Gefährliche Falschinformationen verkündet – 100 hören zu

Ab etwa 15 Uhr fand heute in Aachen am Elisenbrunnen wieder eine Veranstaltung mit zwei bekannten, sogenannten Querdenkern statt.

Es mögen wohl 70 100 Personen gewesen sein, die sich aus unterschiedlichen Gründen die Reden von Corona-Verharmlosern anhörten.

Dr. Daniel Langhans, der sich als „Krisenbewältiger“ feiern lässt, und Thorsten Schulte, der sich „Silberjunge“ nennt, hatten sich für Aachen angekündigt. Diese Herrschaften sind mittlerweile sogar in Querdenken-Kreisen umstritten. In die Wissenschaftsstadt Aachen werden sie allerdings noch eingeladen. Sehr bedauerlich!

Thorsten Schulte (sein Angela-Merkel-Hassbuch stand auf der Spiegel-Bestsellerliste) war einst Mitglied der CDU, wechselte dann als Angestellter zur AfD und wurde dort rausgeworfen. Er jammert oft, stellt sich als Opfer dar und verbreitet rechtsextreme Verschwörungstheorien. Daniel Langhans, der als Erster sprach, deutete in Aachen an, es gebe eine weltweite Verschwörung der Familie Rockefeller zusammen mit der EU-Kommission und dem Papst.

Haben „Verantwortliche“ gefunden, und zwar: Drosten, Merkel, Spahn, Steinmeyer. Warum die? Ausgerechnet die Leute, die sich stark dafür einsetzen, dass wir nicht krank werden, dass wir nicht sterben.

Die Zuhörer und Zuhörerinnen am Elisenbrunnen hielten Transparente und Plakate mit folgenden Aufschriften hoch: „Die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen“ und „Demokratie verteidigen“. Außerdem war zu lesen: „Wir sind das Immunsystem der Demokratie“ und „Frieden Freiheit Liebe“. Sie hörten abstruse Thesen wie: Das Impfen sei Völkermord.

Tipp: Glaubt diesen Menschen kein Wort, es sind Scharlatane, die sich freuen, wenn alles zusammenkracht. Sie wollen die Welt brennen sehen.

Hier soll gesagt werden: Alles mögliche tötet, aber Corona tötet nicht. Seit im Weißen Haus in den USA von „alternative facts“ gesprochen wurde (das war der Dammbruch), gewöhnen wir uns daran, Falschaussagen zur Kenntnis zu nehmen . . . bis wir gar nicht mehr wissen, was wahr ist und was nicht.
Corona ist „normal“ wie eine schwere Grippe, das steht da, und man fragt sich, in welcher Realität Leute leben, die das denken.
Viel Zulauf, wenig Abstand. Polizei war vor Ort, griff aber nicht ein. Alle Fotos: Henning Brinkmann

s. auch aixformation

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Kleines Erdbeben

Das Jahr ist noch ganz jung und was gibt es? Ein kleines Erdbeben. Betroffen angeblich der Raum Aachen bis hin zur Eifel. Schleiden Mulartshütte (in der StädteRegion Aachen) soll – laut WDR – das Epizentrum gewesen sein. Die Erschütterungen waren aber milde, auf einer Skala von 1 (merkt man nicht) bis 12 (alles kaputt) waren wir bei 2,5 und 2,6.

Erdbeben – da denkt natürlich jede/r an April 1992, als nachts die Erde in Aachen richtig wackelte. Da flogen aus Dom und Rathaus-Fassade Steine raus. Ich habe selbst ein Erdbeben in Istanbul – als ich gerade auf einer Straße stand – erlebt. Alles zitterte, der Boden schwankte. Eine Erfahrung, auf die man verzichten kann.

Noch schlimmer war die Erfahrung tags zuvor, als wir zu vier Personen in einem Wohnzimmer saßen in Istanbul und es gab Erdstöße. Es stellte sich von einer Zehntelsekunde zur nächsten bei mir eine gigantische Angst ein, schwer zu beschreiben. Und eine große Erleichterung und Freude kam auf, als nach etwa einer Sekunde dann nichts mehr wackelte. – Eine Sekunde kann ein Zeitraum sein, eine Lebensphase von gefühlt großer Dauer, die man nie mehr vergißt.

