Es geht wieder los: 3RIDES Radrennen in Aachen und in Teilen der Eifel

Die sogenannten 3RIDES-Radrennen waren voriges Jahr eine richtige Katastrophe. Es gab einen Unfall, ein prominenter Radler stürzte schwer, weil ihm plötzlich ein Pkw entgegen kam, und viele Menschen konnten stundenlang nicht aus ihren Häusern raus. Sie wussten nichts von dem Rennen, hatten sich natürlich für den Feiertag (Muttertag) verabredet. Es war alles unübersichtlich und ziemlich schrecklich. Dieses Jahr will man es besser machen.

Wenn ihr an der Strecke wohnt, solltet ihr euch darauf einstellen. Wo die Radfahrer entlang fahren, ist auf einem Flyer nachzulesen. Bitte unbedingt anschauen. Stellt euch darauf ein, dass ihr für eine gewisse Zeit nicht über die Straße könnt und eventuell auch euren Freunden und Verwandten nicht den üblichen Wochenend-Besuch abstatten könnt. Schon gar nicht mit dem Bus.

Auf dem Privatgelände der Firma Schumag AG, Nerscheider Weg in Schleckheim befindet sich der Start- und der Zielbereich der Radrennen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am kommenden Wochenende stehen neben dem Eventprogramm die beiden Radrennen 3RIDES Gravel Race und 3RIDES Gran Fondo.

Was passiert am Samstag?

Am Samstag, 31. Mai, startet ab 15 Uhr das UCI 3RIDES Gravel Race, das über Straßen, Wald- und Forstwege im südlichen Aachener Stadtgebiet, in der Gemeinde Roetgen und der Stadt Stolberg führt. Die Teilnehmer*innen fahren in einem Rundkurs zwei Durchläufe durch die Gebiete Nütheim, Schleckheim, Oberforstbach, Brand, Hahn, Rotterdell, Roetgen, Schmithof und Sief.

Was passiert am Sonntag? UPDATE: Dieses Rennen fällt aus

Am Sonntag, 1. Juni, fndet ab 7 Uhr das Straßenrennen UCI 3RIDES Gran Fondo mit einer 140 Kilometer langen Strecke durch die nördliche Eifel zum Rursee und zurück nach Aachen statt. Das Straßenrennen führt über Oberforstbach nach Walheim, Breinig, durch den Kreis Düren und die Gemeinde Simmerath und von dort zurück zum Veranstaltungsgelände in Aachen.

Der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung teilt mit, man habe als Genehmigungsbehörde gemeinsam mit den betroffenen Kommunen, dem Kreis Düren und der StädteRegion Aachen umfassende, restriktive Auflagen und Bedingungen erarbeitet, die insbesondere die zulässigen Sperrzeiten konkret definieren.

Foto AachenNews Archiv: Zur Erinnerung. So wurde im letzten Jahr für 3RIDES in der Öffentlichkeit geworben.

Die Freigabe der Straße für den Individualverkehr soll bei beiden Radrennen spätestens nach einer Sperrzeit von 60 Minuten erfolgen (ungefähr 15 Minuten-Sperrzeit, die notwendig ist, damit die Straßen frei von Individualverkehr sind sowie maximal 45 Minuten nach dem ersten Radfahrer). Teilnehmende, die hinter das Schlussfahrzeug gelangen, seien „nicht mehr Teil des Rennens und unterliegen den Regelungen der Straßenverkehrsordnung“, so wird mitgeteilt.

Weitere Infos, Streckenverlaufspläne sowie die eingerichteten Querungspositionen findet man in einem Flyer auf der Homepage des Veranstalters. Während des Rennens ist eine Hotline des Veranstalters unter der Rufnummer 0521/73 06 99 37 zu erreichen.

***

Achtung. Die Problematik, die mit dieser Art Rennen verbunden ist, wird hier sehr gut dargestellt. Es geht um Pflegekräfte, die befürchten, bedürftige Personen nicht erreichen zu können.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

„Die größte Ehre meines Lebens“

Die Auszeichnung mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen, die Ursula von der Leyen am Himmelfahrtstag, 29. Mai, entgegennahm, stand unter besonderen Vorzeichen. Die akuten und anhaltenden Bedrohungen der europäischen Gemeinschaft – durch Krisen, Krieg, Klimawandel, durch Aggression und Desinformation von innen und außen – zogen sich wie ein roter Faden durch die Verleihung, die Veranstaltungen und Gespräche im Umfeld. Gleichzeitig war aber auch von der daraus resultierenden Chance, von Aufbruch und Verantwortung die Rede.

