Pop-Up-Raum zum Thema „Radverkehr auf dem Grabenring“

Denkbar, planbar, machbar – am Theaterplatz 7 sollen Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

Die Stadtverwaltung möchte wissen, wie man eventuell den Grabenring rund um Aachen so herrichten kann, dass er für den Fahrradverkehr geeignet ist. Sie richtet deshalb ab heute, 9. September, bis zum 11. Oktober einen sogenannten Pop-Up-Raum zum Thema „Radverkehr auf dem Grabenring“ ein, und zwar in einem Geschäftslokal am Theaterplatz 7.

Unter dem Motto „denkbar – planbar – machbar“ soll in diesem Forum informiert und ausgiebig diskutiert werden. Interessierte können dort ihre Ideen und Vorstellungen einbringen: Montag bis Freitag von 12 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr.

Bürgerinnen und Bürger sollen beteiligt werden, so teilt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung mit. Im Pop-Up-Raum sollen die unterschiedlichen, zum Teil konkurrierenden Ansprüche an die Nutzung dieses öffentlichen Raums sowie Lösungen und die jeweiligen Vor- und Nachteile dargestellt und diskutiert werden. „Die Erkenntnisse der detaillierten Untersuchung und auch der Debatte im
Pop-Up-Raum sollen dem Mobilitätsausschuss vorgelegt werden“, so erfahren wir. Dann soll das Gremium auch das Konzept für den Radverkehr auf dem Grabenring beraten.

In derselben Mitteilung geht es auch um die Rad-Vorrang-Routen Eilendorf-Innenstadt und Innenstadt-Campus Melaten. Es sollen die ersten beiden Streckenabschnitte in absehbarer Zeit umgesetzt werden. Gefördert werden sie durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutz durch Radverkehr“.

So ist es geplant: „Das Konzept des Rad-Vorrang-Netzes sieht die Nutzung des inneren Grabenrings als Radverteilerring zur Verknüpfung der einzelnen Rad-Vorrang-Routen vor.“ Doch der Grabenring entspreche heute hinsichtlich Sicherheitsempfinden, Komfort und Zügigkeit der Radverkehrsführung nicht den Qualitätsanforderungen einer Rad-Vorrang-Route, was jede/r bestätigen kann. Bei der Umgestaltung des Grabenrings handelt es sich – laut Verwaltung – aufgrund der zentralen Lage und der zahlreichen Nutzungen um ein sehr anspruchsvolles städtebaulich-verkehrliches Projekt. Gerade deshalb möchte die Verwaltung „möglichst viele Interessierte an der Debatte beteiligen und im Pop-Up-Raum am Theaterplatz im Umfeld des Grabenrings einen Ort zum Austausch und Diskutieren anbieten“.

Es kommentiert unser Kolumnist Otto von Bismarck: „Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst.“

Wer Ideen hat, wie der Ring der Gräben, der die City umschließt, ausgestaltet werden sollte oder wer sich informieren will, ist am Theaterplatz willkommen.
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Millionen für Menschen mit Behinderungen – Haushalt eingebracht

LVR-Kämmerin Renate Hötte hat den Entwurf eines Doppelhaushaltes für die Jahre 2020 und 2021 in das Parlament des LVR eingebracht. Er umfasst Aufwendungen in Höhe von 4,12 Milliarden Euro für 2020 und von rund 4,26 Milliarden Euro für 2021.

Kommunalpolitikerinnen und -politikern werden in den kommenden Wochen den Haushaltsentwurf, der am 16. Dezember 2019 verabschiedet werden soll, beraten und sehen, ob die Milliarden gut eingesetzt werden. So auch die Fraktion der Freien Wähler, der ich als Aachener Piratin angehöre.

Der Umlagesatz zur Berechnung der Landschaftsumlage, mit dem die zwölf Kreise, 13 kreisfreien Städte und die StädteRegion Aachen im Rheinland die Arbeit des LVR zu großen Teilen finanzieren, wird im Haushaltsentwurf mit 15,2 Prozent für 2020 und 15,7 Prozent für 2021 ausgewiesen. Der Doppelhaushalt stehe ganz im Zeichen der Einführung der dritten Reformstufe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG), teilte die Pressestelle des LVR mit.

