413 Personen im Grenzraum kontrolliert

Bundespolizei und Landespolizei haben am Freitag, 7. Februar, gemeinsam im Grenzraum zu den Niederlanden und Belgien Kontrollen veranstaltet. Auch die Aachener Polizei beteiligte sich an diesen Kontrollen. Das teilte die Pressestelle der Aachener Polizei mit.

Die unmittelbare Grenznähe werde seit jeher von Straftätern als Möglichkeit genutzt, sich einem drohenden Strafverfahren zu entziehen. Dies gilt – laut Polizeibericht – insbesondere für Wohnungseinbrüche, Drogen-Handel und der Kfz-Kriminalität.  

Im Zuständigkeitsbereich der Aachener Polizei kontrollierten die Polizisten 435 Fahrzeuge und 413 Personen. Die Beamten ahndeten über 40 Ordnungswidrigkeiten in Form von Verwarnungsgeldern und Anzeigen. Im Rahmen der Kontrolle fielen 6 unter Drogen stehende Fahrzeugführer auf. Die Polizisten ordneten Blutproben an und leiteten ein entsprechendes Verfahren ein. Aufgrund einer defekten Bremsleitung wurde ein Lkw stillgelegt. 

Ein verurteilter Straftäter konnten aufgrund eines Haftbefehls festgenommen werden. Insgesamt 17 Strafverfahren u.a. wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und BTM-Delikte wurden eingeleitet. 

Ebenfalls ging den Polizisten ein im vergangenen Jahr in Frankfurt entwendeter Pkw ins Netz. Es folgte die Festnahme der vier Fahrzeuginsassen. Die Ermittlungen dauern an. 

Polizeipräsident Dirk Weinspach ist der Überzeugung: „Unser Ziel, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in der Region zu stärken, kann nur durch solche Grenzkontrollen und der engen Zusammenarbeit im Rahmen der NeBeDeAgPol (Arbeitsgemeinschaft der niederländischen, belgischen und deutschen Polizeibehörden) erfolgen.“

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Info-Event für junge Gründerinnen und Gründer

Der Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa der Stadt Aachen veranstaltet in der Elisabethkirche, die jetzt eine Digitalchurch ist (Jülicher Straße 72a) ein Info-Event für Schülerinnen und Schüler. Mitveranstalter sind: zdi-Netzwerk Aachen, der Kreis Heinsberg, der digitalHUB Aachen, die GründerRegion Aachen und die non-Profit Organisation „StartUpTeens“.

Die Digitalchurch, eine Location in Aachen. Der Schriftzug „Elysée“ erinnert übrigens an ein legendäres Aachener Kino, von dem außer dem Schriftzug nichts übrig geblieben ist.

Das Info-Event findet statt am Donnerstag, 27. Februar, 17 bis 20.30 Uhr, in der Digitalchurch (Ex-Elisabethkirche), Jülicherstraße 72a.

„Startup Teens“ ist eine Non-Profit-Organisation, die Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren unternehmerisches Denken und Handeln vermitteln und vernetztes Denken fördern will. Während der Veranstaltung können sie sich durch Erfolgsgeschichten verschiedener Aachener UnternehmerInnen zu Gründungsideen inspirieren lassen und erste Kontakte zu Mentoren knüpfen.

Camila Rummler von wayu, Sascha Bitz von bitzdesign oder Achim Rudolph von der Aspera GmbH werden dabei unter anderem aus dem Nähkästchen plaudern und von Ihren Gründungserfahrungen erzählen.

Beim nachfolgenden Ideen-Camp, das sich an diejenigen Jugendlichen richtet, die bereits eigene Ideen für Startups haben, werden die Schülerinnen und Schüler von Mentorinnen und Mentoren, die selbst erfolgreiche Unternehmen führen, bei der Konkretisierung und professionellen Umsetzung ihrer Businessidee unterstützt. „StartUp Teens“ nominiert die besten Geschäftsideen zur Teilnahme am „Startup Teens Business Plan Wettbewerb in Berlin“.

