Wahnsinn: Bald gute Mobilfunkversorgung auch in Orsbach

In Orsbach haben die Bauarbeiten für einen neuen Mobilfunkmast begonnen. Das hat jetzt der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung mitgeteilt.

Die neue Anlage „soll die bestehende Versorgungslücke im Aachener Nordwesten an der niederländischen Grenze schließen“ und damit die Mobilfunkversorgung in dem bislang unterversorgten Bereich verbessern. Der neue Mast ist perspektivisch für die Nutzung durch mehrere Mobilfunknetzbetreiber vorgesehen. Damit wird eine gemeinsame Infrastruktur geschaffen, die eine Versorgung des bislang unterversorgten Bereichs durch verschiedene Mobilfunknetze ermöglicht.

Die Fertigstellung des Funkmastes ist bis Mitte Dezember 2026 vorgesehen. Danach wird die Antenneninfrastruktur durch die Mobilfunknetzbetreiber installiert. Nach aktuellem Planungsstand soll der Mobilfunkbetrieb etwa im Februar/März 2027 starten. Foto: Stadt Aachen/Lisa Ebach

In der Vergangenheit, so wird weiter mitgeteilt, habe es aus der Bürgerschaft wiederholt Rückmeldungen über unzureichende Mobilfunkversorgung im Bereich Orsbach gegeben.

Die Bodenplatte für den neuen Funkmast ist bereits fertiggestellt. In den kommenden Monaten wird die Anlage weiter errichtet und für die Installation der technischen Infrastruktur vorbereitet.

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450 sind mit Streichungen nicht einverstanden

An einer Kundgebung der Sozialverbände und Initiativen nahmen gestern etwa 450 Menschen teil. In Burtscheid demonstrierten sie stimmgewaltig gegen die vom StädteRegionstag geplanten und gegen die schon beschlossenen Kürzungen im Sozialbereich.

Protest vor den Burtscheider Kurparkterrassen,, wo sich der StädteRegionstag zu seiner Sitzung versammelte. Foto: Michael Klarmann

Unter vielem anderen soll die für alle Menschen in Krisen- und Konfliktsituationen völlig kostenfreie, anonyme und rund um die Uhr erreichbare Telefonseelsorge kein Geld mehr aus der Kasse der StädteRegion bekommen. Auch dem Verein Refugio droht eine Streichung von Geldern.

Das Motto der Demonstration lautete: „Was bin ich euch wert?“ Angesichts der Sparmaßnahmen, die alle noch kommen werden und die mit den ausbleibenden Steuergeldern durch die Unternehmen zu tun haben, wird man sich wohl auf weitere Demonstrationen einstellen müssen. Die Wirtschaft floriert nicht so wie gewünscht, weil Russland in Europa Krieg führt und weil Trump Krieg gegen den Iran begonnen hat und ihn damit so stark gemacht hat, dass dieser den Ölverkauf kontrolliert.

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In Sachen Beverau und Krugenofen ist noch nicht alles verloren

Verhalten gute Nachrichten gab es gestern im Stadtrat. Sowohl was den Erhalt des Innenhofs zwischen Krugenofen, Sebastianstraße und Neustraße betrifft als auch bezüglich der Beverau.

Auf die Beverau hat – zum Erschrecken vieler Aachener*innen – die Bundeswehr ein Auge geworfen. Mehr noch: Das Verteidigungsministerium will auf den Wiesen in der Beverau große Hallen und Gebäude errichten.

Das Gebiet, das bebaut werden soll. Mitten drin: der Eselsweg. Screenshot: Google Maps

Man will ein riesenhaftes Gelände (knapp 280.000 Quadratmeter) versiegeln, so dass bei Hitze oder Starkregen das Frankenberger Viertel bzw. die ganze Innenstadt massiv betroffen sind – durch 1. Vernichtung einer Kaltluft-Entstehungszone und daraus folgenden, unerträglich hohen Temperaturen und 2. Überschwemmungen durch Wassermassen, die die örtliche Kanalisation komplett überfordern würden. Auf bebautem Gelände kann ja bekanntlich Wasser nicht versickern. Millionen Liter würden bei Starkregen in Richtung Tierpark stürzen und von da in Richtung Innenstadt.

Alles habe die Bundeswehr geplant, indem man sich über wissenschaftliche Erkenntnisse einfach hinwegsetzte. Im Rat hat Rolf Einmahl (CDU) das sehr anschaulich dargestellt. Er erhielt Beifall.

