Wo früher Dichtungen produziert wurden – in Rothe Erde – da soll in den nächsten Jahren neues Arbeiten und Wohnen möglich werden. Die Rede ist vom Hutchinson-Gelände. Es ist eine häßliche Industriebrache, 3 Hektar sehen derzeit weitgehend so aus:

Die Werkshallen sind weg, die Unternehmen Landmarken, Stadtmarken und eco PARKS des Investors Norbert Hermanns haben übernommen.
Man kann über Investoren viel Gutes und auch Schlechtes sagen, aber im Grunde ist es doch ein Glück, dass in Aachen ein Investor wie Norbert Hermanns zu Hause ist. Ein gewisses Interesse an städtebaulicher und architektonischer Qualität, dazu Liebe zur Heimat, kann man ihm nicht absprechen. Ganz im Gegenteil zu einem anderen großen Investor in Aachen (Sauren).
Zurück zu den 30.000 Quadratmetern in Aachens Osten, Freunder Weg/Zeppelinstraße/Eisenbahnweg: Was aus der traditionsreichen Industriefläche (in etwa) einmal werden soll, das wurde jetzt der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Nachbarn und andere machten ihrerseits Vorschläge, wie die Pläne des Kölner Architekten Pablo Molestina noch verbessert werden können. Begleitet und geleitet wurde die Veranstaltung von sachkundigen Fachleuten der Stadtverwaltung. Sie werden letztlich genehmigen (oder auch nicht), was der Investor bauen möchte.

Zunächst hatte man noch gedacht, man könnte auf dem abgelegenen Areal eine Art Zwischennutzung (Konzerte, Feste usw.) stattfinden lassen. Das ist aber leider nicht möglich, Eisenstäbe ragen aus dem Beton, es gibt ungute Höhenunterschiede, es besteht wirklich Unfallgefahr, wie man unten sehen kann.

Geplant ist es, eine große Halle zu errichten mit angegliederten Büros, dazu viele Werkstätten neueren Typs und Wohnungen. Innen soll es eine Grünfläche geben. Vorgesehen sind auch eine Tiefgarage, Stellplätze für Fahrräder sowie eine Halle für Sport/Freizeit/Kultur (neuerdings Activity-Hub genannt). Alles hier zu sehen.
Was von den Bürger*innen gefragt und gewünscht wurde:
Mehr Grün, Platz für einen Spielplatz, Platz/Unterkunft für Jugendliche aus dem Viertel (sie haben nichts), eine etwas weniger dichte Bebauung, wenig Belästigung durch Lieferverkehre und eine gute soziale Durchmischung bei der Belegung der Wohnungen. Es erstaunte der Wunsch nach weniger sozialem Wohnungsbau in dem Viertel. Warum sollen z. B. Busfahrer, Feuerwehrleute und Krankenschwestern (Verdienst ungefähr 20.736 € – 28.080 € netto im Jahr), Polizisten und Erzieherinnen, die alle vom sozialen Wohnungsbau profitieren, aus dem Viertel rausgehalten werden?
Die Wünsche und Anmerkungen im Einzelnen:

Wahrscheinlich zuerst gebaut werden Wohnungen, erst 5 Jahre nach Baubeginn wird das Projekt ganz fertig sein.
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Jüngst wurde dem zuständigen politischen Gremium der Wohnungsmarktbericht vorgestellt. Die Lokalzeit Aachen hat dazu einen Beitrag gemacht. Hier einsehen.
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