Gemein: Diebe auf Spielplatz aktiv

Heutzutage wird aber auch alles geklaut. Sogar Teile von Spielgeräten auf einem Spielplatz.

Von diesem Spielplatz wurden Teile sorgfältig abgebaut und einfach mitgenommen. Foto: Stadt Aachen

Dass Fahrräder aus Garagen verschwinden, Werkzeug aus Kellern und Kabel aus Leitungen, dass Schirme, die man ganz kurz irgendwo abgestellt hatte, plötzlich weg sind – daran hatte man sich ja schon gewöhnt. Irgendjemand kann nicht widerstehen und greift zu. Aber Spielgeräte von einem erst kürzlich neu eingerichteten Spielplatz?

Unbekannte entwenden Spielgeräte eines Spielplatzes“, teilt der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen mit. Und weiter: Unbekannte hätten auf dem städtischen Spielplatz „Alter Friedhof“ in Haaren mehrere Geräte gestohlen. Zwei Hängematten sowie zwei Schaukelsitze seien entwendet worden. Außerdem die dazugehörigen Aufhängungen. Alles ziemlich schwer und wahrscheinlich mit einem Auto abtransportiert.

Bei der Stadt hatte sich 2022 jemand viele Gedenken gemacht und den Spielplatz im vergangenen Jahr umgestaltet. Dann wurde er neu eröffnet. Jetzt müssen neue Spielgeräte gekauft werden. Wer Hinweise auf die Diebe geben kann, sollte sich bei der Polizei oder beim Aachener Stadtbetrieb melden: Christina Ganser: 0241/432-18583 oder christina.ganser@mail.aachen.de.

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Waste Watcher unterwegs. Sie durchsuchen Wilden Müll und klären auf.

Diesen drei Herren (s. unten) kann man nicht genug dankbar sein. Sie durchsuchen den Abfall, den irgendwelche Zeitgenossen einfach an den Straßenrand gestellt haben. Abgestellt in den Bewusstsein, dass das Zeug da noch tagelang rumliegen bzw. -fliegen wird. Falls allerdings ein Hinweis auf den oder die Übeltäter gefunden wird (was gar nicht so selten vorkommt), bekommen sie Besuch vom Ordnungsamt und danach ggf. jede Menge Ärger.

Die Drei sind Waste Watcher, sie werden in ganz Aachen gebraucht, denn in jedem Quartier gibt es regelmäßig wilden Müll. Fünf solcher Waste Watcher beschäftigt die Stadtverwaltung neuerdings.

Die Waste Watcher Kaan Karanfil, Kamil Bak, Frank Timm (v.r.). Durchschnittlich sammelt der Stadtbetrieb täglich rund eine Tonne wilden Müll. Diese Zahl setzt sich zusammen aus kleinteiligem Abfall sowie wildem Sperrmüll. Primär werden Restabfall, Sperrmüll aber auch Gelbe Säcke und Verpackungen gefunden. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Wohnen am Bonifatiusweg in Forst könnte so schön sein. Es ist eine kleine Straße mit Bäumen, zwei wurden erst jüngst gepflanzt. „Fremde Leute“ kommen und werfen dort ihren Müll ab, zu früh oder sogar falsch verpackt, in Gelben Säcken. Vergangenen Freitag tauchten dort drei der neuerdings aktiven Waste Watcher auf und sahen sich die Hinterlassenschaften einmal genauer an.

Das haben sich einige Leute schon seit mehreren Jahren angewöhnt: Gerade auf dieser Baumscheibe legen sie ihren Müll ab, auch Möbel und altes Kinderspielzeug. Das sieht häßlich aus. Spricht man diese Leute an, zeigen sie sich uneinsichtig. Dass die Entfernung von Wildem Müll die Stadt pro Jahr etwa eine Million Euro kostet, interessiert sie nicht. Schade! Was soll man da bloß machen?

Keine Identifikation

Die Stadt teilt zu den Waste Watchern mit: „Abfallberatung, das Gespräch mit den Bürger*innen suchen, kleinere wilde Müllstellen beseitigen, Kontrolle der Abfallbehälter oder des bereitgestellten Sperrguts – der Aufgabenbereich ist sehr vielfältig.“ Und Dieter Lennartz, Geschäftsbereichsleiter im Stadtbetrieb, sagt außerdem: In den vergangenen Jahren habe man ein verändertes Nutzungsverhalten im öffentlichen Raum festgestellt. „Auf der einen Seite nimmt die Nutzungsintensität zu, auf der anderen Seite findet – in Teilen der Bevölkerung – immer weniger Identifikation mit dem eigenen Wohn- und Lebensumfeld statt.“

Daran muss gearbeitet werden, ohne Zwang und ohne erhobenen Zeigefinger. Die Menschen müssen „ihre“ Straße als einen Teil ihres eigenen Lebens betrachten, ein Teil vom Zuhause. Manchmal kann das Fehlverhalten auch auf Unwissenheit zurückgeführt werden. Die Waste Watcher gehen in die Straßen rein, sind ansprechbar und erkennbar für die Bürger*innen. Manche Leute sind dann dankbar für die Aufklärung.

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Weihnachtsmarkt: sechs Tage kürzer als 2022

Es geht los, der Weihnachtsmarkt (eigentlich sind es mit dem Büchelgelände erstmals 2 Weihnachtsmärkte) ist eröffnet. Eine Besucherwelle von etwa einer Million Menschen rollt wieder auf Aachen zu. Es ist der 50. Weihnachtsmarkt, und in Aachen ist man den Ansturm gewöhnt und entsprechend gut vorbereitet.

Der Handel freut sich sehr auf die umsatzstarken kommenden Wochen, der aachen tourist service meldet für die Wochenenden nahezu ausgebuchte Hotels und mehr Gruppenführungen als im letzten Jahr.

Die Straßenverkehrsbehörde empfiehlt die Anfahrt über die Krefelder Straße, die Aseag setzt mehr Busse ein, die Polizei hat keine Hinweise auf eine besondere Gefahrenlage und das Ordnungsamt lobt den Veranstalter für sein professionelles Sicherheitskonzept.

Die Verwaltung teilt mit: Neben deutschen hätten sich zahlreiche französische und britische Gruppen – letztere gegen den Trend in anderen Städten – angemeldet, zudem „gehen auch jetzt noch kurzfristige Anfragen ein“. Es gebe einen deutlichen Zuwachs zum Vorjahr, obwohl der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr sechs Tage kürzer ist als 2022.

Bezüglich der Anreise lohnt sich ein Blick auf diese Seiten im Internet: Die Webangebote verkehr.aachen.de und aachen.de/anreise helfen bei der Planung des Besuchs.

Schon seit dem 16. Oktober ist das Fahrtenangebot auf der Linie 51 (Aachen – Baesweiler) samstags zwischen Sportpark Soers und der Aachener Innenstadt auf einen 7,5-Minuten-Takt verdichtet. Zum verkaufsoffenen Sonntag (3. Dezember) setzt die Aseag zusätzliche Wagen ein. Besonders gut zu erreichen ist der Weihnachtsmarkt dann zu Fuß von den Haltestellen Elisenbrunnen und Driescher Gässchen.

Polizeidirektor Rüdiger Fink sagt: „Wir haben zwei mobile Wachen und wieder gemeinsame Streifen mit den Kollegen aus Belgien und den Niederlanden. Das ist ein guter Service für die Besucher*innen“. Die Sicherheitslage sei nach wie vor eine abstrakte Gefährdungslage, er empfahl gleichzeitig, die Social Media-Tipps der Polizei zu verfolgen.

Pilomaten im Einsatz

Auch Armin Bergstein, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, betonte: „Wir sind gut aufgestellt“. Die Mitarbeitenden seien mit fünf bis zehn Einsatzkräften unterwegs, darunter Muttersprachler*innen in vielen Sprachen. Die Terror-Poller, genannt Pilomaten, seien frisch gewartet und im Einsatz. Wie immer stehen die Verkehrskadett*innen, die seit Jahren die Verkehrsströme des Weihnachtsmarktes lenken und damit zu seinem Gelingen beitragen, bereit.

