Windkraft ausbauen und das Repowering nicht weiter verzögern

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt „müssen wir die Kohleverstromung der Region durch erneuerbare Energie aus Sonne und Wind ersetzen“. Davon sind in Aachen die Mitglieder der Piratenpartei überzeugt.

Die Piraten wollen ins Rathaus gewählt werden. Und sie wollen dort nicht rumsitzen und auf die großen Energieunternehmen der Vergangenheit warten, sondern alle Aachener*innen einladen, Teil dieser Entwicklung zu sein. Deshalb haben sich jetzt Matthias Achilles, Oberbürgermeisterkandidat und Dirk Szagunn, umweltpolitischer Sprecher der Piraten mit Pia Anderer, Elanor und Horst Kluttig von der Windkraft Aachen GbR und Arbeitsgemeinschaft „Aachen-hat-Energie“ getroffen, um über gemeinsame Ziele zu sprechen. Die Drei sind Pioniere der Bürgerbeteiligung wenn es um Windkraft geht.

Will sich im Rat der Stadt für Windenergie stark machen: Matthias Achilles.

Im Schatten der Besucherwindkraftanlage „Windfang“ konnten sich die Piraten selbst ein Bild machen von der Energie, die in diesem Thema steckt. Bürger*innen in Aachen sollten sich dazu bewegen lassen, „den Strom, den wir alle verbrauchen, umweltfreundlicher zu gestalten“.

„Wir sehen uns in unserem Ansatz bestärkt, die Energieerzeugung sowohl räumlich als auch wirtschaftlich dezentral zu gestalten.“

Dirk Szagunn, umweltpolitischer Sprecher der Piraten

Allerdings sind viele Windkraftanlagen inzwischen am Ende ihrer Lebensdauer und müssten durch neue und leistungsfähigere Anlagen ersetzt werden. Die Verfahren zu diesem so genannten „Repowering“ ziehen sich aber – sonderbarerweise – seit Jahren hin. Für Politik und Stadtverwaltung hat Windenergie offenbar keine Priorität, schon gar nicht, wenn die Stawag nicht dabei ist. Der Eindruck drängt sich geradezu auf.

Achilles fordert deshalb: „Der Klimaschutz muss Chefsache werden. Wir brauchen mehr Windenergie in Aachen, mehr Standorte für Windkraftanlagen und weniger Verzögern und Ausschließen.“

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Was steht in der Ecke und stinkt? Eine Biotonne im Sommer

Es ist Sommer. Deshalb gibt der Aachener Stadtbetrieb Hinweise und Tipps für den richtigen Umgang mit Bioabfällen in der Sommerzeit.

Gerade bei warmen Temperaturen gerät die Biotonne leicht „ins Schwitzen“, es bildet sich viel Feuchtigkeit. Die Folgen sind unangenehme Gerüche, Fliegen und eventueller Madenbefall. Daher sollte der Behälter möglichst an schattigen Plätzen aufgestellt werden. Außerdem sollte der Boden des Bioabfallbehälters mit geknülltem Zeitungspapier (kein Hochglanzpapier) oder Eierkarton zum Aufsaugen der Feuchtigkeit ausgelegt werden.

Eine Biotonne.

In der Küche können die feuchten Bioabfälle bereits in Zeitungspapier eingewickelt werden. Oder es werden Papiertüten genutzt, um die Feuchtigkeit im Biobehälter zu reduzieren. Rasenschnitt sollte vor dem Einfüllen in den Biobehälter etwas angetrocknet sein, um auch hier die Feuchtigkeit aus dem Behälter zu ziehen.

Gesteinsmehl, trockene Gartenerde oder ungelöschter Kalk helfen gegen Madenbefall.

Doch was gehört überhaupt in die Biotonne? 

Aus der Küche

Rohe oder gekochte Speisereste

Obst-, Eier- und Gemüseschalen

Fleisch- und Fischreste

Brot, Käse

Filtertüten und Kaffeesatz, Teebeutel

Speisefett (z.B. Frittierfett)

Aus dem Garten

Blumen, Zweige, Laub und Unkraut

Rasen-, Hecken- und Strauchschnitt

Fallobst

Sonstiges

Haare, Federn

Holzspäne (unbehandelt)

Zimmerpflanzen

Wie trenne ich richtig? Was genau kommt in die Biotonne? Wie kann ich die Bioabfälle verpacken? Viele Fragen gibt es rund um die richtige Abfalltrennung und im Speziellen zum Bioabfall. Das Netzwerk „Aktion Biotonne Deutschland“ hat daher bundesweite Aktionswochen zur Biotonne initiiert. 

