Der Hof sieht jetzt wieder schön aus

Ein Dom-naher, kleiner Platz: der Hof.

Der Hof ist wieder ein rundum schöner Platz. Tausende flache Pflastersteine wurden verlegt. Die machen das Begehen der Fläche sehr viel leichter, sind aber auch deutlich teurer als normale Steine.

Jahrelang wurde im Untergrund gebuddelt, alle Kanäle und Leitungen erneuert, zusätzlich taktile Elemente aus hellem Naturstein verlegt. Eine Stunde oder zwei  vor dem Domkeller zu sitzen, erst Kaffee dann Bierchen zu trinken, das machte ja schon immer Spaß und ist jetzt noch schöner. Am 1. Dezember war es so mild, da saßen noch Leute dort herum.

Auch in der Körbergasse wurden die abgesägten Steine verlegt. Rollstuhlfahrer, Kinderwagen oder Rollatoren bleiben jetzt nicht mehr mit den Rädern in den Rillen hängen. Es ist bezüglich gehbehinderten-freundliche Innenstadt ein Anfang gemacht. Wäre ja schön, wenn als nächstes eine weitere Ecke flacher würde.

Die flachen Steine am Klosterplatz (und vor der Dominformation) waren auch dort zunächst eine reine Freude, wurden dann allerdings beschädigt. Tonnenschwere Lkw rollten ständig über die Fläche. Das Bistum hat am Klosterplatz ein Verwaltungsgebäude saniert, dabei gingen etliche edle Steine des Bodenbelags zu Bruch. Ob das Bistum für den Schaden aufkommt?

Der Hof aus anderer Perspektive. Sieht glatt aus, ist es aber nicht.

 

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Schaffen Poller die Sicherheit, die wir brauchen?

An drei Seiten ist der Aachener Markt jetzt mit ein- und ausfahrbaren Pollern zugestellt. Da soll kein Fahrzeug mehr durchfahren. Ein Gefühl der Sicherheit sollen diese Poller vermitteln, da hat der Rat der Stadt schnell reagiert und für mehrere 100.000 Euro Fakten geschaffen.

Sicherheit ist ein wichtiges Thema in unserer Zeit. Leider wird eine dubiose angebliche Sicherheit wertvoller eingeschätzt als Freiheit. Die Freiheit wird dadurch immer kleiner.

Sicherheit im Straßenverkehr, das ist es, was wirklich bedeutend ist. Und da lassen es die Stadtväter und -mütter in Aachen doch sehr an Engagement fehlen. An erwiesenermaßen gefährlichen Kreuzungen kamen 2016 und 2017 junge Menschen als Radfahrer zu Tode. Erst gestern Abend (28. 11.) wurde eine weitere Radfahrerin in Aachen bei einem Zusammenprall mit einem Pkw schwer verletzt.

Der VCD Aachen hat 4 große Aachener Kreuzungen benannt, die dringend umgebaut werden müssen. Pro Kreuzung müssen 100.000 Euro aufgebracht werden. Hallo, Rat der Stadt Aachen, zeig mal, dass du es wirklich ernst meinst mit der Sicherheit. Ich habe da nämlich so meine Zweifel.

Wenn nach all den Hinweisen auf wirklich gefährliche Kreuzungen dann nichts umgebaut und entschärft wird und wenn dann dort Unfälle passieren: Wer ist dann eigentlich verantwortlich? 

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StädteRegion erhält 87.000 Euro vom LVR (aber es könnte mehr sein)

Die Kirche in der Mataréstraße in Aachen ist das Werk des Architekten Rudolf Schwarz, zu dessen Werk der LVR in Aachen eine Ausstellung mitfinanziert. Foto: Henning Brinkmann

5,5 Millionen kann der Landschaftsverband (LVR) 2019 an Initiativen verteilen, die teils direkt, teils indirekt mit Kultur zu tun haben. Von diesem ganzen Geld könnte deutlich mehr in die StädteRegion fließen. Warum das nicht geschieht? Die Beantragung ist wirklich äußerst kompliziert, und schreckt viele ab. Aber es gibt in Aachen im Haus der StädteRegion (Zollernstraße) jemand, der euch hilft.

