Gammeliger Platz wird wieder schön

Ein Schnellschuss auf den Pastorplatz im Frankenberger Viertel. Den Platz sollte man in der Tat etwas umgestalten. Er sieht auf dem Foto schöner aus als in Wirklichkeit.

Die Stadtverwaltung und insbesondere die Grünen im Rat der Stadt Aachen möchten, dass die Anwohner sich beteiligen. Es geht um die Umgestaltung des Pastorplatzes, am Ende der Kongressstraße gelegen.

Ein Aufruf an Bürgerinnen und Bürger ist in diesem Fall bestimmt eine gute Idee, denn oft wissen die Anwohner mehr über „ihre“ Straße oder „ihren“ Platz, als die Stadtverwaltung oder der Rat. Schon am kommenden Donnerstag, 24. Mai, ist es soweit. Dann findet um 18 Uhr auf dem Pastorplatz eine Info-Veranstaltung zur Sanierung des Platzes statt.

An einem Infostand will der Fachbereich Umwelt der Stadtverwaltung allen Interessierten den Vorentwurf und die aktuelle Planung zur Neugestaltung des Platzes vorstellen und erläutern. Daneben sollen auch eigene Ideen und Erfahrungen der Anwohner eingebracht werden, die den Planern als wichtige Anregung für die weitere Arbeit dienen werden.

Die Einbeziehung des Wissens der Experten vor Ort, der Nutzer und Anwohner, in den Planungsprozess, so teilt das Presseamt mit, sei „erfahrungsgemäß neben dem fachlichen Wissen eine wichtige Komponente für eine stimmige Gestaltung“.

Bekanntlich bietet der Pastorplatz, der eigentlich ein grünes Verbindungsglied zwischen Adalbertsteinweg und Oppenhoffallee darstellt, derzeit kein attraktives Bild. Der Platz ist stark verwildert, die Ausstattungsgegenstände sind defekt oder zumindest ebenfalls in einem schlechten Zustand und auch die Bepflanzung ist eher spärlich.

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„Fahrrad wieder flott, mit Teilen vom Schrott“

Räder, Räder, Räder. In Aachen werden sie aufgemotzt.

Die Fahrradsaison ist da, und es könnte nicht schaden, das Rad einem Check zu unterziehen. „Häufig stellt man dabei fest, dass an dem

Prima Fahrrad, schon fast 15 Jahre alt, 7 Gänge, leicht.

Zweirad ein Teil fehlt oder es aufgerüstet werden sollte“, teilt das Presseamt mit und ruft zur Aktion „Fahrrad wieder flott, mit Teilen vom Schrott“ auf. In diesem Jahr findet die Aktion am Samstag, 26. Mai, von 10 bis 14 Uhr auf dem WABe-Gelände an der Jülicher Straße 216 statt.

„Alte oder ausgediente Fahrräder, die regelmäßig über die Sperrgutsammlung vom Aachener Stadtbetrieb abgeholt werden, sowie Fahrradteile finden neue Besitzerinnen und Besitzer“, sagt Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin der städtischen Kampagne „FahrRad in Aachen“. Am Aktionstag könne jede/r mit ein wenig Geschick die benötigten Ersatzteile abmontieren. Hinweis: Wer teilnehmen möchte, muss sein eigenes Werkzeug mitbringen.

Auch ganze Fahrräder finden da manchmal neue Besitzer. Noch brauchbare und gute Teile werden nicht verschrottet, sondern noch einmal verwendet. „Das ist Abfallvermeidung und schont die Geldbeutel mancher Radler“, so wird mitgeteilt.

„Damit das Fahrrad auch wirklich wieder flott und verkehrssicher wird, können sich die Radlerinnen und Radler noch Rat bei Mitarbeitern des WABe-Rad-

Ein Hochrad. Foto: Archiv

Recycling-Projektes holen“, erläutert Jürgen Aelmanns, Fachanleiter der Fahrradwerkstatt des Vereins WABe. Diese Leute helfen sogar beim Reparieren.

Weiter wird mitgeteilt: In seinem Rad-Recycling-Projekt beschäftigt der WABe e.V. Langzeitarbeitslose, schwerbehinderte Jugendliche ohne Berufsausbildung und psychisch kranke Menschen. Sie werden qualifiziert und sozialpädagogisch betreut. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Menschen wieder arbeitsfähig zu machen, ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten und sie auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren.

