Parken am Straßenrand wird ein wenig teurer

Der Rat der Stadt Aachen hat im Dezember 2022 neue Tarife für das Parken am Straßenrand beschlossen. Daran hat das Presseamt dieser Tage noch mal erinnert. Los geht es – Zug um Zug – am Montag, 7. August. Für den Fall, dass man unbedingt mit dem Auto und nicht mit dem Fahrrad in die Stadt muss, kann es sich ab Montag lohnen, zum Parken in ein Parkhaus zu fahren. Voraussetzung: Dass die Umstellung in der RWTH-Stadt rein technisch überhaupt überall klappt.

„Vom 7. August an werden die 500 Parkscheinautomaten in der Stadt Aachen auf die neuen Tarife umgestellt“, teilt die Pressestelle mit. Die Arbeiten würden rund zwei Wochen dauern.

Begonnen wird in der Tarifzone 1 innerhalb des Alleenrings und auf dem Alleenring und auf Straßen nahe dem Hauptbahnhof. Da nicht alle Automaten gleichzeitig umgestellt werden könnten, seien in dieser Phase an einzelnen Parkscheinautomaten unterschiedliche Tarife möglich

Die neuen Parkgebühren betragen zukünftig für alle öffentlichen Parkflächen drei Euro für 60 Minuten in der Tarifzone 1. Die Höchstparkdauer in Tarifzone 1 ist zugleich auf 60 Minuten begrenzt worden. Die drei Euro werden auch fällig, wenn die Fahrzeuge kürzer abgestellt werden. Für Elektrofahrzeuge gilt abweichend hiervon eine Höchstparkdauer von 120 Minuten.

In der Tarifzone 2 außerhalb des Alleenrings und in den Stadtbezirken muss an den Automaten mindestens ein Euro bezahlt werden. Dafür lässt sich das Fahrzeug 40 Minuten abstellen. Längere Parkzeiten sind möglich.

Foto: Archiv

Politik und Verwaltung möchten – wie oben schon erwähnt – erreichen, dass vor allem das Parken in den Aachener Parkhäusern attraktiv bleibt. Schön wäre aber auch, wenn sich mehr Bürgerinnen und Bürger in eines dieser großen, roten Fahrzeuge setzen würden, in denen 40 Leute Platz haben. Dann wäre die Stadt auch nicht ständig so komplett verstopft und könnte wieder Einkaufs-freundlich werden.

Internet: www.aachen.de/parken

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Dicke, alte Kastanie auf dem Spielplatz Marienplatz muss gefällt werden

Die Rosskastanie auf dem Spielplatz Marienplatz ist von Pilzen befallen und in einem sehr schlechten Zustand. Das teilen die Baumkontrolleure des Aachener Stadtbetriebs mit. Sie haben es bei Kontrollen feststellen müssen.

Und wieder muss „mein Freund, der Baum“ gefällt werden. Unausweichlich, aber zugleich auch sehr traurig. Foto: Stadt Aachen/Jakob Haarhaus

Die Baumunterhaltung muss den Baum deshalb am kommenden Montag, 7. August, entfernen. Die Verkehrssicherheit ist nicht mehr zu gewährleisten. Die Kastanie „stellt sowohl eine Gefahr für Besucher*innen des Spielplatzes als auch für den angrenzenden Fußweg und Parkplatz dar“. Zu dieser Einschätzung sind die Fachleute gekommen.

An der Rosskastanie sind innerhalb weniger Monate zwei dicke Äste abgebrochen. Der Baum ist von dem Holz zersetzenden schuppigen Porling befallen, wodurch die Bruchsicherheit nicht mehr gegeben ist. 

Eine Nachpflanzung für die Rosskastanie ist für das Jahr 2024 vorgesehen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

Fahrrad-Dieb mit Bolzenschneider unterwegs

Die Polizei hat am Dienstag, 1. August, in der Kongressstraße ein Fahrraddieb auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Jetzt hat die Polizei ein Fahrrad, von dem sie den Eigentümer nicht kennt.

