Eine gute Wohnung darf kein Luxus sein

Die Leute von „Recht auf Stadt Aachen“ machen auf den „Housing Action Day“ (HAD)  aufmerksam. Unter dem Motto „Wohnen für Menschen statt für Profite“ werden am „Housing Action Day“, am 27. März, in ganz Europa Aktionen organisiert.

Der Anlass ist, dass überall die Mieten in den Städten stark steigen. Überall wird eine gute Wohnung zu Luxus für diejenigen, die es sich noch leisten können. Alle anderen sind gezwungen, entweder das Meiste ihres Lohns für Miete auszugeben oder an den Rand der Stadt zu ziehen.  

Die Gewinner*innen sind Eigentümer*innen und Immobilien-Unternehmen, die so hohe Gewinne einfahren wie noch nie. Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse? Die Umwelt? Das Klima? Fehlanzeige! Immer mehr Menschen sagen weltweit: So kann es nicht weitergehen! Deswegen soll am „Housing Action Day“ ein starkes Zeichen dafür gesetzt werden, dass Wohnraum nicht länger als Ware, sondern als Grundbedürfnis behandelt werden muss.

„Recht auf Stadt Aachen“ sagt zu der Frage, warum wir den HAD auch in Aachen brauchen:  Der Hauptgrund ist, dass in einigen Jahren so gut wie kein bezahlbarer Wohnraum in Aachen vorhanden sein wird.

Wer ist dafür verantwortlich? Welche Rolle spielt die Stadt? Und vor allem: Was können Mieter*innen dagegen machen? Mit diesen Fragen sollte man sich befassen. Am Samstag, 27. März, um 16 Uhr (mit Mundschutz und Abstand) am Eingang Kennedypark.

Einen guten Überblickt über die Situation in Aachen gibt es hier. Die Befassung mit der Lage des Wohnungsmarktes sollte so wichtig werden wie die Verkehrswende.

Für mehr Infos klickt euch durch diese Seite .

Seht insbesondere hier.

Nicht jeder Wohnraum ist guter Wohnraum. Und wer kann sich guten Wohnraum noch leisten? Warum wird in Aachen preiswerter Wohnraum bald tatsächlich noch knapper, als er es sowieso schon ist? Diese und ähnliche Fragen werden am „Housing Action Day“ diskutiert. Foto: am Aachener Klinikum

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Warum wollen manche Menschen glauben, dass Umweltschützer durch und durch verlogene Typen sind?

Was für den einen nichts als Müll und Unrat darstellt, ist dem anderen sein größter Schatz und Reichtum. Das haben jetzt auch die Besetzer vom Chorusberg lernen müssen, und mit ihnen die Arbeiter von Stadtbetrieb.

Der Stadtbetrieb hatte – beauftragt von wem auch immer – am Chorusberg sich der Hinterlassenschaften der Besetzer angenommen und vermeintlich „aufgeräumt“. Angeblich wurde eine Menge Unrat entsorgt. Ganz schön viel Arbeit soll das gewesen sein, wie man in der örtlichen Tageszeitung nachlesen konnte. Und auf Kosten der Steuerzahler sei das geschehen, wurde da genüßlich ausgebreitet, so als mache es dem Verfasser der Zeilen Spaß, die Besetzer als verantwortungslose Zeitgenossen und Umweltverschmutzer an den Pranger zu stellen. 

Dabei ist es – wer immer sich ans Entsorgen gibt – immer mal ratsam zu fragen: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Diese Frage mutet zwar humorvoll an, ist aber unter kultivierten Leuten heutzutage üblich geworden. Manch einer möchte nämlich das noch verwenden, was ich für absolut unbrauchbar halte. Da nachzufragen ist Pflicht, wenn man Sachen in die graue Tonne befördert, die einem nicht gehören. 

Ich erinnere mich noch gut an jenes T-Shirt – verwaschen und ein bisschen eingelaufen – das in jungen Jahren mein absolutes Lieblings-T-Shirt war, das aber von der treusorgenden Mama aus dem Verkehr gezogen wurde. Wie übel! Welcher Verlust, welche Enttäuschung! Es hagelte Vorwürfe, es gab ein echtes Zerwürfnis . . . 

