Das Stadtarchiv präsentiert wieder sein Archivale des Monats (August)

1925 stand das Rheinland unter dem Eindruck der sogenannten Jahrtausendfeiern. Diese gedachten der Angliederung Lothringens an das ostfränkische Reich im Jahre 925 und gestalteten sich angesichts der Besetzung des Rheinlandes infolge der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg als patriotische Feste und Veranstaltungen. Im Aachener Rathaus wurde im Mai/Juli 1925 die sogenannte Jahrtausendausstellung gezeigt, eine große historische Ausstellung, die die eigene Identität stärken sollte.

Zu sehen ist eine Planzeichnung des Turnierplatzes in der Aachener Soers für das erste überregionale Reit-, Spring- und Fahrturnier des Aachen-Laurensberger Rennvereins 1925.


Die deutsche Regierung stellte umfangreiche staatliche Zuschüsse für Begleitveranstaltungen der Feiern zur Verfügung. Der Landrat des Landkreises Aachen, Herrmann Pütz, regte deshalb an, das Reitturnier des Vorjahres zu einer großen Leistungsschau des deutschen Pferdes auszubauen. Diese Anregung wurde durch Hubert Wienen, den Vorsitzenden des Aachen-Laurensberger Rennvereins, aufgegriffen und vorangetrieben.

Der Schriftführer des Vereins, Franz Hermens, legte sogleich Pläne für den Bau eines Turnierplatzes vor, die technische Oberleitung des Turniers übernahm Gustav Rensing. Innerhalb von zwei Monaten entstand in der Soers ein Turnierplatz, einzigartig in Westdeutschland. Vom 1. bis zum 4. August 1925 wurde dann ein Turnier veranstaltet, zu dem die besten Reiter und Reiterinnen aus dem gesamten Deutschen Reich nach Aachen kamen.

Ein großes Publikum strömte in die Soers und war dank der Gestaltung des Turnierplatzes auch nahe dran an Pferd und Reiter und den reiterlichen Darbietungen. Das Turnier war ein voller Erfolg und wurde auch überregional in höchster Weise gelobt. Die „Kölnische Zeitung“ schrieb am 6. August 1925: „Herrn Gustav Rensing, […], gebührt das Verdienst, das bestorganisierte und größte rheinische Turnier vorbereitet und […] geleitet zu haben“.

Zusammen mit dem Turnier des Jahres 1924 bildeten das erste große überregionale Reit-, Spring- und Fahrturnier im August 1925 und der damals dazu angelegte Turnierplatz die Grundlagen für den CHIO, der heute große Strahlkraft besitzt und die Soers jedes Jahr zum Mittelpunkt der Pferdesport-Welt macht.

Quelle: Stadtarchiv Aachen, NLS Will Hermanns 27; FOTO 10-5

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Hagebutten sind reif. Bis zum Herbst ist es nicht mehr weit

Am Straßenrand.

Es gibt ja Sträucher, despektierlich Gestrüpp genannt, die werden gern übersehen, fallen einem das ganze Jahr über nicht auf. Nur wenn es Herbst wird, schaut man plötzlich hin und wundert sich: Da leuchtet was rot. Mit knallroten Hagebutten macht ein Busch auf sich aufmerksam, den man schon vergessen hatte.

Es sind kleine Vitaminbomben, die da leuchten wie knallrote Farbtupfer zwischen den gelb werdenden Blättern der Wildrosen. Daraus kann man Tee und Marmelade machen.

Beim Pflücken ist es wichtig, nur die festen Früchte zu ernten und diese nicht mit anderen Früchten zu verwechseln. Gut ausgefärbt, aber noch hart, enthalten die Hagebutten die meisten Vitamine. Trocken und sonnig sollte es sein, wenn Hagebutten geerntet werden. So wie heute, am Sonntag.

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Etwas Musik (remember Toskana) : Adriano Celentano mit Peter Fox,

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Heute in einem Jahr: Reit-WM in Aachen

In der europäischen Politik haben wir es auch mit Personen zu tun, die mit einem gewissen Erfolg einen Systemwechsel anstreben und deshalb mehr Macht erlangen wollen. Es sind allesamt Schurken, die uns vorschreiben wollen, wie wir zu leben haben und von europäischer Einheit gar nichts wissen wollen.

