Radinitiative macht Politik Feuer unterm Hintern

Was Bürgerinnen und Bürger wollen (in Aachen: eine bessere Radinfrastruktur), das stimmt nicht immer überein mit dem, was die Mehrheit der gewählten PolitikerInnen wollen/durchsetzen/beschließen.

Die Bürger und Bürgerinnen wollen A, die Politik macht B. – Wie doof.

Viele PolitikerInnen haben z. B. von allen Verkehrsteilnehmern hauptsächlich die Autofahrer im Blick, und der Erhalt von Parkplätzen am Straßenrand ist ihnen quasi heilig und geht über alles. Das ist nicht mehr zeitgemäß.

Eine andere Politik, die mehr die Radfahrer, Fußgänger und Nutzer der ASEAG-Busse ins Blickfeld nimmt, kommt in Aachen zu kurz. Die Radler-Lobby greift zu einem starken Mittel. Sie startet ein Bürgerbegehren, um dem Bürgerwillen zum Durchbruch zu verhelfen. 

Dafür müssen eine bestimmte Menge Unterschriften in einer bestimmten Zeitspanne gesammelt werden. Die Sammelaktion startet mit einer Auftakt-Party am Samstag, 11. Mai um 13 Uhr auf dem Markt.

Zum Hintergrund, hier wird alles gut erklärt: https://radentscheid-aachen.de Die Initiative geht von einer Gruppe aus, die an keine politische Partei andockt, wie sie selbst mitteilt. Es ist offenbar eine überparteiliche Sache.

Mittlerweile hat die Stadtverwaltung Aachen eine offizielle Schätzung der Folgekosten des Radentscheids vorgelegt. Für den zur Umsetzung der entsprechenden Ziele zu veranschlagenden Gesamtzeitraum von acht Jahren geht die Kommune von einem Finanzaufwand von rund 91 Millionen Euro aus, also etwas mehr als elf Millionen Euro pro Jahr.

„Was die Bürgerinnen und Bürger wollen, kostet 91 Millionen“, sagt die Verwaltung. Hahahaha. Da hat die Verwaltung aber toll gerechnet! Die Sache ist unbezahlbar. Hahahahahahaha. Natürlich.

„Wir sind sicher, dass die effektive Belastung des Aachener Haushalts noch deutlich niedriger ausfallend wird“, rechnet Jan van den Hurk vom Kernteam der Initiative vor. „Mit Blick auf die aktuell schon verfügbaren öffentlichen Zuschüsse sind Förderquoten in Höhe von 50 bis 70 Prozent realistisch.

Der städtische Haushalt würde dank der zu erwartenden Unterstützung durch das Land NRW, den Bund und die EU nur mit Kosten zwischen 3,4 und 5,7 Millionen Euro jährlich belastet. Das ist für die Stadt finanziell verkraftbar. Wir sind überzeugt davon, dass Aachen den notwendigen Umbau der städtischen Infrastruktur gut bewältigen kann.“

Apropos Geld: Die emsigen, ausschließlich ehrenamtlichen Aktivitäten des Radentscheids Aachen sind selbstverständlich auch nicht kostenlos. Daher freut sich die Rad-Kampagne über Spenden: Diese können über den VCD (Verkehrsclub Deutschland) Aachen-Düren an den Radentscheid weitergeleitet werden:

Empfänger: VCD Aachen-Düren, IBAN: DE 91 3905 0000 0000 533 125
Bank: Sparkasse Aachen, BIC: AAC SDE33
Verwendungszweck: Radentscheid Aachen

Gesammelt werden die Unterschriften quer durch die Stadt in zahlreichen Geschäften und Unternehmen, bei Veranstaltungen, Aktionstagen und weiteren Gelegenheiten. Wobei unterschreiben darf, wer mindestens 16 Jahre alt ist, seinen Erstwohnsitz in Aachen hat und Bürger*in der EU ist.

Die Initiative sucht noch weitere Radbotschafterinnen und Radbotschafter, die in der Öffentlichkeit für die Anliegen des Radentscheids (Die sieben Kernziele sind zu finden unter: www.radentscheid-aachen.de) werben und Unterschriften einsammeln.

Interessent*innen können sich hierzu über die Mail-Adresse sammeln@radentscheid-aachen.de bei den Verantwortlichen der Bürgerinitiative melden. Die Unterschriftenliste und viele weitere Informationen finden sich ab dem 11. Mai im Downloadbereich der Webseite.

