Glasfaserausbau, roter Straßenbelag, Online-Umfrage zum Theaterplatz


Die Telekom plant im Frankenberger Viertel bis Ende dieses Jahres 5.200 Haushalte eigenwirtschaftlich mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Im Zuge der Bauarbeiten sollen rund 7 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 14 Glasfasernetzverteiler neu aufgestellt werden. Die entsprechenden Bauarbeiten im Gebiet zwischen der Oppenhoffallee und der Bahnlinie sowie in einem Block nördlich der Oppenhoffallee entlang der Brabant-, Luisen- und Roonstraße starten in wenigen Tagen.

Der städtische Breitbandkoordinator Jens de Vries sagt, dass die Glasfaserquote in Aachen von derzeit 12,5 Prozent in Zukunft sukzessive erhöht werden soll. Im Zuge der Bauarbeiten wird in Straßenabschnitten vorgegangen. Sobald ein Abschnitt fertiggestellt ist, können die Anlieger die neu gebauten Glasfaseranschlüsse nutzen.

Die Telekom plant für die Bürger*innen eine digitale Info-Veranstaltung, damit die sich detailliert über den geplanten Glasfaser-Ausbau im Frankenberger Viertel informieren können. Details gibt es unter www.telekom.de/frankenberger-viertel.

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Die Lothringerstraße wird zwischen Wilhelm- und Harscampstraße vom 6. bis etwa 14. April nochmals komplett gesperrt.  Zum einen wird der Asphalt der Straße in dieser Zeit rot eingefärbt. Zum anderen werden die Fahrradstraßen-Markierungen dauerhaft aufgetragen.

Hier wird alles rot: Lothringerstraße zwischen Wilhelm- und Harscampstraße. Foto: AachenNews Archiv

Die rote Farbe ist ein wichtiger Standard für neu angelegte Fahrradstraßen in Aachen, ebenso eine spezielle Markierung auf der Fahrbahn. Die von der Politik verabschiedeten speziellen Standards für Fahrradstraßen können erst jetzt komplett umgesetzt werden. Das hat vor allem damit zu tun, dass das Einfärben und das dauerhafte Markieren nur bei Temperaturen von mindestens vier bis fünf, besser zehn Grad Celsius und komplett trockener Fahrbahnoberfläche möglich sind.  

Nach Ostern werden auch neue Sitzbänke und Fahrradbügel aufgestellt. Die angekündigten sieben neuen Säulenhainbuchen sind bereits gepflanzt worden. Infos: www.aachen.de/rvr

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Der  Theaterplatz soll ein lebendiger Ort mit hoher Aufenthaltsqualität im Herzen der Innenstadt werden. Ein wichtiger Baustein in der Planungsphase ist die Beteiligung der Bürger*innen sowie der Anwohner*innen und Eigentümer*innen vor Ort. Schon während der Reallabor-Phase haben zahlreiche Menschen die verschiedensten Gelegenheiten genutzt, ihre Ideen und Vorschläge für den Theaterplatz der Zukunft einzubringen.

Jetzt lädt der federführende Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur dazu ein, gemeinsam mit den Stadt- und Verkehrsplanern tiefer ins Thema einzutauchen.

Auf und rund um den Theaterplatz soll sich tatsächlich einiges ändern. Die Stadtverwaltung lädt die Bürger*innen ein, ihre Wünsche zu äußern. Foto: AachenNews Archiv

Am Freitag, 16. April, 18 bis 20 Uhr, möchte die Stadtverwaltung die gesamte Stadtgesellschaft über das weitere Verfahren und die Ziele für den Theaterplatz informieren und darüber in den Dialog treten. Coronabedingt findet die Veranstaltung in digitaler Form statt. Die Live-Übertragung kann auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen https://youtu.be/1THJ0YSqJck verfolgt werden. Vorab können bereits Anregungen, Fragen oder Kritik an die Adresse theaterplatz@mail.aachen.de gestellt werden.

