Parken am Straßenrand wird teuer

Der Rat der Stadt hat nach hitzigen Diskussionen mit Mehrheit (36 Ja- und 15 Nein-Stimmen) beschlossen, die Gebühren für Bewohnerparkausweise in Aachen zu erhöhen. „Die zukünftigen Gebühren orientieren sich in erster Linie am tatsächlichen Flächenverbrauch“, teilt die Verwaltung mit. Die Formel laute: Länge mal Breite mal 30 Euro pro Quadratmeter. Hinzu komme eine Aufwandsgebühr in Höhe von 15 Euro. Hinweis: Die Kraftfahrzeugmaße stehen in Millimeterangaben im Fahrzeugschein. 

Die erhöhten Gebühren bedeuten zum Beispiel: Für einen Smart EQ fortwo ist in Zukunft eine Gebühr in Höhe von rund 150 Euro pro Jahr zu zahlen, ein VW Golf 8 schlägt mit rund 245 Euro im Jahr zu Buche und für einen Mercedes Van der V-Klasse wird ein Betrag von mindestens 300 Euro pro Jahr fällig. 

Der genaue Termin, wann die neue Gebührenregelung in Kraft tritt, werde frühzeitig bekanntgegeben, so heißt es weiter. Und: „Alle Ausweise, die vor dem Umstellungsdatum ausgestellt worden seien, gelten weiter bis zum Ablauf der bisherigen 12-Monatsfrist.“ Neue Ausweise könnten frühestens vier Wochen vor Ablauf des gültigen Ausweises beantragt werden.

Neu ist zudem, dass die Stadt die Ausweise in Zukunft auch für kürzere Zeiträume von drei und sechs Monaten ausstellen kann. 

Das übliche Bild in fast jeder Straße in Aachen (hier: Weberstraße). Der öffentliche Raum wird genutzt, um sein Auto abzustellen. Bisher musste dafür nur eine kleine Gebühr bezahlt werden. Foto: AachenNews Archiv

Die zukünftigen Bewohnerparkausweise können wie bisher online beantragt und direkt ausgedruckt werden. Sie sind aber weiterhin auch erhältlich in den Bürgerservice-Stellen und in den sechs Bezirksämtern der Stadt. 

s. auch: www.aachen.de/bewohnerparken

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Schöne Aktion: „Jahre in Aachen“

Große Zahlen, kleine Zahlen: Man kann derzeit erkennen, wie lange ein Geschäft in Aachen (z. B. in der Körbergasse) schon existiert. Direkt gegenüber: ein Goldschmiedemeister.

243 Läden machen mit, 12 Interessen- und Straßengemeinschaften sind dabei, beim gemeinsamen Projekt. Die Aktion „Jahre in Aachen“ zeigt, wieviele schöne Geschäfte es schon seit Jahren in der Stadt gibt. Die Zahlen waren schon im Mai und Juni zu sehen, aber auch im Juli werden sie nicht entfernt.

„Ihr findet jeweils einen Aufkleber mit der entsprechenden Jahreszahl auf den Schaufenstern“, teilen die Geschäftsleute mit. Unglaublich interessante Geschichten stünden hinter den Zahlen. Da gibt es Familienunternehmen in 5. Generation, länger als 360 Jahre in Aachen, spannende Übernahmen durch Mitarbeiter, ganz junge Geschäfte mit ausgefallenem Sortiment – alles ist dabei.

Sie alle helfen mit ihrem Geschäftssinn, die Innenstadt attraktiv und liebenswert zu gestalten.

Mehr Infos: hier und hier

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Aachen hat jetzt eine Senfonie

Die historische Senfmühle Monschau hat eine Zweigstelle in der Innenstadt eröffnet. Es gibt Senf in exquisiten Variationen.

Am Tag der Eröffnung schon gut besucht: die neue Senfonie in der Kleinmarschierstraße 41.

Leerstände, wohin das Auge blickt. Und jeder weitere wird – als wollte man uns die Laune restlos verderben – in der örtlichen Zeitung mit Fotos vor uns ausgebreitet. Ganz unverhofft gibt es jetzt eine Eröffnung: Ruth Breuer aus Monschau hat in der Kleimarschierstraße ihre Senfonie eröffnet.

Dort gibt es nicht einfach Senf, es gibt 23 Sorten Senf, die mit dem gewöhnlichen Senf von Netto und Aldi nicht vergleichbar sind. Senf kombiniert mit Tomate, Curry, Knoblauch oder Estragon, mit Limone, Orange, Feige oder anderen Köstlichkeiten. Außerdem gibt es Hanföl, Essig, Marmelade, Honig und Pralinen, auch feinste Vollmilchschokolade mit einem Hauch Johannisbeeren-Senf. – Achtung: Was besser schmeckt als aus dem Supermarkt ist auch teurer.