Lächeln und winken: Die neue Karlspreisträgerin Ursula von der Leyen mit der Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Foto: Stadt Aachen/Andreas Steindl

Der Tenor: Nur gemeinsam können die großen Herausforderungen bewältigt, können Demokratie und Freiheit in Europa bewahrt und verteidigt werden. Nur ein eigenständiges, vereintes Europa der Stärke kann demokratisch, wirtschaftlich und diplomatisch gestärkt aus den Krisen hervorgehen.

„Europa ist mein Leben. Und es ist die größte Ehre meines Lebens, heute hier vor Ihnen allen zu stehen“, sagte die frisch gekürte Preisträgerin, als sie im Krönungssaal ans Rednerpult trat. Dieser Preis, diese Stadt seien das Symbol für ein vereintes Europa. Das Wunder Europa – die Wiedervereinigung von Völkern, Geschichte und Schicksal – seien „in dieser Stadt festgeschrieben“.

Die Preisträgerin sprach von drei bedeutenden Denkmälern in Aachen, die von der Geschichte und Bedeutung Europas zeugen. Zunächst der Aachener Dom, ein einzigartiges Zeugnis der geistigen, kulturellen und politischen Renaissance Europas, angestoßen durch die Vision Karls des Großen. Seine Idee für Europa sei es gewesen, einen Raum zu schaffen, in dem sich Wissenschaft und Kultur, Bildung und Rechtstaatlichkeit entfalten können.

Als zweiten Ort wählte von der Leyen die von den Nationalsozialisten zerstörte alte Synagoge und schlug eine Brücke zur Aachenerin Edith Holländer und ihrer Tochter Anne Frank, deren Ausspruch heute noch beeindruckt: „Und doch, wenn ich zum Himmel schaue, denke ich, dass sich alles wieder zum Guten wenden wird, dass auch diese Härte aufhören wird, dass wieder Ruhe und Frieden in die Weltordnung kommen werden. Inzwischen muss ich meine Ideale hochhalten, in den Zeiten, die kommen, sind sie vielleicht doch noch auszuführen.“ Die neue Synagoge in Aachen ist für von der Leyen ein Symbol der Wiedergeburt, aber auch der Erinnerung.

Als dritten Ort nannte von der Leyen das Aachener Rathaus, wo vor 75 Jahren der europäische Vordenker Richard Coudenhove-Kalergi als Karlspreisträger ausgezeichnet wurde. Auch er habe eine Vision für Europa gehabt: ein Europa, in dem Menschen dank gemeinsamer Kultur und Werte, Freiheit und dem Respekt vor der Menschenwürde zusammenkommen, sagte von der Leyen.

In einem der schönsten Säle Europas ist heute wieder eine Politikerin mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden: Ursula von der Leyen Foto: Stadt Aachen/Andreas Steindl

Europa könne nicht tatenlos den Umwälzungen zusehen, sagte von der Leyen. Sie forderte, nicht einem falschen Irrglauben zu verfallen, dass der Sturm einfach vorbeiziehen werde, und mahnte, Europa stünde vor einer grundlegenden Entscheidung: „Warten wir ab und reagieren wir nur auf die unmittelbare Krise? Akzeptieren wir ein vermeintliches Schicksal? Oder nehmen wir die Dinge selbst in die Hand und entscheiden selbst über unsere Zukunft?“ Es sei nötig „unsere Fesseln abzuwerfen“, um ein unabhängiges Europa aufzubauen.

***

Mehr als 100 Medienvertreter*innen hatten sich für die Karlspreisverleihung 2025 akkreditiert – darunter Teams von ARD, ZDF und WDR, POLITICO, Nachrichtenagentur Reuters, Television Espanola, Süddeutsche Zeitung, FAZ, efe press agency, DPA, Deutsche Welle, Funke-Mediengruppe, BILD, Euractiv, Börsen-Zeitung, AFP, Spiegel, sowie zahlreiche regionale Medien aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden.

Die Live-TV-Übertragung wurde im WDR Fernsehen gesendet und ist dort noch abrufbar.

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

***

Die Verleihung des Karlspreises ist störungsfrei verlaufen. Das Sicherheitskonzept der Polizei Aachen sei umfassend aufgegangen. Das teilte die Polizei mit. Sieben Kundgebungen und Demonstrationen seien friedlich verlaufen. Die Einsatzkräfte sorgten für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der nationalen und internationalen Gäste. Dazu mussten im Vorfeld – wie bereits in den Jahren zuvor – Sperrungen und Sicherheitszonen eingerichtet werden.

***

Formvollendet in jeder Hinsicht und wie immer: der spanische König Felipe VI. Foto: Stadt Aachen/Andreas Steind

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Einmal im Monat: Feierabendmarkt vor dem Rathaus

Aachen bekommt einen Feierabendmarkt, Motto: „Spät am Markt“ . Premiere ist am Donnerstag, 5. Juni, auf dem – wenig verwunderlich – Marktplatz in der Innenstadt. Von 16 bis 22 Uhr soll sich der Platz vor dem Rathaus in einen lebendigen Treffpunkt für Genießer*innen verwandeln, und zwar künftig einmal im Monat.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen meint, das neue Format sei: „ein wichtiger Baustein unserer Strategie zur Belebung der Innenstadt“. Es verbinde Genuss, Kultur und Begegnung und lade zum Verweilen nach Feierabend ein. Bundeskanzler Friedrich Merz wird das nicht gerne sehen, wenn hunderte Aachener Bierchen trinkend auf dem Markt rumstehen, hat er uns doch kürzlich noch geraten, mehr zu arbeiten.

Trotzdem: Ob Streetfood, Wein oder Craft-Bier – rund zehn ausgewählte Stände werden ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot bieten. Im Mittelpunkt stehen regionale Produzenten und lokale Gastronomen. Ergänzt wird das Angebot durch Live-Musik und DJ-Sets, die eine stimmungsvolle Atmosphäre schaffen sollen.

„Spät am Markt“ findet jeweils am ersten Donnerstag im Monat statt. Die weiteren Termine sind: 3. Juli, 7. August, 4. September und 2. Oktober. 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Für mehr Spaß am Gerät

Am Mittwoch, 4. Juni, zwischen 10 und 12 Uhr laden die Digital-Paten wieder in die Stadtbibliothek Aachen, Couvenstraße 15 (Erdgeschoss) ein. Interessierte erhalten dort kostenlose und individuelle Unterstützung rund um ihre mobilen Geräte.

Nicht alle Menschen fühlen sich im Umgang mit Smartphone oder Tablet sicher. Hier setzt das Angebot der Digital-Paten an. Ob Fragen zu WhatsApp, Fotos, Geräteeinstellungen oder zur allgemeinen Bedienung: Die Digital-Paten nehmen sich Zeit für persönliche Anliegen und suchen gemeinsam mit den Teilnehmenden nach praktischen Lösungen. Sofern vorhanden, kann gerne das eigene Smartphone oder Tablet mitgebracht werden. 

Mit dem niederschwelligen Angebot möchten die Digital-Paten dazu beitragen, digitale Teilhabe für alle Altersgruppen zu fördern. „Die Beratung erfolgt individuell, persönlich und in geduldiger Atmosphäre – ganz ohne Vorkenntnisse“, so wird versprochen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Halteverbote und Absperrungen: Aachen schützt seine prominenten Gäste

Gestern wurde die Bühne auf dem Katschhof aufgebaut. Dort wird sich die Preisträgerin am Himmelfahrtstag mit einer kurzen Rede an die Aachenerinnen und Aachener wenden.

Am Donnerstag, 29. Mai, wird in Aachen der Internationale Karlspreis an die Präsidentin der Europäischen Kommission Dr. Ursula von der Leyen im Krönungssaal des Rathauses verliehen. Das bringt, wie jedes Jahr am Himmelfahrtstag, die üblichen Beeinträchtigungen mit sich. Es ist alles für die Aachenerinnen und Aachener nichts Neues.

