Remember, remember: Zum Jahreswechsel 2019/20 wurde seinerzeit die Bonpflicht eingeführt. Seitdem werden Bons ausgedruckt als gäbe es kein Morgen. Aus gegebenem Anlass natürlich vorzugsweise im Advent. Besonders absurd: beim Bäcker, selbst wenn man sich einfach nur ein Streuselbrötchen kauft. Kilometerlange Zettel, vermutlich drei Fußballfelder kommen da im Jahr zusammen.
Zwei Teile gekauft, einKassenbon, 50 Zentimeter lang.
Glücklicherweise gibt es zwar die Beleg-Ausgabepflicht, aber keine Beleg-Mitnahmepflicht. Die Zettel werden ausgedruckt und dann sofort weggeworfen. Sehr blöd auch, eine Kassiererin z. B. bei Netto muss 500 mal am Tag fragen: „Kassenzettel?“ Und das nicht nur einen Tag lang, sondern täglich.
An Weihnachten drehen alle durch. Wer nichts hat, worüber er/sie sich aufregen kann, mosert über die Tatsache, dass sich Menschen tote Bäume in die Wohnung stellen. Bäume, die gar nicht gepflanzt worden wären, gäbe es diesen Weihnachtsbrauch nicht.
Aber was soll’s? Die To-Do-Liste reicht „von hier bis Kolumbien“, wie man so sagt. Das ganze Rennen von Termin zu Termin hat nur einen Vorteil: Man kommt ordentlich rum und sieht, was neu ist in der Stadt.
Das Frankenberger Viertel hat ein „Mehlwölkchen“, der Büchel in der Innenstadt hat jetzt auch eins. Täglich geöffnet von 9.30 bis 20 Uhr.
Bismackstraße 43 ist seit einem Jahr eine gute Adresse für griechische Backkunst. Eine echte Bereicherung für alle, die bei Moss und Nobis schon alles leergekauft haben, es können nicht immer Streuselbrötchen sein. Im Haus Ecke Büchel/Kleinkölnstraße – das Schuhgeschäft ist ein paar Häuser weitergezogen – befinden sich jetzt ein Café und eine Backstube, es wird griechisch gebacken was das Zeug hält. Innen ist es sehr warm, alles duftet, ist neu und super lecker.
War mal eine gute Adresse für teure Mode: die Krämerstraße19 – 21.
Überraschung in der Krämerstraße: Benetton schließt seine Aachener Filiale. Die Älteren werden sich erinnern, dass dort vor Benetton (vor über 20 Jahren) mal Aachens erste Adresse für außergewöhnlich edle Mode war. Das Modehaus Helg war weit über Aachen hinaus bekannt. Das Gebäude wurde verkauft und komplett umgebaut. Weiter unten, am Puppenbrunnen ist leider auch Leerstand zu verzeichnen. Auch dort hat ein Textilgeschäft die Segel gestrichen, ist in die Hartmannstraße umgezogen.
Ist jetzt Geschichte: der Weltladen in der Jakobstraße 9.
Nach über 40 Jahren mussten die engagierten Freunde fair gehandelter Ware aufgeben. Und es lag nicht an der Miete, wie zu erfahren war. Schon eher am Internet-Handel. – Die Insolvenz stand im Weltladen kurz bevor, der Verein wollte nichts verschleppen. Der Laden ist leer, die Umsätze stimmten einfach nicht mehr. Dort bekommt man nun keinen fair gehandelten Tee mehr, keinen Kaffee, keine Textilien, kein Kunsthandwerk mehr. Der Laden könnte an seinem eigenen Erfolg gescheitert sein, fair Gehandeltes gibt es jetzt auch bei anderen.
Das ist heftig: der Niedergang der Adalbertstraße. Zuletzt hat dort ein Fischgeschäft aufgegeben.Das Schnellrestaurant Nordsee soll mal beliebt gewesen sein, wir erinnern uns nicht. Hauptsache es gibt noch Backfisch auf dem Aachener Marktbzw. am Elisenbrunnen.
Sagenhaft, wie heruntergekommen die Adalbertstraße auf der Kaufhof-Seite aussieht. Man weiß schon gar nicht mehr, welche Geschäfte es da mal gegeben hat. Wehmeyer? Peek & Cloppenburg? Gab’s da nicht noch andere? Die Nordsee hat jetzt jedenfalls auch die Schotten dicht gemacht. Genauso wie die Franken-Apotheke am Adalbertsteinweg (s. Foto weiter unten), und diverse Shops in der Stiftstraße.