Ab dem 01.01.2020 wird für Menschen mit Behinderungen bundesweit ein modernes Eingliederungshilferecht gelten: Dann geht es weg von der Fürsorge, hin zu mehr Teilhabe und Selbstbestimmung. Gleichzeitig sollen künftig alle Hilfen „wie aus einer Hand“ angeboten werden. Vielschichtige Veränderungen gehen mit diesem „Paradigmenwechsel“ einher.

Der im Vergleich zum Haushaltsjahr 2019 geplante Anstieg der Landschaftsumlage ist wesentlich darauf zurückzuführen, dass der LVR als Kostenträger nun weitere Aufgaben der Eingliederungshilfe von den Kommunen übernimmt. Die Kommunen wiederum werden insofern entlastet. Neben verbesserten Leistungen sieht das BTHG auch erhöhte Einkommens- und Vermögensfreigrenzen für die Leistungsberechtigten vor, die zu einem Mehrbedarf im LVR-Haushalt führen.

Um die Aufwendungen für die Mitgliedskörperschaften zu begrenzen, fährt der LVR bereits seit Jahren Konsolidierungsprogramme. Die Konsolidierungsmaßnahmen für den Zeitraum 2017 bis 2021 umfassen ein Volumen von 70 Millionen Euro.

LVR-Kämmerin Renate Hötte sagte: „Es ist uns durch drei umfassende Konsolidierungsprogramme seit 2011 gelungen, die Dynamik des Aufwandsanstiegs signifikant zu reduzieren. Aber dennoch: Der vorgelegte Haushaltsentwurf für die Jahre 2020/2021 ist geprägt von neuen gesetzlichen Regelungen und damit einhergehenden neuen Zuständigkeiten mit erheblichen finanziellen Mehrbelastungen des LVR. Von den gesetzlich bedingten Veränderungen sind die Landschaftsverbände dabei nicht allein betroffen. Die gesamte kommunale Familie wird durch das Bundesteilhabegesetz und das zugehörige Ausführungsgesetz in NRW vor enorme finanzwirtschaftliche und organisatorische Herausforderungen gestellt.

Für die Entwicklung der Umlagegrundlagen und Schlüsselzuweisungen der Jahre 2020 und 2021 seien wegen der frühen Haushaltsaufstellung pauschale Annahmen auf der Grundlage eigener Prognosen getroffen worden, so wurde mitgeteilt. Die für die Umlage maßgeblichen Steuereinnahmen stehen erst im Herbst des Jahres verlässlich fest. Risiken für den Haushalt ergeben sich zudem aus den Unwägbarkeiten der weitreichenden BTHG-bedingten Anpassungen. Daher könnten sich bis zur Verabschiedung des Haushalts am 16.12.2019 noch Veränderungen ergeben.

Den größten Teil der Einnahmen des LVR stellen die Mitgliedskörperschaften über die Landschaftsumlage. Gemäß dem Haushaltsentwurf des LVR werden die StädteRegion Aachen, die Kreise und die kreisfreien Städte im Rheinland 2020 rund 2,88 Milliarden Euro und 2021 rund 3,04 Milliarden Euro Umlage entrichten. In fast alle Kommunen fließen Leistungen des LVR in einem höheren Umfang zurück, als sie Umlage entrichten.

Die Leistungsübersichten für 2018 können hier eingesehen werden. Schaut rein, es lohnt sich.

Kompetent und klar: Kämmerin Renate Hötte bei der Vorstellung des Doppelhaushalts 2020/2021 im LVR-Haus in Köln. Foto: Heike Fischer/ LVR

Was ist überhaupt der LVR?

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 19.000 Beschäftigten für die 9,7 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 20 Museen und Kultureinrichtungen, drei Heilpädagogischen Netzen, vier Jugendhilfeeinrichtungen und dem Landesjugendamt erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden.

Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. „Qualität für Menschen“ ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten gewählte Mitglieder aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.

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Menschen reden über ihr Viertel – Heckengespräche

Viele Menschen – auch in Aachen – kennen ihre Nachbarn kaum und nur vom Sehen. Ich bin sicher: Ihnen entgeht etwas, es fehlt eine Facette im Leben. Wer mit seinen Nachbarn redet und sich mit ihnen gut versteht, der hat mehr vom Leben (habe ich für euch getestet).

Das weiß auch Silke Gärtner vom „stadtteilbüro aachen nord“. Sie lädt zu Gesprächen an der Hecke ein, zu „Heckengesprächen“. Die Menschen aus dem Viertel Feld- und Liebigstraße sollen aktiv werden bei der Gestaltung des Viertels und im Leben des Stadtteils Aachen-Nord.

In der Zeit vom 11. September bis 9. Oktober gibt es immer mittwochs von 9.30 bis 11 Uhr an der Hecke des Café Tabitas ein offenes Gespräch bei einem kostenlosen Kaffee. Silke Gärtner wird dabei unterstützt von Josie Linkens, die ehrenamtlich im Café Tabitas mitarbeitet.

Das Tabitas befindet sich an einem gut besuchten Zugang zur Jülicher Straße in der Heinrich-Hollands-Straße 6. Bei schlechtem Wetter (d.h. Regen) wird das Treffen in das Café verlegt.

Die Pressestelle der Stadtverwaltung teilt mit: Durch das Projekt möchte das „stadtteilbüro aachen nord“ den nachbarschaftlichen Austausch fördern sowie zu der Entstehung von Freundschaften beitragen.

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Fahrrad steht neuerdings sicher und trocken

Räder im Parkhaus abstellen, 24 Stunden lang für 2 Euro.

In Aachen kann man ab sofort im Parkhaus an der Wirichsbongardstraße sein Fahrrad sicher und trocken unterstellen. Man muss allerdings etliche persönlicher Daten angeben (Adresse, Geburtsdatum bis hin zur Kontonummer), bevor man den Chip erhält, der alles verschließt. Aber dann kann’s losgehen.

14 neue Fahrrad-Stellplätze stehen bereit, und es war bisher immer einer frei, meistens mehrere. Nur 2 Euro kostet es, das Rad 24 Stunden lang video-überwacht im Parkhaus zu belassen. Massive Schließbügel dürften den Dieben große Schwierigkeiten beim Räder-Klauen bereiten.

Direkt im Parkhaus selbst kann man sich anmelden und von einem Mitarbeiter zeigen lassen, wie die Sache genau funktioniert. Es gibt auch Schließfächer für Akkus von E-Bikes. Lasst euch nicht abwimmeln, die Mitarbeiter haben zwar viel zu tun, helfen aber nach etwas Warten schließlich doch.

Die Gebühr wird am Ende des Monats per Lastschriftverfahren abgebucht.

Zum Weiterlesen ( Es gibt auch ein kleines Erklär-Video.): https://www.apag.de/bike-station

Auch hier geht es um Fahrräder und Abstellmöglichkeiten.

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Schon 30.667 Unterschriften gesammelt. Folgen weitere Bürgerbegehren?

Das Bürgerbegehren (genannt: Radentscheid) ist ein großer Erfolg. Die Freunde einer Umgestaltung des Aachener Straßenverkehrs sind nicht mehr zu bremsen. Sie sammeln erfolgreich Unterschriften für den Radentscheid – wünschen eine Gestaltung des Straßenraums zugunsten insbesondere der RadfahrerInnen, aber auch der FußgängerInnen, zugunsten des ÖPNV und zugunsten nicht-motorisierter Verkehrsteilnehmer.

Mit 30.667 Unterschriften (Stand 28.8.19) startete das Bürgerbegehren jetzt in die letzte Phase der Sammlung. Damit hat fast jeder sechste kommunalwahlberechtigte Mensch in Aachen gezeichnet. Eine Plakataktion gemeinsam mit der ASEAG wird die letzten Wochen begleiten.