Online-Fragebogen bitte ausfüllen

Ab sofort bis Dienstag, 13. April, steht zudem ein Online-Fragebogen unter www.slido.com (Code #Theaterplatz eingeben) zur Verfügung, der zahlreiche Aspekte zum Theaterplatz behandelt. Die Eingaben werden dann im Rahmen der Dialogveranstaltung aufgegriffen. Zusätzlich können Teilnehmer*innen während des Live-Streams über die Chatfunktion aktiv an der Veranstaltung teilnehmen und ihre Fragen, Wünsche, etc. platzieren.

Mit dem Umbau des Theaterplatzes rechnet die Stadt ab 2023. Infos zum Theaterplatz auf: aachen.de/theaterplatz.

Quelle: Mitteilungen der Stadtverwaltung

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Die Aachener Bevölkerung: Von der Pyramide zum Tannenbaum

Eine interessante Grafik hat heute das Presseamt der Stadt Aachen geschickt. Man sieht die Altersstruktur der Stadt und erkennt, dass es eine Studentenstadt mit einseitig naturwissenschaftlicher Ausrichtung sein muss.

In der Mitte: das Alter der Menschen.

Die Aachener Bevölkerungspyramide gleicht schon seit Jahrzehnten nicht mehr der Pyramidenform. Vielmehr ähnelt sie einem – etwas unförmigen – Tannenbaum. Die klassische Tannenbaumform ist wegen des hohen Anteils 20- bis 30-Jähriger charakteristisch für Universitätsstädte. Der „Aachener Baum“ neigt sich durch den hohen Männer-Überschuss bei den Studierenden stark zur Seite – ein Aachener Spezifikum.

Im Zentrum der Bevölkerungspyramide sieht man die Verteilung ausländischer Aachener*innen. Der deutlich erhöhte Männeranteil, auch bei den internationalen Studierenden, schlägt hier offensichtlich zu Buche.

Gut erkennbar ist hier auch die Boomer-Generation der heute Mittfünfziger*innen. Von denen sagt man, dass die Akademiker unter ihnen die wichtigsten Posten im Land besetzen, dass die meisten von ihnen aber im digitalen Zeitalter nicht angekommen sind. Fatal.

Markante Einschnitte bei den Mittsiebzigern markieren immer noch die Folgen des Zweiten Weltkrieges. Ab etwa 65 Jahren dreht sich die Alterspyramide in Richtung eines leichten Frauenüberschusses aufgrund der höheren Lebenserwartung von Frauen, der sich dann Richtung 70- und 80-Jährige weiter verstärkt. (Quelle: Melderegister Aachen)

Hier findet ihr das Aachener Open Data Portal: https://offenedaten.aachen.de/

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Zapft doch mal die Sonne an! Es wäre so einfach.

Die Sonne ist ein riesiges Kraftwerk, das bei der Erschaffung der Welt freundlicherweise so nah an die Erde platziert wurde, dass wir auf der Erde immer genug Energie haben würden. Danke dafür und klug konstruiert, denn: Statt uns eine Rechnung zu schicken, sendet dieses Kraftwerk uns in 30 Minuten mehr Energie auf die Erde, als alle Menschen zusammen in einem Jahr verbrauchen würden. Und in den letzten Jahren haben wir sogar gelernt, die Energie aus diesem Kraftwerk ein bisschen zu nutzen.

Die Stadt Aachen hat eine Solarkampagne gestartet. Die „Öcher Solar Offensive“ zielt darauf ab, möglichst viele private und gewerbliche Hauseigentümer zu motivieren, eine Photovoltaik- oder solarthermische Anlage auf ihrem Dach zu installieren. Fördermittel und Beratungsangebote werden ebenfalls von der Stadt zur Verfügung gestellt.

Der Stromverbrauch aller Aachener Haushalte könnte komplett mit Solarenergie gedeckt werden. Klaus Meiners vom Fachbereich Klima und Umwelt appelliert daher an alle Aachener Bürger*innen, sich im Rahmen der Offensive zu informieren, ob das eigene Dach für Solaranlagen geeignet ist. Wer eine Anlage betreibt, leistet einen regionalen Beitrag für den globalen Klimaschutz. 

