Schon wieder ein illegales Autorennen in Aachen

Zum 2. Mal innerhalb kurzer Zeit mussten Polizisten in Aachen ein illegales Autorennen stoppen. Am Adalbertsteinweg und auf der Trierer Straße kassierten die Beamten Autos und Führerscheine und schrieben Strafanzeigen.

Ziemlich früh am Abend – zwischen 19.30 und 19.45 Uhr – gab es jetzt wieder ein illegales Autorennen in Aachen. Gestern (23. März) beobachtete eine zivile Polizeistreife zunächst zwei Autofahrer auf der Trierer Straße. Die fuhren stadteinwärts und lieferten sich ein Rennen. Der Polizeibericht schildert den Vorgang so:

„Mit stark überhöhter Geschwindigkeit und aufheulenden Motoren rasten ein Aachener (20) und ein Stolberger (21) in ihren Autos die mehrspurige Straße hinunter und schlängelten sich rücksichtslos durch den Verkehr. An roten Ampeln hielten sie an, stellten sich nebeneinander auf und gaben gemeinsam bei Grün wieder Gas. Auf Höhe der Zeppelinstraße beteiligte sich dann ein dritter Pkw an dem Rennen.

Dieser 35- jährige Fahrer übersah während seiner Fahrt gleich zweimal andere Autos. Beim ersten Mal konnte der Beamte in Zivil noch rechtzeitig bremsen, beim zweiten Mal, kurz hinter der Schönforststraße, konnte der 35- Jährige nur mit einer Vollbremsung einen Zusammenstoß mit einem Motorroller verhindern. Im Bereich der Virchowstraße wurden dann alle drei Wagen von der Polizei gestoppt. 

Die Beamten kassierten alle drei Wagen und die Führerscheine. Die Polizei bittet nun Zeugen sich zu melden, falls sie Angaben zu dem Rennen machen können.

Der bislang unbekannte Rollerfahrer wird ebenfalls gebeten, sich mit den Beamten in Verbindung zu setzen. Zu Bürodienstzeiten sind die Mitarbeiter unter Telefon 0241/ 9577 – 42242 oder – 42201 zu erreichen. (pw)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Infos und Beratung, wenn es um den Job oder die Firma geht

Der städtische Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa bietet jetzt gemeinsam mit der StädteRegion Aachen unter der Hotline 0241 432-7670 und -7630 gezielt Informationen und Beratungen für Unternehmen, aber auch für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen an.

Die Hotline ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr zu erreichen. Stadt und StädteRegion wollen damit viele der mit dieser Situation verbundenen Fragen beantworten oder kompetente Ansprechstationen benennen. Dies soll dazu beitragen, Unsicherheiten und Ängste zu nehmen, die momentan entstehen und die vielfach auch existenziell sind.  

Antworten auf die Fragen wie „Was kann ich tun bei einem Verdienstausfall?“ oder „Was muss ich tun, wenn ich auf Leistungen des Jobcenters angewiesen bin?“ gibt es zudem in einer ebenfalls von Stadt und StädteRegion entwickelten Broschüre für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen , die als PDF im Internet unter 

http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/notfall_informationen/corona/Merkblaetter-und-Formulare/Merkblaetter/Broschuere-A4-Arbeitnehmer_final.pdf zur Verfügung steht. 

Entsprechende Fragen für Unternehmen werden ebenfalls im Newsletter des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft und Europa aufgegriffen. Dort gibt es Informationen  wie „Möglichkeiten zur Stundung von Steuern und Abgabe“, „Liquiditätssicherung für Unternehmen“, aber auch Informationen um Kurzarbeitergeld sowie zur Entschädigung bei Tätigkeitsverboten und Betriebsschließungen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Schadstoff-Annahme geschlossen, Bäume gefällt – Schräger Humor