Mit Mehrheit machte der Rat aber auch klar, dass man die Ziele der Bundeswehr, nämlich angesichts des Krieges (Russland gegen die Ukraine und die EU) für Landesschutz zu sorgen, durchaus gerechtfertigt findet und unterstützt. Besonders die Vertreter der Linken sahen das nicht so deutlich, sie meinten, man müsse das trennen, wurden aber überstimmt.

In Windeseile hatte nach Bekanntwerden der Pläne der Bundeswehr die Stadtverwaltung unter der Leitung von Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons eine umfangreiche Stellungnahme verfasst. Es wurde alles zusammengetragen, was an negativen Folgen durch die gigantische Bebauung ganz sicher zu erwarten sein würde. „Ich bin sehr guten Mutes“, so Ziemons gestern im Rat. Und weiter: Er habe die Bundeswehr überzeugen können, „das man sich jetzt mal Alternativen für den Kasernenbau“ ansehen werde. Dem zahlreich erschienen Publikum fiel da schon der eine oder andere kleine Stein vom Herzen.

Bei den heißen Sommern, die noch kommen werden, dürfen drei Gebiete nicht zugebaut werden, weil dort Kaltluft entsteht, die nachts in die Innenstadt fließt: Indetal, Soers und Beverau. Es sind im Grunde drei Klimaanlagen, über die die Stadt verfügt, sie müssen erhalten bleiben.

Ganz zu Beginn der Sitzung gab es eine weitere, gar nicht so schlechte Nachricht: Der Investor, der in Burtscheid am Krugenofen, den letzten grünen Innenblock in diesem Quartier bebauen will, hat seinen diesbezüglichen Antrag zurückgezogen. Die von der Verwaltung niedergeschriebenen Bedenken gegen das Vorhaben könnten ihn dazu bewogen haben, wer weiß?! Es gab auch eine Petition, die möglicherweise ihre Wirkung getan hat.
Wenn man bedenkt, wie viel ehrenamtliche Arbeitszeit dafür draufgegangen ist, sich mit den Absichten des Investors ganz intensiv zu befassen, kann man nur „danke“ sagen. Die Demokratie, wie wir sie kennen und praktizieren, ist nichts für Ungeduldige.

Eine grüne Oase, die nicht bebaut werden sollte, obwohl es Wohnungsnot gibt in Aachen. Screenshot: Google Maps
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Arme Vogelspinne. Besitzer will sie nicht mehr.

Über einen seltenen Fund berichtet der Fachbereich Kommunikation der Stadtverwaltung: Am Dienstagvormittag (13. Oktober) hätten Mitarbeitende des Bezirksamts Haaren ein ungewöhnliches Tier gefunden. Vor dem Bezirksamt hätten Unbekannte doch tatsächlich eine Vogelspinne ausgesetzt. In einer Plastiktüte befand sich das Terrarium mit dem Tier und eine Tüte „Spider Ground“.

Die Finder haben sich bestimmt gewaltig erschreckt. Man sieht: In den Aachener Bezirksämtern muss man mit allem rechnen.

Wurde einfach ausgesetzt: diese Vogelspinne. Foto: Stadt Aachen/Julina Abels

Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Aachen habe „das Tier zur weiteren Untersuchung übernommen“, so wird mitgeteilt. Derzeit werde die genaue Art und der Gesundheitszustand bestimmt. Anschließend soll die Vogelspinne in fachkundige und sichere Obhut gegeben werden.

Vogelspinnen können je nach Art viele Jahre, teilweise mehrere Jahrzehnte, alt werden. Mit dem Kauf übernehmen Halterinnen und Halter „eine langfristige Verantwortung für eine artgerechte Haltung und Versorgung“. Das sollte jedem klar sein: Tiere dürfen keinesfalls ausgesetzt oder einfach irgendwo zurückgelassen werden.

Wer ein Tier nicht mehr halten kann, sollte sich rechtzeitig an eine geeignete Facheinrichtung oder die zuständige Behörde wenden. Einige Vogelspinnenarten unterliegen dem internationalen Artenschutzübereinkommen CITES (bitte lesen und auswendig lernen). Abhängig von der Art können besondere Herkunftsnachweise, Dokumentationspflichten oder weitere artenschutzrechtliche Bescheinigungen erforderlich sein.

