
Wird uns in Aachen die Sperrung der A 544 vom Leben abtrennen und ruinieren? Jeglichen Verkehr – in und um Aachen herum – wegen Dauerstau zum Stillstand bringen? Möglich ist alles, aber bisher sieht es ehrlich gesagt nicht danach aus.
Seit dem 24. Juli ist ein überflüssiges Stück Autobahn (zwischen Europaplatz und Anschlussstelle Würselen) in Richtung Köln gesperrt. Überflüssig? Ja, zumindest hielten im Wahlkampf 2020 (also erst kürzlich) die Grünen das jetzt gesperrte Stück Straße für verzichtbar. Sie schlugen vor, dort Wohnungen zu errichten.
Die A 544 könnte doch vom Aachener Kreuz Richtung Europaplatz bereits an der Abfahrt Rothe Erde enden – zugunsten eines neu angelegten Wohngebietes, so lautete der Vorschlag. Die Idee fand keine Freunde, der Handel fasste sich an den Kopf, CDU und FDP ebenfalls.
Wie viele Fans dieses kleine Stück Autobahn hat, erlebt man jetzt, wo es wegen schwerster Mängel der Haarbachtalbrücke gesperrt wird. Als ob man nach Köln nicht auch über Brand oder die Krefelder Straße fahren könnte. Und insgesamt nicht vergißt, dass man auch via Jülicher Straße/Lombardenstraße/Grüner Weg/Prager Ring/Krefelder Straße zur Autobahn kommt. Die marode Haarbachtalbrücke wird übrigens ab Januar 2024 abgerissen und dann innerhalb von 22 Monaten neu aufgebaut. Dazu wird die A 544 in beide Richtungen gesperrt.
Doch jetzt, also genau zum Ende der Schulferien, muss Aachen (ab Montag, 7. August) erst mal die einseitige Sperrung dieser Zufahrt in die Stadt hinein verkraften. Im normalen Berufsverkehr! Im Internet macht man sich schon lustig über dieses Ereignis, das in seinen allumfassenden Dimensionen sogar aus dem Weltall beobachtet werden könne.
Das Chaos ist bisher ausgeblieben, die Stadtverwaltung und die Autobahn GmbH in Berlin schauen gespannt dem ersten Schultag nach den Ferien und dem Berufsverkehr entgegen. AachenNews wünscht vorerst allen einen geschmeidigen Urlaubsausgang. (Weitere Berichte folgen).
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