Aus rechtlichen Gründen ist es nicht möglich, online zu unterschreiben, alle Unterschriften müssen auf Papier geleistet werden. Und: Man muss seine Adresse angeben.

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Kommunalpolitik: drei Sitzungen, wichtige Themen

Wer wissen will, wie der Pastorplatz im Frankenberger Viertel einmal aussehen wird, muss sich am heutige Montag, 29. April, um 17 Uhr im  Verwaltungsgebäude Katschhof, Johannes-Paul-II.-Straße 1, Zimmer 305, einfinden. Da trifft sich die Bezirksvertretung Mitte. Dort soll auch der Bau des heißersehnten Unterstandes für Jugendliche in der Barbarastraße (Eilendorf) vorgestellt werden. Zum Pastorplatz: s. Archiv hier

Außerdem geht es unter Tagesordnungspunkt 11 um ein großes Grundstück – zwischen Theaterstraße und Wirichsbongardstraße gelegen. Die Politik muss entscheiden, was dort neu errichtet wird. Ein Hotel und ein Studentenwohnheim? Oder Wohnungen für Familien? Oder wie, oder was? Bitte hier alles nachlesen, es handelt sich um ein prominentes Grundstück. Der Gestaltungsbeirat scheint an den Plänen des Investors doch allerhand auszusetzen zu haben, was aber nichts Ungewöhnliches ist.

Am Dienstag, 30. April, trifft sich um 17 Uhr der Finanzausschuss im Sitzungssaal von Haus Löwenstein, Markt 39. Diskutiert wird u. a. über nachhaltige Personalwirtschaft, Personalentwicklung und Personalförderung in städtischen Kindertageseinrichtungen und offenen Ganztagsschulen. Die Stadt Aachen möchte – um den Mangel an ErzieherInnen auszugleichen – selbst auch ausbilden. Dazu müssen die PolitikerInnen die nötigen Finanzen genehmigen.

Donnerstag, 2. Mai, steht eine Sitzung des Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie an. Beginn: 17 Uhr im Sitzungsaal des Rathaus. Drei der Themen: die Situation im Frauen- und Kinderschutzhaus Aachen, ein Rück- und Ausblick auf das Programm „Nadelfabrik und Kennedypark“ und die Vorstellung des Vereins Pro Arbeit.

Das Presseamt der Stadtverwaltung teilt mit: Ihr seid alle „zu den öffentlichen Beratungen herzlich willkommen“.  Termine, Tagesordnungspunkte und die Sitzungsunterlagen findet ihr im Ratsinformationssystem unter: http://ratsinfo.aachen.de/bi/si010.asp

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Gegen triste Innenstädte: Urban Gardening

Jeder 2. von uns hat sich ein Gärtchen zugelegt, und seien es auch nur ein paar Kübel auf dem Balkon. Das behauptet eine Statistik (Quelle nicht mehr gefunden), es ist ein neuer Trend. Quasi eine Gegenbewegung zum Gartenvernichtungsunwesen.

Gärtnern ist angesagt, es wird Urban Gardening genannt. Jeder 2. schaufelt im Boden rum, pflanzt irgendwelche Knollen ins Erdreich, gräbt, harkt und wässert. Warum? Vielleicht weil man wegen fehlender Infrastruktur und katastrophalem ÖPNV nicht mehr auf dem Land wohnen kann, nur noch in den Städten? Und in den Städten fehlt einem dann das schöne Mikroklima. Oder als subtiler Protest gegen triste Steinflächen in tristen Innenstädten?

Tipps und Hinweise auf diesen neuen Typ von Hobbygärtner gibt es im Netz reichlich. https://reset.org/knowledge/urban-gardening-mit-gaerten-die-welt-veraendern

Das Gestrüpp (Foto oben: Mataréstraße) wurde wohl für allerlei Kleintiere angelegt. Alles ganz offiziell. Im Gegensatz zum Guerilla Gardening, so nennt man die heimliche Aussaat von  Pflanzen im öffentlichen Raum. Das sieht dann so aus https://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla_Gardening#/media/File:Guerillagardeners.jpg

In Berlin geht man von Amts wegen gegen die Gärten vor und vernichtet sie zügig. „Grauflächenamt“ nennt Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt die zuständige Behörde. https://twitter.com/LorenzMaroldt/status/876779122416128001

Foto oben: eine Baumscheibe im Freunder Weg in Aachen. Kein Amt hat bisher die Rodung dieses Fleckchens verlangt. (wird fortgesetzt)

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Bleibt die Baukultur auf der Strecke?