Die Polizei ist wegen der Prominenz der rund 700 Gäste mit mehreren 100 Polizisten (in Uniform und in Zivil) im Einsatz und hat wieder ein Sicherheitskonzept vorbereitet. Man möchte schließlich nicht, dass die Menschen, die man zu sich eingeladen hat, irgendwie zu Schaden kommen. Bundeskanzler Friedrich Merz und König Felipe VI. von Spanien halten Ansprachen mit einer Würdigung der Preisträgerin. Zu Gast in Aachen wird ebenfalls Professorin Dr. Maja Göpel sein; die Politökonomin und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin ist Sprecherin beim Vorabend-Dinner in der Aula Carolina.

Bereits am Tag vor der Verleihung, am Mittwoch, 28. Mai, wird im Bereich der oberen Pontstraße eine Sicherheitszone eingerichtet. Alle Restaurants und Läden in der Pontstraße zwischen Annuntiatenbach und Markt müssen ab 14 Uhr schließen. „Berechtigte Personen können diesen Bereich nach erfolgter Kontrolle passieren“, so wird mitgeteilt.

Rund um den Markt werden sich am Donnerstag – wie in den Vorjahren – an drei Stellen Zugangsmöglichkeiten befinden. Um die polizeilichen Kontrollen so kurz wie möglich zu halten, sollte jede/r seinen Personalausweis griffbereit haben.

Diese Barrieren (Herner Truck Sperren) sind relativ neu, sie sollen Fahrzeuge notfalls stoppen und stehen schon seit Tagen quasi griffbereit vor den Schaufenstern. s. auch hier

***

Kein Karlspreis ohne Proteste: Bisher seien der Polizei Aachen fünf Versammlungen (Demonstrationen und Kundgebungen) mit mehreren hundert Teilnehmenden an Christi Himmelfahrt angezeigt worden, so war zu erfahren. Zu diesen Gegenveranstaltungen und überhaupt zu allem s. die Texte vom Kollegen Michael Klarmann, aktuell hier. Auch wegen dieser Kundgebungen kann es im Bereich der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Weitere Informationen will die Stadt ggf. unter diesem Link geben: https://aachen.polizei.nrw/artikel/karlspreisverleihung-2025

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Landesweit dutzende Bombendrohungen. Auch in Aachen, Monschau und Herzogenrath.

In den vergangenen Tagen sind an mehreren Schulen in unserer Region Bombendrohungen eingegangen. Das teilte die Polizei in Aachen mit. Auch andere Polizeibehörden des Landes hätten Fälle telefonischer oder schriftlicher Androhungen gemeldet. Wer hinter der offenbar konzertierten Aktion steckt, das ist noch völlig unbekannt. Man kann sich aber vorstellen, dass es in Deutschland Menschen gibt, die für wenige hundert Euro einen Drohanruf bei einer Schule starten, ohne dass diese Personen wissen, für wen sie eigentlich „arbeiten“.

Die Polizei Aachen prüft jeden einzelnen Fall und leitet entsprechende Maßnahmen ein, beispielsweise am vergangenen Dienstag, 20. Mai, als in der Montessori-Gesamtschule im Frankenberger Viertel eine Drohung eingegangen war. Weitere Fälle wurden in der StädteRegion in Aachen, Monschau und Herzogenrath gemeldet. Die Schulen, in denen gerade Abiturprüfungen stattfinden, mussten komplett geräumt werden.

Foto: Die Montessori Gesamtschule in Aachen, Moltkepark, war Ziel einer Bombendrohung.

Bisher habe sich in keinem der Fälle Anhaltspunkte für eine Ernsthaftigkeit ergeben, so teilt die Polizei mit. In allen Fällen seien Anzeigen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen worden.

Landesweit gingen bislang Dutzende Bombendrohungen an Schulen ein. (sk/kg)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Viele Farbschmierereien, Täter unbekannt. RWTH will Schadensersatz von Aktivisten

Die Polizei teilt mit: Unbekannte haben in den vergangenen Wochen mehrere Male Gebäude der RWTH Aachen durch Farbschmierereien beschädigt. Die Polizei ermittelt.