Dort können die Jugendlichen, die deutschlandweit in verschiedenen Städten an ihren Geschäftsideen gearbeitet haben, im Wettbewerb gegeneinander antreten und in sieben unterschiedlichen Kategorien jeweils 10.000 Euro Startkapital zur Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee gewinnen.

Anmeldungen zu diesem Informationsevent unter zdi@mail.aachen.de . Dabei sollten – sofern schon vorhanden – in wenigen Stichworten eigene Businessideen abgegeben werden. Weiter Infos unter https://www.zdi-aachen.de/  und http://www.aachen.de/DE/wirtschaft_technologie/aktuelles/index.html

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Demokratie muss man wollen. Sie bleibt uns nicht von allein erhalten

Ist es Hilflosigkeit, ist es Dummheit, was da in Thüringen bei CDU und FDP zu beobachten war? Und eigentlich auch bei den anderen demokratischen Parteien dort?

Oder ist es nicht eher eine systematische Unterlegenheit, wenn die Demagogen, also die Neonazis in Gestalt der thüringischen AfD mit ihrem Spitzenmann Höcke, auf alle Regeln des Anstands scheißen und der Rest (CDU, FDP, SPD, Grüne und Die Linke) leider so naiv ist, sich an die Regeln zu halten? Und auch so naiv ist zu glauben, dass sich andere an die Regeln halten werden.

Demokratie muss man wollen, aktiv wollen. Wenn man sie aber nicht will, kann man sie relativ leicht mit demokratischen Mitteln abschaffen. Das muss man sich klarmachen. Es ist nämlich eine Regierungsform, die sich mit ihren eigenen Mittel abschaffen lässt, wenn eine Mehrheit das will.

Demokratie hat auch mit Regeln zu tun, die das gute Benehmen beschreiben. Wenn man sich an die nicht hält, kann man natürlich Chaos und Streit herbeiführen. Dann bestimmt plötzlich Herr Höcke, wer Ministerpräsident in Thüringen wird. Gemeint sind hier wirklich Regeln wie, dass man sich an Absprachen hält, dass man einen Kompromiss sucht, dass man selbst dann noch ein Minimum an Kollegialität aufbringt, wenn man komplett verschiedene politische Auffassungen hat.

Das gute Benehmen, eine gewisse Basis-Fairness kann man in keine Geschäftsordnung schreiben. Wenn aber eine Gruppe sich darauf verständigt, bei Abstimmungen komplett die Sau rauszulassen nur mit dem Ziel, destruktiv zu wirken, dann müssen die, die eine Demokratie wollen, das einplanen und nicht davon ausgehen, dass gutes Benehmen vorausgesetzt werden muss.

Insofern war das Desaster von Thüringen eine Übung für die demokratischen Parteien: Sie haben erkannt (hoffentlich), zu welchen Tricks und Schiebereien die AfD in der Lage ist (z. B. einen Kandidaten auf den Schild heben und ihn dann mit keiner einzigen Stimme wählen) und sie haben gelernt, dass man das zuvor immer einplanen muss, dass da jemand ist, der einfach CHAOS anrichten will. Die sich wie besoffen freuen, nur weil allgemein Mega-Streit ausbricht.

Ich stimme NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zu, der sagt: „Das hätte nicht passieren dürfen.“ Aber da es nun mal passiert ist – wie in einem Labor (Thüringen hat weniger als 2,2 Millionen Einwohner) – kann man die Vorgänge gut benutzen, um daraus zu lernen.

Wir müssen auch in der Stadt Aachen und im Land NRW damit rechnen, dass die Kollegen von der AfD, die zu Recht im Rat und im Landtag sitzen, weil sie von vielen Menschen gewählt wurden, dass diese Leute zu jeder nur denkbaren Sauerei und zu jedem Geschacher bereit sind, wenn sie nur chaotische Zustände herbeiführen können. Wir haben schließlich gesehen, dass sie sehr zufrieden sind, wenn sie es schaffen, dass einer Ministerpräsident wird, der von nicht mehr als knapp 5 Prozent der Menschen gewählt wurde.

