Dienstag im Bürgerforum: Expertenhearing Luftreinhaltung und Radverkehr in Aachen

Der Rat der Stadt Aachen hat Ende Januar 2017 beschlossen, im Bürgerforum ein Expertenhearing zum Thema Luftreinhaltung zu veranstalten. Dieses Expertengespräch ist für das nächste Bürgerforum am Dienstag, 9. Mai, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Stadtrats im Rathaus vorgesehen. „Bei der Auswahl der Fachleute wurde besonderer Wert darauf gelegt“, so teilt das Presseamt mit, „dass sie unterschiedliche Standpunkte und Sichtweisen repräsentieren“.

 Folgende Experten werden an der Anhörung teilnehmen: Dr. Andreas Brandt (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), Immissionsschutz), Axel Heinzkill (Bezirksregierung Köln, verantwortlich für die Aufstellung des Luftreinhalteplans Aachen), Axel Welge (Deutscher Städtetag, Hauptreferent kommunaler Umweltschutz) sowie Vertreter der RWTH Aachen, vom Verkehrsclub Deutschland (VCD), vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), vom ADAC (Allgemeiner Deutscher Auto-Club), von der ASEAG und vom Märkte und Aktionskreis City (MAC).

 Ein weiteres Thema: Radfahren in der Innenstadt

Überdies werden sich – laut Presseamt – die Mitglieder des Bürgerforums mit einem Antrag des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zur Radverkehrsführung in der

Vor wenigen Tagen ist eine Radfahrerin unter einen Bus geraten. Sie soll sofort tot gewesen sein. Ein „Weißes Fahrrad“ erinnert an die junge Frau. Erst im September letzten Jahres kam es an der Schanz ebenfalls zu einem tödlichen Unfall.

Aachener Innenstadt beschäftigen. Dieses Thema hat eine besondere Brisanz angesichts des Verkehrsunfalls am Hansemannplatz, bei dem eine Radfahrerin tödlich verunglückte.

Der ADFC fordert in seinem Antrag, den Autoverkehr auf dem Grabenring zu vermindern, den Parksuchverkehr in der Innenstadt zu verringern, auf dem Grabenring und anderen innerstädtischen Straßen generell Tempo 30 einzuführen und ein Netz von ausgewiesenen Fahrradstraßen in der City zu erstellen.

War schon vor über 30 Jahren ein brandaktuelles Thema: die Gefährlichkeit des Aachener Straßenverkehrs für Fahrradfahrer. Hier ein Wandbild des Aachener Wandmalers Klaus Paier, entnommen aus der Wikipedia. Das Bild befand sich an einer Wand in der Gördelerstraße. Die dargestellte Situation kommt heute sogar noch öfter vor als damals. Über 300 mal im Jahr registriert die Polizei ganz offiziell verunfallte Radler im Straßenverkehr.

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400.000 Dollar „Finderlohn“ für ein Bild aus Aachen

Update: Ankauf des Blumen-Bildes von Balthasar van der Ast (1593 – 1657):

Der Ankauf wurde gestern im zuständigen Ausschuss beschlossen und zwar

Ein Bild von Blumenmaler Balthasar van der Ast, entnommen der deutschen  Wikipedia.

einstimmig: Um das Bild (36,6 cm X 27,7 cm) nach Aachen zurückzuholen, werden 400.000 Dollar (367.242, 00 Euro) ausgegeben. Aachen zahlt „nur“, wie es im Ausschuss von Seiten der CDU hieß, 55.442,00 Euro aus der Stadtkasse. Den Rest zahlen u. a. das Land NRW und die Kulturstiftung der Länder, letztlich ist auch dies das Geld der SteuerzahlerInnen.

Es handelt sich um ein Kunstwerk, das im und nach dem 2. Weltkrieg auf abenteuerlichen Wegen von Aachen aus schließlich nach New York in die Hände einer Dame geriet, die jetzt 400.000 Dollar „Finderlohn“ verlangt. Für ein Bild, das ohnehin unverkäuflich ist.