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Ab Montag: Ansehen, was für ein altes Fabrikgelände in Rothe Erde geplant ist

Läuft alles nach Plan, dann wird sich der Ortsteil Rothe Erde in den kommenden Jahren stark verändern. Es soll nämlich – wie hier mehrfach berichtet – das alte Gewerbeareal „revitalisiert“ werden. Dort soll wieder produziert und gewohnt werden. Ganz anders als früher, das ist klar. In dem Zusammenhang sollen im Gebiet zwischen Freunder Weg und Zeppelinstraße (6300 Quadratmeter) einige Wohngebäude und das Wohnen ergänzende Nutzungen (Sportanlagen, Parkplätze, Spielplatz oder ähnliches) ermöglicht werden.

Hier befand sich einmal ein Industrieunternehmen (Hutchinson, gummiverarbeitende Fabrik). Die Gebäude wurden abgerissen, neue sollen errichtet werden. Foto: AachenNews Archiv

Die Stadtverwaltung teilt mit: Der Planungsausschuss habe die Veröffentlichung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 1022 „Freunder Weg/Zeppelinstraße“ beschlossen. Diese Veröffentlichung läuft von Montag, 19. Oktober, bis einschließlich Freitag, 20. November.

Die Unterlagen sind unter https:\\beteiligung.aachen.de oder auch auf www.aachen.de/bauleitplanung zu finden. Die Unterlagen sind parallel im Verwaltungsgebäude Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20, 4. Etage, Raum 400, öffentlich ausgestellt. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr, mittwochs bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr.

Weitere Infos und Kontaktadressen gibt es unter www.aachen.de/bauleitplanung. Dort kann man auch den Newsletter „Bauleitplanung“ abonnieren, um stets über aktuelle Bebauungsplanverfahren der Stadt Aachen informiert zu werden.

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Die Bundeswehr ist aus dem Schlaf erwacht und will nun die Beverau zügig zubauen

Die Bundeswehr war uns immer als dysfunktionaler Haufen bekannt, von dem man nicht genau wusste, warum es sie überhaupt noch gibt. Diese Bundeswehr war bekannt für falsche Entscheidungen, Mangelwirtschaft und für Langsamkeit, sie beschaffte sich z. B. mal Gewehre, die gar nicht richtig schießen konnten. Sie hatte kürzlich noch 180.000 Soldaten und für die genau 9 (neun) Transporthubschrauber. Jetzt hat die Bundeswehr die Schnelligkeit entdeckt. Sapperlot. Im Schweinsgalopp wird angeschafft, gebaut und umstrukturiert. In rasendem Tempo, dass einem schwindelig wird. Besonders in Aachen, leider.

Hier muss gesagt werden, dass AachenNews die Bundeswehr wichtig findet und sich zu 1000 Prozent sogar mit dem Teufel verbünden würde, um Putin und seine Kumpane davon abzuhalten, ein Auge auf Deutschland und die EU zu werfen. Aber Putins Krieg mit der Ukraine läuft seit Jahren so schlecht, dass er anderweitige Erfolge suchen muss. Er wird versuchen, die EU oder Teile davon zu destabilisieren.

Ein Kaltluft-Entstehungsgebiet

Das deutsche Militär meint, um uns Putin und sämtliche Russen vom Leib zu halten, sei ein quasi gigantischer Ausbau der Löwenstein-Kaserne in Aachen sehr hilfreich. Für diese massive Erweiterung (auf knapp 280.000 Quadratmeter) sei kein besseres Gelände vorhanden als die Beverau in Burtscheid – zwischen Kornelimünsterweg und Adenauerallee gelegen. Ein Naturschutzgebiet, das weite Teile von Aachen (Frankenberger Viertel, Forst, Innenstadt) mit Kaltluft versorgt. In Aachen und Stolberg sollen übrigens mindestens eine Milliarde Euro investiert werden.

In heißen Sommern wird es dann in Aachen so heiß sein, dass von einem Minimum an Lebensqualität keine Rede mehr sein kann. Die Bundeswehr, zum Schutz der Menschen erfunden, richtet in Aachen großen Schaden an. Oberbürgermeister und Rat sind alarmiert und argumentieren, es werde gegen Bodenschutz und Hochwasserschutz, Natur- und Landschaftsschutz, Tier-, Pflanzen und Klimaschutz verstoßen.

Rechts und Links vom heutigen Eselsweg möchte die Bundeswehr bauen.