Ein Mann (38) hatte zuvor beobachtet, wie der Täter zu einem Fahrrad ging, das an einer Straßenlaterne befestigt war und sich davor beugte. Der Täter holte einen Bolzenschneider aus seinem Rucksack und machte sich am Fahrradschloss zu schaffen. Der Beobachter sprach – so steht es im Polizeibericht – den Täter lautstark an, woraufhin der Mann flüchtete.

Fast zeitgleich passierte zufällig ein Streifenwagen die Kongressstraße. Der Zeuge informierte die Polizisten und schilderte kurz die vorangegangene Situation. Dadurch konnte der Täter unmittelbar einige Meter weiter gestellt und festgenommen werden. Das nun ungesicherte Fahrrad wurde mit zur Wache genommen.

Der 30-jährige Mann ist in der Vergangenheit bereits wegen Eigentumsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten und hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Wer sein Fahrrad in der Kongressstraße abgestellt hatte und es nun vermisst, möge sich an die Kriminalpolizei Aachen (EG Bike Tel.: 0241-9577 33230) wenden, damit es wieder ausgehändigt werden kann. (yk/kg)

UPDATE: Der Besitzer des Fahrrads hat sich schon gemeldet.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Aachen vorwärts bringen: 367 wollen mitmachen und Ideen beisteuern

367 Bürgerinnen und Bürger haben auf die im Juli von der Oberbürgermeisterin versandten Schreiben eine positive Rückmeldung gegeben. Damit stimmen 10,5 Prozent der angefragten Personen einer Teilnahme am Bürger*innenrat zu.

„Diese Quote ist sehr zufriedenstellend“, freut sich Albert Halfmann aus dem Fachbereich in einer Mitteilung der Verwaltung. Es hätten sich aus allen Sozialräumen, Alters- und Bildungsstrukturen ausreichend Personen zurückgemeldet, sodass einer repräsentativen Annäherung an die Stadtgesellschaft der 56 Mitglieder nichts im Wege steht. 

Hintergrund: Die Stadt Aachen schickte Anfang Juli 3.500 Briefe an ausgeloste Personen, die im Rahmen des Bürger*innenrats 2023 über das Thema „Wie kann Aachens Innenstadt wieder ein attraktives Einkaufsziel werden?“ beraten können. Im nächsten Schritt lost das zuständige Sekretariat aus den eigegangenen Rückmeldungen die Mitglieder des Rates aus. Bei der Auslosung sind Alter, Bildung und Sozialräume berücksichtigt worden.

Stellvertretend und repräsentativ für die Zusammensetzung der Aachener Bevölkerung bilden diese Personen dann den Bürger*innenrat und werden eingeladen, an mehreren Wochenenden im Herbst 2023 über das Thema zu diskutieren.

Aktiv, partizipativ, freiwillig 

Dieser neue Rat sei ein wichtiges Instrument, um Menschen aktiv in politische Prozesse einzubeziehen, so wird mitgeteilt. Als ständige, institutionalisierte Einrichtung gehe das Gremium weit über ein Diskussionsforum hinaus. Durch die Diskussion zwischen ganz unterschiedlichen Menschen erfolge ein spannender Perspektivwechsel. Gemeinsam und unterstützt von Expertinnen und Experten würden Empfehlungen erarbeitet und ein Gutachten verfasst, das der Politik zur Entscheidung vorgelegt wird.

Wer sich über den neuen Bürger*innenrat informieren möchte: www.aachen.de/buerger_innenrat.

Bei Fragen steht zudem Albert Halfmann unter Tel.: 0241 432-7223 oder unter buerger_innenrat@mail.aachen.de zur Verfügung.