Alle Infos vom Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Aachen

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Friedhofsverwaltung am 1. Dezember geschlossen. Etwa wegen einem Teamtag?

Ach du Schreck, die Meldung reißt uns aus unseren schönen, vorweihnachtlichen Träumen. Will die Friedhofsverwaltung etwa einen Teamtag veranstalten? Bezahlt aus der Stadtkasse? Ist die örtliche Presse an diesem Fall schon dran? Wenn nicht, dann aber hurtig, die Feder gespitzt, bzw. den Computer angeworfen.

Teamtag – verstehen könnte man es ja. Nach all den traurigen Anlässen, die diese Abteilung täglich bearbeiten muss. Da scheint ein Teamtag nötig. Zur Hebung der allgemeinen Stimmung und dass niemand depressiv wird und danach dauerkrank. Das wäre nämlich schlecht.

Scherz beiseite. Hier die korrekte Mitteilung vom Amt: „Die Friedhofsverwaltung des Aachener Stadtbetriebs ist am Freitag, 1. Dezember, wegen einer internen Veranstaltung geschlossen. Die Mitarbeitenden sind auch telefonisch nicht zu erreichen. An diesem Tag finden auch auf den Friedhöfen Wald, Lintert, Forst und Heißberg keine Beisetzungen statt.“

Zur Info: AachenNews ist davon überzeugt, dass alle Teamtage in der Verwaltung aus gutem Grund stattfinden/stattfanden und auch aus der Stadtkasse bezahlt werden sollten. Der Grund: Nur Personal, das wertgeschätzt wird, ist auch zu Höchstleistungen bereit.

Auf einem Friedhof in Aachen.
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Der Stadtpark wird immer schöner

Ein Projekt, das Freude bereitet: Die Verschönerung des Stadtgartens an der Monheimsallee. In diesem Stadtpark „werden mehrere Flächen zwischen Monheimsallee und Passstraße voraussichtlich ab 27. November erneuert“, teilt die Verwaltung mit.

Mehrere Flächen, das sind der Konzertplatz neben dem Neuen Kurhaus, der Rosengarten, die Blumenterrassen und der Senkgarten

Im Stadtpark an der Monheimsallee. Foto: AachenNews Archiv

Das Hauptziel der bevorstehenden Arbeiten sei, Baumstandorte, Blühflächen, Wegebeläge, Beleuchtung und Sitzgelegenheiten so wiederherzustellen, dass die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität für die Öffentlichkeit verbessert wird. Ebenfalls würden von Verfall bedrohte Bestandteile der historischen Parkanlage im Sinne der Gartendenkmalpflege gesichert und saniert, so wird versprochen. 

Zu diesem Zweck werden auch kranke und zu eng stehende Bäume und Gehölze entfernt und durch Neupflanzungen ersetzt. Die gute Nachricht: „Im Anschluss werden mehr Bäume gepflanzt als vorher vorhanden waren.“

Die Pflege- und Sanierungsarbeiten dauern rund sechs Monate, in einzelnen Abschnitten müssen Wege vorübergehend gesperrt werden. Die Planung ist so gestaltet, dass die Nutzer*innen des Stadtparks so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Infos über den Stadtpark: www.aachen.de/stadtpark

***

Wo hier gerade so viel gute Laune verbreitet wird:

 „Die Europäische Union ist in ihrem Inneren bedroht.“

Der Luxemburger Jean Asselborn, bis vor kurzem dienstältester EU-Außenminister, jetzt in Rente.
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Nicht mehr verkehrssicher: Baumfällungen im Stadtgebiet

Unter dieser Überschrift muss die Stadtverwaltung eine traurige Mitteilung machen: Es müssen weitere Bäume gefällt werden.