Bäume in Burtscheid. Foto: Archiv

Wer – ganz naheliegend – daran dachte, jetzt anstatt sich mit Freunden zu treffen mal den Keller aufzuräumen und allerlei Sperrmüll zum Recyclinghof zu bringen, muss sich auf veränderte Gegebenheiten einstellen. Die Stadtverwaltung teilt mit:

Aufgrund der fortschreitenden Entwicklungen und Auswirkungen des Coronavirus und um die weitere Verbreitung der Krankheit einzudämmen, hat die AWA Entsorgung GmbH beschlossen, ab morgen, Mittwoch, 25. März, die gesamte Schadstoffsammlung bis auf weiteres einzustellen. Dies betrifft auch die stationäre Annahmestelle auf dem Recyclinghof Eilendorf.

Die beiden Recyclinghöfe im Stadtgebiet bleiben für alle anderen Abfälle vorerst zu den bekannten Zeiten geöffnet. Größere Menschenansammlungen sollen aber unbedingt vermieden werden. Deshalb werden maximal 15 Anlieferer gleichzeitig auf dem Gelände zugelassen.

Weiterhin bittet der Aachener Stadtbetrieb darum, gerade an stark frequentierten Samstagen, nur die nötigsten Fahrten zu den Recyclinghöfen vorzunehmen und Geduld und Verständnis für die Maßnahmen mitzubringen.

***

Es ist derzeit wohl von geringerer Bedeutung und trotzdem traurig: 20 Bäume müssen gefällt werden und zwar am Vennbahnweg in Brand. Auch dazu teilt die Stadtverwaltung mit:

Regelmäßig wird der Zustand der Bäume im gesamten Stadtgebiet kontrolliert. Die Fachleute haben bei ihrer letzten Baumkontrolle rund 20 schwer erkrankte Bäume am Vennbahn-Radweg in Brand entdeckt.

Diese Kontrolle diente der Erhaltung des Baumbestandes entlang des Bauabschnitts parallel zur alten Tuchfabrik Becker und zum zukünftigen Tuchmacherviertel. Die Bäume stellen zunehmend eine Gefahr dar, weshalb sie aus Gründen der Verkehrssicherung gefällt werden.

Vor der eigentlichen Rodung wurde geprüft, ob Vögel in den Bäumen brüten.

***

Unterdessen werden immer mehr Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, und ganz schön viele werden mittlerweile wieder gesund und sind vermutlich immun. (Mehr als 2.800 Corona-positive Menschen in Deutschland sind wieder gesund, meldet das Robert Koch-Institut) Wie viele infiziert werden, das lässt sich errechnen. In dem Zusammenhang gibt es bei Twitter viele Leute, denen ihr schräger Humor noch nicht abhanden gekommen ist. Man findet Sprüche wie diesen:

„Ich entschuldige mich hiermit bei meiner Mathelehrerin Frau R. dafür, dass ich sagte: Wir werden diese Exponentialfunktionen ohnehin nie wieder im Leben brauchen.“

s. Exponentialfunktion

Und weiter: „Ich möchte noch die Reichsbürger daran erinnern zu Hause zu bleiben. Für Nicht-EU-Bürger besteht Einreiseverbot!“

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Die Pandemie ist nicht das Ende der Kommunalpolitik – Fordert ein, dass man euch fragt

Von Matthias Achilles*

Das Leben in Aachen ist vielerorts zum Stillstand gekommen und die Aachener*innen fragen sich zum Teil, was das soll, aber ebenso, warum das erst so spät geschieht? Der Grund für den verordneten Stillstand liegt in der Ausbreitung eines Corona-Virus, das gerade für ältere oder vor-erkrankte Menschen tödlich ist.

Um diesem Virus Einhalt zu gebieten, ist es notwendig, dass wir unser Leben einschränken, was niemand gerne tut, was entsprechend durch Stadt, Land und Bund vorgegeben werden muss.