Ich habe auch selbst schon Räder bei der WABe inspiziert (für einen Asylbewerber) und kann sagen: Das Projekt ist prima, die Räder sind gut in Schuss. Übrigens: Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr liegt in Aachen höchstwahrscheinlich bei nur 11 oder 12 Prozent, das ist im Vergleich der Städte wenig. Er sollte 2020 bei 20 Prozent liegen. Es werden aber leider nicht gerade viele Maßnahmen ergriffen, um dieses Ziel zu erreichen. Geplant wird immer, doch mit der Umsetzung hängt man sehr hinterher.

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Sei dabei: Kulturkonferenz am 30. Mai

Mit der Kulturarbeit zwischen Peripherie und Zentrum beschäftigt sich die Kulturkonferenz, zu der der Landschaftsverband Rheinland (LVR) am Mittwoch, 30. Mai, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr ins MEDIO.RHEIN.ERFT nach Bergheim einlädt.

In Vorträgen, Diskussionen und Workshops können sich Kulturinteressierte aus dem ganzen Rheinland austauschen und kennenlernen. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, wie der technische Wandel die Kultur verändert, wie die Qualität kultureller Arbeit angesichts knapper werdender Ressourcen erhalten werden kann oder wie grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit funktionieren kann und ob es dabei Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Räumen gibt.

Referentinnen und Referenten aus der Praxis sorgen für anschauliche Beispiele, aber auch kulturpolitische Aspekte sollen nicht zu kurz kommen.

Derzeit sind noch Plätze frei. Eine Anmeldung ist online unter www.kulturkonferenz.lvr.de oder per mail kulturkonferenz@lvr.de möglich. Die Teilnahme ist kostenlos (inklusive Mittagessen und Kaffeetrinken).

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Marode Meiler? Macron versteigt sich zu dem Versprechen, dass sie sicher sind

Das war ein sympathischer, schwungvoller Auftritt, den Emmanuel Macron in Aachen hingelegt hat. Macron hat den Krönungssaal gerockt. Aber was der neue Karlspreisträger zu Tihange gesagt hat, zu den Risse-Reaktoren, die uns hier in Aachen bedrohen, das war unter aller Kanone. Zum Fürchten. Das darf nicht verschwiegen werden.

„Wenn ich glaubte, dass die Atomkraftwerke nicht sicher seien, hätte ich sie in Frankreich geschlossen.“

So wurde der französische Staatspräsident schon am Tag der Preisverleihung (auf Twitter) von Journalisten zitiert, und so stand es tags drauf in den

Im Netz zu finden: Marc Teuku (Piratenpartei) und seine Begleiterin zeigen mit Anti-Atomkraft-Flyern ihren Protest.

Zeitungen. Ganz davon abgesehen, dass man Atomkraftwerke nicht schließen kann wie ein Geschäft in der Adalbertstraße: Dieses Zitat lässt große Unkenntnis über die fürchterliche Zerstörungskraft uralter, kaputter Anlagen erkennen, wie sie nur 60 Kilometer von Aachen entfernt von einer Panne zur nächsten taumeln.

Vor rund 1000 Studierenden wurde Macron im neuen Hörsaal CARL auf das Thema angesprochen, nachdem ihm schon auf dem Markt beim Bad in der Menge der Protest lautstark entgegenschallte. Doch er tat noch eine weitere Äußerung, die einen doch etwas am Verstand dieses neuen Politik-Stars zweifeln lassen.

„Sie haben mein Versprechen, dass Sie in Sicherheit sind – wie auch das französische Volk.“

Ja, dann ist ja alles gut, möchte man rufen mit Sarkasmus. Und man weiß nicht, ob man weinen, laut lachen oder kotzen soll. „Sie haben mein Versprechen, dass Sie in Sicherheit sind?“ Wirklich? Hat er DAS gesagt? Das hört sich an wie jene betagten Damen und Herren beim LVR, die meinen, sie könnten ein Internet-Tool bauen lassen, das absolut sicher ist. Das erinnert anSie haben mein Ehrenwort, der das sprach landete wenige Tage später in Lausanne in der Badewanne, tot. Ja, das haben die Japaner auch gedacht, dass ihre Atomkraftwerke sicher sind. Man kann sich nicht genug aufregen über so viel Blindheit und Blödheit.