In Eupen (Belgien) soll das aktuelle Mini-Erdbeben auch zu spüren gewesen sein. Und man fragt sich sofort wieder: Was geschieht bei einem Erdbeben mit den Schrott-Atomreaktoren in Belgien, direkt hinter der Grenze? Dass diese Reaktoren „sicher“ sind, das glauben auch nur die dortigen Betreiber der Anlagen in z. B. Tihange.

Für mehr Infos: vorerst nur hier.

Wie das vor über 20 Jahren im Rheinland (nur die Älteren erinnern sich) und bei uns abging: hier

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2021 – Kommt gut rein und am Ende gesund wieder raus

Foto: Henning Brinkmann

1. Januar 2021: Es war eine ruhige Silvesternacht für Polizei und Ordnungsamt

Die Silvesternacht sei für die Aachener Polizei und das städtische Ordnungsamt „sehr ruhig verlaufen“, so wurde mitgeteilt. Verstöße gegen das innerstädtische Böllerverbot und die Auflagen der Coronaschutzverordnung seien nur in wenigen Einzelfällen festgestellt worden. Körperverletzung, Streitigkeiten und Sachbeschädigung „blieben nahezu aus“, schreibt die Pressestelle der Polizei. 

Um kurz nach Mitternacht kam es in der Hans-Böckler-Allee zu einem Streit zwischen zwei Männern, bei dem ein 34-Jähriger durch einen Messerstich verletzt wurde. Der Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, Lebensgefahr besteht nicht. Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen verlief bislang ohne Erfolg. Ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurde eingeleitet. 

Kurz nach dem Jahreswechsel kam es auch in Eschweiler Am Hochhaus zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Ein 19-Jähriger hatte auf der Straße mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen und war darüber in einen Streit mit weiteren Anwesenden geraten. Der Streit mündete in einer Schlägerei, bei der der 19-Jährige durch einen Flaschenwurf verletzt wurde. Ein weiterer Mann (22) wurde durch Schläge und Tritte verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Das Ordnungsamt stellte im Verlauf der Nacht lediglich drei größere Personengruppen fest. Wegen des Verstoßes gegen das Kontaktverbot müssen die Beteiligten nun mit einem Bußgeld rechnen. Neun Mal musste das Ordnungsamt bei Ruhestörungen eingreifen. Dabei wurden auch drei unzulässige Silvesterpartys festgestellt. Es wurden entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. 

Die Aachener Polizei und das Ordnungsamt bedanken sich für das Verständnis bezüglich der Einschränkungen in der Silvesternacht und wünschen einen guten Start in das Jahr 2021.

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Impfen – die gute Tat für sich und andere

Video, dauert nur eine Minute. Eindrucksvoll.

Die Kampagne des Gesundheitsministeriums läuft. Ein Video zeigt in einem Spot den Weg zum Piks und betont die deutsche Forschungsarbeit. Für die Kampagne (inklusive Print-Anzeigen und Hörfunk-Spots) wurde ein Media-Volumen von 25 Mio Euro zur Verfügung gestellt.

Dass Menschen auf den Vorschlag, sich impfen zu lassen, mit Skepsis reagieren, sollte man versuchen zu verstehen. Schließlich ist man gesund und bekommt etwas gespritzt, was einen krank macht. Man kann Vertrauen haben, denn: die Kontrollen und Prüfungen des neuen Impfstoffs waren extrem und intensiv, schon allein weil sich andernfalls niemand mehr impfen lassen würde.

Sehr religiöse Menschen soll es geben, für die das Impfen „ein widernatürlicher Eingriff in Gottes Wille“ ist. Impfen sei quasi „unnatürlich“. Dazu können wir hier leider nichts schreiben, weil wir solche Vorstellungen nicht nur nicht teilen, sondern auch komplett überhaupt nicht verstehen.