Die Stiftstraße mit Blick auf das Bekleidungshaus C&A. Foto: AachenNews ArchivDie Apotheke am Adalbertsteinweg ist zu.Die Kundschaft kauft wahrscheinlich lieber und preiswerter im Internet ein.
Dass man sich angesichts der dramatischen Weltlage für neu eröffnete oder für geschlossene Läden in Aachen interessiert – wie soll man das begründen? Von Aachen aus kann man Putin nicht stoppen. Er hat jetzt wissen lassen, dass ein Angriff auf ein NATO-Land von ihm nicht geplant sei. Was soll das heißen? Nichts Gutes! Dieser Mensch lügt, sobald er den Mund aufmacht. Von Aachen aus kann man auch in Israel niemand schützen, nur die Menschen, die bei uns leben. Von Antisemitismus Betroffene zu schützen, das hat der RWTH-Rektor versucht, war aber auch wieder falsch. Er habe wissenschaftliche Diskussionen verhindert, heißt es.
Was lernen wir? Selbst die klügsten Menschen unter uns sind überfragt. Wir werden bis auf weiteres (Jahresrückblick) einfach mal die Klappe halten, bzw. uns über die Ereignisse verbreiten, die sich vor unserer Nase abspielen.
Was weiter auffiel: In der Franzstraße hat das Seniorenheim „Haus Anna“ geschlossen.
Trotz wachsendem Bedarf an Heimplätzen für ältere Menschen: „Haus Anna“ ist kein Seniorenheim mehr.
Zu wenig Platz, zu wenige Ein-Bett-Zimmer, so durfte das Seniorenheim in der Franzstraße nicht weitergeführt werden. Man schaut in die Fenster und sieht: alles leer.
Gleichzeitig sind in Aachen (wie in ganz NRW) für Kinder und Jugendliche, die – schwer vernachlässigt – nicht mehr bei ihren Eltern leben können, keine Wohnungen da. Es mussten schon Teenager in Hotels untergebracht werden. Mehr Infos dazu: hier. Die Verwaltung macht aus der Dramatik der Situation kein Geheimnis. Könnte das Jugendamt nicht das „Haus Anna“ übernehmen?
Hat sich in der Schlossstraße nicht halten können:Aachens schönste Telefonie- und Internet-Location F/4 Mobile (von Marc Teuku und Marc Salgert).
Start-ups in der Großkölnstraße
Ein Projekt hat jetzt in der Großkölnstraße 36 seine Türen geöffnet: In Zusammenarbeit mit der Stiftung Kathy Beys, dem Verein Enactus Aachen und einem städtischen Fachbereich ist dort ein temporärer Pop-up-Store entstanden, in dem nachhaltige Start-ups ihre Produkte vorstellen. Ziel des Projekts ist es, innovative Geschäftsideen und regionale Projekte zu fördern, alternative Nutzungsideen in die Innenstadt zu bringen und leerstehende Ladenlokale zu beleben und damit deren Attraktivität zu steigern.
Unternehmen können dort zeigen, dass und wie sie aktiv zur Reduzierung von Ressourcenverschwendung beitragen. Enactus Aachen e.V., als Initiator des Projekts, ist eine Studentenvereinigung, die sich dem unternehmerischen Handeln für soziale Zwecke verschrieben hat. Mit über 100 Mitgliedern und sieben Projekten arbeitet die Vereinigung kontinuierlich daran, durch nachhaltige Entwicklung die Welt Schritt für Schritt ein wenig besser zu machen.
Bis 31. Januar geöffnet, freitags von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr und samstags von 10.30 Uhr bis 18.30 Uhr.
