Reifenhersteller Continental schockt die Region

Continental prägt das Bild eines ganzen Stadtteils in Aachen – seit 89 Jahren. 135.000 Quadratmeter groß ist das Firmengelände in Rothe Erde.
Teile der Firmenzentrale im Hintergrund, vorne die Protestschilder der Belegschaft (zum Lesen drauf klicken).

Nach offenbar langer, zielgerichteter Planung hat vor einer Woche der Automobilzulieferer Continental (1800 Beschäftigte) mitgeteilt, das Werk in Aachen werde geschlossen. Dort werden derzeit noch hochwertige Autoreifen für SUVs und ähnliche Fahrzeuge produziert.

Die Belegschaft erfuhr davon teils aus der Tageszeitung, war komplett überrascht, die Politik in Stadt und Land ebenfalls. Sie hatten wohl immer gedacht: Da das Werk gute Gewinne erzielt, werde intern nicht darüber nachgedacht, wie an irgendeinem Billiglohn-Standort noch mehr Gewinne gemacht werden könnten. Alle hatten den Vorstand falsch eingeschätzt. Manager, die Geld verdienen, denen ist das niemals genug, niemals. 

Nachdem anscheinend im Vorfeld die Großkunden nach längerer Bedenkzeit zugestimmt hatten, die Reifen auch dann abzunehmen, wenn diese nicht in Deutschland hergestellt werden (vermutlich in Osteuropa), ließ der Vorstand die Katze aus dem Sack. Seitdem hagelt es Protestveranstaltungen und Protestbriefe. Es gibt eine Online-Petition, und bei Facebook jede Menge empörter Einträge.

Gewerkschaft, Oberbürgermeister, Landes- und Bundespolitiker sind empört und finden die passenden Worte. Allen voran Ministerpräsident Armin Laschet, der aber auch nebenbei noch den Grünen eine gewisse Mitschuld gibt und ihnen vorwirft, sie hätten stets die eigene Autoindustrie mit Freude kaputtgeredet (s. Aachener Nachrichten, 22. September 2020, 1. Seite). In die gleiche Kerbe hatte tags zuvor schon CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Harald Baal gehauen. Und wie!!! Die Grünen (und am Ende noch insbesondere Baals Gegenkandidatin Sibylle Keupen) sind schuld am radikalen Stellenabbau. Kopf auf Tisch.

Die örtliche Presse berichtet, dass bei Continental in Aachen wegen der Corona-Krise zuletzt sogar viele Wochen lang Kurzarbeitergeld beantragt und ausgezahlt worden sei. Beim sogenannten Autogipfel sei zudem mit der Industrie etwas ganz anderes ausgehandelt worden.

Und jetzt das: Ende 2021 soll angeblich Schluss sein in Aachen

Für kommenden Samstag (26. September, 10 Uhr) ist eine Großdemonstration – vom Werk in Rothe Erde bis in die Innenstadt – geplant. Die Conti-Leute freuen sich über viel Solidarität. Am Tag der entscheidenden Aufsichtsratssitzung (30. September) wollen viele Beschäftigte nach Hannover zur Konzernzentrale fahren und dort demonstrieren.

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s. unbedingt auch den Leserkommentar sowie den Link darin, der eine andere Sicht der Sachlage wiedergibt.

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Nur noch wenige Tage bis zur Stichwahl

Hier nur ein Kreuzchen machen! Ihr habt die Wahl zwischen Harald Baal (CDU) und Sibylle Keupen (Grüne). Beide wollen den Posten vom jetzigen Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Zur Stichwahl am kommenden Sonntag, 27. September, wurden vom städtischen Wahlamt inzwischen alle Briefwahlunterlagen für das Stadtgebiet auf den Weg gebracht und werden spätestens heute (22. September) bei den Wählern und Wählerinnen ankommen. Sollte das ausnahmsweise nicht der Fall sein, können betroffene Bürger und Bürgerinnen sich direkt an das Wahlamt am Blücherplatz 43, (Tel.: 0241 432-1609 oder E-Mail: wahlen@mail.aachen.de) wenden. 

Zugelassen zur Stichwahl sind alle Wahlberechtigten, die auch zur Ursprungswahl am 13. September zugelassen waren. Dazu wurden keine neuen Wahlbenachrichtigungen verschickt. Die bereits verschickten Benachrichtigungen enthalten alle Infos. Hat man diese verloren, kann man dennoch an der Stichwahl teilnehmen. Benötigt wird im Wahllokal vor Ort lediglich der Personalausweis.

