In der Pontstraße kommt es zu später Stunde des öfteren zu Schlägereien. Und zwar nicht zu harmlosen Theken-Schlägereien oder -Handgemengen, sondern zu wirklich massiven Kämpfen mit Ketten und Stangen usw.
Außerdem: Gerade zu Karneval verlieren gewisse Herrschaften im Alkoholrausch regelmäßig die Fassung. Im Nachgang haben dann die Gerichte viel zu tun. Dabei ist nichts schwieriger für Richter*innen, als Monate später eine Schlägerei unter Betrunkenen aufzuklären. Wer schlug zuerst, wer provozierte, wer versuchte zu schlichten? Alles schon wenige Wochen nach der Schlägerei nicht mehr seriös aufzuklären.
Die Polizei greift jetzt zu einer drastischen Maßnahme: Video-Überwachung. Es wird mitgeteilt:
„Seit Anfang Februar wurden der Polizei zwei mobile Geräte zur Videobeobachtung durch das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) zur Verfügung gestellt. Das Aachener Präsidium hatte zuvor einen entsprechenden Antrag eingereicht. Die Geräte werden ab sofort in Aachen und der StädteRegion eingesetzt.“

Wer zuschlägt, kommt vor Gericht
Um bereits während der Karnevalstage für mehr Sicherheit zu sorgen, wurden die Anlagen schon ab dem gestrigen Fettdonnerstag in der Pontstraße erstmalig eingesetzt. Die Polizei, deren Kernaufgaben u.a. die Verhütung und Verfolgung von Straftaten ist, hält die Videobeobachtung für einen wichtigen Baustein zur Steigerung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung. Einerseits ermögliche diese Überwachung ein schnelles Eingreifen, andererseits „lassen sich vollendete Taten durch die Videoaufnahmen beweissicher verfolgen“.
Neben der Pontstraße hat die Arbeitsgruppe „Videobeobachtung“ weitere relevante Räume in der StädteRegion definiert, in denen die mobilen Geräte zum Einsatz kommen sollen. Welche das sind, wurde bisher nicht mitgeteilt.
Dialog über Aachens Nachtleben
Am kommenden Freitag, 16. Februar, lädt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen zum Dialog über Aachens Nachtleben in die Pontstraße ein. Im Lokal Sowieso & Ocean, Pontstraße 164, wird sie sich von 21 bis 22.30 Uhr gemeinsam mit dem Nachtbürgermeister Lukas Delvenne und weiteren Akteuren des Aachener Nachtlebens mit Menschen austauschen, die das Thema interessiert.
„Jede und jeder ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen und die Gelegenheit zum offenen Gespräch zu nutzen“, das teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.
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