Gut, für das Geld, das allein Aachen zahlt, hätte man hier auch 11 Kulturinitiativen je 5000 Euro zukommen lassen können. Aber der Ausschuss (auch der Pirat im Ausschuss) setzte die Prioritäten anders. Die Stadtbibliothek hat kein Geld mehr für Neuanschaffungen? Egal, Hauptsache das alte Bild hängt wieder im Museum an der Wilhelmstraße (hoffentlich nicht im Depot).

Das kann man machen. Wir haben dieses Bild ja bisher sehr vermisst, nicht wahr? NICHT WAHR?

Das Bild: Eigentümerin ist die Stadt Aachen ohnehin, Besitzerin ist die Dame (Kunstsammlerin) in New York. Es ist angeblich 4 Millionen Dollar wert und heißt  „Blumen in einer Wanli-Vase“. Es wurde übrigens im Ausschuss als TOP 6 unter der Überschrift „Vertrag Ankauf Balthasar van der Ast ‚Blumen in einer Wanli-Vase'“ behandelt (Einzelheiten: hier).

Das Bild gelangte 1910 in die Sammlung des Suermondt-Museums, und zwar als Teil des Vermächtnisses von Adele Cockerill, der Schwägerin des Stifters Barthold Suermondt.

Wer das lesen kann, ist klar im Vorteil: Berichterstattung AZ.

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Kommunalpolitik in dieser Woche

Viele Aachener waren geschockt: Vergangenen Donnerstag ist eine Radfahrerin unter einen Bus geraten. Sie starb am Unfallort. Ein „Weißes Fahrrad“, Kerzen und Blumen erinnern jetzt an die junge Frau. Erst im September letzten Jahres kam es an der Schanz zu einem ähnlichen tödlichen Unfall. Die Politiker im Mobilitätsausschuss sind jetzt gefordert, Aachen muss sichere Radwege bekommen.

Morgen ist es mal wieder so weit. Um 17 Uhr trifft sich der Betriebsausschuss Kultur (Raum 207/208, Verwaltungsgebäude Mozartstraße).

In diesem Ausschuss wird wenig progressive Politik gemacht. Konservative Sozialdemokraten und konservative Christdemokraten versuchen, sich nicht  vom Museumschef (Suermondt-Ludwig-Museum) am Nasenring durch die Manege führen zu lassen.

Zunächst stellen sich aber morgen der Verein „ARTbewegt“ vor und die „Gesellschaft für zeitgenössische Musik“ (GZM). Danach wird es absurd: Es geht um ein Bild, das im Verlauf des 2. Weltkriegs aus dem Aachener Suermondt-Museum verschwand, das nun in den USA gefunden wurde, 4 Millionen Dollar wert ist (laut Expertengutachten) und gegen einen Finderlohn von „nur“ 400.000 Dollar nach Aachen zurückkommen soll.

Tja, wenn man einen Krieg anfängt, dann verliert man nicht nur Menschen und Land, sondern nicht zuletzt auch Kunst und andere Wertgegenstände. Und ich bin geneigt zu sagen: Das Bild ist selbstverschuldet weggekommen, nun bleibt es auch weg.
Mal sehen, was die PolitikerInnen dazu sagen. Die Kulturstiftung der Länder, die Siemens Stiftung, das Land NRW und zu einem kleinen Teil auch Spender wollen zusammen 321.800 Euro aufbringen, um das Bild nach Aachen zurückzuholen. Eigenanteil für Aachen: 55.442,00 Euro.

400.000 Euro aufbringen (Treuhandkonto und Rechtsanwaltkosten mitgerechnet?) um sich ein Bild des Malers Balthasar van der Ast (1593 – 1657) ins Museum an der Wilhelmstraße zu hängen (so als hätte es einen 2. Weltkrieg nie gegeben)? Gehts noch? Mir fehlt jedes Verständnis für diese Geldausgabe. Dargestellt sind übrigens Blumen.