Auf 60 Quadratmetern darf vor dem Kauf probiert werden, was Ruth Breuer in Monschau in 4. Generation herstellt. Wie man in dem Laden lesen kann, hat einst Emil Breuer mit der Senf-Produktion begonnen. Fotos aus jenen Tagen hängen an der Wand.

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Im Stadtpark geht es rund: Vereine und andere Ehrenamtler stellen sich vor

Unter dem Titel „Aachen zeigt Engagement“ verwandelt sich der Stadtpark am Sonntag, 23. Juni, ab 10.30 Uhr erstmals in ein Fest der ehrenamtlichen Arbeit und des gemeinnützigen Engagements. Dort wird das stadtweite Engagement von Vereinen, gemeinnützigen Organisationen, studentischen Initiativen und lockeren Zusammenschlüssen der Zivilgesellschaft in einem neuen Format präsentiert.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen eröffnet die Veranstaltung an der Musikmuschel im Stadtpark, nachdem die Bigband Nütheim/Schleckheim bereits ab 10.30 Uhr mit Musik die Gäste in Empfang nimmt. Moderator André Schnitker führt im Anschluss durch einen kurzen Talk rund um die Themen „Unternehmen fördern Vereine“, Ehrenamtsförderung, Sponsoring, Aachener Vereinswesen sowie Unternehmensengagement.

Das Programm des Aktionstags hält bereit: Yoga, Gitarrenmusik, Theatersketch mit Bigband Musik, Cheerleading mit indischem Tanz, Kampfkunst mit Singkreis, Märchentante mit Karneval, American Football mit Squaredance und ein Klimaband wird ausgerollt.

Eine bunt gemischte Liste besonderer Aktionen finden an den Ständen statt. Darunter: Wasserraketen, Glücksräder, Lichtgewehrschießen, Wurmkompostierungskiste, Katzenschmusekissen, Luftballonaktion, Basteln von Jonglierbällen, Erzählsofa, Sand-Siebe-Becken, Hüpfburg, Diabetes-Check, ukrainische Souvenirs, Bienen, Flaniermobile, ein Holzpferd, Flagfootball, ein Wasserstoffauto sowie von lokalen Künstler*innen gestaltete Postkarten.

Informationen zur Veranstaltung werden laufend aktualisiert auf www.aachen.de/engagement

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Lächelndes Gesicht, trauriges Gesicht: 35 kommen noch hinzu

Kleiner Einsatz große Wirkung. Die Gesichter am Straßenrand, die je nach Geschwindigkeit der Fahrzeuge lächeln oder traurig sind, erzielen den beabsichtigten Effekt. Sie regulieren den Verkehr, bzw. sie sorgen für den erhofften „Fuß-vom-Gas-Effekt“. Die Stadt hat deshalb 35 weitere Dialog-Displays eingekauft.

35 weitere Displays (s. links) werden in den kommenden Wochen von der Regionetz GmbH vor Grundschulen montiert. – Rechts wird übrigens das leerstehende Pfarrheim der Mataréstraße vollkommen entkernt, und die Fassade wird erneuert.

Dialog-Displays gibt es im Umfeld von Aachener Grundschulen. In diese Displays ist eine Technik eingebaut, die eine Geschwindigkeitsmessung mit Auswertung erlaubt. „Etwa 85 Prozent der Verkehrsteilnehmenden“, so teilte die Verwaltung jetzt mit, „halten sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer vor den Grundschulen“.

Hier werden sie aufgehängt

Die Gemeinschaftsgrundschulen (GGS) Oberforstbach, Schönforst und Richterich, die katholischen Grundschulen (KGS) Michaelsbergstraße und Forster Linde sowie die Lindenschule an der Tonnbrennerstraße erhalten nun erstmalig ein Display. 

An den folgenden Grundschulen wird ein zweites Display aufgehängt: GGS Gerlachschule, GGS Laurensberg, GGS Vaalserquartier, GGS Walheim, KGS) Am Römerhof, KGS Auf der Hörn, KGS Beeckstraße, KGS Birkstraße, KGS Feldstraße, KGS Hanbruch, KGS Höfchensweg, KGS Karl-Kuck-Schule, KGS Luisenstraße, KGS Marktschule Brand, KGS Passstraße, KGS Verlautenheide, Montessori-Grundschule Mataréstraße, Montessori-Grundschule Reumontstraße, Vincerola-Montessori-Grundschule, GGS Am Höfling, GGS Brander Feld, GGS Brühlstraße und Peter-Härtling-Förderschule.