So auch jetzt auf dem Chorusberg. Wertvolle Seile seien da entsorgt worden, Paletten, Infomaterial und anderes habe man sich nur zur Seite gelegt, um die Sachen später abzuholen. Material im Wert von hunderten Euro sei unwiderbringlich verloren. Die Empörung ist groß, zu Recht.

Wie kann man nur denken, dass Menschen, die Bäume schützen, gleichzeitig echte Umweltsäue sind? Wie soll das gehen, es sei denn, es sind ganz und gar gespaltene Persönlichkeiten. Hat man angenommen, dass die Besetzer verrückt sind und an dem einen Tag die Natur bewahren wollen und dass ihnen am nächsten Tag Ressourcenschonung und ähnliches am Arsch vorbeigehen? 

Das alles erinnert an die Aktion eines Aachener Wirtes, der nach der großen Demonstration von FridaysForFuture (Juni 2019) in Aachen ein Foto von Aachens total vermüllten Straßen nach einem Rosenmontagszug im Internet verbreitete mit dem Hinweis, dies alles seien die Hinterlassenschaften der Demonstranten. Dabei hinterließen 30.000 Demonstrierende Aachens Straßen nach dem Umzug „sauberer als zuvor“, wie von Müllwerkern bestätigt wurde. 

Warum wollen manche Menschen glauben, dass die Umweltschützer durch und durch verlogene Typen sind? Dass sie es in Wahrheit gar nicht ernst meinen mit ihrem Bemühen um Ressourcenschonung und Wiederverwendung allen Materials? 

Was ist passiert, was für Erfahrungen haben Menschen gemacht, die 2021 noch immer nicht erkannt haben, was für Umweltschützer charakteristisch ist? Dass die nämlich unter allen Umständen (in die Jahre gekommene) Wertstoffe der Umwelt zuliebe aufbereiten und wiederverwenden werden.

Eine „Aufräumaktion“ der Stadtverwaltung war hier höchst unerwünscht. Es wurden Seile vernichtet und es wurde Material zerstört, das die Baumschützer noch wiederverwenden wollten. Denn das ist ja charakteristisch für Umweltaktivisten: Sie wollen alles restlos recyclen.

***

Wo Seile, Kletterwerkzeug, Banner und Plakate als „Unrat“ bezeichnet werden: Hier nachlesen.

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Schule auf der Grenze. Kommt bald das Aus?

Die Grundschule in Lichtenbusch gibt es dort seit 1885. Der ganze Ort steht auf der Grenze, die Schule auch.

Dass etwas wegen überragendem Erfolg geschlossen werden muss, das hört man auch nicht jeden Tag. In Lichtenbusch kann man das zur Zeit erleben. Dort ist die Grundschule bei Kindern und Eltern so beliebt, dass sie definitiv zu klein geworden ist und über kurz oder lang schließen muss.

Es sei denn, es findet sich bis Mitte diesen Jahres eine Lösung. Von den Schwierigkeiten war jüngst im zuständigen politischen Gremium (Schulausschuss) kurz die Rede. 

Die Schule in Lichtenbusch ist etwas Besonderes: Lichtenbusch ist zwar ein Ortsteil von Aachen . . . aber nur etwa zur Hälfte. Die andere Hälfte ist belgisch. Spaziert man durch den Ort, ist man ohne es zu wissen, mal in Belgien, mal in Deutschland. Und nur weil uns die Pandemie so schrecklich am Wickel hat, fragt man sich: Darf ich überhaupt aus Deutschland so einfach raus und wieder rein usw?

Das gibt es auch nur im Westen. In Lichtenbusch steht man (mitten im Ort) plötzlich vor Ortsausgangs- und Ortseingangsschildern.

Deutsche Kinder, die in Deutschland wohnen, müssen eine deutsche Schule besuchen – nicht so in Lichtenbusch. Da gehen aktuell 150 deutsche und belgische Kinder in eine belgische Schule und in den Kindergarten, denn der gehört auch noch zu der Einrichtung. Würde die Schule geschlossen, dann müssten die belgischen Kinder nach Eynatten und die deutschen Kinder ins 10 Kilometer entfernte Oberforstbach gefahren werden. 