Nächster Tagesordnungspunkt: Museumschef Peter Van den Brink wird 2020 eine große Dürer-Ausstellung veranstalten. Leider, möchte man sagen. Die Sache soll schon weit gediehen sein. Erwartet werden 100.000 (!) BesucherInnen. Der Ausschuss soll morgen (2. Mai) Auskunft über den Stand der Vorbereitungen erhalten.

Die Kosten für die Dürer-Schau werden auf 2.800.000 Euro geschätzt. Ingesamt soll alles aber vier (4!) Millionen Euro kosten, denn das Ludwig Forum und das Centre Charlemagne (am Katschhof gelegen) sollen zum Thema ebenfalls Ausstellungen machen, gleichzeitig. Auffallend ist, dass der Text, der über den neuen Sachstand informiert nahezu derselbe ist, mit dem über die Ausstellung ganz zu Anfang aller Überlegungen berichtet wurde.

***
Am Mittwoch, 3. Mai, tagt dann erneut der Rat der Stadt im Rathaus (Beginn: 17 Uhr). Wer Zeit hat, bleibt im Rat bis die Ratsanträge behandelt werden.

Der 4. von oben ist der Ratsantrag der Piraten, der schon in den „Aachener Nachrichten“ vorgestellt wurde. Die Piraten möchten, dass die Verwaltung einmal prüft, in welchem kulturellen und sportlichen Rahmen in Aachen eine Förderung des E-Sports möglich ist.

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Zum letzten Termin der Sitzungswoche (Donnerstag, 4. Mai, 17 Uhr) treffen sich die Politiker im „Betriebsausschuss Theater und VHS“.  Der findet statt im Spiegelsaal des Stadttheaters, Theaterplatz. Der Spielplan 2017/2018 und der Konzertplan 2017/2018 von Stadttheater und Musikdirektion werden vorgestellt. Außerdem: Der Wirtschaftsplan 207/2018 wird vorgelegt und der Zwischenbericht der VHS zum 31. Dezember 2016 vorgestellt.
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Nachverdichtung an den Türmen

Vorne: Familienwohnungen. Hinten: einer der Wohntürme für Studierende zwischen Roermonderstraße und Lousberg.

Wohnungen sind Mangelware in Aachen. Jetzt will die Stadtverwaltung selbst noch mal Bauherr werden (allerdings nur bei einem Bürogebäude*), die Investoren schlagen zu, wo sie nur können, finden leere Grundstücke, an die kein Mensch mehr gedacht hatte, und nicht zuletzt will das Studentenwerk (neuerdings: Studierendenwerk), viele Wohnungen und eine Kita bauen – für den akademischen Nachwuchs. Gebaut wird aber nicht schon morgen, sondern erst mal langfristig geplant.

Und zwar zwischen den vier Wohntürmen, die gegenüber vom Bendplatz stehen. Dort ist ja tatsächlich noch viel ungenutzter Platz. „Nachverdichtung“ nennen das die Baufachleute.

Spannende Frage: Was soll denn nun eigentlich gebaut werden? 

Zunächst und zuerst eine Kita mit vier (oder auch fünf) Gruppen (integrativ, mit Außengelände und mit U3-Menschen),

175 – 200 Ein-Zimmer-Appartements,
 
25 – 35 Dreier-Wohngemeinschaften,
 
20 – 25 Familienwohnungen á 90 qm,
 

25 -30 Ein-Zimmer-Studios,

15 – 20 Zwei-Zimmer-Studios für Dozenten, die nur ein paar Wochen oder Monate in Aachen leben.

Hinzu kommen ein Café, ein kleiner Laden und eine Menge Stellplätze für Autos. Am Ende werden auf dem Gelände – am Fuße des Lousberg – wohl alles in allem 372 – 414 über 100 Stellplätze sein müssen (Vorschrift), zu viele, wie ich meine.

 

Was steht schon da? Zwei Türme mit je 17 Geschossen, zwei weitere Türme mit je 19 Geschossen und genau zwei Terrassen-Wohnanlagen mit über 50 Zwei-Personen-Wohngemeinschaften, die mal als Familienwohnungen geplant waren, aber niemand wollte. Alles in allem 947 Wohneinheiten für 1043 Personen. Wie gesagt: Die 947 sind schon da, wenn auch in teils erschreckend schlechtem Zustand, wie mir berichtet wurde. Das ganze Gelände rund um die Türme ist ziemlich heruntergekommen. Abgemeldete, verdreckte Autos und Sperrmüll hätte ich fotografieren können, war mir aber zu eklig. Ich war erschrocken, als ich jüngst noch mal da war.

