Existenz von Zweirädern und Menschen, die auf ihnen sitzen, jetzt scheinbar anerkannt

Jetzt auch in Aachen: ein Straßenschild, dass es erst seit Anfang des Jahres in Deutschland gibt.

„Zweiräder dürfen nicht überholt werden“, das ist in der Oppenhoffallee das Gebot der Stunde. Als Radfahrer*in hat man fast Tränen in den Augen, wenn man dieses Verkehrsschild erstmals in Aachen sieht. Es bedeutet, dass auf Radfahrer*innen Rücksicht genommen werden soll. Und das in Aachen, wo Fahrradfahren sehr oft mit einer Nahtod-Erfahrung verbunden ist!

Ein Wunder, denkt man und traut seinen Augen nicht. Würde das Schild nicht so hoch hängen, würde man es anfassen wollen um zu realisieren, dass es wirklich existiert. So wie auf der Autobahn, ist es wohl gemeint, wo Lkw-Fahrer manchmal Pkw nicht überholen dürfen, weil es zu gefährlich ist.

Dabei war es in der Oppenhoffallee (s. Foto) ohnehin immer besonders unpassend, wenn Autos an Radler*innen vorbeizischten, während diese darauf achteten, dass sie von rechts nicht durch eine sich öffnende Autotüre jäh zu Boden gerissen werden.

Bestimmt zehn Schilder hat die Stadtverwaltung aufgestellt, fünf auf jeder Seite der Oppenhoffallee. Es hält sich zwar kein einziger Pkw, kein Lkw-Fahrer und auch kein Bus der ASEAG an die Vorgabe (für euch getestet). Aber was soll’s?! In Aachen muss man den guten Willen für die Tat nehmen und zufrieden sein, wenn sich kein Autofahrer-Aufstand erhebt.

Wie in der Lütticher Straße. Dort soll seit über 10 Jahren ein Stück Straße umgebaut werden . . . mit je einem Radweg stadtauswärts und stadteinärts, jeder 2,30 Meter breit, mit schmalen Radschutzteilen. Der Aufschrei der Autofans beschäftigt zur Zeit Politik und Stadtverwaltung. Entschieden ist noch nichts.

Dem Wald geht es sauschlecht, warum soll es den Bäumen in der Stadt besser gehen? So denken vermutlich die Anwohner im Aachener Süden und stellen ihre Autos gern auf den Wurzelbereich der Bäume.

Möglichst nah an den Baum ran! Das Erdreich wird hart wie Beton, sehr zum Schaden des Baumes.

Auch in der Ludwigsallee macht man sich Sorgen wegen wegfallender Parkplätze, hat aber das Parkhaus am Eurogress als Alternative ganz in der Nähe. Für eine Gebühr von 30 oder 35 Euro pro Jahr einen Anwohner-Parkplatz am Straßenrand mieten . . . das wird wohl demnächst auch in Aachen so preiswert nicht mehr zu machen sein. Warum dann nicht gleich einen subventionierten, sicheren und trockenen Platz im Parkhaus mieten?

Zu Ende gegangen ist unterdessen der Versuch am Adalbertsteinweg. Dort wurde eine Radspur eingerichtet und wieder abgebaut. Jetzt warten wir mal auf die Auswertung des Experiments durch die Stadtverwaltung.

Welcher Luxus: eine breite Furt für Zweiräder. Schade, dass das Wetter so schlecht war, kalt und nass. Wir wären sonst vor Begeisterung dort gleich zehnmal hintereinander runtergefahren – mit den Rädern.
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In der ASEAG schwarz fahren, das lohnt sich nicht

Ein Tipp, ein wichtiger Hinweis: fahrt nicht schwarz, es lohnt sich nicht. Ja, die ASEAG ist sauteuer. Wenn das Geld für die ASEAG nicht reicht, kauft ein schönes gebrauchtes Fahrrad aus Aluminium. Ihr spart euch Geld (60 Euro kostet 1 mal schwarzfahren) und jede Menge Ärger. Ich weiß, wovon ich rede.