Das wär blöd, und genau das will niemand. Die Leute in Lichtenbusch machten jetzt – etwas spät – auf die Problematik aufmerksam. Die Tageszeitung und der WDR berichteten umfassend. Ein vorbildliches, gut funktionierendes, europäisches Projekt steht vor dem Aus. Das ist sehr zu bedauern. 

Die Lichtenbuscher kämpfen für den Erhalt ihre Schule. Die will ihnen im Grunde auch keiner nehmen. Das Gebäude samt Containern ist einfach nur zu klein.

Die Beziehungen zwischen Belgiern und Deutschen waren längst nicht immer gutnachbarlich. Viele Belgier haben bis heute die äußerst brutalen Überfälle der Deutschen auf ihr Land nicht vergessen. Es kommt Freude auf, wenn man in Lichtenbusch erzählt bekommt, wie ausnehmend gut die Menschen hier zurecht kommen, wie man sich gegenseitig respektiert und das Zusammensein genießt. Da ist die Schule der wichtigste Anker.

Für die Schule gibt es zur Zeit leider wenig Hoffnung. Anbauen in Lichtenbusch scheint nicht möglich zu sein. Auch findet sich angeblich kein freies Grundstück im Ort, wo sich eine neue Schule errichten ließe. Und: Wer kann einen Neubau bezahlen?

Ob Brüssel mit Geld hilft? Ob es vielleicht doch noch ein Grundstück gibt? Ob die Stadt Aachen vielleicht in einer Resolution des Rates zunächst mal erklärt, dass ihr der Erhalt der Schule wirklich außerordentlich wichtig ist? Was meint der Rat der Gemeinde Raeren, zu dem der belgische Teil von Lichtenbusch gehört? Kann sich die StädteRegion des Themas annehmen? 

Die Fragen sollten unverzüglich angegangen werden.

UPDATE (26. März): Der Rat der Stadt Aachen hat schon reagiert und einstimmig und offiziell seine Ansicht verkündet, dass nämlich Lichtenbusch auch weiterhin eine Schule haben sollte.

Die Europa-Sterne – bedeuten sie uns noch was? Ich denke: ja. Besonders, wenn es auf den höheren Ebenen nicht mehr so gut klappt.
Innen und außen wird jeder freie Raum genutzt.

s. auch: https://gs-lichtenbusch.net

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Großes Bauvorhaben in Burtscheid

Vorab: Werft einen Blick in die Liste der Tweets in der rechten Spalte dieser kleinen Internetpostille. Es gibt ein Urteil des NRW-Oberverwaltungsgerichts.

Hier stellt die Bauverwaltung ein neues Aachener Wohnungsbau-Projekt vor. Interessant für alle, die sich für Bauen und Stadtgestaltung interessieren. Es entsteht eine neue Stadtkante. Ob es schon einen Investor gibt und wer das ist, ist hier nicht bekannt.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit findet in der Zeit vom 29. März bis 30. April statt. Ort: Foyer des Verwaltungsgebäudes am Marschiertor, Lagerhausstraße 20. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr, freitags von 8 Uhr bis 15 Uhr.

Das Projekt befindet sich zwischen Burtscheider Straße und Kasinostraße, ziemlich nah an den Gleisen der Bahn und auf einem Gebiet von 5700 Quadratmetern. Es ist ein 5- bis 7-geschossiger Bau geplant, ein ruhiger Innenhof ist ebenfalls geplant. Im Video sieht das alles sehr eindrucksvoll aus, „nicht schlecht“, möchte man als Laie sagen.

Entstehen werden freifinanzierte und geförderte Wohnungen in unterschiedlicher Größe und eine Tiefgarage. In den geförderten Wohnungen könnten auch Menschen einziehen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Geplant hat wieder das Aachener Architekturbüro Kadawittfeldarchitektur.

Mehr Infos: hier zu finden

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Heute um 17.15 Uhr: Mahnwache auf der Krefelder Straße. Mit Update.

Wandbild des Aachener Wandmalers Klaus Paier, das sich einst in der Gördelerstraße befand. Im Ludwig Forum für internationale Kunst gibt es ein Foto von dieser eindrucksvollen Arbeit, die vor über 30 Jahren entstand. Schon damals war das Radfahren in Aachen überaus gefährlich.