Da ist mir Merkel, die im Krönungssaal eine langweilige Rede hielt, lieber. Sie ist viel weniger charmant, hat aber als Physikerin das Richtige getan: Die Abschaltung deutscher Meiler in die Wege geleitet.

Und die Grünen? Hallo? Konnte nicht einer, nicht eine von euch mal im Krönungssaal ein Stopp-Tihange-Schildchen hochhalten? Nur mal kurz, für die Kameras, nein? Unfassbar. Hier sei nicht verschwiegen, dass Pirat Marc Teuku und seine Begleiterin diese Aufgabe übernahmen, als sie – aus dem Krönungssaal kommend – die Außentreppe vom Rathaus hinuntergingen. (Hier als Bild Nr. 57 der Internet-Fotogalerie der Aachener Zeitungen zu sehen.)

Von den Alt-Grünen Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit gab es noch nicht mal am Rande der Veranstaltung ein Wort der Kritik oder Sympathie mit den Atomkraftgegnern. Obwohl sie, auf eine zugegeben etwas ruppige Weise, darauf angesprochen wurden.

Was für ein Gesinnungswandel! Was für eine Anpassungsleistung ans Establishment! Die Anti-Atomkraft-Bewegung unserer ganzen, großen Region geht ihnen am Arsch vorbei.

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Kanal Trivial interviewt Aachens IHK-Präsident Wolfgang Mainz

Unbedingt anschauen: Ein Interview mit dem neuen Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Aachen, Wolfgang Mainz. Marc Teuku (Interviewer) und Andreas Müller (Filmer) schrecken vor nichts zurück.

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Professor Schuh: „Aachener, seid ehrgeiziger“

Stellte sich am 1. Mai auf dem Aachener Markt den Fragen der Gewerkschaft: RWTH-Professor Günther Schuh (Mitte).

Professor Schuh, der – salopp gesagt – mit anderen Wissenschaftlern den e.GO Life erfunden hat und in Rothe Erde auch schon eine große Produktionshalle errichten ließ, hatte am 1. Mai auf dem Markt in Aachen einen interessanten Auftritt.

Zur Erinnerung: Der Professor möchte ab Herbst 2018 in seinem Aachener Unternehmen pro Monat hunderte Elektro-Autos produzieren – und dann

Der vordere Teil der Produktionsstätte, die sich im Ortsteil Rothe Erde befindet.       Foto: Henning Brinkmann

natürlich verkaufen. Teilweise zu dem relativ günstigen Preis von 16.000 Euro, nebenbei bemerkt.

Bei der Kundgebung zum 1. Mai sprach er auf Nachfrage von Gewerkschafts-Chef Ralf Woelk über die verschiedenen Arbeitskräfte, die er für die Produktion braucht. Schuh ist – mMn – der erste RWTH-Professor, der in Aachen am Tag der Arbeit jemals auf eine Bühne der Gewerkschaft geklettert ist und öffentlich umfangreich Fragen (später auch aus dem Publikum) beantwortete.

Der 2-Meter-Mann sprach nicht nur über Arbeitsplätze und Arbeitskräfte. Er sprach beispielsweise nicht nur darüber, wie viele Initiativ-Bewerbungen er pro Monat bekommt usw. Sondern auch darüber, dass einige Zulieferbetriebe für die

Auf der Bühne: Der Aachener DGB-Vorsitzende Ralf Woelk, Daniela Jansen von der IG-Metall und e.GO -Gründer Günther Schuh (v.l.).

e.GO-Produktion sich gern in Aachen ansiedeln würden. Und da forderte er die Aachener auf, doch etwas ehrgeiziger zu sein. Dringend, wie mir schien. Aachen und die umliegende Region könnten doch bestimmt etwas mehr Wohlstand gut verkraften. Da sei quasi noch viel Luft nach oben, so Schuh sinngemäß.

Zum Hintergrund: Aachen braucht nach umfangreichen Berechnungen in den nächsten 20 Jahren deutlich mehr als 100 Hektar Gewerbefläche. Aber: Wegen ihrer Tal-Lage hat die Stadt eigentlich gar keinen Platz mehr für Gewerbegebiete (und auch nicht für Wohnungsbau). „Alles voll“, wird immer gesagt. Aber stimmt das wirklich?

