Es sprudelt und plätschert: Die Aachener Brunnensaison beginnt.
„Vom Eise befreit sind Becken und Düsen. Durch der Techniker*innen holdes, belebendes Werk, in Aachen sprudelt aus Brunnen Glück. . . “ schrieb so ähnlich J.W. Goethe.
Bald sollen auch die Fontänen am Europaplatz wieder meterhoch in den Öcher Himmel schießen. Aachens größte Brunnenanlage befand sich ein Jahr lang außer Betrieb. „Wegen einer Regionetz-Baumaßnahme im direkten Umfeld war die Inbetriebnahme im vergangenen Jahr in den Frühjahr- und Sommermonaten nicht möglich“, erläutert Robert Schmidt, zuständiger Abteilungsleiter im städtischen Gebäudemanagement.
Voraussichtlich im Laufe des Monats Mai ist auch der Europaplatz-Brunnen wieder in Betrieb. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Insgesamt betreibt das Gebäudemanagement derzeit rund 65 städtische Wasserspiele. Sie alle werden – so sie gerade nicht saniert oder repariert werden müssen – von den Fachleuten des Gebäudemanagements in diesen Wochen aus dem Winterschlaf geholt.
Die klassische Brunnensaison läuft von Ostern bis Oktober – abhängig von der Witterung auch einmal ein wenig länger. Spätestens mit dem Beginn von Frostphasen müssten die Brunnen aber außer Betrieb genommen werden, „um Schäden zu vermeiden“, erklärt Schmidt.
Völlig unabhängig von frostigen Temperaturen funktionieren übrigens die Anlagen im Elisengarten (Elisenbrunnen und Kreislauf des Geldes) und vor dem Neuen Kurhaus. Diese Brunnen werden mit warmem Thermalwasser versorgt und können daher auch während der Wintermonate betrieben werden.
Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
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Osterspaziergang
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche,
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt’s im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dring ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluss, in Breit‘ und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.
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