Die Wahlunterlagen kann man aktuell beim Wahlamt der Stadt Aachen am Blücherplatz und in den Bezirksämtern abholen. Dort kann auch noch die Briefwahl beantragt und gleichzeitig vor Ort durchgeführt werden. Das Wahlamt und die Bezirksämter haben dazu heute und Donnerstag von 8 bis 15 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. 

Und noch ein Tipp: Wer zur Stichwahl volle Wahllokale vermeiden möchte, sollte am Besten in der Zeit von 8 bis 12 Uhr seine Stimme abgeben.

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Corona-Virus: Die aktuelle Lage in Stadt und Städteregion

Aktuelle Zahlen: Die Krisenstäbe der Stadt und StädteRegion Aachen informieren im Folgenden über die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus. Es gibt insgesamt in der StädteRegion nunmehr 2568 positive Fälle, somit 18 mehr als Freitag, den 18. September 2020.

2350 ehemals positiv auf das Corona-Virus getestete Personen sind inzwischen wieder gesund. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt bei 104. Hinzugekommen ist ein 88-jähriger Mann. Damit sind aktuell 114 Menschen in der StädteRegion Aachen nachgewiesen infiziert. 

Die Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen:

KommuneAktive FälleGesamtzahl der Fälle
Aachen521252
Alsdorf28174
Baesweiler2111
Eschweiler15208
Herzogenrath4221
Monschau166
Roetgen122
Simmerath181
Stolberg4217
Würselen6216
Gesamtergebnis1142568

Sieben-Tage-Inzidenz: Für den Fall eines neuerlichen Anstiegs der Infektionszahlen wurde eine Bemessungsgröße für ein Notfall-Szenario festgelegt. Dieses greift, wenn mehr als 35 Neuinfizierte in den zurückliegenden sieben Tagen auf 100.000 Einwohner auftreten. In diesem Fall stimmen die betroffenen Kommunen, das Landeszentrum Gesundheit und die zuständige Bezirksregierung umgehend weitere konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ab und setzen diese um.

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 sind zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen. Dann muss für die betreffende Region ein neues Beschränkungskonzept vorgelegt werden. In der StädteRegion Aachen liegt diese Zahl aktuell bei 19,6.

Coronaeinreiseverordnung: Die Coronaeinreiseverordnung vom 15. September 2020 wurde um den Hinweis ergänzt, dass eine Durchreise auf direktem Weg und ohne Übernachtung im Risikogebiet nicht als Aufenthalt gilt. Generell gilt weiterhin, dass Personen, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg aus dem Ausland in das Land Nordrhein-Westfalen einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet sind, unverzüglich das für sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf ihren Aufenthalt in einem Risikogebiet hinzuweisen.

Diese Personen sind ferner für die Dauer von 14 Tagen seit der Einreise verpflichtet, beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts hinweisen, das zuständige Gesundheitsamt hierüber unverzüglich zu informieren. Diese Verordnung tritt am Tag mit Ablauf des 30. September 2020 außer Kraft.

Infos zu aktuellen Entwicklungen

Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen. 

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen ist für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags unter 0241/510051 von 9 Uhr bis 15 Uhr zu erreichen.

Quelle: Stadtverwaltung Aachen

There is Glory in Prevention

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Abfalltipps aus dem Stadtbetrieb: Der richtige Umgang mit Papierabfällen

„Hiiiilfe, unser Müll wurde nicht abgeholt.“ Diesen Aufschrei bedauernswerter Zeitgenossen hat jede/r schon mal gehört (Liebe Grüße). Und wo einmal Müll/Abfall nicht mitgenommen wurde, da sammelt sich schnell weiterer Unrat. Die Erfahrung lehrt: Die Tonne wurde nicht geleert, weil sie falsch befüllt war. Im Papiercontainer finden sich z. B. oft Plastikteile. Und im Plastikcontainer findet sich Restmüll. Den genervten Menschen, die auf ihrem Abfall sitzen bleiben, hilft nur eins: korrekt trennen.

Aber Papier ist nicht gleich Papier.

Vieles, was augenscheinlich ganz klar in die Papiertonne gehört, darf dort nicht hinein. Viele „Papier“-Abfälle müssen stattdessen mit dem Restmüll entsorgt werden. Deshalb gibt der Aachener Stadtbetrieb Tipps und Hinweise für den richtigen Umgang mit der blauen Tonne.

Abenteuer des Alltags: Haben wir die 3 Tonnen korrekt befüllt? Wird heute alles mitgenommen oder bleiben wir auf unserem Müll sitzen und müssen privat für die Entsorgung sorgen?

Blaue Tonne oder Restmüll – Papier-Müll richtig trennen

·         Alles Papier, was in der Küche oder für die Körperhygiene verwendet wird, gehört in den Restmüll. 

Dazu gehören zum Beispiel Küchenkrepp oder Feuchttücher.

·         Auch Taschentücher kommen in den Restmüll, denn diese können Krankheitserreger enthalten.

·         Beschichtetes Papier wie Fotos, Geschenkpapier oder Backpapier ist ebenfalls im Restmüll zu entsorgen. Deren chemische Beschichtung lässt sich beim Recycling nicht ablösen. 

·         Ebenso Kassenzettel oder Fahrkarten, denn die sind meist aus Thermopapier, das mit gesundheitsschädlichen Chemikalien beschichtet ist. 

·         Auch der mit Essensresten verschmutzte Pizzakarton gehört in den Restmüll, weil er im Recyclingprozess die Qualität des Altpapiers verschlechtert. Saubere Pizzakartons hingegen dürfen ins Altpapier.

Nachhaltig denken und sauber trennen

Es ist wichtig, das Altpapier sauber zu trennen – nachhaltig zu denken und zu agieren. Je weniger Fremdstoffe sich in der Altpapiertonne befinden, desto höher ist die Recyclingquote. Jedes sauber recycelte Papier spart Holz ein und schont die Umwelt.

Den Müllmännern reicht’s: Tonnen werden kontrolliert.

Quelle: Stadtverwaltung Aachen

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Wer das sieht, weiß: Heute ist Kindertag

Bunte Steine, z. B. in der Mataréstraße. Es ist eine schöne Straße, die bald durch die Initiative einer Anwohnerin noch schöner werden soll.

In vielen Nationen auf der Welt wird einmal im Jahr ein Kindertag gefeiert. Heute ist es bei uns soweit, an den bunten Steinen soll man das erkennen.

Die Geschichte des Kindertages geht zurück bis in die frühen 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ziel von Kindertagen in aller Welt war und ist es, ein weltweites Zeichen für die Rechte von Kindern zu setzen. 10 Kinderrechte hier.

Die Vereinten Nationen feiern den Weltkindertag offiziell am 20. November, dem Datum an dem die UNO im Jahr 1959 die Erklärung der Kinderrechte und 1989 die Kinderrechtskonvention beschlossen hat. 

Da dieses Datum für die einzelnen Staaten jedoch nicht bindend ist, findet der Kindertag auf der ganzen Welt an unterschiedlichen Tagen statt. Aufgrund der unterschiedlichen geschichtlichen Entwicklung gibt es in Deutschland zwei Kindertage. Der 20. September (heute) ist der Weltkindertag. Der „Internationale Kindertag“ wird in Ostdeutschland hingegen am 1. Juni gefeiert. 

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Erweiterter Service in den LVR-Museen

Nachtführung im Archäologischen Park Xanten des Landschaftsverband Rheinland (LVR). Foto: Olaf Ostermann

Bereits seit Juli 2020 können Besucher*innen der LVR-Museen ihre Eintrittskarten bequem von zu Hause aus online erwerben. Ihr müßt so beim Museumsbesuch nicht mehr zur Kasse, sondern könnt euer Ticket direkt scannen lassen und eintreten.

Ab sofort erweitert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) diesen Service: In fast allen LVR-Museen können jetzt auch Tickets für Führungen oder Veranstaltungen online im Voraus gebucht werden. Ein online gekauftes Ticket erleichtert so nicht nur den Eintritt, sondern garantiert die Teilnahme an einer Führung oder Veranstaltung auch dann, wenn aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen deutlich weniger Gäste als üblich zugelassen sind.

Die Corona-Schutzverordnung macht es erforderlich, dass für jedes Event ein eigenes Hygienekonzept entwickelt wird. Daher ist das Angebot derzeit noch überschaubar, wächst aber kontinuierlich. Es lohnt sich also, regelmäßig in den Webshops vorbei zu schauen.

Folgende Museen des (LVR) bieten derzeit in ihren Webshops Eintrittskarten und Tickets für Veranstaltungen online an: https://www.kulturinfo-rheinland.de/de/startseite.html

LVR-Industriemuseum mit seinen 7 Schauplätzen

LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen, Titz-Rödingen

Max Ernst Museum Brühl des LVR (ein Museum mit spannenden Ausstellungen, die selbst Kunstverächter vom Hocker reißen).

LVR-Freilichtmuseum Kommern

LVR-Archäologischer Park Xanten (Seite leider zur Zeit in Arbeit)

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Was ist überhaupt der LVR?