Dieser kleine Platz befindet sich an der Lothringer Straße zwischen Oppenhoffallee und Wilhelmstraße. Dort müssen angeblich Bäume gefällt werden. Foto: AachenNews Archiv
Die Meldung erreichte AachenNews kürzlich via SMS und wirkte wie ein Schlag in die Magengrube. Da stand:
„12 Ahornbäume am Lothringer Platz müssen gefällt werden, weil da irgendwer vor Jahrzehnten quadratmeterweise Beton vergraben hatte, der die Wurzeln schwer erhaltbar macht.“
Ein Kollege hatte diese niederschmetternde Info erhalten und sogleich weitergeleitet. Später bestätigten andere: Eine Betonplatte befinde sich unter dem ganzen Platz. Das hätten Untersuchungen ergeben. Eine Betonplatte? Warum haben unsere Vorfahren dort eine extraharte Betonplatte hingelegt und dann Ahorn, dessen Wurzeln danach ganz untypisch zur Seite wachsen mussten, gepflanzt? Und was – um Himmels Willen – ist unter der Betonplatte?
Seit vier Jahren ist konkret die Rede davon, dass Straße und Platz Fußgänger- und Radler*innen freundlich umgebaut werden sollen. Das Geld (2,1 Millionen Euro) liegt endlich parat und kann verbaut werden. Aber welcher Schock für alle im Frankenberger Viertel, die den Platz kennen, sei es dass sie im Sommer vor dem Restaurant „Cocon“ sitzen oder beim Straßenfest „Lothringair“ abhängen.
40 bis 50 Jahre alt seien die Bäume. Sie gesund über die Umbauarbeiten zu bringen und zu erhalten, das koste pro Baum eine Stange Geld (20.000 Euro). Dann doch lieber fällen und große, neue Bäume pflanzen, so lautet die Empfehlung. Wird, damit die neuen Bäume wachsen können, zuvor (im Frühjahr) die Betonplatte entfernt? Und – wie erwähnt – was tritt dann dort zutage?
Der Umbau der Straße wurde lange geplant und im Detail bereits 2022 beschlossen. ImFrühjahr 2024 soll mit den Arbeiten begonnen werden, die Bäume auf dem Platz sollen schon im Januar oder Februar gefällt werden.
An den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel gelten in den Aachener Schwimmhallen wieder geänderte Öffnungszeiten. Die Elisabethhalle, die Schwimmhalle Brand und die Ulla-Klinger-Halle sind an Heiligabend, am 1. und 2. Weihnachtstag sowie Silvester und Neujahr geschlossen.
Die Schwimmhalle Süd ist an Heiligabend und Silvester von 7 bis 12.30 Uhr sowie am 2. Weihnachtstag und Neujahr von 10.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Am 1. Weihnachtstag bleibt die Schwimmhalle Süd geschlossen.
Die Osthalle ist an Heiligabend, am 2. Weihnachtstag sowie Silvester jeweils von 8 bis 13.30 Uhr geöffnet. Am 1. Weihnachtstag und Neujahr ist die Osthalle geschlossen. Infos unter www.aachen.de/sport.
***
In den Weihnachtsferien sind alle Sport-, Turn- und Gymnastikhallen geschlossen. Dort findet die jährliche Grundreinigung statt.
***
Es verschieben sich die Abholtermine der Abfallsammlung im Stadtgebiet. Die Sammlungen von Montag, 25. Dezember, werden auf Samstag, 23. Dezember, vorgezogen. Der Abholtermin von Dienstag, 26. Dezember, wird auf Mittwoch, 27. Dezember, verlegt. Die weiteren Abholtermine innerhalb dieser Woche verschieben sich dementsprechend alle um einen Tag nach hinten, die Sammlung von Freitag, 29. Dezember, findet am Samstag, 30. Dezember statt.
Wegen Neujahr verschiebt sich die Abfallsammlung feiertagsbedingt von Montag, 1. Januar, auf Dienstag, 2. Januar. Die weiteren Entsorgungstermine der ersten Kalenderwoche 2024 verschieben sich so jeweils um einen Tag nach hinten. Ab Montag, 8. Januar, erfolgt die Abfallsammlung im Stadtgebiet wieder an den gewohnten Entsorgungstagen.
***
Die Recyclinghöfe Kellershaustraße und Camp Pirotte sind am Montag und Dienstag, 25 und 26. Dezember, sowie Montag, 1. Januar, geschlossen. Am Samstag, 23. Dezember, sowie von Mittwoch, 27. Dezember, bis Samstag, 30. Dezember, sind die Recyclinghöfe zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet:
Recyclinghof Eilendorf, Kellershaustraße 10: Montag bis Freitag: 8.30 bis 16 Uhr und Samstag: 8.30 bis 14.30 Uhr.