Warum starten Menschen ein Bürgerbegehren?

Das tun sie, wenn die von ihnen gewählten Vertreter und Vertreterinnen im Rathaus eine Politik machen, die die Belange der Menschen missachtet. Wenn die Politik sich einen Dreck schert um das, was den Menschen Sorgen macht, was sie krank macht und verzweifeln lässt. Man muss schon eine geballte Ladung Wut und Verzweiflung im Bauch haben, ehe man sich über ein Bürgerbegehren zu retten versucht. Denn der Aufwand ist gigantisch. Mehrere Leute müssen quasi monatelang ihre gesamte Freizeit opfern.

In Aachen hat man es mit einer massiv ungerechte Aufteilung des öffentlichen Straßenraums zu tun – fast alles ist zugunsten der Pkw-Fahrer organisiert. In Aachen werden sogar seit Jahren krankmachende Grenzwert-Überschreitungen in Kauf genommen und Gerichtsentscheide ignoriert. Versuche der Politik, die Situation zu ändern, werden als halbherzig und gar nicht wirkungsvoll erkannt.

Da nun dieses Bürgerbegehren so erfolgreich ist, denken viele daran, der Politik auch hinsichtlich weiterer wichtiger Themen mit einem Bürgerentscheid Beine machen zu können. Beispielsweise, was die 50 bis 60 Millionen Euro teure Restaurierung des Kurhaus an der Monheimsallee (Ex-Spielkasino) betrifft. Ob man diese exorbitante Investition (andere Bauprojekte können entsprechend gar nicht oder erst später realisiert werden) nicht auch mittels Bürgerbegehren verhindern könne, so wird gefragt.

Möglicherweise darf sich also die Politik in Aachen auf weitere Bürgerbegehren einrichten. AachenNews.org wünscht dann mal viel Spaß dabei.

Zurück zum Radentscheid: Die offizielle Übergabe der Unterschriften findet im Herbst statt. Gesammelt werden kann jedoch weiter, bis der Radentscheid auf der Tagesordnung im Rat steht. Das könnte bereits im November der Fall sein.

***

Unterdessen (1) hat sich die Initiative „Fahrradfreundliches Haaren“ gegründet. Nächstes Treffen der Initiative (einer Ausgründung aus dem Radentscheid Aachen) ist am Dienstag, 10. September, um 18.30 Uhr im Gemeindezentrum der Christuskirche, Am Rosengarten 8, in Haaren.

Wer daran interessiert ist, sicher mit dem Rad aus Haaren oder Verlautenheide in die Innenstadt zu kommen, ist eingeladen. Schwerpunkte sind die folgenden Themen: 1) Interne Organisation der Gruppe, z.B.: Termine für Treffen, interne Kommunikation, Ausgestaltung von Homepage, Facebook, Logo usw. 2) Weiteres Vorgehen zu den Themen Radvorrangroute, Jülicher Straße, Gefahrenstellen in Haaren: z.B. Rangfolge festlegen, Interessengruppen bilden.

Nehmt Kontakt auf über haaren-radeln@gmx.de.

Die Initiative „Fahrrradfreundliches Haaren“ mit Ellen Kreft-Mänz und Günter Mänz freut sich über viele Mobilitäts-Interessierte aus dem Stadtbezirk. Foto: Christine Wettstein

Unterdessen (2) wird zu einer weiteren Aktion eingeladen, denn es geht nur langsam voran mit dem dringend notwendigen Radschnellweg Aachen-Herzogenrath.

Viele PendlerInnen müssen täglich auf dem Weg zur Arbeit und abends nach Hause unzureichende und unsichere Radinfrastruktur nutzen. Und viele AutofahrerInnen, die gerne für ihre täglichen Fahrten zur und von der Arbeit auf das Rad umsteigen würden, kann keine schnelle und sichere Alternative angeboten werden. Derzeit scheint es im Planungsprozess im Abschnitt Kohlscheid- Herzogenrath noch keine klare Trassenführung zu geben. Doch der Radschnellweg ist nur in Gänze plan- und finanzierbar. Es braucht also rasche Entscheidungen auf der kommunalpolitischen Ebene.