Wir Piraten sehen jeden Eingriff in unsere Freiheitsrechte extrem kritisch, aber in dieser Situation ist dieses Vorgehen und das Vertrauen auf die zuständigen Stellen in Staat und Wissenschaft der einzige Weg, um unnötige Tode zu vermeiden. Hier geht es nicht um unsere persönliche Einschätzung unserer eigenen gesundheitlichen Lage, sondern um eine Pandemie. Deshalb wollen wir uns mit Ratschlägen bewusst zurückhalten und stattdessen auf die Informationen der Stadt Aachen und die Empfehlungen der zuständigen Expert*innen beim Robert-Koch-Institut verweisen.

Natürlich werden wir uns dafür einsetzen, dass diese Ausnahmeregelungen nur so lange wie absolut notwendig bestehen bleiben und die Krise nicht dazu missbraucht wird, um dauerhaft Einschränkungen und staatliche Eingriffe in unsere Grundrechte zu etablieren. Wie kurz dieser Ausnahmezustand bestehen bleibt, das hängt aber wesentlich davon ab, wie konsequent wir alle in den nächsten Tagen und Wochen physischen Abstand von einander halten.

Doch auch in sozialer Selbstisolation muss man weder auf sozialen Kontakt, noch auf politische Mitbestimmung verzichten. So wie viele Arbeitgeber bemerken wie viel Arbeit gut im Home Office erledigt werden kann, ist diese Situation eine Gelegenheit, die positiven Seiten der zunehmenden Vernetzung auszunutzen und den Kontakt zu Freunden und Verwandten mal über Video-Chat und Online Games zu halten.

Und wer die Zeit lieber nutzen möchte, um diese Stadt Aachen und ihre Zukunft zu gestalten, ist herzlich eingeladen, an unseren Sitzungen zur (Kommunal-)Politik in Aachen teilzunehmen. Die finden weiterhin statt, montags ab 18.30 Uhr und donnerstags ab 19.30 Uhr, nur eben jetzt ausschließlich im Internet.


https://www.piratenpartei-aachen.de/mumble/

Da diskutieren wir auch darüber, wie viele Menschen jetzt weniger Existenzangst hätten, wenn wir ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland oder Europa hätten und wie man den betroffenen Wirt*innen, Händler*innen oder Unternehmer*innen helfen kann, denen ein Kredit nicht bei ihrem wirtschaftlichen Überleben hilft.

Wir freuen uns über alle, die sich politisch für eine positive Zukunft einbringen wollen. Politik kann auch in Aachen mehr sein als 100 Anzug tragende Delegierte auf irgendeinem Kreisparteitag. Nutzt die technischen Möglichkeiten, mischt euch ein in Politik, fordert ein, dass man euch fragt, wir sind dabei!

*Matthias Achilles (28) ist Student. Er ist in Aachen Mitglied der Piratenpartei und für die Fraktion im Mobilitätsausschuss und in der Bezirksvertretung Mitte aktiv. Achilles ist Piraten-Oberbürgermeister-Kandidat bei der Kommunalwahl im September 2020.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Ganz Deutschland spielt die „Ode an die Freude“

Obstwiese, in Forst von der Altstraße aus zu erreichen.

War das eine Überraschung! In der Altstraße in Forst, hinter Haus Margarete, befindet sich ein Park, zu dem gehört eine kleine Obstwiese. Dort ist der Rasen so weich wie ein Teppich. Man kann dort sitzen und ist ganz allein. Ein Zustand, der bekanntlich infolge Corona-Pandemie neuerdings erstrebenswert ist.

Die Spielplätze sind jetzt übrigens gesperrt und  der restliche öffentliche Raum ist von Autos belegt.

Die Altstraße ist endlos, gegen 18 Uhr ging ich dort entlang und wunderte mich, denn aus mehreren Häusern und Privatwohnungen erklang Beethovens „Ode an die Freude“. Wir dachten zunächst an einen Zufall, war es aber nicht.

Die Italiener haben damit angefangen, gestern gab es in Deutschland dieses Zeichen des Zusammenhalts. Ganz Deutschland spielte eine Art gemeinsames Konzert. Social Distancing bedeutet ja nicht, dass uns das Gemeinschaftsgefühl flöten geht, es muss nur anders zum Ausdruck kommen.