Aus dem Polizeibericht:

Vorgestern Nachmittag (16. November) gegen 16 Uhr konnte ein 18-Jähriger in der Linie 51 bei einer Fahrkartenkontrolle keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen.

Der 18-Jährige, sowie ein 14-jähriger Jugendlicher und ein bislang unbekannter Tatverdächtiger beleidigten und schlugen auf den Fahrkartenkontrolleur ein. Als der Bus an der Haltestelle „Oidtweiler“ in Baesweiler anhielt, gelang dem bislang unbekannten Tatverdächtigen die Flucht.

Zwei weitere Mitarbeiter der ASEAG, die sich auch im Bus befanden, halfen dem Kontrolleur und hielten bis zum Eintreffen der Polizei die beiden Tatverdächtigen im Bus fest. Die Beamten übergaben den 14-Jährigen an den Erziehungsberechtigten.

Den 18-jährigen Tatverdächtigen entließen die Beamten nach der Identitätsfeststellung und leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein, schreibt die Polizei. Der Junge hat jetzt den Ärger seines Lebens.

Der Mitarbeiter der ASEAG erlitt leichte Verletzungen. (fp)

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Ist am Immer-zu-Hause-Sein plötzlich doch was attraktiv?

Nichts wie hin und an einer Führung teilnehmen, hätten wir uns früher gedacht und sofort mit dem Planen begonnen. Aber jetzt? Zwangspause.

Rund vier Wochen nach der Eröffnung des Springer-Neubaus in Berlin führt Baustellen-Chef Andreas Ludwigs durch das Gebäude, in dem corona­bedingt derzeit vor allem Menschen fehlen. Er erklärt, wie Frischluft ins Haus kommt und zeigt u.a. die Unisex-Toiletten und den Dachgarten. (s. unten: 6-Min-Video, sehenswert)

Früher haben wir die besonderen und aufregenden Stunden im Leben irgendwie draußen gesucht und gefunden, gingen davon aus, dass z. B. bei Reisen in ferne Ländern maximal viel zu erleben ist, dass das Leben erst so richtig Fahrt aufnimmt, wenn man sich aus den eigenen vier Wänden, aus der eigenen altbekannten Stadt oder sogar dem eigenen Land rausbewegt.

 Zu Hause rumsitzen, das war genau das, was wir als Tätigkeit sozusagen als etwas betrachtet haben, was nur langweilig und irgendwie nicht in Ordnung  war. Es war quasi alles besser als nur zu Hause zu verweilen und nichts zu erleben. Das Zu-Hause-Sein hatte kein besonders gutes Image. Das passende Wort ist: Stubenhocker

Wenn man schon nicht verreisen oder rausgehen konnte (Museen, Galerien, Salsa-Tanzen, Clubs, Kirchen besichtigen, Sportplätze, wandern im Wald, Schlittschuhlaufen, Therme besuchen usw.), dann musste man doch wenigstens aufbrechen und ein Stündchen durch die Stadt spazieren.

Doch eins ist mal klar: Was wir früher für nicht besonders wichtig für ein gutes Leben gehalten haben, das hat an Wertschätzung gewonnen. 

Zum Beispiel eine virtuelle Tour durch ein neues Gebäude.

Reisen, Veranstaltungen und Kulturerlebnisse – für dieses Jahr gecancelt. Werden viele von uns in den kommenden Monaten den Urlaub vor der eigenen Haustüre entdecken oder haben es längst getan? Zu dieser und ähnlichen Fragen wird hier Ende des Monats ein Text erscheinen.