Beim Impfen geht es um viel, nämlich um die Frage, in welchem Verhältnis der Einzelne und die Gemeinschaft zueinander stehen. Was bin ich in der Lage, zum Wohl der Allgemeinheit zu tun? Es muss auch die Frage geklärt werden: Wer wird zuerst geimpft? Wer ist besonders schützenswert? Und was, wenn die Ressourcen anfangs nicht ausreichen für alle?

Wer sich gegen gar nichts impfen lässt, gefährdet alle diejenigen, die aus irgendwelchen Gründen nicht geimpft werden können und für die die Gefahr besteht, an Krankheiten wie Masern, Pocken, SARS-CoV-2 usw. zu erkranken. Säuglinge, zum Beispiel, und Menschen mit Allergien, Menschen mit HIV und anderer Immunschwäche können nicht gegen Corona geimpft werden.

Von Impfzwang kann indes nur abgeraten werden, denn Druck und Zwang überzeugen nicht, sie erzeugen nur Gegenwehr, Angst und Misstrauen. Sie mobilisieren die Impfgegner. Erfolgreicher als Zwang ist es zu beobachten, wie ab sofort – nachdem die Über-80-Jährigen (Ü 80) geimpft sind – die Todesraten in dieser Bevölkerungsgruppe sinken.

Prognose: Bald werden in den Gruppen der Ü 70 und der Ü 80 kaum noch Menschen an dem Corona-Virus sterben. Dann werden auch die Ü-60-jährigen Zweifler*innen ins Grübeln kommen und sich impfen lassen.

Das Impfen scheitert am Ende immer am eigenen Erfolg: Die Krankheit tritt nicht mehr auf und einjeder denkt: Was soll ich mich (mein Kind) impfen lassen, die Krankheit gibt es doch gar nicht mehr!!! So teilweise geschehen bei der Kinderlähmung.

Die sogenannte Impfmüdigkeit ist lebensbedrohlich. Auch bezüglich Masern hat sich bekanntlich eine gewisse Sorglosigkeit verbreitet. Dabei: Erst ab dem 12. Monat darf ein Kind gegen Masern geimpft werden, ältere Kinder, die bei sich selbst diese Krankheit überwinden, stecken Säuglinge an. Gefährlich.

Zum Weiterlesen: Professor Malte Thießen, Münster.

Wer mehr über das Impfen wissen will, ist fürs Erste schon mal bei Wikipedia richtig.

Alles über die Corona-Lage in Aachen und in der StädteRegion am 30. 12. 2020. Fakten, Zahlen und weitere Informationen.

Es wird vor Fahrten in die Eifel gewarnt:

Die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen appellieren an die Bürgerinnen und Bürger, auf Kurztrips in die Eifel oder in andere Naherholungsgebiete zu verzichten. Da die Parkplätze wegen der hohen Zahl an Tagesbesuchern in den vergangenen Tagen vielerorts nicht ausreichten, mussten Polizei- und Ordnungskräfte zur Verstärkung hinzugerufen werden, um die Einhaltung der Maskenpflicht und die geltenden Kontaktbeschränkungen umzusetzen.

„Große Menschenansammlungen erhöhen immer das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Pandemie“, mahnen die Krisenstäbe.

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Ein Jahr geht zu Ende – Blick zurück

Ein Rückblick auf 2020 ? – Damit sind wir schnell fertig. Nichts einfacher als ein Rückblick, sagt ein Kollege, es habe ja nur ein einziges großes Thema des Jahres gegeben. Etwas, das es vor 2020 noch nie gab: Den Lockdown. 

Kinderzeichnung, befestigt am Maschendraht der Montessori-Grundschule in der Mataréstraße. Foto: Archiv

Im Lockdown haben wir so viele neue Worte gelernt wie in keinem Jahr zuvor. Mehrere 100 sollen es sein, wie: Aerosole, Balkonchor, SARS CoV 2, Herdenimmunität, Hygienekonzept, Preprintstudie, Maskenpflicht, Präventionsparadox, Ellenbogengruß, Hybridunterricht, Covidioten, Abstandsregel, Superspreader, Homeschooling, Zoomparty  . . . 