Und einen Magnolienbaum gibt es dort auch:

Einen Online-Zugang zu mehr als 500 Museen (unter anderem in London, New York und Florenz) gibt es hier: https://artsandculture.google.com

***

„Ode an die Freude“ – gut und schön. Aber: Heute (Montag, 23. März) um 19 Uhr wird gefeiert! Beim Live-Gig „United We Stream Live from Ipse“ legen die Berliner DJs Cody Currie, Black Loops, Sally C, Tereza und Sarah Farina auf und bringen Techno in die Wohn- und WG-Zimmer.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Welches sind jetzt die Prioritäten?

Hallo Leute, wenn euch das Thema Corona-Krise zu den Ohren rauskommt, lest hier nicht weiter. Macht einfach mal Pause und marschiert in dem schönen Sonnenwetter zügig an die Ränder der Stadt. Aber Vorsicht. Es ist kalt wie Sau und der Wind ist scharf und fühlt sich an wie minus 20 Grad.

Aachen ist eine Stadt mit mehreren großen Hilfswerken. Misereor ist eines davon. Bei Misereor geht es um eine freie, offene und gerechte Gesellschaft.

***

Ich aber sehe mir an, was in Italien passiert, speziell in der Lombardei. Der Himmel möge es verhindern, aber es scheint dort auf ein Massensterben in überfüllten Krankenhäusern hinauszulaufen. 

Die Krankenhäuser und die Ärzt*innen können die Massen von Kranken nicht mehr aufnehmen, nicht mehr versorgen. Sie müssen auswählen, und können nur denen helfen, die höchstwahrscheinlich überleben. Die anderen lassen sie sterben (Triage).

Man versucht in Deutschland, diese Zustände nicht aufkommen zu lassen. Das Mittel der Wahl heißt „Social Distancing“, räumliche Distanzierung, d. h. die sozialen Kontakte sollen auf ein Minimum reduziert werden, und man soll so viel Zeit zu Hause verbringen wie nur möglich, damit jede/r Infizierte nicht mehr seinerseits durchschnittlich drei weitere Menschen ansteckt, sondern genau null Personen. 

Das kann auf ein sehr lang andauerndes „Social Distancing“ hinauslaufen. Wie lang darf das Abstand-Halten dauern? Denn: Es hätte schlimmstenfalls dermaßen katastrophale Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben, dass man es sich nicht vorstellen möchte. Beim Zusammenbruch des Wirtschaftslebens gehen fast alle Firmen pleite, kaum jemand verdient noch Geld, sehr viele werden arbeitslos und arm, die allgemeine Sicherheit wäre von der Polizei nicht mehr zu leisten usw. 

Eine zu lange Phase des „Social Distancing“ wäre letztlich also ebenfalls lebensgefährlich für die allermeisten Menschen. 

Es wäre furchtbar, wenn wir wählen müssten: Entweder lassen wir das Virus quasi hemmungslos toben und es sterben viele Menschen. Oder wir ruinieren unsere Wirtschaft und unser Leben durch eine überlange Phase des totalen Stillstands. Keine schöne Alternative. 

Die Politik in Deutschland versucht es gerade mit „Social Distancing“ über vorerst wenige Wochen, und das muss gelingen. Ziel: Keine weiteren Ansteckungen mehr; die Ärzt*innen müssen sich nur noch um die kümmern, die zuletzt neu infiziert wurden. Und nicht vergessen: In ganz Europa wird auf Hochtouren an einem neuen Impfstoff und an Medikamenten geforscht. Da könnte doch bis Ende des Jahres etwas kommen.