Die Aktion geht online weiter.  Unter https://www.aktion-biotonne-deutschland.de/ gibt es viele Infos rund um die Biotonne,  zur richtigen Mülltrennung und Nachhaltigkeit. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger ein „Biotonnen-Versprechen“ abgeben, um für mehr Klima- und Umweltschutz zu werben.

Der Aachener Stadtbetrieb unterstützt diese Online-Aktion und ruft die Aachenerinnen und Aachener zum Mitmachen auf.

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Das Virus lauert auf seinen zweiten Ausbruch

Das schützt: Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen. Das Ministerium für Gesundheit möchte, dass wir gesund bleiben.

Das wäre ja auch zu schön gewesen: In Deutschland hatte man die Pandemie gut im Griff, doch damit ist jetzt Schluss. Wir stehen vor einer 2. Welle von Infektionen, die höchstwahrscheinlich einen 2. Lockdown erforderlich macht. Wie das wirtschaftlich zu verkraften sein wird, weiß kein Mensch.

Die Leichtfertigkeit mancher Menschen ist grenzenlos. Und: Man wundert sich, wer alles einem von Verschwörungen, Machenschaften und geheimen Verbrechen erzählt, die „in Wirklichkeit“ hinter der ganzen Angelegenheit verborgen sind. Diese Leute haben bestimmt extrem wenig Unterricht in den Fächern Biologie und Chemie erhalten. Zu wenig Bildung ist teuer, aber jetzt wissen wir, zu wenig Bildung kann lebensgefährlich sein. Die von Verschwörungen reden, die genießen es im übrigen, endlich einmal diejenigen zu sein, die besser als andere eine komplizierte Sache durchschauen und „die ganze Wahrheit“ kennen.

In der StädteRegion Aachen liegt derzeit die Zahl der Neuinfizierten auf 100.000 Einwohnern bei 7,4 , aktualisiert am heutigen Mittwoch, 5. August, bei 11,3. „Seit dem 3. August wurde eine Infektion mit dem Coronavirus bei weiteren 31 Menschen diagnostiziert“, teilt der Krisenstab heute mit. Das kann schnell noch mehr werden, erschreckend viele bringen gerade das Virus aus dem Urlaub mit nach Hause. Die Maskenpflicht bleibt unterdessen in Aachen beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln fortbestehen.

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt weiterhin, dass sie sich nach ihrer Wiedereinreise in Deutschland zwei Wochen lang in Quarantäne begeben müssen. Sie sind verpflichtet, das Gesundheitsamt unverzüglich auf Ihre Einreise hinzuweisen! Das teilte der Corona-Krisenstab in Aachen mit.

Ein kostenloser Test ist beim Gesundheitsamt NICHT möglich.  

Die tagesaktuelle Liste der Risikogebiete findet man unter der Adresse https://www.staedteregion-aachen.de/risikogebiete. Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich beim Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen (Tel: 0241/5198-5300 oder Email: infektionsschutz@staedteregion-aachen.de) melden. Die Regelungen sind auf der Homepage der Stadt Aachen nachzulesen: www.aachen.de/corona

Regelbetrieb in den Kitas ab 17. August: Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration hat mitgeteilt, dass Nordrhein-Westfalen ab dem 17. August wieder zum Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung unter den Bedingungen der Pandemie zurückkehrt. Alle Kinder können dann – unter ständiger Berücksichtigung des Infektionsgeschehens, der Bedürfnisse der Kinder, der Interessen der Beschäftigten und der Belange der Familien – ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen.

Dadurch sollen bewährte pädagogische Konzepte wieder umgesetzt werden können. Die Einhaltung des Abstandsgebots von Kindern untereinander sowie zwischen Kindern und pädagogischem Personal oder Kindertagespflegepersonen ist dann nicht mehr möglich. Auch das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen ist für Kinder nicht umsetzbar.

Wichtiger Hinweis: Das Gesundheitsamt kann keine technischen Fragen zur Corona-Warn-App beantworten! Dazu kann man sich an die bundesweite Hotline unter 0800-7540001 wenden. 

