Enkeltrick und kein Ende: Geld und Schmuck im Wert von 140.000 Euro umstandslos übergeben

Wenn man bedenkt, wie leicht man Menschen dazu bringen kann, ihr Hab und Gut Unbekannten auszuhändigen, dann wundert man sich gar nicht mehr, dass enorm viele Menschen sich von Putins Drohungen so sehr beeindrucken lassen. Sie hören die absurden Behauptungen dieses Russen und seiner Kumpane und Presseleuten, glauben alles und bekommen Angst.

Hunderte sitzen in Russland in Büros an Computern und verfassen Meldungen in den sozialen Medien um Menschen in Deutschland zu ängstigen, sie um die Orientierung zu bringen, Falschinformationen in die Welt zu setzen und vieles mehr. Wer sich oft im Internet tummelt merkt: Es wird immer mehr und immer schlimmer. Alles hat nur ein Ziel: Die Menschen in Deutschland zu verwirren.

Hier wieder mal ein Text über einen Enkeltrick, wobei AachenNews.org längst aufgehört hat, jede diesbezügliche Polizeimeldung zu übernehmen. Die Polizei teilt mit:

Eine Frau ist am Dienstag, 5. März, mittags Opfer des Enkeltricks geworden. Kurz nach 13 Uhr hatte ein Mann bei der Frau angerufen und sich als ihr Enkel ausgegeben. Schluchzend schilderte er, dass er einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und nun eine Kaution hinterlegen müsse.

Die 89-jährige Würselenerin glaubte diese Geschichte und übergab keine zwei Stunden später eine Tasche mit Geld, Schmuck und anderen Wertgegenständen an eine Frau, die sich als Anwältin des vermeintlichen Enkels ausgab.

Erst später bemerkte die Rentnerin, dass sie einem Betrug zum Opfer gefallen war. Der Schaden: fast 140.000 Euro.

Und wieder der Hinweis der Polizei: „Bitte sprechen Sie gerade mit Ihren älteren Bekannten, Verwandten und Freunden über die Betrugsmasche und warnen Sie sie. Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, versuchen Sie, ruhig zu bleiben, die Nerven zu bewahren und gehen Sie auf gar keinen Fall auf die Forderungen ein.“

Beenden Sie das Telefonat und informieren Sie umgehend die Leitstelle der Polizei Aachen unter der 110. (sk)

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„Leih mich kostenlos aus“

In der Mataréstraße gibt es ab sofort ein Lastenrad, das wartet drauf, sich nützlich zu machen. Unter Aachen.de/lastenrad muss man sich anmelden, die Anmeldung hat es in sich. Man muss diverse Daten angeben und seinen Personalausweis bereithalten sowie die Personalausweis-Nummer eingeben und dann noch mehr.

Nach einem umfangreichen Anmeldeverfahren kann man losfahren. Wenn es nicht gerade regnet wie verrückt, macht das bestimmt Spaß.

Ein erster Versuch, sich anzumelden, provoziert folgende Reaktion: „Die Seite dazu ist leider grottenschlecht programmiert. Eine online-Verifizierung meines Ausweises hat nur zur Sperrung meines Accounts geführt, weil die Seite zur Verifikation es nicht geschafft hat, ein Bild aufzunehmen… Veraltete Infos gibt’s noch obendrauf. Sehr schade!“

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Drama im Luisenhospital. Schüsse fallen. Frau verletzt abtransportiert.

Eine 65-jährige Frau hat gestern am Abend viele Stunden lang die Polizei samt LKH aus Köln, die Feuerwehr und die Spitze der Aachener Stadtverwaltung in Atem gehalten. Die Frau hatte sich mit einer Schusswaffen-Attrappe im Luisenhospital am Aachener Boxgraben in einem Raum verschanzt. Sie soll versucht haben, in einem Bettenraum ein Feuer zu legen. Kurz nach 22.30 Uhr konnte sie überwältigt werden.

Einzelheiten wurden gestern Abend nicht bekannt, und auch heute ist das allermeiste unklar. Die Frau wurde mit Schüssen schließlich außer Gefecht gesetzt, sie soll danach schwer verletzt in einem Krankenwagen behandelt worden sein. Sie soll auch in Eschweiler in ihrer Wohnung versucht haben, ein Feuer zu legen.