Darum hat der Runde Tisch Radverkehr Aachen seine UnterstützerInnen aufgerufen, am Freitag, 6. September, erneut deutlich zu machen, dass eine schnelle Umsetzung des Radschnellwegs Aachen- Herzogenrath wichtig ist. Treffpunkt ist von 8 bis 9 Uhr in Herzogenrath die Ecke Eisenbahnstr./Schütz-von-Rode-Str.

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Polizei: Der Nachwuchs freut sich auf erste Einsätze

Das ist ja auch mal schön: Polizeipräsident Dirk Weinspach (l.) begrüßt die Neuen vor dem neuen Polizeipräsidium in Aachen. Foto: Polizei

Die Pressestelle der Polizei Aachen teilt mit: Die Polizei „konnte die Bewerberinnen und Bewerber des Einstellungsjahres 2019 im neuen Polizeipräsidium begrüßen“. Von über 10.000 Bewerbern in NRW war die Einstellungszahl für den Ausbildungsstandort Aachen so hoch wie noch nie. In einer Feierstunde konnten 192 (von aktuell 196) Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter ernannt werden.

Polizeipräsident Dirk Weinspach gratulierte den jungen Leuten und sagte: „Egal in welchen Zeiten wir leben, welche Themen das gesellschaftliche Klima bestimmen und unabhängig davon, welche politischen und gesellschaftlichen Erwartungshaltungen es geben mag – unsere Rolle und Aufgabe als Polizei ist klar definiert“. Wahre Worte. Sein Wunsch für die Zukunft: „Ich hoffe, dass Polizei auch mehr als ein Beruf für Sie wird.“

Auch die Personalratsvorsitzende Claudia Stamm und die Vorsitzende der Jugend-Auszubildenen-Vertretung, Selina Braun, hießen die neuen Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen. (pk)

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Bäume sind schwer erkrankt oder schon abgestorben

Der Aachener Stadtbetrieb hat, wie heute von der Pressestelle mitgeteilt wurde, bei seiner jüngsten Baumkontrolle festgestellt, dass inzwischen rund 170 Bäume im Stadtgebiet an Straßen, in Parkanlagen und auf Friedhöfen schwer erkrankt oder auch durch die anhaltende Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019 abgestorben sind. Dadurch nimmt die Standsicherheit der Bäume ab.

So wie dieser werden insgesamt 170 Bäume gefällt. Sehr schade.

Um nicht zur Gefahr für Menschen und Sachen zu werden, lässt die Stadt die betroffenen Bäume durch die niederländische Firma Algemener Bomendienst Limburg nach und nach bis Dezember 2019 fällen. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Der Fachbereich Umwelt hat ihnen zugestimmt.

Erwähnt wird in der Mitteilung, dass die betroffenen Bäume nur dann gefällt werden, wenn darin keine Tiere leben oder andere tiefgreifende Gründe des Naturschutzes dagegen sprechen. Diese Grundregel gilt für das ganze Jahr und ist nicht beschränkt auf die Zeit des Brut- und Nistschutzes von März bis September.

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Wechsel bei den Piraten

Die Piraten in Aachen teilen mit: „Ratsherr Udo Pütz hat zum September auf sein Mandat verzichtet.“ Sein Nachfolger ist entsprechend der Liste: Thomas Buhr. Der wird voraussichtlich in der Ratssitzung vom 18. 09. 2019 vereidigt.

Thomas ist schon lange als Sachkundiger Bürger für die Piratenfraktion unter anderem im Sportausschuss aktiv. Er ist zudem der Piraten-Vertreter im StädteRegionstag. Dort folgte er auf den ganz plötzlich verstorbenen Bertram Eckert.