***

Ob in dieser Situation Gesetze, insbesondere das Infektionsschutzgesetz  (§ 28, Absatz 1 ist extrem pauschal) geändert werden muss, ist ein weiteres wichtiges Thema. Notstandsgesetze sieht unsere Verfassung vor im Kriegsfall, bei Aufständen und im Katastrophenfall. Dazu und überhaupt zum Weiterlesen:

„Corona und der Staat“, von Gero von Randow

***

Wie alles gekommen ist. Sehr anschaulich dargestellt. How the Virus Got Out https://nyti.ms/33CezA7 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Leerer können Straßen kaum sein

Schmiedstraße in Aachens Innenstadt. Sollte die Politik eine Ausgangssperre beschließen . . . zumindest in Aachen würde sich am Verhalten der Menschen und am Straßenbild nichts ändern.
Münsterplatz in der Aachener Innenstadt. Menschenleer an einem Samstag. Also zumindest in Aachen haben alle kapiert, was die Stunde geschlagen hat. Soll man da noch Fotos machen? – Das zeugt alles nur von Verlassenheit und Einsamkeit. Aber das müssen wir jetzt mal 14 Tage ertragen. Es wird schwer, aber es ist nicht unmöglich. Haltet durch. Es kommen auch wieder bessere Zeiten.
Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Zwei Texte, die man lesen sollte

Christian Drosten ist Virologe und Professor. Er erklärt Deutschland den Corona-Viren-Ausbruch und alles, was damit zu tun hat. Seinen Podcast im NDR hören jeden Tag Zehntausende.

Während man im Rahmen der Klimakrise nicht den Eindruck hatte, dass die ältere Generation auf die Wissenschaftler hört und ihr Handeln danach ausrichtet, scheint es bei den Corona-Krise anders zu sein: Alle Welt hört auf das, was die Virologen und andere Wissenschaftler sagen. Das ist doch schon mal gut.

Bei Christian Drosten ist angenehm, dass er das, was er bezüglich der Pandemie vermutet, was er nicht genau weiß, was er annimmt und warum er es annimmt . . . dass er das alles mitteilt und sich nicht darstellt, als sei er allwissend.

ZEIT ONLINE hat Drosten in seinem Büro im Institut für Virologie an der Berliner Charité getroffen. 

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/christian-drosten-coronavirus-pandemie-deutschland-virologe-charite

#WirBleibenZuhause appellieren am heutigen Samstag zahlreiche Tageszeitungen und drucken ein Aktionsplakat, das Leser*innen sich „gut sichtbar in ein Fenster“ hängen sollen.

***

Leider ist nicht nur das wissenschaftliche Denken, sondern es sind auch Nationalstaaten wieder in Mode. Was die Pandemie aus der Perspektive eines Soziologen und Politikwissenschaftlers bedeutet, ist in dem anderen Text erklärt (s. unten).

Danke, @zeitonline, dass ihr diesen Artikel entdeckt und übersetzt habt:

https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-03/coronavirus-pandemie-auswirkungen-folgen-panik-wirtschaft-zukunft-europa

***

Warnhinweis (aus dem Tagesspiegel)! Falls euch irgendwo die wirren Corona-Thesen des Lungenarztes und Ex-SPD-Abgeordneten Wolfgang Wodarg begegnen: Hier steht, warum ihr dazu auf größtmögliche coronale Distanz gehen sollten (es sei denn, ihr haltet auch den Klimawandel für eine Erfindung der geheimen Untergrundarmee von Angela Merkel – aber dann wärst du hier sowieso im falschen Film).

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

ASEAG stellt um auf Ferienfahrplan. Polizei mit Krisenstab

Schaltet ab kommenden Montag in Aachen in den Ferienmodus: die Aseag.

Bei der ASEAG gilt ab Montag, 23. März, der Ferienfahrplan. Es wird geraten, auch im Bus auf Abstand zu achten. Einschränkungen gibt es bei Fahrten in der Nacht. Alle Fahrten, die ab 1.00 Uhr nachts beginnen, sowie alle Nachtexpresslinien N 1 bis N 9 und N 60 werden ab Freitag, 20. März, bis auf weiteres nicht mehr angeboten. Das ASEAG-Sammel-Auto (ASA) fährt weiter wie bisher.