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Ludwigsallee: Heute gibt es Infos über die Umgestaltungspläne

Die Stadtverwaltung teilt mit: Sie lädt ein zu einer Bürgerinformation, bei der über die geplante Umgestaltung der Ludwigsallee berichtet wird. Die Veranstaltung beginnt am heutigen Dienstag, 17. November, um 18.30 und endet um 20 Uhr. Wegen der Corona-Pandemie wird die Veranstaltung anders ablaufen als bisher.

Die Stadtverwaltung informiert über die Pläne zur Ludwigsallee bei einer digitalen Veranstaltung mit Live-Übertragung im Internet. Wer daran teilnehmen möchte, nutze folgende Internetadresse: www.youtube.com/stadtaachen. Voranmeldungen sind nicht nötig.

Fragen und Anmerkungen zur Planung können im Vorfeld, während der Veranstaltung und auch danach per Mail an folgende Mailadresse verschickt werden: verkehrsmanagement@mail.aachen.de. Interessierte können sich die bisherigen Planideen und Pläne bereits im Vorfeld der Veranstaltung oder auch danach nochmals anschauen.

Das ist auf zwei Wegen möglich. Entweder ruft ihr die folgende Internetseite auf: www.aachen.de/ludwigsallee. Oder ihr geht ins Foyer des Verwaltungsgebäudes „Am Marschiertor“, Lagerhausstraße 20. Dort sind die Unterlagen bis zum 27. November zu den Öffnungszeiten ausgelegt: montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uhr. 

Zum Hintergrund: Die Ludwigsallee weist seit Jahren funktionale Mängel auf. Daher ist die Neuaufteilung des gesamten Verkehrsraums notwendig. Der Netzbetreiber Regionetz erneuert zurzeit die Versorgungsleitungen zwischen der Krefelder Straße und der Kupferstraße. Im Anschluss an diese Maßnahme soll der Straßenraum wiederhergestellt und die nicht mehr regelkonformen Gehwege und Radverkehrsanlagen verbessert werden.

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Lütticher Straße: Was genau ist eigentlich euer Problem?

Lütticher Straße.

Es ist schwer zu verstehen, aber so viel ist zumindest klar: Die Anwohner der Lütticher Straße beschäftigt zur Zeit der Plan von Politik und Verwaltung in Aachen, einen 2,40 Meter breiten Radweg zu bauen und mehrere Dutzend Parkplätze abzubauen. Die Leute an der Lütticher Straße haben aber etwas gegen diesen Radweg. Zumindest einige.

Dort bevorzugt man es außerdem, Autos ganz nah an Bäumen zu parken. Stundenlang stehen tonnenschwere Wagen den Bäumen auf den Füßen, verdichten dabei das Erdreich, dass es hart wird wie Beton. Jetzt wundert man sich, dass die meisten dieser Bäume eigentlich zügig gefällt werden müssten, sie sind instabil.

Sollten Bäume oder morsche Äste auf die Autos fallen, werden die Pkw-Freunde sicher die Stadtverwaltung verantwortlich machen. Wie gesagt: Derzeit alles noch schwer zu verstehen. Aber: Wir arbeiten dran.

Pars pro toto: In der Lütticher Straße hat man keine Probleme damit, möglichst nah an Bäumen zu parken. Weil bei einer Umgestaltung eventuell etliche dieser „schönen“ Parkplätze wegfallen würden, ist in dieser Straße derzeit Ärger angesagt. Viele SuS vom Couven-Gymnasium nutzen die Strecke mit ihren Rädern.
So kann man natürlich parken . . . die Bäume sind entsprechend kaputt.
Wenn man städtische Natur maximal schädigen will . . . so wäre man schon auf dem richtigen Weg.
Die Lütticher Straße führt schnurgerade aus Aachen raus. Sie ist nicht schmal. Die Frage ist, ob hier Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Bäume eine mehr als minimale Chance bekommen können.
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Gaben sich in Aachen betont friedlich: die Querdenker

Bestens organisiert: die Querdenker-Kundgebung am Eurogress. Die rund 200 (können auch knapp 300 gewesen sein) Menschen verteilten sich auf dem Gelände, sie standen nicht so nah, wie das Foto hier denken lässt.

