Viele Bäume könnten umfallen und müssen deshalb gefällt werden

Das Team Baumunterhaltung (würde besser Team Baumfällung heißen) des Stadtbetriebs beginnt derzeit mit Baumfällungen im Stadtgebiet. „Alle betroffenen Bäume sind in einem schlechten Zustand und nicht mehr verkehrssicher“, so wurde festgestellt. Dadurch würden die Bäume eine Gefahr für Bürgerinnen und Bürger darstellen.

„Die betroffenen Bäume sind teilweise oder ganz abgestorben und durch einen Pilzbefall oder eine Vorschädigung in Form von Fäulen oder Rissen in ihrer Stand- und Bruchsicherheit gefährdet“, erklärt Nino Polaczek-Keilhauer, Teamleiter Baumpflege des Aachener Stadtbetriebs. 

Foto: Dieser 1. Baum am Kapuzinergraben wurde erst kürzlich gefällt. Sein Geruch war seiner Umgebung unangenehm.

Die meisten Bäume, die in dieser Saison noch gefällt werden, stehen auf dem Lousberg. Ein Großteil der betroffenen Bäume habe eine Höhe von unter zehn Metern und werde von den Kronen der großen und alten Bäume überdeckt. Wegen des dadurch entstehenden Lichtmangels könnten sie sich nicht gut entwickeln „und sterben sukzessive ab“.

In Laurensberg

Ähnlich verhält es sich am Alten Bahndamm in Laurensberg. Dort werden unter anderem Bergahorne, Eschen und Robinien entfernt. Am Jugendpark Moltkebahnhof und an der großen Grünfläche neben der Roemonder Straße müssen – laut Behörde – ebenfalls dutzende kranke und absterbende Bäume entfernt werden. 

Eine weitere Maßnahme wird Anfang Oktober an der Ludwigsallee vorgenommen: „An einer etwa 120 Jahre alte Rotbuche wurde festgestellt, dass der Baum am Wurzelanlauf vom Riesenporling befallen und die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist.“ Da ein Umsturz des Baumes nicht mehr auszuschließen sei und dadurch ein hohes Sicherheitsrisiko bestehe, werde eine kurzfristige Fällung vorgenommen. 

Foto: Auch dieser 2. Baum am Kapuzinergraben musste dran glauben. Die übel riechenden Früchte immer zu entfernen, das war wohl zu viel verlangt.

Nicht alle Baumkrankheiten seien auf den ersten Blick erkennbar, wissen die Experten. Auch ein augenscheinlich noch gut belaubter und vitaler Baum könne eine Verkehrsgefährdung darstellen, so wird mitgeteilt.

Auch äußere Schäden durch Sturm, beispielsweise Rissbildungen, oder Anfahrschäden mit Rindenabplatzungen „lassen den Baum optisch vital wirken, beeinträchtigen aber die Standsicherheit und stellen dadurch eine Verkehrsgefährdung dar“.

Die Baumfällungen werden bewusst im Herbst und Winter umgesetzt, außerhalb des Brut- und Nistschutzes, der von März bis September gilt. Nachpflanzungen an den jeweiligen Standorten sind geplant. 

Foto: Dieses war der 3. Baum, der am Kapuzinergraben nie mehr Schatten spenden wird.

Das Team Baumunterhaltung vergisst nicht zu erwähnen, dass die Baumfällungen bewusst im Herbst und Winter geschehen, also außerhalb des Brut- und Nistschutzes, der von März bis September gilt. Nachpflanzungen an den jeweiligen Standorten seien geplant. Das könne aber dauern, weil dazu u. U. umfangreiche Vorarbeiten nötig wären. 

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Nach dem Spiel schlagen sie zu und klauen. Verein: Ihr seid nicht Alemannia.