„Wir Aachener Piraten danken Udo Pütz vielmals für seinen herausragenden Einsatz sowie die jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit und freuen uns auf spannende Ratssitzungen mit Thomas Buhr“, so heißt es in einer Pressemitteilung. Die Partei will sich in den kommenden Wochen auf ein Konzept für die nächste Wahlperiode einigen und dann auch entscheiden, ob sogar für die Kommunalwahl im Herbst 2020 ein Oberbürgermeister-Kandidat aufgestellt wird.

Kommunalpolitik ist – noch dazu in einer so kleinen Fraktion – ein sehr arbeitsintensives Unterfangen. In Windeseile muss man sich (ehrenamtlich) in komplizierte Vorgänge und Angelegenheiten einarbeiten. Man muss Berge von Vorlagen lesen und jede Woche bei zahlreichen Treffen dabei sein, darf dabei niemals die spezielle piratige Perspektive aus den Augen verlieren. Die drei Aachener Ratsmitglieder werden zwar durch zahlreiche, sehr aktive „Sachkundige BürgerInnen“ unterstützt. Aber die Hauptverantwortung lastet auf ihren Schultern.

Insgesamt gilt es zu bedenken, dass das Durchschnittsalter im Aachener Rat bei schätzungsweise 70 Jahren liegt. Wir leben aber heute in einer Zeit, in der bedingt durch das Internet 15- und 16-Jährige mehr Durchblick haben, Probleme besser erkennen und eventuell lösen können als 70- und 80jährige Herrschaften. Insofern ist es sehr wichtig, dass – neben allem anderen – die Piraten es schaffen, Teenager in den Rat und die Ausschüsse zu holen, und sei es in einem ersten Schritt auch nur als nicht-stimmberechtigte Ausschuss-Mitglieder. Ein entsprechender Antrag ist schon fast fertig .

Demnächst im Rat der Stadt Aachen: Thomas Buhr. Foto: Archiv
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Böhmermann betreibt Leichenfledderei

Jan Böhmermann will plötzlich SPD-Vorsitzender werden, denn ihn hat im Traum Willy Brandt dazu aufgefordert. Sagt Böhmermann, der bei Verkündigung seiner Bewerbung noch nicht mal SPD-Mitglied war. Mittlerweile ist er es wohl. – Könnte einer wie er also die SPD beleben? 

Ich denke, ein Außenseiter könnte das schaffen, wenn er es wirklich ernst meint. Aber Böhmermann meint es nicht ernst. Er macht sich nur lustig über die SPD. Dabei hat Jan Böhmermann, der ja durchaus ein hochpolitischer, kluger Kopf ist und es sogar mit Erdogan aufgenommen hat, mit der armen SPD leichtes Spiel. Mir ist das zu billig. Es ist quasi Leichenfledderei, Witze zu machen über einen so im Niedergang befindlichen Player im politischen Geschäft. 

Das politische Entertainment ist mit Witzen über die SPD selbst an einem Tiefpunkt angelangt. Böhmermann wird es in den wenigen Stunden, die ihm bleiben, gar nicht schaffen mit der Bewerbung, er will sich halt nur lustig machen (und er will Aufmerksamkeit), mehr nicht. 

Diese Partei – sowie die Parteienlandschaft überhaupt – ist in einer erbärmlichen Lage. Wir haben es mit einer dramatische Krise der Parteien zu tun. Und gerade junge Leute wollen eigentlich gar nichts mehr mir irgendeiner Partei zu tun haben. Eine fatale Situation. 

Mit Blick auf eine neue politische Bewegung sind zum Beispiel Rezo und seine „Zerstörung der CDU“ viel interessanter als die Witzigkeit von Jan Böhmermann. Und was Greta Thunberg losgetreten hat mit „Fridays For Future“ ist auch 1000 mal interessanter und politischer als der Versuch, jetzt Vorsitzender einer Partei, die im Sinkflug ist, zu werden. 

Insofern muss Böhmermann aufpassen, dass er den Anschluss an wirklich wichtige politische Akteure der jüngeren Generation nicht verliert. Es wäre nämlich schade.

