Die Arminia gewinnt, Alemannia verliert

Eindrucksvoll, was die Fans der Arminia gestern im Stadion der Alemannia veranstalteten. Auswärts! Was für ein Support, das ist tatsächlich einmalig! Gut, ein paar wenige Sitze haben die Gäste im Rausch der Begeisterung zerstört. Nicht gut.

31.400 (dabei über 3000 aus Bielfeld) sollen im Stadion gewesen sein, die Stimmung war aufgeladen wie noch nie.

So ein Support! Und: „Eure Namen für die Ewigkeit!“ steht da.

Um es kurz zu machen: Aachen ist zumindest in der 1. Halbzeit klar überlegen, verliert aber (0:1), unser Torwart Jan Olschowsky kassiert in der 60. Minute eine Rote Karte, angeblich auch noch verdient, und ist bei den nächsten Spielen nicht dabei. Traurig, traurig. Die Aachener Spieler kämpfen wie die Löwen, schonen sich nicht eine Sekunde, Motto: alles für den Klassenerhalt.

Allein, für einen Sieg gegen DFB-Pokalfinalist Bielefeld hat es nicht gereicht.

Absolut überflüssig: Auf einer Tribüne (S6) kam es zu einer Schlägerei. 4 Männer hatten sich in der extrem spannenden Schlussphase des Spiels breitschultrig so hingestellt, dass die dahinter Sitzenden quasi nichts mehr sehen konnten. Das war unfair, die Sitzenden gerieten außer sich und dermaßen in Rage, warfen halbvolle Bierbecher. Tja, es kam, was leider kein Sicherheitspersonal verhindert hat, und was man auf diesem Teil der Tribüne auch nie für möglich gehalten hätte, eine Schlägerei. Sicherheitskräfte stürmten herbei, desgleichen die Polizei. Aber da war das Spiel abgepfiffen, die Schlägerei vorbei.

Kommentar: Die Mannschaft tritt im Spiel tatsächlich hervorragend auf, kraftvoll, topfit, unermüdlich am kämpfen, und es gibt quasi nichts auszusetzen. Die Alemannia hat immer mehrere riesige Torchancen, aber es fällt kein Tor. Sie hatten auch gegen Bielefeld in der 1. Halbzeit ein Tor mehr als verdient. Die Trainer der gegnerischen Mannschaft betonen das ausdrücklich regelmäßig bei den Pressekonferenzen nach dem Spiel, sie seien beeindruckt und Aachen werde es mit Sicherheit schaffen, in der 3. Liga zu bleiben. Tja. Man kann es schon nicht mehr hören, dieses Lob.

Kann es sein, dass die Mannschaft den Sieg so unbedingt will, dass man – quasi überengagiert – nervös vor dem Tor ist? Zu nervös, zu angespannt, nicht cool genug? Wir wissen es nicht, werden weiter berichten.


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