Die Krisenstäbe bitten ausdrücklich darum, die beispielsweise in Restaurants ausliegenden Listen wahrheitsgemäß und vollständig auszufüllen, damit eine Personennachverfolgung durch die Gesundheitsbehörden möglich ist. 

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen ist für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline eingerichtet. Die ist unter Tel.: 0241/510051 Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr zu erreichen.

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Viel zu lesen: Die Wahlprogramme der Parteien in Aachen

Große Plakate, die man Wesselmänner nennt, stehen bereits in Brand am Markt parat. Inhaltlich ist da nicht viel drin. Man will wohl zunächst einfach nur Präsenz zeigen.

Die Wahlprogramme liegen vor. Hier kann man sehen, wie sich die einzelnen Parteien Aachens Zukunft vorstellen. Zwischen den Politik-Entwürfen könnt ihr auswählen. Nur: Wer hat die Zeit, das alles zu lesen? Keine/r.

Die Lehrer*innen bereiten sich jetzt vor. Mit den Schülerinnen und Schülern werden sie die Wahlprogramme im Unterricht durcharbeiten. Ab 16 können die ja schon wählen und sollen ein bisschen vorbereitet werden. Aber sonst?

Deshalb werden hier nur die Links präsentiert. Chronistenpflicht. Es ist nicht uninteressant zu sehen, wie professionell die Seiten gemacht sind, besonders die der CDU. Und die der Piraten natürlich. Zwischen den neuen und den Seiten von 2014 liegen Welten.

Das CDU-Programm im Netz unter www.harald-baal.de

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Das SPD– Wahlprogramm https://www.spd-aachen.eu/5142/aachen-die-fuer-alle-stadt-unser-wahlprogramm-20202025/

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Programm der Freien Demokraten (FDP): https://www.fdp-aachen.de/Portals/fdp-aachen/documents/programme/9c6b9148-e695-478e-bcf2-0224f717fee7.pdf

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Wahlprogramm Die Linke, Aachen:   https://dielinke-aachen.de/download/wahlprogramme/kw/98-wahlprogramm-aachen-2020-a5/file

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Das Programm der Unabhängigen: https://uwg.ac

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Wahlprogramm der Grünen in Aachen:   https://www.gruene-aachen.de/wahl-2020/wahlprogramm.html

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AfD-Wahlprogramm, Endfassung:  https://www.afa.ac/wp-content/uploads/2014/04/Wahlprogramm-AfD-Aachen-Endfassung.pdf

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Das Wahlprogramm der Piratenpartei in Aachen: https://www.piratenpartei-aachen.de/wahlprogramm-2020/

Matthias Achilles
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Vorher Parkplatz, nachher Terrasse

Bitte mit dem Regler hin und her schieben.

Ein Beispiel für viele: Wo zuvor Autos viel Platz einnahmen, konnten die Parkplätze vor Gaststätten plötzlich auch anders genutzt werden. Tische, Stühle und Pflanzkübel wurden aufgestellt, fertig war die Terrasse.

Die Gäste saßen Corona-unfreundlich draußen, wo die Aerosole flott davonfliegen, der Gastwirt konnte seinen Umsatz machen und schöner aussehen tat es auch noch. Hoffentlich eine Einrichtung, die von Dauer ist.

Für das gesamte Jahr 2020 verzichtet die Stadt Aachen auf die Erhebung von Gebühren für die Nutzung des öffentlichen Raums an Straßen und Plätzen zum Zwecke der Außengastronomie. Außerdem können Gastronomiebetriebe  beantragen, ihre Flächen für Außengastronomie zu erweitern. Damit wird vor allem den notwendigen Abstandsgeboten Rechnung getragen. Durch den Gebührennachlass verzichtet die Stadtverwaltung allein in der Innenstadt auf Einnahmen in Höhe von rund 400.000 Euro.

***

Die Innenstadt von Aachen ist in den letzten zehn Jahren immer mehr heruntergekommen. Die Außenbezirke sind teils wunderschöne Wohngebiete, aber die Innenstadt . . . runtergerockt. Anders kann man es nicht nennen.

Niemand geht gern in die Großkölnstraße, am Büchel hält man sich nur auf, wenn es unbedingt nötig ist. Viele Ladenlokale stehen leer, neuerdings ist auch der Marktplatz selbst davon betroffen. Hier werden keine Fotos vom Niedergang gebracht, es würde einen nur traurig machen.