Infos, die im Internet kursierten, dass es eine Geiselnahme gegeben habe, haben sich als falsch erwiesen.

Vor Ort waren selbstverständlich Journalist*innen der örtlichen Zeitung und des WDR präsent. Seriöse Infos bitte vorerst dort einsehen: Hier klicken.

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Abschied vom Paradies

Kleingärtner*innen sind ganz besondere Zeitgenossen. Sie sind unendlich fleißig und können viel verkraften, nur eins darf man ihnen nie antun: Ihnen ihre Parzellen wegnehmen und alle Gärten planieren. Es ist wie eine Vertreibung aus dem Paradies. Aus dem Paradies der Herzen.

Genau das wird bald mit einer Kleingartenanlage in Forst geschehen. Ihr Ende ist besiegelt, das Gelände wird in ein Gewerbegebiet umgewandelt. Es geht hier um die Anlage Eifelbahn, das sind etwa 45 gepachtete Idyllen. Offenbar 1923 am Stadtrand errichtet, überstanden sie den Wahnsinn der Hitlerzeit, den 2. Weltkrieg, Nachkriegsnot, Wirtschaftswunder und Krisen ohne Ende. Das muss reichen, denn jetzt ist Schluss.

Ein Refugium für Menschen, die aus der Erde Lebensmittel ziehen können. Eine bewundernswerte Kunst, die dem Autor dieser Zeilen vollkommen abgeht.

In der Sonnenscheinstraße sollen (gerüchteweise) die Anwohner wenig erbaut sein von dem schon fest verabredeten Zuzug neuer Nachbarn. Vielleicht finden sich diese Personen ja am kommenden Dienstag im Bürgerforum in der 4. Gesamtschule zur Gesprächsrunde ein. Los geht es um 18 Uhr.

Etwa 35 Parzellen soll es in der Sonnenscheinstraße geben und einen Parkplatz, sofern diese Angaben noch aktuell sind. Die Stadt will kein neues Vereinsheim finanzieren, wohl aber eine Toilettenanlage. Ob das gutgeht? Eine Schrebergartenanlage ohne Vereinsheim? Schwer vorstellbar.

Foto: Das alte Vereinsheim der Anlage Eifelbahn, Brandenburgweg 11. Wird es nach dem Umzug kein neues Vereinsheim geben?

Die Lebenskünstler auf schmalem Grund wissen, dass Idyllen kein Geschenk, sondern ein Produkt menschlicher Arbeit sind. Sie seien stark verunsichert, sie würden einen Vertrauensverlust in alle bisherigen städtischen Ansprechpartner*innen beklagen (weil die Sache sich seit 2018 hinzieht) und „haben verständlicherweise große Sorgen um die zurückgehenden Mitgliedschaften, denn wer tritt einem Verein bei, dessen Anlage dem Erdboden gleich gemacht wird“.

Das steht so im Protokoll eine Versammlung der Kleingärtner mit Mathias Dopatka (SPD), die Anfang Dezember 2023 stattfand.

Vielleicht kommen schon Ende diesen Jahres die Bagger, vielleicht zieht sich der Abriss der Anlage Eifelbahn noch weiter hin. Wer weiß? Und was soll eigentlich auf diesem Flecken Erde einmal errichtet werden? Wird womöglich eine Kaltluftschneise zerstört?

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UPDATE (08. 03.): Wie es beim Bürgerforum war, lest ihr hier.

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Mit der Brücke auch 50 bis 60 Jahre Biotopentwicklung vernichtet. Und: Kahlschlag an der Bahn

Zu viele Menschen denken heute immer noch so: Hauptsache, wir haben schöne Brücken und breite Autobahnen. Und für ökonomisch und ökologisch nicht sinnvolle Einfamilienhäuser ( in späteren Zeiten dann jeweils zu groß) muss stets zuvor nicht versiegelte Fläche zur Verfügung stehen.

Aber in diesen Zeiten leben wir nun mal. Spektakulär war die Sprengung der Haarbachtalbrücke, viele hatten ihre Freude an den Bildern und Videos, die entstanden. Für Naturschützer stellen sich die Dinge etwas anders dar.

„Die Verwüstungen an der A544 sind viel größer als anfänglich gedacht“, teilte Hans Falk vom Aachener Baumschutzbund mit. Allerdings: Falk ist davon überzeugt, dass die Vernichtung sogar „viel größer als notwendig“ für eine neue Brücke ist. Die alte Brücke wurde am 30. Januar gesprengt. Dort wurden nun, weil die Autbahnbrücke erneuert werden muss, schätzungsweise 50 bis 60 Jahre Biotopentwicklung dem Erdboden gleichgemacht.

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Von dem traurigen Ende der Baumhasel an der Lütticher Straße/Ecke Hohenstaufenallee wurde hier schon oft berichtet (s. Abschied von einem Prachtexemplar). Direkt am Tag der Fällung hat es eine Neupflanzung gegeben. Der neue Baum ist so klein, man sieht ihn kaum. Ehe er den alten Baum ersetzen kann, werden Jahrzehnte vergehen.

Der alte Baum hatte den Neubau des nebenstehenden Wohnblocks (ab April 2020) nicht überlebt. Jetzt darf ein neues Bäumchen wachsen. Alle Fotos: Hans Falk

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Bei Spaziergängen steht man plötzlich vor kahlen Bahndämmen. Die Bahn hat in Aachen bis Ende Februar (ab März ist es verboten), noch gerodet. Nicht immer ist ersichtlich, wie die Bäume die Verkehrssicherheit hätten gefährden können.

Auf der Hüls gesehen.
Diesen Kahlschlag verantwortet die Deutschen Bahn.

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Herbe Vorwürfe gegen Alemannia. Aufstieg ? Kannste den jetzt vergessen?

Überschrift geändert

Die Aachener Balltreter sind auf dem besten Weg, von der 4. in die 3. Liga aufzusteigen. Und während die anderen Mannschaften in der 4. Liga höchstens mal vor maximal 5000 oder 6000 Zuschauer*innen spielen, bringen die Aachener Kicker regelmäßig 20.000 Menschen in ihr Stadion. Darunter viele Kinder.

Letzten Samstag waren es sogar 20.800. Darunter soll eine beachtliche Anzahl Fans mit rechter Gesinnung sein. z. B. auf der Stehtribüne hinter einem der Tore.

Auf ZEIT-online haben sich aktuell – hinter einer Bezahlschranke – zwei Autoren die Alemannia vorgeknöpft. Was wird berichtet? Es geht um die rechtsradikale Szene von vor 10 Jahren, vor 20 Jahren und dass sich heute wieder Rechtsradikale im Stadion einfinden würden. Auf den Stehplätzen, in der Geschäftsstelle, sogar beim Training im türkischen Belek sollen sie dabei gewesen sein.

 „Wie Alemannia Aachen mit Rechtsextremen kooperiert“. Der Text beschreibt wahrscheinlich vieles korrekt, mit Sicherheit versaut er den Spielern die Stimmung. Das ist schade. Man könnte die Ansicht vertreten, dass allzu einfach von der Vergangenheit auf die Gegenwart geschlossen wird. Aber in der Gegenwart glänzte der Verein auch nicht gerade mit einem klaren Bekenntnis zur Demokratie.

Bundesweit machte die Vereinsspitze nämlich kürzlich Schlagzeilen, als man sich von einer Anti-Rechts-Demo in Aachen distanzierte. Das war voll daneben und brachte den Pennern bei der Alemannia-Spitze Beifall von der AfD ein. Image-mäßig war es eine Katastrophe.

Man gestand aber einen „Fehler“ ein, entschuldigte sich im Stadion und anhaltend in den Sozialen Medien.

„Gegen Rassismus, gegen Extremismus, Zesame.“

Vorwurf von ZEIT-online: Es seien drei altbekannte Hooligans im Stadion, und der  Vereinsvorstand arbeite sogar mit ihnen zusammen. In dem Zusammenhang wird der Umgang des Vereins mit rechter Gewalt in den Neunzigern kritisiert – also vor mehr als 20 Jahren. Ohne das alles hier nacherzählen zu wollen, sei nur erwähnt, dass damals Fans verprügelt wurden, die sich gegen Rassismus, Homophobie und Fremdenfeindlichkeit aussprachen.

Vor dem Spiel eine Choreo, die mancher Bundesliga-Verein so nicht zustande bringt. Nach einem gewonnen Spiel: Zuschauer und Spieler singen voller Freude zusammen.