Ist da nicht noch das Gebiet zwischen Autobahn, Augustinerwald, Augustinerweg und Hitfeder Straße, das seit 1992 brach liegt und wo alle Gebäude verfallen sind? Das ehemalige Kasernengelände der belgischen Streitkräfte, wo betreten verboten ist? Wo man nicht weiß, was für gefährliche Reste noch im Boden rumgammeln? Wo aus tieferen Schichten u. a. Trinkwasser für uns alle gewonnen wird? Ist da nicht noch das Camp Hitfeld?

Ein schwieriges Gelände, das sei zugegeben. Eine ehemals von Belgiern jahrzehntelang militärisch genutzte Fläche ist wahrscheinlich ein Drecksloch. Aber was soll’s? Wenn schon Unternehmen nach Aachen kommen möchten, und die Wassergewinnung (via Eicher Stollen) dort – wie angedeutet wurde – sowieso bald aufgegeben wird, dann lohnt es sich bestimmt, Erdschichten abzutragen und Rückstände zu entsorgen.

Also rauf auf das Gelände und zum Gewerbegebiet aufmotzen!

Wem gehört es denn eigentlich? Ja, Camp Hitfeld gehört der Bundesrepublik, genauer: der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), mitsamt den Altlasten natürlich. Und weil sich die Stadtverwaltung samt Politik mit der Bundesanstalt niemals einigen konnten, wer die ganzen Altlasten entfernen muss, geschah Jahr für Jahr rein nichts mit dem Gelände.

Und jetzt wird es kompliziert. Sicher ist, dass im März 2016 ein Teil des Geländes auf dem freien Markt zum Verkauf angeboten wurde, und irgendwann danach ein Käufer/Investor aus Aachen (Landmerken AG) gefunden wurde. Doch zuletzt besann sich die Stadtverwaltung und fand heraus, dass sie mittels Vorkaufsrecht das Gebiet möglicherweise ebenfalls erwerben und selbst an diverse Unternehmen weiterverkaufen könnte. Oder so.

Jedenfalls trifft man sich demnächst mit dem Investor vor Gericht, um herauszufinden, wer jetzt eigentlich wie viel von der riesigen Fläche kaufen darf. Das kann dauern. Es sei denn, man einigt sich ganz ehrgeizig, erschließt das Gelände und und wartet nicht auf ein Urteil. 

Wer bis hierher gelesen hat, merkt, dass es an dieser Stelle bei mir mehr Fragen und Unsicherheiten gibt als gut ist. Deshalb verweise ich schon jetzt auf die Zusammenkunft der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am Mittwoch, 9. Mai, um 17 Uhr und besonders auf den Planungsausschuss am Donnerstag, 17. Mai, um 17 Uhr. Dort wird die wirklich spannende und für Aachen wichtige Angelegenheit thematisiert. Das Gelände seht ihr, wenn ihr hier ganz nach unten scrollt, im Anhang.

Zum Weiterlesen: (wird noch was gesucht)

Da wir Piraten mit drei Personen im Rat der Stadt vertreten sind, werde ich über den Fortgang der Angelegenheit hier weiterhin umfassend berichten können. Es sei denn, die Datenschutzgrundverordnung macht mir einen Strich durch die Rechnung. Aber davon geh ich erst mal nicht aus. Notfalls gibt es ja auch noch die Seite www.margretvallot.org .

Stay tuned.

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Platz satt, er wird nur nicht bebaut

Am Hohenzollernplatz: Auf diesem innenstadtnahen Grundstück wird, trotz wachsender Wohnungsnot in Aachen, seit über 20 Jahren nicht gebaut. Warum eigentlich nicht?

Die Stadtverwaltung ist händeringend auf der Suche nach Grund und Boden in Aachen, auf dem sich Wohnungsbau realisieren lässt. Mindestens ein derartiges Gelände gibt es, doch das ist seit Jahren im Besitz von Personen, die es liegen lassen, ohne es zu bebauen. Kommunalpolitiker im Planungsausschuss deuteten jüngst an, dass sie es mit einem Fall von Spekulation zu tun haben.

Die Rede ist vom – früher – Wertz-Gelände genannten Areal an der Stolberger Straße, 8000 Quadratmeter groß. Es bietet Platz für schätzungsweise fast 400 Wohnungen. Es gehört der Aachener Immobiliengesellschaft, in der Gerd Sauren den Ton angibt.