Auftritt Böhmermann:

http://neustart19.de

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Großprojekt hinter dem Westbahnhof wird vorgestellt

Auf einer rund 170.000 Quadratmeter großen Fläche soll in Aachen ein neues Stadtviertel entstehen: Der sogenannte Campus West. Und weil maßgeblich die RWTH und nicht die Stadt Aachen dort planen und bauen wird, könnte das Projekt tatsächlich von Erfolg gekrönt sein.

Das wäre dann der zweite neue „Campus“, den Aachen bekommt. Wer den Campus Melaten gesehen hat, wo hunderte Millionen Euro verbaut wurden, der wünscht sich eigentlich keinen weiteren Campus. Denn was ein Campus eigentlich ist – ein Viertel mit Sportstätte, Einkaufsmöglichkeit, Wohnheim, Restaurant, Grünflächen, Kindergarten usw. und schließlich vielen Forschungsstätten – das findet sich auf Aachens Campus Melaten nicht. Im Rund der Forschungs-Institute ist dort kein soziales Leben sondern tote Hose.

Nun wird also der nächste Campus, der Campus West errichtet. Was ich bisher gesehen habe, ist dort wieder nicht viel soziales Leben eingeplant. Wieder hauptsächlich Forschungsstätten und als Konsequenz menschenleeren Straßen jeweils abends und in den Semesterferien. Der Campus West wird übrigens – wenn man stadtauswärts fährt – links von der Roermonder Straße entstehen, in der Nähe vom Bendplatz entlang der Schienen.

Was mit den 170.000 Quadratmetern geschieht, darüber werden die Bürgerinnen und Bürger informiert. Eine echte Mitbestimmung, die diese Bezeichnung verdient, gibt es (wie in Aachen leider üblich) nicht. Dann würde das Projekt auch nicht so ausgeführt, wie es jetzt schon angedacht ist.

Der Campus West wird einen Teil von Aachen verändern

Gleichwohl seid ihr alle eingeladen zur „Bürgerbeteiligung zum Großprojekt Campus West“, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Die Planung wird inklusive der voraussichtlichen Auswirkungen auf das Plangebiet und das angrenzende Umfeld von Mittwoch, 4. September, bis einschließlich Mittwoch, 18. September, im Foyer des Audimax, Wüllnerstraße 9, ausgestellt. Zu sehen täglich von 7.30 Uhr bis 21.30 Uhr.

Am Dienstag, 17. September, gibt es „eine öffentliche Anhörung der Bürger“. Von 18 bis 19.30 Uhr stehen im Grünen Hörsaal (Raum Nr. 001) im Erdgeschoss des Audimax, Wüllnerstraße 9, Experten der Verwaltung Rede und Antwort. Die Verwaltung teilt mit: „Bürgerinnen und Bürger können im Rahmen dieser Dialogveranstaltung ebenso wie während der gesamten Dauer der frühzeitigen Beteiligung ihre Anregungen, ihre Kritik und Wünsche für den Campus West äußern. Diese werden anschließend von der Fachverwaltung verwertet und fließen in den weiteren Planungsprozess ein.“ Ich schreibe das so, allein mir fehlt der Glaube daran, dass da noch was fließt.

Ehrgeizig: RWTH will europaweit Maßstäbe setzen

Der Masterplan Campus West stammt von RKW Architektur + (Düsseldorf) in Zusammenarbeit mit FSW Landschaftsarchitektur (Düsseldorf) und BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung (Aachen). Auf der rund 170.000 Quadratmeter großen Fläche soll eine Forschungslandschaft geschaffen werden, die europaweit Maßstäbe setzt und die zugleich Wissenschaft, Wirtschaft und urbanes Leben miteinander verknüpft. Jedenfalls in der Theorie.

Mehr Infos und eine kleine Visualisierung hier: www.aachen.de/campuswest

Eine neue Brücke größeren Ausmaßes soll die beiden Campusse (Campus Melaten und Campus West) verbinden. Gegen diese Brücke formiert sich in Laurensberg derzeit Widerstand. Die BürgerInnen wollen die Brücke nicht, weil sie sie für zu teuer, zu groß und Landschaft-fressend halten.

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