereine, Freundeskreise“, sagt Dr. René Rohrkamp, Leiter des Aachener Stadtarchives.

Ein Fußballverein kann eine Heimat sein. Alemannia-Fans singen während des Spiels – alle zusammen: „Wir lieben unsere Heimat.“ Foto: AachenNews Archiv

Die beteiligten „Gedächtnis-Institutionen“ zeigen an ihren Ständen jeweils eine Auswahl von Dokumenten zu den verschiedenen Aspekten von alten und neuen Heimaten und stellen ihre Arbeit vor.

Termin: Samstag, 7. März 2026, 12 Uhr
Filmvorführung: 14.30 Uhr
Ort: Erholungs-Gesellschaft Aachen, Reihstraße 13, Aachen
Der Eintrit ist frei.

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Katastrophal niedrig: Recycling. Wertvolle Ressourcen gehen verloren

Mit knapp 920.000 Tonnen wurden 2024 in Deutschland lediglich 28,7 Prozent des Elektroschrotts gesammelt. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamts. Dabei sind 65 Prozent gesetzlich vorgeschrieben.

Auch die Wiederverwendungsquote ist mit lediglich 1,9 Prozent katastrophal niedrig. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von Bundesumweltminister Schneider eine Neugestaltung des Elektrogesetzes, damit Hersteller zukünftig gesetzliche Sammel-, Recycling- und Wiederverwendungsziele einhalten müssen.

Die Elektroschrott-Sammlung steckt in der Sackgasse“, sagt Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Während in Deutschland jährlich mehr als drei Millionen Tonnen neue Elektrogeräte über die Ladentheke gehen, reißt Deutschland bereits zum sechsten Mal in Folge die EU-Sammelvorgabe. „So gehen wertvolle Ressourcen für ein Recycling verloren.“

Metz weiter: Die katastrophal niedrigen Sammelzahlen seien ein unmissverständliches Signal an Umweltminister Carsten Schneider, Hersteller endlich vollständig für die Sammlung und Entsorgung von Elektroschrott zur Verantwortung zu ziehen. Durch einen Systemwechsel zu einer vollständigen Herstellerverantwortung könnten hierzulande jährlich bis zu 810.000 Tonnen Rohstoffe im Wert von über zwei Milliarden Euro zusätzlich zurückgewonnen und bis zu 39.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das zeigt übrigens eine beim Sachverständigenbüro cyclos und dem Öko-Institut in Auftrag gegebene Studie. hier: Link

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Ganz ohne Hass und Hetze diskutiert

Aachens Oberbürgermeister ist wirklich überall präsent, mal im Karneval, mal in Rom und dann sogar am Türelüre-Lißje Brunnen. Zusätzlich nahm er neulich an einer Diskussion in der Nadelfabrik (Reichsweg) teil, als die Meinungen zu dem Denkmal hart aufeinanderprallten – allerdings in friedlicher Atmosphäre ohne eine Spur von Hass und Hetze, wie man sie zu dem Thema auf Facebook erleben musste.

Volles Haus beim Bürgerforum in der Nadelfabrik, als es um den Erhalt des Türelüre-Lißje Brunnens ging.

Der Brunnen zeigt ein Mädchen, das daran gehindert wird, die Toilette aufzusuchen und das sich deshalb in die Hose pinkelt. Der Kleinen ist das peinlich, sie schaut ängstlich. Drei Jungen hindern sie am Gehen und finden ihre Not amüsant, sie lachen. Freude empfinden, wenn anderen ein Leid geschieht, das ist nicht gerade das, was man im öffentlichen Raum sehen möchte. 

Die Meinungen pro und kontra Brunnen waren an dem Abend ausgeglichen, manche kurios. Jemand meinte, der Brunnen sei ein Denkmal für das Mädchen und erinnere daran, „dass die Gewalt in uns allen ist“. Man sollte mal mit dem Künstler sprechen, riet der Nächste (der Künstler ist lange tot). Andere betonten die Freiheit von Kunst und Lehre und fragten, ob das Grundgesetz in Aachen nicht mehr gelte. 

Foto: Der Brunnen, den der Aachener Künstler Hubert Löneke schuf.

Weiter: Karl der Große habe Verbrechen begangen (an den Sachsen), und sein Denkmal werde auch nicht abgerissen. Einer hatte eher Probleme mit dem Wehrhaften Schmied und der Gewaltverherrlichung in dieser Figur. Nachkommen des Stifters des Brunnens versicherten glaubhaft, alles sei auf gar keinen Fall übergriffig gemeint gewesen. Ein Vater sagte, er habe seiner Tochter erklärt, Jungen seien nun mal frech und dafür seien Mädchen zickig. Dass es sich bei der Darstellung um sexualisierte Gewalt handelt, darauf bestand am Ende eigentlich niemand mehr.  

Es war viel von Tradition die Rede, aber es kamen auch Personen zu Wort, die meinten, dass Jungen lachen weil ein Kind Angst hat, das gehöre nicht zur Tradition von Aachen. Vergleiche mit dem Fischpüddelchen und den Bronze-Kindern vor der Osthalle (s. Foto rechts) seien völlig daneben, weil da niemand gequält werde.

Dass die Klappergasse in Aachen umgebaut wird, steht (seit etwa 10 Jahren) fest. Manch einer glaubt allerdings nicht mehr dran. Entschieden wurde zum Thema Brunnen an dem Abend nichts. Infos zum Brunnen und dem dazu passenden Liedchen hier.

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Ein Mann mit Vorstellungen über die Zukunft: Mario Draghi 

Unterdessen haben OB Michael Ziemons und Armin Laschet (MdB und Vors. Karlspreisdirektorium) in Rom Professor Mario Draghi den Karlspreis 2026 ganz offiziell angetragen, und Draghi hat „ja“ gesagt, und fühlt sich erwartungsgemäß geehrt. Das soll auf AachenNews nicht unerwähnt bleiben.

Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons (l.) und Armin Laschet (r.), Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, in Rom mit Prof. Mario Draghi (Mitte). Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Tja, in Rom müsste man sein, bei 20 Grad, in wunderbarer Umgebung – im Garten der Residenz des deutschen Botschafters nämlich. Draghi arbeitet daran, dass Europa sich entwickelt und z. B. das Veto-Recht, mit dem Einzelne alle anderen regelmäßig ausbremsen, abgeschafft oder umgangen wird. Er möchte erreichen, dass in der EU auch mal eine kleinere Gruppe vorangeht und überzeugende Lösungen schafft. Dabei entstehe dann Anziehungskraft – andere würden sich anschließen. 

Draghi legte in der Vergangenheit Pläne vor, um Europa – mit Blick auf China und die USA – stark zu machen: handlungsfähig, souverän und zukunftsorientiert. „Uns ist es wichtig, aus Aachen heraus Impulse für die Zukunft von Europa zu setzen“, sagte Oberbürgermeister Michael Ziemons laut Pressebericht. Und weiter: „Das Gespräch in Rom mit Mario Draghi hat noch einmal gezeigt, dass er nicht nur in der Vergangenheit große Verdienste erworben hat. Er ist jemand, der eine klare Vision für die Zukunft von Europa hat.“

Mehr Infors unter: www.karlspreis.de und www.aachen.de/karlspreis

 

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Wie entwickelt sich die Mobilität in Aachen?

Der 2. Jahresdialog Mobilität der Stadt Aachen findet statt am Dienstag, 17. März, von 17.30 bis 19 Uhr, im Depot (Talstraße 2).

Mit dem Jahresdialog Mobilität wurde im vergangenen Jahr ein neues Format etabliert, das die gesamte Bandbreite der Mobilitätsentwicklung in Aachen in den Blick nimmt. Auch in diesem Jahr möchten die Fachleute der Stadtverwaltung auf abgeschlossene und aktuelle Projekte sowie zentrale Entwicklungen der Mobilität in Aachen schauen.

Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Bürger*innenrates, der im letzten Jahr zu einem Mobilitätsthema beraten hat, vorgestellt, und es wird Raum für Austausch und Diskussion geboten.

Die Wortbeiträge halten u.a. Stadtbaurätin Frauke Burgdorff und der Fachbereichsleiter Mobilität und Verkehr Uwe Müller. Wäre schön, wenn sich Interessierte anmelden unter veranstaltungen-mobilitaet@mail.aachen.de

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Jubel am Tivoli: Aachen gewinnt Heimspiel.

Das war – wider Erwarten – ein supertolles Spiel. Spannend, abwechslungsreich und randvoll mit schönen Szenen auf dem Spielfeld. Aachen siegte gegen den SC Verl (eine der Spitzenmannschaften in der 3. Liga) mit 3:1. Sieg, Sieg, Sieg. Die Zuschauer waren phasenweise höllenhaft laut und vor Freude komplett aus dem Häuschen.

Dabei war das Stadion quasi nur zur Hälfte gefüllt – ein sonderbarer Anblick. Allerdings: Wer nicht dabei war, hat definitiv was verpasst. Wenn nicht alles täuscht, hat die ganze Mannschaft sich nachhaltig zum Besseren entwickelt.

Ungewöhnlich: Viele freie Plätze im Stadion an der Krefelder Straße. Dies allerdings auch, weil aus Ostwestfalen nur 250 Fans anreisten und das Wetter wirklich sehr schlecht war.

Knapp über 19.500 sollen es gewesen sein, die am Samstag den Weg ins Stadion fanden. Ob da immer die Dauerkartenbesitzer*innen automatisch mitgezählt werden, auch wenn gar nicht alle ins Stadion kommen? Man weiß es nicht. Möglich ist alles. Bundesliga Schiri Deniz Aytekin verteilte insgesamt 5 gelbe und eine rote Karte.

Früh stand es 1:0 für Aachen, dann 2:0 (Lars Gindorf/ Mehdi Loune), die Mannschaft attackierte und rannte wie die Feuerwehr dem Ball hinterher. Man befürchtete schon: Ja, ja, wir verausgaben uns mal wieder früh, dann geht uns die Puste aus, der Gegner schießt ganz am Ende 3 Tore und gewinnt. Erwartungsgemäß ließ Aachen gegen Ende der 1. Halbzeit tatsächlich etwas nach mit dem druckvollen Spiel, prompt stand es 2:1 zur Halbzeitpause.

Spannend ging es weiter, bis Aachen das 3. Tor erzielte. „Scheint ein gutes Spiel zu sein“, so die Reaktion auf entsprechende WhatsApp-Nachrichten aus dem Stadion. Die Lieben zu Hause wurden nämlich zügig informiert und sind sowieso digital immer dabei.

Sehr stressig wurde das Spiel – je mehr es dem Ende zuging. – Dann fliegt ein Verler mittels einer Roten Karte vom Platz (wegen Notbremse an Schroers), Aachens junger Torwart Fotios Pseftis scheidet (nach diversen schönen Paraden) verletzt aus und Neuzugang und Ersatztorwart Manuel Riemann stellt sich ins Tor. 8 Minuten Nachspielzeit, das ist lang. Aber die gehen auch vorbei und Aachen gewinnt hochverdient. (nächste Spiele: Sonntag, 1. März, 13.30 Uhr, gegen SV Waldhof in Mannheim und Donnerstag, 26. Februar, 19 Uhr, FVM-Pokal gegen die Kölner Fortuna)

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