Gestern in Aachen: 37.436 Unterschriften in 25 Ordnern abgegeben

Die ganze Stadt ist allein im Hinblick auf Pkw geordnet und aufgestellt, egal wie das aussieht und wo der Rest der Fahrzeuge und Menschen bleibt. Es gilt: Hauptsache die Pkw bekommen ihren Platz und ihre Vorzugsbehandlung in Stadt und Land. Einseitig wurden und werden (Foto: in Forst) die Pkw bevorzugt. Aber: Nicht nur der Stadtrat in Aachen, auch der Landtag in NRW wird jetzt gezwungen, sich mit dem Ausbau von Radwegen zu beschäftigen. Die Zeiten, da alles aus der Sicht der Autos organisiert ist, könnten eines Tages vorbei sein.
25 prall gefüllte Ordner mit Unterschriften übergaben Aktive des Radentscheids Aachen am 1. Oktober an Oberbürgermeister Marcel Philipp (Mitte). Foto: Ingrid Karst-Feilen

Fast jede*r fünfte Kommunalwahlberechtigte hat das Bürgerbegehren für sichere und bessere Radinfrastruktur unterschrieben. Jetzt sind in Aachen Politik und Verwaltung am Zuge.

Nach 143 Tagen Unterschriftensammlung, also nach rund 4,5 Monaten, hat die Bürgerinitiative Radentscheid Aachen 37.436 Unterschriften an Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp übergeben. Die Gültigkeit der Unterschriften wird jetzt geprüft.

Seit dem 11. Mai sammelten zahlreiche Aktive bei Events, auf der Straße oder in Warteschlangen vor Kinos, Eisdielen und Schwimmbädern. Mit über 320 Sammelstellen konnten die Aachener*innen stadtweit in Geschäften, Firmen, Organisationen und Vereinen unterschreiben für einen sicheren, übersichtlichen, stressarmen und komfortablen Radverkehr in Aachen. Das Engagement war riesig, die Resonanz überwältigend.

Fast jede*r fünfte Wahlberechtigte in Aachen hat für das Bürgerbegehren unterschrieben. Das zeigt: Das Thema ist mehr als reif für die Umsetzung! Schon heute profitiert in Aachen die politische Diskussion zum Thema Radverkehr, die sich bis dato vorwiegend um eher unkonkrete Absichtserklärungen gedreht hat.

Das Kernteam des Radentscheids um Almuth Schauber, Claudius Wettstein, Jan van den Hurk, Relindis Becker und Steffen van Bergerem teilte mit: „Der Radentscheid ist angetreten, um allen Menschen, die sich mehr Sicherheit im Straßenverkehr wünschen, eine Stimme zu geben und hat dabei breiten Zuspruch erhalten. Wir sind Zeug*innen geworden von einer Bereitschaft zur Veränderung unserer Stadt, die von vielen Kommunal-politiker*innen als Unterstützung wahrgenommen wird.“

In der Ratssitzung vom 6. November wird über Zulässigkeit und Umsetzung der Ziele des Radentscheids entschieden. Die Sitzung ist öffentlich und die Aktiven des Radentscheids fordern alle Unterzeichner*innen auf, an der Sitzung teilzunehmen und durch ihre Präsenz zu zeigen: Die Stadtgesellschaft erwartet an dieser Stelle Bewegung. Es ist Zeit, dass sich was ändert.

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Wer die Arbeit dieser Gruppe mit einer Spende unterstützen will: VCD Aachen-Düren: IBAN DE 91 3905 0000 0000 533 125; BIC AAC SDE33; Verwendungszweck: Radentscheid Aachen

oder

Changing Cities e.V.: IBAN: DE67100205000001494400; BIC: BFSWDE33BER; Verwendungszweck: Radentscheid Aachen

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