In Forst wird nachverdichtet. „Nachverdichten“ nennt man das Nutzen freier Flächen innerhalb bereits bestehender Bebauung.

Anlässlich der Bebauung des oben abgebildeten Grundstücks hat sich in Aachen eine interessante Diskussion entzündet, die hier aufgegriffen werden soll. Zum Hintergrund: Wegen der Wohnungsnot in Aachen sehen sich Stadtverwaltung und Politik herausgefordert. Es soll an mehreren Stellen in der Stadt zügig nachverdichtet werden. Unter anderem errichtet die GeWoGe 40 Wohnungen in Forst zwischen Zeppelinstraße, Freunder Weg und Mataréstraße.

Die Anwohner befürchten – wie übrigens auch bei den Luisenhöfen (Nähe Boxgraben) – eine zu enge Bebauung und wollen sich einmischen. Die lokale Presse hat berichtet, und auf Facebook gab es viele Kommentare. Doch bei der Verdichtung geht es auch um die Frage: Ist das noch eine gute Baukultur, die da hochgezogen wird?

Der Aachener Architekt Til Jaeger äußerte sich auf Facebook. Er schreibt:

„Mir geht es um eine (bau-)kulturelle Frage! Und zwar nicht nur in Forst, sondern an sehr vielen Orten in unserer Stadt und in unserem Land.

Die Maxime, (bezahlbaren) dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, scheint Legitimation genug zu sein, möglichst viele Menschen auf kleiner Fläche unterzubringen. Das Problem dabei ist: Den Entscheidungsträgern fehlen die Ideen – beispielsweise wie man Dichte erzeugt ohne dabei die Wohn-Qualität einzubüßen.

Darüberhinaus wird nur darüber hinweggetäuscht, dass mindenstens 30 Jahre lang in Politik und Verwaltung im Bezug auf Stadt-Entwicklung gepennt wurde und immer noch gepennt wird. Was allerorten von den Großinvestoren gebaut wird, ohne jegliche städtebauliche Qualität – d.h. Nicht-Architektur – ohne Inspiration und Innovation, genau das sind die Bausünden von morgen.

40 Wohneinheiten auf der hier vorhandenen Fläche unterzubringen, so dass höchstens 3 Meter Platz für Restgrün rundum bleibt und für keinen einzigen Baum (von Grünflächen für Bewohner ganz zu schweigen) und das dann noch „Sozialen Wohnungsbau“ zu nennen, das ist mehr als zynisch.

Gemeinnützig (GeWoGe) ist das sicher nicht. Unsere Städte sollen lebenswerter werden…? Dafür müssen NEUE Konzepte her!

Müsste die Öffentliche Hand nicht Vorbild sein?

Wenn es allerdings in einer Stadt möglich ist, das neue Polizeipräsidium (wieder) ins Gewerbegebiet zu setzen . . . in einen banalen Zweckbau neben Burger King, Obi und Niagara Wash, dann darf man nicht viel erwarten. Investoren können die Innenstadt mit Hotels und Malls zupflastern, und die geförderten Wohnungen u.a. des „Blue Gate“ werden an den Stadtrand abgeschoben. Das ist einfach nur eine weitere Bankrotterklärung!“

*

(Fettung: Redaktion)

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Blick in die Kasse der Stadt

Das erste Drittel des Jahres 2019 ist vorbei. Dieser Tage hat die Kämmerin sich einen Überblick verschafft über Ausgaben und Einnahmen der Stadtkasse im Jahr 2018. Man kann sagen: Beim Blick in die Kasse kommt Freude auf.

Die Aachener Kämmerin Annekathrin Grehling fährt einen strikten Sparkurs, was man bei Frauen ja oft erlebt. Sie sind einfach nicht so risikofreudig wie Männer, wenn es um das Geld der Allgemeinheit geht. Das sieht man auch beim Landschaftsverband (LVR), wo die Kasse in Händen von Renate Hötte ist. Von Minus ist da weit und breit nichts zu sehen.*

Die Aachener Kämmerin hat also jüngst Einnahmen und Ausgaben für 2018 endabgerechnet. Sie hat für Personal weniger ausgeben müssen als sie dachte, und an Steuern ist 2018 viel mehr (20 Millionen mehr) reingekommen als sie angenommen hatte.

7,7 Millionen Euro Netto-Überschuss waren Ende 2018 da. Dabei hatte Frau Grehling für 2018 mit einem Minus von etwa 27 Millionen gerechnet. Und damit fällt die Endabrechnung für 2018 wieder mal – wie schon erwähnt – besser aus als erwartet.

