Großeinsatz der Polizei in der Pontstraße. Unschöne Szenen, weil Ultrarechte sich in einer Pizzeria versammeln.

Die Polizei berichtete jetzt von einem Einsatz, bei dem es heftig zur Sache ging. Das heißt: Es knallten die Beteiligten dermaßen hart aufeinander, dass man sich demnächst vor Gericht treffen muss. Video hier zu sehen.

Was war passiert? Die stramm rechtsradikale „Junge Alternative“, (gesichert rechtsradikal) hatte sich im Gewölbekeller einer Aachener Pizzeria in der Pontstraße versammelt, um den Worten der extrem rechten AfD-Abgeordeten Irmhild Boßdorf, einer Abgeordneten im EU-Parlament, zu lauschen. Diese Dame ist trotz  Studium von Geschichte, Politikwissenschaft und Staatsrecht zu den sonderbarsten  Erkenntnissen gelangt, z. B. dass eine sog. millionenfache Remigration hierzulande demnächst unbedingt stattfinden muss. Und ähnlicher Stuss. 

Etwa 200 Personen, so teilt die Polizei mit und das berichten auch Personen, die dabei waren, hätten sich in der Pontstraße (gegenüber der Pizzeria) vor der Kirche Heilig Kreuz versammelt und unter dem Motto „Keine Räume für rechte Hetze“ eine angemeldete Kundgebung veranstaltet. Dabei auch die jüngst mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnete Gruppe „Omas gegen Rechts“ und Menschen, die sich als Antifa bezeichnen. 

Die Polizei schreibt weiter: „Im Laufe der Versammlung haben etwa 40 vermummte Personen versucht, in das Lokal einzudringen.“ Gesetzt das stimmt, dann ist es Aufgabe der Polizei, das Versammlungsrecht durchzusetzen. Denn wie auch immer blöde die Ansichten sind, auch wenn man politisch voll auf dem Holzweg unterwegs ist: Man darf sich versammeln. Die Rechtsradikalen hätten sich in der Pizzeria verbarrikadiert und mit einem übergebrochenen Pizzawender die Türe verrammelt. Das berichtet die örtliche Tageszeitung.

Wenn die Polizei das Versammlungsrecht durchsetzt, durchsetzen muss, das sieht immer furchtbar aus, es entstehen schlimme Bilder und es tut weh. Die Polizei hatte es, wie mitgeteilt wird, mit „vereinzelten Widerstandshandlungen“ zu tun, was meistens nichts anderes bedeutet, als dass eine Klopperei in Gang kommt mit Bildern und Eindrücken, die einen nachts nicht schlafen lassen. 

Mehrere Strafverfahren, u.a. wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, seien eingeleitet worden. Und: „Die Personen wurden mit einem Platzverweis vor Ort entlassen.“ Die Versammlung sei gegen 22.30 Uhr beendet gewesen.

Infos mit Video gibt es hier, man erkennt das Ausmaß des Polizeieinsatzes.

Einen gewohnt klaren Bericht (mit Fotos) gibt es auf YONU von Michael Klarmann, bitte unbedingt lesen, falls ihr gut informiert sein wollt. https://www.yonu.news/polizeieinsatz-proteste-gegen-afd/


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