Zur Info: Der Kulturausschuss des LVR hat für 2019 die Förderung von 88 kulturellen Projekten mit 5,5 Millionen Euro empfohlen. Damit unterstützt der LVR die Vielfalt und Nachhaltigkeit des kulturellen Angebotes und Erbes im ganzen  Rheinland. Und wenn ihr euch in Januar, Februar 2019 hinsetzt, und für 2020 auch Geld haben wollt, dann könnte das relativ leicht klappen.

Die StädteRegion erhält 2019 Zuwendungen – und zwar in Höhe von 87.000 Euro für die Instandsetzung und Erhalt des Dorfsaals in Roetgen-Rott und für die Ausstellung „Die Ära Rudolf Schwarz an der Aachener Kunstgewerbeschule 1927-1934“ im Rahmen des Verbundprojektes „Bauhaus100 im Westen“. Bonn erhält 270.500 Euro vom LVR, der Kreis Düren 100.000 und Krefeld 230.000 Euro. Von Köln erst gar nicht zu reden.

Vom LVR werden Projekte finanziell unterstützt, die die kulturelle Identität des Rheinlandes stärken. Dazu zählen zum Beispiel Maßnahmen des Denkmalschutzes, der Archäologie, der Heimatpflege, der Rheinischen Geschichte und Volkskunde, kulturelle Kooperationen, Veranstaltungen, Bildung und Vermittlung. Ihr seht: Da fällt ganz schön viel drunter. 

Wenn ihr kulturell was machen wollt, dann lasst euch von der sehr bürgerfreundlichen Dr. Nina Mika-Helfmeier  helfen. Sie weiß, ob ihr Chancen habt und worauf es bei so einem Antrag ankommt. Es ist trotzdem ein bisschen Arbeit, die da auf euch zukommt.

Aber: ES LOHNT SICH.

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Interstellare Höhenflüge im Depot in der Talstraße

Wird zur Konzerthalle: das alte Straßenbahndepot im Aachener Ostviertel.

Passend zur Marslandung (s. Twitter: #marslanding und  ) kommt es am Freitag,  30. November, zu einem ganz besonderen Konzert mit dem Sinfonieorchester Aachen. Das teilte jetzt der Kulturbetrieb mit. Unter der musikalischen Leitung von Christopher Ward wird im Depot, Talstraße 2, musiziert.

Wie klingen Planeten? Wie klingt „musikalische“ Schwerelosigkeit? In
der außergewöhnlichen Klangstätte des Depots begibt sich der neue Musik-Chef vom Stadttheater, Christopher Ward, zusammen mit dem Sinfonieorchester Aachen auf „interstellare Höhenflüge“.

Der Blick von der Erde ins Weltall, von der Heimat in die Fremde bildet
die philosophische Inspiration, um der Sphärenmusik auf den Grund zu
gehen. Auf diese Weise wird nicht nur zeitgenössische Musik erkundet,
sondern es werden völlig neue Klangräume erschlossen.

Auf dem Programm stehen: Richard Strauss: »Also sprach Zarathustra«, György Ligeti: »Arc-en-ciel«, Jörg Widmann: »Dubairische Tänze«, »Ikarische Klage«, Arnold Schönberg: »Verklärte Nacht» op. 4.

„Im Depot: classic lounge – RADICAL VIBES“ ist eine neue
Konzertreihe, die unter dem Titel „Interstellare Höhenflüge“ ihren
Auftakt setzt. Das ehemalige Straßenbahndepot der ASEAG wird zur Klangkulisse für Neugierige jeden Alters, die Lust haben,
zusammen mit dem Sinfonieorchester Aachen und Christopher Ward
neue Wege zu beschreiten.

Tickets für das Konzert gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und natürlich an der Theaterkasse. Beginn ist um 20 Uhr.

Viel Platz für Veranstaltungen jeder Art: im Depot in der Talstraße.

Zum Twitter-Account des deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: https://twitter.com/DLR_de

Das nächste Konzert im Depot findet statt am 8. März 2019. Motto: Extreme Evolution.      Empfehlung: Hingehen, hingehen, hingehen.