Diese Gesellschaft ist außerdem in der Alfonsstraße aktiv, ihr gehören zudem die heruntergekommenen Häuser in der unteren Adalbertstraße gegenüber vom Aquis Plaza, die schon lange unbewohnt sind. Und ihr gehört auch das Areal am Hohenzollernplatz – Stolberger Straße/Ecke Joseph-von-Görres-Straße –  Abbildung siehe oben. Vor Jahren wurden dort Reste eines Bunkers entfernt. Da hieß es zwar öfters: Das Gelände wurde verkauft, mit dem Bau von Wohnungen wird in absehbarer Zeit begonnen. Was aber wirklich geschah, war platterdings: nichts. Soweit mir bekannt ist, liegt der Stadtverwaltung auch derzeit kein Bauantrag vor.

Die Aachener Stadtverwaltung samt Politik können niemanden zwingen, sein Grundstück dem Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Und so können wir davon ausgehen, dass Sauren wartet, bis seiner Meinung nach die Wohnungsnot ihren Höhepunkt erreicht hat, um dann gut Kasse zu machen. Indem er das Grundstück zu einem Preis verkauft, der weit über dem liegt, für den er es einmal erworben hat. Ein klarer Fall von „Geld verdienen durch Nichtstun“.

Zum Weiterlesen, falls die Bezahlschranke aufgehoben ist, was immer ein paar Tage nach Erscheinen des Textes in Print der Fall ist:

http://www.aachener-zeitung.de/mobile/lokales/aachen/wertz-gelaende-notfalls-schlaegt-stadt-zu-1.1864607?redir=checkmobile

 

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Aachen: Die neue Moschee ist fertig

Wird nach sieben Jahren Bauzeit am 12. Mai mit viel Prominenz eröffnet: die neue DITIB-Moschee in Aachen.

Die Yunus-Emre-Moschee an der Stolberger Straße ist fertig. Mitsamt 40 Meter hohem Minarett und der Kuppel wird sie am Samstag, 12. Mai, feierlich eröffnet. Ministerpräsident Armin Laschet und weitere prominente Damen und Herren haben ihr Erscheinen zugesagt.

Viele Jahre lang hatten zuvor die meist türkischstämmigen Aachener in einer Industriehalle gebetet. Sie haben lange auf ihre Moschee warten müssen. Der Bau wurde in keiner Weise von ausländerfeindlichen Aktionen gestört und von der Stadtverwaltung wohlwollend begleitet.

In der Moschee gibt es einen Gebetsraum, eine Bibliothek, Klassenräume, einen Seminarraum, eine Küche und oben ein Dutzend Wohnungen. Die Gemeinde will den Bau aus Spenden finanziert haben. Von 8,5 Millionen Euro ist die Rede. Zuletzt erhielt die Moschee einen schönen Vorplatz, auf dem sich an den Wochenenden bei schönem Wetter Erwachsene und Kinder treffen.

Die Moschee befindet sich in einem Gewerbegebiet von Aachen. Sie gehört zum türkischen Moscheeverband DITIB, der wiederum dem Religionsministerium in Ankara untersteht. Der Verband DITIB leugnet den Völkermord an den Armeniern und rief im Vorfeld der Bundestagsabstimmung vom 2. Juni 2016 zur Völkermord-Resolution zusammen mit anderen türkischen Verbänden und Organisationen zu Protesten auf.

Wer möchte, kann sich einer Führung durch die neue Moschee anschließen. Am 4., 7., 9. und 10. Mai gibt es welche. Die weiteren Termine und Uhrzeiten erfahrt ihr hier: http://yunusemre-aachen.de Ein Besuch in der Moschee lohnt sich sicherlich.Und: Die Gastfreundschaft türkischstämmiger Menschen ist mit Sicherheit größer als die der deutschstämmigen.

Im Ostviertel von Aachen: die neue Moschee mit ihrer Kuppel. Sie ist innen prächtig ausgemalt. Mehrere hundert Menschen haben im Gebetsraum Platz.

 

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Optimistische Stadtverwaltung

Den Kauf dieses eAutos hätte sich der Aachener sparen können. Das meint jedenfalls die Stadtverwaltung. Der OB und seine Truppe gehen davon aus, dass es in Aachen kein Fahrverbot für Autos mit Verbrennungsmotor geben wird. Never. Ever.

Aachen hat eine grandios optimistische Stadtverwaltung. Da kann man nur staunen. Ihren Optimismus hat die Verwaltung jetzt auch offiziell und schriftlich mitgeteilt.

