Im Untergrund niemals aufgeräumt. Das wird jetzt nachgeholt.

Wie (schlecht) unsere Väter und Großväter gebaut haben, das lässt sich zur Zeit in der Lothringerstraße studieren. Sie haben einfach Schicht auf Schicht gelegt, den Untergrund niemals aufgeräumt und gut wars, bzw. nicht wirklich gut z. B. für die Bäume.

Dieses Vorgehen hatte wohl den Vorteil, dass man schnell fertig war (wo hingegen wir Heutigen alles sehr gründlich machen, deshalb niemals fertig werden und so die ansässigen Händler ruinieren, s. Jakobstraße. Die Bauarbeiten in der Jakobstraße sollen angeblich bis zum 30. April abgeschlossen sein. AachenNews hat da vorerst Zweifel!)

Der Fachbereich Kommunikation der Stadtverwaltung schickte unterdessen einige erhellende Fotos zur Lothringerstraße, die zeigen, wie einst ein Platz angelegt wurde. Sagenhaft schlecht.

Unter einem Platz liegt in Aachen erst mal eine Betonplatte. Und dann Pflastersteine und dann noch eine Betonplatte oder zwei. Und trotzdem: Bäume sind auf dem Platz gleichwohl gewachsen. Alle Fotos: Stadt Aachen

Zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße geht es in mehreren Bauphasen zur Sache. Direkt nach Ostern (ab. 2./3. April) ging es los und dauert bis Herbst 2024. Auf dem Straßenabschnitt entstehen ein Premiumfußweg und ein Stück von der Radvorrangroute Brand/Eilendorf.

Man hätte ja mal was aufräumen können. Aber nein. Das war wohl zu aufwendig. Jetzt schauen sich Archäologen die Fundstücke an.

Die bisherigen Bauarbeiten zwischen Friedrich- und Alfonsstraße förderten u. a. Teile einer Wand hervor, die vielleicht zu einem Wohnhaus oder einem Keller gehörten. Überdies stellte sich heraus, dass es unter dem bisherigen Plattenbelag zum einen die 10 bis 40 Zentimeter dicke Betonschicht gab, die bereits bei einer früheren Wurzelsuch-Schachtung entdeckt worden war. Zum anderen gibt es weitere Oberflächen, die niemals weggeräumt worden sind. Dazu gehören zum Beispiel eine gepflasterte Fahrbahndecke und darüber eine asphaltierte. 

Wahnsinn, was hier alles weggeräumt werden mußte. Nicht nur haufenweise Pflastersteine.

Nach Abschluss der Bauarbeiten „werden voraussichtlich im Herbst insgesamt 16 neue Bäume im Umfeld des Platzes gepflanzt“, so wird mitgeteilt. Neun davon haben große, sechs haben kleine Kronen. Hinzu kommt ein großkroniger Baum an der Einmündung der Alfonsstraße. Die zukünftigen Baumbeete würden große Wurzelräume erhalten. „Die Bäume bekommen damit einen Lebensraum, der auf das erwartete veränderte Stadtklima mit regenarmen und sehr heißen Witterungsperioden vorbereitet ist.“ 

Weitere Infos: www.aachen.de/lothringer_2ba


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