Trafen sich heute im Garten neben dem Neuen Kurhaus und hatten so auch viel Platz, um den nötigen Abstand einzuhalten: die Gruppe „Querdenken241“. Es gab fromme Reden und Gesänge, Musik und immer wieder die Aufforderung, den Abstand einzuhalten und die Masken zu tragen, „weil wir die Veranstaltung durchführen wollen“.

Bezüglich Rechtsradikalen haben die Querdenker bekanntlich keinerlei Berührungsängste. Ob in Aachen Neu-Rechte oder Neonazis dabei waren, wissen wir nicht, wir sahen jedenfalls niemand aus dieser Szene (zum anwesenden Personal s. Bericht von Michael Klarmann heute (16. Nov.) in der Tageszeitung)

Aufmerksam beobachtet wurde die Veranstaltung von Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach und Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Die Polizei zeigte auf der Monheimsallee bei der Gegendemonstration und bei den Querdenkern starke Präsenz.

Die Querdenker verbreiteten via Großbildleinwand den üblichen Quark: Es gebe unfassbar viele Fehlteste, also Getestete mit falschen Ergebnissen, die Regierung sei völlig außer Kontrolle geraten und es gehe ihnen um Freiheit, Freiheit, Freiheit, und das Grundgesetz werde ausgehebelt usw. Alles Ideen, die man gelegentlich von Menschen hört, die nie die Gelegenheit hatten, ihr Denken ein paar Jahre lang in der Wissenschaft zu schulen. Zweifellos sind sie im Grunde strukturell Benachteiligte. Würde die katholische Kirche noch funktionieren, könnte diese sie vermutlich gut auffangen, ihnen Trost und Orientierung geben. So suchen sie sich eben andere Welterklärer.

Auffallend ein Redner (s. Foto), der sich als Arzt aus Aachen zu erkennen gab. Er ereiferte sich, weil die Polizisten offenbar von ihm ausgestellte Atteste nicht anerkennen würden. Er wertete das als einen Angriff auf die verbrieften Rechte der Ärzteschaft.

Hier ein Vortrag von der Veranstaltung: https://www.youtube.com/watch?v=fnystTMTV-M

Auf der Monheimsallee war – lautstark – die Gegendemonstration angetreten. Ehrlich gesagt standen dort die Menschen meist näher beieinander als bei den Querdenkern. Hier war die Rede von Sozialismus und Anarchie, „Nazis raus“ wurde skandiert und worüber genau aufgeklärt werden sollte . . . man weiß es nicht.

Die Gegendemonstration mit schätzungsweise 150 Personen. Ihre Botschaften könnt ihr lesen, dazu auf das Foto klicken.

Einzelheiten gibt es in Kürze via Polizeibericht, bzw. via die Teile vom Polizeibericht, die sich mit unseren Beobachtungen decken.

UPDATE: Die Polizei teilt mit (in Auszügen)

Die Kundgebung der Bewegung „Querdenken 241 – Aachen“ fand zunächst im Zeitraum zwischen 14.30 Uhr und 18.30 Uhr mit ca. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Die Polizei kontrollierte die Einhaltung der Auflagen zum Gesundheitsschutz. Vereinzelt wurden Personen, die weder ärztliches Attest vorzeigen konnten, noch eine Mund-Nasen-Bedeckung trugen, von der Versammlung ausgeschlossen.

Die Polizei stand diesbezüglich auch in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen. 