In den Bussen bleibt die vordere Tür jetzt immer geschlossen. Zudem werden im Bus keine Tickets mehr verkauft. Das Kunden-Center der ASEAG in der Schumacherstraße 14 in Aachen bleibt wie gewohnt geöffnet: Montag bis Freitag: 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr, Samstag: 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr. 

Die ASEAG bittet: Vermeiden Sie den Besuch des Kunden-Centers, sofern dies nicht unbedingt erforderlich ist und nutzen Sie unsere Online-Services sowie unser Kontaktformular. Zahlen Sie im Kunden-Center möglichst bargeldlos.

***

Wie man sich selbst einen Mundschutz baut, dazu verweist der Berliner Tagesspiegel auf diese Seite https://diymask.site

***

Ein Berliner Bezirksbürgermeister hat eine Ansprache gehalten mit einer grandiosen Videobotschaft für alle, die es immer noch nicht verstanden haben. Unbedingt anschauen/anhören.

***

Die Polizei ist zur Zeit in Aachen verstärkt präsent. Seit Ende Februar hat der Krisenstab der Polizei mit Fachkräften, Polizeiarzt und Vertretern des Arbeitsschutzes seine Arbeit aufgenommen. Zu ihrer Arbeit teilt die Polizei unter anderem mit:

Hygieneschutzartikel wurden an die Einsatzkräfte ausgegeben und Handlungsanweisungen übermittelt. Ausgewählte Leute wurden intern zu Pandemiehelfern geschult. Besprechungen werden im Rahmen von Telefon- oder Videokonferenzen abgehalten. Polizeiinterne Fortbildungsveranstaltungen sind ausgesetzt. 

Selbstverständlich werden Einsätze wie gewohnt wahrgenommen, allerdings versucht die Polizei den direkten persönlichen Kontakt zur Bevölkerung aufs Nötigste zu beschränken. Es gibt keine Präventionsveranstaltungen, keine Führungen von Besuchergruppen, sonstige Veranstaltungen wie Lesungen oder auch der Girls-Day und Schülerpraktika fallen aus. 

Für alle nicht aufschiebbaren Angelegenheiten ist die Aachener Polizei auch weiter zu erreichen. Wörtlich heißt es: „Wir weisen auf die Möglichkeit hin, sich über das Internet zu informieren und per Email oder per Telefon (0241/ 9577- 0) Kontakt aufzunehmen. Wenn keine Sofortmaßnahmen der Polizei von Nöten sind, muss eine Anzeige nicht zwingend persönlich erstattet werden, sondern kann auch telefonisch oder online (Internet- Wache) aufgegeben werden.“

Anträge und sonstige Unterlagen das Waffenrecht betreffend sollen per Post oder Email geschickt werden. Eine Abgabe von Waffen und Munition im Polizeipräsidium ist weiterhin möglich. Die Kantine im Präsidium an der Trierer Straße ist – zeitlich eingeschränkt – weiter für externe Gäste geöffnet. Es gilt, die neuen Verhaltensregeln und die neuen Öffnungszeiten zu beachten: montags bis freitags von 13 – 14 Uhr 

Hilfreiche Links:

Allgemein: https://aachen.polizei.nrw/

Internet- Wache: https://polizei.nrw/internetwache

Prävention: https://aachen.polizei.nrw/artikel/kriminalpraevention-9

Waffen: https://aachen.polizei.nrw/artikel/waffenrecht-und-formulare

Bitte wählt nur in dringenden Notfällen die polizeiliche Notrufnummer 110. 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

In Aachen: Ausführliche Auskünfte bei Corona-PK

Die Geschwindigkeit, mit der sich das Corona-Virus ausbreitet, muss reduziert werden. Oberbürgermeister (OB) Marcel Philipp sprach von einer „Vollbremsung“ und begründete diese heute bei der im Internet übertragenen Pressekonferenz (PK). Zusammen mit Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier informierte der OB ausführlich und sehr sachlich.