Das allein ist wahrlich kein Grund zur Freude. Eine Katastrophe ist allerdings die unvorstellbar große Naivität der traditionellen europäischen Politik, die auf diese „Mitbewerber“ nicht angemessen reagiert. 

Was ist von Aachen aus zu tun, was ist überhaupt möglich in Aachen

Was immer sinnvoll ist: Gemeinsam etwas zu veranstalten, z. B. große kulturelle oder sportliche Veranstaltungen zusammen mit Gästen aus dem Ausland. Unter diesem Aspekt ist auch die Reit-Weltmeisterschaft in Aachen zu sehen, die am 11. August 2026 beginnt. Heerscharen von Sportler*innen und Zuschauer*innen werden Aachen bevölkern, und wir werden gemeinsam mit den Gästen ein ausführliches Rahmenprogramm in der Soers und in der Innenstadt erleben.  

Der CHIO und auch die Weltmeisterschaft sind völkerverbindende Festivals (des Pferdesports). Es begegnen sich Menschen aus enorm vielen Nationen, es wird Freundschaft gelebt, denn auch wenn es sich um einen Wettbewerb handelt, ist das Aachener Publikum immer den Besten äußerst zugewandt, egal aus welchem Land sie kommen. Man ist in Aachen geradezu berühmt für eine faire Zuteilung von Beifall und Jubel. 

Hunderte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer machen mit, dazu ein hochprofessionelles ALRV-Team unter der Leitung von Präsidentin Stefanie Peters. Wer sich diesem so volksnahen Ereignis verschließt und sich dort noch niemals blicken ließ, weiß der/die eigentlich wirklich Bescheid über Aachen? Selbst Pferdesporthasser werden im Sommer 2026 das Public Viewing auf dem Katschhhof, die Live-Konzerte und Talkrunden mit Reiterinnen und Reitern nicht anhaltend ignorieren können. 

Das Pferdedenkmal vor dem Stadttheater. Foto AachenNews Archiv

Veranstaltungen, die internationale Freundschaft und Verbundenheit sichtbar machen, sollte man nicht meiden. Gerade in einer Zeit, wo starke Kräfte wirksam geworden sind, die die Nationen auseinander treiben wollen. 

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Die Reit-WM dauert 13 Tage, Tickets gibt es hier. Es sollen aber schon Veranstaltungen ausverkauft sein.

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57 Wohnungen in Schönforst warten auf ihre Sanierung

Zwei große Wohnblocks in Schönforst fallen auf, sie stehen leer. Fast leer: Zwei Mieter scheuen noch vor dem Umzug zurück. Eigentümerin der Wohnblocks ist die GeWoGe, die bietet den letzten Mietern jede Hilfe an. Ziel: Die Totalsanierung der beiden fast 60 Jahre alten Wohnkomplexe.

Zwei Beton-Ungetüme warten auf ihre Sanierung, die derzeit schon vorbereitet wird.

Das Umziehen wird von manchen Menschen als eine wahre Katastrophe empfunden. Doch die GeWoGe stellt Übergangs-Wohnungen zur Verfügung und auch Sozialarbeiterinnen, die helfen können. 57 Wohnungen müssen quasi komplett erneuert werden, das haben Vertreter der GeWoGe schon vor Monaten der Arbeitsgruppe dargelegt, die das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) vorbereitet.

Hinter einer ganzen Reihe von alten, schönen Bäumen stehen – Adresse: Trierer Straße/Ecke Albert-Maas-Straße – die beiden Kästen, der eine ist 7 Stockwerke hoch, der andere 5.

Es gibt insgesamt 19 Zwei-Zimmer-Appartements, 33 Drei-Zimmer-Appartements und sogar 5 Wohnungen, die mehr als 100 Quadratmeter groß sind. 19 Millionen Euro müssen investiert werden, und weil es finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Kassen gibt, wird die Miete auch nach der Sanierung niedrig bleiben.

Die Maßnahme passt haargenau zu dem, was die Stadt zusammen mit möglichst vielen Anwohner*innen in Forst plant und sich hinter den Buchstaben ISEK verbirgt. Wohnen in Forst soll schöner werden, und jedes der 6 Quartiere (Unterforst, Schönforst, Forster Linde, Driescher Hof, Altforst, Obere Trierer Straße Nord) soll preiswerte Wohnungen, genug Geschäfte und viel Platz für Kinder haben.

Wichtig ist u. a. auch, dass jedes Quartier einen kleinen Platz mit Bänken bekommt, wo Leute sich treffen können, und man vielleicht mal einen Flohmarkt oder ähnliches veranstalten kann.

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Nach zwei Jahren Überzeugungsarbeit sind sie da: die Mullebänke. – „Lass mal quatschen“.

Die Stadt Aachen habe auf Initiative des Senior*innenrats in allen Sozialräumen Aachens Mullebänke eingerichtet, das wurde AachenNews jetzt mitgeteilt. Diese Zuhör- und Erzählbänke seien ein niederschwelliges Angebot gegen die Einsamkeit im Alter, sollen aber auch den generationsübergreifenden Austausch fördern.

Die Mitglieder der Initiative mussten zwei Jahre lang eine Menge Überzeugungsarbeit leisten. „Diese Zeit war notwendig, um die Gremien der Stadt zu überzeugen. Mehrfach waren wir geneigt, einfach Bänke zu besetzen, da kein Fortschritt zu erkennen war.“


Die Bänke alleine sind aber kein Selbstläufer. Deshalb sitzt je ein Vertreter des Senior*innenrats Burtscheid montags in der Zeit 15 bis 16 Uhr auf eine der vier Mullebänke des Sozialraums Burtscheid. Dazu wird versprochen: „Wir motivieren Passant*innen, uns ihre Geschichten zu erzählen. Wir hören zu und nehmen aber auch gerne Anregungen für unsere Arbeit mit. Und natürlich verlassen diese Informationen nicht die Mullebank.“

Die Pilotierung ist vorerst auf den Zeitraum bis Ende September und auf trockenes Wetter beschränkt. Die Standorte der Mullebänke in Burtscheid findet man auf der Karte (s. unten).

Na dann: „Lass mal quatschen“. In den kommenden Tagen natürlich am besten im Schatten. Wird bestimmt gut.

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Was tun bei großer Hitze?

Die Hitze kommt zurück, viele freut das, gerade ältere und kranke Menschen werden dann allerdings wieder die Schattenseite der Hitze voll zu spüren bekommen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die kommenden zwei Tage, Dienstag, 12. August, und Mittwoch, 14. August, eine Warnung vor starker Wärmebelastung herausgegeben.

Eine hohe Wärmebelastung oder auch Hitze genannt ist eine ernstzunehmende gesundheitliche Gefahr für jeden Menschen. Deshalb ist das richtige Verhalten bei Hitze entscheidend. Im „Hitzeknigge“ des Umweltbundesamtes und auf der Webseite der Stadt Aachen unter www.aachen.de/hitze sind viele Informationen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze sowie nützliche Tipps oder eine „Kühle Orte“-Karte zu finden.

Einige konkrete Verhaltensregeln können helfen, die heißen Tage besser zu überstehen. Die Stadtverwaltung teilt mit:

  • Achten Sie vor allem auf ältere Personen und Kinder, die durch die Hitze besonders belastet sind. Sie brauchen gezielte Aufmerksamkeit.
  • Trinken Sie viel an heißen Tagen, mindestens zwei Liter. Besonders geeignet sind mineralstoffhaltige Getränke, wie Wasser oder Tee. Koffein, Getränke mit viel Zucker und Alkohol sind besser zu vermeiden. Sie trocknen den Körper aus. Sehr kalte Getränke belasten den Magen und damit den Kreislauf.
  • Nehmen Sie leichte Kost zu sich, viel Gemüse, Salat und wasserreiches Obst. Vermeiden Sie schwer bekömmliche Speisen wie Wurstplatten.
  • Sport an heißen Tagen sollte besser in den frühen Morgen- oder späteren Nachmittags- und Abendstunden ausgeübt werden. Vermeiden Sie während der Mittagshitze starke körperliche Anstrengungen.
  • Achten Sie auf einen angemessenen Schutz gegen ultraviolette Strahlung. Den besten Sonnenschutz bieten geeignete Kleidung, ein Sonnenhut und Sonnenbrille. Haut, die nicht mit Kleidung bedeckt ist, muss gut mit einem Sonnenschutzmittel eingerieben werden.
  • Schützen Sie Räume frühzeitig vor direkter Sonneneinstrahlung. Am besten abdunkeln mit Sonnenschutz von außen, um eine Aufheizung zu vermeiden.
  • Lüften Sie nachts und in den frühen Morgenstunden. Wenn die Temperaturen ansteigen, halten Sie die Fenster geschlossen.
  • Lassen Sie Kinder und Tiere nicht im geparkten Auto zurück, da es sich stark aufheizen kann.

Unter www.aachen.de/hitze oder auf der Seite des Gesundheitsamtes www.staedteregion-aachen.de/hitze sind alle Infos und Tipps noch einmal zusammengefasst. Dort sind auch weitere hilfreiche Links zu finden.

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Wie gefährlich Hitze ist, das zeigen neue Zahlen, die der Berliner Senat auf Anfrage des Abgeordneten Benedikt Lux (Grüne) mitgeteilt hat und die jetzt vorliegen: 52 Hitzetote gab es im vergangenen Jahr in Berlin.

2023 und 2022 lagen die Werte mit 100 und 425 Hitzetoten in Berlin sogar noch deutlich höher. (Quelle: Tagesspiegel Berlin)

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Sogar ein Bunker kann schöne Seiten haben

Der Bunker in der Zeppelinstraße/Ecke Mataréstraße in Aachen-Forst ist zu einem Hingucker geworden. Der Künstler Jagama (Alex Shifferaw) hat sein Kunstwerk an der Bunkerwand fertig gestellt. Doch das ist noch nicht alles.

Foto: SwegPhoto

Neben dem Kunstprojekt hat die Stadt Aachen einen weiteren Wunsch der Menschen aus dem Quartier zur Aufwertung des Bunkerumfelds aufgegriffen. Die Stadt plant, die Bunkerfassade entlang der Zeppelinstraße zusätzlich mit einer Fassadenbegrünung neu zu gestalten.

Auf der Vorfläche sollen Hochbeete und Betonsteine mit Holzauflagen aufgestellt werden, auf denen die Menschen des Viertels sitzen und plaudern können. Im Bunker selbst befindet sich eine Schlagzeugschule, eine zertifizierte, freie Musikschule, die weit über Aachens Grenzen hinaus bekannt ist.

Es ist noch eine weitere Gestaltung geplant, an der anderen Seite des Bunkers, mit Verweilfläche. Foto: AachenNews Archiv

Die Begrünung dieser seitlichen Bunkerwand soll ab Herbst 2025 erfolgen. 

Am 28. November ist ein Fest am Bunker geplant, bei dem der Künstler der Wandmalerei „Forst im Aufbruch“ vor Ort sein wird und auch schon die ersten Ergebnisse der Fassadenbegrünung an der Bunkerseite zur Zeppelinstraße zu sehen sein werden. 

Infos zur Stadtteilperspektive „Zukunft Forst“ findet man online unter aachen.de/zukunft-forst

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Schwerer Schlag für die Fans von Schoko & Co

Hier gibt es keine edle Schokolade mehr.

Gerade mal anderthalb Jahre füllte leckere Lindt-Schokolade an der Krämerstraße die Schaufenster. Damit ist jetzt Schluss. Ob wieder eine Bäckerei-Filiale einzieht, ist nicht bekannt.

80 Quadratmeter waren bis Ende Juli voll mit Süßkram der edleren Art. Man sprach von einer Pop-up-Boutique, was schon signalisierte, dass der Laden von nur kurzem Bestand sein sollte. Schade. Die Schokolade war in ihren Verpackungen quasi kunstvoll, wie Schmuck, dekoriert. Das hatte was.