„Wie Demokratien sterben“, so lautet der Titel eines Buches, in dem beschrieben wird, wie die AfD agiert und vor allem, wie konservative, liberale und linke Demokraten darauf reagieren sollten (Autoren: Steven Levitsky und Daniel Ziblatt).

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Fast 300 protestieren gegen fieses FDP-Geschacher.

Spontane Demonstration vor dem Elisenbrunnen. Noch-Pirat Felix Kehren: „Bisher haben sich die demokratischen Parteien in Aachen immer geschlossen von der AfD distanziert, wir hoffen, dass das so bleibt.“

Die Ereignisse in Thüringen, das höchst bizarre und verwerfliche Zusammenarbeiten von FDP, CDU und Höcke-AfD, versetzt auch in Aachen viele Menschen in Empörung.

Vollkommen vor den Kopf geschlagen und fassungslos blieb man aber – angesichts dieser politischen Zäsur – nur kurz. 

Fast 300 Menschen versammelten sich am Abend, an diesem geschichtsträchtigen 5. Februar 2020, als der Damm brach, vor dem Elisenbrunnen. Ausgerechnet ein Aachener namens Thomas Kemmerich ließ sich von Neonazis, von Menschen, die die Sprache und Ideen des Nationalsozialismus übernehmen, zum Ministerpräsident in Thüringen wählen.

Und die CDU machte mit beim fiesen Spiel, sie hätte nur selbst einen Kandidaten aufstellen und den dann wählen müssen, alles wäre anders gelaufen.

Redner von SPD und Die Linke, Piraten und Gewerkschaft, Grüne und Norbert Greuel von der (parteilosen) Bürgerstiftung, ein Student, eine alte Dame und andere ergriffen am Elisenbrunnen das Wort. Wenn schon im verträumten Aachen so viele Menschen spontan protestieren, dann gebe ich Herrn Kemmerich keine 6 Wochen im Amt.

Ein Kandidat einer Partei, die nur ganz knapp mit 5 Prozent in den Landtag gewählt wurde, das ist nie und nimmer ein Ministerpräsident der Mitte. Er muss zurücktreten, so wurde gefordert.

„Lieber mit Neonazis regieren als gar nicht regieren“, sagte jemand bitter – in Abwandlung eines Ausspruchs von FDP-Chef Lindner. Thomas Kemmerich hat seiner Partei sehr geschadet, und auch Christian Lindner und FDP-Vize Wolfgang Kubicki haben ihr geschadet, indem sie Kemmerich gleich nach der Wahl fröhlich gratuliert haben. 

Ein schwarzer Tag für die deutsche Politik“, sagt (hier) Ex-Innenminister Gerhard Baum (FDP). Klar, Geschichte wiederholt sich nicht. Trotzdem denkt man daran: In Thüringen gab es auch die erste Regierungsbeteiligung der NSDAP im Jahre 1930.

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Ein Zitat aus der Pressemitteilung der Fraktion der Piratenpartei im Rat der Stadt Aachen:

„Werden sowohl die Aachener CDU als auch die FDP in Aachen künftig kommunale Bündnisse mit rechtspopulistischen Parteien suchen? Droht eine Rechte Koalition in der weltoffenen Kultur- und Universitätsstadt Aachen? Das sind Fragen, auf welche die BürgerInnen eine Antwort haben sollten, noch vor den Kommunalwahlen in diesem Jahr. Bisher haben sich die demokratischen Parteien in Aachen immer geschlossen von der AfD distanziert, wir hoffen, dass das so bleibt.“

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Die örtliche Presse war natürlich auch vor Ort (Allein das Foto sagt eigentlich schon eine Menge. Das politische Aachen hat echt keine Lust auf eine Neuauflage des braunen Desasters.)