Dabei gab es, genau besehen, noch ein zweites großes Thema des Jahres 2020: den zweiten Lockdown – mitsamt Dauer-Diskussionen über verkaufsoffene Sonntage, Skiurlaub ja oder nein, Lockerungen zu Weihnachten, böllern zu Silvester . . .  Es kann eigentlich nur schiefgegangen sein. In 3 Wochen wissen wir mehr. 

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Was hatte 2020 eigentlich nicht mit Corona zu tun? Thomas Kemmerich (FDP) aus Aachen z. B. Der ließ sich in Thüringen von Ultrarechten zum Ministerpräsidenten wählen. Daraufhin wurde ihm ein Blumenstrauß vor die Füße geknallt, in Aachen wurde demonstriert, und schwups war es vorbei mit der Großmannssucht.

Die Schulen waren 2020 ständig Thema. Weil in Aachen und überall jetzt Räume leer stehen, könnte man ja 2021 dort Unterricht stattfinden lassen. In Bibliotheken, Seminarräumen der Hochschulen, Sitzungssälen, Büros, kirchlichen Räumen usw. könnten Kinder gemeinsam arbeiten und betreut werden. Mal sehen, ob das 2021 besser klappt als 2020.

2020 war auch das Podcast-Jahr. Der kluge Professor Drosten, Kommunikator des Jahres, war anfangs täglich zu hören, für viele war er „Podcast-Erstkontakt“. Viele Podcasts gingen 2020 durch die Decke, am Ende hatte jeder und jede was zu sagen. Man hat jetzt seine liebe Not mit der Auswahl in dem ganzen Bla, bla, bla und Blubberdi Blubb. (s. dazu sehr schön:  Medien-Jahresrückblick über die Eleganz von Podcasts als Illustrierten-Ersatz sowie die preußisch-elegante Attitüde von Christian Drosten und Rezo.) 

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Wie jedes Jahr haben herausragende Ereignisse in der „großen weiten Welt“ ihren Widerhall in unserem Heimatstädtchen gefunden. Die Ermordung von George Floyd in den USA setzte die Bewegung „Black Lives Matter“ in Gang, und in ganz Europa und folglich auch in Aachen wurde man sich der Tatsache bewusst, dass die Bezeichnung „Mohren“ für Menschen mit schwarzer oder brauner Haut völlig unpassend ist. Das Aachener Café im Hof wurde endlich umbenannt, es heißt seit 2020 anders als all die Jahre zuvor.

Sexualisierte Gewalt, von katholischen Geistlichen ausgeübt, wurde 2020 wieder ein Stück weiter offengelegt. Das ganze Ausmaß dieser Verbrechen kennen wir nicht, viele schweigen aus Scham über das, was sie als Kinder erlitten haben. 2020 stellt sich raus, dass auch in Aachen Bischöfe verdächtigt werden, versucht zu haben, diese ekelhaften Vorgänge zu vertuschen.

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Zwei Firmen im Ostviertel entlassen ihre sämtlichen Mitarbeiter*innen in eine ungewisse Zukunft: Hutchinson und Continental. Die Aachener e.Go Mobile AG (E-Auto-Firma von Prof. Schuh) kann eine Insolvenz abwenden, findet einen Investor und heißt demnächst Next e. Go SE Die Produktion wurde aber noch nicht wieder aufgenommen. Foto: Archiv

Wir erlebten 2020 eine Kommunalwahl der Extraklasse, eine politische Zeitenwende. All das Zögern und Zaudern und autofreundliche Gehabe der Konservativen war 2020 angesichts einer nahenden Umweltkatastrophe biblischen Ausmaßes – landauf, landab – nicht mehr auszuhalten. Man konnte es tatsächlich nicht mehr ertragen. Die Grünen in NRW erlebten einen Höhenflug, die Kandidatin der Grünen ist jetzt Oberbürgermeisterin von Aachen.

Im Rathaus stellen die Grünen nach der Wahl die größte Fraktion. An ihrer Seite – nach anfänglichem Zögern – stehen SPD und die neue Fraktion „DIE Zukunft“. Die Piraten schnitten bei der Wahl sehr schlecht ab, der Mietvertrag für das Piratenbüro in der Lothringerstraße musste gekündigt werden. Bye, bye Piratenbüro, es war schön in dir.