Vier namhafte Architekturbüros sind eingeladen, dürfen Vorschläge machen für das für Aachen relativ große Projekt. In einem Wettbewerb wird eine prominent besetzte Jury den Gewinner ermitteln. Der bekommt dann 11.000 Euro netto, plus 5000 Euro Unkostenerstattung. Auch die anderen drei Teilnehmer-Büros gehen nicht leer aus.

1. Lacaton & Vassal Architectes Paris. mit Cyrille Marlin, Pau, Landschaftsarchitektur.

2. Molestina Architekten, Gesellschaft für Architekten mbH, Köln mit FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH.

3. rha /reicher Haase associierte GmbH, Aachen, mit Club L 94 Landschaftsarchitekten  GmbH, Köln.

4. Studio if+, Dipl.-Ing. Isabel Finkenwerder, Büro für Stadtentwicklung und räumliche Transformation, Köln, mit Daniel Schönle, Architektur und Stadtplanung, Stuttgart, mit Kraft.Raum, Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Krefeld.

 

Die Sache ist angelaufen. Es ist – soweit zu sehen – alles transparent und fair organisiert. Das Preisgericht tagt am 13. Juli. Danach wissen wir mehr. Möglicherweise auch, was das Mega-Projekt so in etwa kosten wird.

Hier wird weiter berichtet.

Zur Bebauung Luisenhöfe (Nähe Boxgraben/Südstraße) gibt es einen Leserinnenbrief, auf den hier eure Aufmerksamkeit gelenkt werden soll: https://uebergangshymne.com/2017/03/29/baut-reich-fuer-reich-bald-die-luisenhoefe/

*Zum Thema „die Stadt Aachen als Bauherr“ schreibt Herman Josef Pilgram (Grüne) auf Facebook: „Dass die Stadt Bürogebäude (für sich) baut, ist nichts Neues und nichts Besonderes. Sie baut ja auch Schulen, Museen, Kindergärten, etc. Da sie als Bauherr Erfahrung hat, kann sie deshalb auch Wohnungen bauen und sich ggf. auch noch der Kompetenz der gewoge bedienen. Die gewoge kann und soll natürlich auch bauen, die Gesellschaft gehört allerdings nicht zu 100 Prozent der Stadt, d.h. sie muss auch immer Interessen anderer Gesellschafter berücksichtigen.“

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Politik in dieser Woche

 

Wir leben in spannenden Zeiten. Eine Bewegung, die sich „Pulse of Europe “ nennt, ist auch in Aachen aktiv. Man schickte gestern einen Gruß nach Frankreich, wo die Gefahr besteht, dass Anti-Europäer das Präsidentenamt übernehmen.

Nach den Osterferien wird auch in Aachen wieder Politik gemacht. Den Anfang macht der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz (Dienstag, 25. April, 17 Uhr, Reumontstraße).

Behandelt wird dort unter anderem die weitere Förderung der Energieberatung der Verbraucherzentrale (Sitz der Beratungsstelle ist der Aachen-Münchener-Platz) durch die Stadt Aachen in den Jahren 2018 bis 2010. Tja, so eine Energieberatung ist was Feines, die Beratung hilft einem wirklich, Geld zu sparen.
Und auch wer sich für den Sachstand beim Mega-Projekt Zeelink interessiert, ist in diesem Ausschuss, der natürlich öffentlich tagt, richtig. Ferner wird das neue Landesnaturschutzgesetz vorgestellt, konkret: die Teile, die Aachen betreffen. Pauschal kann gesagt werden, dass die Natur jetzt umfangreicher geschützt werden muss als zuvor. (Derweil der Jahrhunderte alte Wald bei Düren fröhlich abgeholzt und die unter ihm liegende Braunkohle in den Ofen geschaufelt wird. Eine Sauerei allererster Klasse, für die uns die Nachfahren noch verachten werden.)
 