Um den Ausbau von Solaranlagen zu fördern, stellt die Stadt Aachen Fördermittel für Photovoltaikanlagen und für Balkon-Steckermodule zur Stromerzeugung bereit. Auch für Anlagen zur solaren Warmwasserbereitung gibt es Zuschüsse. Die Förderkriterien sind unter www.aachen.de/solar beschrieben.

Das Potenzial für Sonnenenergie ist in Aachen relativ hoch. Eine Fläche von 490 Fußballfeldern (245 Hektar) ist laut Solardachkataster theoretisch für die solare Nutzung von Sonnenenergie geeignet. Der Strombedarf aller Haushalte in der Stadt Aachen ließe sich also komplett mit PV-Anlagen auf Öcher Dächern decken (394 GWh für 149.000 Haushalte). Ein Viertel dieses Potenzials möchte die Stadt bis zum Jahr 2030 realisiert sehen und stellt entsprechende Fördermittel für Anlagen bereit. Rund 6.500 Tonnen Kohlendioxid (gut acht Prozent des jährlichen CO2-Reduktionsziels) sollen so jedes Jahr vermieden werden. 

Weitere Infos: www.aachen.de/solar

Quelle: Presseamt der Stadt Aachen

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Was uns garantiert nicht weiterbringt: Desinformation und Wissenschaftsfeindlichkeit

Drauf klicken (unten) und ein bisschen darauf rumlesen, das kann nicht schaden.

Auch Virologe Christian Drosten hat in seiner jüngsten Podcast-Folge erklärt, wie genau die Strategie der Menschen aussieht, die wissenschaftsfeindlich argumentieren. Kann man sich auch mal anhören. Wie PLURV funktioniert wird leicht verständlich erklärt.

Als bisher einzige Fraktion im Stadtrat von Aachen hat jetzt DIE ZUKUNFT sich zum Kampf gegen das Virus geäußert. Hier lesen. Empfohlen wird der Stadt Aachen, sich unverzüglich von dem Gedanken zu verabschieden, Öffnungen im Rahmen der Modellkommunenregelung seien sinnvoll und zielführend. Es werde der 2. Schritt vor dem 1. gemacht.

Und hier noch was zum Lachen:

Der neueste Lidl-Werbespot vermittelt Endzeitstimmung – ausgerechnet auf einem Aldi-Parkplatz.

Panische Menschen, die sich um Einkaufstüten zoffen, herumfliegende Lebensmittel und eine apokalyptisch anmutende Musik. Das Fazit des Spots: Der Ostertrubel kann ausbleiben, wenn Kundinnen alle Einkäufe bei Lidl erledigen. youtube.com (50-Sek-Video)

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Nächster Rückschlag für lahme Impfkampagne

Das Land NRW hat am heutigen Dienstagnachmittag (30. März) mitgeteilt, dass die Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca ab sofort ausgesetzt werden sollen. Das gilt mit sofortiger Wirkung auch für die Impfungen in der StädteRegion Aachen im Impfzentrum (Eissporthalle).

Der Eingang vom Impfzentrum in Aachen. Foto: Archiv

Hintergrund ist ein Beschlussentwurf der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut. Man fragt sich: Was machen die bei der STIKO eigentlich beruflich? Erst ist AstraZeneca nur für Menschen unter 65 geeignet, dann „völlig unbedenklich“, jetzt nur noch für Menschen über 60. Befinden wir uns in einem groß angelegten Impfexperiment ohne es zu wissen?

Außerdem: Ein Einsatz unterhalb 60 bleibt nach dem Entwurf möglich, allerdings nur nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoabklärung nach einer sorgfältigen Aufklärung.

„Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes NRW hat per sofort einen Stopp der Impfungen von unter 60-jährigen Männern und Frauen mit Impfstoff der Firma AstraZeneca verfügt. Die Impfung dieser Personengruppe mit AstraZeneca darf erst wieder aufgenommen werden, wenn das Ministerium sie freigibt.“ Das teilte das Presseamt der Stadt Aachen mit.

