
Ach käme jetzt doch mal – nach Karneval – eine Zeit, in der gar nichts Schlimmes passiert. Kein neues AfD-Umfrage-Hoch, keine Bedrohung Europas durch eine sog. Supermacht, überhaupt kein Krieg in Europa, keine Pandemie, keine Umweltkatastrophe mit vielen Toten, keine Neuwahl, einfach business as usual.
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Konzentrieren wir uns auf die lokalen Aufreger-Themen. Im Rückblick ist jetzt der AKV (Aachens Karnevalsverein mit maximalem Ansehen und Einfluss) nicht zufrieden mit der Präsenz seiner elend langweiligen Show in den regionalen und überregionalen TV-Programmen. Viel zu wenige von euch schauten sich zu mitternächtlicher Stunde Guido Cantz und die Ordensverleihung an.
Und weil man den WDR von nix überzeugen kann, wendet man sich an die Landesregierung. Die kontrolliert schließlich den WDR und soll den Programmfuzzis Beine machen. Mehr „Brauchtumspflege“ wird eingefordert, bessere Sendezeiten sind gemeint.
Witzemacher Guido Cantz ist aber auch wirklich schwer zu ertragen, die Ritter*innen sind immer ausgesuchte Spaßbremsen (z. B. Weigel, Stoiber, Lindner, Söder), und was hat das alles mit Aachen zu tun? Wo ist da z. B. die gnadenlose, grandiose Verarschung der Mächtigen? Wo sind die Stiche mit dem Florett? Lächerliche Figuren wie Trump und Orban, Erdogan und Putin gehören durch den Kakao gezogen dass die Schwachte kracht, an Karneval hat das Tradition. Da fehlt es am Mut, da macht auch die Landesregierung nichts. (Wen der Casus noch interessiert: hier lesen)
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Eine gute Nachricht. Endlich, endlich: In den kommenden zwei bis drei Wochen entstehen im Moltkepark neue Grünflächen.

Der komplette Rückbau der stillgelegten Skateranlage, der Asphaltdecke der ehemaligen Rollschuhbahn und des Kreativhauses beginnen am Montag, 23. Februar. Das verspricht die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Angeblich werden dort Grünflächen und Zuwege am Spielplatz entstehen. Die komplette Maßnahme soll rund zwei Wochen dauern. In dieser Zeit bleibt der Spielplatz gesperrt.
Die Fläche musste im Sommer 2019 vom Aachener Skateboard Club verlassen werden, weil die Anwohner im Frankenberger Viertel sich durch Lärm (abends und nachts) belästigt fühlten. Der Club hat sich mittlerweile eine neue Anlage zwischen Eisenbahnweg und Vennbahnweg gebaut. Sehenswert.
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Die Stadt Aachen hat ihr Portfolio an Informations- und Social-Media-Plattformen um einen WhatsApp-Kanal erweitert. Unter aachen.de/whatsapp ist es möglich, den Kanal zu abonnieren und Meldungen aus der Verwaltung zu erhalten. Wer nichts verpassen möchte, kann die Glocke im Kanal aktivieren und erhält ein Signal, sobald neue Meldungen eingestellt werden.
Somit ist die Stadt Aachen auf folgenden Plattformen vertreten: Instagram (mit über 62.000 Followerinnen und Followern die relevanteste Plattform), Facebook, Threads, Mastodon, Bluesky und WhatsApp. Bei X (von Elon Musk) war die Stadt Anfang des Jahres 2025 ausgestiegen.
Es soll hier nicht verschwiegen werden, dass Algorithmen auf allen diesen US-Plattformen darauf ausgelegt sind, Nutzer möglichst lange in der App zu halten, was zu Sucht und sozialer Isolation führen kann. Auf Plattformen wie Facebook und Threads verbreiten sich Fake News und Hassrede schnell, weil sie durch Algorithmen gepusht werden.
Die wichtigsten Aachen-Meldungen gibt es außerdem via Stadtseiten-Newsletter unter aachen.de/newsletter und immer freitags per E-Mail. Alle Infos sowie aktuelle Pressemitteilungen der Verwaltung sind natürlich auch unter aachen.de zu finden.
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