Quasi vor Publikum wird jetzt direkt neben dem Dom gegraben. Archäologen haben die seltene Gelegenheit, innerhalb der größten ehemaligen römischen Heilthermen Aachens, den Münsterthermen, zu buddeln. Und zwar in einem Abschnitt, der archäologisch noch weitgehend unerschlossen ist.
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In den kommenden Wochen werden der Stadtarchäologe Andreas Schaub und ehrenamtliche Hilfskräfte in Handarbeit mit kleinen Schaufeln und Werkzeugen etwa 1,50 Meter tief graben. Schicht für Schicht werden sie auf Funde aus dem Barock, dem Mittelalter und aus der römischen Zeit stoßen.
Die Arbeiten finden in zwei Baumscheiben statt, die später mal mit zwei Linden bepflanzt werden sollen.

Bereits nach zwei Tagen Grabungszeit gibt es erste Ergebnisse: Einen Zahn, bemalte Keramik und zwei barocke Tabakpfeifen aus Pfeifenton entdeckten die Fachleute bislang. Alles folgt festgelegten Vorgaben des Landschaftsverbandes, bzw. dessen Amt für Bodendenkmalpflege.
Wie lange die Grabung nun dauert, liegt zum einen an der Funddichte und zum anderen am Wetter. Derzeit geht der Stadtarchäologe davon aus, dass mit einer Grabungsdauer von drei Monaten zu rechnen ist. Die neuen Linden werden dann entweder noch direkt im Anschluss im späten Frühjahr gepflanzt – spätestens jedoch in der nächsten Pflanzperiode ab September.
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