Nach dem schrecklichen Unfall: Zwei Maßnahmen

Die Stadtverwaltung reagiert auf den tödlichen Unfall einer Radfahrerin (52) auf der Vaalser Straße (s. Foto oben). Es wurden zwei Sofortmaßnahmen beschlossen, so teilt das Presseamt mit. Heike Ernst, die Leiterin der städtischen Verkehrsbehörde, informierte die Mitglieder des Mobilitätsausschusses am Donnerstag, 21. Februar, über das Ergebnis der Beratungen, die nach dem schrecklichen Unfall stattgefunden haben.

  1. Der markierte Radschutzstreifen zwischen der Einmündung Kronenberg und der Kreuzung Amsterdamer Ring/Halifaxstraße werden komplett rot eingefärbt. Bislang ist er nur in der Zufahrt zur Straße Kronenberg rot markiert.
  2. Die von Laurensberg und Vaals kommenden Radlerinnen und Radler bekommen ein eigenes Ampelsignal an der Einmündung Vaalser Straße/ Kronenberg. Diese Ampel für Radler springt fünf Sekunden früher auf Grün als die Ampel für Autos. Die Radfahrer tauchen also in Zukunft früher in der Einmündung und in der folgenden Kreuzung auf und sind besser zu sehen. Die beiden Sofortmaßnahmen sollen zügig umgesetzt werden.

Heike Ernst erläuterte den Politikerinnen und Politikern weiter, dass der für das Radfahren freigegebene Gehweg zwischen der Straße Kronenberg und dem Amsterdamer Ring wie bisher von Radlerinnen und Radlern genutzt werden könne, die sich auf dem Schutzstreifen zwischen Geradeaus- und Rechtsabbiegespur nicht sicher aufgehoben fühlen.

Twitterer @mohs dazu: Die zweite Maßnahme macht ja mal wirklich Sinn. Ich bin überrascht… andererseits gehört zur Wahrheit eben immer noch, dass erst jemand sterben muss, bevor sich was verbessert. Das ist der eigentliche Skandal daran.

Vor der Sitzung im Verwaltungsgebäude, Lagerhausstraße, gab es dort übrigens eine imposante Mahnwache mit über 100 (Anruf einer Teilnehmerin: Es seien  über 300 gewesen) Aachener Radlern. Es wurden keine Sprüche gebrüllt, nur relativ still der Verunglückten gedacht und die Politik an ihre Pflicht erinnert, auch für Menschen auf Fahrrädern unfallfreies Fortkommen auf Aachens Straßen zu ermöglichen.

Zur Mahnwache aufgerufen hatte die „Initiative Radentscheid“, die ein Bürgerbegehren in die Wege leitet. Diese Initiative fordert u. a. baulich getrennte Radspuren.

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