Im Aachener Impfzentrum bedeutet das konkret für alle Menschen, die in dieser Woche (bis einschließlich Ostersonntag, 4. April) noch einen Impftermin haben, dass dieser bestehen bleibt. Allen Menschen, die AstraZeneca erhalten sollten (also auch den wenigen, die davon über 60 Jahre alt sind), wird alternativ der Impfstoff von Biontec/Pfizer angeboten.

Möglich ist das dadurch, dass in dieser Woche fast ausschließlich ältere Menschen und Menschen der Risikogruppen geimpft werden, die ohnehin das Biontec-Vakzin erhalten sollten. Der Gesundheitsdezernent der StädteRegion Aachen, Dr. Michael Ziemons: „Die rund 150 Menschen der Berufsgruppen, für die AstraZeneca bei der Impfung eingeplant war, können wir in dieser außerordentlichen Situation glücklicherweise auch mit Biontec impfen.“ Das Land NRW habe angekündigt, dazu weitere Biontec-Dosen zur Verfügung zu stellen. Niemand müsse jetzt ohne Impfung nach Hause gehen.

s. dazu auch Kommentar. Der Leser hat vermutl. Recht.

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Aachen: Neubau gegen den Parkplatzmangel am Klinikum

Soll den Parkplatzmangel am Klinikum lindern: Ein Parkhaus mit Ein- und Ausfahrtspindel.

Kaum kommt man mal ein paar Monate nicht am Klinikum vorbei, schon verändert sich dort die Gegend gewaltig. Aus dem Boden gewachsen ist ein jetzt noch halbfertiges Parkhaus. An dem wird schon seit einem Jahr gebaut. Im März 2022 soll es eröffnet werden.

Das Parkhaus hat genau die Größe, die wegen der ewigen Parkplatzsuche am Klinikum angemessen erscheint. 145 Meter lang und etwa 25 Meter hoch ist es, dazu zwischen 24 und 39 Meter breit. Es wurde in den Hang gebaut. Kosten: 26 Millionen Euro.

Hier sieht man die Grundform. Es soll 9 Parkebenen geben und drei Aufzüge, 1349 Autos werden einmal an der Kullenhofstraße neben dem Studierendenwohnheim der RWTH parken können. Es gibt eigens einen Schallschutz zu den Wohnanlagen.

Auf 9 Parkebenen können Pkw abgestellt werden. Es befinden sich auch Ladeplätze für E-Mobilität in dem Parkhaus.

So soll es einmal aussehen – vom Klinikum aus betrachtet. Parken können dort Mitarbeiter vom Klinikum, Besucher und Patienten. Möglicherweise auch die Mitarbeiter*innen der Firma Abiomed, die sich dann ihr eigenes neues Parkhaus sparen könnte und über 100 Bäume nicht fällen müsste. Doch das ist nur eine Idee und noch nicht entschieden.

Verantwortlich für den Entwurf zeichnet die Nebel Pössl Architekten GmbH (https://www.nebelpoessl.de). Die Pläne sind von der Kommunalpolitik in Aachen umfangreich begleitet und beeinflusst worden.

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Kommt jetzt doch noch der harte Lockdown?

Der Kölner Stadtanzeiger will kürzlich erfahren haben, dass Aachen mit der StädteRegion tatsächlich eine von 4 Kommunen ist, wo man mit negativem Testergebnis als „Tagespass“ größere Freiheiten genießt als zuvor. Aber: Nach dem Interview bei Anne Will sieht es deutlich so aus, als würde uns Angela Merkel doch noch einen heftigen Lockdown auferlegen, mit Ausgangssperren am Abend. Also einen Lockdown, wie wir ihn bisher nicht hatten. 

Ich weiß jetzt wirklich nicht, ob testen und bummeln (…) die richtige Antwort auf das ist, was sich zurzeit abspielt.“

Angela Merkel

(Kann sie eigentlich rein rechtlich die Entscheidungsgewalt an sich ziehen? Steht ihr so viel Macht zur Verfügung, und darf sie die nutzen und scharfe Lockdown-Regeln verhängen?)