Bis Mitte kommenden Jahres soll der Grundstückskauf über die Bühne gegangen sein. Das Grundstück gehört noch der Gut Schönthal GmbH. Sollte die nicht verkaufen wollen, ist Enteignung möglich.

Warum die Bundeswehr nicht das ehemalige Camp Astrid in Stolberg bevorzugt, ist hier nicht bekannt. Der geplante Verkehrsübungsplatz, die 3 riesigen Hallen, die Musterausbildungshallen und die Grundausbildung der Soldaten – das alles ließe sich auch auf Stolberger Gebiet realisieren. Dagegen sind das Straßennetz und die Kanäle in Aachen gar nicht geeignet, so einen gigantischen, neuen Gebäudekomplex aufzunehmen.

Bürgerinnen und Bürger wollen den Widerstand organisieren. Mal sehen, ob sich der Verteidigungsminister, der letztlich entscheiden muss, davon beeindrucken lässt.

Zum Weiterlesen: Die örtliche Presse berichtete ausführlich

Die ganze Angelegenheit wird im Rat behandelt am Mittwoch, 14. Oktober, unter TOP 20. Dort findet sich auch ein Link zur Stellungnahme der Stadt Aachen zur Erweiterung der Dr.-Leo-Löwenstein-Kaserne. Für jede/n einsehbar. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Rathaus. TOP 20 wird vermutlich nicht vor 19.30 Uhr behandelt.

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Der mobile Spielcontainer – von Obdachlosen als Unterkunft benutzt. Jetzt kommt er weg.

Im November 2023 wurde Aachens erster mobiler Spielcontainer auf dem Platz vor der Citykirche – Ecke Minoritenstraße/Großkölnstraße – aufgestellt. „Wegen verschiedener Vorfälle“, so schreibt die Stadtverwaltung, werde der Container nun weggesetzt.

Was ist passiert? Der Container ist in der Vergangenheit wiederholt als Aufenthaltsbereich von wohnungslosen Menschen genutzt worden. Offenbar haben Obdachlose sich da reingelegt und haben der Stadtreinigung viel Arbeit gemacht. Womit, kann sich jeder selbst ausdenken. Bis es den Mitarbeitern der Stadt zu viel wurde bzw. die dauernde Reinigung zu aufwendig und teuer. Kann man ja verstehen.

War bei Kindern beliebt: der Spielcontainer Foto: Stadt Aachen/Elisa Bresser

Der Spielcontainer sollte ursprünglich als Pilotprojekt sowieso nur sechs Monate auf seinem Platz gegenüber der Kirche St. Nikolaus stehen. Doch er war bei Kindern und Eltern sehr beliebt. Wann immer man da tagsüber vorbeiging, spielten dort Kinder. Der Verbleib an seinem Platz wurde auf rund drei Jahre verlängert. Doch jetzt ist Schluss.

Mit Obdachlosen und ihrer Bettelei hat Aachen ein Problem, das immer größer wird. An einem Tag innerhalb von 3 Stunden geht man an (gezählt) 20 Bettlern vorbei. Nur weil das Wetter jetzt verstärkt herbstlich geworden ist, sieht man diese bedauernswerten Menschen nicht mehr.

Foto: Am Münsterplatz vor Nobis

Die Drogen sind härter als früher, die Wirkung vergeht flott, dann muss schnell Geld beschafft werden, um neue Drogen zu kaufen. Und schlafen müssen die Süchtigen auch irgendwo. Manche halten es in den Obdachlosenunterkünften nicht aus.

Foto: Kapuzinergraben, vor Oecher Lab

Den Kindern werden unterdessen Alternativen geboten. Der nächstgelegene Spielpunkt mit einem Klettergerüst befindet sich an der Hotmannspief. Der nächste Spielplatz mit Tischtennisplatte, Kicker, Trampolin und „Kreisel“ an der Augustinergasse. Bachlauf, Sandkasten, Klettergerüst und Rutsche laden zum Verweilen und Spielen am Lindenplatz ein.

Alle Spielplätze in Aachen findet man unter www.aachen.de/spielplaetze.

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Ist die Beverau noch zu retten? Und wenn ja, wie?