Die gute Konjunktur führte zu mehr Einnahmen z. B. bei der Gewerbesteuer (insgesamt sprudelten 210 Millionen rein). Und der Fachkräftemangel bewirkte, dass etliche Posten bei der Stadtverwaltung nicht besetzt werden konnten. Insgesamt wurden übrigens 2018 bei der Stadt Aachen 191 Millionen Euro für Personal ausgegeben. Auch der früher immer gigantische Posten „Sozialausgaben“ war 2018 kleiner als gedacht.

Wo schon mal reichlich Geld vorhanden ist, da könnte man ja mal ein paar wichtige Projekte in Angriff nehmen. Zum Beispiel Grundstücke in der Innenstadt kaufen zwecks Neugestaltung des Altstadtquartiers Büchel/Nikolausviertel. Wenn nicht jetzt, wann dann? – Halt, stopp!, ruft da die Kämmerin und meint, man könne nicht damit rechnen, dass die Steuern so weiter sprudeln. Und Personal müsse nun mal eingestellt werden – so oder so – denn ohne Personal kann das schöne Aachen nicht rundum gut verwaltet werden.

***

Übles plant unterdessen die Sparkasse Aachen. Sie wird ab 1. Juli die Preise für die Kontoführung erhöhen. Ein Wechsel zur Volksbank sollte zumindest erwogen werden.

Bei der Sparkasse wird sozusagen ALLES teurer: das Girokonto, die Überweisungen, die Kreditkarten. Ich habe noch die Hoffnung, dass wenigstens das Online-Banking kostenfrei bleibt.

Allerdings schröpft die Sparkasse beim Online-Banking gerade diejenigen, die weniger als 1400 1750 Euro (Summe war falsch, von mir nachträglich korrigiert) im Monat auf ihr Konto eingezahlt bekommen. Warum ausgerechnet die, die wenig bekommen,  auch noch abkassiert werden, bleibt ein Rätsel.

Wörtlich teilt die Sparkasse Aachen mit:

Zum 01.07.2019 passen wir unsere Leistungen und Preise an. Die Kontoführung für Ihr Girokonto [online] ist kostenlos bei einem monatlichen Mindesteingang von 1.750,00 Euro. Wird dieser unterschritten, beträgt der neue Grundpreis für die Kontoführung 5,50 Euro (bisher 4,75 Euro). Berücksichtigt werden alle Lohn-, Gehalts- oder Rentenzahlungen.

Die Sparkasse rühmt sich, sie unterstütze Sport und Kultur in der Stadt mit reichlich Spenden. In Wahrheit sind die Sparkassen nur deshalb so freigebig, weil es in ihren Statuten verankert ist, weil es ihnen vorgeschrieben ist. Von sich aus spendierten die der Allgemeinheit (für Kultur und Vereine) keinen Cent.

(ja, ja das Thema Geld . . .  interessiert wenig. Aber wenn ein Minus erwartet wird und unter dem Strich steht am Ende ein Plus, das darf man dann doch vermelden . . . )

*Eine Klage, mit der die Aachener Kämmerin, als sie noch in Hagen Kämmerin war, überzogen wurde, hat sie gewonnen, s. hier

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Aus der Rubrik: en passant

Bitte nicht betreten!

Überraschung zu Ostern: In einem Teil vom Elisengarten wurde saftig grüner Rollrasen ausgelegt, und es wurde eine Hecke gepflanzt. Sieht sehr schön aus. Die Absperrung macht klar, dass der Rasen noch etwas Schonung braucht (und Wasser vermutlich). Deshalb wäre es wunderbar, wenn da jetzt nicht wieder Scharen von Menschen drüberlaufen und die üblichen Trampelpfade bilden würden.

Der Aachener liebt seinen Elisengarten, der bietet ein wenig Natur inmitten von Häusern, Straßen und Bussen. Seit es im Elisengarten die September-Konzerte gibt mit großem Publikum und Bühnenaufbauten hat sich das Grün in Braun verwandelt. Leider dauerhaft.

2020 soll der Garten komplett umgestaltet werden.

Auch an Ostern in der Innenstadt gesehen: Piraten wollen wieder ins Europaparlament. Sie haben den Kampf um ein freies Internet noch nicht aufgegeben.

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Kultur auf dem Schirm und ab 1. Mai: schwimmen im Hangeweiher

Ein neuer Terminkalender mit Kultur-Schwerpunkt ist online. Das teilte jetzt das Presseamt der Stadt Aachen mit.