Die Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs beginnt in dieser Woche mit Baumfällungen im Stadtgebiet. „Alle betroffenen Bäume sind in einem schlechten Zustand und nicht mehr verkehrssicher. Dadurch stellen sie eine Gefahr für Bürger*innen dar.“

Die betroffenen Bäume seien teilweise oder ganz abgestorben und durch Pilzbefall oder eine Vorschädigung in Form von Fäulen oder Rissen in ihrer Stand- und Bruchsicherheit gefährdet. Besonders betroffen seien beispielsweise die Breslauer Straße, die Roermonder Straße, die Nordstraße und die Reinhardstraße.

Die Maßnahme, so wird weiter mitgeteilt, werde bewusst im Herbst und Winter umgesetzt, außerhalb des Brut- und Nistschutzes, der von März bis September gilt. Nachpflanzungen an den jeweiligen Standorten würden nach der Fällung geprüft und voraussichtlich für den Herbst 2024 geplant.

Soll das (falls uns das Klima nicht vorher killt) Aachen in 100 Jahren sein? Nur noch Sand, Kakteen und ein paar Palmen in der Ferne? (Am Reichsweg gesehen.)
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Bäume: Lichterglanz auf dem Markt, Kahlschlag am Reichsweg

Der Weihnachtsbaum steht, er erfüllt den Aachener Markt mit einem wunderbaren, festlichen Leuchten. Eine Stadt, die einen Baum so prächtig schmückt und in den Mittelpunkt stellt, wird wohl Bäume generell schätzen und pflegen. Könnte man meinen. Aber: schaut selbst.

Traumhaft schön und über 10 Meter hoch: Ein festlich geschmückter Nadelbaum zwischen Buden mitten auf dem Aachener Marktplatz. Dort wird am kommenden Freitag, 24. November, um 11 Uhr der 50. Weihnachtsmarkt eröffnet. Tags zuvor wird der neue Weihnachtsmarkt auf dem Gelände am Büchel erstmals eröffnet.
Kahlschlag am Reichsweg im Ostviertel. Da wurde die Böschung von Bäumen und anderem Gehölz „befreit“. Dort wird ab dem Frühling der Krach durch die Züge nun lauter sein, wer aus dem Fenster schaut, schaut nicht mehr ins Grüne, und die frische Ausstrahlung von mit Blättern prallvollen Bäumen ist auch dahin.
Zahllose Bäume am Reichsweg gibt es nun nicht mehr.
Wen diese Bäume gestört haben? Keine Ahnung. Angeblich wurde befürchtet, dass sie auf die Schienen fallen. Ein Scheinargument.
Die Baumfäller sind bis zur Mitte des Reichsweg vorgedrungen. Werden die restlichen Bäume (bis zur Stolberger Straße) etwa auch noch gefällt?
  1. UPDATE:

Jemand fragt: Das war ja wohl die Deutsche Bahn (DB) und nicht die Stadt, oder?

Antwort: Ehrlich gesagt, ist es mir schon egal wer das war. Die Bäume sind gefällt, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Wer es auch war: Die haben immer „gute“ Gründe. – Es kann aber gut sein, dass die DB am Reichsweg aktiv war. Es wird noch versucht, das zu ermitteln.

2. UPDATE: Die Bahn war es.

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Aachen spendet. Bundeskanzler zögert.

Die Ukraine ist nicht vergessen: Als eine Anfrage des Deutsch-Ukrainischen-Vereins Blau-Gelbes-Kreuz den Aachener Stadtbetrieb erreichte, ob Fahrzeuge gespendet werden können, kam direkt eine Zusage. Die Wahl fiel auf ein Abfallsammelfahrzeug und einen Radlader, beides Fahrzeuge, die nach zehn Jahren Einsatz im Stadtbetrieb ausgemustert worden waren. Diese Woche bringt der Verein das Abfallsammelfahrzeug mit einem Hilfskonvoi an die polnisch-ukrainische Grenze. 

