Aachen braucht endlich einen Plan gegen Hitze

Ab Sonntag soll es in Aachen wieder heiß werden. Hitzewellen und der „Urban Heat Island Effekt stellen immer größere gesundheitliche und soziale Herausforderungen in Städten dar. Aachen ist wegen dichter Bebauung besonders betroffen, so konnte man kürzlich in einer Warnung des Deutschen Wetterdienst lesen.

Aachen benötigt mehr Schatten und mehr Sickerflächen. Es ist unklug, dem Wohnungsbau jede noch so kleine Fläche zu opfern.

Der Begriff „Urban Heat Island Effekt“ (auch städtische Wärmeinsel oder Wärmeinsel-Effekt genannt) beschreibt das Phänomen, dass Städte im Vergleich zu ihrem Umland höhere Temperaturen aufweisen.

Der Effekt wird durch verschiedene Faktoren verursacht, wie die dichte Bebauung, die Versiegelung von Oberflächen und den Mangel an Grünflächen. Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur sowie der Ärzteschaft wollen gemeinsam an Lösungen arbeiten, um Städte klimafreundlicher und gesundheitsfördernder zu gestalten.

Unter anderem ist in Berlin eine Podiumsdiskussion geplant, die von der Architektenkammer Berlin, der Ärztekammer Berlin, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sowie einer der Kuratorinnen des Deutschen Pavillons bei der Architekturbiennale Venedig unterstützt wird. Die Fachleute werden ihre Perspektiven zu den Herausforderungen des Klimawandels im Gesundheitswesen, in der Architektur und Stadtplanung teilen und gemeinsam Lösungsansätze für eine klimaresiliente Zukunft erarbeiten.

Die Landschaftsarchitektin Gabriele G. Kiefer von der Technischen Universität Braunschweig ist eine Expertin wenn es um Hitzewellen in Städten geht. Sie fordert: „Schwarze Gebäude und dunkle Glasscheiben, aber auch alle anderen dunklen Stadtoberflächen müssen vermieden oder sogar verboten werden, weil deren enorme Wärmeabstrahlungen das Leben in der Stadt unnötig belasten.“ Zudem müsse das Regenwasser flächendeckend versickern, anstatt in die Mischkanalisation zu fließen.

Prognostizierter Trend der Wärmebelastung in Aachen:

So 29.06.25:
❗ Eine Warnung vor starker Wärmebelastung (Stufe 1) ist wahrscheinlich.

Mo 30.06.25:
❗ Eine Warnung vor starker Wärmebelastung (Stufe 1) ist wahrscheinlich.

Di 01.07.25:
❗ Eine Warnung vor starker Wärmebelastung (Stufe 1) ist wahrscheinlich.

Mi 02.07.25:
❕ Eine Warnung vor starker Wärmebelastung (Stufe 1) ist möglich.

Das Gelände in der Franzstraße, wo sich einmal eine Schule befand. Es soll bebaut werden, gäbe allerdings auch einen schönen Park ab mit Bäumen, Wiese und vielleicht sogar Wasser. Es könnte zur Abkühlung der Innenstadt beitragen.

Für Büros ist ratsam: Nachrüstung von Jalousien oder Schutzfolien an Fenstern, Wasserspender, Ventilatoren, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice.

Hier klicken: Die Rolle der planenden Berufe. und Hitzeschutz


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