Recyclinghof Brand, Camp Pirotte 50: Mo, Di, Do, Fr: 8 bis 16 Uhr und Mi: 8 bis 19 Uhr und Sa: 8.30 bis 14 Uhr. Erfahrungsgemäß kommt es rund um die Feiertage zu einem erhöhten Besucheraufkommen (etwa 700 Besucher*innen pro Tag).
***
An den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel gelten im Centre Charlemagne, im Couven Museum, im Ludwig Forum, im Internationalen Zeitungsmuseum sowie im Suermondt-Ludwig-Museum folgende Öffnungszeiten: Heiligabend (24.12.) und 1. Weihnachtstag (25.12.) sowie Silvester (31.12.) und Neujahr (01.01.) geschlossen. Die Museen haben am 2. Weihnachtstag (26.12.) geöffnet.
In diesem Jahr hat die Stadtverwaltung Aachen durchgehend vom 23. Dezember 2023 bis einschließlich 1. Januar 2024 geschlossen. Von der Betriebsruhe ausgenommen sind die Feuerwehr, der Ordnungs- und Sicherheitsdienst, das Standesamt für dringende Beurkundungen und die operativen Einheiten des Aachener Stadtbetriebes, wie Abfallentsorgung, Stadtreinigung, Bestattungswesen und Winterdienst.
Kultur- und Sportangebote stehen im üblichen Rahmen zur Verfügung.Geöffnet bleiben Museen einschließlich des Rathauses, die Bibliothek, das Stadttheater und das Eurogress. Die konkreten Öffnungszeiten dieser städtischen Einrichtungen findet man auf aachen.de.
Notdienste und Bereitschaftsdienste: Der Bürger*innenservice Aachen-Mitte und die Bezirksämter sind grundsätzlich geschlossen. Das Bezirksamt Kornelimünster steht für insbesondere dringende Ausweis- und Passangelegenheiten im Bürger*innenservice zur Verfügung. Bei allen Anliegen bitte online oder telefonisch einen Termin vereinbaren. Für dringende Fragen zum Thema Rentenversicherung ist im Versicherungsamt ebenfalls ein Notdienst eingerichtet.
In Notfällen hilft das Servicecenter Call Aachen unter Telefon 0241 432-0 weiter. Es wird zwischen den Jahren weiterhin von Montag bis Freitag jeweils von 7 bis 18 Uhr besetzt sein. Der Entstördienst des Stadtbetriebs ist unter Telefon 0241 432-18999 auch über die Feiertage und zwischen den Jahren rund um die Uhr erreichbar. Für allgemeine Fragen, zum Beispiel zu benötigten Unterlagen, steht das Servicecenter zur Verfügung. Über die 0241 432-1234 können zudem bereits Termine für das neue Jahr gebucht werden.
Unabhängig davon bietet die Stadt an, die Onlinedienstleistungen der Verwaltung in Anspruch zu nehmen. Für Schriftstücke, bei denen Fristen eingehalten werden müssen, stellt die Verwaltung die Leerung der „fristwahrenden Briefkästen“ am Verwaltungsgebäude Bahnhofplatz, Hackländerstraße 1 und am Bezirksamt Kornelimünster-Walheim, Schulberg 20, sicher. Post kann dort auch während der Öffnungszeiten an der Pforte abgegeben werden. Die Kolleg*innen erfassen den Posteingang entsprechend.
Ab Dienstag, 2. Januar 2024, bieten alle städtischen Fachbereiche und Betriebe ihre Dienstleistungen wieder uneingeschränkt an.
Alle Infos erhalten von: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Die Büste von Herbert von Karajan stand seit 1983 im Stadttheater. Schon damals wunderten sich Menschen, aber auch in unseren Tagen hat man sich gelegentlich gedacht: Kein einziger Aachener Generalmusikdirektor ist im Theater verewigt, nur der, der ein überzeugter Nazi gewesen sein soll, der wohl. Nun ja, jetzt wandert der übergroße Karajan-Kopf ins Centre Charlemagne, das ist kein Fehler. Was lernen wir daraus? Nie wieder einen Menschen ehren, bevor man nicht alles über seine Vergangenheit weiß.