Ehrlich gesagt, ich finde, es ist an der Zeit, in aller Vorsicht mal etwas auszuprobieren. Immer nur zu Hause rumzusitzen, das ist fast nicht mehr auszuhalten. Dann doch lieber frisch getestet mit anderen frisch Negativ-Getesteten einen Kakao mit Sahne draußen trinken. 4 Monate Mini-Lockdown haben uns jedenfalls nicht wirklich weitergebracht. 
Dass man uns tatsächlich einen krassen, richtigen Lockdown zumuten will, halte ich für leider unwahrscheinlich. 

Anstatt zu streiten sollten wir lieber überlegen, warum das mit dem Impfen so langsam geht. Wo gäbe es denn zusätzliche Impfdosen, und kann man mit den dortigen Politiker*innen (z. B. in USA, England, Israel, Russland) nicht so lange verhandeln, bis die das Zeug zu uns rüberwachsen lassen? Jede*r Infizierte kostet die Bundesrepublik horrende Summen, selbst bei milder Erkrankung entstehen Kosten durch Arbeitsausfall usw. (Pavel Mayer hat es ausgerechnet, siehe UKW-Podcast). Da sollte man diese Summen lieber in den zusätzlichen Kauf von Impfdosen investieren. 

Wenn man sieht, wie die Menschen in Tübingen derzeit leben, kann man doch nur neidisch werden. Zumal man genau weiß, dass zum Beispiel in Museen und Theatern gar keine Ansteckungen stattfinden können, so umfassend sind dort die Hygienekonzepte. Aerosolstudien von namhaften Instituten sollen das untersucht haben (s. Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut https://www.hhi.fraunhofer.de/en.html )

Insgesamt erstaunt es, dass nur zwei Oberbürgermeister (in Tübingen und Rostock) Ideen hatten und mit eigenständig ausgedachten Maßnahmen versuchen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Alle anderen warten passiv auf die Vorgaben „von oben“. Da hätte ich mehr erwartet, mehr Mut und Ideen auf dem Weg zum Ziel. 

Insbesondere erstaunt es, dass sich ganz Deutschland offenbar Wissensvermittlung an Kinder nur in Schulen und Klassenräumen vorstellen kann. Was ist mit Kultureinrichtungen (wie das Depot), Versammlungshallen (wie im Eurpogress), Sportstätten, Gaststätten, Pfarrheimen, Kirchen usw? Dass keine Schule versucht, eine Klasse mal in ganz kleine Gruppen aufgeteilt in diesen Räumen zu unterrichten, wundert mich.

Auch scheint man Wissensvermittlung ausschließlich durch Lehrer*innen denken zu können. Was ist mit Künstler*innen, Studierenden, Menschen, die gerade viel Zeit haben? Geht nicht? Aber bitte bedenkt: WIR HABEN EINE PANDEMIE. Da sollten wir nicht so tun, als kämen wir von den üblichen Regeln nicht runter, es ist Fantasie gefragt. 

Daran fehlt es. Es wird strikt nach den von oben kommenden Vorgaben verfahren, als wären wir nicht in einer totalen Ausnahmesituation

Steckt man sich eher in den Bussen an? Oder schneller im Theater, in Museen oder beim Einkaufen bei Netto, Lidl, Aldi? Das weiß man bis heute nicht, sollte aber mal ermittelt werden.

UPDATE:

Bundeskanzlerin Merkel und der französische Staatschef Macron haben mit dem russischen Präsidenten Putin über eine mögliche Kooperation bei Impfstoffen gesprochen. 

In der Videoschalte sei es auch um den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V gegangen, über dessen EU-Zulassung die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA zu entscheiden habe, teilte Regierungssprecher Seibert mit. Dies geschehe nach denselben Normen, die auch auf alle anderen Impfstoffe Anwendung fänden. 

Die EMA prüft derzeit einen Antrag auf Genehmigung von Sputnik V in der Europäischen Union. Im April werden in Russland Experten der EMA zur Begutachtung der Produktion und Lagerung des Mittels erwartet. Der russische Pharmakonzern R-Pharm will das Vakzin von Juni oder Juli an im bayerischen Illertissen produzieren.