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Eins ist sicher: So beschissen wie 2020 kann es nicht weitergehen. 2021 wird besser, es wird das Jahr des Impfens. Und des Abschieds von Angela Merkel bei der Bundestagswahl (am 26. September). Vielleicht wird ja ein Aachener dann Bundeskanzler.

Es war paradoxerweise ein erfolgreiches Medienjahr, das zu Ende geht.

Zum Schluß, liebe Leserinnen und liebe Leser, sei euch allen ein gutes 2021 gewünscht. Bleibt oder werdet gesund, damit ihr bei AachenNews.org weiter mitlesen könnt. Ohne Leser*innen ist das Bloggen nämlich doof.

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Schon mal vormerken: Bürger*innendialog in Burtscheid. Klickt euch rein!

Die Entwicklung des ehemaligen Reiterhofes Gut Branderhof zu einem Nachbarschafts- und Begegnungszentrum und die Realisierung gemeinschaftlichen Wohnens sind derzeit sehr spannende Themen bei der Quartiersentwicklung in Burtscheid. Dazu teilt die Stadtverwaltung mit:

Um die Bürgerinnen und Bürger auf dem Laufenden zu halten und über die vielfältigen Aktivitäten im Quartier sowie deren Verzahnung noch einmal ausführlich zu informieren, waren zunächst Ende März 2020 und dann Ende Oktober 2020 Info-Veranstaltungen geplant, die corona-bedingt kurzfristig abgesagt werden mussten. 

Daher lädt der Fachbereich nun für Dienstag, 26. Januar 2021, ab 20 Uhr zu einem digitalen Bürger*innen-Dialog ein. Wer daran teilnehmen möchte, kann die Live-Übertragung über folgende Internetadresse verfolgen:www.youtube.com/stadtaachen. Voranmeldungen sind nicht nötig. Interessierte sollten sich den Termin jetzt schon vormerken.

Im Rahmen des Bürger*innen-Dialogs besteht die Möglichkeit, die Ziele und Zusammenhänge der parallel laufenden Planungsprozesse des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) „Beverau“ zu diskutieren und offene Fragen zu folgenden Themen zu klären: Revitalisierung des Gutshofes zum Nachbarschaftszentrum, Bebauungsplanverfahren „Branderhofer Weg/Am Römerhof“, geplante kooperative Wohnbauprojekte, Sanierungssatzung „Beverau“.

Fragen und Anmerkungen zu den unterschiedlichen Planungsprozessen können im Vorfeld der Veranstaltung, währenddessen und auch danach per Mail abgegeben werden. Hierzu wird ein Postfach eingerichtet, das mit näheren Informationen zur Veranstaltung Mitte Januar bekannt gemacht wird.

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AachenNews.org wünscht frohe Weihnachten

Das Geschlecht des Kindes ist übrigens egal, wir nehmen alles, m/w/d.

Danke für eure Begleitung in 2020, für hilfreiche Tipps und kritische Mailsfür die Hinweise und das Vertrauen. Ohne euch Leserinnen und Leser wäre AachenNews.org ja praktisch gar nicht da.

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Weihnachten fällt quasi aus . . . und das große Silvesterfeuerwerk ebenfalls

Die Stadt Aachen verbietet das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, die eine Höhe von über einem Meter erreichen können. Das Abbrennen ist auf und innerhalb des Grabenrings untersagt. Dies erfolgt zum Schutz der Bauwerke, die durch das Silvesterfeuerwerk einer großen Brandgefahr ausgesetzt sind (erinnert sei an den Brand – Silvester 2010/11 – von St. Nikolaus/Citykirche in der Großkölnstraße)

Zusätzlich wird – zum Schutz der Menschen vor einer weiteren Ausbreitung des Corona Virus – die Verwendung von Pyrotechnik auf weiteren Straßen und Plätzen in Aachen untersagt. Menschenansammlungen müssen – soweit irgend möglich – vermieden werden, Ansteckungen müssen vermieden werden. Es geht dabei auch um die Überlastung des Gesundheitssystems.

Das Verbot gilt für 48 Stunden, vom Morgen des 31. Dezember, 0 Uhr, bis zum 1. Januar, 24 Uhr.

Das Ordnungsamt hat für die Silvesternacht einen Sonderdienst angeordnet. Alle Außendienstkräfte werden im Einsatz sein. Auch die Polizei wird mit starken Kräften präsent sein. Im engen Schulterschluss werden Ordnungsamt und Polizei gemeinsame Streifen durchführen.

Die Einsatzkräfte werden konsequent und nachdrücklich auf die Einhaltung der Corona-Regeln hinweisen und bei Missachtung einschreiten

Das Versammlungsrecht wird hier keine Spielräume eröffnen. Demonstrationen, die offenkundig nur Ersatz für Silvesterfeierlichkeiten sein sollen, werden nicht geduldet.  

Die Polizei Aachen wird natürlich nicht nur in der Stadt Aachen, sondern auch städteregionsweit mit starken Kräften präsent sein. Dies gilt für die typischen Hotspots und für alle, auch im Normalfall weniger frequentierten Örtlichkeiten.

Das war Silvester 2019 auf dem Marktplatz in Aachen. Da war die Knallerei auch schon verboten, was aber nicht durchgesetzt werden konnte. Dieses Jahr wollen Ordnungskräfte und die Polizei aber durchgreifen. Foto: Archiv

INFO DER STADTVERWALTUNG:

Die Verwendung von Pyrotechnik ist auf und innerhalb des Grabenringes sowie auf den nachfolgenden Straßen, Plätzen und in zum Jahreswechsel publikumsträchtigen Bereichen der Stadt Aachen untersagt:

Stadtbezirk Aachen-Mitte: Turmstraße ab Einmündung Prof.-Pirlet-Staße bis Roermonderstraße, Pontwall, Pontstraße ab Pontwall bis Templergraben, Theaterplatz sowie der Stadttheatervorplatz, Abzweig Heinrichsallee über Kreuzung Heinrichsallee/Stiftstraße über Heinrichsallee bis Einmündung Adalbertstraße, Adalbertstraße ab Hausnummer 100 (Aquis Plaza) bis Kaiserplatz, Kaiserplatz bis Kreuzung (Heinrichsallee, Wilhelmstraße, Adalbertsteinweg), sowie die in diesem Bereich innenliegenden Straßen Adalbertstift und Stiftstraße, Burtscheider Straße ab Zollamtstraße bis Kreuzung (Kasinostraße/Krugenofen/Hauptstraße), Halifaxstraße zwischen An den Finkenweiden und Vaalser Straße

Stadtbezirk Aachen-Brand: Marktplatz mit Platz- und Fußgängerbereich einschließlich der Sackgasse bis Marktplatz Hausnummern 5-15, Paul-Küpper-Platz einschließlich nebenliegender Grünanlage, Ehrenmal und Treppenanlage, Eschenallee, Parkanlage an der Eschenallee (ehem. Friedhof), Brander Wall (Naherholungsgebiet) eingegrenzt zwischen Fußweg Herderstraße/Rombachstraße, Siedlungsgebiet Brander Feld, Münsterstraße und BAB 4

Stadtbezirk Aachen-Eilendorf: Öffentliche Sport-, Freizeit-und Erholungsfläche /- park „Auf dem Knopp“ auf dem Wolfsberg. Die Fläche grenzt an den Wirtschaftsweg zwischen Prunkweg und Herrenbergstraße (Flurstück 335, Flur 21, Gemarkung 054174)

Stadtbezirk Aachen-Haaren/Verlautenheide: Haarener Markt eingegrenzt zwischen Alt-Haarener-Straße ab Hausnummern 66/99 bis Haarener Gracht ab Hausnummern 1-3/5 (Versammlungsplatz Ortsmitte)

Stadtbezirke Aachen-Richterich/Laurensberg: Brücke BAB 4, Weg zwischen Bücke BAB 4 und Landgraben, Landgraben ab Hausnummer 60 bis Berensberger Straße zwischen Richtericher Straße und Ferberweg

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„Reisen Sie nicht!“

Ein fast schon flehentlicher Aufruf von Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institut, bei der heutigen Pressekonferenz. Schwere Wochen sollen wir uns nicht noch schwerer machen, indem wir uns treffen, sagt Wieler ganz offen.