***

Personen, die als Nachbarn einer Schule den Autoverkehr morgens und mittags beobachten können, wünschen sich, dass ihre Straße eine halbe Stunde vor Schulbeginn für Pkw gesperrt werden möge. Damit die Kinder allein und sicher zur Schule gehen können.

Sperren könnte man eine Straße etwa durch Poller, die man leicht auf- und abbauen kann. Kürzlich wurde berichtet, dass dies neuerdings gestattet ist. Soweit bekannt, soll dies auch in Aachen vor einer Schule ausprobiert werden.

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Im Juni 1977: die „Aachener Printenschwestern“ feiern. Plakat von Klaus Paier.

Das Aachener Stadtarchiv stellt regelmäßig interessante Stücke als Archivale des Monats vor. Jetzt ist das Archivale des Monats ein Plakat aus dem Jahr 1977 von Klaus Paier für das Männerfest der „Aachener Printenschwestern“. (Wir berichten in Auszügen, was das Stadtarchiv zu den Vorgängen von 1977 mitteilt.)

Das Plakat lud zum Männerfest der „Aachener Printenschwestern“ am 15. Mai 1977 in den Malteserkeller ein. Gezeichnet hat es der Künstler und Aktivist Klaus Paier (1945-2009), der vor allem durch seine Graffiti- und Streetart-Arbeiten in Aachen und Köln bekannt ist.

Homosexualität zwischen Männern war von 1871 und 1994 in Deutschland nach Paragraph 175 StGB strafbar und wurde in unterschiedlicher Intensität juristisch verfolgt – während der NS-Zeit bis hin zur Inhaftierung und Ermordung in Konzentrationslagern. Die mangelnde Aufarbeitung und fehlende Würdigung der Opfer führte in der frühen Bundesrepublik zu einer Situation, die ein Aachener Aktivist der Schwulen-Bewegung rückblickend als „Friedhofsruhe“ beschrieb.

Ein Spielfilm verändert alles

Im Zuge der gesellschaftlichen Umbrüche der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre entstanden in zahlreichen deutschen Städten, so auch in Aachen, schwul-lesbische Aktionsgruppen. Auslöser in Aachen war die Aufführung des Spielfilms „Nicht der Homosexuelle ist pervers . . .“ von Rosa von Praunheim, der im Juni 1972 von Kölner Aktivisten an der RWTH Aachen gezeigt wurde.

Die Aachener Gruppe gab sich den Namen „Gesellschaft für Sexualreform“. Sie organisierte kulturelle und gesellige Veranstaltungen, trat aufklärerisch in die Öffentlichkeitsarbeit ein und kämpfte politisch für die Abschaffung des Paragraphen 175. Dabei erlebte sie neben Zuspruch auch Ablehnung. Als die Stadt Aachen einen Informationsstand der Gruppe untersagte, kam es 1976/77 zu einem Rechtsstreit in mehreren Instanzen bis hin zum Bundesverwaltungsgericht. 

Eine erste größere Veranstaltung war das „Männerfest“: „Zusammen mit Männern aus den Aachener Männergruppen (den Männern also, die nicht mehr nach der althergebrachten Rollenverteilung ‚Harter Macker, süßes Frauchen‘ leben wollen) organisierten wir einen schönen langen Abend in einem Kellergewölbe. Es gab Malwände, Schminktisch, Fummelstände (Wie kommt der bärtige Mann in das rosa Negligé?), Lieder, Selbstdarstellungen und ein kleines Theaterstück über das Verhältnis von Männern zu ihrem Körper und ihrer Sexualität.“ 

Eine nichtbinäre Person

Ganz im Sinne der „Printenschwestern“ zeigt Paier auf dem Plakat eine elegante, selbstbewusste, nichtbinäre Person, die durch Kleidung und Schminke gleichwertig als männlich und weiblich gelesen werden kann. Er/sie steht vor einem Fenster voller Sonnenstrahlen – ein Sinnbild für Optimismus.

Quellen: Stadtarchiv Aachen, Sammlung Zivilgesellschaft, SLG 117-5007. Das Zitat stammt aus dem Reader: Materialien zur Geschichte der Aachener Schwulengruppen seit 1972, Verfasser unbekannt, Stadtarchiv Aachen, SLG 117-146.

