Das Hochwasser hat viele Erwachsene und Kinder auch psychisch schwer verletzt

In seinen Trauma-Ambulanzen bietet der Landschaftsverband (LVR) den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen Hilfe an. Nicht wenige benötigen dringend psychotherapeutische Beratung oder Unterstützung. Auch die Trauma-Ambulanzen anderer Träger im Rheinland stehen den Menschen offen. 

Diese Ambulanzen sind regulär für traumatisierte Opfer von Gewalttaten, sowie deren Angehörige und Hinterbliebene tätig. Aktuell können derzeit auch Betroffene des Hochwassers dort Hilfe erhalten, soweit die jeweiligen Kapazitäten dies erlauben. Die Ambulanzen sind im Umgang mit seelischen Verletzungen sehr erfahren und können ohne vorherigen formalen Antrag aufgesucht werden.

Auch können beispielsweise Angehörige, die nahe Verwandte oder eine verschwägerte Person verloren haben, diese Hilfe erhalten. Betroffene bekommen bis zu 5 Sitzungen finanziert. Unter www.lvr.de/traumaambulanzen steht eine Übersicht der Ambulanzen im Rheinland zum Download zur Verfügung, bei denen Betroffene Hilfe erfragen können.

Man kann sich auch zentral unter der Telefonnummer 0800/654 6546 beraten lassen.

„Die Situation stellt viele Menschen vor enorme Herausforderungen. Angehörige wurden getötet oder verletzt, Existenzen zerstört. Aus unserer Erfahrung wissen wir, wie schwerwiegend solche traumatischen Ereignisse für die Menschen sein können. Oftmals kann eine psychotherapeutische Beratung oder Unterstützung zur Verarbeitung des Erlebten notwendig sein. Unsere LVR-Kliniken stehen allen Menschen, die Hilfe benötigen, jederzeit offen“, erklärt Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin.

In allen 9 psychiatrischen Kliniken des LVR finden von der Flutkatastrophe traumatisierte Menschen Hilfe – egal ob in den Trauma-Ambulanzen oder auch in den psychiatrischen Institutsambulanzen. An den Standorten Bedburg-Hau, Bonn, Düsseldorf, Essen und Viersen gibt es außerdem spezielle Angebote für betroffene Kinder und Jugendliche.

Diese 4 LVR-Kliniken liegen in den am stärksten von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten bzw. in unmittelbarer Nähe:

LVR-Klinik Bonn: www.klinik-bonn.lvr.de , 0228 551-3131 (Erwachsene), 0228 551-2850 (Kinder und Jugendliche)
LVR-Klinik Düren: www.klinik-dueren.lvr.de , 02421 40-2602
LVR-Klinik Köln: www.klinik-koeln.lvr.de , 0221 8993-610
LVR-Klinik Langenfeld: www.klinik-langenfeld.lvr.de , 02173 102-2044

Einen Überblick und Links zu sämtlichen LVR-Kliniken hier: Übersichtsseite LVR-Kliniken

Der LVR und sein Schwesterverband helfen, wo Not am Mann, an der Frau und am Kind ist. Dort arbeiten Fachleute, die im Umgang mit seelischen Verletzungen sehr erfahren sind. Foto: AachenNews Archiv

Alle Infos: Pressestelle des Landschaftsverband Rheinland (LVR)

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