Infos von: Stadt Aachen, Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Einzigartiges, atemberaubendes Kino-Erlebnis

„Oppenheimer“ ist ein Film, den man gesehen haben MUSS. Auf AachenNews kann man alles schreiben über den Film, aber es ist schwer. Spoilern ist jedenfalls nicht möglich, denn jede/r weiß, dass am Ende zwei Bomben fallen: auf Hiroshima und Nagasaki. Wir wissen, was Robert Oppenheimer tut, wie die Sache ausgeht. Trotzdem ist der Film spannend, spannend wie sonstwas. 

Wie das geschafft wurde: spannend zu sein obwohl alles bekannt ist, das ist die Kunst. Der Film ist hervorragende, große Kunst, auch aus anderen Gesichtspunkten. Wenn man schon längst wieder zu Hause ist, wirkt der Film nach, und zwar bezüglich Verstand und Gefühl. Sehr interessant, magisch und inspirierend.

Gut, es geht um Quantenphysik, die versteht kein Mensch. Aber durch den Film begreift man, was sie bedeutet. Und dass Quantenphysik jeden Menschen auf der Welt betrifft. Sagenhaft, ein Film, in dem sich 8 Milliarden Menschen sofort mit dem Hauptdarsteller identifizieren (können). Einmal alles für alle.

Mittendrin in dieser Fimbiographie sieht man plötzlich sich selbst . . . wie man mit den Wissenschaftlern hofft, dass die Bombe funktioniert. Man sieht die Welt der Wissenschaftler, erlebt diese interessanten Typen, nicht mal 40 Jahre alt und schon Nobelpreisträger, und deren Berufsleben, wo Frauen null Chancen haben, aber so war es nun einmal. Das Manhattan-Projekt war rein männlich dominiert, Frauen kommen aber natürlich im Privatleben von Robert Oppenheimer vor.

Im Film wird der Gedanke angedeutet, dass die Atombombe dazu führen würde, dass es keinen Krieg jemals mehr geben wird. In Japan habe die Menschheit gesehen, dass es diese eine Bombe gibt, was sie kann und allein die Drohung mit dieser Bombe werde schon dafür sorgen, dass kriegerische Aggressionen begrenzt wenn nicht gar unterlassen werden. Und richtig,  es wurde außer auf diese zwei Städte in einem Krieg nie wieder eine Atombombe abgeworfen. 

Die Drohung funktioniert derzeit, wie Putin zeigt. Er hat schon drei Dutzend mal mit Atombombeneinsatz gedroht, und immer erschreckt er in Deutschland reihenweise Leute. Diese Waffe funktioniert, ohne dass sie eingesetzt wird. Seit über 18 Monaten. 

Die Musik und die Reihe der berühmten amerikanischen Schauspieler in dem Film (Stars noch in den kleinsten Nebenrollen) und in erster Line Christopher Nolan als Regisseur und Drehbuchschreiber machen den Film zur Sensation. Schön übrigens, dass Matthias Schweighöfer den Werner Heisenberg spielen durfte, einen der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts. 

Im Cineplex in Aachen war die Vorstellung am Sonntag voll. Man sollte sich frühzeitig ein Ticket besorgen: https://www.cineplex.de/film/oppenheimer/378680/aachen/

Warum der Film besonders wertvoll ist, unbedingt ebenfalls lesen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Diskussion im Polizeipräsidium. Thema: Verhältnis von Behörden, Medien und Migration

Es gibt wieder eine Podiumsdiskussion im Polizeipräsidium. Die StädteRegion und die Polizei Aachen laden ein. Das Thema lautet: Vielfalt ist Alltag – zum Verhältnis von Behörden, Medien und Migration.

Vielfalt im Alltag ist schön, macht aber viel Arbeit – im schlimmsten Fall der Polizei. Aber auch die seit Generationen hier lebenden Bürgerinnen und Bürger und die Menschen mit Migrationshintergrund müssen sich Mühe geben. Ziel ist ein friedliches, freundlichen, wertschätzendes Miteinander. Alles andere ist Mist und macht uns nur unglücklich.