Das gilt auch für die katholischen Geistlichen, nach denen in Voreifel und Eifel gern Straßen und Wege benannt wurden. Damit ist jetzt hoffentlich Schluss. Es hatte uns bei AachenNews schon immer missfallen, dass in Aachen z. B. ein Priester sehr respektiert wurde, von dessen Prügelorgien erwachsene Männer noch 35 Jahre später angstvoll berichteten. In Stolberg und in Kalterherberg müssen, so berichtet die örtliche Tageszeitung, Straßen umbenannt werden. Diesbezüglich hat sich die örtliche Presse mit der Veröffentlichung von Namen einen Orden verdient. In der Bischofsstadt Aachen die katholische Kirche eines Vergehens oder Verbrechens zu bezichtigen, das erfordert Mut, bedeutet meistens, dass man selber schnell am Pranger steht.
***
Schon komisch, was sich im freien Westen an den Hochschulen abspielt. In Berlin machten z. B. Studierende genau das, was schon ihre Großväter praktizierten: Sie verweigerten Juden den Zutritt zu einem Saal in einer Hochschule. In Aachen wird der Rektor der RWTH beschimpft, weil er aus Rücksicht auf die explosive Lage und aus Rücksicht auf ängstliche Studierende einen Vortrag untersagt hat. Mal sehen, wie lange unser Rektor noch im Amt ist. Wer mit Juden sympathisiert, dem bläst zur Zeit der Wind ins Gesicht.
Wer sich in den Betriebsausschuss der Volkshochschule (VHS) begibt, erfährt: Das Projekt „Verlegung von Stolpersteinen“ (seit 2008) wird auch 2024 weitergeführt.
13 Steine sollen im kommenden Jahr hinzukommen. Sie erinnern an Menschen, die von Aachen aus in Vernichtungslager deportiert und ermordet wurden. Die Steine befinden sich auf der Straße vor den jeweils letzten bekannten selbst gewählten Wohnsitzen der Bürgerinnen und Bürger.
Einzelpersonen und besonders die Arbeitsgruppe „Stolpersteine“ des Einhard-Gymnasiums engagieren sich immer wieder neu.
Foto: Stolpersteine in der Adalbertstraße.
Die Politiker*innen im Ausschuss zollten den Schülerinnen und Schülern (Klasse 9) einstimmig höchstes Lob. Fünf Stolpersteine wurden übrigens – das haben die Jugendlichen beim Putzen der Steine bemerkt – durch Baumaßnahmen beschädigt, aber sie werden (finanziert durch die Friedensläufe in Aachen) ersetzt.
In der Oberpfalz an der Grenze zu Tschechien hat die Polizei Elektrofahrräder in einem Transporter sichergestellt. Sechs der sieben E-Bikes, so wurde kürzlich mitgeteilt, stammen zweifelsfrei aus Diebstählen im Aachener Nordkreis.
Polizeibeamte der EG Bike machten sich auf den Weg nach Bayern, um den Fahrer zu vernehmen. Die sechs E-Bikes wurden den rechtmäßigen Besitzern im Nordkreis übergeben. Besonders groß war die Freude bei einem Mann, der für sein erst drei Monate altes Elektrofahrrad noch keine Versicherung abgeschlossen hatte.
Der 38-jährige Fahrer des Transporters wurde vorläufig festgenommen. Er sitzt momentan in Untersuchungshaft. (pf/sk)
***
Baustelle an der Einfahrt Reichsweg/Adalbertsteinweg.
Besonders weit kommt man mit den Rädern zur Zeit aber sowieso nicht. Es liegen immer noch zu viele Baustellen auf den Wegen kreuz und quer durch die Stadt. Besonders übel: die Baustelle am Bahnhof Rothe Erde. Dort wurde die Fahrbahn verengt. Keine gute Idee, es handelt sich um eine Hauptverkehrsstraße in Aachen. Für Busse, Pkw und Radler wurde ein Nadelör geschaffen. Meidet es, sofern ihr das könnt.
Lange wurde überlegt und geplant, in den nächsten Tagen erfolgen die Politiker-Beschlüsse: Der Vorplatz vom Stadttheater wird umgebaut. Auch innen im Theater gibt es eine erhebliche Veränderung. Die Büste von Herbert von Karajan wird entfernt. Den ehemaligen Aachener Generalmusikdirektor möchte dort niemand mehr sehen. Der Grund: seine intensiven Verflechtungen mit den Nationalsozialisten. Der Maestro hat Schuld auf sich geladen und nach dem Krieg nie Reue gezeigt oder sich entschuldigt. Neue Forschungsarbeiten, die das beweisen, liegen angeblich vor.