Auf der Krefelder Straße ist am gestrigen Sonntag kurz vor 10 Uhr ein Radfahrer von einem Wagen zu Boden gerissen worden. Der Radfahrer (70) wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Einzelheiten zu dem Unfall, der sich auf der stadteinwärts führenden Fahrspur ereignete, sind noch nicht bekannt.

Es ist dies nicht der erste und bestimmt leider auch nicht der letzte Unfall mit tödlichem Ausgang. Radfahrer*innen leben gefährlich in Aachen, davon zeugen mehrere Weiße Fahrräder, unter anderem an der Vaalser Straße, am Hansemannplatz und an der Schanz. Unfälle mit Radfahrer*innen registriert die Polizei über 300 mal im Jahr. Verkehrspolitiker*innen fordern schon lange separate, baulich getrennte Fahrspuren für Fahrräder und Kraftfahrzeuge.

Die Aachener Gruppen von VCD, ADFC und die Gruppe „Radentscheid Aachen“ laden ein zu einer Mahnwache am Unfallort (Kreuzung Krefelder Straße/Merowingerstraße/Passstraße). Heute um 17.15 Uhr. Traurig denken wir auch an die Angehörigen des getöteten Radfahrers, an die Rettungskräfte und natürlich auch an den Fahrer des beteiligten Transporters. Eine schlechte Verkehrspolitik macht sie alle zu Opfern.

UPDATE:

Zur Unfallstelle kamen heute viele Radfahrerinnen und Radfahrer. Allein: Mehr als traurig beisammen zu stehen bleibt einem nicht übrig.
Was für eine schreckliche Vorstellung: Man ist 70 Jahre alt, hält sich fit, steht sonntags früh auf und schwingt sich aufs Rad . . . und stirbt elend auf der Straße im Rinnstein. Was genau geschah, das ist noch immer nicht bekannt. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden, Telefonnummer 0241 – 9577 / 42101. War der Fahrer abgelenkt, dass er nach rechts auf den Bürgersteig geraten ist? Man weiß es nicht. Die Polizei lässt sein Handy untersuchen. – Zu sehen ist auf dem Foto oben, dass man sich auf dem Rad bedrohlich nah an den Kfz befindet. Radfahrer*innen sollten auf der Krefelder Straße besser auf dem Bürgersteig fahren.
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Für den ÖPNV-Fan: Bewirb dich und arbeite mit im neuen Beirat

Ein neuer Fahrgastbeirat soll in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Der Beirat soll die Fahrgastinteressen vertreten und als Schnittstelle zwischen der Stadtverwaltung, der ASEAG, dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) sowie den Verbänden und Fahrgästen dienen.  

Tausende Menschen fahren täglich mit den Bussen der guten alten ASEAG, es kann zu Konflikten kommen. Die Interessen der Fahrgäste soll demnächst ein neuer Beirat vertreten. Foto: AachenNews Archiv

Von morgen, Montag, 22. März, an können sich Personen ab 14 Jahre bewerben, die in diesem neuen Gremium mitarbeiten möchten. Für Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahre ist die Einwilligung der Eltern erforderlich.

Politiker*innen der Stadt Aachen hatten die Einrichtung des Fahrgastbeirats im Dezember 2019 beschlossen. Und schon 15 (!) Monate später kann man sich für dieses Gremium bewerben! So schnell. (Ironie aus) Das zeigt – ehrlich gesagt – wie lange man in Aachen auf fortschrittliche Maßnahmen warten muss. Mit den Fahrradbügeln und den neu gepflanzten Bäumen geht es noch langsamer, aktuell in der Augusta-, Alfons- und Luisenstraße.

Mit seiner Arbeit soll der 15-köpfige Fahrgastbeirat dazu beitragen, dass sich das Angebot von Bussen und Bahnen in und um Aachen verbessert. Es werden Anregungen, Wünsche und Kritik der Fahrgäste, aber auch anstehende kundenrelevante Planungen behandelt.

Das Gremium hat eine beratende Funktion, es tagt dreimal im Jahr und seine Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Die Betreuung des Fahrgastbeirats erfolgt in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, ASEAG und AVV. Die Stadtverwaltung übernimmt die Koordination.