Gegen 18.30 Uhr setzte sich der Demonstrationszug mit ca. 200 Personen von der Monheimsaallee in Richtung Pontstraße in Bewegung. Der Zug endete gegen 20 Uhr; die Auflagen wurden eingehalten

An den angemeldeten Gegenversammlungen nahmen ca. 100 Personen teil. Einer Person wurde die Teilnahme verweigert, weil sie keine Mund-Nasen-Bedeckung trug. Die Versammlungen verliefen ansonsten ohne Vorkommnisse

Polizeipräsident Dirk Weinspach zog ein positives Fazit: „Wir haben deutlich gemacht, dass wir eine Missachtung der Auflagen zum Schutz der Gesundheit nicht akzeptieren werden. Durch konsequentes und maßvolles Vorgehen ist es uns heute gelungen, die Regeln durchzusetzen.“ 

Während des Aufzuges kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen im Bereich zwischen Monheimsallee und Pontstraße. Die Polizei Aachen musste die Monheimsallee in Fahrtrichtung Bastei für den Verkehr phasenweise sperren.(nw)

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Demo genehmigt: 400 „Querdenker“ in Aachen auf der Straße

Heute (14. Nov.) demonstriert in Aachen die Gruppe Querdenken 241 gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Vermutlich wieder dabei – wie bereits am 20. Oktober vor dem Tivoli – viele Menschen ohne Maske. Dass Demonstrationen erlaubt werden, mit denen nur erreicht wird, dass bald alle Intensivbetten voll sind, fühlt sich sehr falsch an.

Es sollte doch möglich sein, dass man – ohne die Freiheitsrechte zu beschädigen – in einer galoppierenden PANDEMIE diese Art von Demonstrationen verbietet. Dass die Polizei derartige Versammlungen erlaubt ist schwer verständlich.

Es geht hier nicht darum, dass jemand daran gehindert werden soll, eine vollkommen blödsinnige Meinung zu äußern. Es geht nicht um Meinungsfreiheit. Es geht hier um eine Aktion, die verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit von uns allen haben kann, die später keinen Platz mehr auf der Intensivstation bekommen werden und um das Pflegepersonal, das überlastet sein wird.

Es hat in den letzten Wochen nach unseren Beobachtungen keine einzige Demonstration von Corona-Skeptikern gegeben, wo die Abstände und die Maskenpflicht eingehalten wurden. Warum verschließt die Aachener Polizei die Augen vor diesen Erfahrungen? Es ist nicht zuletzt für Polizisten sehr schwer, diese strukturell renitenten, sogar aggressiven Menschen dazu zu bringen, die Maskenpflicht einzuhalten. Versammlungsfreiheit gilt, aber die Querdenker halten sich nicht an die Spielregeln.

Werbung für die „Querdenker“-Kundgebung am Samstag in Aachen.

Die Polizei teilt mit:

Bei der Aachener Polizei wurden zwei Versammlungen des Netzwerkes „Querdenken 241“ angemeldet. Dabei handelt es sich um eine Kundgebung am Eurogress mit voraussichtlich etwa 400 Personen und einen anschließenden Aufzug vom Eurogress in Richtung Pontstraße und zurück mit circa 200 Teilnehmer*innen.

Der Polizei liegen zudem die Anmeldungen zweier Gegenkundgebungen vor, die mit etwa 100 bzw. zehn Personen im Bereich der Kundgebung der Querdenker protestieren wollen. Die Aachener Polizei hat als zuständige Versammlungsbehörde die Anmeldungen eingehend geprüft und bestätigt. Wir haben allerdings klare Auflagen zur Beachtung der Coronaschutzverordnung erteilt, denn der Gesundheitsschutz aller Teilnehme*innen und unbeteiligter Bürger*innen, hat oberste Priorität, betont Polizeipräsident Dirk Weinspach.

Die Erteilung der Auflagen geschah in engem Austausch mit den zuständigen Gesundheits- und Ordnungsbehörden der Stadt/Städteregion Aachen. So ist den Teilnehmer*innen der großen Kundgebung eine Fläche am Eurogress zugewiesen, die für maximal 721 Personen begrenzt ist. Damit ist gewährleistet, dass der geforderte Mindestabstand zwischen den Personen eingehalten werden kann.

