Acht Zelte, Transparente und Infos im Frankenberger Park

Das Klimacamp im Frankenberger Park. Dort zelten Mitglieder von „Extinction Rebellion“.

Tausende haben am 22. September in Aachen beim ersten weltweiten Klimastreik demonstriert, geblieben ist uns ein Klimacamp von „Extinction Rebellion“ im Frankenberger Park. Das zu errichten, dafür gibt es sicher keine Erlaubnis. Es ist aber bezeichnend für „Extinction Rebellion“ (d. h. gegen das Aussterben), es ist eine soziale Bewegung, die zu zivilem Ungehorsam auffordert.

Man wendet sich gegen das Massenaussterben von Tieren und Pflanzen und das mögliche Aussterben der Menschheit als Folge der Klimakrise und der Vernichtung von Lebensraum. 

Gegründet wurde „Extinction Rebellion“ 2018 in England, im April 2019 gab es Gruppen in 49 Ländern dieser Erde, sogar in Österreich. Diese Gruppen nehmen an den Demonstrationen von Fridays for Future teil. Greta Thunberg hat ihrerseits auch schon an einer Brückenbesetzung von „Extinction Rebellion“ teilgenommen. 

Wann das Aachener Camp aufgelöst wird, ist nicht abzusehen. Die Jugendlichen wollen mit allen möglichen Interessierten ins Gespräch kommen. Sie werden durch Anwohner mit Lebensmitteln versorgt. 

Die Aachener Demonstration von Freitag hat Oliver Krischer, grüner Bundestagsabgeordneter aus Düren, gefilmt und unter seinem Account bei Twitter eingestellt. Hier das Video.

Ein Video von der Aktion im Brunnen vom Europaplatz gibt es hier.

„Aus der scheinbar obskuren Aktion eines schwedischen Mädchens ist eine globale Bewegung geworden“, schreibt Heinrich Wefing in der ZEIT. Allein: Der Amazonas brennt weiter, die Polkappen schmelzen, Millionen Tonnen CO2 werden in die Atmosphäre geschleudert und die Beharrungskraft der Politiker wird unterschätzt. Jahrzehnte braucht selbst eine weltweite Bewegung, um diese Beharrungskräfte mürbe zu klopfen. Wenn überhaupt.

Allerdings: Selbst der Vietnam-Krieg war eines Tages zuende, die Staatenlenker einigten sich auf ein FCKW-Verbot und das Ozonloch wurde nicht größer und 1968 brachte der westlichen Welt die herbeigesehnte Liberalisierung. Wir lernen: Proteste nützen manchmal, manchmal aber nicht.

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Ich bin Journalistin und Bloggerin.
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