Die erste Sitzung des Fahrgastbeirats soll voraussichtlich im Juni 2021 stattfinden. Wer Interesse hat, im Fahrgastbeirat mitzuarbeiten, kann sich vom 22. März bis zum 18. April 2021 bewerben: über die Internetseite www.aachen.de/fahrgastbeirat oder aber schriftlich mit einem Formular.

Das Formular ist in den Bürgerservice-Stellen am Katschhof und an der Hackländerstraße, im Verwaltungsgebäude Marschiertor, in allen Bezirksämtern sowie im Kundencenter der ASEAG an der Peterstraße auf Nachfrage erhältlich.  

Internet: www.aachen.de/fahrgastbeirat

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Und zur Unterhaltung eine lustige Sendung für die ganze Familie, mit schönen Tanzszenen. Jan Böhmermann und sein ZDF Magazin Royale:

https://www.zdf.de/comedy/zdf-magazin-royale

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Lust auf einen digitalen Einkaufsbummel in Aachen?

Persönlichen Kontakt zu Aachener Einzelhändler*innen: Das ermöglicht der dritte digitale Einkaufsbummel am Donnerstag, 25. März, von 18 bis 20 Uhr. Über die Plattform „Wonder.me“ ist es erneut möglich, online durch Aachener Geschäfte zu gelangen, sich im Video-Chat persönlich zu sehen und bequem von zu Hause aus lokal zu shoppen bzw. den Einkauf vorzubereiten. 

Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Hybrider Einzelhandel“ der Stadt Aachen und des IMA der RWTH Aachen fanden in den vergangenen Monaten bereits zwei digitale Einkaufsbummel statt. Mit Erfolg: Für viele Einzelhandelsgeschäfte ist der digitale Einkaufsbummel inzwischen zu einem gelungenen Vertriebs- und Kommunikationskanal geworden. „Wir möchten einfach gerne da sein und unseren Kund*innen auf allen möglichen Kanälen begegnen“, sagt Julia Babendreyer von Görg & Görg Wolle, die von Anfang an dabei war. 

Mit einer Internetanbindung ist die Teilnahme ohne Anmeldung kostenfrei möglich. Kamera und Mikrophon sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Der Zugangslink ist hier: www.hybrider-einzelhandel-aachen.de .

Einzelhändler*innen können sich noch kurzfristig per Mail an hybrider.einzelhandel@mail.aachen.de anmelden.

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Große Fahrrad-Demonstration. Polizei gestattet Fahrt über die Autobahn nicht

Die Klimabewegung „Fridays for Future“ hat für Freitag, 19. März, eine Fahrraddemo unter dem Motto „Verkehrswende jetzt!“ im Aachener Stadtgebiet angemeldet. „Der Anmelder rechnet mit bis zu 1500 Teilnehmern“, so teilte die Polizei mit.

Wegen der Demonstration könnte es in der Zeit von 16 bis 20 Uhr in Aachen zu Beeinträchtigungen des Verkehrs in den Bereichen Frankenberger Viertel, Breslauer Straße, Berliner Ring, Jülicher Straße, Europaplatz sowie des inneren und äußeren Grabenrings kommen. 

Die Demo wollte ursprünglich ein Stück über die Autobahn fahren. Aber: Die Aachener Polizei als zuständige Versammlungsbehörde hat die geforderte Teilroute – vom Europaplatz über die Autobahn 544 bis zur Abfahrt Rothe Erde – aus Gefahrenaspekten nicht bestätigt und eine Alternativroute benannt. Der Veranstalter hat gestern beim Aachener Verwaltungsgericht Beschwerde dagegen eingelegt. Die Entscheidung steht – soweit hier bekannt – bislang noch aus.

Bei einer Demo im vergangenen Jahr hatte das OVG Münster die Nutzung der Autobahn als Versammlungsfläche in zweiter Instanz untersagt. (am)

„Fridays for Future“ möchte nicht nur auf Fahrradstraßen und anderen Straßen demonstrieren, sondern auch auf der Autobahn. Symbolfoto: AachenNews Archiv

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Impfungen: Es geht weiter

Schon heute (Freitag, 19. 03. 2021) sollen die Impfungen wieder beginnen. Überall – auch im Impfzentrum der StädteRegion Aachen. Warum diese ganze Aufregung sein musste? Man weiß es nicht. Der Nutzen des Impfstoffs AstraZeneca ist 10.000 mal größer als das Risiko.

