
Jahre und Jahrzehnte lebte man in Europa im Frieden, so schien es. Man glaubte gewissermaßen, dass Kriege woanders stattfinden. Welch ein Irrtum. Dieses Jahr, also heute, ist wieder Antikriegstag, und man geht mit völlig anderen Gefühlen zur Friedenspreisverleihung. Frieden – auf einmal wünscht man sich Frieden ganz konkret.
Heute werden zwei Initiativen ausgezeichnet. Es handelt sich um Vertreter*innen der Gruppe „Feministischer Antikriegswiderstand“ (FAR) aus Russland und um den „Human Rights Defenders Fund“ (HRDF) aus Israel/Palästina. Laudator ist der Kabarettist Wilfried Schmickler.
Dass es in Russland eine Anti-Kriegs-Initiative gibt, das wussten wir nicht. Schon gar nicht, dass es eine Gruppe gibt, die sich dort auch noch gegen das extrem konservative Bild von Geschlecht und Familie einsetzt. Und außerdem: Die Gruppe aus Israel bzw. Palästina ist AachenNews ebenfalls nicht bekannt. Hier sei verwiesen auf den WDR und die Deutsche Welle.
Beginn der Veranstaltung ist heute (1. September) um 19 Uhr.
Zum Friedenspreis: Es gibt ihn seit 1988, er wurde quasi in Opposition zum Karlspreis gegründet, als dieser mehrere Jahre hintereinander an – salopp gesagt – deutlich überhaupt nicht friedliebende Staatsmänner verliehen wurde. Zweck des Vereins ist die Würdigung von Personen oder Gruppen, die von „unten her“ dazu beigetragen haben, der Verständigung der Völker und der Menschen untereinander zu dienen.
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