334 positiv Getestete gebe es derzeit in der gesamten StädteRegion, und die Zahl verdrei- bis vierfache sich pro Woche. Wegen dieser Steigerungsrate, wegen dieser Verbreitungsgeschwindigkeit  seien ungewöhnliche Maßnahmen erforderlich.

„Meiden Sie Ansammlungen! – Halten Sie Abstand!“ – Sozialkontakt lasse sich auch anders als im direkten Zusammensein realisieren. Und: Den Hilfskräften und der Polizei sei unbedingt Respekt entgegenzubringen. „Akzeptieren Sie deren Verhaltensaufforderungen!“, so Philipp.

Die Lage werde sich bis Ostern nicht verbessen, so vermutet der OB. Und sollten die Aufforderungen nicht eingehalten werden (s. Corona-Partys), müssten die Vorschriften noch verschärft werden, was sich eigentlich niemand wünschen könne. 

Dr. Tim Grüttemeier wurde konkret: Seit 4. März sei in Eschweiler das neue Abstrichzentrum aktiv. Dort hätten bisher schon über 1800 Testungen stattgefunden. Allerdings könne sich dort niemand einfach so auf Verdacht testen lassen. Grüttemeier erklärte, unter welchen Bedingungen dort Menschen getestet werden. 

480 Test könnten dort jetzt pro Tag stattfinden, die Kapazitäten würden in Kürze auf 600 pro Tag erhöht. 

Aber: Die Labore seien so dermaßen ausgelastet, dass die Testergebnisse nicht innerhalb von 24 Stunden vorlägen, sondern erst nach zwei Tagen. Wer erkrankt und ohne Krankenhausaufenthalt zu Hause wieder gesund geworden sei, werde nicht mehr nachträglich getestet. Nur noch die schweren Fälle, die im Krankenhaus gesundet seien. 

Die Versorgung der Kinder und Jugendlichen, die weder Kitas noch Schulen besuchen dürfen, laufe soweit nicht schlecht, so war zu erfahren. 
Mitarbeiter der Verwaltungen müssten ebenso wie Krankenschwestern, Ärzte und anderes Personal weiter arbeiten, um die Infrastruktur am Laufen zu halten. Wo irgend möglich werde zu Hause gearbeitet. Auch die Politik bleibe, in deutlich reduzierten Gremien, handlungsfähig.

Wegen der Planung der kommenden Tage und Woche stehe man mit dem Regierungspräsidium und der Landesregierung in täglichem Kontakt. Material für die nächsten 14 Tag für die Krankenhäuser der Region sei vorhanden, weiteres werde gerade geordert.

Die Lage sei so dynamisch, ändere sich so rasant, dass auch einmal gefasste Beschlüsse eventuell revidiert werden müssten, das könne vorkommen, so war zu erfahren. Das größte Problem sei es, in Zukunft immer ausreichend Fachpersonal zur Verfügung zu haben – für alle Menschen, die eventuell erkranken. 

Auf Nachfrage meinte Grüttemeier, („weil viele denken, sie befinden sich in Corona-Ferien“) er wolle das vorhandene Personal lieber nicht einsetzen, damit es Corona-Partys und Zusammenkünfte in Parks  verhindert, sondern sinnvoller. Den Anordnungen der Polizei nicht Folge zu leisten, das sei strafrechtlich relevant. Allerdings sprachen beide Behördenvertreter davon, dass sie davon ausgehen, dass wir uns alle in der StädteRegion klug verhalten werden und Zusammenkünfte vermeiden. 

***

Bitte informiert euch über das, was in unserer Region und in der Stadt Aachen abläuft bei seriösen Quellen. https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/ Menschen, die krude Verschwörungstheorien verbreiten sind haufenweise unterwegs. Beteiligt euch nicht an deren Treiben, sie wollen nur Angst verbreiten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen