So starke Emotionen wie sie zur Zeit auf dem Tivoli zu erleben sind, kennen nur Fußballfans. Die Alemannia gewinnt in Serie, die Fans sind über alle Maßen glücklich. So auch wieder letzten Freitag, als es vor 30.894 Zuschauern gegen den MSV Duisburg ging. Sehenswert: das erste Tor (Min. 32) von Mika Schroers aus 20 Meter Entfernung. Vier Minuten später dann das 2. Tor für Aachen von Mehdi Loune. Man konnte es kaum fassen was aus der Mannschaft unter der Leitung von Trainer Mersad Selimbegovic geworden ist.
In der 2. Halbzeit war nach einem Eigentor der Gäste – eingeleitet von Lars Gindorf – das Spiel entschieden.

6000 Fans vom MSV Duisburg – „Zebras“ genannt – sollen es gewesen sein, die beim Spiel gegen die Alemannia ihre Mannschaft anfeuerten. Die Zebra-Fans sind eigentlich mit den Aachenern gut befreundet, man reserviert sich sogar gegenseitig mehr Gästeplätze als eigentlich vorgeschrieben ist.
Allein, die Duisburger verloren das Spiel in Aachen und verringerten so ihre Chancen für einen Aufstieg in die 2. Liga gewaltig. Diesen Aufstieg sehnen sie dermaßen heftig herbei, dass können Außenstehende nicht nachvollziehen. Nach dem 3: 1 in Aachen besteht die Chance eigentlich nur noch theoretisch.
Entsprechend frustriert waren die Fans nach dem Spiel, ihre Enttäuschung ließen sie an den gelben Sitzen im Stadion aus: Es ging für eine 5-stellige Summe Mobiliar zu Bruch. Außerdem zündeten die Gäste eine Pyroshow dass man denken konnte, das ganze Stadion wird abgefackelt. Es entwickelte sich Pulverdampf dass man meinte, man sei im Hohen Venn bei Konzen und nicht in Aachen.

Nicht mit Worten zu beschreiben sind unterdessen die Glücksgefühle der Aachener Fans, die – aus dem Tabellenkeller hochkommend – gegen eine so starke Mannschaft gewinnen konnten. Die Spieler sind ein erstklassiges Team geworden (Tabelle Platz 7), die Freude am Spiel und am Gewinnen überträgt sich auf das Publikum, das Zuschauen macht enormen Spaß.
Das nächste Heimspiel findet statt am Samstag, 2. Mai, ab 14 Uhr. Gegner ist der FC Hansa Rostock (Tabelle Platz 5). Das Stadion wird wieder ausverkauft sein, für die Schalensitze wird – im Falle eines erneuten Aachen-Sieges – niemand eine Garantie übernehmen. Man sollte die Gästeplätze endlich in Stehplätze umwandeln. Und die martialisch ausgerüsteten Polizisten sollten vielleicht nicht an der Stelle Spalier stehen, wo hunderte Fahrräder abgestellt sind, sondern mal unmittelbar vor oder auf der Gästetribüne. Prognose: Alle Gästefans benehmen sich plötzlich ganz vorbildlich.
Pressekonferenz nach dem Spiel: hier klicken
Eindrücke vom Spiel bekommt man hier
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