Bei 20.800 Zuschauern haben jetzt also 200 oder 300 Hooligans dem großen Rest der Fans die Freude verdorben. Danke Hooligans.

Und das in einer Stadt, wo bei Demonstrationen einmal 10.000 Leute auf die Straße gingen und danach nochmal fast 20.000. Eine Stadt, wo bei einer fragwürdigen Abschiebung eines Asylbewerbers sofort 1000 Menschen vor dem Ausländeramt stehen und protestieren. Wo die AfD bei der Kommunalwahl deutlich unter 5 Prozent bleibt (und selbst in der StädteRegion implodiert ist). Wo es für Geflüchtete mehr Hilfseinrichtungen und Engagement gibt als in anderen Städten. (Und wo „Au Hur“ kein Schimpfwort ist.)

Nicht streng genug

„Laxer Umgang mit Problemfans“ und an den Eingängen würde nicht streng genug kontrolliert. Das werfen die beiden ZEIT-Online-Autoren Westerkamp und Fritsch dem Verein, der nach 10 Jahren endlich Chancen hat, aus der Regionalliga West rauszukommen, vor. Und: Bei jedem Spiel sei (seit Mai 2023) eine schwarze Fahne mit der Aufschrift „Boxstaffel Hooligans“ zu sehen. Diese Staffel treffe sich zu Prügeleien. Und auf Instagram sei auch was gefunden worden. Dazu Hakenkreuz-Tattoos und Reichsadler-Tattoos bei Fans.

Das mag alles stimmen. AachenNews.org (die letzten 7 Heimspiele immer im Stadion anwesend) hat alles, was vorgeworfen wird, dort noch nie gesehen und erlebt. Hat aber vielleicht auch keine Ahnung von der Fanszene, das kann tatsächlich sein. Deshalb gilt: Wer wissen will, was los ist bei der Alemannia, muss zum Tivoli gehen und sich selbst ein Bild machen. (Platz auf der Haupttribüne einnehmen, da kann man die Fans aus sicherem Abstand beobachten.) Die Stimmung ist einzigartig, und selbst bei Auswärtsspielen hat man das Gefühl, bei einem Heimspiel zu sein. So viele Fans fahren mit.

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Der WDR berichtete hier: https://www1.wdr.de/lokalzeit/fernsehen/aachen/alemannia-aachen-verbindungen-zu-rechtsextremen-kreisen-100.html

Die Polizei hatte auf Nachfrage bis jetzt nichts zu beanstanden, will sich aber noch äußern.

Chemo berichtet über sich. Er wird in dem ZEIT-online Text genannt. Ein Podcast mit schwierigen Aussagen. Chemo verkörpert alles, was „normalen Menschen“ Angst macht.

Auf X Twitter zu sehen: Hier

Und nicht zuletzt: „Fußball philosphisch betrachtet“ aus 2014 auf AachenNews.org

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Ein Gedicht für einen Baum

Durch Zufall kam Peter Bahnen morgens um 8 Uhr an dem Baum (Ecke Lütticher Straße/Hohenstaufenallee) vorbei, als die Demontierung der Baumhasel begann. Bahnen schreibt, was er sah, habe ihn zu einem an Bert Brechts „Pflaumenbaum“‘ angelehnten Gedicht inspiriert.

Einiges wurde versucht, nichts brachte Erfolg. Der Baum hat vermutlich wegen des Neubau nebenan nicht überlebt. Er wurde gefällt. Es gab bei AachenNews.org viele Zuschriften, in denen der Umgang mit Bäumen betrauert wird. Mehr Infos hier

Der Haselbaum

Am Straßenrand der Haselbaum

der war groß, man glaubt es kaum

Der Stadt war es zu dumm:

Sie sägt ihn einfach um.

Das Stadtgrün sollte dichter wer’n

ja, grüner hätt’s der Bürger gern.

’s ist keine Red‘ davon:

Man haut es in die Tonn‘.

Das grüne Aachen sieht man kaum,

weil es so wenig Bäume hat.

Die Zeitung jübelt’s trotzdem hoch,

das subalterne Blatt.

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BERTOLT BRECHT

Der Pflaumenbaum

Im Hofe steht ein Pflaumenbaum
Der ist klein, man glaubt es kaum.
Er hat ein Gitter drum
So tritt ihn keiner um.