Hier (Krefelder Straße) wird heute wieder mit AstraZeneca geimpft. Es ist ein Impfstoff, der von Anfang an völlig zu unrecht umstritten war. Er ist preiswerter als die anderen Impfstoffe, weil er in einer Hochschule (Oxford) und nicht von einer privaten Firma erfunden wurde.

Alle, die für heute einen Termin haben, „sind herzlich eingeladen, diesen auch wahrzunehmen“, erklärt der Gesundheitsdezernent des StädteRegion, Dr. Michael Ziemons, in einer Pressemitteilung. Das gelte auch für die folgenden Tage!

„Wer Montag, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag einen Termin gehabt hätte, kann einfach in der kommenden Woche zum vereinbarten Zeitpunkt zum Impfen kommen. Wir werden noch einmal alle, die einen Termin vereinbart hatten, per E-Mail anschreiben und den Ablauf erklären. Wer seinen Termin in der kommenden Woche nicht wahrnehmen kann oder möchte, wird um Absage oder Umbuchung gebeten“, so Ziemons.

Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca ist aus Sicht der EMA sicher. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass von dem Impfstoff ein allgemein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel ausgehe, teilte die Behörde mit. Die Bundesregierung hatte aufgrund einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts die Corona-Impfungen mit „AstraZeneca“ vorsorglich ausgesetzt, nachdem es in einigen wenige Fällen zu seltenen Hirnvenen-Thrombosen gekommen war.

Was ist AstraZeneca und wie wirkt es? Hier nachlesen.

Mai Thi Nguyen-Kim hat eine Nachtschicht eingelegt und erklärt alles noch mal sehr gut:

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Aachen kann neuerdings „zukunftsweisende Stadtentwicklung“ und Berlin schickt Geld

Dieses kaputte Parkhaus mitten in Aachen ist bald Geschichte. Für die Entwicklung des Büchels schickt Berlin eine Portion Extra-Geld. Foto: AachenNews Archiv

Eine tatsächlich erfreuliche Nachricht hat die Stadt Aachen erreicht: Bundesminister Horst Seehofer hat angekündigt, die Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel mit bis zu 5,5 Millionen Euro zu fördern. Aachen ist damit eine von vier Kommunen in NRW, die den Zuschlag bekommen haben. Mit der Höhe der Fördersumme steht die Stadt bundesweit an dritter Stelle. 

Es freuen sich besonders: Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen („Das ist eine super Botschaft“) und Baudezernentin Frauke Burgdorff („Die Aachener Politik hat sich geschlossen hinter das Projekt gestellt und Rückendeckung bei Land und Bund geleistet. Danke dafür!“).

Aus der Projektübersicht des Bundesministeriums: „Wissen, Wohnen, Wiese“ sind die Schlagworte, unter denen im Herzen der Aachener Altstadt in einem kooperativen und beispielgebenden Entwicklungsprozess ein nutzungsgemischtes, urbanes Quartier entstehen soll, das von der Stadtgesellschaft gewollt und getragen wird. – Soweit das Ministerium.

In einem Verfahren, an dem sich viele Aachenerinnen und Aachener beteiligt haben, wurde ermittelt, dass man das Grundstück mitten in Aachen unter drei Aspekten neu gestalten möchte: Es könnte ein Wissensareal geschaffen werden, es könnte auch ein neuer Wohnbereich entstehen oder eine Art Wiese (ein Stückchen Grün inmitten des Häusermeeres). Für alle drei Aspekte liegen schon gute Pläne vor, jetzt muss nur noch entschieden werden, welchem man den Vorzug gibt und ihn realisiert.

Insgesamt werden 24 Projekte für zukunftsweisende Stadtentwicklung mit insgesamt rund 75 Millionen Euro vom Bund gefördert. Auf die Förderung hatten sich 98 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben.

Weitere Infos zum Büchel unter www.buechel-aachen.de.

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