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet mit rund 19.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, 10 Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, 4 Jugendhilfeeinrichtungen, dem Landesjugendamt sowie dem Verbund Heilpädagogischer Hilfen erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR.

In der Landschaftsversammlung Rheinland (das ist ein Parlament, dem CDU, SPD, Grüne, FDP, Die Linke, Freie Wähler und die AfD angehören) gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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Schönes Wochenende

Erstmals was gepflanzt und dann beim Wachsen zugesehen.
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Die Rettung der Gastronomie im Corona-Winter: der Heizpilz

Im Rat: Flüchtlinge und die Heinrich-Heine Gesamtschule

„Die Stadt unterstützt die Aachener Gastronomie, damit diese die negativen Folgen der Corona-Krise besser abfedern kann.“ Das teilte jetzt das Presseamt der Stadtverwaltung mit. Gestern wurde im Stadtrat der Beschluss gefasst, dass wieder umweltschädliche Heizstrahler aufgestellt werden dürfen.  (Gasbetriebene Heizstrahler sind Klimakiller, und Aachen hat den Klimanotstand beschlossen. Alles egal.)

Vorangegangen war eine Diskussion, während der vor allem die Grünen zu erklären versuchten, dass auch mit Heizdecken und anderen Mitteln im Herbst und Winter ein gemütliches Sitzen im Freien möglich sei.

Allein: Eine Mehrheit von CDU, SPD, FDP und Die Linke (und die AfD) hat schließlich Mittwochabend (16. September) entschieden, dass Gastronomen in der nun anstehenden kühleren Jahreszeit ausnahmsweise Heizstrahler (Kosten pro Stück: etwa 500 Euro) aufstellen dürfen, um so mehr Gäste auf den Außengastro-Flächen bewirten zu können. Diese Ausnahmeregelung gilt befristet bis zum 30. April 2021. Danach können die Gastwirte die Heizpilze vermutlich wegwerfen.

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Unterdessen in der Bismarckstraße, wo eine Baustelle den Anwohnern so langsam den letzten Nerv raubt:

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Wir haben Platz.

In seiner letzten Sitzung in alter Besetzung hat der Rat der Stadt Aachen (alle Parteien außer der AfD) die Stadtverwaltung beauftragt, gegenüber dem Land Nordrhein-Westfalen sowie gegenüber dem Bundesministerium des Inneren die Bereitschaft zu erklären, kurzfristig Geflüchtete in Aachen aufzunehmen. Dies gilt insbesondere für Geflüchtete, die auf Lesbos gestrandet sind. 

Man appelliert angesichts der humanitären Notlage an die Bundesregierung, diese Menschen – unabhängig von der gewünschten Aufnahmebereitschaft anderer Staaten – einreisen zu lassen. Erweitert wurde damit der Beschluss vom 18. März 2020, der sich auf minderjährige unbegleitete Flüchtlinge aus griechischen Flüchtlingslagern bezogen hatte. 

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Bei sieben Enthaltungen hat der Rat beschlossen, dass die Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG) in Laurensberg nicht wegen zu geringer Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren auslaufend geschlossen wird. Der Rat stellt sich damit gegen einen Beschluss der übergeordneten Behörde, die Bezirksregierung Köln will die Schließung.

In Aachen herrscht die Auffassung vor, dass die Gesamtschulplätze der HHG weiterhin gebraucht werden. Die Schule wiederum wurde gebeten, ihr inhaltliches Profil auf Basis der Konzepte weiter zu schärfen, die bei einer Entwicklungswerkstatt erarbeiteten wurden. Damit sollen im Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2021/2022 wieder höhere Anmeldezahlen erreicht werden. 

(Dass das gelingt, ist eher unwahrscheinlich. Die Schule kann eigentlich nur fortbestehen, wenn sie in ein anderes Gebäude in Aachens Innenstadt umziehen könnte. Laurensberg ist komplett der falsche Standort für eine Gesamtschule.)

Darüber hinaus wurde beschlossen, dass die Verwaltung den Standort Kronenberg auf seine Eignung als Gesamtschulstandort für die Heinrich-Heine-Gesamtschule prüfen soll.