Diese Nachricht wurde am 31.03.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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Zusätzlicher Impfstoff für die StädteRegion

Das Land NRW hat am gestrigen Freitag (26. März) kurzfristig mitgeteilt, dass der StädteRegion Aachen einmalig zusätzliche Dosen Impfstoff zur Verfügung gestellt werden. Die StädteRegion Aachen möchte diese zusätzlichen Impfdosen vorrangig Risikopatientinnen und -patienten zur Verfügung stellen.

„Gerade diese besonders gefährdeten Gruppen, die seit Monaten Angst um ihr Leben haben, brauchen zu Beginn der dritten Welle unseren besonderen Schutz. Und wir sind froh, dass wir nun endlich helfen dürfen“, sagte Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons.

Ein einfaches Attest über die Zugehörigkeit zu einer Patientengruppe nach Paragraf 3 (Absatz 1, Ziffer 2) der Impfverordnung reiche aus, eine konkrete Diagnose sei nicht erforderlich, so Ziemons weiter. Enge Kontaktpersonen sollen perspektivisch über die Hausärzte geimpft werden, zunächst komme es darauf an, möglichst viele Risikopatienten zu schützen. 

Eine Ausnahme stellen Eltern von schwerkranken Kindern dar, wo die Kinder zu jung sind, um geimpft zu werden (weil die Impfstoffe erst ab 16 Jahren zugelassen sind). Diese Eltern werden gebeten, sich über die Adresse kgs-impfbitten@staedteregion-aachen.de (oder postalisch: StädteRegion Aachen, KGS Impfbitten, 52090 Aachen) mit ihren Kontaktdaten und einem Attest des Kindes zu melden.

Auf der Seite der StädteRegion Aachen (www.staedteregion-aachen.de/impftermin-vorerkrankte) werden in dieser Sofortmaßnahme daher vorübergehend nur Termine für Risikopatienten zu vereinbaren sein, die jetzt zusätzlich gebucht werden können. Ab dem 5. April werden dann voraussichtlich auch neue Termine für Berufsgruppen freigeschaltet werden.

„Adieda Corona“, in diesem Testzentrum am Karlsgraben in Aachen hat man noch Humor. Dort kann sich jede/r Erwachsene einmal pro Woche kostenlos testen lassen. Und nicht nur dort. Es ist ein flächendeckendes Netz zum Testen aufgebaut worden.

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Wasser an, Licht aus. Familien und Kulturschaffende werden unterstützt.

Vor den Osterferien ist heute noch einmal die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Die Hohenstaufenallee soll nämlich auf dem Abschnitt zwischen der Eisenbahnbrücke und der Limburger Straße umgestaltet werden, um die Sicherheit und den Komfort des Fuß- und Radverkehrs zu verbessern.

Die Fachverwaltung möchtet wissen, was ihr dazu zu sagen habt. Fragen und Anregungen sind erwünscht. Die Veranstaltung beginnt heute, Freitag, 26. März, um 19 Uhr und wird auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen ausgestrahlt: www.youtube.com/stadtaachen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Die bisher vorliegenden Planunterlagen sind im Internet (www.aachen.de/hohenstaufenallee) zu finden. Ihr könnt euch auch hier zu den Plänen äußern: hohenstaufenallee@mail.aachen.de

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Wegen der Osterfeiertage verschieben sich in den kommenden beiden Wochen die Abholtermine der Abfallsammlung im Stadtgebiet. In der Karwoche (Montag, 29. März bis Freitag, 2. April) werden die Termine um jeweils einen Tag nach vorne verlegt. Das bedeutet, dass bereits am morgigen Samstag, 27. März, die eigentliche Montagsleerung vorgezogen wird.

In der darauffolgenden Woche vom 5. bis 11. April werden die Abholtermine angesichts des Ostermontags ebenfalls verlegt, diesmal allerdings nach hinten. Der Termin vom Montag, 5. April, wird dann am Dienstag, 6. April, nachgeholt. Alle weiteren Abfuhren innerhalb dieser Woche verschieben sich dementsprechend auch einen Tag nach hinten. Die letzte Leerung der Woche findet daher wieder am Samstag, 10. April, statt.

