Alemannia zerlegt Energie Cottbus

Kaum zu glauben! Aachen gewinnt gegen Energie Cottbus 4:1. So ein rasantes, packendes Spiel hat man am Tivoli seit Jahren nicht mehr gesehen. Die Mannschaft wurde vom – zunächst stark unterschätzten – Trainer Mersad Selimbegovic bestens eingestellt und aufgestellt. Die Fans konnten ihr Glück kaum fassen.

Sieg gegen den Tabellenzweiten! Dass das möglich wäre, hätte Anfang des Jahres auch niemand gedacht.

In der ersten Halbzeit machte Aachen schon einen guten Eindruck. Man griff fleißig an und verteidigte beherzt und sichtlich durchsetzungsfähig. Allerdings ging es mit 0:0 in die Kabine. Da dachte man noch: „Ja, wenn wir unentschieden spielen und einen Punkt mitnehmen aus dem Spiel, das wäre doch gar nicht so schlecht.“

Es kam ganz anders, es sollten noch 5 Tore fallen. – Ein Wort zum Platz. Der ist in einem katastrophalen Zustand, besonders vor dem Aachener Tor war alles Pratsch. Es regnete in Strömen, auch während des Spiels. Dass das Spiel überhaupt angepfiffen wurde, ist ein Wunder. Dieser Platz hat wohl die schlechteste Drainage aller Mannschaften in der 3. Liga.

Der sowieso schon schlechte Platz war nach Dauerregen eigentlich unbespielbar.

Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag: Eigengewächs Faton Ademi (19) schoss per Kopf das 1:0 in der 54. Minute. Mika Schroers schoss kaum 10 Minuten später das 2:0. Und in der 84. Minute gelang Cottbus durch eine Ecke das 2:1. Jede/r hatte nun Angst, dass die Mannschaft aus der Lausitz noch den Ausgleich schafft und wer weiß, sogar noch mehr.

„Hier stürmt der Osten“, aber glücklicherweise, aus Aachener Sicht, nicht wirklich heftig.

24.215 Fans, davon etwa 1400 aus Cottbus, sahen sodann das 3. Aachener Tor, das Marius Wegmann schoss. Und in der Verlängerung machte Aachen den Deckel drauf, Jonas Oehmischen schoss das 4:1. Anhaltender, ohrenbetäubender Jubel auf den Zuschauerrängen. (Tipp: Geht zu den Spielen der Alemannia. Es macht glücklich.)

Ganz zu Beginn des Spiels gab es übrigens mal wieder eine ausgewachsene Pyroshow, Strafen in schätzungsweise 5-stelliger Höhe werden folgen. Absolut verboten ist das Abfackeln von Feuerwerk, aber es gehört ganz klar zur Fankultur dazu. Es ist sinnlos, Pyro zu verbieten, es sollte so kontrolliert ablaufen, dass niemand zu Schaden kommt. Aber dann käme der DFB nicht mehr zu so viel Geld. Ein Großteil der Summen fließt nämlich direkt an den Verband.

Teuer und gefährlich, aber sieht gut aus: Pyroshow auf dem Tivoli.

Nächstes Spiel: Aachen gegen den FC Ingolstadt, Samstag, 21. März, 14 Uhr. Nächstes Heimspiel: Ostersonntag, 5. März, 19.30 Uhr.


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