 

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Alles sauber. Nur die Luft, die ist es nicht.

Zertifizierte Anlage des Landes NRW zum Messen von Luftverschmutzung. Foto: Archiv

Was wir einatmen in Aachen, ist nicht sauber. Was wir essen, was wir trinken, das ist höchstwahrscheinlich sauber. Aber die Luft! Sie ist es nicht.

Aachen muss das Bundes-Immissionsschutzgesetz einhalten, das vorschreibt, dass man seit dem 1. Januar 2010 die Luft im Schnitt nicht mit mehr als 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter belasten darf. Um das im Gesetz Vorgeschriebene zu erreichen, gibt es einen Plan, den Luftreinhalteplan.

Aber Aachen bricht dieses Gesetz Jahr für Jahr seit bald 9 Jahren. Warum? Weil die von der Mehrheit gewählten Politikerinnen und Politiker von CDU, SPD und Grünen im Rat der Stadt keine geeigneten Maßnahmen beschlossen haben, um die Ursachen dieser Gesundheitsgefährdung zu bekämpfen. Warum die Politik uns die saubere Luft nicht gönnt, ist mir ein Rätsel.

Warum ist die Aachener Luft so schmutzig? Die Ursache liegt zum überwiegenden Teil bei den Pkw in der Stadt.

Die Ratsmehrheit hat sich sogar aktiv dagegen gesträubt, den Verkehr in dieser Stadt weiterzuentwickeln. Sie haben es nicht einmal geschafft, durchgehend eine einzige Stelle in der Verwaltung für den Verkehrsentwicklungsplan vorzuhalten. Mir kann niemandem erzählen, die Politik in Aachen würde sich für den Verkehr interessieren.

„Wenn das alleine nicht schon schlimm genug ist, so folgt hier aus dieser Geringschätzung für Verkehrspolitik eine Geringschätzung deutscher Gesetze“, sagt Matthias Achilles, verkehrspolitischer Sprecher der Piratenpartei in Aachen.

Die Politiker in Aachen mussten sich am 8. Juni vom Aachener Verwaltungsgericht erklären lassen, dass Gesetze auch für Aachen gelten, dass der Grenzwert schon der Kompromiss und ohne Wenn und Aber einzuhalten ist (AachenNews.org berichtete), dass der Betrug der Automobilindustrie keine höhere Gewalt darstellt, dass Maßnahmen dann ausreichend sind, wenn sie im Ergebnis das Gesetz einhalten und nicht, wenn uns mehr Maßnahmen zu anstrengend wären.

Achilles weiter: „Es ist schade, dass offenbar weder die Bezirksregierung noch der Oberbürgermeister sich die Zeit genommen haben, um einmal die Urteilsbegründung zu lesen. Dann wäre nämlich beiden klar, dass Aachen mit diesem jetzt neu vorliegenden Luftreinhalteplan weiterhin das Gesetz brechen wird.“

Matthias Achilles (und die Piratenfraktion) haben dem neuen Plan nicht zugestimmt, „weil wir die Gesetze des Landes und des Bundes achten, wie man so schön vorliest, wenn man hier anfängt mit der Politik“. Der Luftreinhalteplan enthält jetzt weder Fahrverbote, noch Maßnahmen, die in der gleichen Zeit die gleiche Wirkung entfalten können, wie unmissverständlich vom Gericht gefordert wird.

Für die Piraten in Aachen geht Gesundheit vor Eigentum. Sie möchten in einem Rechtsstaat leben, in dem gerade der Staat sich an seine eigenen Gesetze hält.

Wer in Aachen die lokale Politik beobachtet, der weiß: Man hätte es nicht soweit kommen lassen müssen, die Politiker und Politikerinnen hätten die letzten Jahre auch einfach beherzt Politik machen können. Das kann aber nicht geschehen, wenn die SPD bei jeder Abstimmung erst zu Frau Breuer (CDU) schauen muss, um ja nicht „falsch“ abzustimmen. Solange die CDU nur sagt: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“ und die SPD „keine Experimente“ fordert und sich keiner von ihnen komisch dabei vorkommt, wird von der Politik in dieser Stadt keine Verbesserung ausgehen.