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Fahrradsommer führt euch 2024 in den Öcher Bösch. Los geht es am Sonntag, 16. Juni

Der Aachener Fahrradsommer findet in diesem Jahr zum 30. Mal statt. Wie schon in den vielen Jahren zuvor hat die Stadt im Rahmen ihrer Kampagne „FahrRad in Aachen“ wieder eine Rundstrecke ausgeschildert. Diesmal geht es in den Aachener Wald (Öcher Bösch). Die Hinweistafeln bleiben bis zum Herbst 2024 hängen. Die Auftakttour startet am Sonntag, 16. Juni, um 13.30 Uhr auf dem Aachener Markt. 

Die Haupttour ist 20,4 Kilometer lang. Eine kürzere, rund 15,3 Kilometer lange Route führt an einigen Stauanlagen in Aachen vorbei. „Die gemütliche Fahrt durch den Aachener Stadtwald mit einigen Steigungen bietet Erholung und Entspannung für die ganze Familie“, verspricht die Pressestelle der Stadt. 

Der Fahrradsommer 2023 führte die Teilnehmer*innen grenzenlos zu den sog. heiligen Stätten in Aachen. In diesem Jahr führt die Tour in den Öcher Bösch. Foto: Stadt Aachen

Die genaue Streckenbeschreibung findet man unter www.aachen.de/fahrrad (Stichwort Aachener Fahrradsommer Tour 2024). Die Tour-Flyer liegen in den Verwaltungsgebäuden aus oder können bei Stephanie Küpper, Projektleiterin „FahrRad in Aachen“, angefordert werden: fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de.

Küpper ruft alle auf, ihr für die nächsten Jahre schöne Fahrradtouren für die Fahrradsommer der nächsten Jahre vorzuschlagen. Sie sollten 20 bis 23 Kilometer lang sein. 

Fahrradsommer und Stadtradeln

Überdies können alle, die an der Auftakttour des Fahrradsommers teilnehmen, bei der Aktion Stadtradeln mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer für Aachen sammeln. Dieser bundesweite Wettbewerb www.stadtradeln.de geht in der Stadt Aachen noch bis zum 21. Juni.

„Um mitmachen zu können, muss man nicht unbedingt mehr Fahrrad fahren als sonst, und aufs Auto braucht niemand zu verzichten. Es reicht, wenn alle, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, ihre Kilometer, die sie ohnehin in der Zeit vom 1. bis 21. Juni zurücklegen, für Aachen eintragen“, sagt Stephanie Küpper: „Jeder Kilometer zählt!“ 

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Stadt informiert am 14. Juni über die neue Übergangs-Wache in Aachens Süden

Aachen soll eine vierte Feuer- und Rettungswache erhalten, damit der Südwesten der Stadt bei Notfällen von Rettungsdienst und Brandschutz besser versorgt werden kann. Doch das Planen und Bauen dauuuuuuuuuert. Eine sog. Interimswache (Übergangs-Wache) muss her. Direkt neben der Flüchtlingsunterkunft in Burtscheid wird die Interimswache gebaut.

Flüchtlingsunterkunft Heidbendenstraße in Aachen im Winter. In den Boxen wohnen die Menschen. Manche Alleinerziehende mit Kind. Fotos: AachenNews Archiv

„Für die Zeit, bis die aufwendigen Planungen und der sich anschließende Bau abgeschlossen sind, wird die Stadt eine Interimswache in modularer Bauweise errichten“, so teilt die Stadtverwaltung mit. Diese Interimswache werde auf einem Grundstück neben dem ehemaligen Sportplatz Heidbendenstraße/Adenauerallee aufgebaut.

Die Stadt Aachen lädt Bürger*innen zu einer Info-Veranstaltung am Freitag, 14. Juni, 16 Uhr, in den Gemeinschaftsraum der Flüchtlingsunterkunft (Heidbendenstraße 1) ein. Dort werden die Pläne für die Interimswache vorgestellt.

Bei der Info-Veranstaltung werden Vertreter*innen der Feuerwehr, des städtischen Gebäudemanagements und des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration teilnehmen und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Interimswache soll bis zum 30. April 2025 errichtet sein. 

Die Unterkünfte (s. Foto) im Sommer. Mit Inbetriebnahme der vierten Feuer- und Rettungswache ist – laut Verwaltung – 2029 zu rechnen. Bis dahin wird die Versorgung der Bevölkerung durch die Interimswache – direkt neben den Flüchtlingsunterkünften – gesichert.
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Abläufe bei simuliertem Wasserschaden geübt

Außer Markus Söder (CSU) weiß wohl jede/r, dass wir es in Zukunft quasi ständig mit mörderischen Hochwassern-Fluten zu tun bekommen werden. Es ist also angebracht, sich darauf einzustellen, Rettungsmaßnahmen zu üben und insgesamt vorzusorgen.

