Aus dem kühlen Grab hinaus – rein ins LVR-Archiv

Was schon erwartet wurde, ist geschehen: Die archäologischen Ausgrabungen in zwei Baumscheiben auf dem Münsterplatz am Aachener Dom haben die ersten großen Ergebnisse hervorgebracht. „Insgesamt sieben Skelette und die Mauergrenze der ehemaligen Münsterimmunität konnten Stadtarchäologe Andreas Schaub und sein Team freilegen.“ Das teilt das Presseamt mit.

Von Störung der Totenruhe spricht hier übrigens niemand. Dass es seine Richtigkeit hat, die sterblichen Überreste unserer Vorfahren aus dem Grab (sog. letzte Ruhestätte) heraus in ein Archiv zu verfrachten, daran wird nicht gezweifelt.

Auf dem Münsterplatz, über den heutzutage täglich hunderte Menschen laufen, existierte bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Friedhof. Foto: Stadt Aachen/Antonia Knop

Die Archäologinnen und Archäologen haben die jetzigen Skelettfunde bereits dokumentiert und entnehmen sie nun Grab für Grab, so wird mitgeteilt. Zunächst werden sie in den Räumen der städtischen Archäologie gesäubert und inventarisiert, ehe sie ins Archiv des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) wandern. Bei anthropologischen Untersuchungen könne festgestellt werden, wie die Aachenerinnen und Aachener vor 300 bis 400 Jahren gelebt haben, wie gesund sie waren oder wie alt sie geworden sind.

Schaub und sein Team entdeckten außerdem die Mauerreste der ehemaligen Münsterimmunität, dem ehemaligen Rechtsbezirk rund um den Dom. Etwa 60 bis 70 Zentimeter wurde bisher gegraben noch etwa einen Meter tiefer soll es gehen. Derzeit geht der Stadtarchäologe davon aus, dass mit einer Grabungsdauer von drei Monaten zu rechnen ist. 

Im Anschluss werden die präparierten Baumscheiben mit zwei Linden bepflanzt,.


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