1700 reisen mit der Alemannia nach Dresden

Sonntag ist es soweit: Alemannia Aachen trifft Tabellenführer Dynamo Dresden. Aufsteiger Alemannia muss gegen scheinbar überragende Dresdener antreten, die auf dem Sprung in die nächst höhere Liga sind, während sich Aachen gerade erst aus der Regionalliga hochgekämpft hat. (Beginn: 16.30 Uhr)

Wer schon mal einen Fanmarsch der Dynamo Ultras gesehen hat, sorgt sich: Die treten krass kämpferisch auf. Hüpfen und tanzen sahen wir jedenfalls nicht. Die Partie von Sonntag wurde als sogenanntes Hochrisikospiel eingestuft, es drohe hohes Gewaltpotential, so wird mitgeteilt. Dabei werden wohl 30.000 Dresdner in deren Stadion sein und immerhin 1700 Alemannen.

Ab 12 Uhr bis 20 Uhr hat die Stadt Dresden weiträumig das Mitführen von Metallstangen, Pyrotechnik, Messer, Protektorenhandschuhen, Schutzwesten, Masken, Helme oder Schlauchschals untersagt. Man wünscht sich, die Aachener Spieler, der Trainer und die Fans wären schon wieder heil in Aachen angekommen. Mit 3 Punkten natürlich.

Randale überschattete zuletzt aber auch in Aachen das Spiel gegen Mannheim. Kaum hatte Marcel Moberz bei einem Treffen der Vereinsspitze mit Trainer und Fans verlauten lassen, die als gewalttätig auftretende Gruppierung „Boxstaffel 520“ werde nicht mehr im Stadion präsent sein. Da hieß es von der Polizei: Bei der Randale seien auch welche von der Boxstaffel dabei gewesen. Die Hooligans sollen vermummt gewesen sein. Wie konnte die Polizei dann einzelne erkennen?

Was auch kaum einer weiß: Die Aachener hatten mit den Mannheimer Fans noch eine Rechnung offen. Dem Verein ging 1996/97 ungeheuer viel Geld durch die Lappen, weil bei einem Spiel vor über 20 Jahren von Mannheimer Seite plötzlich ein 2. Ball auf das Spielfeld geworfen wurde und das gerade erfolgte Siegtor der Alemannen deshalb nicht gezählt wurde. Hier ansehen. (2. Hälfte)

Wie auch immer: Aachen hat ein Stadion, das nun endlich von allen Fans akzeptiert ist. Jahrelang hatten die Fans dem alten Tivoli nachgetrauert, wo angeblich alles besser war. Diese Zeiten sind vorbei. Neuerdings klappt sogar die Verpflegung ziemlich reibungslos. Auswärts-Trikots kommen auch, so war zu erfahren. Darauf befindet sich – wie ein Wasserzeichen – der Grundriss des Oktogon des Aachener Dom. Na, wenn das keine Heimatliebe ist!

Foto: Im neuen Tivoli in einer Vitrine ausgestellt: ein Stück alter Tivoli. Ganz schön sentimental.

Das Stadion ist in Gänze eine Schönheit, kann man nicht anders sagen. Allein es fehlt noch ein Platz zum Trainieren. Die Mannschaft trainiert auf einem Platz, der ist hart wie Beton und da springen die Bälle durchaus anders als auf dem weichen Rasen. In der Regionalliga haben fast alle Mannschaften derart miserable Trainingsplätze, in der 3. Liga nicht. So muss jetzt für gute Trainingsbedingungen gesorgt und ein Greenkeeper eingestellt werden, der/die den Rasen pflegt (gibt es zur Zeit nicht). Kann sein, dass sich der Verein Hoffnung macht, von der Stadt Aachen finanziell unterstützt zu werden.

Foto: Modell vom Aachener Tivoli, steht in der Geschäftsstelle.

Faninfos zum Spiel in Dresden.

Brutal ehrlich. Eine Straßenumfrage.

UPDATE: Ibo informiert uns, so war das in Dresden.


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