„Wie retten wir die Beverau und den Eselsweg?“ Das fragten sich gestern Abend knapp 150 Personen bei einem Treffen im Gut Branderhof. Vorschläge gab es viele. Unter anderem will man versuchen, den Aachener Bundestagsabgeordneten Armin Laschet (CDU) zur Verhinderung der Katastrophe zu gewinnen. Außerdem soll es eine Petition geben. Jemand versprach, er werde sich zum Baubeginn auf die Wiese setzen und von dort nicht mehr weggehen.

Was ist geplant? Die Bundeswehr will in Aachen eine Großkaserne bauen, ausgerechnet in der Beverau – auf knapp 280.000 Quadratmeter im Landschaftsschutzgebiet – in einem Gelände, das wichtig ist für die gute Luft in Forst, im Frankenberger Viertel und in der ganzen Innenstadt. Die Quartiere werden über die Beverau mit Kaltluft versorgt.

Foto: Deutlich mehr Menschen als man erwartet hatte möchten die Bebauung der Beverau nicht ohne Gegenwehr hinnehmen.

Der Oberbürgermeister und jetzt auch viele Bürgerinnen und Bürger wollen mitreden, sich einmischen. Aber das sei – so wurde schon kundgetan – alles zwecklos. In diesem Fall erlauben die Gesetze offenbar der Bundeswehr zu tun und zu lassen, was sie will. Die neue Großkaserne neben der bestehenden Dr.-Leo-Löwenstein-Kaserne sei nicht mehr zu verhindern.

Foto: Die Diskussion wurde nach draußen übertragen, weil der Saal übervoll war.

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Investor will begrünten Innenbereich bebauen. Anwohner meinen: Keine gute Idee.

Eine vielbefahrene Straße in Burtscheid ist: der Krugenofen. Dort sollen jetzt Familien ihre Wohnungen verlassen. Ein Investor hat nämlich viel vor.

Geht es nach den Vorstellungen des neuen Besitzers dieser 2 Häuser (Nr. 51 und 51a), dann wird hier demnächst ultraschnell neu gebaut.

Was kein Mensch vermutet, der als Ortsfremder die Straße Krugenofen in Burtscheid entlanggeht: Dort gibt es einen wunderbaren Blockinnenbereich, geradezu eine Oase zum Wohlfühlen, total begrünt und viel genutzt von Familien mit Kindern. Seit geraumer Zeit hat ein Investor ein Auge auf dieses Grüngelände geworfen: Er hat zwei Häuser samt Garten gekauft und will – wen wundert das? – bauen.

Hinter den Gebäuden von Krugenofen, Sebastianstraße und Neustraße liegt ein sog. Innenblock, ein Flecken, der umfangreich bebaut werden soll.  Screenshot von Google Maps

Der Investor (Sauren) hat also die beiden Gebäude Krugenofen 51 und 51a gekauft. Er möchte auf den Gartenflächen dieser beiden Häuser ein Mehrfamilienhaus mit 2 Vollgeschossen und einer Tiefgarage errichten. Dafür braucht er die Erlaubnis des Rates der Stadt, der am kommenden Mittwoch, 14. Oktober, ab 17 Uhr im Rathaus tagt und entscheidet.

Gegen die Bebauung formiert sich – sehr spät – Widerstand. Flugblätter an Laternenmasten (s. Foto) informieren im Quartier. Es wurde auch eine Petition geschaltet. Hier klicken und unterschreiben.

Die Stadtverwaltung hat für die Ratsleute den Antrag des Investors gründlich geprüft und schlägt vor, die Bebauung des Innenbereichs zu erlauben. Die Fachleute haben allerdings auch Bedenken geäußert. Die Vorlage kann hier eingesehen werden. Ö14 anklicken.

Die Bedenken haben es in sich, sie betreffen den letzten grünen Innenblock in dieser Lage. Bezüglich des Stadtklimas müsse eine Nachverdichtung kritisch gesehen werden. Die Frage sei auch, ob bezüglich der Lichtverhältnisse nach Bebauung noch von gesunden Wohnverhältnissen gesprochen werden könne.

Weiter: Die Ausfahrt der Tiefgarage auf den viel befahrenen Krugenofen gibt den Fachleuten zu denken. Die Ausfahrt müsse „verkehrsplanerisch detailliert geprüft werden“. Und wie es um die Entwässerung stehe, dass müsse auch erst mal geprüft werden. Die Verwaltung will erkennbar nichts erlauben, was nachher im Chaos endet.