„Typen, die mit einer Niederlage im Fußball nicht fertig werden, sollen sich ein anderes Hobby suchen!“ So kommentieren Facebook-Nutzer, was die Polizei im Anschluss an das Spiel zwischen Alemannia und Erzgebirge Aue vermeldet. Am Dienstagabend (30. September) ist es nämlich zu gewalttätigen Übergriffen gekommen. Gästefans wurden angegriffen. Die Polizei teilt dazu mit,

nach bisherigen Erkenntnissen sei es während der Abreisephase im Nahbereich des Tivoligeländes zu einem gezielten Angriff auf zwei Fahrzeuge, in denen Fans der Gastmannschaft saßen, gekommen.

Foto: Wer sich nach einer Niederlage im Fußball nicht mehr im Griff hat, sollte dem Tivoli fernbleiben. Tipp von AachenNews: Auspowern kann man sich auch gut im Superfly.

Die Polizei weiter: „An der Kreuzung Krefelder Straße/Eulersweg, an der die Fahrzeuge bei Rotlicht hielten, trat eine Gruppe von etwa zehn vermummten Personen an einen Pkw und einen Kleinbus heran. Sie schlugen und traten gegen die beiden Fahrzeuge, beschädigten und zerstörten Scheiben der Fahrzeuge, öffneten an dem Pkw gewaltsam eine Fahrzeugtür und raubten einen Rucksack aus dem Auto.“

In dem Kleinbus hätten acht und in dem Pkw vier Gästefans gesessen. Insgesamt seien vier Personen aus den beiden Fahrzeugen durch Glassplitter leicht verletzt worden.

Bei einer Fahndung hätten dann Polizisten vier Tatverdächtigte vorläufig festnehmen können. Jetzt wird weiter ermittelt. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zu den Vorfällen machen können, sich per E-Mail an Poststelle.Aachen@polizei.nrw.de zu melden. Insbesondere werden Personen gebeten, die im Zusammenhang mit den Angriffen privat Fotos oder Videos gefertigt haben, diese der Polizei Aachen per E-Mail (Poststelle.Aachen@polizei.nrw.de) zur Verfügung zu stellen.“ (gw)

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Dem folgte auf dem Fuße das offizielle Statement von Alemannia Aachen. Das lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.

Was weder Gott noch Werner Fuchs noch sonst jemand will, ist Gewalt. Wer die Gäste der Alemannia attackiert, greift die Alemannia an. Deshalb: Gewalttäter, geht weg von unserem Tivoli!

Der Verein teilt mit: „Nach dem Heimspiel am Dienstagabend ist es in Aachen zu einem feigen Angriff auf Anhänger von Erzgebirge Aue gekommen. Mehrere Täter attackierten zwei Fahrzeuge mit Gästefans und setzten damit Menschenleben einer ernsten Gefahr aus.

Unsere erste Sorge gilt den betroffenen Fans von Erzgebirge Aue. Ihnen sprechen wir unser tiefes Mitgefühl aus. Wir haben gestern umgehend Hilfe organisiert und über Polizei sowie den Fanbeauftragten von Erzgebirge Aue an die Betroffenen weitergegeben. Darüber hinaus stehen wir im engen Austausch mit den Verantwortlichen von Erzgebirge Aue sowie der Polizeibehörde.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des FC Erzgebirge Aue und den zuständigen Fanbeauftragten werden wir zudem das Gespräch suchen, um die Ereignisse aufzuarbeiten und die Betroffenen auch in der Nachbereitung zu unterstützen.

Als Alemannia Aachen sagen wir klar und unmissverständlich: Diese Täter sind nicht Alemannia. Wer Gäste attackiert, greift unseren Verein und unsere Werte an. Sie handeln gegen alles, wofür wir stehen – Respekt, Gastfreundschaft und Fairness.

Wir fordern die Täter auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und sich den Ermittlungsbehörden zu stellen. Wer Gewalt ausübt, darf sich nicht verstecken.

Wir arbeiten uneingeschränkt mit der Polizei zusammen und geben alle Hinweise, die uns erreichen, unmittelbar weiter. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, damit die Verantwortlichen identifiziert und zur Rechenschaft gezogen werden.