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Nächster Ausschuss ist der Kinder- und Jugendausschuss (Dienstag, 25. April, 17 Uhr, Verwaltungsgebäude Mozartstraße, Saal 207/208). 
Dort ist für mich der Punkt „Kommunale Medienentwicklungsplanung für die Schulen der Stadt Aachen“ wichtig. Es obliegt dem Schulträger (Stadt Aachen),  diejenige Technik zu beschaffen, mit der sich die pädagogischen Anforderungen effizient und nachhaltig umsetzen lassen. Kosten: pro Jahr 1.765.000 Euro. Und das ist noch nicht mal eine gute Versorgung. Zeitgemäßes Lernen ist das nicht: Ab und zu mal den Computer anstelle des Buches nutzen. Es ist etwas ganz anders als das Lernen, wie wir es aus dem vorigen Jahrhundert kennen.
 
Wörtlich heißt es in der Vorlage: „Den Schulen soll eine ausreichende Anzahl Endgeräte zur Erreichung ihrer pädagogischen Ziele bereitgestellt werden. Als Richtgröße sollte allen Lernenden ein Endgerät in mindestens einer Unterrichtsstunde pro Unterrichtstag zur Verfügung stehen, was, abhängig von der jeweiligen Schulform, einer Berechnungsgrundlage von ca. 7 Schülerinnen und Schülern pro Endgerät entspricht.“
Endgeräte haben die Jugendlichen übrigens sowieso alle von Hause aus, außer den Grundschülern. Die Grundschulen sind nicht eingerechnet, die bekommen gebrauchte Rechner. 
 
 
 
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Wir kommen zum Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft am Mittwoch, 26. April, 17 Uhr, Sitzungssaal Haus Löwenstein, Markt).
Interessant finde ich hier den Punkt: Revitalisierung Aachen Nord. Was wird mit dem Gewerbegebiet entlang der Jülicher Straße bis Haaren geschehen? Die Verwaltung schlägt vor, dort neue Unternehmen (von denen gar nicht wenige beim Oberbürgermeister anklopfen mit dem Wunsch nach Gelände) anzusiedeln. 
 
Unter dem Punkt „Handlungsfelder Digitalisierung“ steht: „Die Digitalisierung (ist) eines der Schwerpunktthemen des Fachbereichs Wirtschaftsförderung/Europäische Angelegenheiten, um die Aachener Unternehmen in der Komplexität des Themas zu begleiten und tatkräftig zu unterstützen.“ Da lachen die Unternehmen. Die Unterstützung wäre umgekehrt wohl eher möglich.

Und weiter heißt es: „Die einzelnen Handlungsfelder ‘Digitalisierung‘, in denen die Wirtschaftsförderung aktuell und zukünftig tätig ist, werden im Rahmen des Ausschusses mündlich vorgestellt.“ Kopf auf Tisch . . . . Gebt den Unternehmen schnelles Internet, auch in den Randbereichen von Aachen, dann helfen die sich schon selbst durch die digitale Revolution.

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Der Sozialausschuss muss hier übergangen werden, es ist vermutlich das übliche soziale Elend, das behandelt wird (z. B. 1500 Aachener Haushalte haben kein Geld  für Strom und bekommen auch keinen). Die Reichen unserer Tage sind sehr gierig und verantwortungslos, für die Armen bleibt immer weniger übrig. (Donnerstag, 27. April, 17 Uhr, Ratssaal, Rathaus) .