Dazu schreiben die Mitglieder der Piratenpartei in ihrem Wahlprogramm:

Die Stadt Aachen hat nur endlich viel Fläche zur Verfügung und diese Fläche ist grob umschrieben mit Wohnen, Gewerbe, Verkehr und Grün schon ausgereizt. Jeder Zugewinn für einen der vier Bereiche ist automatisch ein Verlust für andere.

Der bisherige Ansatz, die Grünflächen zu verringern, um dem restlichen Bedarf gerecht zu werden, hat sich überlebt. Außerdem wurden Gebäude bisher im wesentlichen bis zum Ende ihrer Nutzung geplant, was Rückbau und Wiederverwertung ignoriert. Wir wollen beide Probleme angehen und die Stadtverwaltung mit planungsrechtlichen Instrumenten ausrüsten, die bei jedem größeren Bauprojekt eine Handhabe bieten, um „cradle to cradle“ vorzuschreiben und den Flächenverbrauch einzudämmen.

Für eine lebenswerte Stadt ist Aufenthaltsqualität ein Hauptfaktor. Bisher ist diese Aufenthaltsqualität eher konzentriert an einigen Plätzen in der Stadt zu finden. Wir wollen diese Qualität breiter streuen und jedem Quartier Orte geben, die zum Verweilen und Flanieren einladen.

In der Innenstadt wollen wir das Profil als urbanes Zentrum stärken. Dafür müssen Orte wie die Umgebung des Bushofs, der Büchel und die Theaterstraße so umgebaut und gestaltet werden, dass die dichte Bebauung einer Großstadt kombiniert wird mit weiten Flächen für Fußgänger*innen und Grün. Die Innenstadt wird sich in den nächsten Jahren deutlich verändern. Der Einzelhandel als Frequenzbringer hat sich überlebt und wird in Zukunft eine deutlich kleinere Rolle spielen.

Wir wollen diese Veränderung gestalten und Leerstand durch kreative Erdgeschossnutzung vermeiden und die Innenstadt durch Grünflächen, Wasser und Gastronomie attraktiv halten.

Konkret bedeutet das:

  • Den Bushof mit hochwertigem Städtebau umgeben, damit du vom Bus in eine einladende Stadt trittst und nicht in einen abweisenden Angstraum
  • Das Quartier am Büchel mit viel Wohnraum und Grün entwickeln, damit du dich in diesem zentralen Bereich wohlfühlst, egal ob du Anwohner*in, Passant*in, Sexarbeiter*in oder einfach auf der Suche nach Wissen oder Entspannung bist
  • Die Theaterstraße mit weniger Fahrspuren und ohne Parkplätze zu einer Flaniermeile umbauen, damit du Platz zum Spazieren oder Chillen hast
  • Öffentliche Toiletten, Wasserspender und Bänke an allen belebten Orten in Aachen, damit du entspannt und ohne Konsumzwang in deiner Stadt unterwegs sein kannst
  • Mehr Platz für Grünflächen und Aachener Bäche offenlegen, damit du es in Aachen auch bei Hitze aushalten kannst
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Gar nicht übel: Fragen und Antworten zum Klimanotstand

Hier hat die Gruppe „Runder Tisch Klimanotstand“ gute Arbeit geleistet, wie mir scheint. Man hat den Parteien, die im Rathaus regieren oder mitregieren wollen, ziemlich konkrete Fragen vorgelegt. Und dann die Antworten zum Vergleichen untereinander gestellt und bewertet.

Schaut selbst, wem ihr vertraut, wer möglicherweise viel verspricht und nur die Hälfte oder gar nichts halten wird. Viele Leser*innen hier haben ja längst ihre Erfahrungen hinsichtlich Wahlversprechen gemacht. Man muss sich bei einer Wahl auch fragen, wer überhaupt in der Lage sein wird, die hier gemachten Zusagen auch umzusetzen. Wer wird kämpfen, wer geht sowieso immer den Weg des geringsten Widerstandes usw?

Macht euch einen Tee und schaut mal rein. Es ist umfangreich. Hier zum Beispiel zum Thema Mobilität: https://runder-tisch-klimanotstand-ac.de/wahlpruefsteine-mobilitaet/

Absolut hilfreich ist auch der Klima-Wahl-o-mat für Aachen. Überraschung: Bei mir kam raus, dass ich am besten UWG oder Piraten wählen sollte. Die wenigsten Übereinstimmungen hatte ich mit den Vorstellungen der FDP und der SPD. Den Klima-Wahl-o-mat findet ihr hier:

https://www.runder-tisch-klimanotstand-ac.de/klima-kommunal-o-mat/

***

Die ersten Wahlplakate sind in Aachen auch schon aufgetaucht. Sie sind sehr unterschiedlich.