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Licht aus, Licht aus, Herr Bürger will trinken, Herr Nazi schenkt ein.

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Die Feuerwehr in Aachen startet ein Twittergewitter (am 11.2.)

Bald ist wieder Notruftag, und da gibt es in diesem Jahr wieder das schöne Twittergewitter.

Die Stadtverwaltung teilt mit: Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr steht auch 2020 am 11. Februar eine deutschlandweite Großwetterlage in den Schlagzeilen – das „Twittergewitter“ der Feuerwehren.

Am Dienstag, 11. Februar, lassen zahlreiche Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland die Bevölkerung live über den Kurznachrichtendienst Twitter an ihrem Alltag teilhaben. Die Feuerwehr Aachen berichtet dann von der Brandbekämpfung, vom Rettungsdienst, von der Ausbildung der Brandmeisteranwärterinnen und Brandmeisteranwärter und von der Leitstelle. Dazu gibt es Tipps: wie man einen Notruf absetzt und womit man Rettungskräfte unterstützen kann.   

Die Pressestelle so: „Unter den Hashtags #112live und #Aachen112 berichten wir den ganzen Tag über hautnah von den Feuerwachen aus dem Alltag der Kolleginnen und Kollegen.“  

Seit 2009 gilt der 11. Februar (11.2.) als Europäischer Tag des Notrufs. Ziel ist es, die EU-weite Gültigkeit des Euronotrufs 112 sichtbarer und die Vorteile der europaweiten Notrufnummer bekannter zu machen.

Dem Twittergewitter der Aachener Feuerwehr könnt ihr unter http://www.twitter.com/presseamtaachen folgen. Außerdem lohnt sich eventuell ein Blick auf www.facebook.com/unseraachen und www.instagram.com/stadtaachen.

Twitter ist echt was für JournalistInnen, für politisch sehr interessierte Menschen, für PolitikerInnen, die Polizei, und leider fuhrwerkt dort auch Donald Trump herum (Er macht immer dieselben Rechtschreibfehler. Traut sich etwa keine/r, ihn darauf aufmerksam zu machen? ). Man gelangt zu meiner Twitter-Timeline auch auf dieser Seite hier über die rechte Spalte unten. Ein Beispiel:

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Rund um die Container sammelt sich der Müll

Wer kennt das nicht in seiner Nachbarschaft? Wo auch immer Abfall-Container stehen (hier: Zeppelinstraße), da liegt auch Müll drumrum oder obendrauf. Und der gammelt vor sich hin und sieht eklig aus. Dass man so nicht agieren sollte, weiß jede/r, nützt aber nichts. Was also ist zu tun? Ich habe keine Ahnung und keine Idee.
Fliegt dann auch weiträumig in der Gegend herum: der am Glascontainer abgelegte Müll. Mein Eindruck: Er wird nicht weniger, sondern mehr und lockt Ungeziefer an. Das komplette Ostviertel ist übrigens in die höchste Reinigungstufe eingeordnet worden, wie sonst nur die Innenstadt. Von 80 Reinigungskräften des Stadtbetriebs sind dort 6 immer werktags unterwegs und schleppen Abfall weg.
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Wohin mit all den Autos? Politik kann Anwohnern nicht helfen

Das Bürgerforum tagte in der Alkuinschule, die sich in der Nähe vom Möbelhaus Porta befindet. Etwa 150 Menschen aus den umliegenden Straßen kamen, die meisten wollten über ihre Parkplatz-Not diskutieren. Die Straßen rechts und links von der Krefelder Straße sind so dicht mit Autos vollgestellt, dass ich mich beim Hinfahren schon wunderte und dachte, „hier hat wohl jeder Haushalt 5 Autos oder wie oder was?“

1. Doch zunächst ging es um die Frage, ob auf dem Waldfriedhof und dem Friedhof Lintert ein Belag mit Kies/Steinen gestattet werden soll? Ich argumentierte für die Piraten gegen den Steinbelag auf den Gräbern und ließ spontan im Publikum ein Meinungsbild erstellen.