So kann Matthias Achilles nur an CDU und SPD in Aachen appellieren: „Hören Sie auf mit diesen Koalitionen, lassen Sie Ihren Leuten eine eigene Meinung, dann können wir offen debattieren und endlich das tun, was wir für das Beste für Aachen halten und nicht das, was Ihr unnützes Bündnis am wenigsten gefährdet.“

(Fotos von Luftverpestung durch Autos in Aachen folgen. Im Weihnachtsverkehr wird daran kein Mangel sein.)

***

UPDATE:

Hier soll nicht verschwiegen werden, dass der OB dieser Tage mit den Ergebnissen stadteigener Messungen um die Ecke kam. Der OB hatte allerlei Döschen (2 Dutzend, nicht zertifiziert) zum Messen von Stickoxid aufhängen lassen, u. a.  in Parks und Fußgängerzonen, es war zu komisch. Ergebnis natürlich: Alles in Butter, die Luftqualität in Aachen sei im Durchschnitt gut, ein Fahrverbot sei überflüssig.

Die Fachwelt lachte sich teils kaputt, teils war man empört und deutete die Ergebnisse auch noch ganz anders als der OB. Der habe an den falschen Stellen messen lassen, teilte das NRW-Umweltamt mit. Und dann habe er noch – methodisch unkorrekt – den Durchschnitt errechnet und für den entscheidenden Wert gehalten.

In der Tat haben die Anwohner von Adalbertsteinweg, Wilhelmstraße, Trierer Straße, Hansemannplatz, Jülicher Straße usw nichts davon, wenn am Markt, am Elisenbrunnen und in Burtscheid die Höchstwerte nicht überschritten werden, bei ihnen vor der Haustüre aber wohl. Die EU-Grenzwerte werden an den vielbefahrenen Straßenschluchten gerissen. Die Anwohner können nicht einfach alle zum Markt oder nach Burtscheid umziehen.

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Unter dem Sternenzelt

Nicht in der Eifel, sondern im Harz wurde dieses Foto gemacht. An dem Abend war es zunächst neblig, dann in der Nacht klar und kalt.  Um die Milchstraße zu sehen, kann man auch in die Eifel fahren.         Foto: Henning Brinkmann

Die Eifel ist eines der wenigen Gebiete in NRW, wo Menschen am Firmament nachts die Milchstraße erkennen können. Mit bloßem Auge. Bei passendem Wetter ist das ein außergewöhnliches Erlebnis.

Von Lichtverschmutzung, Lichtsmog, Lichtverunreinigung oder Lichtimmission ganz frei ist oft der Himmel über dem Nationalpark. Das ist sensationell und ein Anblick, den Stadtmenschen gar nicht mehr kennen.

„Unter dem Sternenzelt – Eifel bei Nacht – Nachthimmel begreifen, bewundern, und bewahren“, so lautet der Titel eines Projekts, mit dem sich die Region an einem Wettbewerb beteiligt hat. Naturpark Nordeifel e. V., die StädteRegion und der Nationalpark haben sich zusammengetan und gute Aussichten auf Zuschüsse vom NRW-Umweltministerium.

Der Blick in den sternenklaren Nachthimmel, am besten noch unter

Im Haus der StädteRegion Aachen, Zollernstraße, geht es am kommenden Mittwoch um die Möglichkeit, mit bloßem Auge die Milchstraße zu sehen.   Foto: Archiv

fachkundiger Anleitung, das ist eine touristische Attraktion der Extraklasse. 2014 wurde der Nationalpark schon als „Sternenpark“ ausgezeichnet. Am 15. Dezember will man in Düsseldorf bekannt geben, ob die neueste Bewerbung erfolgreich war.

Dann könnte Geld ausgegeben werden, um die Bedeutung eines dunklen Nachthimmels möglichst vielen Menschen klarzumachen: Er ist wichtig für den Artenschutz, für die Biodiversität und die menschliche Gesundheit. Schulen und Kitas könnte man Angebote machen, eine besondere touristische Infrastruktur kann aufgebaut werden. Bis hin zur Fortbildung zum Thema „Vermeidung von Lichtverschmutzung“ wäre dann drei Jahre lang vieles möglich.