Der Vorplatz vom Stadttheater, wie man ihn seit Jahr und Tag kennt. Rund ums Theater bleibt in den kommenden Jahren kein Stein auf dem anderen.
In direkter Nachbarschaft zum Theater gibt es ebenfalls eine Veränderung. Die Parfümerie Monheim verlässt nach 96 Jahren ihr angestammtes Haus auf der Ecke Theaterplatz/Kapuzinergraben. Die Parfümerie will sich vergrößern (von 55 auf 150 Quadratmeter) und ist soeben vom Theaterplatz zur Hartmannstraße 26 gezogen. Wie man sieht: Mit der Schönheit der Frauen lässt sich viel Geld verdienen.
Der Theatervorplatz wird – sofern er wie geplant verwirklicht wird – eine neue innerstädtische Attraktion werden. Es wird ein Platz in hellem, sandfarbenem Naturstein mit einer High-Tech-gesteuerten Fontäne. Ein Platz, der auch eine Open-Air-Bühne sein wird, wo es Aufführungen, Konzerte und Veranstaltungen jeder Art geben wird. Kunstvoll wird das Licht eingesetzt. – Da darf man sich freuen, zumal alle Fraktionen im Rat diesen Umbau begrüßen.
Keine Pkw, viele Bäume
Baubeginn soll vor dem Theater im Jahr 2025 sein. Ab 2027 wird dann das Wasser sprudeln und bei Bedarf abgestellt für Attraktionen. Hinter dem Theater wird schon 2024 mit Bauarbeiten begonnen. Dort wird die Straße bis zur Borngasse neu gestaltet. Denn: Die Theaterstraße war einst ein Boulevard und soll es (irgendwann) auch wieder werden.
Zum Kraftfahrzeug-Verkehr: Rund um das Theater wird kein Pkw, es werden dort nur noch Busse, Taxis, Anwohner, Lieferverkehr, Arztbesucher*innen und Radler fahren. Es wird dort viele Bäume geben, das versprechen die Planer (Kölner Landschaftsarchitekten Club 94 samt Partner). Aachen wird dort vielleicht mal wie eine moderne Stadt aussehen.
Die Fassade der alten Dresdener Bank unmittelbar gegenüber vom Stadttheater. Foto: AachenNews Archiv
Wenig Personal, große Belastungen im sozialen und erzieherischen Bereich, die nicht mehr zu schaffen sind: Mit Transparenten und Grableuchten wurde Aufmerksamkeit erreicht.Vor der Sitzung der Politiker*innen: Eltern und Fachkräfte demonstrierten im Verwaltungsgebäude.
Gedränge auf dem Flur des Verwaltungsgebäudes in der Mozartstraße. Vor der Sitzung des Kinder- und Jugendausschuss machten dort Eltern und Fachkräfte des sozialen Bereichs auf die lückenhafte Betreuung von Kindern aufmerksam. Wegen Personalmangel müssen z. B. in verschiedenen Kitas Betreuungszeiten und -tage reduziert werden. Das bringt vor allem berufstätige Mütter (und Väter) zur Verzweiflung. Arbeitgeber sind ebenfalls nicht erfreut, drohen mit Kündigung.
Was ist zu tun, wenn vor etwa 15 Jahren von Land und Bund versäumt worden ist, mehr Erzieher*innen auszubilden? Jetzt fehlen sie.
Die schwierige Lage verärgert Eltern, macht sie manchmal wütend. Dann bekommt das überforderte Personal auch noch die Wut der Eltern ab. Kein Wunder, dass sich da die Betroffenen an ihren Arbeitgeber, die Stadt Aachen bzw. die Politik wenden und um Hilfe bitten. Es war gestern nicht der erste Protest dieser Art. Und weil in den kommenden Jahren viele Erzieherinnen in Rente gehen, wird sich die Situation vermutlich noch verschärfen.
Mit weiteren Protesten muss gerechnet werden. Am Mittwoch, 13. Dezember, um 11.30 Uhr wollen sich Erzieher*innen, Eltern und Kinder im Rathaus versammeln und dort ihr Anliegen vortragen. Sie wollen „Wunschzettel“ mitbringen und an einen Baum hängen.