Ergebnis: Nur 10 Personen in der Schulaula votierten für Steine. Alle anderen legten Wert auf das Garten- und Park-Flair und wollten es komplett erhalten wissen.

Grab mit Kieselsteinbelag, das ist auf dem Ostfriedhof gestattet. Auf dem Waldfriedhof nicht.

2. Eine Bürgerin machte sodann auf den Umstand aufmerksam, dass Menschen ohne Auto den Recyclinghof in Eilendorf mit ihrem Müll nur sehr beschwerlich oder gar nicht (per Bus oder Rad?) erreichen können. Der Stadtbetrieb will versuchen, für ausgesuchte Wertstoffe (Holz, Metall) leicht zu erreichende Sammelstellen in den Stadtvierteln einzurichten.

3. Dann ging es endlich ums Parken, bzw. der Mangel an Parkplätzen. Die Anwohner beiderseits der Krefelder Straße (ab Höhe Rolandplatz) wollen Anwohnerparkscheine bekommen, sie wollen ein Anwohnerparkbereich werden. Das wollen in Aachen viele hunderte Menschen in vielen Straßen, sie warten auf die Umwandlung ihrer Straßen in entsprechende Zonen. Derzeit gibt es in Aachen schon 23 Anwohnerparkzonen mit insgesamt 15.113 Parkplätzen. (2017 gab es 19 solcher Zonen mit 12.992 Parkplätzen.)

Weitere 10 Anwohnerparkbereiche muss Aachen mindestens noch einrichten. Es gibt eine Prioritätenliste. Aus Mangel an Arbeitskräften können nur jedes Jahr maximal 2 neue Zonen eingerichtet werden. Das ist wenig. Die Stadtverwaltung hatte sich auf die Suche nach mehr Personal für diese Aufgabe gemacht, doch es fand sich niemand. Fachkräftemangel.

Die Anwohner, die in die Alkuinschule gekommen waren, wollten bevorzugt auf die Prioritätenliste eingestellt werden, Spitzenposition. – Mindestens 10 Aachener Gebiete warten – wie erwähnt – ebenfalls auf Umwandlung in einen Anwohnerparkbereich.

Der Ausschuss lehnte es mit Mehrheit ab, sich dafür einzusetzen, dass die Anwohner rechts und links der Krefelder Straße bevorzugt werden, obwohl die wegen der vielen neuen Arbeitsplätze an der Krefelder Straße und wegen des Hotels und anderer schon eingerichteter Zonen sehr in Not sind. Aber wie sie stehen die AachenerInnen auch in anderen Vierteln ohne Möglichkeiten da, ihre Pkw abzustellen. Viele Anwesende machten ihrer Enttäuschung Luft.

Schuld ist aber die örtliche Lokalpolitik und die unzureichende Förderung des ÖPNV. Gäbe es bequeme und häufig fahrende Busse, könnte mancher seinen Wagen auf den Park&Ride-Parkplatz am Tivoli abstellen oder gleich ganz abschaffen. Die Masse der Autos, die in Aachen von Jahr zu Jahr – kontinuierlich – immer nur steigt, wird eines Tages die Straßen so dermaßen verstopfen, dass niemand mehr fahren kann. Vielleicht wird man dann überlegen, wie man vom Individualverkehr wegkommt.

The power of parking

“Many people will drive, even when they know they’ll be stuck in traffic they will drive. They won’t drive if they know they won’t have a place to park. That shows you the power of parking.” — sagt Stadtplanung-Experte @BrentToderian

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Zweiter E-Roller-Verleih macht sich in Aachen breit

Kaum zu glauben: Der nächste E-Scooter-Verleih lässt sich in Aachen nieder. „TIER Mobility“ ist der Ansicht, dass Aachen durchaus zwei Anbieter verträgt, damit auch nur ja jede/r von uns einen E-Scooter zur Verfügung hat.