Zudem gilt eine generelle Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske, sofern mehr als 25 Personen teilnehmen und grundsätzlich sind die Mindestabstände einzuhalten. Darüber hinaus wurde das Mitführen von Martinslaternen oder Kerzen im Rahmen des Aufzuges untersagt, nachdem der Demonstrationszug öffentlich als Martinsumzug für Kinder beworben wurde.

„Wir sind eine versammlungsfreundliche Behörde, und Meinungsvielfalt ist in unserer Demokratie zu begrüßen. Das Versammlungsrecht darf aber nicht dazu benutzt werden, die derzeit geltenden Regeln zum Schutz der Gesundheit aller Menschen zu untergraben“, begründet Dirk Weinspach die Erteilung dieser Auflage. Die Auflagen werden vor Ort durch die Polizei überwacht. (ssch)

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Wegen der Demonstrationen (drei Kundgebungen / ein Aufzug) wird es am Samstag (heute, 14. 11. 2020) in der Zeit zwischen 14.30 Uhr und 20 Uhr voraussichtlich zu Verkehrsbehinderungen in den Bereichen zwischen der Monheimsallee und der Pontstraße kommen. Die Monheimsallee wird in dieser Zeit in Fahrtrichtung Bastei für den Verkehr gesperrt.

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Politik in Zeiten einer Pandemie: Einige Leute müssen draußen bleiben

Geschlossen – in vier Sprachen – obwohl im Rathaus ein Ausschuss in öffentlicher Sitzung tagt.

Das gibt es auch nur in Zeiten einer Pandemie: Im Rathaus tagt in öffentlicher Sitzung die Bezirksvertretung Mitte und befasst sich mit mindestens zwei relevanten Themen – aber nachdem schon etliche Bürger*innen und Pressevertreter im Ratssaal Platz genommen haben, kommt keine/r mehr rein. „Es ist voll“, teilt der Pförtner mit freundlichem Bedauern mit und macht die Türe zu. *

So kann AachenNews hier nicht aus erster Hand berichten, was die Politikerinnen und Politiker zum Streit um den Bau eines Radwegs in der Lütticher Straße sagten und auch nicht, was sie zur eventuellen Aufstellung eines kitschigen Schängchen-Denkmals in der Innenstadt meinten.

Das Schängchen aus der Stadtpuppenbühne wird 100 (in 2021) und ein Freundeskreis mit einem CDU-Ratsherrn an der Spitze wünscht die Aufstellung eines Denkmals an zentraler Stelle. Eine Angelegenheit, die zu entscheiden vertagt wurde, die aber traurigerweise wohl nicht mehr zu verhindern ist. Es gibt zwar eine „Kommission Kunst im öffentlichen Raum“, eigens gegründet um die Aufstellung von allerlei Hobby-Kunst in Rathaus-Nähe zu verhindern, aber von der hat man schon lange nichts mehr gehört.

Wegen des Radwegs hatten sich verschiedene Anwohner der Lütticher Straße eingefunden, auch von ihnen kamen einige nicht rein und waren enttäuscht. Eine öffentliche Sitzung, zu der Teile der Öffentlichkeit keinen Zugang haben: Ist das überhaupt legitim? Und wird das jetzt immer so sein in der Bezirksvertretung, wo doch gerade da oft Gruppen persönlich anwesend sein wollen, wenn ihr Anliegen beraten und entschieden wird?

Die Anwohner äußerten draußen übrigens die wildesten Falschinformationen: Alle alten Bäume an der Straße würden gefällt, 100 Parkplätze würden wegfallen, Firmen würden pleite gehen und „wir werden das alles komplett bezahlen müssen“. Auf den Einwand, soooooo sei das alles ganz sicher nicht, hieß es: Stand doch in der Zeitung. — Ja dann.