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Der Rat der Stadt hat wegen Corona eine Kultur-Förderung von 400.000 Euro beschlossen, die Leuten aus der Kultur- und Kreativszene zur Abdeckung Corona-bedingter Kosten zur Verfügung gestellt wird. Voraussetzung ist, dass ein Corona-bedingter Zuschussbedarf entstanden ist. „Zuschussfähig sind die Kompensation pandemie-bedingter Einnahmeverluste, die Stärkung der Kulturinfrastruktur oder pandemie-bedingter Investitionen sowie digitale Kulturangebote“, teilt die Verwaltung mit.

Zu Anträgen und Fragen steht der Kulturbetrieb unter kulturservice@mail.aachen.de  und/oder unter Telefon 0241 432-4909 bereit.

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Wie jedes Jahr im Frühling werden die fast 80 Aachener Brunnen nach der Winterpause wieder eingeschaltet. Die Brunneninstallation des Brunnens am Europaplatz wurde diese Woche von den Mitarbeiter*innen des städtischen Brunnendienstes vorgenommen. Lampen und Düsen wurden wieder montiert und sämtliche Leitungen angeschlossen, um im Anschluss mit dem Befüllen des Beckens zu starten: Insgesamt 3500 Kubikmeter Wasser werden über fünf Tage in den Brunnen am Europaplatz eingespeist.

Die Anlagen vor dem Neuen Kurhaus und am Elisengarten sind übrigens das ganze Jahr über in Betrieb: Das warme Thermalwasser dieser Brunnen macht sie unabhängig von frostigen Temperaturen, sodass sie auch im Winter betrieben werden können.

Wieder startklar: Lampen und Düsen des Brunnens am Europaplatz.
Unter dem Europaplatz verläuft ein Tunnel in einer Länge von 50 Metern. Er dient als zweiter Zugang zum Brunnen. Fotos: Stadt Aachen/Annika Lobergh und Stadt Aachen/Julie Vandegaar

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Der Rat der Stadt Aachen hat beschlossen, dass den Familien die Elternbeiträge für den Besuch von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und der offenen Ganztagsgrundschule (OGS) in der Stadt Aachen für das ganze Jahr 2021 erlassen werden. Auch für Kinder, die andere Angebote der außerunterrichtlichen Ganztags- und Betreuungsangebote im Primar- und Sekundarbereich besuchen, müssen die Familien im Jahre 2021 keinen Elternbeitrag zahlen.

Unter Einbeziehung anderer finanzieller Entlastungen bedeutet das: eine Entlastung in Höhe von rund 10,9 Millionen Euro für die Familien in Aachen.

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Rund um den Globus gehen am Samstag, 27. März, ab 20.30 Uhr (Ortszeit) für eine Stunde die Lichter aus, so auch in Aachen. Während der Aktion „Earth Hour“ des Umweltverbands WWF (World Wildlife Fund) werden unzählige Privatpersonen zu Hause das Licht ausschalten und viele Tausend Städte symbolisch ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit hüllen. 

Auch die Stadt Aachen ist dabei: In Kooperation mit der STAWAG wird an rund 40 Gebäuden oder Bauwerken die Beleuchtung abgeschaltet. Darunter sind: Dom, Stadttheater, Rathaus, Pont- und Marschiertor.

Infos entnommen den Mitteilungen des Presseamtes der Stadt Aachen

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Aachen goes Tübingen. Negatives Testergebnis als „Tagespass“ für den freien Zugang.

Im Rat der Stadt wurde gestern ein interessanter Beschluss mitgeteilt. Die StädteRegion mitsamt der Stadt Aachen will der Stadt Tübingen nacheifern, will Modellkommune werden. Jetzt muss nur noch die Landesregierung in Düsseldorf zustimmen.

Als Modellprojekte können extra ausgewählte Regionen mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen. Die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion haben beschlossen, sich beim Land NRW für die Durchführung eines solchen Modellprojektes zu bewerben.