Der neue Kalender des städtischen Marketings versammelt alle Ausstellungen und Veranstaltungen der städtischen Museen, des Alten Kurhaus sowie der jeweils aktuell stattfindenden städtischen Festivals – von der Chorbiennale über das Schrittmacher-Festival bis zum AachenSeptemberSpecial. Darüber hinaus enthält der Kalender Hinweise auf weitere Kulturevents wie etwa das Karlspreisrahmenprogramm oder das Programm des Theater Aachen.

„Die Termine sind nicht nur abrufbar, sie lassen sich auch speichern: Mit einem Klick ist das gewünschte Datum mit Info im eigenen Kalender eingetragen, egal ob am Schreibtisch oder unterwegs mit dem Smartphone“, so wird mitgeteilt. http://kulturkalender-aachen.de

***

Wer lieber sonnenbadet und schwimmt, für den ist ab 1. Mai das Aachener Freibad Hangeweiher geöffnet. Um 7 Uhr morgens geht es am 1. Mai los.

Dazu teilt die Verwaltung mit: Das Freibad bietet nach der Sanierung (im letzten Jahr) jetzt Badespaß in neuen Edelstahlbecken (50-Meter-Schwimmerbecken mit Sprunganlage und Nichtschwimmerbecken). Im Nichtschwimmerbereich befinden sich: eine große Edelstahlrutsche, Wasserkanonen und Massagedüsen. Für die Kleinen steht ein Kinder-Planschbereich zur Verfügung. Außerdem gibt es verschiedene Spiel- und Sportmöglichkeiten.“

Am Einlass stehen drei Kartenautomaten mit integriertem Geldwechsler zur Verfügung. Man kann auch Geldscheine wechseln, schneller geht es aber, wenn möglichst viele Gäste passende Münzen bereithalten. Die Entgeltordnung für die Schwimmstätten und weitere interessante Informationen gibt es unter www.aachen.de/sport unter der Rubrik Schwimmbäder.

Durch die moderne Technik im Freibad ist eine angenehme Beckenwassertemperatur zu erwarten. Und wenn das Wetter noch nicht so richtig mitspielt, werden für die Gäste beheizte Sammelumkleideräume bereitgehalten.

Generell ist das Freibad Dienstag bis Freitag ab 6.30 Uhr, Montag ab 12 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 7 Uhr geöffnet. Bis 20 Uhr ist der Hangeweiher im Mai und von Anfang bis Mitte September auf; im Juni, Juli und August bis 20.30 Uhr.

Kassenschluss ist jeweils eine Stunde vor Ende der Badezeit. Bei schlechter Witterung kann das Freibad früher geschlossen werden.

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Wanderung zu den Narzissen

Wahre Blütenteppiche kann sehen, wer sich einmal mit dem Bus oder dem privaten Pkw zum Bushof nach Imgenbroich (Monschau) begibt und von da entweder mit dem Pkw oder dem Netliner weiterfährt bis zur Kirche nach Höfen. Dort kann man sein Auto gut abstellen und weitergehen bis zum Nationalparktor.

Beim Netliner handelt es sich um ein relativ neues Rufbus-Angebot mit einem bedarfsorientierten Liniensystem für die Stadt Monschau. Telefonisch oder am PC kann man Fahrtwünsche angeben. Feste Fahrpläne und Linienführungen gibt es nicht. Die Routen der Busse werden nach den Wünschen der Fahrgäste berechnet. 

Höfen ist ein Stadtteil von Monschau. Dort angekommen geht vom Nationalparktor aus ein Rundweg los zu den Narzissenwiesen. 14,8 Kilometer wandert man etwa dreieinhalb Stunden lang. Die Wanderung wird als „leicht“ eingestuft. Was sich an Osterglocken-Pracht bietet, das wird man so schnell nicht wieder vergessen.

Mehr Infos: https://www.eifel.info/wandern/wanderwege/a-narzissenroute

Fotos: Henning Brinkmann

Ultrakurzes WDR-Video: https://www1.wdr.de/mediathek/video/av/nrw2go/video-bluehende-pracht-eifeler-narzissenwiesen-100.html 

 

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Circus Roncalli in Aachen

Artisten in der Manege

Roncalli gastiert in Aachen, auf dem Blücherplatz haben die Artisten und Clowns an die 30 Wagen und ihr Zelt aufgestellt. Jeden Tag außer montags und dienstags gibt es bis zum 05. Mai zwei Vorstellungen. Die Karten sind sehr teuer, aber wenn man es in Kauf nimmt, dass man schräg hinter einer Säule sitzt, bekommt man – sogar 10 Minuten vor der Vorstellung – für 15 Euro doch noch einen prima Platz. Da sitzt man dann auch nicht so eng.