Hilfskonvoi ab Köln

Am Donnerstag startet ein nächster Hilfskonvoi des Blau-Gelbes-Kreuzes mit vier Fahrzeugen und einem Begleitfahrzeug in Köln. Voraussichtlich am Freitagabend wird die polnisch-ukrainische Grenze erreicht. Das Abfallsammelfahrzeug aus Aachen wird künftig in Aachens Solidaritätspartnerschaftsstadt Chernihiv eingesetzt – ebenso der Radlader, der bei einem der nächsten Hilfskonvois in die Ukraine gebracht wird. 

Weitere Spenden geplant

In den vergangenen Wochen waren die Fahrzeuge in der Werkstatt des Stadtbetriebs intensiv geprüft worden. Die aktuellen Spenden sollen einen Auftakt markieren: Perspektivisch ist geplant, weitere Fahrzeugspenden mit Unterstützung des Blau-Gelbes-Kreuzes nach Chernihiv zu bringen. Eine konkrete Spende ist schon in Vorbereitung: ein Bodenbearbeitungsgerät soll bald in die Ukraine gebracht werden. (Infos: Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing)

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Meinung: Vielen Menschen ist nicht bewußt, dass – sollte Russland diesen Krieg gewinnen – die Kosten für Deutschland und Europa gigantisch sein werden. Dann wird man sich wünschen, im Vorfeld dieses russischen Sieges mehr getan zu haben: Hätten wir doch mehr geholfen und die Ukraine in die Lage versetzt, den Krieg zu gewinnen. Die Zögerlichkeit der Sozialdemokraten in Berlin ist ein unverzeihlicher, schwerer Fehler. Es werden der Ukraine immer nur so viele Waffen und so viel Munition geliefert, dass sie nicht verliert, aber auch nicht gewinnen kann.

Der Bundeskanzler als Hauptzögerer lädt gerade eine schwere Schuld auf sich. Seine Berater ebenfalls. Sie haben nicht erfasst, worum es in Wirklichkeit geht beim Krieg Russlands gegen die Ukraine. Podcast zur Ukraine hier.

(s. dazu unten den Kommentar)

Dr. Kateryna Kravchenko (3.v.l.) freute sich über die Unterstützung. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (3.v.r.) bedankte sich ebenso wie Dezernent Heiko Thomas (2.v.r.) und Luise Clemens, Fachbereich Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung (2.v.l.) bei Martin Bergen, Bereichsleiter Innovations- und Mobilitätsmanagement des Stadtbetriebs(l.), und Marlon Knops, Ressortleiter Zentrale Dienste des Stadtbetriebs (r.). Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann
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Was uns im traurigen Monat November ein bisschen glücklich macht. CHIO und Weltmeisterschaft

Der November hat es in sich. Es ist ein Monat mit diversen Anlässen zum Trauern. Tagsüber wird es manchmal gar nicht mehr richtig hell . . . bis anlässlich Weihnachten alle Lichter leuchten, dauert es noch eine Weile. In der Bismarckstraße hat unterdessen eine Künstlerin schon mal die Schaufensterscheiben vom REWE bemalt. Das sieht gar nicht so schlecht aus.

Schaufenster von REWE im Frankenberger Viertel.

Ebenfalls im Frankenberger Viertel, Bismarckstraße 149, hat Alnatura (s. unten) auf knapp 800 Quadratmetern eine neue Filiale eröffnet. Die Räume wirken riesig, das Warenangebot ebenfalls (angeblich 6000 Bio-Produkte). Es ist quasi exquisit und nicht gerade preiswert. Es gibt dort auch eine Café-Bar mit Sitzmöglichkeiten.

Weitere Alnatura-Filialen gibt es in der Kapellenstraße in Burtscheid und am Karlsgraben. Wir wünschen für die Zukunft „gute Geschäfte“ und immer viele Kund*innen im Laden.

In der Bismarckstraße.

An zwei verschiedenen Orten werden in knapp drei Jahren (wenn es dann diese Welt noch gibt) die Weltmeisterschaften der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) stattfinden. Dies gab die FEI am frühen Sonntagmorgen (MEZ) auf ihrer Generalversammlung in Mexico City bekannt.

