Alemannia erstklassig. Ein Heimsieg wäre hochverdient gewesen.

Vor dem Spiel: An allen Toren lange Schlangen. Die Kontrollen waren übertrieben genau. Entsprechend langsam füllte sich das Stadion.

Das war ein Fest. Beim Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen gelang den Aachenern fast alles, man traute seinen Augen nicht. Essen ist immerhin ein Aufstiegskandidat, Aachen kann froh sein, wenn die Mannschaft in der 3. Liga bleibt und nicht absteigt. Wann hatte die Alemannia zuletzt mal „zu Hause“ so schön gespielt? Man erinnerte sich schon fast nicht mehr.

Irgendetwas war am Sonntag anders bei der Mannschaft. Schöne Pässe konnte man am laufenden Band beobachten, überhaupt manch trickreiches Zuspiel, womit man die Essener öfter überrumpelte. Dazu gab es einige perfekte Paraden des neuen Torwarts (Fotios Pseftis), zu denen die Zuschauer begeistert applaudierten. Der Junge ist ein Gewinn für die Alemannia.

Gleichwohl endete das Spiel 3 : 3, weil die Essener ein bisschen mehr Ausdauer hatten. Die beiden letzte Tore fielen in den letzten Minuten des Spiels – eins sogar in der 90. Minute – während es zuvor lange 3 : 1 (für Aachen) stand. Die Zuschauer hatten da schon angefangen, sich riesig über 3 Punkte zu freuen. Doch für Aachen ist jeder Punkt wichtig, und das am Sonntag Gezeigte lässt hoffen. Nächster Gegner ist Ulm, ebenfalls Abstiegskandidat (Sonntag, 15. Februar, 16.30 Uhr).

Im Zusammenhang mit dem Spiel war am Tivoli wieder sehr viel Polizei zu sehen. Erschreckend, wie martialisch diese jungen Beamten ausgerüstet sind. Als ginge es darum, eine Verbrecherbande, die aus einem Knast ausgebrochen ist, an der weiteren Flucht zu hindern.

Knapp 28.000 Zuschauer sollen es gewesen sein, die sich das Spiel im Stadion ansahen. Drinnen war die Stimmung prächtig, draußen in den Warteschlangen hätte man meinen können: Das schaffen wir bis zum Anpfiff nicht auf die Plätze, so gründlich wurde am Eingang kontrolliert.

Die Aachener Tore schossen: Mika Schroers (5. und 46. Minute) und Pierre Nadjombe (35. Minute). Der Schiedsrichter (Cristian Ballweg) machte seine Sache relativ gut. Da hat man am Tivoli schon viel Schlimmeres mitansehen müssen.


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