Ein Abend im Ballsaal des Alten Kurhauses: Die Planer*innen waren optimistisch, rund 300 Gäste im Zuschauerraum beteiligten sich an einer spannenden Diskussion. Das alte Horten-Kaufhaus soll tatsächlich ein Haus der Neugier werden.
Es ist mit einer Summe in Höhe von 100 Millionen Euro das gewichtigste Bauprojekt im Aachen der Nachkriegsgeschichte. Die gut besuchte Info-Veranstaltung stellte das Kaufhaus Horten (Lust for Life) dar als Verbindung von Volkshochschule (VHS) und Stadtbibliothek. Es werde „keine Trennlinie im neuen Haus geben“, versicherte VHS-Chefin Beate Blüggel.

Vertrag steht vor der Unterzeichnung
Nicht nur das Haus der Neugier entsteht. Im frei werdenden Bushof soll es zukünftig bezahlbaren Wohnraum geben. Das umfangreiche Vertragswerk zum Haus der Neugier ist übrigens schon vorbereitet und wird bald unterzeichnet, versicherte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen.
Beim Info-Abend kamen alle zu Wort: darunter die Beigeordneten Frauke Burgdorff, Heiko Thomas und Kulturdezernent Heinrich Brötz. Je weiter der von Journalistin Gisela Steinhauer moderierte Abend fortschreitet, umso mehr hatte man Lust, die Fenster des Saals zu öffnen und das noch traurige Gebäude endlich zu beleben. Rebellion im Publikum gab es nicht, im Gegenteil. Neben den praxisorientierten Fragen hörte man immer wieder hoffnungsvolles Lob. Auch die Vorsitzenden sämtlicher Ratsfraktionen wurden mit ermutigenden Kommentaren per Video eingespielt.
Dirk Lange, Mitglied im Team des Architekturbüros Kadawittfeld, führte anhand von Planungszeichnungen Ebene für Ebene durch das Haus – Sprach-Feld (Literatur, Kommunikation, Sprachen, Interkulturelles), Arbeits-Feld (Co-Working, IT-Plätze), Spiel-Feld (Kunst Musik, Kreativität, Angebote für Kinder und Jugendliche), Streit-Feld (Debatten, Open-Space, Politik, Film), Lebens-Feld (Ernährung, Sport, Klima, Gesundheit) und Frei-Feld (Ankommen, Forum, Café). 4 Aufzüge und zahlreiche Eingänge von allen Seiten wird es geben, und es wird nachhaltig geplant. So lässt sich das 45 Grad heiße Wasser der Rosenquelle zum Heizen nutzen.
Die Rolltreppe ist Vergangenheit und längst einer Art Zick-Zack-Treppe gewichen, die aufwärts führt. Die Veranstaltung von Anfang April wurde aufgezeichnet und ist abrufbar: www.youtube.com/watch?v=0lPapfWeh9E Die Internetseite www.hausderneugier.de gibt Einblick in die Machbarkeitsstudie und den Ratsbeschluss. Sie wird kontinuierlich über die Planungs- und Baufortschritte informieren.
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