Bei der Veranstaltung (Montag, 7. August , 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr) soll beleuchtet werden, wo wir alle als Gesellschaft im Hinblick auf das Thema Migration stehen und was notwendig ist, um eine ganzheitliche migrationsgesellschaftliche Öffnung erfolgreich zu gestalten. Die Behörden hätten, so wird mitgeteilt, „die Kompetenzen internationaler Mitarbeitender erkannt und intensiveren seit Jahren ihre Bestrebungen, mehr Mitarbeitende mit internationaler Familiengeschichte zu gewinnen“. Auch die Polizei in NRW möchte gezielt diese jungen Menschen gewinnen, um eine migrationsgesellschaftliche Öffnung in den eigenen Reihen anzuregen.

Weiter heißt es in der Einladung, den Medien komme eine besondere Verantwortung zu. Medien und ihre Berichterstattung über Migration prägten die öffentliche Meinung. Durch die Berichterstattung zu den Ausschreitungen an Silvester rund um den Jahreswechsel 2022/23 in Berlin sei beispielsweise die Wirkung der gesamten Migrations- und Integrationsarbeit bundesweit infrage gestellt worden.

Es stellen sich der Diskussion: Polizeipräsident Dirk Weinspach, der Dezernent für Soziales, Gesundheit und Digitalisierung Dr. Michael Ziemons, Multimedia-Journalist Kian Tabatabaei und Demet Jawher als Vorsitzende des Arbeitskreises der Integrationsräte sowie die Polizistin und Hochschullehrende für Interkulturelle Kompetenz Hülya Duran.

Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich. Der Parkraum ist begrenzt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Viel zu sehen, lachen, lernen in der aktuellen Öcher-Bend-Ausstellung

Musik gehört zur Kirmes. Gesehen im Centre Charlemagne am Katschhof.

So eine farbenfrohe Ausstellung hat es selten gegeben in Aachens Heimatmuseum am Katschhof. Da ist für Erwachsene und Kinder viel Kurioses zu bewundern und darüber zu lachen. Noch bis zum 20. August ist „Der Bend ist auf! Jahrmärkte in Geschichte und Gegenwart“ im Centre Charlemagne zu sehen.

Eine Schau, die man sich in den letzten Ferientagen gönnen sollte.

Auf über 300 Exponaten – viele sind Erinnerungsstücke aus Privatbesitz – ist die Geschichte des Öcher Bend zu erleben. Als es noch keinen Strom gab, keine Lautsprecher und erst recht keine Stahlkonstruktionen hat man sich schon prächtig amüsiert.

Heute stehen wir kichernd vor den Fotos und staunend vor den Geräten, an denen Männer damals ihre Muskelkraft bewiesen. Die Ausstellung ist ein einziges Vergnügen.

So spannend, so lustig: Gebannt hören zwei Jungen (10 und 7) zu. Eine positive Verwirrung entstand, als der Jüngere verärgert meinte, er verstehe einiges nicht, es sei nämlich Englisch und kein Deutsch. Der Ältere setzt sich die Kopfhörer auf und sagt: „Das ist kein Englisch!!!“ – „Doch“ – „Neeiiiin“, sagt der 10-Jährige im Bewusstsein seiner offenbar gigantischen Kenntnisse der englischen Sprache. – Der Streit ließ sich am Ende schlichten. Es stellt sich nämlich raus: Es ist Öcher Platt, eine Sprache, in der z. B. Aachen „Oche“ heißt. Da staunen 2 Eifeler Kinder und ihre Tante ebenfalls.

Diese Kirmes, also der Öcher Bend, ist erst seit 1927 auf dem heutigen Bendplatz. Wo der Bend vorher war, kann man zu den üblichen Öffnungszeiten (dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen) erfahren. Am Samstag, 5. August, gibt es um 15 Uhr eine Führung (bis 16 Uhr) Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro und ist für Kinder frei.

