Maximal schlimme Wendung im Fall Maharaja, das ist das Ende Juni angeblich von Rechtsradikalen überfallene und angezündete indische Restaurant am Löhergraben, bzw. Alexianergraben. AachenNews berichtete hier.
Wie der Aachener Zeitung jetzt zu entnehmen ist, hat die Staatsanwaltschaft zwei Söhne der Restaurantbetreiber-Familie festnehmen lassen. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Sie sollen den Anschlag selbst ausgeführt haben und mit am Tatort aufgesprühter, rechtsextremer Symbolik versucht haben, eine falsche Spur zu legen.
Angeblich prüft die Staatsanwaltschaft, ob es sich bei dem Brandanschlag um den Versuch handelt, Versicherungsbetrug zu begehen.
Der Vorfall war in Aachen offenbar etwas voreilig und ohne weitere Prüfung als rechtsradikaler Anschlag gewertet worden. Selbst Kenner der rechtsradikalen Szene in Aachen und dem Umland gingen von einem rechtsextrem motivierten Anschlag aus. Die Sache hatte in Aachen höchste Aufmerksamkeit erregt. Es gab schnell eine von etwa 400 Personen besuchte Kundgebung am Elisenbrunnen und eine Spendensammlung, 31.834 Euro sollen zusammengekommen sein.
Diverse Politiker*innen äußerten sich in der Aachener Zeitung bestürzt: u. a. Armin Laschet und Michael Ziemons (beide CDU) sowie Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (parteilos, grün-nahestehend). Relativ schnell hatte aber die Aachener Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie an der politischen Einordnung der Straftat erhebliche Zweifel habe. Die scheinen sich nun bestätigt zu haben.
Es ist jetzt eigentlich geraten, mit Einschätzungen der Angelegenheit zu warten, bis ein Richter ein Urteil gesprochen hat. Lernen kann man aus der ganzen Angelegenheit, dass (bei Straftaten) spontan emotional zu reagieren wahrscheinlich tatsächlich grundfalsch ist.
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Pingback: Skandal im Maharaja: Söhne des Wirts legen Restaurant in Brand!
Was mir verdächtig an der Sache erschient, ist, dass das indische Restaurant betroffen war, aber nicht das benachbarte indonesische oder das gegenüberliegende koreanische…
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