Die artistischen Nummern sind gewagt und poetisch, die Kostüme der Mädchen sehr sexy, schön und immer anders, es glitzert alles. Überhaupt sind alle Artistinnen ausgesprochene Schönheiten. Die Clowns sind teils allerliebst, lustig und einer ist ein echter Sympathieträger. Das Publikum tobt, wenn den Clowns oben in der Zirkuskuppel tollpatschige Nummern gelingen. Die Musik kommt nicht vom Band, es spielt ein Orchester.

„Storyteller. Gestern – Heute – Morgen“ lautet der Titel des Programms. Tiere treten nicht auf, nur als Lightshow, das hatte ich mir imposanter vorgestellt. Da experimentiert der Zirkus, ist aber auf einem guten Weg.

 

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Ratsantrag zum Thema „Seenotrettung“ eingereicht

Marc Teuku (s. Foto) hat für die Aachener Piratenfraktion – gemeinsam mit Christoph Allemand von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) – einen Ratsantrag zum Thema „Seenotrettung“ eingereicht. Teuku und Allemand sind Mitglieder des Rates der Stadt Aachen.

In dem Antrag  heißt es: „In unseren Augen ist es unverantwortlich und unmenschlich, flüchtende Menschen und ihre Seenotretter tagelang auf dem Mittelmeer treiben zu lassen, weil ihnen europäische Häfen den Zugang verwehren.“ Dies sei um so tragischer, „als diese Menschen nicht wie selbstverständlich mit dem Leben davongekommen sind“. Nein, sie seien vielmehr davongekommen, OBWOHL die Seenotretter durch europäische und afrikanische Behörden massiv an ihrer wichtigen Arbeit gehindert wurden und werden.

Und weiter: „Wir fordern den Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp mit unserem Antrag auf, der Bundesregierung die Bereitschaft der Stadt Aachen mitzuteilen, diese geretteten Menschen aufzunehmen.“

Die Antragsteller halten es für skandalös, dass die Europäische Union (EU) offensichtlich unwillig oder unfähig ist, für diese Geflüchteten eine menschenwürdige Aufnahmeregelung zu finden. Gerade im Hinblick auf den diesjährigen Karlspreisträger António Guterres „halten wir es für besonders wichtig, dass die Stadt Aachen mit der Umsetzung unseres Antrags ein Zeichen für Menschlichkeit und Anstand setzt“.

Anlässlich dieses Antrags zitieren Piraten und UWG den designierten Karlspreisträger Antonio Guterres wörtlich:

„The first thing we must do is be more honest about what is happening.That includes recognizing that this is more than a migrant issue: Many of the people on these boats are refugees, fleeing from conflict and persecution. This means we have an unambiguous legal obligation to protect them. Seeking asylum is not only a universal human right – it’s also a political principle that has guided nations for thousands of years and is at the very foundation of the values upon which modern Europe was built. (. . . ) But we know from experience that border surveillance alone is not an answer to a crisis that involves refugees. This stems from a simple truth: we can’t deter people fleeing for their lives. They will come. The choice we have is how well we manage their arrival, and how humanely.” (Time Magazin 2015)

Übersetzung: „Als erstes müssen wir ehrlicher sehen was wirklich passiert. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass dies mehr ist als ein simples Migrations-Problem: Viele der Menschen auf diesen Booten sind Flüchtlinge, die vor Konflikten und Verfolgung fliehen. Dies bedeutet, dass wir eine eindeutige gesetzliche Verpflichtung haben, sie zu schützen. Die Asylsuche ist nicht nur ein universelles Menschenrecht, sie ist auch ein politisches Prinzip, das die Nationen seit Tausenden von Jahren geleitet hat und auf der Grundlage der Werte steht, auf denen das moderne Europa aufgebaut wurde. (. . . ) Aus Erfahrung wissen wir, dass alleine die Überwachung der Grenze keine Antwort auf eine Krise ist, in der sich Flüchtlinge befinden. Dies ergibt sich aus einer einfachen Wahrheit: Wir können Menschen nicht davon abhalten, um ihr Leben zu fliehen. Sie werden kommen. Wir können nur überlegen, wie gut wir ihre Ankunft managen und wie menschlich.“

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