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Die Mitglieder des Mobilitätsausschuss treffen sich am Donnerstag, 27. April, um 17 Uhr im Sitzungssaal 170 des Verwaltungsgebäudes Marschierter, Lagerhausstraße).
Es geht mal wieder um das Radvorrangnetz (Motto: „Komfortabel und sicher mit dem Fahrrad aus den Außenbezirken in die Innenstadt“), von dem ungefähr halb Aachen träumt, auf das wir aber noch viele, viele Jahre warten müssen, wie ich persönlich es einschätze.
Dabei ist unverzügliches Handeln angesagt, der Autoverkehr muss reduziert werden, die Leute müssen Lust bekommen, aufs Fahrrad umzusteigen. Denn: Der Grenzwert für Stickoxid wurde 2016 – wie in den Vorjahren – nicht eingehalten; der Fachbereich Umwelt geht davon aus, dass ohne deutlich eingreifende Maßnahmen der Grenzwert erst 2025 eingehalten werden kann. Bis dahin macht uns ohne Unterlass die schiere Atemluft krank. Krank werden durch Atmen, da muss man sich mal genau überlegen, ob man das will!

In diesem Ausschuss sind die Piraten durch Matthias Achilles bestens vertreten. Es ist – nebenbei gesagt – in einem Ausschuss, wo CDU und SPD eine Koalition bilden, ungeheuer schwer, sich Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen. Wäre schön, wenn man da immer zu zweit wäre. Aber das hat der Wähler/die Wählerin zu entscheiden.

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Über den Schulausschuss (Donnerstag, 27. April, 17 Uhr, Raum 207/208, Verwaltungsgebäude Mozartstraße) informiert euch hier  und hier mein Kollege Michael Sahm (z. B. über Schülerzahlen), durch den sich die Piraten Aachen im Bereich Schulen sehr gut vertreten fühlen.
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Traumhaft schön: der Circus Roncalli

Ein Weltklasse-Zirkus: der Circus Roncalli. Er gastiert noch bis zum 1. Mai in Aachen auf dem Blücherplatz. Karten kosten zwischen 62 und 15 Euro.

Unbeschreiblich schön, poetisch und inspirierend, ausgestattet mit traumhaft schönen Kostümen, so sind wirklich alle Nummern, mit denen jetzt der Circus Roncalli in Aachen gastiert. Ein Besuch lohnt sich, sogar auf den billigen Plätzen dürfte man noch das Allermeiste mitbekommen.

Gestern bei der Abendvorstellung gab es Standing Ovations, die Begeisterung riss das Publikum von den Sitzen. Es passte aber auch alles: das kunstvolle Licht, die Musik vom Zirkusorchester, die Gags der 4 Clowns, die Nummern der Artisten und der Auftritt eines Rappers.

5 Pferde liefen ein paar Runden, das mag man bedauern. Die Kinder staunten nicht schlecht. Das Publikum spielte und sang mit, sobald es dazu aufgefordert war. Wer das alles noch erleben möchte, muss sich beeilen.

http://www.roncalli.de/tournee/40-jahre-jubiläumstournee/aachen

Hier gibt es Schnäppchenpreise (nur an der Kasse zu haben)

Tipp: Die Sitzbänke sind hart und schmal, am besten ein Sitzkissen mitbringen. 

 

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Matthes Straetmans neue Arbeit in der Clermontstraße

In der Clermontstraße in Aachen zu sehen: ein deutlicher künstlerischer Hinweis auf die Tafel, die als Verein organisiert ist.

Einer der zur Zeit produktivsten Aachener Graffiti-Künstler ist Matthes Straetmans. So viel Produktivität, Sinn für Formen und Farben, so viel

Die Wand war schwer zu fotografieren, weil über Ostern natürlich die Tafel dort ihre Wagen abgestellt hatte.

Charisma und Weltzugewandtheit, Freundlichkeit, Empfindsamkeit und brutale Direktheit . . .   gibt es selten. Straetmans hat, wie man seiner Facebook-Seite entnehmen kann, jüngst (mit anderen?) in der Clermontstraße 10 zugeschlagen. Da ist die Aachener Tafel ansässig, die ihn wohl beauftragt hat. (s. Foto oben).  Eine Fortsetzung der Arbeit an einer weiteren Wand der Tafel könnte es im Sommer geben, wenn alles klappt wie geplant.

(Triggerwarnung. Ich verlinke zu Facebook, obwohl ich weiß, dass jeder Klick auf eine Facebock-Seite das Unternehmen eines Milliardärs in Amerika reicher und mächtiger (als jede gewählte Regierung) macht.