Die Linke erzählt auf einem Bild vorne die Geschichte von dem alten kranken Mann im Rollstuhl, der gleich von zwei (!) Pflegekräften Hilfe bekommt, während hinten jemand verzweifelt auf dem Boden sitzt und Ärzte durch Flure rennen, ohne den Mann auf dem Boden zu beachten. Oder so.
Die UWG kommt – Material sparend – mit kleinen Plakaten ohne Bild aus. Ein griffiger uralt Spruch reicht ihnen, wobei es nicht genug Farbe zum Schreiben gegeben haben muss. Es soll wohl der Eindruck von Sparsamkeit erweckt werden.
Die SPD. Hier leider – außer dass die Dame in den StädteRegionstag will – keine Botschaft.

Weitere Plakat-Präsentationen folgen.

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Nähe herstellen

Soll man sein Essen fotografieren? Ich denke: ja, unbedingt. Diese Nachspeise haben Piraten in einem marokkanischen Restaurant in der Harscampstraße in Aachen gegessen.

Nicht nur seit Corona versuchen wir, im Internet Nähe herzustellen. Nah sind uns Menschen, die uns nicht erst ihr halbes Leben erzählen müssen, bevor wir uns mit ihnen verbunden fühlen.

Wirklich nah fühlen wir uns den Menschen, bei denen wir viele Details aus dem Alltag kennen. Zum Beispiel, wenn wir sehen, was sie sich gerade (Tolles) gekocht haben oder in einem Restaurant gegessen haben. Und wenn der eine Teil der Freunde 1000 Kilometer entfernt vom anderen lebt, dann kann man sich über sein Alltagsleben via Instagram, Facebook & Co gut informieren. Man fühlt sich verbunden und nah, weil man vom Alltag der anderen viel weiß – obwohl man räumlich getrennt ist.

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So viele Personen wollen an die Spitze der Stadtverwaltung

Der Wahlausschuss hat getagt und es ist jetzt folgendes amtlich:

Für das Amt der Oberbürgermeisterin bzw. des Oberbürgermeisters kandidieren diese Personen. Ihre Namen werdet ihr auf einem der vier Wahlzettel finden, die euch anlässlich der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, überreicht werden. Welche Person verdient hier euer Vertrauen?

Harald Baal, CDU;

Matthias Dopatka, SPD.

Sibylle Keupen, BÜNDNIS90/Die GRÜNEN.

Wilhelm Helg, FDP.

Leo Deumens, DIE LINKE.

Matthias Achilles, PIRATEN.

Ralf Haupts, UWG Aachen.

Markus Mohr, AfD.

Hubert Franke, Die PARTEI.

Adonis Böving und Jörg Polzin jeweils als Einzelbewerber. 

Ihr fragt euch bestimmt: Warum stellen die Mitglieder der kleinen Parteien überhaupt einen Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl auf? Die haben doch sowieso keine Chance, die OB-Wahl zu gewinnen?

Dazu ist zu sagen, dass der OB-Kandidat (durch seine Kandidatur) immerhin die Möglichkeit bekommt, die Politik seiner Partei, die Linie und das Profil seiner Partei in einem großen Rahmen vorzustellen. Man wird zu Podiumsdiskussionen eingeladen oder zu Diskussionen im Internet. Und kann dort die Vertreter der Altparteien (CDU, SPD, Grüne) mit alternativen Politik-Vorstellungen konfrontieren und schön herausstellen, wie und wo die Gegensätze sind. Das hat seinerzeit (2014 ff) z. B. für die Piratenpartei in Aachen Marc Salgert mehrfach sehr gut gemacht. Diesmal hat schon Matthias Achilles des öfteren die Positionen und den anderen Politikstil echt gut vertreten.

Zudem kann ein Achtungserfolg verbucht werden, was immer motiviert und zeigt, wer da noch zu einem hält.