Der Eigenanteil der StädteRegion ist vergleichsweise gering: Es müssten drei Jahre lang jeweils 9343,06 Euro aufgebracht werden. Dies ist einer Vorlage des Tourismus- und Kulturausschuss zu entnehmen. Man trifft sich am Mittwoch, 28. November, um 16 Uhr in Aachen im Mediensaal, Zollernstraße 16, zu öffentlichen Beratungen.

Wen es interessiert: Der Geschäftsführer des Naturpark Nordeifel e.V., Dominik Hosters, wird in der Sitzung ausführlich von dem Projekt berichten.

(Hier wird weiter berichtet)

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Bonner Kanzlerbungalow steht plötzlich im Aachener Elisengarten

Oh, du schöne Weihnachtszeit. Teile des Elisengartens sind wieder zugeballert mit einer Wüstchenbude, groß wie ein Bungalow.

Schreck am Abend, als ich dieser Tage am Geldbrunnen vorbei vom Münsterplatz zum Elisenbrunnen gehen wollte: „Oh heiliges Jesuskind, was stellt sich mir denn da in den Weg?“

Der nächste Gedanke: Jemand hat den Bonner Kanzlerbungalow nach Aachen transferiert. Ein Haus mit Flachdach und großer Veranda. Zu welchem Zweck? Gut, der Elisengarten ist seit seiner Neugestaltung nie mehr wirklich schön geworden. Aber dort gleich eine Gebäudegruppe zu positionieren? Wer hat sich das ausgedacht?

Oder soll das jetzt der Amtssitz des Oberbürgermeisters sein? Wird die Familie von Marcel Philipp hier einziehen, und werden die eigentlich auch Miete zahlen? Hallo?

Ohne Witz: Die Hütte vom Ex-Karnevalsprinz ist wieder da. Und man wüßte doch zu gern, was der Hausherr gegen die Stadtverwaltung und den Rat in der Hand hat, dass er das Bauwerk genehmigt bekommt. Nichts? Ach so.

Oder ich frage mal den obersten Öcher Prinzenberater, Alwin Fiebus. Vielleicht weiß der Rat und kann denen helfen, die auch gern mal eine Bude auf dem Weihnachtsmarkt (oder am Rand) aufstellen möchten.

Mal was ganz anderes, das hat jetzt echt nichts mit der Bude zu tun und soll niemand persönlich nehmen, aber Frage: Hat die CDU Aachen in den letzten Wochen eine fette Spende erhalten oder läuft da in den Wochen nach Weihnachten was ein? Darf man da mal die Konten sehen?

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Millionen für ein Parkhaus, das geschlossen gehört

Die untere von vier Ebenen (D) ist nur in der Weihnachtszeit voll: „Parkhaus Rathaus“ in der Innenstadt von Aachen (Foto: 19. November 2018).

Das „Parkhaus Rathaus“ in der Mostardstraße (gegenüber vom Modehaus Sinn) muss neu gebaut werden, und man fragt sich, wer das eigentlich wo entschieden hat. Mit seinen vier unterirdischen Ebenen gehört es (über die Aachener Parkhausgesellschaft APAG) der Stadt Aachen.

Der Neubau wird schwierig, denn genau auf dem Parkhaus stehen Restaurants, Geschäfte, Wohnungen und die Aachener Zentrale einer Krankenkasse. Die sollen bei der Totalsanierung nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Gleichwohl müssen 3000 Tonnen Beton zuerst entfernt und dann neu eingebracht werden. Dazu noch hunderte Tonnen Stahl. – Elektrik, Lüftung und Brandschutz müssen ebenfalls erneuert werden.

Anstatt dieses Parkhaus mit seinen 366 Stellplätzen zu schließen, und so zu verhindern, dass Autos im Schneckentempo quer durch die Innenstadt bis fast vor das Rathaus fahren, werden Millionen investiert. Wieviel genau alles kosten wird, ist vorerst noch nicht herauszubekommen. Besser so. Man würde sonst mit Herzinfarkt zusammenbrechen.