Erstmals wurde ich am Burtscheider Viadukt auf eine der Arbeiten von Matthes Straetmans aufmerksam. Ich weiß aber nicht, ob es diese Arbeit noch gibt:

graffiti aachenMir gefällt auch sehr diese relativ kleine Arbeit (unten), die das Aquis Plaza in Aachen zeigt und bei einer Ausstellung zu sehen war:

aquis Plaza Aachen

Schnellschuss in einer Ausstellung auf eine Arbeit von Matthes Straetmans.

Der Kaufhaus-Palast wird deutlich kritisch dargestellt. Große Zähne und eine gigantische Zunge saugen die Menschen in das Gebäude rein. Auch die Hände scheinen einen jeden Moment packen zu wollen. Eine Hand wedelt mit Geldscheinen und zeigt, worauf es im Aquis Plaza ankommt.

Dargestellt ist ein Kopf, aus dem rechts und links Arme herausragen, ein Ungeheuer, das einen aber schmunzeln lässt, so krass sind seine Absichten zu erkennen. Wichtig ist auch die Schrift in dem Bild, Worte, die den optischen Eindruck verstärken. Das Aquis Plaza erkennt man, weil der Haupteingang angedeutet ist, die runde Glasfassade und die umgebenden, alten Gebäude.

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Heute in einem Monat wird gewählt

Wer in diesen Tagen so einen Brief nicht im Briefkasten hat, muss etwas unternehmen, um bei der Landtagswahl seine Stimme abgeben zu können.

178.000 Personen sind bei der Landtagswahl am Sonntag, 14. Mai, in Aachen wahlberechtigt. Wer die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, das 18. Lebensjahr vollendet hat und mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen wohnt, ist grundsätzlich wahlberechtigt. Das teilte das Presseamt der Stadt jetzt alles mit.

Gewählt werden kann am Wahlsonntag in Aachen in 161 Urnenwahllokalen. Außerdem gibt es die Briefwahl. Wahlbenachrichtigungen wurden schon versandt. Bis Samstag, 22. April, sollten alle wahlberechtigten Aachenerinnen und Aachener ihre Wahlbenachrichtigung erhalten haben. Auf der Wahlbenachrichtigung ist auch das jeweilige Wahllokal angegeben.

Wer am Wahlsonntag nicht persönlich ins Wahllokal gehen kann, hat die

Wahlkampf. Ich bin jeder Partei dankbar, die sich mit Monsterplakaten (Wesselmann genant) zurückhält und mich nicht mit inhaltslosen Darstellungen intellektuell beleidigt, weil man mich für zu blöd hält, Inhalte  zu verstehen.

Möglichkeit, per Brief zu wählen. Die Briefwahlunterlagen können mit dem auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung abgedruckten Antrag angefordert werden. Auf der Vorderseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich außerdem ein QR-Code, der direkt zum Briefwahlantrag führt.

Daneben gibt es auch die Möglichkeit, formlos die Briefwahlunterlagen beim Wahlamt der Stadt Aachen anzufordern, entweder per Mail, per Post, per Fax oder persönlich, nicht aber telefonisch. Ab dem 24. April wird auch die Onlinebeantragung möglich sein. Statt sich die Briefwahlunterlagen nach Hause schicken zu lassen, kann man ab Montag, 24. April, auch direkt im Wahlamt am Blücherplatz sowie in den Bezirksämtern seine Stimme abgeben.

 Wer  beispielsweise nicht weiß, in welches Wahllokal er gehen muss, weil er erst vor kurzem nach Aachen gezogen oder innerhalb der Stadt umgezogen ist, sollte rechtzeitig vor dem Wahltag mit dem Wahlamt Kontakt aufnehmen.

 Und dann wird es spannend: Erste Zwischenstände und das vorläufige Endergebnis der Wahl werden am Wahlsonntag, 14. Mai, im Krönungssaal des Aachener Rathauses bekanntgegeben. Der Krönungssaal ist ab 18 Uhr, also mit Schließen der Wahllokale, für alle geöffnet. Bis dahin . . .

