Wahlprognose – ein schwieriger Blick in die Zukunft

Noch anderthalb Wochen und wir haben in Aachen einen neuen Stadtrat. Der WDR hat ein Meinungsforschungsinstitut beauftragt, im vergangenen August mal nachzufragen, wen sich die Aachenerinnen und Aachener für die Nachfolge von Oberbürgermeister Philipp wünschen und wen sie in den Stadtrat wählen wollen.

Demnach sahnen die Grünen in alle Richtungen tüchtig ab (ganz eklatant bei den Erstwähler*innen), und Aachen könnte die erste Großstadt in NRW werden, wo die Stadtverwaltung GRÜN geführt wird. Wobei ja Sibylle Keupen zwar für die Grünen ins Rennen geht, aber selbst parteilos ist.

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OB-Wahlprognose: CDU 26, SPD 24, Grüne 35 Prozent. Es kommt zu einer Stichwahl (am Sonntag, 27. September).

Stadtrat-Wahlprognose: CDU 26, SPD 15, Grüne 37, Linke 5, FDP 4, AfD 4. Die übrigen (Piraten, Volt, Die Partei usw) kommen auf sagenhafte 9 Prozent.

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Demnach könnte es im Rat der Stadt Aachen zu einer Koalition von SPD und Grünen kommen. Doch zwischen den Vertreter*innen dieser beiden Parteien ist seit Jahren kein Friede und keinerlei Übereinstimmung mehr. SPD und Grüne haben ja bisher schon im Rat mit Piraten, Die Linke und UWG die Mehrheit und hätten viel Gutes für Aachen durchsetzen können. Doch die SPD bevorzugte es, mit der CDU eine Koalition einzugehen. Von „Mobilität anders denken“ und ähnlichem Zukunftsweisendem ist da wenig zu merken.

Es könnte zu einer Koalition von CDU und Grünen kommen. Dieser Koalition würde ich dann aber KEIN halbes Jahr geben, denn die Grünen haben ihr Team aus relativ vielen jungen Menschen zusammengesetzt, und wenn diese Personen auf die alte Garde der CDU treffen: Das kann nur schiefgehen.

Es ist also kaum zu sagen, auf welche Koalition man sich gefasst machen muss.

Lesen lohnt sich:

https://www1.wdr.de/nachrichten/kommunalwahl/kommunalwahl-staedtetrend-aachen-100.html#Sonntagsfrage-Rat

Briefwahl wird bei dieser Kommunalwahl noch stärker bevorzugt, als bei vorherigen Wahlen.

Prognosen sind so eine Sache. In den letzten Jahren lagen die Institute im In- und Ausland oft katastrophal daneben. Und: Viele Wähler*innen legen sich erst kurz vor einer Wahl fest. Eine große Bedeutung hat deshalb der Wahlkampf in den letzten beiden Wochen – mit der gezielten Ansprache (unter anderem via Facebook) von unentschlossenen und taktischen Wählern.

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Eine Antwort zu Wahlprognose – ein schwieriger Blick in die Zukunft

  1. olive schreibt:

    wie wäre es zur abwechslung mit sachorientiertem arbeiten im stadtrat und grüne als minderheitsregierung? grüne und piraten und linke und uwg klingt doch endlich mal frisch und zukunftsgewandt…

    Liken

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