Jemand versuchte zu besänftigen: „Vielleicht besser, dass wir draußen bleiben. Sonst sind wir nächste Woche alle krank.“ Leuchtete aber auch nicht jedem ein.

Entschieden wird die Sache im Mobilitätsausschuss. Hier zum Nachlesen. Variante 2 ist ganz im Sinne des Radentscheids und wird derzeit noch von Stadtverwaltung und Politik bevorzugt. Hier .

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UPDATE: Der VCD schickt gerade eine Mitteilung. Darin geht es um die Planungsüberlegungen der Stadt Aachen, an der Lütticher Straße Radwege nach den Anforderungen des Radentscheids anzulegen. Da steht zusammengefasst:

Der VCD Aachen-Düren widerspricht der Darstellung, für die Radwege sollten zahlreiche Bäume gefällt werden.

Die Verwaltung habe dargestellt, „dass 2017 der gesamte Baumbestand an der Lütticher Straße zwischen Limburger Straße und Amsterdamer Ring untersucht wurde“. Dabei sei festgestellt worden, dass von 86 Bäumen lediglich 28 eine Vitalität aufweisen, die noch eine lange Lebensdauer erwarten lässt.

Das langjährige Parken unter den Bäumen habe die Bäume kaputt gemacht. Daher sollten diese Bäume sowieso durch langlebige Neupflanzungen ersetzt werden.

Außerdem: Es würden je nach Variante nur bis zu 79 Parkplätze wegfallen.

Der Ausbau des Radwegenetzes und ein gesunder Baumbestand seien wichtige Bausteine für gesunde Mobilität und den Schutz des Klimas.

*Erster Absatz wurde (am 14. 11.) zwecks besserer Verständlichkeit leicht geändert.

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Humor ist ja keine Sache, die auf den 11. im 11. beschränkt ist

An so einem Tag . . . den Mut nicht sinken lassen.
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Die Eissporthalle braucht eure Unterstützung

Die Kids sind zu Haus und erleben gar nichts mehr. Kein Martinszug, kein Weihnachtsmärchen im Stadttheater, kein Tierparkbesuch, kein Schwimmen und ach – auch kein Besuch der Eissporthalle. Eigentlich ein MUSS in den kalten Monaten. 

Die Eissporthalle ist jetzt geschlossen, seit wenigen Jahren heißt sie übrigens nicht mehr Eissporthalle, was schwierig ist für jemand, der sie 20 Jahre unter ihrem alten Namen kennt. Sie heißt jetzt „100,5 Arena“.

 1800 Quadratmeter Eisfläche an der Krefelder Straße sind in Aachen schon seit 40 Jahren eine feste Adresse für Kinder, Teenager und Erwachsene. Zwischen 500 und 1000 große und kleine Läufer*innen drehen dort ihre Runden, gleiten über die Fläche, bewegen sich samstags zur Musik. Es ist die pure Freude.

Der Chef in der Halle hat jetzt eine Petition gestartet. Ihm sind in 2020 jede Menge Einnahmen weggebrochen. Auch im Sommer war nichts los. „Rettet die Eissporthalle in Aachen“ ist die Petition überschrieben. 

Dort ist zu lesen: 

„Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Existenz der Eissporthalle Aachen, also der 100,5 ARENA, am Aachener Tivoli aktuell stark gefährdet. Und so könnte es sein, so Betreiber Sascha Koullen, dass die Halle demnächst dicht machen muss – nach 40 Jahren in privater Hand. Ein wirtschaftlicher Betrieb ist aufgrund der Corona-Epidemie seit Monaten nicht mehr möglich. Nach dem „Lockdown light“ ab dem 2. November 2020 musste die Halle nun erneut schließen . . . “

Mehr Hintergrundwissen haben wir hier im Moment leider noch nicht, es stellen sich aber natürlich Fragen. Wer soll hier wie helfen? Vielleicht könnt ihr trotzdem unterschreiben? 

https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-eissporthalle-in-aachen

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