Fanklub-Treffen im Tivoli

Im Presseraum der Alemannia gab es dieser Tage mal wieder ein Treffen von mehreren Dutzend Fans mit Teilen der Spitze des Vereins samt Trainer Heiner Backhaus. Knapp zweieinhalb Stunden dauerte die Zusammenkunft, die allseits von großer Offenheit geprägt war. 

„Wir sind mit dem Verein durch alle Höllen und Tiefen, die man sich nur vorstellen kann, gegangen“, sagte im Verlauf der Versammlung ein Fan und erinnerte an 11 Jahre Regionalliga, 2 Insolvenzen usw. Was man jetzt an fußballerischer Leistung geboten bekomme, sei gegenüber früher „Weltklasse“, so der Fan weiter. Etliche Anwesende applaudierten, sie waren ebenfalls dieser Ansicht. 

Viele Fans richteten sich an den Trainer, der auf jede noch so spezielle Frage ausführlich einging, dabei auch witzige Bemerkungen machte, die einen zum Lachen brachten. 

Klar, dass die Choreo beim Spiel gegen Hansa Rostock diskutiert wurde. Besonders natürlich lang und breit die Pyro-Show, die den Verein teuer zu stehen kommt. Eine dicke 5-stellige Summe werde als Strafe fällig, teilte Geschäftsführer Sascha Eller mit. Es wurde überlegt, wie man es erreichen könne, dass die (unvermeidlichen) Pyro-Shows endlich mal legal über die Bühne gehen können. Dass der DFB dabei in irgendeiner Form hilfreich sein könnte, davon ging niemand aus, im Gegenteil. Der DFB helfe nicht, er verdiene an den Strafen Millionen

Nächstes zentrales Thema: der katastrophale Zustand des Rasens im Stadion, „unser Arbeitsplatz“, wie Backhaus sagte. Dass dieser Rasen so nicht bleiben kann, wenn die Mannschaft erfolgreicher sein soll, das ist wohl jedem klar. Zu welchen Leistungen die Alemannia auf einem guten Rasen fähig ist, hat sich zuletzt in Ingolstadt gezeigt. s. „Auf dem Golfrasen kehrt auch die . . . “

Ein weiteres Thema, das die Fans und natürlich auch den Trainer beschäftigt: Welche Spieler-Typen müssen unbedingt noch nach Aachen kommen und was dürfen sie kosten? Die Konkurrenz mit Vereinen, die z. B. von Audi oder VW gesponsert werden, wird Aachen verlieren. Die 30.000 im Stadion sind allerdings auch ein Pfund, hinter dem andere Vereine weit, weit zurückbleiben. Außerdem faire Fans, die bei eventl. schwachen Leistungen nicht gleich das Pfeifen anfangen.

Von den Vorgängen bezüglich „Chemo“ war noch die Rede, von Wünschen bezüglich des Sicherheitspersonals und dem immer mal wieder schleppend organisierten Einlass, vom Verbleib des Torwarts in Aachen (ja oder nein oder wie?) und wie überhaupt jetzt die Stimmung in der Führungsetage des Vereins sei. Und schließlich: Ob Soufiane El-Faouzi (22) in Aachen bleibt oder nicht. Backhaus, mit dem der Erfolg nach Aachen kam, musste wieder einmal alle beruhigen und versichern, dass er sich in Aachen wohlfühlt. Wörtlich: „Ich würde am liebsten für immer in Aachen bleiben.“ Lachen, Applaus.


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