Gewalt mag von Einzelnen ausgehen – aber niemals im Namen von Alemannia Aachen.

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Es gibt so viele Sportarten. Wenn Fußballspiele-Gucken dich wütend macht, versuchs doch mal mit dem Skaten (am Vennbahnweg).

Zum Weiterlesen im Kicker: hier klicken

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Aachen: Die „Macht“ der CDU ist denkbar klein

Wie geht es jetzt weiter, nachdem der Aachener Stadtrat ganz neu zusammengesetzt wird und der Vorsitzende des Rates und Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons heißt?

Im Rat wird bekanntlich mit Mehrheit entschieden. Nur, wer hat eigentlich die Mehrheit? Über das, was in Aachen geschieht und was gefälligst unterbleibt (Poller aufstellen, Fahrradwege anlegen, Parkplätze reduzieren usw.) – darüber entscheiden 67 Personen. (Dazu gezählt ist auch der Oberbürgermeister, er darf über nahezu alles auch immer mit abstimmen.) Für eine Mehrheit sind 34 Stimmen nötig. 

Noch ist Zeit zu schauen, wer mit wem zusammengeht. Bis Ende Oktober bleibt die alte Mehrheit im Amt. Die neue Ratsperiode startet erst Anfang November. 

Und es zeigt sich: Die Parteien, die vorher die Mehrheit hatten, haben sie auch jetzt noch. Also die Parteien, die zuvor schon zusammen und einheitlich abgestimmt hatten: Grüne (18 Mandate), SPD (9), die Linke (5), Volt (2) und UWG (1). Sie waren bei der Mobilitätspolitik, bei der Wohnungsbaupolitik und in den anderen Bereichen immer einer Meinung. Die Genannten möchten z. B. nach wie vor Aachen fahrradfreundlicher und grüner machen.

Foto: Am Wahlabend im Krönungssaal

Diese Parteien werden bei Abstimmungen, sofern sie zusammenhalten, die Mehrheit haben und sich durchsetzen können – gegen die 23-CDU-Stimmen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Oberbürgermeister zur CDU gehört und auch mit ihr abstimmt. Es kommt gar nicht so selten vor, dass ein Oberbürgermeister nicht der Partei angehört, die die Mehrheit im Stadtrat innehat.

Wir müssen nicht weit schauen, nach Monschau nämlich, wo die grüne Bürgermeisterin in ihrem Stadtrat einer CDU-Mehrheit gegenübersitzt und auch in den vergangenen 5 Jahren schon gegenüber gesessen hat. Das klappte. Weitere Beispiele gibt es. Der OB als Chef der Stadtverwaltung muss – sehr einfach gesagt – nur umsetzen, was ihm die Mehrheit vorschreibt.

„Die progressive Mehrheit“ im Rat bleibt erhalten, die konservative Minderheit CDU (23), FDP (2), AfD (5) schaut in die Röhre. Wobei die CDU in Aachen nichts weniger möchte, als mit der AfD zu stimmen. Desgleichen auch nicht mit der Partei von Sahra Wagenknecht (BSW, 1). Das ist absolut glaubhaft.

Die CDU könnte (Konjunktiv) eine Mehrheit erreichen, wenn sie mit den Grünen oder der SPD eine Koalition bilden würde. Nach dem, was man an Kontroversen in den vergangenen 5 Jahren erlebt hat, ist das unmöglich. – Es sei denn, es lassen sich von der „progressiven Mehrheit“ noch ein paar Leute weichklopfen. Prognose: Das ist unwahrscheinlich.

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Das Thema wurde vor der Stichwahl bereits einmal aufgegriffen: hier kicken

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In Aachen hat der CDU-Kandidat übernommen

Nach nur fünf Jahren muss Sibylle Keupen (parteilos/grün) den Chefsessel im Rathaus räumen. Tapfer lächelte sie, als sie gestern gegen 20 Uhr ins Rathaus kam, um dem Sieger zu gratulieren und ihre Niederlage anzuerkennen.

