Unser geliebter Fußballverein, die Alemannia, läuft heute in Regensburg dem Ball hinterher (ab 19 Uhr). Gestern schon startete der Bus in Richtung Süden (rund 1000 Fans tun heute das gleiche). Wie zuletzt schon praktiziert: Es wird unterwegs Halt gemacht, trainiert und übernachtet.
Aachen steht jetzt auf Platz 7, Jahn Regensburg auf Platz 12.
Am Rande bemerkt: Regensburg ist für Aachens Trainer Mersad Selimbegovic nach seiner Flucht aus Bosnien eine zweite Heimat geworden, seine Familie lebt dort, er war insgesamt 17 Jahre ununterbrochen für den SSV Jahn tätig, davon 4 Jahre als Cheftrainer. Von 2006 bis 2012 war er als aktiver Profi für Regensburg am Ball.
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Während neulich beim Heimspiel der Alemannen (gegen Stuttgart II) die Gästetribüne gänzlich leer blieb (trostloser Anblick), wird der Tivoli beim Flutlicht-Spiel gegen den MSV Duisburg (Freitag, 24. 04., 19 Uhr) rappelvoll sein, die Gäste haben sich schon mal 5000 Tickets gekauft. Danach war das zugelassene Gäste-Kontingent erschöpft, und die Duisburg-Fans haben angefangen, Karten für die übrigen Plätze zu kaufen. Sehr zum Ärger von Alemannia-Fans, die keine Karten mehr bekamen wegen: Schon alles weggekauft.
Die Gäste werden die Nordtribüne fast vollständig belegen, denn Duisburg war seinerseits beim ersten Spiel gegenüber Aachen ebenfalls großzügig.
Verdenken kann man es den Duisburg-Fans nicht: Ihr Verein steigt vielleicht in die 2. Liga auf, da bleibt man natürlich nicht zu Hause auf dem Sofa sitzen. Andererseits könnten beim Spiel Emotionen überschwappen, und wenn dann die Fans zweier Mannschaften Schulter an Schulter sitzen, sind Kloppereien möglich.
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Unterdessen hört folgendes nicht auf: Man wird im Gespräch mit Außenstehenden darauf angesprochen, dass die Alemannia ja leider eine Nähe zum ultrarechten Milieu habe, tz tz tz. Ein „Fascho-Verein“ sei das, und Drogen und Boxstafel 520, Polz und ein Video aus der Antoniusstraße und bla bla bla werden alte Geschichten aufgewärmt.
Dabei will der derzeitige Vorstand, dass der Verein im Jahr des 125-jährigen Bestehens ein „Verein mit Haltung“ wird, und man ist schon dabei, in diese Richtung etwas zu entwickeln. Unvergessen ist die große Choreographie, mit der im November vorigen Jahres an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in den eigenen Reihen erinnert wurde.
s. auch hier: https://aachennews.org/2025/11/23/im-stadion-gedenken-und-protest/
Die Strahlkraft des Vereins soll für caritative Projekte genutzt werden. Darüber schreibt die örtliche Presse: https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-aachen/aachen/alemannia-nimmt-haltung-ein/145595451.html
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