Mehr Infos hier

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Nur noch heute einen Vorschlag machen: Wer soll den Integrationspreis bekommen?

In Aachen setzen sich viele Einzelpersonen, Organisationen, Institutionen, Unternehmen und nicht zuletzt die Vereine sehr für die Integration in allen Bereichen des Lebens ein. Dieser außergewöhnliche Einsatz und die herausragenden Leistungen werden mit dem Integrationspreis in der Öffentlichkeit besonders hervorgehoben. Und zwar demnächst schon zum 12. Mal.

Noch bis heute, 28. Juli, können Vorschläge und Bewerbungen zum Preis gemacht werden. Vorschläge schicken an: „Stadt Aachen, Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration, Geschäftsstelle des Integrationsrates, 52068 Aachen“ oder an integrationsrat@mail.aachen.de  Die Richtlinien zum Integrationspreis und den offiziellen Ausschreibungstext gibt es unter www.aachen.de/integrationsrat 

Der Integrationspreis soll eine Anerkennung sein und erfolgt durch eine öffentlichkeitswirksame Präsentation der Leistungen der Preistragenden. Die Verleihung des Integrationspreises findet statt am Freitag, 25. August, um 15 Uhr im Rahmen des Festivals der Vielfalt in der Rotunde des Elisenbrunnens .

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Die Bastei war einst ein Tanzpalast und als Treffpunkt wegen der Autos zu gefährlich.

Schulklassen trafen sich vor dem Besuch des Reitturniers z. B. an der Bastei. Keine gute Idee, fand in den 1960er Jahren die Polizei. Kaum zu glauben: Der Polizeipräsident meinte, dass von den Autos (links) eine Gefahr ausgeht. Foto: Stadtarchiv Aachen, Schulamt, rote Nr. 131, o. Pag.; unbekannter Fotograf

Das Aachener Stadtarchiv zeigt aus seinen Magazinen regelmäßig Stücke als Archivale des Monats. Im kommenden August 2023 ist das Archivale des Monats ein Foto der Bastei, deren Abriss gerade diskutiert wird. Gut zu erkennen ist hinter den sommerlich gekleideten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen über dem Eingang des Gebäudes auf dem Eckfenster die Beschriftung: „Tanzpalast – cha cha cha – Bar“.

Besuch des Reitturniers

Wie heute so lud der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) bereits in den 1960er-Jahren die Schulklassen aus Stadt und Regierungsbezirk Aachen sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer ein, an festgelegten Tagen das Reitturnier zu besuchen. Der Unkostenbeitrag lag 1963 bei 30 Pfennig. Anmerkung: Auf diese Weise geschah es, dass viele Aachener Kinder das Turnier erlebten und es als etwas besonders Interessantes im Kopf behielten. Davon profitiert die Veranstaltung noch heute.

In dem Einladungsschreiben für das Turnier 1963, das an das Schulamt der Stadt gerichtet war, wies der ALRV auch auf eine polizeiliche Anordnung hin: „Treffpunkt und Ort der Sammlung [der Schulklassen vor dem Turnierbesuch] darf nicht der Turnierplatz sein. Aus Gründen der Verkehrssicherheit soll für die Anfahrt oder den Anmarsch sowie für das Betreten des Platzes nur die Soers genutzt werden.“