Besonders zur Weihnachtszeit ist dieses Parkhaus (gebaut in den 1960er

Im Dezember: Die Pkw-Schlange (r.) vor dem Parkhaus in der Mostardstraße wird jeden Tag länger. Foto: Archiv

Jahren) in Ermangelung eines guten P&R-Systems wirklich voll. Vor dem Eingang gibt es dann eine lange Schlange. Seit vielen Jahren haben dort, wo jetzt auf Decken und Fahrbahnen der Beton aufplatzt, etwa 200 Personen einen Nachtparkplatz gemietet. Ab Frühjahr 2019 soll das Parkhaus für ein Jahr geschlossen werden.

Gearbeitet wird mit Druckwasser. (Einzelheiten hier nachzulesen.) Verbrauch: 200.000 Liter am Tag. Wie wird sich im Ernstfall die Feuerwehr versorgen? Zwei riesengroße Stromerzeugungsaggregate, die rund 1000 Liter Diesel am Tag verbrauchen, sorgen für die Energie. Eine eigene Kläranlage muss für das Schmutzwasser auch noch gebaut werden. Alles, um die Pkw in die Innenstadt rein zu bekommen, wobei die Richtung längst eine andere sein müsste.

Dass das Parkhaus angefahren wird, dafür garantieren auch die Jahr für Jahr erhöhten Preise für eine Fahrt mit der ASEAG. Teuer, teuer, teuer. Busfahren wird schon ab kommenden Januar teurer, und zwar 2,7 Prozent für alle. Übrigens: Die SPD enthielt sich bei der Entscheidung im Rat der Stimme, wohl wissend, dass die CDU mit der FDP die Entscheidung pro Erhöhung realisieren würde.

Dass die Sozialdemokraten in Aachen bei einem so wichtigen Thema mal die Koalitionsfrage stellen . . . davon träumen wir.

Nicht auszuschließen ist, dass dieser Markt-nahe Bereich mittelfristig ganz für den Pkw-Verkehr gesperrt wird. Dann wäre das Parkhaus vollkommen vergebens saniert worden. Als Radfahrerin fällt mir dazu nur ein Bild ein: Aachen, vorne und hinten platt.

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Piraten: Niedrige Wahlbeteiligung sollte zu denken geben

Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (r.) gratulierte als einer der Ersten dem neuen StädteRegionsrat Tim Grüttemeier.

Anlässlich der Wahl von Dr. Tim Grüttemeier (CDU) zum neuen Chef der Verwaltung der StädteRegion Aachen und Nachfolger von Helmut Etschenberg  (CDU) schickte die Piratenpartei Aachen folgende Pressemitteilung: 

Die Piratenpartei Aachen gratuliert dem neu gewählten StädteRegionsrat Tim Grüttemeier.

Das Amt des StädteRegionsrats ist ein Amt von hoher Bedeutung und vernetzt alle Kommunen in der StädteRegion. Besorgnis erregend ist für die Piratenpartei

Freute sich sichtlich über seinen Erfolg und die Jubelrufe seiner Parteifreunde: Dr. Tim Grüttemeier (CDU).

die niedrige Wahlbeteiligung bei der Wahl. Gerade mal 27,06 Prozent aller Wahlberechtigten haben anlässlich der Stichwahl den Weg an die Urne gefunden.

Das Mitglied des StädteRegionstags Thomas Buhr meint: „Die niedrige Wahlbeteiligung bestätigt die mangelnde Identifikation und Bekanntheit der StädteRegion und des Amts des StädteRegionsrats“. Dabei sei schon allein finanziell bei einem Haushalt von ca. 700 Millionen Euro die Bedeutung der Position klar.

Der neue StädteRegionsrat steht vor sehr großen Aufgaben. Der digitale Wandel, bezahlbarer Wohnraum, mangelnde Gewerbeflächen, Klimaschutz und ein attraktiver ÖPNV sind die Problemfelder, die Tim Grüttemeier angehen muss. Die Herausforderung wird darin bestehen, die Kommunen untereinander näher zu bringen und die Wähler näher an die StädteRegion.

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Dürer-Ausstellung in Aachen? Für mich nicht!

