Bye Bye Clubkultur – Willste ausgehen? WOHIN denn? KANNSTE NICH!

Nadine, die unter anderem für die Fraktion der Piraten im Rat der Stadt arbeitet, äußerte sich schon andernorts zum Thema „Clubkultur in Aachen“. Für AachenNews.org hat sie aufgeschrieben, was sie über das KingzCorner weiß und wie es um diese Jugendeinrichtung bestellt ist.

Diese Einrichtung, sowie den Musikbunker im Frankenberger Viertel, die DesignMetropole (Oppenhoffallee), das Logoi in der Jakobstraße, das Musiknetzwerk (MuNA) in der Gravieranstalt (Ottostraße) und andere sähe ich persönlich gern öffentlich deutlicher gefördert. Sei es durch Räume oder direkt finanziell. Doch es ist nicht immer einfach für neue Leute in der  freien Kultur. Alteingesessene haben es leichter. 

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Von Nadine van der Meulen

Das KingzCorner in der Königstraße in Aachen ist eine Lokalität, die vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene da ist. Die Einrichtung gehört zur örtlichen Clubkultur, entstanden ist sie aus einem offenen Jugendtreff und diversen Kooperationen, die alle das im KingzCorner vorhandene Tonstudio nutzen.

Im KingzCorner ruht der Betrieb nahezu, es wird derzeit ständig überlegt, wie es unter den aktuellen Umständen weitergehen kann, da kein Abendbetrieb, also keine Partys, mehr stattfinden dürfen. Ohne Partybetrieb kommt aber kein Geld rein, ohne Geld kann der geforderte Umbau nicht stattfinden. Es fehle auch an einer Schankerlaubnis, so teilte die Behörde mit.

Es ist wichtig zu wissen: Die Geschäftsführung des KingzCorner hat in der Vergangenheit die Betriebskosten aus EIGENER Tasche bezahlt (bis 2016). Die laufenden Kosten für den Betrieb wurden ebenfalls über private Mittel der Geschäftsführung gestemmt. 10.000 Euro wurden sodann in den letzten Jahren von der Stadt Aachen gezahlt, und zwar für erste Schritte wie Baupläne, Anträge beim Bauamt etc. Es sollten nämlich die notwendigen bauliche Veränderungen vorgenommen werden.

Zum Hintergrund: Mitarbeiter des Bauamtes waren vor einigen Wochen im KingzCorner; sie sagten sie wüssten nichts von baulichen Änderungen . . . Was folgte, war eine Verfügung des Ordnungsamts, dass die baulichen Maßnahmen zuerst durchgeführt werden müssten, bevor der Betrieb überhaupt weitergehen könne.
Die Angelegenheit wurde auch im örtlichen Kinder- und Jugendausschuss diskutiert. Dort teilte die Verwaltung mit, man sei nicht sicher, ob die Genehmigung von Abendveranstaltungen überhaupt jemals erreicht werden könne. Denn weil sich das KingsCorner in einem sogenannten baulichen Mischgebiet befindet, sei es wegen des Lärms sehr schwierig, an Genehmigungen zu kommen.

Und das, obwohl KEINE Beschwerden von Anwohner*innen bis heute vorliegen.

Die Umbaukosten sind aktuell nicht absehbar, die laufenden Kosten liegen bei etwa 2500 Euro pro Monat.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass es in Aachen am politischen Willen fehlt, das KingzCorner vollumfänglich zu unterstützen. Und das, während Jahr für Jahr Millionen für die etablierten, traditionellen Kultureinrichtungen (Museen, Theater) ausgegeben werden.

So reiht sich der Umgang mit dem KingzCorner ein in den Niedergang der hiesigen Clubkultur. Es schließen nämlich in Aachen und in der StädteRegion weitere Discotheken. „Bye Bye Clubkultur“ fällt einem da nur noch ein, und das in einer Stadt, die eigentlich für junge Menschen besonders attraktiv sein möchte.

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Eine Antwort zu Bye Bye Clubkultur – Willste ausgehen? WOHIN denn? KANNSTE NICH!

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