Ex-Kollege Ulrich Simons schreibt: „Den dicksten Brocken sicherte sich Aachen mit den Disziplinen Springen, Dressur, Para-Dressur, Vielseitigkeit, Gespannfahren und Voltigieren in der Zeit vom 10. bis 23. August 2026. Die Distanzreiter gehen am 17. Oktober 2026 im saudi-arabischen El-Ula an den Start.“ Hier weiter.

Diese Info haben wir am Wochenende diversen Leuten per SMS mitgeteilt. Was kam? Keine einzige Reaktion.

Foto: Eröffnungsveranstaltung 2023.

Liebe Leserinnen und Leser, es gibt nicht nur die Alemannia, die am vergangenen Wochenende in einem nervenzerfetzenden Spiel gegen Düren mit 2 : 1 gewonnen hat. Es gibt in Aachen auch noch den CHIO, und zur Weltmeisterschaft in gut zweieinhalb Jahren werden – wenn nicht noch eine Pandemie, ein Krieg, eine Eurokrise oder ähnliches ausbricht – wohl 500.000 Menschen nach Aachen kommen. Und es steht die Frage im Raum, ob für das Voltigieren nicht in Windeseile eine neue Halle errichtet werden muss oder ob die alte Albert-Vahle-Halle reicht. Vermutlich nämlich nicht. Und ob die Stadt Aachen sich an dem Neubau finanziell beteiligt. Vermutlich das nämlich auch nicht.

Das Stadion ist eines der schönsten Reitstadien der Welt. Der ALRV hat bewiesen, dass er große Turnierveranstaltungen perfekt organisieren kann. Die Weltmeisterschaft kann kommen.

Zum guten Schluss noch ein Foto von dem Platz (Nähe Siegel), auf dem eines (fernen) Tages nach schier unendlich langer Planung die vierte Feuer- und Rettungswache von Aachen stehen wird. Der Aachener Süden soll von dort aus im Falle von Einsätzen viel schneller angefahren werden, als das bisher der Fall ist. Da kann man nur hoffen, dass der Wettbewerb für den Neubau schnell zu einem Sieger-Entwurf führt und flott gebaut wird. Obwohl: Für das Gebäude wird wieder eine Menge Boden versiegelt.

Vor einigen Monaten standen auf dem Platz noch Zelte für Flüchtlinge. Doch die Zelte wurden relativ schnell wieder abgebaut. Bis die neue vierte Wache funktionsfähig ist, wird es eine Interimswache an der Adenauerallee geben. Auch auf einer Grünfläche (2300 Quadratmeter) übrigens.

Platz für eine neue, vierte Feuerwache ist reichlich vorhanden.
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Bismarckstraße: Wird sie doppelt so teuer wie geplant?

Die Bismarckstraße: Rechts ragt der Neumarkt ins Bild.
Zwischen Schlossstraße und Drimbornstraße befindet sich der größte Teil der Bismarckstraße (Frankenberger Viertel) und ist in einem schlimmen Zustand.

Die Bismarckstraße: Wer da entlang radelt, ist mutig. Sie soll in eine Fahrradstraße umgebaut werden, erst Ende 2025 soll alles fertig sein. Kosten sollte der Ausbau etwa 3 Millionen Euro. Aber die Explosion der Kosten in der Baubranche und diverse andere, nicht vorhersehbare Ereignisse (Kriege, Inflation usw.) bewirken, dass nunmehr mit 5,88 Millionen Euro gerechnet werden muss.

Eine Fahrradstraße soll sie werden, was man in Aachen so „Fahrradstraße“ nennt: rote Fahrbahn, Pkw fahren drauf, Radler*innen werden an den Rand gedrängt. Eine Fahrradstraße nach Aachener Machart ist einfach eine Straße wie alle anderen auch, nur rot.

Egal. Die Straße sollte erneuert werden, sie hat es nötig. Sie ist die z. Z. kaputteste Straße von Aachen und gefährlich. Die Bismarckstraße war jetzt Gegenstand von Beratungen in der Bezirksvertretung Mitte. Am Donnerstag, 23. 11., am 5. 12. und am 13. 12. wird die Politik weiter diskutieren. Und wenn alles gut geht entscheiden, ob die Straße vielleicht in einer abgespeckten Light-Version gebaut werden kann oder so wie geplant. Dann aber doppelt so teuer.