Es gibt ja ständig neue Höchstzahlen zu verkünden, auch Höchstzahlen bei den Todesfällen. Und das wird nun auch noch ein paar Wochen so weitergehen. „Jeden Tag sterben in Deutschland hunderte Menschen an Covid!“

Wieler äußert sich für einen Wissenschaftler erstaunlich emotional, dabei wissen alle, die seine Pressekonferenz sehen, wie ernst die Lage ist.

Gleichwohl werden sich heute, morgen und übermorgen Heerscharen an Bahnhöfen und in Zügen treffen – auf dem Weg zu ihren Verwandten. (Das Virus freut sich schon.) Das Reisen zu verbieten, das wagt niemand in Deutschland.

Wer Kontakte meidet, sollte möglichst keine Touren mit dem Rad unternehmen, zumindest in Aachen nicht, denn da kommt es oft zu gefährlichen Situation, und in den Krankenhäusern werden nicht nur die Intensiv-Betten knapp. „Auch die anderen Betten werden immer rarer,“ so Wieler.

Es ist auch nicht ratsam, jetzt noch anlässlich Weihnachten die Fenster zu putzen oder sonstige Hausarbeiten vorzunehmen. Nirgends passieren so viele Unfälle wie im Haushalt. Lasst es sein!

Es ist das einzige Weihnachten in eurem Leben, wo ihr euch mal anders verhalten sollt, als ihr es sonst immer macht. – Es ist wie bei einer Trunkenheitsfahrt: Ihr riskiert nicht nur euer eignes Leben, sondern auch das anderer Menschen.

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Im Südosten von Aachen – ein wachsender Stadtteil

Brand – schon jetzt ein bevölkerungsreicher Ortsteil von Aachen – wird bald noch viel mehr Einwohner*innen haben. Am Brander Ortsrand, in direkter Nachbarschaft zum Vennbahnradweg, wachsen Gebäude mit demnächst insgesamt 360 Wohneinheiten in die Höhe.

Wo sich einmal die Tuchfabrik Becker befand, auf einem Gelände von 54.000 Quadratmetern, wird es auch bezahlbaren Wohnraum geben. 30 Prozent aller Wohnungen werden öffentlich gefördert.

In Band entsteht gerade das neue Tuchmacherviertel (fotografiert vom Kreisverkehr an der Niederforstbacher Straße aus). Die Baustelle ist so groß, dass man sie am besten mit einer Drohne fotografieren würde.

Das neue Wohngebiet liegt direkt neben einem Naturschutzgebiet. Es wurden dort über 100 Bäume gefällt, für die Ersatz geschaffen werden muss.

Das neue Viertel wird auch eine große Kindertagesstätte bekommen.

Die Eigentumswohnungen sind komfortabel ausgestattet und entsprechend nicht gerade preiswert (Einzelheiten via google im Netz finden). Mit der Vermarktung der Wohneinheiten wurde bereits begonnen. Die Nachfrage soll groß gewesen sein. Einige eindrucksvolle Bilder vom Abriss der Tuchfabrik zeigt dieses kurze Video:

Es soll hier nicht verschwiegen werden, dass sich einige Leute in Brand auch Sorgen machen, besonders diejenigen, die in der Nähe vom neuen Tuchmacherviertel wohnen. Was ist mit der Infrastruktur?, fragen sich viele.

Wird der Autoverkehr in diesem Viertel ein unerträgliches Ausmaß annehmen? Wird es genug Supermärkte geben, wo all diese neuen Brander*innen zu Fuß einkaufen gehen können? Werden Wasserleitungen, Strom, Müllabfuhr und Kanalisation über Gebühr belastet? Diesbezüglich ist die Bezirksvertretung von Brand gefordert. Wir werden das mit AachenNews.org begleiten.

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