Sie erhielt langanhaltenden Beifall, zu Recht, denn die letzten fünf Jahre waren für viele Menschen in Aachen eine gute Zeit. Viele fortschrittliche und zeitgemäße Themen wurden angepackt. Doch Veränderung geht langsam.

Über den tosenden Beifall schien sich Sibylle Keupen am Ende selbst zu wundern.

Bis zur letzten Minute gekämpft und doch verloren: Sibylle Keupen. Etwa 10.900 Stimmen mehr als die Amtsinhaberin erhielt der neue OB, Dr. Michael Ziemons.
Volles Haus im Krönungssaal des Rathauses.

Über große Displays konnte jeder miterleben, wie sich ab 18 Uhr aus den Einzelergebnissen der Wahllokale die vorläufigen Endergebnisse der Wahlen zur/zum Oberbürgermeister*in und zum Städteregionsrat bzw. zur Städteregionsrätin entwickelten. Ausgelassener Jubel und Standing Ovations beherrschten später die Szene, beide Kandidaten versicherten sich ihrer gegenseitigen Sympathie und sprachen von einem fairen Wahlkampf.

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Aachen: Ziemons (CDU) fegt Oberbürgermeisterin (Grüne) aus dem Amt

Die Schlacht ist geschlagen. Die Stichwahl gewonnen hat Dr. Michael Ziemons (CDU). Eine vielköpfige Menge bejubelte den neuen Oberbürgermeister im Krönungssaal des Rathauses.

Die CDU ist neuerdings nicht nur die größte Fraktion im Rat von Aachen, sie stellt auch den Oberbürgermeister und hat sich „ihre“ Stadt zurückerobert. Vorbei ist die von Konservativen schon fast als Höllentrip empfundene Zeit mit einer grünen Mehrheit, mit klar grüner Politik und einer von den Grünen ins Amt gehobenen Sibylle Keupen.

Vom Posten eines Dezernenten bei der StädteRegion in das Amt des Oberbürgermeisters von Aachen gelangt: Dr. Michael Ziemons.

Aachen kann nun wieder sein, wie es früher war: Konservativ, katholisch, dem Althergebrachten zugewandt. 44,0 Prozent wählten in Aachen Sibylle Keupen, 56,0 Prozent gaben Ziemons ihre Stimme. Eine klare Sache. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 49,3 Prozent. Hier sieht man mehr.

Ziemons hat in Zeiten der Pandemie Großes geleistet, hat damals unermüdlich daran gearbeitet, dass niemand zu Schaden kommt. Das werden nur wenige Querdenker bestreiten. Vielleicht ist er ja in Zeiten von übelst manipulierter Infrastruktur und in Zeiten sonderbaren Drohnenaufkommens der richtige Krisenmanager. Vielleicht bringt er uns durch eine schwierige Zeit.

Carmen Krämer (Grüne) gewinnt in Monschau

Auch in der StädteRegion machte erwartungsgemäß CDU-Kandidat Tim Grüttemeier mit 56,1 Prozent das Rennen. Dort gab es keinen Wechsel. Seine SPD-Konkurrentin Janine Köster kam auf beachtliche 43,9 Prozent.

Allein die Stadt Monschau mit ihren vielen Ortsteilen geht mit grüner Bürgermeisterin weiter in die Zukunft. Die sympathische Carmen Krämer kann hier weiter versuchen das zu reparieren, was viele Jahre CDU-Politik versäumte. CDU-Kandidat Thomas Kuck gaben 45,4 Prozent der Eifeler ihre Stimme.

66,5 Prozent aller Monschauer hatten gestern ein Ziel: auf ins nächste Wahllokal. Sie haben die Wahl sehr ernst genommen. Das ist vermutlich eine der höchsten Wahlbeteiligungen von ganz NRW.

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Stichwahl: Heute hat man nur noch die Wahl zwischen zwei Personen

Anlässlich der Stichwahl, heute, 28. September, lädt die Stadt Aachen wieder alle Aachener*innen in den Krönungssaal des Rathauses ein. Dort kann man erneut über große Displays miterleben, wie sich ab 18 Uhr aus den Einzelergebnissen der Wahllokale die vorläufigen Endergebnisse der Wahlen zur/zum Oberbürgermeister*in und zum Städteregionsrat bzw. zur Städteregionsrätin entwickeln. 

Wählen ohne Wahlbenachrichtigung ist möglich

Zur Urnenwahl am heutigen Sonntag sollte man die vorhandene Wahlbenachrichtigung mitnehmen. Eine neue Wahlbenachrichtigung wird für die Stichwahl im Wahllokal nicht benötigt. Gewählt werden kann grundsätzlich auch ohne die Wahlbenachrichtigung. Dann sollte man sich in seinem Wahllokal durch Personalausweis oder Reisepass legitimieren.

Am Dienstag, 30. September, tritt bereits um 10 Uhr der Wahlausschuss zusammen und stellt bei seiner Sitzung im Sitzungssaal des Rates im Rathaus (s. Foto) ganz offiziell die endgültigen Ergebnisse der Stichwahl zur Oberbürgermeisterin beziehungsweise zum Oberbürgermeister fest.

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Bilder erzählen die Geschichte des Kaiserplatzes

Seit einiger Zeit können Passantinnen und Passanten am Kaiserplatz 18 einen besonderen Blick in die Vergangenheit werfen: Drei großformatige historische Aufnahmen zeigen, wie sich der Platz über mehr als 70 Jahre hinweg verändert hat.

Mit der Installation wird ein Stück Aachener Geschichte mitten im Alltag erlebbar. Foto: Stadt Aachen

Die auf Aluverbundplatten gedruckten Bilder zeigen den Platz und seine Umgebung in den Jahren 1893, um 1900 sowie 1960 und machen damit die städtebauliche Entwicklung des Kaiserplatzes sichtbar.

Jonas Rohlfing von der Koordinationsstelle Kaiserplatz erklärt: Die drei Motive bleiben dauerhaft am Kaiserplatz 18 installiert. „Sie sollen nicht nur zur Verschönerung beitragen, sondern auch Anstoß geben, den Kaiserplatz als wichtigen Teil der Aachener Stadtgeschichte neu wahrzunehmen.“

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Hof in Aachen: Da geht wieder die Post ab

Aachen kann sich freuen. Vor uns liegen 3 Tage – prallvoll mit Events. Der Verein „Hofkultur Aachen“ lädt wieder zu den Hofkulturtagen ein, und die finden – wenig überraschend – im und am Hof statt. Passend zur Ebbe in euren Kassen am Monatsende sind alle Veranstaltungen ohne Eintritt – die Konzerte, eine Lesung mit Party, rollende Live-Beats der Klangkarre und der Auftritt der neugegründeten Aachener Musik-Kapelle Isjuutso (heißt: ist gut so). 

Zum Verein gehören: Milos Sous (r.) vom „Domkeller“, Virginie Crossouard, Ramón Creutzer, Jörg Stanzick, Martin Zschirnt, Illu Creutzer und Arndt Lorenz (Mitte). Ihr Ziel ist es, die Aachener Innenstadt kulturell attraktiver zu machen, Menschen durch Musik und Kultur näher zusammenzubringen. Foto: Jörg Stanzick

Die Hofkulturtage 2 starten schon heute, 26. September, mit einem Lesekonzert des ungarischen queeren Punkpoeten Mátyás Dunajcsik in der Galerie S am Hof. Die Performance in Kooperation mit der VHS wird vom Radioportal pilot.radio.fm gestreamt. Anschließend ist Party – DJs von Pilot.radio.fm legen auf.

Der Hof als Arena zwischen dem „Domkeller“ und der Krämerstraße am Aachener Dom „ist viel zu schön, um ihn nicht zu bespielen“, sagt Arndt Lorenz, Mitglied vom Hofkultur-Verein. Im vergangenen Jahr kamen zu den ersten Hofkulturtagen hunderte Menschen und hatten ihren Spaß. Weil der Zuspruch so groß war, organisierte der Verein gleich die nächsten Kulturtage. 

Am Samstag, 27. September, ab 16 Uhr werden Aachener Musiker mit Konzerten direkt auf dem Hofpflaster auftreten, also ohne große Bühne. Der Aachener Musiker Mo Yao (Christoph Moses; weltoffen, energiegeladen und unverwechselbar) beginnt am Nachmittag mit seinem Songwriter-Programm und afrikanischen Vibes, danach rollt die Klangkarre (Lorenz: „ein wildes Projekt“) mit elektronischen Loops, Gitarre und Saxophon durch den Hof. Am Abend, 19 Uhr, tritt I Finton auf – mit stimmgewaltigem Reggae und Afro-Pop aus Simbabwe.

Die Hofkulturtage 2 enden am Sonntag, 28. September, mit einem Open-Air-Auftritt der neugegründeten Aachener Kapelle Isjuutso. Ab 16 Uhr. Unter Leitung von Mikel Freialdenhoven vermischen 6 Musiker (darunter ein Bläser-Trio) Öcher Platt mit Reggae. Der Lange Mikel wird dabei auch noch ein paar Solo-Songs zum Besten geben.

Gepflegte Getränke und leckeres Essen gibt es von der umliegenden Gastronomie! Infos zu den Hofkulturtagen 2 und zu zusätzlichen Konzerten auf https://www.hofkultur.ac und https://www.instagram.com/hofkultur.ac/?hl=de

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Vortrag: Aachener GMD zwischen Kunst und Politik

Zum Hintergrund wird mitgeteilt:

Prof. Dr. Dr. Peter Raabe (1872–1945) übernahm 1920 die Stelle des Generalmusikdirektors (GMD) der Stadt Aachen. Anschließend wurde er 1935 in Berlin zum Präsidenten der Reichsmusikkammer berufen. Sein Hauptinteresse galt den großen sinfonischen Werken. Als promovierter Musikwissenschaftler veröffentlichte er zu Liszt bedeutende Schriften.

Sämtliche Sinfonien von Beethoven und Brahms besprach er taktweise in seiner Hauptschrift Werktreues Dirigieren (Edition 2026). Nur noch pro forma war Raabe Joseph Goebbels ab 1940 unterstellt, denn dieser wollte sich von dem „giftigen Kampfhahn“ trennen. Auch Raabe bat vielfach um Amtsenthebung, die ihm aber öffentlich nicht gewährt wurde. Dennoch wurde seine Haupttätigkeit als Musikwissenschaftler in den Kriegszeiten geduldet.

In den wissenschaftlichen Arbeiten von Nina Okrassa und Lutz Felbick werden Raabes Licht- und Schattenseiten aufgezeigt: Im Gegensatz zu den meisten Nationalsozialisten stand Raabe einerseits der zeitgenössischen Musik grundsätzlich positiv gegenüber. Im Städtischen Konzerthaus in der Couvenstraße führte er sogar Werke von Arnold Schönberg auf und gründete 1927 den „Verein zur Pflege Neuer Musik“ .

Nicht zufällig ist heute an dieser Stelle die von Jazzmusikern gegründete Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen (GZM) in der Klangbrücke tätig. Andererseits unterzeichnete Raabe als Präsident der Reichsmusikkammer etwa 3.000 Schriftstücke mit der Konsequenz, dass vornehmlich jüdische Musiker ihren Beruf nicht mehr ausüben konnten.