Besuch von Reiterinnen und Reitern mit ihren Pferden auf dem Weihnachtsmarkt. Ein imposanter Anblick.Volle Geschäfte, volle Gassen auf Markt und Katschhof.
Ein Kunstwerk für Haaren soll ausgesucht werden. Bis 8. Dezember kann man noch online abstimmen! Jetzt habt ihr die Wahl. Das sind die drei Bilder:
Visualisierungen: Aphenoah | Philip Wallisfurth | Philip Bosmans
Welcher Graffiti-Künstler soll die Häuserwand eines prominent gelegenen Wohngebäudes am Tuchmacherweg, Ecke Alt-Haarener-Straße im Aachener Stadtbezirk Haaren gestalten? Das möchte die Stadtverwaltung wissen und teilt mit:
Die Stadt hat hierzu einen Wettbewerb gestartet. Die Online-Umfrage läuft noch bis Freitag, 8. Dezember, unter: www.aachen.de/kunstinhaaren. Zudem können Menschen im Haarener Bezirksamt auch analog abstimmen.
Die lokalen bzw. euregionalen Künstler Aphenoah, Philip Wallisfurth und Philip Bosmans haben hierzu ein jeweiliges Gestaltungskonzept ausgearbeitet und eingereicht. Das Kunstwerk mit den meisten Stimmen wird im Sommer 2024 auf der Brandwand realisiert.
Oberbürgermeister Ziemons setzt den Austausch mit den Aachener*innen in den Stadtteilen fort und lädt am Freitag, 17. April, zu einem Bürger*innendialog ein. Von 16 bis 18 Uhr besteht im Bezirksamt, Paul-Küpper-Platz 1, die Gelegenheit, persönlich mit dem Oberbürgermeister (OB) ins Gespräch zu kommen.
„ja“ zuOlympia?
Noch bis 19. April kann man seine Stimme per Briefwahl abgeben, ob man für oder gegen die Teilnahme Aachens an einer Olympiade ist. Bis dahin läuft der Ratsbürgerentscheid. Die Stadt hat allen wahlberechtigten Personen die Wahlunterlagen zugesandt. Sollte jemand bislang keine Abstimmungsunterlagen erhalten haben, kann sich ans Wahlamt (0241/432-1600) oder an wahlen@mail.aachen.de wenden.
4 Jahre, in denen es 300 Millionen Europäern nicht gelungen ist, den barbarischen Anführer von 150 Millionen Russen zu stoppen. „Nie mehr Krieg“, das bedeutet, dass man in der Lage ist, sich zu wehren, so dass kriegslüsterne, niederträchtige Diktatoren und Massenmörder erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Krieg zu beginnen.
***
In a world full of trends, choose something timeless: EU values
Zur Ruhe kommen
Am Dienstag, 14. April, zeigt Dr. Lisa Pütz (RWTH Aachen) im OecherLab, Kapuzinergraben, warum wir nach der Arbeit oft nicht zur Ruhe kommen – und welche evidenzbasierten Strategien wirklich helfen, besser abzuschalten. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an alle, die ihre Balance zwischen Arbeit und Erholung nachhaltig verbessern möchten. Infos hier.
Wertstoffe sammeln
Das Wertstoffmobil hält künftig regelmäßig auf drei Supermarkt-Parkplätzen: am Kaufland an der Vaalser Straße, am Hit Sütterlin am Tivoli und am ALDI in Oberforstbach. Zwischen dem 14. und 16. April steuert das Wertstoffmobil wieder die genannten Supermarkt-Parkplätze an. Hier Infos zu Terminen und Wertstoffen,Quelle: Presseamt
Verantwortlich für diese Seite: Margret Vallot. - Immer dabei: ein Herz für Aachen und seine Menschen. Wir freuen uns über Post, auch wenn euch mal etwas nicht gefällt, wir lernen gerne jeden Tag dazu. Die Adresse: mail@AachenNews.org
***
Aktuelle Störungen
Weil es in den letzten Wochen in Aachen den ein oder anderen Stromausfall gegeben hat: Hier findet ihr immer eine aktuelle Übersicht über die Störungen im Netzgebiet.
Mängelmelder
Den Mängelmelder der Stadt Aachen bzw. die Plattform, erreicht ihr hier. Diese Möglichkeit, auf Missstände hinzuweisen, hat sich als hilfreich erwiesen.