In ihrer Reaktion auf den Piraten-Vorschlag, man möge sich auf ein Fahrverbot vorbereiten und für Aachen ein Konzept ausarbeiten, damit ab 2025 keine Wagen mit Verbrennungsmotor mehr in der Innenstadt rumfahren, heißt es:

„Die Verwaltung ist optimistisch, dass bei konsequenter Umsetzung der geplanten kommunalen Maßnahmen und gleichzeitiger Hardware-Nachrüstung von Dieseln (durch die Automobilindustrie) verbunden mit einer nachhaltigen Mobilitätspolitik des Bundes und des Landes ein Fahrverbot für die Stadt vermieden werden kann.“ (s. hier)

Die Piraten gehen – wie erwähnt – davon aus, dass ab 2025 sowieso ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Aachener Innenstadt eingeführt wird. Darum der Wunsch, man möge sich darauf gezielt vorbereiten.

Gar nicht nötig, denkt offenbar der Oberbürgermeister mit seiner Truppe: Die Automobilindustrie werde schon die Diesel nachrüsten (hahaha) und Bund und Land kämen bestimmt demnächst mit einer „nachhaltigen Mobilitätspolitik“ rüber. Cool, da fragt man sich, wovon die bei der Verwaltung nachts noch so träumen.

Die ganze Chose kommt am kommenden Donnerstag, 3. Mai, um 17 Uhr im Mobilitätsausschuss zur Sprache. Man trifft sich im Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße 20.

Da geht es dann außerdem noch um das Thema „Vennbahnstraße wird Fahrradstraße“. und die Frage, ob eMobile nicht von Parkgebühren befreit werden sollen.

Zum Weiterlesen:  Sicherstellung der zukünftigen Mobilität 

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Wohnblock wird abgerissen

Alfonsstraße/Ecke Augustastraße: Auch dieses Mehrfamilienhaus wird abgerissen. Bis auf eine Familie sind schon alle Mieter ausgezogen.

In der Aachener Alfonsstraße wird ein Wohnblock abgerissen. Es handelt sich um die sogenannten Postwohnungen – in den 60er Jahren errichtet. Darin haben zuletzt Flüchtlinge gewohnt.

Abgerissen wird aber auch das Gebäude auf der Ecke Alfonsstraße/Augustastraße, das allem Anschein nach aus den 70er Jahren stammt und noch gut in Schuss ist. Bis auf eine (türkisch-stämmige) Familie sind schon alle Mieter ausgezogen.

Laut Presse (AN, 23. 04. 2018) ist der Abriss des preiswerten Wohnraums genehmigt.

Wie kann es aber sein, dass außer einer völlig unverbindlichen Bauvoranfrage des Investors der Behörde nichts weiter vorliegt, also kein genehmigter Bauantrag? Ja, es scheint sogar noch nicht mal ein Bauantrag eingereicht worden zu sein? Preiswerten Wohnraum zu vernichten ohne dass sichergestellt ist, dass unverzüglich neu gebaut wird, das halten wir angesichts von Wohnungsnot für ziemlich bescheuert.

In der Alfonsstraße besteht die Gefahr, dass der Investor den Wohnblock mit seinen schätzungsweise über 60 Wohnungen zwar abreißen lässt, was bis Ende Mai laut Aushang am Bauzaun geschehen sein soll. Dass er aber dann – weil er auf ein Anwachsen der Wohnungsnot spekuliert – das Grundstück 2 oder 3 Jahre unbebaut liegen lässt, ehe er überhaupt mal einen Bauantrag einreicht.

Ist der Fall jemals im zuständigen Gremium, dem Planungsausschuss, verhandelt worden? Liegt bei der Stadtverwaltung eine verbindliche Zusage des Investors vor, dass er in Kürze einen Bauantrag einreicht? Ist gesichert, dass wieder Menschen mit schmalem Geldbeutel einziehen können? Wie hoch wird einmal der Anteil der Eigentumswohnungen sein? Uns stellen sich hier Fragen über Fragen.

(vielen Dank Felix Kehren für nachhaltiges Hinweisen auf offene Fragen)

Die Wohnanlage, die zur Zeit abgerissen wird, von hinten. Dort wird neu gebaut. Wann und was gebaut wird, ist unklar. Bleiben die haushohen Bäume erhalten?

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