Dabei soll in einem ersten Schritt versucht werden, dass zumindest die Öffnung der Außengastronomie, erweiterte Einkaufsmöglichkeiten in Geschäften, die Öffnung von Museen und Theatern und die Durchführung von bestimmten Veranstaltungen wie beispielsweise im Sport möglich werden.

Das alles allerdings immer unter strengen Hygieneauflagen und – ganz wichtig – immer nur mit einem negativen Testergebnis vom selben Tag, dem sogenannten „Tagespass“. Bundesweit macht – wie erwähnt – derzeit die baden-württembergische Stadt Tübingen als entsprechende Modellstadt bereits positive Schlagzeilen. Nur Karl Lauterbach (SPD-Politiker und Wissenschaftler) ist skeptisch, er sagte bezüglich Tübingen: Das Projekt ist gut, aber es ist nicht genug.

Über 100 Teststellen gibt es in der StädteRegion Aachen (hier: Hauptbahnhof Aachen). Jetzt möchte man einen Versuch wagen: Wer sich testen lässt, mit negativem Ergebnis, darf dieses Ergebnis als „Tagespass“ nutzen und an diesem Tag Veranstaltungen besuchen, einkaufen, Museen und Theater besuchen, draußen sitzen und die Frühlingssonne auf der Terrasse eines Cafés genießen. Könnte es sein, dass die Menschen dann noch mehr darauf achten, sich nicht anzustecken, damit ihnen diese „Freiheiten“ erhalten bleiben? Foto Henning Brinkmann

Die Stadtverwaltung teilt unterdessen mit: „Wir haben mittlerweile weit über 100 öffentliche Teststellen, Apotheken und Arztpraxen, die den Bürgertest anbieten. Zudem ist unser Gesundheitsamt an alle relevanten Programme, Apps und Tools angebunden, die auch die Kontaktpersonennachverfolgung optimieren.“ Gesundheitsdezernent Dr. Michael Ziemons sieht beste Voraussetzungen für die Umsetzung des Modellvorhabens.

Der Versuch soll wissenschaftlich begleitet werden. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich ein solches Vorgehen auf die Inzidenzzahlen auswirkt. „Der konkrete Inzidenzwert einer Kommune spielt nicht die entscheidende Rolle“, so Ziemons, „vielmehr kommt es darauf an, ob wir durch digitale Tools das Geschehen besser in den Griff bekommen und eine bessere Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern für die Schutzmaßnahmen erreichen können“.

UPDATE:

Der Kölner Stadtanzeiger will erfahren haben, dass Aachen mit der StädteRegion tatsächlich eine von 4 Kommunen ist, wo man mit negativem Testergebnis als „Tagespass“ größere Freiheiten genießt als zuvor.

Und ehrlich gesagt: Ich finde, es ist an der Zeit, in aller Vorsicht mal etwas auszuprobieren. Immer nur zu Hause rumzusitzen, das ist fast nicht mehr auszuhalten. Dann doch lieber frisch getestet mit anderen frisch negativ Getesteten einen Kakao mit Sahne draußen trinken. 4 Monate Mini-Lockdown haben uns jedenfalls nicht wirklich weitergebracht. Und einen krassen, richtigen Lockdown will man uns nicht zumuten. Der richtige Zeitpunkt dafür ist sowieso schon längst vorbei.

Anstatt zu streiten sollten wir lieber überlegen, warum das mit dem Impfen so langsam geht. Wo gäbe es denn zusätzliche Impfdosen, und kann man mit den dortigen Politiker*innen (z. B. in USA und Israel) nicht so lange verhandeln, bis die das Zeug zu uns rüberwachsen lassen? Jede*r Infizierte kostet die Bundesrepublik horrende Summen, selbst bei milder Erkrankung entstehen Kosten durch Arbeitsausfall usw. (Pavel Mayer hat es ausgerechnet). Da sollte man diese Summen lieber in den zusätzlichen Kauf von Impfdosen investieren.

Wenn man sieht, wie die Menschen in Tübingen derzeit leben, kann man doch nur neidisch werden.

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