In der Nacht vom 11.05. auf den 12.05.2025, vom 19.05. auf den 20.05.2025 und dann erneut vom 21.05. auf den 22.05.2025 sprühten die Unbekannten unterschiedliche Parolen (z.B. zum Gaza-Konflikt) auf die Gebäude in der Pontstraße, am Annunntiatenbach, in der Eilfschornsteinstraße, der Wüllnerstraße, der Claßenstraße, der Professor-Pirlet-Straße und am Templergraben. Am Torbogen des Karman-Auditoriums wurde zusätzlich ein Transparent (gegen die Einführung von Studiengebühren für ausländische Studierende) befestigt.

Hinweise auf den oder die Täter gibt es – laut Polizei – aktuell nicht.

Der Staatsschutz der Polizei Aachen hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, soll sich bitte melden: tagsüber unter der Rufnummer 0241-9577 35301 oder außerhalb der Bürozeiten unter 0241-9577 34210. (sk)

***

Unterdessen fordert die RWTH in Gestalt von Rektor Ulrich Rüdiger 18.000 Euro von den Pro-Palästina-Aktivisten, die seinerzeit ein kleines Gelände neben dem RWTH-Hauptgebäude am Templergraben besetzt hatten. Der Rektor meint, der Rasen sei beschädigt worden. Das Protestcamp stand tatsächlich monatelang bis Januar 2025, es ist mittlerweile abgebaut.

Das Camp stand im Sommer 2024 teils vor und teils neben dem RWTH-Hauptgebäude. Foto: AachenNews Archiv

Die Gruppe der Aktivisten spricht – wie ein Kollege berichtet – von „Einschüchterungsversuchen“ seitens der Universität.

Korrektur zum Link: Hier stand, der Bericht sei von Michael Klarmann. Das ist falsch und wurde korrigiert. Nicht der Bericht, nur das Foto stammt von Michael Klarmann.  LINK

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Mit Straßenfest und Pride Parade: Christopher Street Day am ersten Juniwochenende

Der Christopher Street Day (CSD) in Aachen hat mal ganz klein angefangen. Mittlerweile ist er ein zweitägiges Fest mit Pride Parade und vielen Attraktionen. Die Zahl der Besucher*innen hat sich „verzehnfacht“, wie die neue Wochenzeitung „Wirklich Aachen“ herausgefunden hat.

Queere Kultur, queere Geschichte und überhaupt queeres Leben müssen in der Stadt sichtbar sein – gerade in dieser Zeit, wo es die Bemühungen gibt, alles Queere und Woke zurückzudrängen. Ausgehend von den USA mit Trump und seinem Vize-Schurken gibt es die krasse Tendenz, gesellschaftliche Minderheiten in jeder Form aus der Geschichte und dem öffentlichen Leben auszuschließen. In Köln gibt es Konsequenzen, in Aachen spürt man davon noch nichts und so soll es auch bleiben.

Der Aachener CSD findet zum zweiten Mal auf dem Katschhof und dem Markt in Aachen statt. Los geht es am Freitag, 6. Juni, mit einem genialen queeren Festivalprogramm. Das Straßenfest mit Infoständen wird am Samstag, 7. Juni, sein. Das Motto des diesjährigen CSD in Aachen lautet: „Nie wieder still – Wir sind queer, wir sind laut, weil man uns die Rechte klaut!“

Die CSD Demo startet am Samstag um 13 Uhr am Aachener Hauptbahnhof und führt uns dann quer durch die Stadt bis in die Innenstadt. Dort gibt es von 14 bis 20 Uhr für Gruppen, Initiativen, Verbände, Firmen und Parteien die Möglichkeit, sich mittels eines Infostandes vorzustellen und den Kontakt zur queeren Community zu suchen. 

Bitte beachten: Der Anmeldeschluss für die Infostände ist schon am Montag, 26. Mai, 2025. Mehr Infos unter https://www.rainbow-aachen.de und in der lokalen Tageszeitung.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Eine Kita aus der Zukunft: Gebäude komplett aus Holz

Bauwerke errichten im Klimawandel – Wie geht das eigentlich? So wie in Eilendorf, könnte man sagen. Da entsteht gerade ein Gebäude, für das sich bald Bauherren und Architekten aus ganz Deutschland interessieren könnten. In Eilendorf wurde dieser Tage Richtfest gefeiert.

Kaum zu glauben, hier ist restlos alles aus Holz. Rechts im Bild: Hilde Scheidt, die Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschuss der Stadt Aachen.