Dass das Projekt irgendwie gefördert wird, wird außerdem bezweifelt „da durch das Vorhaben eine zu geringe Anzahl an Wohneinheiten entsteht“. Und wie steht es dort um die Erreichbarkeit im Brandfall? Hat die Feuerwehr überhaupt den nötigen Platz um im Ernstfall mit großen Wagen in einen eng bebauten Innenbereich vorzurücken?

Und was ist, wenn das Beispiel Schule macht und auch andere Leute mit viel Geld Aachens begrünte Innenbereiche bebauen wollen? – Fragen über Fragen, denen sich der Rat hoffentlich konzentriert zuwendet. Am Mittwoch, 14. Oktober, ab 17 Uhr im Rathaus.

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Etwas Musik (von Timi Yuro aus 1961)

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Tschüss Reisezentrum, hallo Hinweisschild

Das klassische Reisezentrum im Aachener Hauptbahnhof wird geschlossen, die Deutsche Bahn zieht sich zurück. Früher hatte man immer den Eindruck, dass dort viel Andrang besteht, man musste Nümmerchen ziehen und lange warten. Wer nicht online buchen kann, dem wurde dort geholfen. Aber: Im Dezember 2026 ist der Laden dicht. 90 Prozent aller Tickets werden online verkauft, so ein Zentrum scheint überflüssig zu sein.

Ganz ohne Ansprechpartner stehen Reisende 2027 aber nicht da. Der Zweckverband Go.Rheinland übernimmt einen Teil des Service in seinem bereits bestehenden Kundencenter im Bahnhof. Der Verkauf zieht um in das Go.Center direkt im Hauptbahnhof. Die Schalteranzahl wird dort von zwei auf drei oder vier erweitert.

Eine tiefgehende, individuelle Beratung für komplexe Fernverkehrsstrecken fällt weg. Über die IT-Schnittstelle können zudem einige DB-Spezialangebote nicht am Go.Center-Schalter gebucht werden. Mehr Infos hier.

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Ein außergewöhnliches Hinweisschild wird eingeweiht, bzw. kommt an seinen ursprünglichen Platz zurück: das verschwundene Hinweisschild zur Bundesstraße 1. Es erinnert an die historische Straßenverbindung zwischen Aachen, Berlin und Königsberg. Dass das Schild wieder mal aufgestellt wird, geht auf die Initiative des Bezirksamtes Laurensberg zurück. Ermöglicht wird alles durch Spenden der Laurensberger Heimatfreunde und des Aachener Geschichtsvereins.

Wann? Am Montag, 12. Oktober, um 11 Uhr, an der Vaalser Straße, Höhe Keltenstraße, in Laurensberg.

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In Aachen sind aktuell rund 530 Naturdenkmale ausgewiesen. Dazu gehören mehr als 700 geschützte Einzelbäume, markante Baumgruppen, Alleen sowie einzigartige geologische Formationen. Sie werden wegen ihrer Seltenheit, Eigenart, Schönheit oder ihres ökologischen und historischen Wertes streng geschützt. Zur Zeit noch bis zum 9. Oktober wird wieder der Zustand von rund 200 dieser Bäume kontrolliert.

Die Bäume werden intensiv auf ihre Verkehrssicherheit, Vitalität und allgemeine Gesundheit untersucht. Außerdem wird der jährliche Stammzuwachs protokolliert.

Die bekanntesten Bäume (laut KI) sind in Aachen: Esskastanie in Vaalserquartier (450 Jahre alt), Forster Linde, Hainbuchengruppe am Schildchensweg in Kornelimünster, Platane am Abteiplatz in Burtscheid.

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Werden hier schon die ersten Flächen entsiegelt, um den Boden wieder zu begrünen und wasserdurchlässig zu machen? Die Stadt plant immerhin derartiges. Kurze Nachfrage ergibt: In der Rommelsgasse (zwischen Rethelstraße und Hof) werden lediglich Kanalrohre erneuert.

Da wahrscheinlich archäologische Funde auftauchen werden, ist ein Ende der Arbeiten mal wieder nicht abzusehen.

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Am Freitag, 16. Oktober, öffnen die christlichen Kirchen in Aachen (zum 24. Mal) ihre Pforten für ein außergewöhnliches Event voller Kultur, Musik und Spiritualität. Insgesamt 31 Kirchen unterschiedlicher christlicher Konfessionen machen mit und laden Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt dazu ein, die sakralen Räume zwischen 18 Uhr und Mitternacht auf völlig neue Weise zu entdecken. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Mehr Infos hier.

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