Aachen erlebt Politik, Karneval und Fußballfieber

Die Innenstadt war voll am heutigen Samstag: Die Karnevalisten sammelten sich auf Markt und Katschhof und zogen mit klingendem Spiel im Sternmarsch zum Aquis Plaza. Gleichzeitig strebt jetzt der Wahlkampf seinem Höhepunkt zu. Die Parteien versuchen auf der Straße, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

AfD, Gegendemonstranten, Polizisten und ein Musikcorps standen sich kurzfristig am Geldbrunnen unmittelbar gegenüber. Foto: Henning Brinkmann
Fasziniert von den Musikcorps und den Karnevalisten in ihren Uniformen: Menschen im Aquis Plaza.
In verschiedenen Kneipen stand nur eins im Mittelpunkt: das Spiel der Alemannia gegen Erzgebirge/Aue.

Aachen spielte auswärts und führte bis zur 88. Minute, dann schoß der Gegner ein unhaltbares Tor. Das Spiel endete 1:1. Es ist das 12. Unentschieden, das Aachen in dieser Saison zustande bringt. Etwa 1000 Fans hatten den weiten Weg ins Erzgebirge auf sich genommen, um die Mannschaft anzufeuern. In Aue war man beeindruckt.

Die Fans, die Mannschaft, die Vereinsspitze und der Trainer gehen gerade durch eine schwere Zeit. Aufsichtsratsvorsitzender (und Geschäftsführer) müssen sich mit den Konsequenzen einer seinerzeitigen „Freundschaft“ mit einem dubiosen, einschlägig verurteilten Gewaltverbrecher befassen. Mannschaft und Trainer wiederum geben auf dem Spielfeld alles, verzweifeln aber schier an andauernden Unentschieden. 12 Spiele gingen schon unentschieden aus, man könnte meinen, es existiert eine mentale Blockade. Fans nehmen lange Fahrten quer durch Deutschland in Kauf und schreien sich im Stadion beim Anfeuern die Lunge aus dem Leib. – Manch einer lernt jetzt, was das Wort Geduld bedeutet.


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