Die Rede ist von der neuen, 5-gruppigen Kita in der Breitbendenstraße. Beim Richtfest konnte man den Rohbau besichtigen, der innen farblich NICHT verändert werden soll und wo es ausgesprochen dezent gut riecht – nach Holz nämlich.

Massivholzbauweise, das bedeutet, es wurde bei der Steckkonstruktion komplett auf Beton und Metall verzichtet, es wurde ressourcenschonend und nachhaltig gebaut. Da, wo die Bäume standen, die jetzt verbaut sind, wachsen schon wieder neue Bäume. Die Fertigstellung des voraussichtlich knapp 11,4 Millionen Euro teuren Neubaus ist für 2026 vorgesehen.

Die 2-geschossige Kita (800 Quadratmeter Nutzfläche) wird einmal drei Unter-3-Gruppen und zwei Über-3-Gruppen haben. Die Rede war beim Richtfest von beinah 100 Kindern, die in einem Jahr durch die Räume fegen und dort spielen werden – wenn, ja wenn sich das Personal noch finden lässt, das in dieser Kita arbeiten will. Der Fachkräftemangel ist im Kindergarten-Bereich bekanntlich hoch. Bewerbungen sind im Jugendamt oder beim DRK als Träger der neuen Einrichtung willkommen.

Noch nicht fertig aber schon ausgezeichnet: die vorbildlich energieeffiziente Kita in Eilendorf. Bauherr ist die Stadt Aachen, als Architekten verantwortlich zeichnen PBS Architekten. Als eines von sieben Projekten wurde sie vom Wirtschafts- und Klimaschutzministerium des Landes NRW als „Energieeffizientes Nichtwohngebäude in NRW“ ausgezeichnet und als nachahmbares Vorbild gewürdigt. Ein zweites städtisches Projekt, die bereits fertiggestellte Kindertagesstätte Stettiner Straße, wurde ebenfalls gewürdigt.

Sehr bedauerlich: Obwohl in Eilendorf die Versorgungsquote mit Kitaplätzen niedriger ist als fast überall sonst in Aachen, hat es viel zu lange gedauert, bis die Kita fertig geplant war und mit dem Bau begonnen werden konnte. Vor fast 20 Jahren war bereits klar, dass das neue Wohnviertel eine Kita bekommen muss. Die Kinder von damals sind heute schon beinah selber Eltern.

Als einmal endlich alles fertig geplant war, ging es schließlich schnell. Dieser Tage wurde in der Breitbendenstraße Richtfest gefeiert.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

„Lass mal quatschen“ auf der neuen Mullebank

Das ist ja mal eine Erfindung der Extraklasse. Und Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen hat sie eingeweiht: die neue Mullebank. Die steht jetzt am Hangeweiher und ist eine von 22 weiteren, die in Aachen noch aufgestellt werden.

Es handelt sich um eine Initiative des Aachener Senior*innenrates. Die mit einer entsprechenden Plakette mit der Aufschrift „Lass mal quatschen“ gekennzeichneten Sitzbänke laden zum Verweilen und vor allem zum Gespräch ein. Der Name leitet sich vom Aachener Dialektwort „mullen“ ab, das so viel wie „plaudern“ oder „sich unterhalten“ bedeutet. Die Idee dahinter: Wer sich auf eine solche Bank setzt, signalisiert Offenheit für einen kurzen Plausch.

Gerade für alleinstehende ältere Menschen oder in der fremden Uni-Stadt vereinsamte Studierende könnten diese Bänke – mitten im Alltag – ein Ort der Begegnung sein, meint der Senior*innenrat.

Die erste Mullebank steht, 22 weitere werden folgen. In Rot auf der Bank: Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Foto: Stadt Aachen

Zum Hintergrund, was ist der Senior*innenrat der Stadt Aachen?

Er vertritt die Interessen der älteren Generation gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Die Mitglieder setzen sich dafür ein, dass die Belange älterer Menschen in kommunalen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden – sei es bei Fragen der Barrierefreiheit, des öffentlichen Nahverkehrs oder der sozialen Teilhabe. Der Senior*innenrat beteiligt sich aktiv an Ausschusssitzungen und arbeitet eng mit anderen Institutionen zusammen, um die Lebensbedingungen älterer Menschen zu verbessern.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar