Neulich in der Robensstraße

Unser aller Verbrauch an Textilien ist in Dimensionen entglitten, die nicht mehr zu verantworten sind. Ganze Bevölkerungsgruppen kleiden sich viermal im Jahr komplett neu ein – mit Billig-Kleidung, die offenbar zum Wegwerfen geschaffen wird.

Unternehmen, die getragene Kleidung sammeln, bekommen fast nichts mehr für die Teile. Die Preise sind nämlich ins Bodenlose gefallen. Was wir brauchen, ist eine Kampagne, die dazu auffordert, mit Kleidung ganz anders umzugehen.

In Aachen kommt noch hinzu, dass die DRK-Stelle in der Robensstraße nach der Auflösung keine Pflege mehr erfährt. Ähnlich sieht es manchmal auch vor der WABe, Freunder Weg 61, aus. Da ist dann am Wochenende der Kleider-Container voll, und bergeweise werden Textilien rund um den Container auf den Bürgersteig und vor das Tor geworfen.

Der neue Leerstand* und das Drumherum: Ziemlich traurig. Foto: Hans Falk

*Hinweis von einem Leser: Der Beitrag könnte sehr leicht so verstanden werden, als ob das gesamte Gebäude dort aufgegeben worden sei. Richtig ist: Nur die Altkleider Container wurden aufgegeben

***

Mehr zum Thema aus der Stadt Düren: hier. Weil sich auf dem Weltmarkt mit Altkleidern kaum noch Geld verdienen lässt, sind zwei Betriebe in Düren jetzt pleite.


Entdecke mehr von AachenNews

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

About AachenNews.org

Our flag. Our values. Our Europe.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar