
Was ist los in Aachen, worüber kann man ein paar Worte verlieren, was soll am besten jede/r wissen und was sollte totgeschwiegen werden? Wir sind im Urlaubsmodus und wissen es auch nicht, haben uns aber mal unkritisch in die Soers begeben. Dort haben wir uns weite Teile des CHIO angesehen und sind dabei ins Grübeln gekommen . . . z. B. über den neuen Sportpark.
Mindestens seit 10 Jahren wünscht man sich in Aachen einen sog. Sportpark. Also eine ausgedehnte Anlage für beides: Spitzensport (Volleyball, Reiten) und jede Menge Breitensport. Die neue Anlage mit Multifunktionshalle soll an der Krefelder Straße gebaut werden, wo zunächst aber das alte Polizeipräsidium (s. Foto) niedergelegt werden muss. Kosten für den Abriss: 4 bis 5 Millionen Euro, der Kasten ist asbestverseucht.
Wenn alles gut geht, bekommt Aachen für den neuen Sportpark sagenhafte 40 Millionen Euro aus dem Topf „Strukturmittel für das Rheinische Revier“. Das

Geld soll der Region helfen, nach dem Ende des Braunkohleabbaus eine gewisse Umorientierung zu schaffen. Es ist Geld aus öffentlichen Kassen, das in Aachen längst nicht jede/r Kommunalpolitiker annehmen möchte. So sehr vom Braunkohleabbau betroffen sei man doch gar nicht, sagen die Zweifler. Und: Andernorts würden die Braunkohle-Reparatur-Millionen dringender gebraucht.
Der Sportpark ist ein ehrgeiziges Projekt, die Pläne liegen bereits in der Schublade. Eng einbezogen ist der Reitsportverein ALRV, der längst über ein Olympia-taugliches Stadion verfügt, aber für die Voltigierer eine neue Halle errichten möchte. Diese neue Reithalle samt Technik (und Umgebung) würde schon mal 20 Millionen Euro von den 40 verschlingen, und der ALRV müsste noch was zuschießen, so anspruchsvoll wird bei den Reitsportfans (u. a. wegen der Reit-WM 2026, Bewerbung geplant) gedacht.
Das ist auch gut so, denn außer mit dem Karlspreis und der RWTH ist Aachen nur noch mit dem CHIO in der Welt bekannt und berühmt. Also dann: dem Sport ein Chance.

Entdecke mehr von AachenNews
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.