Probleme mit der Verkehrssicherheit

Im Jahr zuvor war es an den Treffpunkten der Schulklassen in der Nähe des Turnierareals zu Problemen gekommen. Die Polizei sah die Verkehrssicherheit gefährdet. Im Nachgang des Reitturniers von 1962 hatte sich der Polizeipräsident an das städtische Schulamt gewandt. Er wies darauf hin, dass die Polizei das Schulamt bereits seit 1956 „wiederholt schriftlich und fernmündlich“ darum gebeten habe, „auf die Lehrkräfte einzuwirken, die Schulkinder zum Besuch des Aachener Reit- und Fahrturniers nicht an den Verkehrsbrennpunkten zu sammeln. […] Ich habe leider feststellen müssen, daß die Schulkinder nach wie vor an den Verkehrsbrennpunkten gesammelt werden. Auch in diesem Jahr wurden die Kinder wieder zur Allee und zur Krefelder Straße bestellt und warteten dort auf die Lehrer. In der Wartezeit veranstalteten die Kinder Spiele und gefährdeten sich und andere Verkehrsteilnehmer.“

Diesem Schreiben beigefügt waren vier Fotoaufnahmen der Gefahrensituationen, unter anderen das Foto (s. o.) der Archivale des Monats, das einen Sammelpunkt an der Bastei zeigt.

Ordnungsamt wird eingeschaltet

Die Polizei bat das Schulamt zu prüfen, ob nicht umliegende Schulhöfe oder der Tivoli nach Rücksprache mit der Alemannia als Sammelplätze bestimmt werden könnten. Das Schulamt gab diese Bitte im Folgejahr per Rundschreiben an die Schulen weiter, die Wirkung blieb jedoch aus, wie ein Schreiben des damaligen Ersten Beigeordneten und Stadtkämmerers Hans Wertz an die Polizeipräsidenten von September 1963 belegt. Wertz kündigte an: „Ich habe das Ordnungsamt veranlaßt, im Benehmen mit Ihnen und dem Schulamt im nächsten Jahr die notwendigen Vorkehrungen zu treffen.“

Quelle für Text und Bild: Stadtarchiv Aachen, Schulamt, rote Nr. 131, o. Pag.; unbekannter Fotograf

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Umorganisation bei Stadtglühen

„Aufgrund der aktuellen Wetterprognose“, so teilt die Stadtverwaltung mit, entfallen am heutigen Mittwoch, 26. Juli, im Stadtpark am NAK alle Outdoor-Veranstaltungen im Rahmen des Stadtglühens, dem Sommer-Festival der freien Kulturszene in der Stadt. Es seien Unwetter vorausgesagt.

Und weiter heißt es: Am  Donnerstag, 27. Juli, finden die Outdoor-Veranstaltungen soweit wie möglich Indoor statt.

Um 18 Uhr stellen „Brunocopter“ mit Mitgliedern von „Sarkofuck“ ihre Performance im NAK, Passstraße 29, vor. Der Einlass beginnt um 17 Uhr. Ganztägig ist dort auch die Ausstellung „Aixitus – Gabor Baksay befindet sich in Sicherheit“ zu sehen. 

***

Um 20 Uhr treten „Ted Milton´s Blurt“ sowie Theresa Riemann im Musikbunker, Goffartstraße 26, auf. Einlass ist ab 19 Uhr.

„Wir bedauern die Umorganisation sehr“, so Erik Gluth vom städtischen Veranstaltungsmanagement, „aber aufgrund des Veranstaltungscharakters im Freien und der Sicherheit der Besucher*innen haben wir die Veranstaltungen den Gegebenheiten anpassen müssen“.

Informationen zu weiteren Veranstaltungen und Spielorten des Stadtglühens gibt es unter www.stadtgluehen.de sowie unter #aachenmachtkultur.

Gerade haben wir es in Aachen noch gut: Kein Unwetter, keine Fallwinde, die plötzlich Wassermassen auf uns kippen. Der Blick geht nach Griechenland (Waldbrände), Norditalien (faustgroße Hagelkörner) oder Sardinien (48 Grad im Schatten). Der Urlaub im Süden ist passé, so steht es in der FAZ. Die Menschen, die ans Mittelmeer fliegen, wissen gar nicht, wie sehr sie mit ihren massenhaften Flügen das Klima ruinieren, das ihnen dann den Urlaub versaut.
Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar