Sogar ein Bunker kann schöne Seiten haben

Der Bunker in der Zeppelinstraße/Ecke Mataréstraße in Aachen-Forst ist zu einem Hingucker geworden. Der Künstler Jagama (Alex Shifferaw) hat sein Kunstwerk an der Bunkerwand fertig gestellt. Doch das ist noch nicht alles.

Foto: SwegPhoto

Neben dem Kunstprojekt hat die Stadt Aachen einen weiteren Wunsch der Menschen aus dem Quartier zur Aufwertung des Bunkerumfelds aufgegriffen. Die Stadt plant, die Bunkerfassade entlang der Zeppelinstraße zusätzlich mit einer Fassadenbegrünung neu zu gestalten.

Auf der Vorfläche sollen Hochbeete und Betonsteine mit Holzauflagen aufgestellt werden, auf denen die Menschen des Viertels sitzen und plaudern können. Im Bunker selbst befindet sich eine Schlagzeugschule, eine zertifizierte, freie Musikschule, die weit über Aachens Grenzen hinaus bekannt ist.

Es ist noch eine weitere Gestaltung geplant, an der anderen Seite des Bunkers, mit Verweilfläche. Foto: AachenNews Archiv

Die Begrünung dieser seitlichen Bunkerwand soll ab Herbst 2025 erfolgen. 

Am 28. November ist ein Fest am Bunker geplant, bei dem der Künstler der Wandmalerei „Forst im Aufbruch“ vor Ort sein wird und auch schon die ersten Ergebnisse der Fassadenbegrünung an der Bunkerseite zur Zeppelinstraße zu sehen sein werden. 

Infos zur Stadtteilperspektive „Zukunft Forst“ findet man online unter aachen.de/zukunft-forst

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Schwerer Schlag für die Fans von Schoko & Co

Hier gibt es keine edle Schokolade mehr.

Gerade mal anderthalb Jahre füllte leckere Lindt-Schokolade an der Krämerstraße die Schaufenster. Damit ist jetzt Schluss. Ob wieder eine Bäckerei-Filiale einzieht, ist nicht bekannt.

80 Quadratmeter waren bis Ende Juli voll mit Süßkram der edleren Art. Man sprach von einer Pop-up-Boutique, was schon signalisierte, dass der Laden von nur kurzem Bestand sein sollte. Schade. Die Schokolade war in ihren Verpackungen quasi kunstvoll, wie Schmuck, dekoriert. Das hatte was.

Zuletzt fiel der Shop auf mit der sog. Dubai-Schokolade. Fast bis zum Standesamt stand die Schlange der Menschen, die die Schokoladenspezialität im Schatten des Doms kaufen wollten.

Seit Tagen schon leergeräumt und ohne Schriftzug: der Lindt-Laden in der Krämerstraße.

Der nächste Laden leer: Auf der Ecke gibt es keine Schokolade mehr, schon gar keine aus Dubai. Schoko-Fans sollten mal im Outlet in der Süsterfeldstraße vorbeischauen. Es lohnt sich.

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Was so im Untergrund alles rumliegt

Das ist ja doch eine Menge Material, was da in den Straßen der Innenstadt liegt. Hier hat man einen Blick in den Untergrund der Wirichsbongardstraße. Das wird kompliziert, wenn eine von diesen Leitungen ausgewechselt werden muss.

Auch wird schlagartig klar, wie schwierig – bzw. unmöglich – es ist, dort einen Baum zu pflanzen oder auch nur einen größeren Strauch.

Für den Außenbereich werden Grundleitungen (Kanal-Grundrohre) verwendet, die aus unverrottbarem PVC bestehen, säure- und lösungsmittelresistent sind und an die staatlichen Abwasserkanäle anschließen. Die Hochtemperatur-Rohre werden aus schwer entflammbarem Polypropylen oder Polyethylen hergestellt und unterliegen festgelegten DIN-Normen, welche Mindestgrößen für verschiedene Sanitärobjekte definieren. Die auf dem Markt befindlichen Hochtemperatur-Rohre müssen auch eine Schallschutzprüfung durchlaufen, um zu garantieren, dass keine Lärmbelästigung durch zu schalldurchlässige Abwasserrohre entsteht.

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Ein starkes Zeichen vor der Kommunalwahl!

Alle, die der Verkehrswende etwas abgewinnen können, sollten sich diesen Termin vormerken. Nur, weil die Politik in vergangenen Jahrzehnten den Autoverkehr einseitig bevorzugt hat, muss das nicht immer so weitergehen. Auch Fußgänger*innen (das Sternchen ist für den Kulturstaatsminister) und Radler haben Rechte und dürfen Platz im Straßenraum beanspruchen.

Mehrere Initiativen teilen mit: Am Samstag, 30. August, startet in Aachen eine besondere Demonstration für die Mobilitätswende: „Drum and Bass on the Bike – Rollende Demo für die Verkehrswende“. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Aachener Hauptbahnhof.

Von dort aus führt die rund acht Kilometer lange Route quer durch die Stadt. Die Aktion ist Teil der Kampagne „Aachen, mach weiter!“ und findet im Vorfeld der Kommunalwahl statt.

Dom Whiting ist ein international bekannter Fahrrad-DJ aus Großbritannien, er fährt auf seinem Lastenrad mit und legt für die Teilnehmenden Drum and Bass auf.

Die Demo möchte – laut Mitteilung – ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik setzen. Das Tempo werde gemächlich sein, so dass alle gemütlich mitkommen. 

„Die Straßen und Plätze unserer Stadt haben viel mehr zu bieten, als nur laute Verkehrsschneisen zu sein,“ sagt Ralf Oswald vom VCD. Mit der Mobilitätswende gewinne die Stadt ihre ursprünglichen Qualitäten Schritt für Schritt zurück. Ob bessere Fuß- und Radwege, ein zuverlässiger öffentlicher Nahverkehr oder mehr Stadtgrün – die Mobilitätswende betreffe alle. „Wir demonstrieren vor der Kommunalwahl dafür, dass der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt wird“, sagt Oswald.

Die Organisationen des „Bündnis Zukunft Machen“ werben unter dem Motto „Aachen, mach weiter!“ für die zügige Umsetzung der Mobilitätswende in Aachen.

Stellvertretend organisieren der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Uni.Urban.Mobil. diese Demo. Sie übernehmen Organisation und Finanzierung.

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12.000 Unfälle, 27 Tote – und es werden immer mehr

Neues aus der Welt der E-Scooter. Fast 12.000 Unfälle hat es in Deutschland mit diesen kleinen Elektro-Rollern in 2024 gegeben. Sage und schreibe 27 Tote verzeichnet das Statistische Bundesamt für 2024. Das sind 26,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor, als es nur 9.425 Unfälle gab.

Sie düsen mal über die Bürgersteige, mal über die Straßen und Fahrradwege: E-Scooter.

Wie oft hat man nicht schon einem E-Sooter-Fahrer hinterhergeschaut – in der Gewissheit, dass der sich jeden Moment auf die Fresse legt und man sofort zu Hilfe eilen muss. Ach nein, noch mal gutgegangen.

Dabei sind die Teile so konstruiert mit ihren kleinen Rädern, dass man beim Bremsen unverzüglich über die vordere Säule stürzen muss. Prognose: Da werden jetzt die Unfallzahlen Jahr für Jahr weiter kräftig steigen. Die Leute, die mit den Dingern fahren, haben nämlich von Verkehrsregeln sichtbar keine Ahnung und: Sie interessieren sich auch nicht dafür. Fast alle Verunfallten sind unter 25.

Im Ausland hat man schon reagiert: Finnland hat am 17. Juni 2025 ein neues Mikromobilitätsgesetz verabschiedet, das Kinder unter 15 Jahren vollständig von der Nutzung von E-Scootern ausschließt. Paris hat die Sharing-Flotten ganz verbannt, Italien schreibt Helmpflicht und Versicherung vor, Madrid überlegt eine strikte Nacht-Sperre.

Wo man geht und steht sind sie schon da: Roller, die man mit dem Smartphone ausleihen kann. Die ganze Statik sieht aus wie eine Katastrophe.

Zuletzt: E-Roller sind auch deshalb nicht ungefährlich, weil ihre Griffe oft klebrig sind. Das Ausmaß der Klebrigkeit von E-Roller-Griffen ist ein Kapitel für sich. Man hat das Gefühl, man hat jedes Virus von Aachen an den Händen. Deshalb: E steht wahrscheinlich für ekelhaft.

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Man kann nicht alles können. In der Stadtbibliothek helfen dir die Digital-Paten.

Die Stadtbibliothek Aachen wird zum Treffpunkt für Austausch, Unterstützung und sogar für Lebensfreude, so wurde mitgeteilt. Und weiter heißt es: „Drei Tage, drei Angebote, unzählige gute Gründe, einfach mal vorbeizukommen!“ Ab sofort immer in der ersten vollen Woche des Monats von Mittwoch bis Freitag. Immer kostenlos.

Probleme mit der Handhabung von Handy und Tablet? In der Couvenstraße 15 werden Sie geholfen. Foto: AachenNews Archiv

Mittwoch, 6. August, 10 – 12 Uhr, Digital-Paten helfen: Mehr Sicherheit im Umgang mit Handy & Tablet

Smartphone-Fragen? App-Probleme? Oder einfach neugierig, was das Gerät alles kann? Die Digital-Paten helfen persönlich, geduldig und ohne Fachchinesisch.
Komm mit deinem Gerät vorbei – ohne Anmeldung!

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Donnerstag, 7. August, ab 15 Uhr – solange es Spaß macht. Hier spielt das Leben – gemeinsam statt allein

Kartenspiele, Klassiker oder neue Brettspiele – hier ist alles erlaubt, was Freude macht! Lerne neue Menschen kennen und genieße einen geselligen Nachmittag in entspannter Atmosphäre. Einfach reinschauen und mitspielen!

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Freitag, 8. August, 11 – 12 Uhr – Onleihe-Sprechstunde: Digitale Bücher? Hörbücher unterwegs? Wir zeigen, wie’s geht!

Du möchtest die Onleihe nutzen, weißt aber nicht genau, wie? Wir erklären alles – Schritt für Schritt. Bringt eure Fragen mit – wir nehmen uns Zeit.

Ort: Stadtbibliothek Aachen, Couvenstraße 15 (Erdgeschoss). Eintritt frei | Keine Anmeldung nötig | Alle sind willkommen.

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Bitte mitmachen! Verwaltung legt eine interaktive „Karte der kühlen Orte“ vor.

Flirrende Hitze kann entstehen, wo große Flächen versiegelt wurden. Aber es gibt in Aachen auch Orte, wo ein Aufenthalt in großer Hitze erträglich ist. Eine Sammlung von kühlen Orten soll nun entstehen. Foto: AachenNews Archiv

Die nächste Hitzeperiode wird in den Medien schon angekündigt. Mit ihr kommen: hohe UV-Belastung und tropische Nächte. Um den Herausforderungen zunehmender Hitze in der Stadt zu begegnen, „hat die Stadt Aachen eine interaktive Karte der kühlen Orte veröffentlicht“. Das teilte jetzt Björn Gürtler vom Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing mit.

Die Karte zeigt Plätze im gesamten Stadtgebiet, an denen sich Menschen bei hohen Temperaturen aufhalten können – sei es zum Ausruhen, Durchatmen oder Abkühlen.

Die Karte ist ab sofort unter www.aachen.de/hitze verfügbar und ebenfalls ins städtische Beteiligungsportal eingebunden.

Kühle Lieblingsorte eintragen

Besonders wichtig: Die Karte lebt von der Mitwirkung der Bürger*innen. Wer einen angenehm schattigen, luftigen oder besonders kühlen Ort kennt – beispielsweise einen ruhigen Park, eine wassernahe Sitzgelegenheit oder eine grüne Innenhoffläche – kann diesen mit wenigen Klicks in die Karte eintragen.

So entsteht Schritt für Schritt über das „Schwarmwissen“ aller eine Sammlung von kühlen Orten, von der alle profitieren. 

Die Karte wurde im Rahmen des städtischen Hitzeaktionsplans entwickelt.

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Die passende Musik: Bananarama mit Cruel Summer

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Europaplatz: Brunnen sprudelt wieder 

Zuletzt war das Wasser im Oktober 2023 aus dem Brunnenbecken abgelassen worden. Im Jahr 2024 verzichtete die Stadt darauf, es zu füllen und den Brunnen einzuschalten.

Der Verkehr auf dem Europaplatz kreist wieder in fast allen Richtungen. Nur noch die Zu- und Abfahrt der A 544 ist gesperrt. Außerdem wurde der Brunnen mit seinem imposanten Wasserspiel wieder in Betrieb genommen. 

Bei den Bauarbeiten seien vor allem die so genannten Nebenanlagen und die Überfahrten an den Fahrbahnen der Joseph-von-Görres-Straße und in und aus Richtung Blücherplatz erneuert worden, so teilt die Stadtverwaltunmg mit. Der Fuß- und Radweg rund um den Europaplatz wurde auf einem Teilabschnitt durch eine neue Grünfläche voneinander getrennt. Der Radweg im Kreisel wurde durchgängig rot asphaltiert. 

Eindeutig besser als die Rumpelstrecke, die den Radfahrer*innen zuvor zur Verfügung stand! Auf der neuen Grünfläche werden im Frühjahr 2026 noch neue Bäume gepflanzt. 

Sitzbänke und Mülleimer werden in den nächsten Wochen aufgestellt. Die Regionetz erneuerte die Gas-, Wasser- und Stromleitungen im Bereich der A 544. Die Bauarbeiten von Regionetz und Stadt begangen im November 2024 und konnten im Juli 2025 weitgehend abgeschlossen werden. 

Der Umbau des Europaplatzes hat 1,15 Millionen Euro gekostet. Bis zu 80 Prozent der Kosten wird das Land NRW mit Fördermitteln aus dem Projekt Soziale Stadt Aachen-Nord übernehmen. 

Der Brunnen stammt aus dem Jahr 1958 und belegt eine Fläche von rund 8000 Quadratmeter. Das Becken hat einen Durchmesser von 100 Meter. 26 Wasserdüsen spritzen das Wasser in die Höhe. 35 hocheffiziente LED-Strahler erleuchten das Wasserspiel in den Abendstunden.  Die Autobahn A 544 wird laut Autobahn-Gesellschaft am 8. September wieder freigegeben. 

Rundum gelungen: der neue Europaplatz

www.aachen.de/europaplatz

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Was wird nur aus dem Tunnel Adenauerallee? Jetzt wieder gesperrt.

Wie kaputt ist eigentlich der Tunnel unter der Trierer Straße, der die Adenauerallee und den Madrider Ring verbindet? Darüber sind sich die Fachleute seit etwa 10 Jahren nicht einig. Noch viel weniger einig sind sie sich darüber, wer einen eventuellen Neubau bezahlen muss: die Stadt Aachen oder der Landesbetrieb Straßenbau, beide kommen wohl infrage.

Jetzt ist der Tunnel – 1977 in Betrieb genommen – mal wieder gesperrt. Bis Donnerstag, 7. August, wird das Bauwerk nach Schäden abgesucht. Anfang des Jahres gab es ebenfalls schon kein Durchkommen mehr. Da wurden 100.000 bis 120.000 Wandfliesen abgeschlagen bevor sie von allein auf die Autos knallten.

Eine Riesenmängelliste gab es vor etwa 10 Jahren, doch der Tunnel wurde nicht dauerhaft gesperrt. Foto: AachenNews Archiv

Vom Dach tropft Wasser und hinter den Kacheln soll es Hohlräume geben. Der Forster Tunnel ist bestimmt der sonderbarste Tunnel von ganz NRW: Mal ist er nicht mehr zu gebrauchen, mal dürfen wieder munter pro Tag 16.000 Pkw durchfahren.

Ein weiterer Tunnel fällt ins Auge, der aus der gleichen Zeitepoche stammen dürfte. Er befindet sich im Zentrum, und nicht Pkw und Lkw sollten ihn passieren, sondern Fußgänger*innen. Sie sollten die Straße für Autos freimachen und mussten unter die Erde. Das fand man eine gute Idee. Diesen Tunnel hat man allerdings bereits seiner Funktion enthoben, der Zugang sieht heruntergekommen aus.

Die Unterführung in Nähe des Bushofs. Teils beschwerlich Treppe rauf, Treppe runter (mit Kinderwagen) ging es für die Fußgänger*innen, damit die Autos oben viel Platz hatten. Vorne rechts sieht man noch, was Behinderten im Rollstuhl zugemutet wurde. Sie sollten da die Rampe runterfahren.

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Der Wahlkampf wirft seine Schatten voraus

Der Wahlkampf in Aachen ist das heißeste Ding in diesem Sommer (jedenfalls politisch). Schauen wir uns das kurz mal an. 

Zunächst gab es einen rechtsradikalen Überfall auf ein Restaurant, der höchstwahrscheinlich gar keiner war, was man ohne Wahlkampf bestimmt schneller herausgefunden hätte. Aachen ist keine Hochburg der Neonazi-Szene, und an dem „Anschlag“ war zu vieles ganz untypisch.

Da allerdings am 14. September gewählt wird, hatten viele den Eindruck, jetzt mal unverzüglich, quasi sehr eilig, ihre Abscheu gegen Neonazis erklären zu müssen. Nicht schlecht. Aber wir können froh sein, dass es bei Staatsanwaltschaft und Polizei Personen gibt, die mit kühlem Blick, völlig emotionslos, auf alles blicken. 

Der Anschlag war wohl keiner. Wenn das Gericht das demnächst in seinem Urteil feststellt, dann kann man im Grunde sehr froh sein: Nein, in Aachen gab es keinen rechtsradikalen, rassistischen, fremdenfeindlichen Überfall. Nichts davon gab es. Das ist eine gute Nachricht. Eine sehr gute sogar. Erleichterung ist die Folge. 

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Und weil bald der/die Oberbürgermeister*in, der ganze Stadtrat und die Mitglieder der Bezirksvertretungen neu gewählt werden, ist auch der Streit in der örtlichen FDP so eskaliert. Die Liberalen bekriegen sich wie man es im politischen  Aachen zuletzt (vor Urzeiten) bei der CDU erlebt hatte, als Harald Baal (damals Fraktionsvorsitzender) abserviert werden sollte – tempi passati. Das ging schief.

Offenbar will jetzt eine Gruppe von jungen Liberalen die Alten aus ihren Ämtern drängen. Der Rest der Stadt greift zu Popcorn, bzw. schaut zu und fühlt sich teils sogar gut unterhalten. Mal sehen wie das endet.

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Und damit kommen wir zum „Krieg“ der Freunde des hemmungslosen Autoverkehrs gegen die Freunde des entspannten Fußverkehrs und Radverkehrs. Wenn es um Mobilität geht, werde in Aachen nur noch an Radfahrer*innen gedacht, so der Vorwurf. Zum Beispiel, wenn es um den alten Bahndamm in Laurensberg geht. Und dem Personal in der Stadtverwaltung werden via Zuschriften Vorwürfe gemacht, die gar nicht stimmen können. Würden die so schlecht arbeiten wie dort beschrieben steht, stünde die ganze Stadt längst vor einem Kollaps. 

Wie meinte doch gerade ein Leser, der lieber anonym bleiben will: Jede Sperrung für Autoverkehr macht den Rad- und Fußverkehr sicherer, relaxter, ruhiger. Es lebe die Sperrung.

Im Ernst: Soll man ohne Ende über den Streit um die Streckenführung, bei dem alle Argumente gefühlt schon 1000 mal ausgetauscht wurden, noch berichten? z. B. über eine etwa 8 Meter breite Radtrasse in Laurensberg, den Radschnellweg 4 auch Euregioschnellweg genannt, wo erst 2032/33 überhaupt mit dem Bau – einschließlich dem Bau von 2 neuen Brücken – begonnen wird? 

Ja, soll man, denn in Laurensberg versammelt sich derzeit alles, was bei der letzten Kommunalwahl noch grün gewählt hat, hinter dem Kandidaten der CDU, Alexander Gilson. Und das könnte der ganzen Kommunalwahl den entscheidenden Drive nach Rechts (zur CDU) geben. Von Gilson fühlen sich die Laurensberger*innen anscheinend besser verstanden. Im Mobilitätsausschuss erhielt er jüngst mehrfach Beifall von den Zuschauer*innen, die sich zahlreich aus Laurensberg nach Aachen bemüht hatten. Gilson gibt u.a. zu bedenken, dass der Radschnellweg lediglich eine Transitstrecke ohne wirklichen Nutzen für die Laurensberger sein könnte. Mögliche Zugänge auf den Radschnellweg habe er nicht erkennen können.

Da verschiebt sich das Wählerpotential in Laurensberg. Und dann sitzt auf einmal nicht mehr Sibylle Keupen im Verwaltungsgebäude Katschhof, sondern Michael Ziemons im Rathaus, und zwar als Oberbürgermeister. 

Zum Radschnellweg: hier weiterlesen

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