Auf der Grenze: Amazon errichtet ein Verteilzentrum

Bis zum Herbst 2021 soll im grenzüberschreitenden Gewerbepark Avantis das neue Verteilzentrum von Amazon entstehen. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Der Onlineversandhändler Amazon baut zur Zeit im grenzüberschreitenden Gewerbepark Avantis ein neues Verteilzentrum. Es soll im Herbst 2021 eröffnet werden. Das erklärten Vertreter von Amazon in einem Pressegespräch zu den aktuellen Entwicklungen in dem deutsch-niederländischen Gewerbepark.

Im neuen Verteilzentrum von Amazon sollen die Kundenbestellungen für die sogenannte „letzte Meile“ der Zustellung vorbereitet werden. Die Anlieferung der Pakete aus den Logistik- und Sortierzentren erfolge vor allem nachts. Die Pakete würden nach Touren sortiert und anschließend von den Zusteller*innen mit Verteilfahrzeugen abgeholt und ausgefahren. Hoffentlich mit batteriebetriebenen Fahrzeugen, alles andere wär nämlich schlecht.

Amazon arbeitet von Avantis aus mit lokalen Lieferpartnern zusammen, die die Bestellungen an die Kunden*innen ausliefern, hieß es. Auf den knapp 9.000 Quadratmetern des neuen Verteilzentrums würden rund 170 Arbeitsplätze für Sortierkräfte sowie Fach- und Führungskräfte geschaffen. „Dazu kommen rund 350 Stellen als Fahrer*innen bei den Lieferpartnern“, so wurde Professor Dr. Manfred Sicking, Beigeordneter der Stadt Aachen und gleichzeitig Vorstand der Avantis GOB, zitiert.

In jeder Hinsicht rücksichtslos und aggressiv

Amazon macht vor allem seinen Gründer Jeff Bezos zum reichsten Mann im Erdenrund. Bezos hat von Gemeinnützigkeit noch nie was gehört, macht aber gelegentlich mit teils blödsinnigen Investitionen von sich reden. Amazon kassiert Gebühren und presst die Händler und Produzenten aus wie Zitronen, zahlt seinen Mitarbeiter*innen keinen angemessenen Lohn, nutzt die Infrastruktur in jedem Land, zahlt aber kaum Steuern. Bei Amazon konnten schon Nazi-Schriften ungebremst und in Mengen gekauft werden sowie Produktfälschungen. Amazon verfügt über eine durch und durch unheilvolle Marktmacht, die von der Politik längst hätte eingehegt werden müssen.

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Das Gewerbegebiet Avantis ist seit Ende der 1990er Jahre der erste grenzüberschreitende Gewerbepark Europas. Etwa 60 Prozent von Avantis liegen innerhalb des Aachener Stadtgebiets; 40 Prozent innerhalb der niederländischen Gemeinde Heerlen. Aventis hat eine Gesamtfläche von 100 Hektar und rund 700.000 Quadratmeter Gewerbefläche.

Gewerbeflächen auf dem Gebiet Aachens sind absolut rar. Momentan befinden sich noch weniger als zehn Gewerbeflächen mit rund 54.000 Quadratmetern im Besitz der Stadt. Mit Blick auf den geplanten Verkauf der restlichen Flächen des Gewerbegebiets Avantis ist Fachleuten klar, dass die Zukunft der Stadt in der Region liegt. Aachen muss in Zukunft noch stärker als bisher auf eine Zusammenarbeit im Bereich der interkommunalen Gewerbegebiete setzen.

Quelle: Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen

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