Der Kleine kann nicht größer wer’n.
Ja größer wer’n, das möcht er gern.
’s ist keine Red davon
Er hat zu wenig Sonn.

Den Pflaumenbaum glaubt man ihm kaum
Weil er nie eine Pflaume hat
Doch er ist ein Pflaumenbaum
Man kennt es an dem Blatt.

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Wo ist es in Aachen am lautesten? Lärmkarte weiß mehr.

Mit eurer Hilfe entsteht ein kompletter Lärmaktionsplan

Die aktuelle, neu berechnete Lärmkarte für die Stadt Aachen wurde jetzt erstellt. Die detaillierte Karte ist auf www.aachen.de/laermschutz zu finden. In Kürze ist sie auch auf dem Umgebungslärmportal des Landes NRW unter www.umgebungslaerm.nrw.de abrufbar.

Am morgigen Freitag, 1. März, startet die frühzeitige Bürger*innenbeteiligung zur Fortschreibung des Lärmaktionsplans der Stadt. Das teilte das Presseamt mit. Bis zum 24. März 2024 könne jeder Hinweise und Anmerkungen zu belastendem Lärm in seiner Umgebung geben. Ein Link zum entsprechenden Fragebogen – online ausfüllbar oder zum Download – ist unter www.aachen.de/laermschutz in der Bekanntmachung zur Lärmkarte hinterlegt.

Die Beteiligung fließt konkret in die Fortschreibung des aktuellen Lärmaktionsplans ein, der Maßnahmen zur Eindämmung und Verringerung von Umgebungslärm für die nächsten Jahre beschreibt. Lärmaktionspläne der Kommunen müssen, genau wie die Lärmkarten, nach EU-Recht und Umsetzung im Bundesimmissionsschutzgesetz, regelmäßig alle fünf Jahre aktualisiert werden.

Ansprechpartner*innen und Infos

Ansprechpartner*innen und Informationen zur Lärmaktionsplanung und zu Lärmfragen allgemein findet man im Fachbereich Umwelt, Abteilung Immissions- und Klimaschutz. Die Kontakte sind ebenfalls auf www.aachen.de/laermschutz hinterlegt.

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Wieder Bombe gefunden und sicher entschärft

Reinhard Dohmen vom Kampfmittelräumdienst Rheinland (r.) hat die 250-Kilo-Bombe am Königshügel erfolgreich entschärft und mit Alexander Strupp, Baggerführer, Firma Wahl, (l.) verladen. Foto: Stadt Aachen/Stefan Herrmann

Neu: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat die US-Fliegerbombe gegen 20.45 Uhr erfolgreich entschärft und verladen. Die evakuierten Anwohner*innen können jetzt in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

———– TEXT WURDE AKTUALISIERT

Bei Bauarbeiten auf dem RWTH-Sportgelände am Königshügel ist am heutigen Mittwochmittag (28. Februar) eine 250 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe gefunden worden.

Die Stadt Aachen hat umgehend den Verwaltungsstab aktiviert und hat schon die Evakuierung im Umfeld vorbereitet. Betroffen sind in einem 300-Meter-Radius um den Bombenfund knapp 700 gemeldete Personen. Zudem befinden in dem Gebiet zahlreiche Einrichtungen der Hochschule.

Die Evakuierung hat um 17 Uhr begonnen. Der Bereich in einem 300-Meter-Radius rund um den Kampfmittelfund wird geräumt.

Die Stadtverwaltung bittet alle Menschen, ab sofort den Bereich weiträumig zu umfahren und nicht mehr den Bahn-Haltepunkt Aachen-West sowie die dort liegenden Bushaltestellen anzusteuern. Die Deutsche Bahn wird den Zugverkehr während der Entschärfung in dem Bereich einstellen. Kräfte von Bundes- und Landespolizei sind im Einsatz und nehmen die Sperrungen vor.

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Für die Entschärfung sind folgende Straßen gesperrt: Mies-van-der-Rohe-Straße, Hainbuchenstraße, Professor-Pirlet-Straße, Melantener Straße, Seffenter Weg, Landoltweg, Eckertweg. Dies bedeutet: Auch die Umleitungsstrecke des Alleenrings zwischen Roermonder Straße und Königstraße ist von der Sperrung betroffen.