Sind nicht einverstanden mit der Idee, die Heinrich-Heine-Gesamtschule auslaufen zu lassen: Schüler und Schülerinnen bei einer Protestaktion Foto: Archiv
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Ein Phoenix am Dahmengraben

 Streetartist Michael Gerst, die Citymanager Dr. Daniela Karow-Kluge und Kai Hennes sowie Kolja Linden, Sprecher der Landmarken AG (v.l.), mit dem Kunstwerk „Phoenix aus der Asche“ am Dahmengraben. Foto: Stadt Aachen/Hedda Faber

Wo Läden leerstehen oder etwas Häßliches gebaut wurde, da kommen oft als Heilmittel Kunst oder Natur zum Einsatz. Entweder lässt man Leute dort malen oder man pflanzt z. B. Efeu, das wächst und verhüllt dann gnädig die Hässlichkeit. Manchmal entstehen dabei markante Graffiti mit rätselhafter Bedeutung, die einen staunen lassen. In Aachen wird so der Dahmengraben zur Bühne für Streetart.

Das Citymanagement der Stadt Aachen und Künstler Michael Gerst (bekannt durch sein Bild am Bunker Scheibenstraße, s. unten) verwandeln eine triste Fassade in ein Kunstwerk. Michael Gerst bringt dabei Farbe und Inspiration auf eine etwa 20 Meter lange Sperrholzfassade im Erdgeschoss. Die beiden dahinter liegenden Lokale befinden sich derzeit im Umbau.

Eine Auferstehung wie ein „Phoenix aus der Asche“ – wünscht man der Aachener Innenstadt und so heißt auch das 20 Meter lange Bild. Bei der Aktion geht es um mehr als eine pure Verschönerung der Fläche. Citymanager Kai Hennes: „Wir wollen die City als Raum für urbane Kreativität stärken.“ Schritt für Schritt soll die Innenstadt weiter vorangebracht werden. Es soll „positive Impulse“ geben.

Streetartist Michael Gerst ist Mitgründer des „Getting Up Foundation Germany“ – ein Verein, der sich für alternative Kunst und Kultur in der Region einsetzt. Eine Woche lang hat er mit einem Kollegen die Wand am Dahmengraben bemalt, kam dabei mit Passanten ins Gespräch. Der Phoenix stehe, so sagt er, für die Erneuerung der Fassade, die ja bald beginnt.

Eine weitere Arbeit von Michael Gerst befindet sich seitlich am Bunker Scheibenstraße, gegenüber vom Depot.

Die Landmarken AG als Eigentümerin der Immobilie am Dahmengraben unterstützt die Aktion und stellt auch die Fläche zur Verfügung. „Wir können uns vergleichbare Aktionen auch an anderen Standorten gut vorstellen“, sagt Kolja Linden, Sprecher der Landmarken AG.

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Platz da für die nächste Generation. Kinder-Fahrraddemo geplant.

Das wird lustig. Die Gruppe „Radentscheid Aachen“ lädt ein zur ersten Aachener Kidical Mass. Am 20. September ist es soweit, es gibt eine Kinder-Fahrrademo.

Am Sonntag, 20. September, treffen sich radfahr-begeisterte Kinder und Eltern ab 14.45 Uhr am Neumarkt im Frankenberger Viertel. Nach einer kurzen Begrüßung geht es um 15 Uhr direkt los.

Die Route der Kidical Mass ist von der Länge und dem Tempo her auch für die Kleinsten geeignet. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. „Wir bitten alle Teilnehmenden, die Corona-Schutzbestimmungen einzuhalten, auf ausreichende Abstände zu achten und ggf. einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Nach der Veranstaltung wird es keine Kundgebung geben. Unsere Demo endet am Frankenberger Park und wird sich dort auch auflösen“, teilen die Organisator*innen der Veranstaltung mit.

Egal ob mit Laufrad oder Fahrrad, mit Anhänger, Lastenrad, Skateboard oder Inlineskates: Geschmückte Fahrzeuge und Verkleidungen sind gerne gesehen! Die Kleinen sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, sich sicher und mit Freude ganz ohne (Kfz-)Elterntaxis zu bewegen.

Foto/Flyer: Radentscheid Aachen

Die Kidical Mass findet am Weltkindertag in der Woche der Europäischen Mobilität im Rahmen eines bundesweiten Aktionswochenendes statt. Über 100 Städte und Stadtteile beteiligen sich bereits deutschlandweit. Die Kidical Mass will die Menschen für eine nachhaltige Mobilität begeistern. Fahrradfahren muss sicher und bequem werden, damit alle Generationen aufsatteln. Details hier: https://kinderaufsrad.org/ Die Forderungen der Organisator*innen sind u.a.: flächendeckend innerorts Tempo30, angstfreies Radfahren für alle, sichere Schulradwege.

Man kann dem Radentscheid folgen bei Facebook als dem @RadentscheidAC oder unter www.radentscheid-aachen.de. Dort gibt es zeitnah weitere Infos, auch zur genaueren Route.

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