Sparen könnte man sich, so hat die Verwaltung aufgelistet, zum Beispiel: den Einbau einer Druckleitung für eine spätere Offenlegung des Beverbachs, geschlossene Fahrrad-Abstellanlagen, die Aufpflasterung im Bereich der Kreuzungen, die Roteinfärbungen usw. Dann würde die Sanierung der Straße eine Million Euro preiswerter. 19 neue Bäume kosten überraschend praktisch nichts, weil noch jemand irgendwo Bäume gefällt hatte, die an anderer Stelle ersetzt werden müssen.

Diese edel anmutenden Kisten sind sehr teurer. Um innen sein Fahrrad abzustellen, schadet es nicht, einige Semester Informatik studiert zu haben. Fahrräder stehen bis jetzt auch nicht drin. Wir haben jedenfalls reingelugt und keine gesehen. An der Bismarckstraße könnte man auf solche Gehäuse verzichten.

In der Diskussion sind noch Fragen nach der Breite der Bürgersteige (müssen es überall 5 Meter sein?) und ob die Trennung zwischen Fahrradspur und Fußgängern wirklich gelungen ist oder zu Unfällen führt. Zu Letzterem hat der ADFC AachenNews umfangreiche Einschätzungen zugeschickt.

ADFC kritisiert Pläne und kündigt Demo an

Der ADFC Aachen/Düren begrüßt die Gesamtplanung zur Gestaltung der Bismarckstraße. Dort verlaufen die wichtigen Radvorrangrouten zwischen dem Elisenbrunnen und Brand bzw. Eilendorf. Bereits heute nutzen etwa 2.000 Radfahrende täglich die Bismarckstraße – Tendenz steigend. Der ADFC freut sich über viele kleine Details, die zu einer technisch guten und ausführlichen Ausführungsplanung beigetragen haben.

Allerdings äußert der ADFC starke Bedenken gegen die vorgesehene Gestaltung der Bismarckstraße auf Höhe des Neumarkts. Die Verwaltung möchte an dieser Stelle eine „Mischfläche“ einrichten und diese mit einem Schachbrettmuster pflastern, so wie man es an der Bushaltestelle Ehrenmal in der Ludwigsallee vorfinden kann.

„Die vorgeschlagene Gestaltung der Fahrbahn am Neumarkt steht im klaren Widerspruch zu den im Radentscheid festgelegten Zielen. Sie gefährdet die Sicherheit und den Komfort der Radfahrenden und zu Fuß Gehenden“, kritisiert Ben Jansen, Vorsitzender des ADFC Aachen/Düren und weiter: „Die Planung ignoriert wichtige technische Standards und den politischen Beschluss zum Radhauptnetz. Sie führt zu einer unklaren Verkehrsführung, die Konflikte provoziert.“

„Am Neumarkt fordern wir eine durchgängige, asphaltierte und rot eingefärbte Fahrradstraße, um eine sichere und intuitive Nutzung zu gewährleisten“, so Jansen. Als Kompromiss schlägt der ADFC die Einrichtung eines Zebrastreifens vor.

In der Bezirksvertretung Aachen-Mitte konnte der ADFC zuletzt einen Teilerfolg feiern, denn die Verwaltung möchte nun bis zum Mobilitätsausschuss am 23.11. zwei weitere Varianten zum Neumarkt ausarbeiten und in einer zusätzlichen Vorlage präsentieren. Der ADFC nimmt dies zum Anlass, sein Anliegen auf die Straße zu tragen und für eine klare und intuitive Lösung am Neumarkt zu werben.

Der ADFC ruft deshalb zu einer Demonstration am Mittwoch, 22. November, um 17 Uhr am Neumarkt unter dem Motto „Fahrradstraße Bismarckstraße auch am Neumarkt!“ auf.

s. auch hier

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