Auf die Karte klicken. Karte von: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

Wer Fragen zur Evakuierung im Bereich Königshügel hat, soll sich auf www.aachen.de oder auf den städtischen Social-Media-Kanälen über den aktuellen Stand informieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich telefonisch an die Hotline des Call Aachen unter der Rufnummer 0241 510051 zu wenden.

Die Mensa der RWTH, Pontwall 3, steht ab sofort als Notunterkunft zur Verfügung.

Es sind 180 Kolleg*innen der Feuerwehr im Einsatz. Diese unterstützen gemeinsam mit 46 Kräften von Hilfsorganisationen und 30 Polizist*innen der Landes- und Bundespolizei die 30 Kolleg*innen des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung.

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Kunst die abgelehnt wird, Kunst die aufgestellt wird

Heute (Die., 27. 02.) um 17 Uhr geht es für Politik und Verwaltung um „Kunst im öffentlichen Raum“. Da ist in Aachen viel Kitsch und Niedliches vertreten, aber es kann ja immer noch was hinzukommen. Platz ist ja in der Innenstadt noch reichlich vorhanden.

Abgelehnt wurde unterdessen jüngst vom zuständigen Gremium eine Metallskulptur (Schenkung), die anlässlich des 125-jähringen Bestehens der Rhein-Nadel GmbH vorerst auf dem Betriebsgelände aufgebaut wurde. Das etwa 5 Tonnen schwere Objekt stellt eine Nadel dar, um die herum sich kreisförmig eine Art Wendeltreppe nach oben schlängelt.

Fand nicht das Gefallen der Jury: diese Metallskultur, die derzeit noch auf dem Gelände der Rhein-Nadel GmbH, Reichsweg, steht. Sie erinnert an Aachens große Tradition in der Nadelproduktion. Titel: „The Jack“ von Florian von Spreckelsen.

Nur zur Erinnerung: Aufgestellt werden durfte kürzlich (neben der Barockfabrik, Löhergraben) dieser Skulptur (s. unten) von Bonifatius Stirnberg. Sie soll den Aachener Autor Walter Hasenclever darstellen und würdigen. Er wurde als Jude und als expressionistischer Schriftsteller wegen seiner Kunst in der Nazizeit verfolgt und in den Selbstmord getrieben.

Ohne Worte. Auf AachenNews.org wurde hier schon darüber berichtet. Bitte auf das Bild klicken, falls ihr die Skulptur näher betrachten wollt.

Was nun das Nadel-Kunstwerk betrifft, so steht in der Verwaltungsvorlage: Die zuständige Jury habe „sowohl den Denkmalwert als auch den künstlerischen Wert intensiv diskutiert“. Die Aspekte des gewünschten Aufstellungsortes, auf dem Rondell vor der ehemaligen Conti-Fabrik, seien in den Diskussionsprozess mit einbezogen worden.

Weiter ist zu lesen: „Unter Berücksichtigung einer noch zu schaffenden Grundlage für den zukünftigen Umgang mit Schenkungen und den zur Verfügung stehenden Orten für Schenkungen, wurde unter Einbeziehung aller Aspekte (Denkmalwert, künstlerischer Wert, Strahlkraft, bereits vorhandene Erinnerungen an einen Teil der Aachener Industriegeschichte, Sicherheit und Sicherung des Objektes) einvernehmlich ein ablehnendes Votum bzgl. der Annahme gefällt.“

Wen das noch interessiert:

Die Jury setzt sich zusammen aus: Heinrich Brötz (Dezernent für Bildung, Jugend und Kultur), Olaf Müller (Leitung Kulturbetrieb), Eva Birkenstock (Leitung Ludwig Forum für Internationale Kunst), Holger Borchert (Leitung Suermondt-Ludwig-Museum), Dr. Frank Pohle (Leitung Route Charlemagne), Prof. Dr. Markschies (Lehrstuhl für Kunstgeschichte, RWTH), Maurice Funken (Neuer Aachener Kunstverein), Käthe Loup (BBK Aachen).

Die Jury hat gesprochen. Ob die Politik dieser Einschätzung folgt, also wie die Politiker*innen im Rat der Stadt letztlich entscheiden werden, das steht noch nicht fest. Es wird weiter berichtet.

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