Aufgrund seiner Bemühungen kam es einerseits dazu, dass der Begriff „Kulturorchester“ zum Rechtsbegriff wurde. Hier sollte vornehmlich das „hohe Kulturgut deutscher Musik“ gepflegt werden. Es war das kulturpolitische Hauptanliegen Raabes, Orchestermusiker für alle Zeiten sozial abzusichern. Andererseits kämpfte er lebenslang gegen die angeblichen Entartungen der „Niggermusikkapellen“, der angeblichen Bedrohung der deutschen Kultur. Eine soziale Absicherung für Jazzmusiker war auf der Basis dieser Denkmuster ausgeschlossen.

Die genannten Begrifflichkeiten prägten noch in der Nachkriegszeit die kulturpolitischen Strukturen. Der NS-Rechtsbegriff Kulturorchester ist bis zum heutigen Tag bei der Altersversorgung der Orchester nachweisbar.

In finanzieller Hinsicht wird mit dieser monokulturellen sinfonischen Schwerpunktsetzung in Deutschland ein weltweit einmaliger Standard gesetzt. Diesen hätte es ohne Raabe nicht gegeben. Sein weiterhin bestehender Einfluss auf die heutigen Strukturen der Musikpolitik wurde Gegenstand zahlreicher kulturpolitischer Diskussionen.

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Am Sonntag: Eine grundlegende Richtungsentscheidung. Ihr habt es in der Hand.

Es rufen diverse Einzelpersonen und Gruppen dazu auf, bei der Stichwahl (kommenden Sonntag) entweder Keupen oder Ziemons zu wählen. Die wollen wir hier nicht alle nennen. Und die kennt ihr bestimmt sowieso. Dass z. B. die FDP die Wahl des CDU-Kandidaten befürwortet, dürfte niemand überraschen.

Das Team Radentscheid nennt weder Partei noch Person, ruft nur dazu auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Geht wählen, bleibt Sonntag nicht zu Hause sitzen. Der Sieger oder die Siegerin sollte viele Stimmen auf sich vereinen, damit er/sie später glaubhaft sagen kann: „Ich hatte eine überzeugende Mehrheit.“


Team Radentscheid teilt mit:

In der vergangenen Legislaturperiode wurden viele Schritte hin zu einer klimagerechten und fortschrittlichen Mobilität in Aachen unternommen. Die ersten positiven Effekte stellen sich ein und der Mehrwert der Mobilitätswende wird schon spürbar.

Es werden nicht nur mehr Wege mit Fuß, Rad und ÖPNV zurückgelegt, erste Straßen und Plätze haben auch mehr Grün und mehr Bäume erhalten. Es dauert jedoch länger als eine Legislaturperiode, bis die Mobilitätswende durchgreifend wirken und erfolgreich sein kann.

Deshalb ist wichtig, dass die Maßnahmen zum Ausbau der Netze für Fuß, Rad und ÖPNV und für mehr Grün konsequent und beherzt fortgeführt werden. Nach der Kommunalwahl am 14. September steht noch die Stichwahl zur/m Oberbürgermeister*in am 28. September an. Erst dann wird die genaue Zusammensetzung des Rates feststehen.

Für die Mobilitätswende in Aachen ist dies eine grundlegende Richtungsentscheidung. Wir rufen daher auf: Nehmt am 28.September nochmals euer Wahlrecht wahr und unterstützt damit die Weiterführung der Mobilitätswende.

Team Radentscheid, stellvertretend für das „Bündnis Zukunft machen“.


In diesem Bündnis arbeiten folgende Gruppen für die Mobilitätswende:

ADFC Aachen/Düren
Architects for Future Aachen
Cambio
Cradle to cradle Aachen
EineWelt Forum Aachen
Einsfünf
Esel-ac
Fahrradfreundliches Brand
Greenpeace Aachen
Health für Future Aachen
Klimaentscheid Aachen
BI Luisenhöfe Aachen
Mehr Grün Aachen
Omas for Future
Radentscheid Aachen
Recht auf Stadt Aachen
Regionale Resilienz Aachen
Runder Tisch Klimanotstand
Scientists for Future Aachen
Terre des Hommes
Uni.Urban.Mobil.
VCD Aachen-Düren

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