Neulich in der Aula Carolina: Diese Schachspieler gehen bestimmt auch alle zur Wahl.

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Our house, in the middle . . .

Our house, in the middle of our street.

Blick von oben auf die Mataréstraße. Foto anschauen und diesen Song hören.

Father wears his Sunday best
Mother’s tired, she needs a rest
The kids are playing up downstairs
Sister’s sighing in her sleep
Brother’s got a date to keep he can’t hang around

Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our

Our house it has a crowd
There’s always something happening
And it’s usually quite loud
Our mum she’s so house-proud
Nothing ever slows her down and a mess is not allowed

Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our
Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our (something tells you that you’ve got to get away from it)

Father gets up late for work
Mother has to iron his shirt
Then she sends the kids to school
Sees them off with a small kiss
She’s the one they’re going to miss in lots of ways

Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our

I remember way back then when everything was true and when
We would have such a very good time such a fine time
Such a happy time
And I remember how we’d play, simply waste the day away
Then we’d say nothing would come between us
Two dreamers

Father wears his Sunday best
Mother’s tired, she needs a rest
The kids are playing up downstairs
Sister’s sighing in her sleep
Brother’s got a date to keep he can’t hang around

Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our

Our house, was our castle and our keep
Our house, in the middle of our street
Our house, that was where we used to sleep
Our house, in the middle of our street
Our house, in the middle of our street, our house

Written by Carl Smyth, Chris Foreman, Daniel Woodgate, Garaham McPherson, Lee Thompson, Mark Bedford, Michael Barson • Copyright © Sony/ATV Music Publishing LLC
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Viele neue Wohnungen in Aachen

In Nähe der Aachen Arkaden: Die neue Wohnanlage hat auch Wohnungen für Familien mit Kindern und wenig Geld.

Hier mal ein Blick auf die neue Wohnanlage „Guter Freund“ in Aachen, am Freunder Weg in Nähe der Aachen Arkaden. Dort werden jetzt 248 Wohnungen fertiggestellt, zusätzlich eine Kita und eine Einrichtung für Senioren. Da wird es bald sehr lebendig.

Wenn so viele Menschen nach Rothe Erde ziehen, ändert das Viertel am Ende noch seinen Charakter. Man darf gespannt sein, schließlich befindet sich nur 200 Meter entfernt ein weiteres neues Quartier (in der Beverstraße, wo sich einmal das Finanzamt Aachen-Land ausgebreitet hat). Und schon sind die Verwaltung und die Kommunalpolitik dabei, mit Investoren neue Wohngebiete zu planen. Unter anderem auf dem Gelände der seit Jahren stillgelegten Tuchfabrik Becker in Brand, außerdem in Nähe des Bahnhofs an der Casinostraße und unter anderem am Boxgraben (Luisenhöfe).

Übrigens: Wie die neue Anlage „Guter Freund“ zur Zeit von innen aussieht, zeigt das nächste Foto.

Nur sonntags wird hier nicht gearbeitet, sonst jeden Tag. Wie es scheint, sollen die Wohnungen noch 2017 fertig werden. Rechts unten könnt ihr sehen, wo der Kindergarten hinkommt. Nicht schlecht, oder?

Stolberger Straße

Fertig und schon bezogen sind die neuen Gebäude in der Stolberger Straße. Genau gegenüber der neuen Ditib-Moschee (Ditib: Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) befinden sich diese Wohnungen mit Innenbereich samt kleinem Spielplatz. Leer sind da nur noch die Gemeinschaftsräume. Ein Kindergarten ist 50 Meter entfernt. Außerdem hat die Anlage eine Tiefgarage. Tiefgaragen machen den Bau von Wohnquartieren richtig, richtig teuer. Sie fördern außerdem den Kauf von Autos und sollten nicht mehr zur Pflicht beim Wohnungsbau gemacht werden.

Der Innenbereich dieser Anlage in der Stolberger Straße sieht noch etwas unfertig aus.

Neue Gebäude, neue Wohnungen, Innenhof.

 

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