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Bis jetzt hier unter den Tisch gefallen ist, dass auch der Integrationsrat gewählt wird. Aus Unachtsamkeit, das muss zugegeben werden. Die Pressestelle der Stadtverwaltung teilt dazu mit:

Der Wahlausschuss stellte zur Wahl des Integrationrates fest, dass kein Wahlvorschlag verspätet eingereicht wurde. Mängel wurden nicht festgestellt. Auch hier wurde der Beschluss auf Zulassung der eingereichten Listenkandidaten- und Einzelbewerbervorschläge einstimmig gefasst. Es stehen eine Einzelbewerberin und sieben Listenvorschläge zur Wahl. Die Integrationsratswahl der Stadt Aachen wird am Sonntag, 13. September, zeitgleich mit der Kommunalwahl durchgeführt.“ 

Alle Informationen zu den Wahlen gibt es auch auf der Homepage der Stadt Aachen, aachen.de/wahlen

Damit der ganze Clusterfuck, also die Kommunalwahl am 13. September, überhaupt stattfinden kann, braucht man Wahlhelfer*innen. Es müssen schließlich in 225 Wahllokalen tausende Stimmen ausgezählt werden usw. Du kannst gut zählen? Dann los. Mehr Infos dazu hier.

Zur Erinnerung: Sich seine Stadtregierung selbst wählen zu dürfen, das ist in den meisten Ländern dieser Erde den Menschen gar nicht gestattet. Freu dich und ansonsten: check deine Privilegien.

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Gar nicht so ungewöhnlich: Straßen hießen früher mal anders

Der Alexianergraben hieß früher mal Bejaadejrav.

Straßen, die früher mal anders hießen, sind in Aachen keine Seltenheit. Mit dem Namens-Switch hatte – soweit bekannt – kaum jemand je ein Problem. Von Bajaadejrav ging es zu Alexianergraben. Da hat nicht nur der Name, sondern auch die Sprache gewechselt. Man stelle sich das mal beim „Café zum Mohren“ vor.

Kürzlich hat man bei einigen Straßenschildern die alten Namen hinzugefügt, in schwarzer Schrift auf gelbem Grund. Freude.

Auf einen neuen Namen wartet auch eine Straße, die nach einer Nazi-Größe benannt ist. Die Arthur-Kampf-Straße in Burtscheid . . .

Den Hohenzollernplatz möchten ebenfalls einige Menschen in Aachen umbenannt wissen. Es mutet merkwürdig an, dass man sich gerade bei diesen Umbenennungen so schwer tut und viele Argumente anführt, weshalb es besser nicht zu einer Neufirmierung kommen sollte.

Auch die Menschen in der ehemaligen DDR mussten sich ratzfatz an viele neue Straßennamen gewöhnen. Mir ist keine Diskussion bekannt, in der man sich darüber bewusst war, was man den Menschen im Osten damit zugemutet hat. Obwohl es wegen der Masse der Umbenennungen bestimmt nicht einfach war. Hier weiterlesen.

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Tarife im Bus. Wer blickt da noch durch?

Die heutige Tarifstruktur, sagt Matthias Achilles von der Piratenpartei, sei selbst für erfahrene ÖPNV-Kund*innen und mit Apps nur schwer nachzuvollziehen. Hinzu komme, dass viele Preise unattraktiv sind und tatsächlich Menschen vom ÖPNV ausschließen.

Bisher wurden die Preise einfach nach der Maßgabe fortgeschrieben, dass man so viel Geld wie möglich von den Kund*innen generieren wollte, um so einen Großteil des ÖPNV zu finanzieren. Für die ambitionierten Pläne der Aachener Piraten, Verkehr grundsätzlich zu erst als ÖPNV zu denken, muss die Finanzierung langfristig gesichert und auf eine breitere Basis gestellt werden.

Die Piraten teilen dazu mit: „Wir wollen den Vorschlag der ASEAG aufgreifen und eine dauerhafte Nutznießer*innen-Finanzierung durch eine Abgabe sichern, weil alle etwas davon haben, wenn mehr ÖPNV und weniger Pkw genutzt wird.“

Konkret bedeutet das:

  • Einfache Zeit- und Luftlinientarife, damit du immer weißt, was du bezahlst.
  • Günstiger ÖPNV von allen finanziert, damit du dir auch mit wenig Geld Mobilität leisten kannst
  • Fahrscheinfreien ÖPNV vorbereiten, damit du in Zukunft wirklich einfach fahren kannst
  • und:
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