Ich weiß ja nicht, wer sich diese Dürer-Ausstellung für Aachen und sein Suermondt-Ludwig-Museum gewünscht hat. Ich war es jedenfalls nicht. Die „Betenden Hände“, der Dürer-Hase, „Hieronymus im Gehäuse“ und ähnliches jahrhundertelang abgehangenes Zeug von Albrecht Dürer (1471-1528) sagen mir nichts.

Gleichwohl plant der Chef des Suermondt-Ludwig-Museums, der geniale Peter van den Brink, eine Ausstellung zu Dürer mit allerlei Skizzen und Zeichnungen, die am 7. Oktober 2020 eröffnet werden soll. Ob die vorausgesagten über 100.000 Besucherinnen und Besucher tatsächlich kommen werden, wage ich sehr zu bezweifeln. Deren Eintrittsgeld soll aber 1,31 Millionen Euro erbringen. Mal sehen.

Das superteure Projekt hat leider bisher keinen, dem ich davon erzählte, vom Hocker gerissen. Zusätzlich ist jetzt noch aufgefallen, dass die Dürer-Schau nicht stattfinden kann, bevor nicht die komplette Klimatechnik des Museums erneuert wird. Kosten: 2,4 Millionen Euro. (Ich wette, dass es deutlich teurer wird.) Die Anlage sei „abgängig“, so steht es in einem Text der Verwaltung, das heißt, sie ist total im Arsch.

Außer der Klimatechnik müssen noch weitere bauliche Maßnahmen stattfinden. Alles bis Oktober 2020. „Das ist sportlich“, würde ein piratiger Kollege sagen. „Das geht schief“, sage ich und behaupte: Dass die kaputte Klimaanlage für eine derartige Ausstellung nicht reicht, das Problem hätte man doch wohl schon früher bearbeiten müssen, oder?
Wie auch immer: Wegen der Bauarbeiten muss das Suermondt-Ludwig-Museum (SLM) ab März für 13 Monate am Stück geschlossen werden.

Überaus erfolgreich: Andreas Beitin mit dem LuFo und der Ausstellung  „Flashes of the Future“. Im Bild: der Katalog zur Schau.

Bei der Dürer-Schau freue ich mich auf die drei geplanten flankierenden Zusatzausstellungen (Kosten alles zusammen übrigens: 4,64 Millionen Euro), z. B. die im Ludwig Forum (Jülicher Straße) zum Thema „Künstlerreisen“. Sie soll die Ausstellung im SLM (Wilhelmstraße) eigentlich nur ergänzen. Mal sehen.

Das LuFo ist unter seinem Leiter Dr. Andreas Beitin übrigens gerade erst ausgezeichnet worden als „Museum des Jahres 2018“ (von der deutschen Sektion des internationalen Kunstkritikerverbandes, AICA). Außerdem wurde die LuFo-Ausstellung „Flashes of the Future – Die Kunst der 68er oder die Macht der Ohnmächtigen“, die von April bis August in Aachen zu sehen war, zur „Ausstellung des Jahres“ gewählt. Ebenfalls von der AICA.

Zurück zu Dürer: In Düsseldorf gab es vor 10 Jahren eine Ausstellung, die zeigte Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Thomas Struth, Ewald Mataré und andere Künstler im Dialog mit Grafiken des berühmtesten aller deutschen Künstler. Alles interessant, aber auch erfrischend respektlos. Zu den bekannten Arbeiten gehörte damals die legendäre Beuys-Aktion „Dürer, ich führe persönlich Baader ++ Meinhof durch die Dokumenta V“. Dieses Teil war jüngst im Ludwig Forum zu sehen, in der 60er-Jahre-Präsentation, die zur „Ausstellung des Jahres“ gewählt worden ist.

Respektlosigkeit gegenüber dem berühmtesten deutschen Künstler war in den 60er Jahren angesagt. Man wollte nicht mehr in Ehrfurcht erstarren. Vor niemand. (Bild: eine Arbeit von Aktionskünstler Joseph Beuys).

Dürers Reise in die Niederlande: hier nachlesen auf der Seite des SLM

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