Das geschah dieser Tage auch in Aachen. Nachdem die Stadtarchive Aachen, Monschau und Stolberg, das Bischöfliche Diözesanarchiv Aachen, das Misereor-Archiv, das Archiv von missio und des Kindermissionswerks „Sternsinger“ sowie die Hochschularchive von RWTH und FH Aachen im Mai vergangenen Jahres einen archivischen Notfallverbund gegründet hatten, fand nun die erste Notfallübung des Verbunds mit mehr als 20 Teilnehmenden aus den beteiligten Archiven statt.

Die Übung wurde angeleitet von Restauratorinnen aus der Werkstatt des Archivberatungs- und Fortbildungszentrums des Landschaftsverband (LVR). Ein Vertreter der Feuerwehr Aachen gab darüber hinaus Hinweise zu Theorie und Praxis.

Erste Notfallübung. Geübt wurde u. a., sich im Ernstfall gegenseitig zu helfen. Foto: Stadtarchiv Aachen

Bei der Übung stellten Restauratorinnen des LVR theoretische Grundlagen zu möglichen Schadensszenarien vor. Aber auch der Umgang mit geschädigtem Archivgut war Thema. Außerdem ging es um den persönlichen Schutz bei Notfalleinsätzen. Der LVR hat nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs (2009) mit der Rettung alter Dokumente viele Erfahrungen sammeln können.

Die Erinnerung an die Flutkatastrophe von 2021 sowie die aktuelle Hochwasserlage in Süddeutschland zeigen, wie wichtig es ist, im Katastrophenfall handlungsfähig zu bleiben. „Das Ziel der Übung, die theoretische und praktische Handlungssicherheit zu stärken, wurde erreicht“, so teilt die Pressestelle der Stadt Aachen mit. Der archivische Notfallverbund werde diese Übungen zur Vorbereitung auf den Ernstfall „von nun an jährlich durchführen“.

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Europawahl: Aachen ist vorbereitet

Info-Veranstaltung am Wahlabend im Rathaus

Für die Europawahl am Sonntag, 9. Juni, ist man bei der Stadt Aachen gut aufgestellt. „Bislang läuft alles reibungslos“, teilt die Verwaltung mit.

In 162 Urnenwahlbezirken sowie 71 eingerichteten Briefwahlbezirken werden am Sonntagabend die Stimmen ausgezählt. Wahlberechtigt im Gebiet der Stadt Aachen sind rund 173.000 Menschen plus die wahlberechtigten Unionsbürger*innen sowie im Ausland lebende deutsche Staatsbürger*innen. Davon haben über 47.700 bislang Briefwahl beantragt.

Die Verwaltung informiert: „Wählen gehen ist grundsätzlich auch ohne Wahlbenachrichtigung möglich.“ 

Dazu heißt es: Zur Urnenwahl am Sonntag sollte man die Wahlbenachrichtigung und den Personalausweis oder Reisepass mitnehmen. Gewählt werden kann grundsätzlich aber auch ohne die Wahlbenachrichtigung. Dann sollte man sich aber in seinem Wahllokal durch Personalausweis oder Reisepass legitimieren. Wer die Briefwahlunterlagen vor Ort beim Wahlamt persönlich beantragt, kann auch dort bereits jetzt seine Stimme abgeben. 

Alle Ergebnisse im Rathauses (man sieht sich)

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Stadtwahlleiterin für das Gebiet der Stadt Aachen, wird am Sonntag nach 18 Uhr im Foyer des Aachener Rathauses die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen sichten. Alle interessierten Aachener*innen sind eingeladen, das Geschehen im Rathaus direkt mit zu verfolgen. Die Ergebnisse werden auf großen Monitoren angezeigt. Öffentlich.

Bei Fragen: Telefon 432-1609, Fax 432-1607, Mail wahlen@mail.aachen.de) und bei allen Bezirksämtern werden Sie geholfen.

Alle Infos zur Europawahl und am Sonntag nach 18 Uhr auch die Ergebnisse aus den Aachener Stimmbezirken gibt es unter aachen.de/wahlen, Suchwort Europawahl. Dort sind auch die Kontaktdaten der Ansprechpartner zum Thema Wahlen in den Bezirksämtern aufgeführt.

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