Noch sind in Aachen ganz schön viele Leute mit dem Fahrrad unterwegs. Deutlich leichter fährt es sich mit den neuen E-Scootern. Ab heute kommen 200 zu den schon vorhanden 300 hinzu. Foto: am Bahnhof von Aachen

Am Samstag, 1. Februar, hat das Berliner Unternehmen „TIER Mobility“ schon mal 200 dieser kleinen Roller in der Stadt aufgestellt. Die Farbe: ins Türkise gehendes Grün.

Mit 300 rosa orange Röllerchen hatte ja – ihr erinnert euch – erst im Oktober die schwedische Firma VOI die Stadt geflutet und der Menschheit in Aachen zu mehr Mobilität verholfen. Jetzt kommt noch TIER hinzu. Ob das alles ist? Wahrscheinlich nicht. (Es gibt u. a. noch BIRD, CIRC und Time)

Das Unternehmen ließ per Pressemitteilung wissen: Es werden „Scooter der neusten Generation mit austauschbaren Batterien in Aachen aufgestellt“. Zu finden sind die E-Roller ab heute an zentralen Verkehrsknotenpunkten sowie in belebten Bereichen der Stadt. „Sie stehen Nutzern rund um die Uhr zur Verfügung.“

Die neuen Miniroller haben – wie erwähnt – austauschbaren Batterien, dadurch werde das tägliche Hin-und-her-bringen der Scooter zum Aufladen in Lagerhäusern überflüssig. Mit einer neuen Flotte aus Elektrofahrzeugen könne ein Team in Aachen leere Batterien direkt vor Ort durch geladene Batterien ersetzen, „ohne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren nutzen zu müssen“.

Die Ökobilanz der Teile ist eine Katastrophe, aber zumindest müssen die Roller von TIER zum Aufladen der Batterien nicht dauernd hin und her transportiert werden.

Das teilt das Unternehmen selbst über seine E-Scooter mit: „Die neue Generation von TIER-Scootern sorgt mit einem größeren Vorderrad, Hinterradantrieb und einem höheren Gewicht für bessere Bodenhaftung bei winterlichen Straßenverhältnissen. Die Scooter kommen so mit rutschigem Untergrund noch besser zurecht und weisen eine verbesserte Bremsleistung auf.

Wer mehr wissen will, hier klicken. Helmpflicht besteht übrigens nicht. AachenNews.org wünscht insofern gute Fahrt und kein Hals- und Beinbruch.

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Etwas Musik – aus Gründen.

(Da kann man sehen, was alles schiefgehen kann bei der direkten Demokratie, sagt Ulf Buermeister im Podcast „Lage der Nation“. )

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Polizei warnt: Betrüger bieten überteuerte Hilfe an

Im Januar diesen Jahres wurden der Polizei bislang zwei Fälle in der Städteregion bekannt, in denen „windige Gesellen“, wie die Polizei schreibt, älteren Hausbewohnern ihre handwerklichen Dienste anboten und dann zu Wucherpreisen abrechneten.

In einem Fall setzten die Täter mit einem Hauseigentümer – auf einem Schmierzettel – einen vermeintlichen Vertrag auf, in dem man zu einem erheblich überhöhten Preis Arbeiten an Haus und Dach vereinbarte. In einem späteren Gespräch konnte der Geldbetrag zwar noch relativiert werden, trotzdem wurde nach Abschluss der Arbeiten ein immer noch zu hoher Betrag verlangt und der dann auch gezahlt.

Eine Quittung oder Rechnung erhielt der Geschädigte nicht. In einem anderen Fall nannten die Betrüger zunächst einen sehr niedrigen Preis, ebenfalls für Arbeiten am Dach bzw. an der Fassade. Nachdem sie dann ein paar Fallrohre am Haus ausgetauscht hatten, verlangten die Spitzbuben plötzlich jedoch ein Vielfaches des zuvor ausgemachten Betrages.

Trotz Einwand des Geschädigten, zahlte er schließlich einen Großteil des verlangten Geldes. Ein Quittungsbeleg war nur unzureichend bzw. mit falschem Namen ausgestellt worden.

In beiden Fällen fuhren die Täter in einem weißen Lieferwagen vor die Häuser, sprachen die Leute an und gaben sich als Handwerker aus. Ihre Gesprächsführung war dabei renitent und äußerst fordernd, teils in bedrohlicher Art und Weise drängten sie sich den Bewohnern auf. Die Kriminalpolizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen wegen Betrug aufgenommen. 

Die aktuellen Sachverhalte nimmt die Polizei Aachen zum Anlass und rät den Bürgerinnen und Bürgern, besondere Vorsicht walten zu lassen, wenn sogenannte Handwerker ihre Dienste auf diese Art und Weise anbieten. 

Gehen Sie nicht auf Haustürgeschäfte ein. Lassen Sie sich Namen und Ausweis geben und notieren Sie diese, aber Vorsicht! Das Vorzeigen einer Reisegewerbekarte ist noch kein Beweis für eine fachmännische und korrekte Preisgestaltung.“ Und weiter warnt die Polizei: „Bestehen Sie auf ordentliche, kostenlose und schriftliche Kostenvoranschläge und Rechnungen mit Nennung der Firma und der SteuerID. Bei Zweifeln informieren Sie sich bei der örtlichen Handwerkskammer oder der Verbraucherzentrale.“ (pw)

Betrüger, die unseriöse Dienste anbieten, sollte man wegschicken. Am besten dahin, wo der Pfeffer wächst (s. unterer Pfeil).
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Statt Kino: unten 2 Geschäfte, oben 2 Büros und 24 Wohnungen

Kinos waren früher über die ganze Stadt verteilt. Auch in der Großkölnstraße 30 gab es eins, es hieß Roxy. Ganz kurz, bevor der Kinobetrieb eingestellt wurde – es muss 1978 gewesen sein – war ich einmal drin. Danach hat „Sinn“ angefangen, dort Klamotten zu verkaufen. Derzeit wird alles abgerissen. Schade ist es nicht darum.

Wir befinden uns mitten in der Innenstadt von Aachen, in der Kleinkölnstraße. Dort ist zu erkennen: Das alte Roxy-Kino wird abgerissen.

Für 10 Millionen Euro wollen zwei Versicherungsgesellschaften dort Büros und 24 Wohnungen errichten. Zu beiden Straßenseiten hin soll es große Fensterflächen geben. Unten in dem Neubau entstehen zwei Geschäfte. Als Architekten verantwortlich zeichnet das Büro „Georg Döring Architekten“ aus Düsseldorf, hier sieht man ihr Gebäude (Blick auf die Fassade von der Großkölnstraße aus).

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Als Kontrast eine Fassadengestaltung, die heute niemand mehr wählen würde für sein Haus, obwohl sie jedem besonders gut gefällt.

Gebäude (schräg gegenüber von der Josefskirche) am Adalbertsteinweg.
Ebenfalls am Adalbertsteinweg gesehen.
Fassade in Aachen, die auf jede Ausschmückung verzichtet. Ein paar Jahrzehnte später war das der Hit.

Ein Tipp: Wer gern lange Geschichten aus Aachen-Südwest lesen will, sollte hier (bei Uli Simons) mal reinschauen.

Eine Aachener Schreiberin launiger und lesenswerter Texte ist Uschi Ronnenberg. Hier zu finden.

Super Seite, hier seht ihr, wie junge Menschen ticken, falls ihr das nicht ohnehin schon wisst. https://aixformation.de

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