Zuletzt fiel der Shop auf mit der sog. Dubai-Schokolade. Fast bis zum Standesamt stand die Schlange der Menschen, die die Schokoladenspezialität im Schatten des Doms kaufen wollten.

Seit Tagen schon leergeräumt und ohne Schriftzug: der Lindt-Laden in der Krämerstraße.

Der nächste Laden leer: Auf der Ecke gibt es keine Schokolade mehr, schon gar keine aus Dubai. Schoko-Fans sollten mal im Outlet in der Süsterfeldstraße vorbeischauen. Es lohnt sich.

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Was so im Untergrund alles rumliegt

Das ist ja doch eine Menge Material, was da in den Straßen der Innenstadt liegt. Hier hat man einen Blick in den Untergrund der Wirichsbongardstraße. Das wird kompliziert, wenn eine von diesen Leitungen ausgewechselt werden muss.

Auch wird schlagartig klar, wie schwierig – bzw. unmöglich – es ist, dort einen Baum zu pflanzen oder auch nur einen größeren Strauch.

Für den Außenbereich werden Grundleitungen (Kanal-Grundrohre) verwendet, die aus unverrottbarem PVC bestehen, säure- und lösungsmittelresistent sind und an die staatlichen Abwasserkanäle anschließen. Die Hochtemperatur-Rohre werden aus schwer entflammbarem Polypropylen oder Polyethylen hergestellt und unterliegen festgelegten DIN-Normen, welche Mindestgrößen für verschiedene Sanitärobjekte definieren. Die auf dem Markt befindlichen Hochtemperatur-Rohre müssen auch eine Schallschutzprüfung durchlaufen, um zu garantieren, dass keine Lärmbelästigung durch zu schalldurchlässige Abwasserrohre entsteht.

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Ein starkes Zeichen vor der Kommunalwahl!

Alle, die der Verkehrswende etwas abgewinnen können, sollten sich diesen Termin vormerken. Nur, weil die Politik in vergangenen Jahrzehnten den Autoverkehr einseitig bevorzugt hat, muss das nicht immer so weitergehen. Auch Fußgänger*innen (das Sternchen ist für den Kulturstaatsminister) und Radler haben Rechte und dürfen Platz im Straßenraum beanspruchen.

Mehrere Initiativen teilen mit: Am Samstag, 30. August, startet in Aachen eine besondere Demonstration für die Mobilitätswende: „Drum and Bass on the Bike – Rollende Demo für die Verkehrswende“. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Aachener Hauptbahnhof.

Von dort aus führt die rund acht Kilometer lange Route quer durch die Stadt. Die Aktion ist Teil der Kampagne „Aachen, mach weiter!“ und findet im Vorfeld der Kommunalwahl statt.

Dom Whiting ist ein international bekannter Fahrrad-DJ aus Großbritannien, er fährt auf seinem Lastenrad mit und legt für die Teilnehmenden Drum and Bass auf.

Die Demo möchte – laut Mitteilung – ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik setzen. Das Tempo werde gemächlich sein, so dass alle gemütlich mitkommen. 

„Die Straßen und Plätze unserer Stadt haben viel mehr zu bieten, als nur laute Verkehrsschneisen zu sein,“ sagt Ralf Oswald vom VCD. Mit der Mobilitätswende gewinne die Stadt ihre ursprünglichen Qualitäten Schritt für Schritt zurück. Ob bessere Fuß- und Radwege, ein zuverlässiger öffentlicher Nahverkehr oder mehr Stadtgrün – die Mobilitätswende betreffe alle. „Wir demonstrieren vor der Kommunalwahl dafür, dass der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt wird“, sagt Oswald.

Die Organisationen des „Bündnis Zukunft Machen“ werben unter dem Motto „Aachen, mach weiter!“ für die zügige Umsetzung der Mobilitätswende in Aachen.

Stellvertretend organisieren der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Uni.Urban.Mobil. diese Demo. Sie übernehmen Organisation und Finanzierung.

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