Das Wochenende liegt hinter uns und sofort steuern wir (via Brückentag) auf ein weiteres langes Wochenende zu. Die passende Musik zum Feiern in Aachen – open-air und kostenlos – schafft uns ein neuer Verein herbei: der Hofkultur e. V.
Kaum gegründet lädt der Verein schon zu Hofkulturtagen ein, die – wenig überraschend – im Hof stattfinden. Los geht es übermorgen, Mittwoch, um 17 Uhr mit dem Schlagsaiten Quantett. Wir wagen die Prognose: Die Akustik-Live-Band aus Aachen wird im Hof noch den traurigsten Alemannia-Fan in Feierstimmung versetzen. Die Band spielt Gypsy-Swing, Latino-Rhythmen, Balkan Beats, Flamenco & Rock.

Danach kommt, denn es handelt sich um eine Fête de la musique, ein Duo aus der Bretagne auf die Bühne: Naowel. Der Programmzettel gibt an: Urbaner Akustik-Elektro-Mix mit Beatboxing, Banjo und Stepptanz. Weiter gehts mit Rasga Rasga, das sind 6 Musiker*innen mit 12 Instrumenten. Und das alles im Hof, der ja für Open-air-Konzerte so gut geeignet ist wie sonst kein Platz in Aachen.
Die Gesellschaft ist gespalten und spaltet sich noch ohne Ende weiter. Selbst den Menschen, die besonders Unterschiede mögen, geht das langsam auf den Kecks. Was könnte uns noch zusammenbringen? Die Kunst? Milos Sous, der Vorsitzende von Hofkultur e. V. und Chef im Domkeller, rät, es mit Musik zu versuchen.

Der neue Verein, das sind Arndt Lorenz, Virginie Crossouard, Milos Sous, Jörg Stanzick und Ramon Creutzer. Sie machen Aachen ein Angebot – in Kooperation mit dem Institut Français übrigens, unterstützt von Stadt Aachen, Sparkasse Aachen und weiteren Sponsoren und laden für Donnerstag (Fronleichnam, viele haben frei) ein: ab 12 Uhr, „Audio im Alltag“, Radiojournalisten und Medienschaffende erzählen über ihre Arbeit (mit musikalischer Begleitung).
Sinn und Zweck journalistischer Arbeit müssten in Aachen tatsächlich öfter mal näher erklärt werden. Seufz. Wie könnte es sonst sein, dass der Traditionsverein Alemannia Aachen sich mit Mehrheit dafür entscheidet, bei seiner Hauptversammlung im Tivoli die Presse rauszuschmeißen? Klar, die Fans haben die Presse mit ihren ganzen schlechten Nachrichten so was von satt, es gab ja in der vergangenen Saison jede Woche einen handfesten Skandal. Aber Leute, so ist das eben. Das Leben ist kein 2 : 0 Heimsieg gegen den Tabellenführer nach einer leckeren Portion Pommes und Bierchen mit Freunden im Wandelgang des Stadions.
Ein Straßentheater für Kinder, das auch Erwachsene faszinieren wird, steht bei den Hofkulturtagen am Donnerstag ab 15 Uhr auf dem Programm. Tarantatá macht gute Laune. Zum Schluss, um 17 Uhr gibt es noch einen Song Slam – das ist ein Wettbewerb – mit Publikumsvotum für den Preis „Song Slam Hofkulturtage“.
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